Tierpfleger/-in


Du liebst Tiere, setzt dich vielleicht schon seit Jahren ehrenamtlich für den Tierschutz ein, bist gern und bei jedem Wetter draußen und möchtest......

Rechtspfleger|in: Unabhängige Entscheider hinter den Kulissen


Recht und Ordnung haben in deinem Leben einen ganz besonderen Platz und das soll auch so bleiben. Du liebst es, akkurat zu arbeiten und schnell eigene......

Tierärztliche Fachangestellte


Du hast ein Herz für kranke Tiere und möchtest ihnen gern helfen? Die Arbeit in einer Tierarztpraxis fasziniert dich und du möchtest vielleicht auch......

Kauffrau|-mann im Gesundheitswesen (Bundeswehr)


Im Gesundheitswesen managen Kaufleute vielfältige Dienstleistungen und deren Abrechnung. Kliniken, Polikliniken und Ambulanzen bieten zahlreiche......

Systemelektroniker/ -in


Du bist von Computern fasziniert und siehst deine Zukunft in keiner anderen Branche als der IT? Als ausgefuchster Technikfreak weißt du auch jetzt......

» B.Sc.Hebammenkunde

B.Sc.Hebammenkunde

Foto: B.Sc.Hebammenkunde

Fotos (2): SJK-Berlin | Hebammen stehen werdenden Müttern zur Seite

Foto: B.Sc.Hebammenkunde

Fotos (2): SJK-Berlin | Hebammen stehen werdenden Müttern zur Seite

Foto: B.Sc.Hebammenkunde

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Neue Inhalte in einem uralten Beruf: Hebammen ebnen den Weg auf die Welt


Seit einigen Jahren kommen in Deutschland wieder mehr Kinder zur Welt. Ihre Eltern, vor allem die Mütter, wünschen sich eine gute und umfassende Betreuung vor und nach der Geburt. Da kommt die Hebamme ins Spiel, ein uralter Beruf, der bis heute seine Daseins-berechtigung hat. Egal ob im Krankenhaus oder selbstständig, Hebammen werden immer gebraucht, denn sie stehen – viel mehr als Gynäkologen - für gut betreute Geburten und garantieren das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Zumindest solange, wie alles seinen natürlichen Gang nimmt.

Nirgendwo sonst ist das Vertrauensverhältnis zu werdenden Müttern enger als hier. Als Hebamme hilfst du nicht nur kleinen Menschen auf die Welt, sondern begleitest ihre Eltern über viele Monate vor und nach der Geburt. Dabei darfst Du Dich nicht vor unbequemen Arbeitszeiten scheuen, denn Kinder kommen, wann sie wollen. Aber du kannst dich jeden Tag aufs Neue auf den befreienden ersten Schrei eines Neugeborenen freuen.

Ein großer Teil der Arbeit ist die Geburtsvorbereitung der Eltern, vor allem beim ersten Kind. Wenn es
endlich so weit ist, stehst du als Hebamme der werdenden Mutter zur Seite bis das Kind den holprigen Weg ans Licht der Welt hinter sich gebracht hat. Du berätst und unterstützt die Eltern vor und während der Geburt und hilfst jungen Müttern beim ersten Stillen. In der Regel versorgst du die Gebärende allein. Bei schwierigen Geburten wird ein Arzt hinzugezogen.

An der Evangelischen Hochschule in Berlin-Zehlendorf (EHB) kann man den Beruf seit einigen Jahren ausbildungsintegriert studieren. Der Studiengang wurde zusammen mit dem Sankt Joseph Krankenhaus in
Berlin-Tempelhof entwickelt. Weitere Praxis-Partner sind inzwischen hinzugekommen. Die Theorie wird an der Hochschule gelehrt. Bis zur Prüfung am Ende des 6. Semesters sind die Studentinnen bei den Partner-
Institutionen angestellt.

Im 7. und 8. Semester studieren sie ausschließlich an der EHB, dürfen und sollen aber parallel schon in Teilzeit als Hebamme arbeiten. Am Ende des 8. Semesters steht die Prüfung zum
Bachelor in Hebammenkunde. Der Abschluss ist europaweit anerkannt und ermöglicht auch einen leichten Berufseinstieg in einem anderen Land der EU.
Voraussetzungen:
Abitur, soziale Kompetenzen und Empathie

Studiendauer:
3 Jahre praktische Ausbildung
parallel zu den ersten 6 Semestern,
2 weitere Semester bis zum B.Sc.

www.eh-berlin.de

www.sjk.de

» B.Sc. Krankenpflege

B.Sc. Krankenpflege

Foto: B.Sc. Krankenpflege

Fotos (2): EHB | Theorie im Hörsaal und praktischer Unterricht am Krankenbett

Foto: B.Sc. Krankenpflege

Fotos (2): EHB | Theorie im Hörsaal und praktischer Unterricht am Krankenbett

Foto: B.Sc. Krankenpflege

Foto: B.Sc. Krankenpflege

Karriere im Gesundheitswesen: Bachelor of Nursing


Krankenpflege ist ein typischer Frauenberuf. Aber es gibt auch mehr und mehr Männer, die in diesem
Bereich Karriere machen wollen. Vielleicht liegt das daran, dass er sich inzwischen zu einem hochspezialisierten Tätigkeitsfeld gewandelt hat, das auch wissenschaftliche Kenntnisse voraussetzt.

Hinzu kommt, dass sich die Pflegeberufe immer mehr vermischen, ab 2018 sollen Berufe in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege gemeinsam zu „Pflegefachfrauen“ oder „Pflegefachmänner“ ausgebildet werden, um mehr Flexibilität zu ermöglichen. Sie können uns dann von der Wiege bis zur Bahre versorgen.

Mehr Anerkennung bringt dem Beruf ganz sicher auch das Duale Studium der Pflege, das die Evangelische Hochschule Berlin und das Sankt Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof entwickelt haben. Es eröffnet echte Karrierechancen in der Welt der Gesundheitsberufe, da die Absolventen über zwei getrennte Abschlüsse verfügen.

Der praktische Teil wird innerhalb von drei Jahren in einem Lehrkrankenhaus absolviert, während der
theoretische Unterricht an der Hochschule in Berlin-Zehlendorf stattfindet. Am Ende der ersten sechs
Semester findet eine Prüfung zur Krankenschwester oder zum Krankenpfleger statt.

Im siebten und achten Semester wird ausschließlich an der EHB studiert. Nebenbei kann in Teilzeit bereits im Beruf gearbeitet werden. Das ermöglicht nicht nur eine leichtere Finanzierung des Lebensunterhalts, sondern fördert auch den Praxisbezug. Am Ende des achten Semesters steht das Bachelor-Examen. Die Absolventen sind dann examinierte Krankenpfleger und haben gleichzeitig einen international anerkannten Bachelor of Science in der Tasche.

Neben der Möglichkeit, in der gesamten EU zu arbeiten, kann dem Bachelor auch noch ein Masterstudium, beispielsweise in Public Health (zwei oder vier Semester) an der Berliner Charité, oder Psychosoziale Prävention und Gesundheitsförderung an der Freien Universität Berlin (vier Semester) folgen. Voraussetzungen für beide Masterstudiengänge sind ein guter Bachelor-
Abschluss, mindestens ein Jahr einschlägige Berufs-erfahrung und Englischkenntnisse.
Voraussetzungen:
Abitur und eine verbindliche Ausbildungsplatzzusage bei einem
anerkannten Kooperationspartner
 
Ausbildungs- +Studiendauer:
3 Jahre praktische Ausbildung parallel zu den ersten 6 Semestern, 2 weitere Semester bis zum B.Sc.

www.sjk.de Bildung und Karriere
www.eh-berlin.de
bsph.charite.de/studium

» Studieren in Eberswalde

Studieren in Eberswalde

Foto: Studieren in Eberswalde

Foto: Sandra Hermannsen | Biolandhof Behring

Foto: Studieren in Eberswalde

Foto: Sandra Hermannsen | Biolandhof Behring

Foto: Studieren in Eberswalde

Foto: Thomas Burkhardt | HNEE-Präsident Wilhelm-Günther Vahrso

Foto: Studieren in Eberswalde

Foto: Thomas Burkhardt | HNEE-Präsident Wilhelm-Günther Vahrso

Mal eben kurz die Welt retten: An Deutschlands „grünster“ Hochschule spürt man Begeisterung in allen Bereichen


Mal eben die Welt retten, den Klimawandel stoppen und sich für eine gerechte und gesunde Umwelt einsetzen - wer möchte das nicht? Doch ganz so einfach ist es leider nicht. Nachhaltigkeit ist zwar in aller Munde, aber gelebt wird sie immer noch weitaus weniger.

Anders an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (HNEE) in Eberswalde. Sie trägt den Begriff nicht nur im Namen, sondern setzt ihn auch beständig um. Wer sich für ein Studium an der Hochschule mit dem sehr speziellen Angebot entscheidet, wird zunächst in das „grüne“ Prinzip, das hier zum Alltag gehört, eingeführt. Darauf ist man stolz und den Pflichtkurs müssen alle Erstsemester belegen.

Die Hochschule mit bald 200-jähriger Tradition ist aus der ehemaligen Forstakademie der Berliner Humboldt-Universität hervorgegangen, die im bis heute recht beschaulichen Eberswalde, weit vor den Toren der sich zunehmend industrialisierenden Hauptstadt und nah an großen Brandenburger Waldgebieten einen idealen Ort für die Ausbildung der Förster fand.

Das Studium der Forstwissenschaften hat sich die Hochschule bis heute erhalten und ist damit eine von nur fünf Fakultäten in ganz Deutschland auf diesem Gebiet. 1963 wurde die Hochschule geschlossen. Ähnliche Studiengänge bot bis zur Wende in der DDR nur die Forstliche Hochschule Tharandt bei Dresden an. Erst nach der Wende und nach der Neugründung ging es ab 1991 als Fachhochschule in Eberswalde weiter. Deshalb konnte die HNEE wie alle Universitäten und Hochschulen im Land Brandenburg im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern.

Durch die Neugründung sind weitere Fachgebiete hinzugekommen, die inzwischen genau dem Zeitgeist entsprechen. Die HNEE ist mittlerweile Deutschlands grünste Hochschule und ihr Präsident Wilhelm-Günther Vahrson legt mit seinem Team größten Wert darauf, dass das auch so bleibt.

Der 61-Jährige kam Mitte der 1990er-Jahre zunächst als Lehrbeauftragter an die Hochschule. Nach einer längeren Lehrtätigkeit im mittelamerikanischen Costa Rica suchte er einen passenden Arbeitsplatz in der Nähe seiner alten Heimat Berlin und war sofort von der guten Strukturierung der damaligen FH begeistert. Seinem Engagement sind der Wandel zur Nachhaltigkeit und damit auch der Erfolg der Hochschule, die heute regelmäßig weit mehr Bewerbungen als Studienplätze verzeichnet, zu verdanken.

Wer sich für einen Studiengang an der HNEE interessiert braucht deshalb auch mehr als nur gute Noten. Persönlicher Einsatz für die von der Hochschule verfolgten Ideale ist ebenso wichtig wie Berufserfahrung, die in manchen Bereichen Voraussetzung ist. In der Forstwissenschaft kann sie beispielsweise durch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr mit ähnlichem Schwerpunkt nachgewiesen werden.

Auch bei den Masterstudiengängen, die nicht immer konsekutiv angeboten werden, müssen einschlägige oder für das Fachgebiet nützliche Berufserfahrungen mitgebracht werden. Da das Angebot in Eberswalde etwas aus der Masse heraussticht, können hier auch viele Studierende, die ihren Bachelor an anderen Hochschulen abgelegt haben, ihr Glück finden.

» Regionalmanagement

Regionalmanagement

Foto: Regionalmanagement

Foto: Sandra Hermannsen | Interaktive Lehre

Foto: Regionalmanagement

Foto: Sandra Hermannsen | Interaktive Lehre

Foto: Regionalmanagement

Foto: Stephanie Neumann | Studierende im Grünen

Foto: Regionalmanagement

Foto: Stephanie Neumann | Studierende im Grünen

Große Wirkung: Nachhaltige Entwicklung stärkt regionale Wirtschaft


Brandenburg hat seit Jahren mit Abwanderung zu kämpfen. Vielerorts können die Menschen nicht mehr von ihren Einnahmen leben und neue Arbeitsplätze gibt es schon lange nicht mehr. Andererseits wächst der Berliner Speckgürtel zu einem immer größeren
Moloch heran, der große Herausforderungen für die Verkehrs- und Stadtplanung mit sich bringt.

Der Entwicklung der immer dünner besiedelten Landstriche außerhalb des Ballungsraums wird dabei viel zu wenig Beachtung gewährt. Dass auch hier durch strategisch günstige Planung eine Umkehr ins Positive möglich ist, zeigen Beispiele aus dem österreichischen Burgenland, das durch seine Lage unmittelbar an der ungarischen Grenze nach der Wende zunächst eine komplett abgehängte Region war.

Taktisch kluges und erfolgreiches Regionalmanagement hat inzwischen dazu geführt, dass die Gegend boomt wie kaum eine andere. Aus diesem Grund hat der Landkreis Potsdam-Mittelmark vor vier Jahren einen Austausch zwischen Agrarbetrieben aus
Werder (Havel) und Umgebung und burgenländischen Obst- und Weinproduzenten organisiert. Ziel war es, den Brandenburgern zu zeigen, wie sie ihre Produkte erfolgreich vor Ort verarbeiten und direkt vermarkten können. Ungeahnte und bislang wenig genutzte
Möglichkeiten für ein Agrarland wie Brandenburg.

Regionalmanagement beschränkt sich jedoch nicht auf landwirtschaftliche Produkte. Die Ansiedlung von Industrien und anderen Fertigungsbetrieben und die damit einhergehende Planung einer entsprechenden Infrastruktur unter wirtschaftlichen Aspekten gehören ebenfalls dazu. Deshalb setzt sich das Studium aus
regional- und kommunalökonomischen, juristischen und – wie könnte es in Eberswalde anders sein – ökologischen Themenschwerpunkten zusammen. Wirtschaftsmathematik, Steuerlehre und Statistik gehören ebenfalls dazu. Auch Regionalberatung, Mediation und Netzwerken werden trainiert, und zwar immer anhand ganz praktischer Beispiele.

Arbeitsmöglichkeiten ergeben sich mit dem Bachelor of Science in Regional- und Kommunalverwaltungen, aber auch in der Wirtschaftsförderung, regionaler Vermarktung oder Raumplanung. Entsprechende Spezialisierungen werden im 4. und 5. Semester angeboten. 
Voraussetzungen:
Abitur

Studiendauer:
B.Sc. 6 Semester

Berufsbegleitender Master
Kommunalwirtschaft (M.A.):
Finanzierungsmöglichkeiten durch Stipendien oder Arbeitgeber-
zuschüsse, Freistellung für die
Studienzeiten sowie mindestens einjährige Berufserfahrung.

www.hnee.de

» Ecosystem Management

Ecosystem Management

Foto: Ecosystem Management

Foto: Sören Tetzlaff

Foto: Ecosystem Management

Foto: Sören Tetzlaff

Foto: Ecosystem Management

Foto: Berit Künzelmann, Studieren im Grünen

Foto: Ecosystem Management

Foto: Berit Künzelmann, Studieren im Grünen

Klimawandel stoppen: Durch gezielte Waldwirtschaft die Welt retten


Mehr als jemals zuvor ist es heute nötig, nicht nur das Ökosystem vor den eigenen Haustür zur erhalten, sondern die Welt in dieser Hinsicht als Ganzes zu begreifen. Mit diesem Ansatz qualifiziert der deutsch-englische Studiengang Fachleute dazu, globale Entscheidungen zu treffen und die internationale Politik nachhaltig zu beraten.

Absolventen finden Stellen bei NGOs, aber auch als Berater nationaler und internationaler Politik, und
beteiligen sich, wenn auch noch nicht in der ersten Reihe an internationalen Klimaschutzkonferenzen.

Das Studium beinhaltet in den ersten beiden Semestern vor allem die naturwissenschaftlichen Grundlagen zum Verständnis der verschiedenen Waldökosysteme. Um Nutzung und Erhaltung geht es in den beiden darauffolgenden Semestern. Dabei bezieht sich das vermittelte Wissen zu einem großen Teil auf die Waldwirtschaft in tropischen Regionen.

Damit die späteren Fachleute einen hautnahen Einblick in diese, uns fremde Ökosysteme bekommen, schließt sich im fünften Semester ein Praktikum an, das unbedingt im Ausland stattfinden soll. Engagement und Ideen der Teilnehmer erstaunen manchmal sogar die Professoren: Regelmäßig erreichen sie in dieser Zeit Mails von Studenten aus Neuseeland oder Südamerika.

Auch wenn ein solcher Auslandsaufenthalt noch so reizvoll ist, müssen vorab die Grundlagen des Wald- und Wildtiermanagements sowie politische, rechtliche und soziale Grundkenntnisse des Ressourcenmanagements gelernt werden. Auch die Waldbewirtschaftung spielt eine Rolle, dazu werden unterschiedliche technische Fertigkeiten vermittelt. Und schließlich gehören Datenbanken und geografische Informationssysteme zum Grundstudium, denn Umweltdaten müssen
ausgewertet und interpretiert werden.

Wer zukunftsorientiert denkt, den Umweltschutz in seinem Leben in den Vordergrund stellt und sich gern auf internationalem Parkett bewegt, kann es mit diesem Studium weit bringen. Allerdings muss auch die Bereitschaft bestehen, Fremdsprachen zu lernen oder die bereits erworbenen Kenntnisse auszubauen.
Voraussetzungen:
Abitur, Interesse an Naturwissenschaften und gute Englischkenntnisse: Lehrveranstaltungen auf Deutsch und Englisch

B.Sc. 6 Semester

M.Sc. Global Change Management:
4 Semester in englischer Sprache

Promotion an einer anderen Hochschule möglich

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» B.Sc. Ökolandbau

B.Sc. Ökolandbau

Foto: B.Sc. Ökolandbau

Fotos (2): Sandra Hermannsen | Ökoversuchsflächen, Lehrveranstaltung im Grünen

Foto: B.Sc. Ökolandbau

Fotos (2): Sandra Hermannsen | Ökoversuchsflächen, Lehrveranstaltung im Grünen

Foto: B.Sc. Ökolandbau

Foto: B.Sc. Ökolandbau

Der Öko-Landbau boomt: Biobauern produzieren unser Essen von morgen


Gerade in Brandenburg bekommt der Öko-Landbau seit der Jahrtausendwende eine immer größere Bedeutung. Die Nähe zur wachsenden Bundeshauptstadt mit ihrem starken Zuzug meist junger Menschen und Familien führt dazu, dass immer mehr nachhaltig produzierte Lebensmittel nachgefragt werden. Vegetarier und Veganer wollen sich nicht mit Pestiziden vollstopfen und die nach wie vor praktizierte Massentierhaltung sieht sich in zunehmendem Maß der Kritik ausgesetzt.

Bereits heute ist es nicht mehr möglich, den Berliner Bedarf an nach ökologischen Richtlinien produzierten Lebensmitteln in Brandenburger Betrieben zu stillen. Einer umweltgerechten Produktion widerspricht aber der lange Transport vor allem von Obst und Gemüse aus Ostasien oder Südamerika. Deshalb macht die Neuansiedlung von Bio-Bauernhöfen oder die Umstellung bestehender Betrieb in Brandenburg durchaus Sinn. Die erforderlichen Grundlagen dafür bekommen Interessierte im Bachelor-Studiengang Ökolandbau und Vermarktung der HNEE.

Zum Bachelor-Studium Öko-Landbau und Vermarktung gehören neben den Grundlagen des ökologischen Pflanzenbaus und der artgerechten, ökologischen Tierhaltung auch wesentliche Elemente der Vermarktung und der Unternehmensführung. Landwirte sind schon lange auch Unternehmer und benötigen dringend betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Dazu gehört auch die erfolgreiche Vermarktung von Rohstoffen und fertigen Produkten.

Die Hochschule verfügt über optimale Praxisbedingungen quasi direkt vor der Haustür. Zahlreiche
Agrarbetriebe kooperieren mit der HNEE und bieten Praktikumsplätze für die Studierenden. Denn nach dem Grundlagenstudium in den ersten drei Semestern stehen im vierten Semester 19 Wochen betreute Praxis in Betrieben an. Das heißt 40 Stunden Vollzeitarbeit pro Woche. Studierende sollen in dieser Zeit einen realistischen Einblick von dem bekommen, was sie bei ihrer zukünftigen Arbeit erwartet. Abgeschlossen wird das Praktikum mit einem einwöchigen Kolloquium.

Im fünften und sechsten Semester schließt sich das Fachstudium mit der Bachelorarbeit an. Enge Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft begleiten das gesamte Studium.
Voraussetzungen:
Abitur

Studiendauer:
Bachelor of Science 6 Semester
Konsekutiver Masterstudiengang
„Öko-Agrarmanagement“
in Kooperation mit der HU Berlin.

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» B.Sc. Forstwirtschaft

B.Sc. Forstwirtschaft

Foto: B.Sc. Forstwirtschaft

Foto: B.Sc. Forstwirtschaft

Tag für Tag im Wald unterwegs: Förster managen die „Grüne Lunge“


Deutschland ist das Land mit den größten Waldbeständen in Europa. Das erstaunt erst einmal, wenn man sich überlegt, wie zersiedelt unser Land ist. Aber nicht nur Hege und Pflege, sondern auch ökologisch-ökonomische Entscheidungen in der Nutzung des einheimischen Holzes haben über die Jahre dafür gesorgt, dass immer wieder aufgeforstet wurde und der einheimische Wald seine unterschiedlichen Funktionen als Ökosystem, Schutzraum für Wildtiere, Erholungsort und auch als Wirtschaftsfaktor erhalten konnte. Öffentliche wie private Waldbesitzer brauchen für ihre Bestände Manager, die nicht nur die Bäume, sondern vor allem auch die verschiedenen Nutzergruppen im Wald verstehen und eine geschickte Hand in der Vermittlung manch unterschiedlicher Ansichten haben.

Die HNE Eberswalde bietet als einer von fünf Stand-orten in ganz Deutschland einen Bachelorstudiengang in Forstwirtschaft an. Nachhaltigkeit steht in der Waldwirtschaft an erster Stelle, denn es soll immer nur so viel Nutzholz aus dem Wald geholt werden, wie auch relativ schnell wieder nachwachsen kann. Nur dann lohnt sich die Waldbewirtschaftung unter ökonomischen Gesichtspunkten. In Brandenburg sind in den vergangenen Jahrzehnten größtenteils schnell und vor allem gerade wachsende Kiefern nachgepflanzt worden. Das möchte man jetzt ändern und wieder zu dem zurückkommen, was den Bodengegebenheiten eigentlich viel mehr entspricht: Laubgehölze und allen voran Buchenwälder.

Die Forstwirtschaft steht also in gewisser Weise vor einem Umbruch. Das betrifft auch die Nutzung des Waldes. Natur- und Tierschützer legen Wert auf einen unberührten Lebensraum für Wildtiere und zeigen immer mehr und deutlichere Abneigung gegen die Jagd. Ein Förster muss andererseits imstande sein, ein verletztes Tier durch einen gezielten Schuss von seinen Leiden zu erlösen. Das kann zu einem echten Dilemma werden, denn jeder Forstmanager muss auch Mediator sein. Kenntnisse in der Bekämpfung von Schädlingen, beispielsweise durch den gezielten Einsatz von Nützlingen, spielen im Studium ebenso eine große Rolle, wie die Bildungsfunktion der Revierleiter in den zahlreichen Waldschulen. Die Aussichten sind gut, da viele Förster in Nordostdeutschland in den nächsten Jahren das Rentenalter erreichen.
Voraussetzungen:
Abitur

B.Sc. 6 Semester, für eine Tätigkeit im
öffentlichen Dienst anschließend einjähriges Referendariat in einer Forstverwaltung. Aufgrund der sehr unterschiedlichen
Aufgaben und der teils hohen Belastung der Förster ist ein Praktikum vor
Studienbeginn ratsam.

Internationaler M.Sc. Forest Information Technology in Zusammenarbeit mit der Naturwissenschaftlichen Universität Warschau möglich.

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» B.Eng. Holztechnik

B.Eng. Holztechnik

Foto: B.Eng. Holztechnik

Foto: Berit Künzelmann | Pfeil-Auditorium

Foto: B.Eng. Holztechnik

Foto: Berit Künzelmann | Pfeil-Auditorium

Foto: B.Eng. Holztechnik

Foto: Malte Wördemann | Waldcampus

Foto: B.Eng. Holztechnik

Foto: Malte Wördemann | Waldcampus

Praxisnah dual studieren: Holzingenieur mit Berufserfahrung

Für Menschen mit echter Hands-on Mentalität sind Duale Studiengänge genau das Richtige und haben viele Vorteile. Zum einen gibt es einen sicheren Job, denn die meisten Firmen haben nach Abschluss von Ausbildung und Studium ein deutliches Interesse daran, ihre Leute zu behalten. Zum anderen lernt man aber auch Grundlagen, die weit über die rein handwerklich-technische Ausbildung hinausgehen. Das bedeutet in der Regel natürlich auch ein besseres Gehalt.

Da Holz in Eberswalde schon seit 1830 eine große Rolle spielt, gibt es hier allerbeste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. Zu den praktischen Techniken, die während der Ausbildung im Betrieb vermittelt werden, kommen an der HNEE ingenieurwissenschaftliche, biologische, chemische und physikalische Kenntnisse, immer bezogen auf Holz und dessen Nutzung.

Auch wirtschaftliche Aspekte werden vermittelt, sowie Holzschutz, nachhaltiges Bauen mit Holz – was man an der Hochschule auch überall ganz praktisch erleben und sehen kann – und sogar Klebetechniken und Produktgestaltung.

Spezialisieren können sich die Studierenden dabei zurzeit entweder auf Verfahrens- und Fertigungstechnik oder auf Holzbau. Parallel findet die ganz praktische Ausbildung in einem Partnerbetrieb im Bereich der Zimmerei, Tischlerei, Holzmechanik oder Holzbearbeitungsmechanik statt.

Nach insgesamt viereinhalb statt bis zu sechs Jahren bei getrennten Bildungsgängen schließt das Ingenieurstudium mit einem Bachelor of Engineering und die Ausbildung mit einem Gesellenbrief ab.

Das sind beste Voraussetzungen für eine Selbstständigkeit im hochklassigen Innenausbau oder für die Übernahme eines bereits bestehenden Betriebes, denn nach der Bachelor-Prüfung haben Absolventen sowohl die Berechtigung zur Führung eines Betriebes als auch die Erlaubnis zur Ausbildung eigener Azubis in der Tasche.

In Eberswalde kann das Holzingenieur-Studium auch ohne gleichzeitige Ausbildung absolviert werden. In diesem Fall ist allerdings ein Praxissemester Pflicht.

Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur und
Ausbildungsvertrag

Ausbildungs- + Studiendauer:
5 Jahre insgesamt, davon 3 Jahre im Partnerbetrieb. Die Ausbildung
beginnt ein Jahr vor dem Studium
B.Eng. 7 Semester, fakultative
Ausbilderprüfung im 5. oder 6. Semester möglich

Holztechnik kann in 7 Semestern an der HNEE auch ohne Ausbildung
studiert werden

www.hnee.de

» Future Lab für Jugendliche

Future Lab für Jugendliche

Foto: Future Lab für Jugendliche

Fotos (3): Angermünder Bildungswerk | Ressourcenkreis Wasseranalyse | Floßbau | Gebäudesanierung mit Solaranlage

Foto: Future Lab für Jugendliche

Fotos (3): Angermünder Bildungswerk | Ressourcenkreis Wasseranalyse | Floßbau | Gebäudesanierung mit Solaranlage

Foto: Future Lab für Jugendliche

Foto: Future Lab für Jugendliche

Grüne Berufe kennen lernen Kostenlose Sommer-Schnupper-Workcamps im Nordosten von Berlin


Umweltschutz interessiert Dich und Du möchtest gern Deinen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen leisten? Vielleicht engagierst Du Dich sogar schon bei einer Natur- oder Tierschutzorganisation? Aber könntest Du Dir auch vorstellen, aus diesem Engagement Deinen Beruf zu machen? Wenn Du mehr über die Möglichkeiten erfahren möchtest, haben wir hier etwas ganz Praktisches.

Grüne Berufe sind Zukunft und von großer Bedeutung für unsere Umwelt. Die Vielfalt der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in diesem Bereich kennen aber die wenigsten. Das hat die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (HNE) in Eberswalde erkannt und sich mit dem Angermünder Bildungswerk e.V. und der Handwerkskammer Ostbrandenburg zusammengetan, um in den Sommerferien kostenlose Workcamps in der Region anzubieten, die Jugendlichen nachhaltige Berufszweige näher bringen sollen.

Jeweils vier Tage lang entwickeln die Teilnehmer gemeinsam ein Projekt, das sie am Ende präsentieren. Zur Auswahl stehen sechs unterschiedliche Themen, von denen immer drei parallel angeboten werden.

Die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) beschäftigt sich in Hennickendorf mit dem Bau eines Modellautos, das mit Wasserstoff und Solartechnik betrieben wird. Ebenfalls in Hennickendorf kannst Du in einem zweiten Workshop
erfahren, wie man ein Haus nach den Grundlagen des ökologischen und nachhaltigen Bauens errichtet. Die Sanierung eines alten Gebäudes nach energetischen Gesichtspunkten ist Schwerpunkt eines Workshops in Angermünde. Dort kannst Du auch unterschiedliche Berufe kennen lernen, die sich mit Ressourcenschonung durch Recycling und Wiederverwertung beschäftigen. In Eberswalde geht es um nachhaltiges Management, einmal in Regionen, die sich durch neue Ideen dauerhaft gut aufstellen und ihre
eigenen Produkte besser nutzen wollen und in einem
zweiten Workshop ganz direkt um die Nachhaltigkeit in Unternehmensführung und Wirtschaft.

Durch versetze Termine ist es möglich, an mehreren
Veranstaltungen teilzunehmen, vorausgesetzt, es sind
ausreichend Plätze frei.

» Lernen bei Daimler

Lernen bei Daimler

Foto: Lernen bei  Daimler

Foto: daimler | Mercedes-AMG E 63 S 4MATIC+

Foto: Lernen bei  Daimler

Foto: daimler | Mercedes-AMG E 63 S 4MATIC+

Foto: Lernen bei  Daimler

Fotos : sg | Mercedes-Benz Niederlassung am Berliner Salzufer

Foto: Lernen bei  Daimler

Fotos : sg | Mercedes-Benz Niederlassung am Berliner Salzufer

Schicke Autos und eine gute Ausbildung im Großkonzern. Das Mercedes-Benz Werk in Ludwigsfelde hat eine lange Tradition und bietet sichere Zukunftschancen


Mercedes, das sind Luxuskarossen, die Du Dir niemals leisten kannst. Wirklich, denkst Du das? Dann überlege doch mal kurz, wie es mit einer Ausbildung in so einem großen Konzern aussehen könnte. Immerhin steigen Deine Chancen ganz erheblich, einmal selbst ein solches Auto Dein Eigen nennen zu können, denn als Werksangehöriger hast Du natürlich viele Vorteile, die sich bei einem so
großen Konzern nicht nur auf die Fahrzeuge selbst beschränken.

Wer sich für einen Ausbildungsplatz bei Mercedes-Benz bewerben möchte, muss allerdings einige Hürden nehmen, bevor es mit dem Lernen am Wunschstandort so richtig losgeht. Am besten also ran an den Computer und erstmal schauen, wie das so abläuft.

Denn „beim Daimler“, wie das im Schwabenland heißt, wo der Konzern seinen Stammsitz hat, bewirbt man sich nicht einfach mit einem dahin gekritzelten Lebenslauf. Großkonzern heißt auch perfekte Organisation. Dabei ist es egal, ob Du Nutzfahrzeuge in Ludwigsfelde konstruieren, Luxusklasse-Schlitten im württembergischen Sindelfingen fertigen oder Reisebusse in Neu-Ulm ausstatten willst, alle zukünftigen Azubis müssen sich zunächst online durch den Bewerbungsprozess arbeiten.

Wenn Du Dir die einzelnen Standorte vorab genau ansiehst, wirst Du auch feststellen, dass Daimler sehr unterschied-liche Ausbildungsberufe anbietet. Vier davon, die Du alle in Ludwigsfelde erlernen kannst, stellen wir auf den nächsten Seiten vor. Auf der Webseite des Unternehmens tauchen auch gleich viele Benefits auf, von denen Angestellte in kleinen Betrieben nur träumen können. Essenszulagen in der betriebseigenen Kantine sind nichts im Vergleich zum Firmenwagen, zur betrieblichen Altersvorsorge oder der Internetnutzung am Arbeitsplatz.

Großkonzerne bieten zahlreiche Vorteile, eine familiäre Atmosphäre suchst Du dort aber meist vergebens. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dir vor der Bewerbung genau überlegst, was Dir persönlich bei Deiner Arbeit wichtig ist.

Wenn Du den ersten Computertest erfolgreich hinter Dich gebracht hast, kommt eine Antwort und eine Einladung zu einem weiteren Test vor Ort. Schließlich will man Dich und Deine Fähigkeiten kennen lernen. Und es sei gleich gesagt: Das Auswahlverfahren ist hart, denn es gibt jedes Jahr weit mehr Bewerber als freie Ausbildungsplätze. Um Deine Chancen nicht gleich zu verspielen, solltest Du Dich nach dem Eingangstest also gut auf die weiteren Fragen vorbereiten. Einen Versuch ist es in jedem Fall wert, denn wer die Anforderungen erfüllt, kann in eine rosige Zukunft blicken.

Ein Großkonzern wie Daimler führt vor allem deshalb ein so strenges Auswahlverfahren durch, weil er in allererster Linie für den eigenen Bedarf ausbildet. Fast alle Azubis werden übernommen und Wechsel finden praktisch nur zwischen den unterschiedlichen Standorten statt. Das ist auch eine große Chance, bei Interesse selbst in eine andere Region oder ins Ausland zu gehen. Und wenn Dir der Betrieb am Ende doch zu groß sein sollte und Du es lieber klein und kuschelig hast, kannst Du in den meisten Berufen auch immer noch in eine Niederlassung wechseln.
Kurzinformationen zu allen Ausbildungsgängen der
Mercedes-Benz AG in Deutschland unter www.daimler.com

» B.Eng. Holztechnik

B.Eng. Holztechnik

Foto: B.Eng. Holztechnik

Foto: Berit Künzelmann | Pfeil-Auditorium

Foto: B.Eng. Holztechnik

Foto: Berit Künzelmann | Pfeil-Auditorium

Praxisnah dual studieren: Holzingenieur mit Berufserfahrung

Für Menschen mit echter Hands-on Mentalität sind Duale Studiengänge genau das Richtige und haben viele Vorteile. Zum einen gibt es einen sicheren Job, denn die meisten Firmen haben nach Abschluss von Ausbildung und Studium ein deutliches Interesse daran, ihre Leute zu behalten. Zum anderen lernt man aber auch Grundlagen, die weit über die rein handwerklich-technische Ausbildung hinausgehen. Das bedeutet in der Regel natürlich auch ein besseres Gehalt.

Da Holz in Eberswalde schon seit 1830 eine große Rolle spielt, gibt es hier allerbeste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. Zu den praktischen Techniken, die während der Ausbildung im Betrieb vermittelt werden, kommen an der HNEE ingenieurwissenschaftliche, biologische, chemische und physikalische Kenntnisse, immer bezogen auf Holz und dessen Nutzung.

Auch wirtschaftliche Aspekte werden vermittelt, sowie Holzschutz, nachhaltiges Bauen mit Holz – was man an der Hochschule auch überall ganz praktisch erleben und sehen kann – und sogar Klebetechniken und Produktgestaltung.

Spezialisieren können sich die Studierenden dabei zurzeit entweder auf Verfahrens- und Fertigungstechnik oder auf Holzbau. Parallel findet die ganz praktische Ausbildung in einem Partnerbetrieb im Bereich der Zimmerei, Tischlerei, Holzmechanik oder Holzbearbeitungsmechanik statt.

Nach insgesamt viereinhalb statt bis zu sechs Jahren bei getrennten Bildungsgängen schließt das Ingenieurstudium mit einem Bachelor of Engineering und die Ausbildung mit einem Gesellenbrief ab.

Das sind beste Voraussetzungen für eine Selbstständigkeit im hochklassigen Innenausbau oder für die Übernahme eines bereits bestehenden Betriebes, denn nach der Bachelor-Prüfung haben Absolventen sowohl die Berechtigung zur Führung eines Betriebes als auch die Erlaubnis zur Ausbildung eigener Azubis in der Tasche.

In Eberswalde kann das Holzingenieur-Studium auch ohne gleichzeitige Ausbildung absolviert werden. In diesem Fall ist allerdings ein Praxissemester Pflicht.

Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur und
Ausbildungsvertrag

Ausbildungs- + Studiendauer:
5 Jahre insgesamt, davon 3 Jahre im Partnerbetrieb. Die Ausbildung
beginnt ein Jahr vor dem Studium
B.Eng. 7 Semester, fakultative
Ausbilderprüfung im 5. oder 6. Semester möglich

Holztechnik kann in 7 Semestern an der HNEE auch ohne Ausbildung
studiert werden

www.hnee.de

» Ecosystem Management

Ecosystem Management

Klimawandel stoppen: Durch gezielte Waldwirtschaft die Welt retten


Mehr als jemals zuvor ist es heute nötig, nicht nur das Ökosystem vor den eigenen Haustür zur erhalten, sondern die Welt in dieser Hinsicht als Ganzes zu begreifen. Mit diesem Ansatz qualifiziert der deutsch-englische Studiengang Fachleute dazu, globale Entscheidungen zu treffen und die internationale Politik nachhaltig zu beraten.

Absolventen finden Stellen bei NGOs, aber auch als Berater nationaler und internationaler Politik, und
beteiligen sich, wenn auch noch nicht in der ersten Reihe an internationalen Klimaschutzkonferenzen.

Das Studium beinhaltet in den ersten beiden Semestern vor allem die naturwissenschaftlichen Grundlagen zum Verständnis der verschiedenen Waldökosysteme. Um Nutzung und Erhaltung geht es in den beiden darauffolgenden Semestern. Dabei bezieht sich das vermittelte Wissen zu einem großen Teil auf die Waldwirtschaft in tropischen Regionen.

Damit die späteren Fachleute einen hautnahen Einblick in diese, uns fremde Ökosysteme bekommen, schließt sich im fünften Semester ein Praktikum an, das unbedingt im Ausland stattfinden soll. Engagement und Ideen der Teilnehmer erstaunen manchmal sogar die Professoren: Regelmäßig erreichen sie in dieser Zeit Mails von Studenten aus Neuseeland oder Südamerika.

Auch wenn ein solcher Auslandsaufenthalt noch so reizvoll ist, müssen vorab die Grundlagen des Wald- und Wildtiermanagements sowie politische, rechtliche und soziale Grundkenntnisse des Ressourcenmanagements gelernt werden. Auch die Waldbewirtschaftung spielt eine Rolle, dazu werden unterschiedliche technische Fertigkeiten vermittelt. Und schließlich gehören Datenbanken und geografische Informationssysteme zum Grundstudium, denn Umweltdaten müssen
ausgewertet und interpretiert werden.

Wer zukunftsorientiert denkt, den Umweltschutz in seinem Leben in den Vordergrund stellt und sich gern auf internationalem Parkett bewegt, kann es mit diesem Studium weit bringen. Allerdings muss auch die Bereitschaft bestehen, Fremdsprachen zu lernen oder die bereits erworbenen Kenntnisse auszubauen.
Voraussetzungen:
Abitur, Interesse an Naturwissenschaften und gute Englischkenntnisse: Lehrveranstaltungen auf Deutsch und Englisch

B.Sc. 6 Semester

M.Sc. Global Change Management:
4 Semester in englischer Sprache

Promotion an einer anderen Hochschule möglich

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» Studium Einzelhandel

Studium Einzelhandel

Foto: Studium Einzelhandel

Foto: Studium Einzelhandel

Foto: Studium Einzelhandel

Foto: Studium Einzelhandel

Kluge Rechner, die hoch hinaus wollen: Dual studieren im Handel


Handel und Verkauf sind Deins und Du bist Geschäftsfrau|mann genug, um nicht einfach nur zu studieren, sondern gleichzeitig auch noch Dein eigenes Geld zu verdienen? Finanzielle Unabhängigkeit ohne BAföG oder Zuschuss der Eltern trägt zum Erwachsenwerden bei. Denn Du kannst Dein Leben leben, wie Du willst, und Dir mehr leisten als viele andere Studierende. In ein Unternehmen einzusteigen, das interne Aufstiegsmöglichkeiten bietet, hat auch den Vorteil, dass Du leichter dort bleiben kannst, wo Du Dich zuhause fühlst. Ein Duales Bachelor-Studium im Einzelhandel könnte da genau das Richtige sein.

Große Einzelhandelsketten rekrutieren ihre Führungskräfte gern aus den eigenen Reihen. Deshalb kooperieren sie mit Hochschulen, um Abiturienten mehr bieten zu können als die reine Praxis. Ausbildung plus Studium ist eben besser und garantiert von Anfang an top
qualifizierte Mitarbeiter.

Ob Du Dich für einen Supermarkt oder einen Discounter entscheidest, ist relativ egal. Auch Baumärkte bieten ähnliche Programme an. Innerhalb von drei Jahren durchlaufen die Studierenden im Wechsel Praxisphasen in einer Filiale, die in der Regel in der Nähe des Wohnorts liegt, und theoretische Seminarblöcke an einer Hochschule, die oft in einem anderen Bundesland ist. Dort kommen dann Studierende aus ganz unterschiedlichen Filialen oder auch von verschiedenen Unternehmen zusammen.
Zunächst werden alle in die Praxis des Verkaufs eingearbeitet und lernen bald die Aufgaben eines Marktleiters kennen. In einer nächsten Phase leiten die Trainees den Markt häufig sogar selbstständig. Danach erhalten sie Einblick in die Arbeit des Logistikzentrums und können ihre betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten in der Revision beweisen.

Gegen Ende des Studiums werden sie schließlich in den Tätigkeitsbereich des Verkaufsleiters eingearbeitet. Bei einigen Lebensmittel-Discountern liegt genau hier das Ziel des Bachelor-Abschlusses: Nach drei Jahren sollen die Absolventen die Leitung eines Verkaufsbezirks mit sechs bis acht Filialen übernehmen. Eins ist dabei sicher: Die Unternehmen bilden in erster Linie für den eigenen Bedarf aus und, je nach Leistung, sind die Übernahmechancen sehr gut.
Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur, gutes Matheverständnis. Bewerbungen werden meist schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn entgegen genommen.

Dauer: 3 Jahre

Infos auf den Webseiten aller großen Filialisten

» Studium Luftfahrttechnik: Fit für eine steile Karriere im Flughafen- und Logistikmanagement

Studium Luftfahrttechnik: Fit für eine steile Karriere im Flughafen- und Logistikmanagement

Foto: Studium Luftfahrttechnik: Fit für eine steile Karriere im Flughafen- und Logistikmanagement

Foto: Studium Luftfahrttechnik: Fit für eine steile Karriere im Flughafen- und Logistikmanagement

Foto: Studium Luftfahrttechnik: Fit für eine steile Karriere im Flughafen- und Logistikmanagement

Foto: Studium Luftfahrttechnik: Fit für eine steile Karriere im Flughafen- und Logistikmanagement

Dass die Technische Hochschule Wildau einen Studiengang mit direktem Bezug zum Flughafenmanagement anbietet, erstaunt wenig, liegt sie doch direkt neben Schönefeld und dem neuen BER. Ebenso wenig erstaunlich ist, dass zahlreiche Absolventen dieses Studiengangs, mit Bachelor oder Master in der Tasche aus der Region abwandern und gern gesehene Kandidaten an anderen Airports sind. Spätestens wenn der BER fertig wird, werden die gut ausgebildeten Fachkräfte aber auch in Brandenburg gebraucht. Deshalb ist eine Entscheidung für diesen Studiengang goldrichtig. In Wildau geht es um alles, was am Boden für den reibungslosen Ablauf bei der Logistik erforderlich ist.

Die Ausbildung umfasst eine breite Palette des luftfahrtspezifischen Wissens und ist sehr praxis-orientiert. Die Berufsperspektiven in ingenieurtechnologischen Bereichen von Fluggesellschaften, Flughafenbetreibern, Abfertigungsunternehmen, aber auch in der Planung, Produktionsvorbereitung und Qualitätssicherung von luftfahrttechnischen Betrieben sind hervorragend. Auch wer später lieber im administrativen Bereich, beispielsweise beim Luftfahrtbundesamt oder in der Flugunfallunter-suchung arbeiten möchte, liegt hier ganz richtig.

Das Studium umfasst mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen aus den Bereichen Thermodynamik, Elektrotechnik und Elektronik sowie Werkstofftechnik. Fertigungsverfahren, Messtechnik, Sensorik und Grundlagen der Luftfahrttechnologie gehören zu den ingenieurspezifischen Schwerpunkten. In den Bereichen Flugphysik, Flugzeugausrüstungen, Flugzeuginstandhaltung, Flugsicherheit, Flughafenbetrieb und Luftverkehrseinsatzplanung geht es um konkrete Anwendungsfelder in der Luftfahrt. Außerdem werden für den Bachelor noch Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Luftfahrtrecht vermittelt.

In einem konsekutiven Masterstudiengang werden die Fähigkeiten im Management ebenso vertieft wie die technischen Fertigkeiten.
Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur, Interesse an Mathematik und Technik. Die TH Wildau bietet Studienvorbereitungskurse, vor allem in Mathematik für Interessierte, die ihre schulischen Kenntnisse auf Uni-Niveau steigern wollen.
Infos und einen Test hierzu gibt es unter www.th-wildau.de/studienvorbereitungskurse

www.th-wildau.de

» Studium Telematik: Telekommunikation und Informatik – damit wir in Kontakt bleiben

Studium Telematik: Telekommunikation und Informatik – damit wir in Kontakt bleiben

Foto: Studium Telematik: Telekommunikation und Informatik – damit wir in Kontakt bleiben

Foto: Bernd Schlütter /TH Wildau

Foto: Studium Telematik: Telekommunikation und Informatik – damit wir in Kontakt bleiben

Foto: Bernd Schlütter /TH Wildau

Foto: Studium Telematik: Telekommunikation und Informatik – damit wir in Kontakt bleiben

Foto: Studium Telematik: Telekommunikation und Informatik – damit wir in Kontakt bleiben

Telematik – was ist denn das? Keine Sorge, es gehört nicht zum Allgemeinwissen, jeden neuen Studiengang zu kennen. Telematik ist genau so einer, entstanden aus der Verschmelzung von Telekommunikation und Informatik. Computer, PDAs, Mobilfunk, Telefonie, Ortungstechnologien und
Internet zusammen erlauben es, ständig und überall online zu sein und auf Daten und Programme zuzugreifen. Bachelor- und Master-Ingenieure der Telematik sorgen dafür, dass das immer funktioniert und großflächig genutzt werden kann.

Mit ihren breit gefächerten technischen und interdisziplinären Grundlagen und sehr guten Kenntnissen in den Bereichen Planung und Entwicklung unterschiedlichster Telematikprodukte stehen den Absolventen Karrieren in allen IT- und Kommuni-kationstechnik-Unternehmen offen. Aus diesem Grund ist der Bachelor-Studiengang technisch und stark anwendungsorientiert ausgerichtet und die theoretische Arbeit wird durch Labore, Praktika und Projekte ergänzt. Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Praxisanteils vermittelt das Studium sofort anwendbare Kenntnisse. Neben Telekommunikation und Informatik sind auch Mathematik, Virtual Reality und Simulation, Betriebswirtschaft, Recht, Präsentationstechnik, Kommunikation und Projektmanagement Lerninhalte.
 
Der Praxisanteil wird durch Kooperation mit den Partner-Unternehmen der Hochschule sicher
gestellt. Betriebspraktika im zweiten und vierten Semester werden durch Projektstudien in den
Bereichen Mobilkommunikation und Internetprogrammierung im dritten und fünften Semester ergänzt. Bachelor-Absolventen können in der Software-Entwicklung, aber auch als Systemingenieure, Produktmanager oder Marketingexperten arbeiten. In einem konsekutiven Master-Studiengang werden die Management-Fähigkeiten ausgebaut und die technischen Fertigkeiten vertieft. Er ist auch Voraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten und eine eventuelle Promotion an einer internationalen Universität.
Voraussetzungen:  
Abitur oder Fachabitur, sehr gute schulische Kenntnisse in Mathematik und Interesse an Informatik.
Die TH Wildau bietet Studienvorbereitungskurse in Mathematik für Interessierte an, die ihre schulischen Kenntnisse verbessern wollen.

Infos und einen Test hierzu gibt es unter www.th-wildau.de/studienvorbereitungskurse

www.th-wildau.de

» Studium Soziale Arbeit

Studium Soziale Arbeit

Foto: Studium Soziale Arbeit

Foto: EHB,

Foto: Studium Soziale Arbeit

Foto: EHB,

Foto: Studium Soziale Arbeit

Hoffbauer-Stiftung

Foto: Studium Soziale Arbeit

Hoffbauer-Stiftung

Förderung von Mehrsprachigkeit als Spezialgebiet der Sozialen Arbeit


Fachkräfte im Bereich soziale Arbeit werden dringend gesucht. Die Evangelische Hoffbauer-
Stiftung in Potsdam bietet jetzt einen Dualen Studiengang „Soziale Arbeit“ mit der Spezialisierung auf Sprachförderung an.

Wenn du dich für die Arbeit mit Menschen interessierst, hast du hier die Chance Praxis und Theorie gleichzeitig zu erlernen. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Praktika arbeitest du parallel zu den
Lehrveranstaltungen in einer kooperierenden
Einrichtung und bekommst dort auch eine Ausbildungsvergütung. Praktisch bedeutet das meist drei Tage in der Woche Studium in Potsdam und zwei weitere Tage Einsatz an deiner Praxisstelle. Zudem werden die Erfahrungen aus den Ausbildungseinrichtungen direkt in den theoretischen Unterricht einbezogen und ausgewertet.

Globalisierung  und Arbeitsmobilität in Europa
benötigt eine wachsende Sprachkompetenz.
Gleiches gilt auch für die wachsende Zahl von Menschen aus anderen Kulturen, die bei uns Zuflucht suchen. Mehrsprachigkeit ist eine Fähigkeit, die
intensiv gefördert, kultiviert und geübt werden muss, um nicht verloren zu gehen. Dazu werden Fachkräfte gebraucht, die die Grundlagen sozialer Arbeit beherrschen und gezielt die Sprachkompetenz der Menschen, mit denen sie arbeiten fördern können. Das betrifft Kinder ebenso wie Erwachsene, die unter krankheitsbedingten Verschlechterungen der Sprachfähigkeit leiden.

Nach dem Studienabschluss kannst du dich auch auf die Arbeit mit behinderten Menschen spezialisieren. An der Hoffbauer-Berufsakademie ist der Bachelor so konzipiert, dass ein fundierter Überblick über die Inhalte der Sozialen Arbeit und den Bereich Sprache und Sprachförderung gewährleistet ist. Im Vertiefungsteil liegt der Fokus auf den Bereichen Migration, Mehrsprachigkeit und Sprachstörungen.Die Berufsakademie ist staatlich anerkannt, erhält aber keine Förderung. Die Studiengebühren
betragen 450 Euro pro Monat, die mithilfe der
Ausbildungsvergütung finanziert werden können.
Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur, Bewerbung mit Motivationsschreiben und Lebenslauf, parallel Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz.
Den Absolventen des Studiengangs stehen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten offen. Auch Praxisstellen übernehmen gern gut ausgebildete Fachkräfte.

www.hoffbauer-berufsakademie.de

» Jurastudium International: Deutsch-französischer Studiengang in Potsdam und Nanterre

Jurastudium International: Deutsch-französischer Studiengang in Potsdam und Nanterre

Foto: Jurastudium International: Deutsch-französischer Studiengang in Potsdam und Nanterre

Foto: Jurastudium International: Deutsch-französischer Studiengang in Potsdam und Nanterre

Ob Anwalt, Richter oder Staatsanwalt – sie alle sind im Namen des Rechts unterwegs. Aber längst nicht jeder Jurastudent ergreift tatsächlich einen der drei Berufe. Wer meint, Jura sei das ideale Studienfach, weil man später als Anwalt in Form eines modernen Robin Hood für Gerechtigkeit auf der Erde sorgen kann, sollte besser in die Politik gehen.

Wer Jura studiert, muss Paragrafen büffeln und lernen, objektiv an Fälle heran zu gehen. Natürlich wird ein Anwalt später einzig die Interessen seines Mandanten vertreten, egal ob er betrogen,
gestohlen oder gemordet hat. Richter oder Staatsanwalt hingegen haben die Aufgabe, die Öffentlichkeit vor Kriminellen zu schützen und müssen das Für und Wider bis ins kleinste Detail abwägen. Ein guter
Jurist - egal auf welcher Seite - sollte deshalb nicht nur analytisch denken, sondern vor allem seine eigene Meinung außen vor lassen können.

Ein Jurastudium kann aber ebenso gut in die
Wirtschaft beziehungsweise in einen großen internationalen Konzern führen. Besonders interessant ist dabei das immer größere Angebot internationaler Studiengänge an verschiedenen europäischen Unis. Für Sprachbegabte, die in der Schule einen Französisch-Leistungskurs erfolgreich abgeschlossen haben oder ohnehin zweisprachig aufgewachsen sind, bietet die Uni Potsdam in Zusammenarbeit mit der Université Paris Ouest / Nanterre einen deutsch-französischen Studiengang an, bei dem in den ersten vier Semestern Deutsche und Franzosen in Potsdam studieren und dann für zwei Semester in die Nähe von Paris gehen.

Nach dem Abschluss der dreijährigen französischen „Licence“ können die Deutschen in Potsdam ihr erstes juristisches Staatsexamen ablegen oder in Frankreich ein zweijähriges Masterstudium anschließen. Neben dem nationalen Recht bekommen alle Absolventen eine Zusatzausbildung im Recht des jeweiligen Partnerlands. Bei den zunehmenden internationalen Beziehungen nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch in allen juristischen Bereichen ist das eine gute Qualifikation.

Voraussetzungen:
Abitur. Dieser Studiengang kann nur belegt werden wenn sehr fortgeschrittene französische Sprachkenntnisse, beispielsweise durch gute Noten im Leistungskurs oder einen längeren Auslandsaufenthalt, nachgewiesen werden können.

www.jura.uni-potsdam.de/international/paris/

» Justizfachangestellte/ -r: Gerichte bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten

Justizfachangestellte/ -r: Gerichte bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten

Foto: Justizfachangestellte/ -r: Gerichte bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten

Foto: Justizfachangestellte/ -r: Gerichte bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten

Foto: Justizfachangestellte/ -r: Gerichte bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten

Foto: Justizfachangestellte/ -r: Gerichte bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten

Du möchtest gern in einer öffentlichen Verwaltung arbeiten und die Justiz fasziniert dich? Während der Ausbildung am Gericht bekommst du Einblick in die unterschiedlichsten Bereiche der Rechtsprechung.

Justizfachangestellte arbeiten für Straf- oder Zivilprozesse, bei Zwangsvollstreckungen, aber auch für teils komplizierte Familiensachen oder im Grundbuchamt. Nachlassregister und Vormundschaftsangelegenheiten gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire. Ein breites Feld also, das viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten bietet.

Als Justizfachangestellte|r bist du für den Schriftverkehr zuständig, stellst Ladungen zu, nimmst Anträge auf oder führst Protokoll bei Gerichtsverhandlungen. Briefe vom Gericht werden in der Regel im Auftrag eines Rechtspflegers von Justizfachangestellten geschrieben. Sie sind also die fleißigen Bienen im Hintergrund, die die Gerichtsbarkeit im Land aufrecht erhalten. Wer in diesem Bereich arbeiten will, sollte gute Noten in Deutsch und Mathe mitbringen, denn auch die Berechnung der Gerichtskosten gehört zu den Aufgaben der Fachangestellten in der Justiz. Interesse an den Vorgängen wird ebenso selbstverständlich vorausgesetzt wie Grundkenntnisse im Tastschreiben mit zehn Fingern, die vor allem beim Protokollführen während einer Gerichtsverhandlung von großer Bedeutung sind. Auch sollte man die Bereitschaft mitbringen, sich das spezielle Vokabular, das in diesem Bereich üblich ist, anzueignen und seine Finessen zu erlernen.

Am Ende der Ausbildung steht eine schriftliche Prüfung in den Fächern gerichtliche Verfahrensabläufe, Büroorganisation und Wirtschafts- und Sozialkunde, sowie ein Prüfungsgespräch zu einer fallbezogenen Rechtsanwendung und ein praktischer Test in Textverarbeitung. Eine Übernahmegarantie der Brandenburger Justiz gibt es allerdings nicht.
Voraussetzungen:     
Mittlerer Schulabschluss, gute Deutsch- und Mathematikkenntnisse, Grundkenntnisse im Tastschreiben

www.mdj.brandenburg.de
Berufe in der Justiz
Justizfachangestellte

» Sicherheitsmanagement: Keine Rambos - Gehobene Manager, die Gefahren richtig einschätzen können

Sicherheitsmanagement: Keine Rambos - Gehobene Manager, die Gefahren richtig einschätzen können

Foto: Sicherheitsmanagement: Keine Rambos - Gehobene Manager, die Gefahren richtig einschätzen können

Fotos (2): Securitas Deutschland

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Fotos (2): Securitas Deutschland

Foto: Sicherheitsmanagement: Keine Rambos - Gehobene Manager, die Gefahren richtig einschätzen können

Foto: Sicherheitsmanagement: Keine Rambos - Gehobene Manager, die Gefahren richtig einschätzen können

Private Sicherheitsfirmen suchen qualifizierte Mitarbeitern, und zwar auf allen Ebenen. Neben den Mitarbeitern vor Ort, die in der Regel an einem sechsmonatigen Lehrgang teilgenommen und eine Prüfung bei der IHK abgelegt haben, brauchen Sicherheitsdienstleister auch Fachkräfte auf der Managementebene, vor allem wenn sie für international agierende Unternehmen tätig sind.

Zu ihrem Tätigkeitsgebiet zählen beispielsweise Risikoanalysen, für die die Mitarbeiter umfassende Qualifikationen benötigen, oder auch spezifische Sicherheitsaufgaben. Auch bei der Lösung kommunaler Sicherheitsprobleme kommen immer mehr Privat-Anbieter zum Einsatz.

Der Bachelor-Studiengang Sicherheitsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin ist von Experten aus der gewerblichen und betrieblichen Sicherheit, aus Polizei und Politik entwickelt worden. Der Fachbereich unterhält intensive Kontakte zu den relevanten Berufs- und Interessenverbänden. Die HWR bietet diesen Studiengang für Managementfunktionen in den Bereichen gewerbliche, betriebliche und kommunale Sicherheit als einzige Hochschule in Deutschland an.

Schwerpunkte des Studiengangs Gewerbe- und Unternehmensrecht, Betriebswirtschaft einschließlich Rechnungswesen und Steuern, Personalführung und Risikomanagement. Bedeutung haben aber auch sozialwissenschaftliche Kurse, IT und Fachenglisch. Sicherheit und Risiko im gesellschaftlichen Kontext werden ebenso gelehrt wie Kommunikation und Konfliktmanagement. Kenntnisse im Projektmanagement werden anhand eines Vertiefungsgebiets vermittelt.

Absolventen können in das gehobene Management von Sicherheitsfirmen einsteigen. Gerade auf dem Gebiet der Flüchtlingshilfe hat sich in der letzten Zeit gezeigt, wie wichtig spezifische Fremdsprachenkenntnisse sind. Deshalb eignet sich dieser Bereich auch besonders für Interessierte, die bereits mehrsprachig aufgewachsen sind.
Voraussetzungen:
Abitur, Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 nach dem Europäischen Referenzrahmen (Abi-Niveau). Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen und Risikomanagement.
Ein Masterstudium wird an der HWR als weiterbildender Fernstudiengang angeboten.

www.hwr-berlin.de

» Wirtschaftsinformatiker/ -in: Experten für Individuallösungen in Management und Software

Wirtschaftsinformatiker/ -in: Experten für Individuallösungen in Management und Software

Foto: Wirtschaftsinformatiker/ -in: Experten für Individuallösungen in Management und Software

Fotos (2): Bernd Schlütter /TH Wildau

Foto: Wirtschaftsinformatiker/ -in: Experten für Individuallösungen in Management und Software

Fotos (2): Bernd Schlütter /TH Wildau

Foto: Wirtschaftsinformatiker/ -in: Experten für Individuallösungen in Management und Software

Foto: Wirtschaftsinformatiker/ -in: Experten für Individuallösungen in Management und Software

IT und Wirtschaft miteinander zu verknüpfen ist das wichtigste Erfolgsrezept für Unternehmen, die am Markt bestehen wollen. In großen Betrieben müssen Anwendungs- und Managementsysteme betreut und nach den Bedürfnissen der Firma weiterentwickelt werden. Wegen des hochspezialisierten Einsatzes der Software reichen gute IT-Kenntnisse allein oft nicht aus. Die Verbindung von Betriebswirtschaft und Informatik ist deshalb ideal. Im Rahmen des Bachelorstudiums werden beide Bereiche sehr praxisnah vermittelt.

An der TH Wildau ist der Weg zum Bachelor in Wirtschaftsinformatik ein interdisziplinärer Studiengang, der aus den Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre und Informatik besteht. Die Absolventen besetzen wichtige Schnittstellen in Unternehmen. Die Optimierung und Rationalisierung von Abläufen und Entscheidungsprozessen ist heutzutage Grundlage betriebswirtschaftlichen Arbeitens. Dazu werden spezifische Informations- und Kommunikationslösungen benötigt.

Unternehmen müssen eigene Informations- und Kommunikationsstrategien sowie Kommunikationslösungen entwickeln, um ihre Strategien und Planungen erfolgreich umsetzen zu können. Häufig kann dabei nicht auf Standardsoftware zurückgegriffen werden. Intern erarbeitete Individuallösungen, die genau den spezifischen Bedürfnissen des Betriebs entsprechen, sind deshalb mehr denn je gefragt. Und auch wenn Standardsoftware zum Einsatz kommt, muss sie laufend aktualisiert, angepasst und erweitert werden. Dafür sind umfassende Fertigkeiten in der Softwareentwicklung erforderlich.

Während des Studiums werden aber auch betriebswirtschaftliche Fachkenntnisse erworben, die den Absolventen erlauben, relevante Geschäftsprozesse zu analysieren und zu interpretieren und die Softwarelösungen entsprechend anzupassen.

Voraussetzungen:
Abitur, gute Kenntnisse und Interesse an Mathe und Informatik.
Sechssemestriges Bachelorstudium, konsekutiver Master zur weiteren Qualifizierung und Spezialisierung möglich.

www.th-wildau.de

» Europäisches Management: Mehrsprachige Manager machen das neue Europa flott

Europäisches Management: Mehrsprachige Manager machen das neue Europa flott

Foto: Europäisches Management: Mehrsprachige Manager machen das neue Europa flott

Foto: Europäisches Management: Mehrsprachige Manager machen das neue Europa flott

Themen rund um Wirtschaft, Politik und Recht werden an der TH Wildau als Bachelorstudiengang mit internationaler Ausrichtung angeboten. Der Bachelor-Studiengang Europäisches Management vermittelt vor allem Kenntnisse in moderner Betriebswirtschaftslehre. Im Rahmen des Studiums werden aber auch grundlegende und aktuelle Kenntnisse in den Bereichen aus Politik und Recht äußerst praxisnah vermittelt. Bereits im ersten Semester werden einzelne Module auf Englisch angeboten. Zusätzlich muss eine zweite Fremdsprache belegt werden. Hierbei kann man zwischen Französisch und Spanisch wählen. Neben dem vorgeschriebenen Curriculum können zusätzliche Anfängerkurse belegt werden, denn in Wildau ist das Fremdsprachenangebot sehr umfangreich.

Im vierten Semester absolvieren alle Studierenden ein Auslandspraktikum. Es gilt als Pflichtveranstaltung und soll drei bis vier Monate dauern. Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Auslandssemester bei einer der zahlreichen Partnerhochschulen zu absolvieren. Während des Studiums werden Grundkenntnisse in allen betriebswirtschaftlichen Teildisziplinen ebenso vermittelt wie Kenntnisse in Europapolitik und Wirtschaftsrecht. Diese Fähigkeiten werden fachspezifische Kompetenzen im Management, besonders auf internationaler, europäischer Ebene vertieft.

Erfolgreiche Absolventen des Bachelor-Studiums können direkt in nationale oder internationale Unternehmen einsteigen. Besonders bieten sich die Bereiche Personal- und Finanzwirtschaft oder Marketing an. Nationale und internationale Organisationen suchen ebenfalls gut ausgebildete Mitarbeiter mit europäischem Weitblick. Wer gern noch weiter studieren möchte, kann sich für einen Masterstudiengang auf betriebswirtschaftlichem Gebiet entscheiden. An der TH Wildau gibt es beispielsweise den European Management Master’s Studiengang, der komplett auf Englisch gelehrt wird. Es gibt aber natürlich auch die Möglichkeit, an einer anderen
europäischen Hochschule oder sogar weltweit zu studieren.

Voraussetzungen:
Abitur und gute Englischkenntnisse, da einige Module auf Englisch unterrichtet werden. Interesse an europäischer Politik und Wirtschaft Weitere Fremdsprachen werden fakultativ angeboten. Ein Auslands-praktikum ist Pflicht, Auslandssemester optional.

www.th-wildau.de

» Öffentliche Verwaltung: Studieren für den Dienst beim Land oder bei den Kommunen Brandenburgs

Öffentliche Verwaltung: Studieren für den Dienst beim Land oder bei den Kommunen Brandenburgs

Foto: Öffentliche Verwaltung: Studieren für den Dienst beim Land oder bei den Kommunen Brandenburgs

Foto: Öffentliche Verwaltung: Studieren für den Dienst beim Land oder bei den Kommunen Brandenburgs

Foto: Öffentliche Verwaltung: Studieren für den Dienst beim Land oder bei den Kommunen Brandenburgs

Foto: Öffentliche Verwaltung: Studieren für den Dienst beim Land oder bei den Kommunen Brandenburgs

Land und Kommunen brauchen dringend Nachwuchs in der Verwaltung. Wenn du politisch interessiert bist und über ein gutes Allgemeinwissen verfügst, Verantwortung und Endscheidungsspielräume nicht scheust und außerdem einen Beruf mit einem gesicherten Einkommen anstrebst, könnte der neue Studiengang „Öffentliche Verwaltung“    an der TH Wildau genau das Richtige für dich sein.
Zunächst musst du dich auf eine ausgeschriebene Stelle beim Land oder bei einer der beteiligten Kommunen bewerben. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren wirst du im Beamtenverhältnis auf Widerruf eingestellt und gleichzeitig an der TH Wildau immatrikuliert.

Das Bachelor-Studium umfasst sieben Semester und ist dual aufgebaut. Er besteht aus fünf fachtheoretischen und zwei berufspraktischen Semestern. Die Seminargruppen sind mit etwa 35 Studierenden äußerst überschaubar. Die Studieninhalte bestehen aus einer Vielzahl einzelner Pflicht- und Wahlpflichtmodule aus dem Bereich der Rechts-, Verwaltungs- und Sozialwissenschaften sowie der Betriebswirtschaft, wobei der Rechtsbereich den Schwerpunkt bildet. Das Studium schließt mit dem „Bachelor of Laws (LL.B.)“ ab und befähigt die Absolventen  für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst.

Eine Übernahmegarantie gibt es zwar offiziell nicht, aber aufgrund der angespannten Lage in den Verwaltungen dürften wohl alle guten Absolventen beste Chancen auf einen dauerhaften Job und Verbeamtung haben. Das Land stellt im ersten Studienjahr 25 Plätze zur Verfügung, 40 weitere kommen von Städten und Kommunen hinzu. In den kommenden drei bis fünf Jahren sollen die Kapazitäten auf bis zu 110 Studienplätze pro Jahr aufgestockt werden. Damit bietet sich eine gute Chance für Interessierte, die beispielsweise nach dem Abschluss der zehnten Klasse noch nicht wissen, ob sie das Abitur machen wollen.

Voraussetzungen:
Abitur und Interesse an kommunaler oder Landesverwaltung. Die Bewerbung erfolgt direkt bei der jeweiligen Verwaltung. Dazu werden die Stellen vorab ausgeschrieben.
Für das Wintersemester 2016/17 ist die Bewerbungsfrist bereits abgelaufen, nächster Studienbeginn ist im Wintersemester 2017/18.

www.th-wildau.de

» Campus an der S-Bahn: Studieren an Brandenburgs einziger Technischer Hochschule

Campus an der S-Bahn: Studieren an Brandenburgs einziger Technischer Hochschule

Foto: Campus an der S-Bahn: Studieren an Brandenburgs einziger Technischer Hochschule

Professor László Ungvári ist seit 16 Jahren Präsident der TH. Foto: TH Wildau

Foto: Campus an der S-Bahn: Studieren an Brandenburgs einziger Technischer Hochschule

Professor László Ungvári ist seit 16 Jahren Präsident der TH. Foto: TH Wildau

Praxisnah und gut erreichbar sind die wohl wichtigsten Merkmale der Technischen Hochschule Wildau südwestlich von Berlin. Auf einem historischen Industriegelände mit direkter S-Bahn-Anbindung ist seit 1991 ein moderner Campus der kurzen Wege entstanden. Wer hier studiert, kommt schnell in Kontakt mit Kommilitonen aus ganz anderen Fachbereichen, meint auch Professor László Ungvári (oben), seit 16 Jahren Präsident der TH. Professor Ungvári ist stolz auf das Erreichte an dieser noch viel zu wenig beachteten, mittlerweile aber größten Brandenburger Hochschule, die sich neben den äußerst praxisorientierten namengebenden technischen Studiengängen auch auf Verwaltung und Recht spezialisiert hat.

„Die Unternehmen wissen, dass unsere Absolventen nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch hervorragend ausgebildet sind“, sagt Ungvári. Dazu trägt sicherlich auch die Tatsache bei, dass in das Studium immer wieder Praxisphasen bei kooperierenden Unternehmen integriert sind. Als Beispiel nennt Professor Ungvári den Bachelorstudiengang Telematik, ein relativ neues Fach, das aus den Bereichen Telekommunikation und Informatik entstanden ist und über 300 Kooperationspartner verfügt. Das Studium nennt der Präsident zwar gern dual, man sollte dabei jedoch nicht an die klassischen dualen Studiengänge, wie beispielsweise im Tourismus denken, denn hier wird die Praxis direkt in den Semesterablauf integriert und stellt sich eher in Form unbezahlter Praktika dar.

Lediglich in der Prignitz, so der Professor, biete die TH aufgrund der geografischen Lage einen ausbildungsintegrierten Studiengang Maschinenbau an. Wer also gern schnell in die Praxis möchte und seine Zukunft nicht in der wissenschaftlichen Arbeit sieht, hat hier allerbeste Chancen, einen Studienabschluss zu erwerben, der den direkten Einstieg in die Wirtschaft erlaubt, erklärt der Präsident nicht ohne Stolz.

Die Kehrseite der Medaille ist allerdings immer noch, dass die TH, die sich erst seit 2009 „Hochschule“ nennen darf und zuvor eine Technische Fachhochschule war, bis heute kein Promotionsstudium anbieten darf, denn das ist in Deutschland Universitäten vorbehalten. Allerdings erstaunt es wenig, dass der engagierte Professor auch hierfür eine Lösung gefunden hat: Wer promovieren möchte, bekommt nach dem Master Gelegenheit, an eine ausländische Uni zu wechseln, denn in Italien oder den Niederlanden ist es vollkommen egal, an welcher Hochschule der Master abgelegt wurde, wenn die Noten stimmen. Da in diesem Stadium die Unterrichtssprache ohnehin häufig Englisch ist, muss auch niemand eine neue Sprache hinzulernen.

Der erfolgreichste Studiengang der TH Wildau, und damit des Professors ganzer Stolz, ist übrigens die Luftfahrttechnik, bei der es in Wildau weniger um Konstruktion als um Maintenance und Logistik geht. Absolventen können quasi übergangslos ins Berufsleben einsteigen - überall in Deutschland, nur nicht am Nachbarflughafen BER. Über eine perfekte Infrastruktur verfügt der Standort Wildau trotzdem. Der Campus liegt zwar nicht so zentral wie die Humboldt-Uni oder die TU Berlin, aber auch nicht viel weiter entfernt als Adlershof. Und alle 20 Minuten fährt die S-Bahn mitten ins Herz der Hauptstadt.
Sabine Gottschalk

» Für kluge Rechner und Verkaufsgenies: Duales Studium im Einzelhandel

Für kluge Rechner und Verkaufsgenies: Duales Studium im Einzelhandel

Foto: Für kluge Rechner und Verkaufsgenies: Duales Studium im Einzelhandel

Foto: Für kluge Rechner und Verkaufsgenies: Duales Studium im Einzelhandel

Der Handel fasziniert dich und du möchtest schon während deines Studiums Geld verdienen? Du wünscht dir, in ein Unternehmen einzusteigen, das dir interne Aufstiegsmöglichkeiten in deinem Wohnumfeld bietet, ohne dass du gleich nach dem Abschluss einen neuen Job suchen musst? Dann könnte ein duales Bachelor-Studium im Einzelhandel für dich das Richtige sein.

Große Einzelhandelsketten rekrutieren ihre Führungskräfte gern aus den eigenen Reihen. Deshalb kooperieren sie mit Hochschulen, um Abiturienten mehr bieten zu können, als die reine Praxis. Ausbildung plus Studium ist eben besser und garantiert von Anfang an top-qualifizierte Mitarbeiter.

Am Beispiel des Netto Marken Discounts lässt sich der Sinn des dualen Studiums gut nachvollziehen. Innerhalb von drei Jahren durchlaufen die Studierenden im Wechsel Praxisphasen in einer Filiale, die in der Regel in der Nähe des Wohnorts liegt, und theoretische Seminarblöcke an einer Hochschule, die meist in einem anderen Bundesland liegt. Dort kommen dann Studierende aus ganz unterschiedlichen Filialen oder auch von verschiedenen Unternehmen zusammen.

Zunächst werden alle in die Praxis des Verkaufs eingearbeitet und lernen bald die Aufgaben eines Marktleiters kennen. In einer nächsten Phase leiten die Trainees den Markt selbstständig. Danach erhalten sie Einblick in die Arbeit des Logistikzentrums und können ihre betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten in der Revision beweisen. Gegen Ende des Studiums werden sie schließlich in den Tätigkeitsbereich des Verkaufsleiters eingearbeitet. Denn genau hier liegt das Ziel des Bachelor-Abschlusses: Nach drei Jahren sollen die frisch gebackenen Absolventen die Leitung eines Verkaufsbezirks mit sechs bis acht Filialen übernehmen. Eins ist dabei sicher: Die Unternehmen bilden in erster Linie für den eigenen Bedarf aus und je nach Leistung sind die Übernahmechancen gut.
Andere Filialisten wie Aldi oder Lidl bieten ähnliche Ausbildungsgänge an. Die Ausbildung dauert drei Jahre und beginnt zum 1. Oktober. Bewerbungen sollten im September des Vorjahres eingehen. Voraussetzungen: Abitur oder Fach-abitur und eine gewisse Leidenschaft für Mathematik, aber auch für die Produkte des Marktes.

www.netto-online.de

» Für Weltenbummler und Organisationstalente: Duales Studium Tourismus

Für Weltenbummler und Organisationstalente: Duales Studium Tourismus

Foto: Für Weltenbummler und Organisationstalente: Duales Studium Tourismus

Foto: Für Weltenbummler und Organisationstalente: Duales Studium Tourismus

Foto: Für Weltenbummler und Organisationstalente: Duales Studium Tourismus

Foto: Für Weltenbummler und Organisationstalente: Duales Studium Tourismus

Die Welt nach Brandenburg holen: Im Tourismus liegt die Zukunft der Region


Brandenburg wirbt gern mit seinen Vorzügen als Tourismusregion. Gut ausgebildete und auf Service geschulte Fachkräfte werden deshalb dringend gesucht. Denn die Zeiten, in denen Urlauber froh über ein Bett für die Nacht waren, sind auch in Brandenburg längst vorbei – gefragt sind Service und Know-how, damit der Tourismus erfolgreich zur Wirtschaft des Landes beitragen kann.

Viele Orte in Brandenburg leben von den Besuchern und geben sich redliche Mühe, Auswärtige anzuziehen. Damit das keine Eintagsfliege bleibt, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte sowohl bei den Kommunen als auch bei den einzelnen Veranstaltern. Für junge Brandenburger ist der Einstieg in die Tourismuswirtschaft deshalb ein echter Garant für die Zukunft.

Die Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) bietet einen dualen Studiengang Tourismus an. Wenn du dich für diesen Studiengang entscheidest, arbeitest du im Wechsel in einem Unternehmen der Touristikbranche und studierst in Berlin. Auf diese Weise lernst du Theorie und Praxis gleichzeitig kennen, denn Fallbeispiele und Projekte spielen auch im Studium eine große Rolle. Vertieft werden sie durch Exkursionen in ausgewählte Unternehmen der Tourismuswirtschaft.

Internationale Aspekte haben eine besondere Bedeutung und gerade in der Reisebranche sind auch Sprachkenntnisse in zunehmenden Maß gefragt. In ausgewählten Modulen werden Englischkenntnisse deshalb  ganz praktisch eingesetzt. Ebenso gezielt werden Computerkenntnisse vermittelt, die im späteren Berufsalltag unabdingbar sind. Das Studium dauert sechs Semester und schließt mit einem Bachelor of Arts ab. Studienbeginn ist jeweils am 1. Oktober. Zuvor müssen alle Interessenten jedoch einen Ausbildungsplatz in einem Tourismusunternehmen finden. Infrage kommen Reiseveranstalter, Wellnesseinrichtungen, die öffentliche Tourismuswirtschaft, aber auch Hotels oder Eventagenturen. Die Unternehmen wählen geeignete Bewerber selbst aus. 
Voraussetzungen:
Abitur mit guten Noten und Ausbildungsvertrag mit einem Partnerunternehmen. Manche Unternehmen erwarten Auslandserfahrung vor dem Ausbildungsantritt. Gute Englischkenntnisse.

www.tourismus-studieren.de
www.hwr-berlin.de

» Wirtschaft und Informatik: Schlüssel zum erfolgreichen Unternehmen

Wirtschaft und Informatik: Schlüssel zum erfolgreichen Unternehmen

Foto: Wirtschaft und Informatik: Schlüssel zum erfolgreichen Unternehmen

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Foto: Wirtschaft und Informatik: Schlüssel zum erfolgreichen Unternehmen

Foto: Wirtschaft und Informatik: Schlüssel zum erfolgreichen Unternehmen

IT und Wirtschaft - beide haben es dir angetan? Prima! In großen Unternehmen müssen Anwendungs- und Managementsysteme betreut und nach den Bedürfnissen der Nutzer weiterentwickelt werden. Wegen des hochspezialisierten Einsatzes der Software reichen gute IT-Kenntnisse allein oft nicht aus. Die Verbindung von Betriebswirtschaft und Informatik ist hingegen ideal.

Im Rahmen eines Dualen Studiums werden beide Bereiche ganz praxisnah vermittelt. Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) bietet mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) einen solchen Studiengang an. Um Cloud, Big Data, Social Media oder Mobility im Unternehmen meistern zu können, ist eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis sinnvoll. Nur so können Softwareprogramme nach den Wünschen der Anwender weiter entwickelt werden. Im beruflichen Alltag müssen die Projekte gemeinsam umgesetzt und optimiert werden. Deshalb ist es besonders wichtig, Kenntnisse der Betriebswirtschaft und der Informatik frühzeitig zu verbinden. Bei der FBB wird ein Fokus auf die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse in den relevanten Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Einkauf, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Personalwesen gelegt. Schwerpunkt der praktischen Ausbildung ist die Betreuung und konzeptionelle Weiterentwicklung bestehender Systeme.

Das sechssemestrige Studium ist kompakt und auf die berufliche Praxis ausgerichtet. Das Kernmodul Informatik beinhaltet betriebliche Informationssysteme wie Programmierung, Datenbanken und Computernetze. Im Vertiefungsmodul geht es um Software-Engineering, IT-Management sowie Data Warehousing und E-Business. Wer nach dem Bachelor of Science weiter akademisch arbeiten möchte, kann unter anderem an der HWR einen Masterstudiengang dranhängen.
Voraussetzungen: Abitur oder Fach-abitur mit sehr guten Noten in Mathe, Deutsch und Englisch. Flexibilität, Kreativität und Kontaktfreudigkeit. Vorpraktikum 1. August bis 30. September. Bewerbung etwa ein Jahr vor Beginn des Ausbildungsverhältnisses nur über die Jobbörse der FBB.

www.berlin-airport.de
www.hwr-berlin.de

» Meister des Hauses: Facility Manager bieten Rundum-Service für Unternehmen

Meister des Hauses: Facility Manager bieten Rundum-Service für Unternehmen

Foto: Meister des Hauses: Facility Manager bieten Rundum-Service für Unternehmen

Foto: Meister des Hauses: Facility Manager bieten Rundum-Service für Unternehmen

Du bist ein technisch begabtes Organisationstalent und managst gerne große Projekte? Vielleicht bist du dann im Facility Management genau an der richtigen Stelle. Damit in Unternehmenszentralen oder öffentlichen Gebäuden alles rund läuft, braucht es Spezialisten. Das gilt umso mehr an Flughäfen. Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) einen Dualen Studiengang "Technisches Facility Management" entwickelt, der zum kommenden Wintersemester an den Start geht.

Hauptziel des Studiums ist es, Gebäudewirtschaft nachhaltig zu betreiben und damit zur Langlebigkeit der Liegenschaft beizutragen. Um die Betriebskosten einzugrenzen, ist energetische Optimierung heute von größter Bedeutung. Während des dreijährigen Studiums lernst du alle Lebenszyklusphasen einer Immobilie von der Planung bis zur Sanierung kennen. In den betriebswirtschaftlichen Modulen werden zudem Kompetenzen der Projektplanung und -realisierung sowie der Verwaltung vermittelt.

Facility Manager unterstützen Unternehmen und große Organisationen bei ihren Kernaufgaben. Sie können in den verschiedensten Industriebetrieben, aber auch für Banken, Krankenhäuser, Schulen oder in der Wohnungswirtschaft arbeiten und übernehmen dabei oft einen Rundum-Service, der sich von der technischen Instandhaltung über die Überwachung der Hygienevorschriften und den Arbeitsschutz bis zur kommunikationstechnischen Ausstattung von Veranstaltungen ausdehnt.

Neben der HWR bieten zwei weitere Berliner Hochschulen Facility Management als reines Studium an. An der Hochschule für Technik und Wirtschaft und an der Beuth Hochschule für Technik kann noch ein viersemestriger Masterstudiengang drangehängt werden.
Dualer Studiengang:
www.berlin-airport.de und www.hwr-berlin.de
Vorpraktikum 1. August bis 30. September.
Voraussetzungen: Abitur oder Fachabitur mit sehr guten Noten in Mathe, Englisch und Physik bis zum Abitur, logisches Denk-vermögen.

Bachelor und Master:
www.htw-berlin.de
www.beuth-hochschule.de/iv/

» Für Tüftler und Techniker: Ingenieurstudium bei der Bundeswehr

Für Tüftler und Techniker: Ingenieurstudium bei der Bundeswehr

Foto: Für Tüftler und Techniker: Ingenieurstudium bei der Bundeswehr

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Fotos: naypong - Fotolia.com, michaeljung - Fotolia.com

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Elektro- und Informationstechnik faszinieren dich? Mit einem Ingenieurstudium hast du beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Natürlich hat auch die Bundeswehr stets Verwendung für Ingenieure und bietet deshalb ganz gezielte Studiengänge an ihren eigenen Universitäten in Hamburg und München an. Ein breites Spektrum beruflicher Tätigkeiten steht den Absolventen sowohl innerhalb der Bundeswehr, als auch nach beendeter Dienstzeit in der freien Wirtschaft offen. Dabei geht es von Forschung und Entwicklung über Produktion und Wartung bis zum Management in so unterschiedlichen Bereichen wie Energieversorgung, Fahrzeugtechnik, Schiff- oder Flugzeugbau, aber auch Robotik oder IT.

Die beiden Bundeswehrhochschulen haben die Bachelor- und Masterstudiengänge nicht in Semester, sondern in Trimester aufgeteilt, um Studierenden einen schnelleren Studienabschluss zu ermöglichen. Für einen guten Einstieg sorgt eine mathematisch-physikalische und ingenieurinformatische Grundausbildung im ersten Trimester. Darauf folgen diverse Projektarbeiten, die auf die Alltagspraxis der Ingenieurtätigkeit vorbereiten. Nach abgeschlos-senem Bachelor stehen Masterstudiengänge in den Bereichen Energie- und Informationstechnik zur Verfügung.

Das Studium bei der Bundeswehr hat auch einen Bezug zu aktuellen Umwelttechniken. Im Masterstudiengang Erneuerbare Energien und intelligente Netze geht es unter anderem um die Energieversorgung der Bevölkerung. Der Studiengang Informatik-Ingenieurwesen ist auf hochkomplexe Computeranwendungen und technische Realisierungen moderner Kommunikationssysteme zugeschnitten.

Die Inhalte aller Studiengänge entsprechen denen an öffentlichen Universitäten und Technischen Hochschulen, werden jedoch in einer kürzeren und damit intensiveren Studienzeit vermittelt.
Voraussetzungen:
Abitur, ein persönliches Gespräch mit einem Karriereberater der Bundeswehr
Telefonische Auskunft bundesweit: 0 800 / 9 80 08 80
www.bundeswehr-karriere.de 

» Für bodenständige Weltenbummler: Internationales Studium bei der Marine

Für bodenständige Weltenbummler: Internationales Studium bei der Marine

Foto: Für bodenständige Weltenbummler: Internationales Studium bei der Marine

Foto: Für bodenständige Weltenbummler: Internationales Studium bei der Marine

Foto: Für bodenständige Weltenbummler: Internationales Studium bei der Marine

Fotos: URSfoto_pixelio.de

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Die Welt ist dein Zuhause und du wünschst dir nichts mehr als eine internationale Karriere? Im Transport- und Logistikmanagement hast du gute Chancen, diesen Traum wahr zu machen. Vorausgesetzt, du hast gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse und bist fit in Fremdsprachen. Die ostfriesische Jade Hochschule bietet den Studiengang "International Transportmanagement (ITM)" gemeinsam mit zwei weiteren Hochschulen in Southhampton, England, und Vlissingen, Niederlande, an. Diese internationale Ausbildung macht sich auch die Bundeswehr zunutze und schickt ihre Offiziersanwärter hierher.

Integraler Bestandteil des Studiums ist hier ein Auslandssemester an einer Partnerhochschule - beispielsweise in Australien, Neuseeland, Großbritannien, den Niederlanden, Südafrika, Chile oder Hong Kong - sowie ein Praxissemester, das ebenfalls bei einem ausländischen Unternehmen absolviert werden kann, wenn dieses internationales Transportmanagement betreibt. Vorausgesetzt wird ein ausgeprägtes Interesse sowohl auf wirtschaftlich-technischem Gebiet als auch an Fremdsprachen. Englischkenntnisse auf hohem Niveau sind ein Muss, da Englisch in diesem Bereich Verkehrssprache ist. Weitere Fremdsprachenkenntnisse sind vor allem im Hinblick auf die Auslands- und Praxis-semester nützlich, aber keine Grundvoraussetzung.

Das Studium umfasst insgesamt sieben Semester, von denen die ersten drei sowie das sechste und siebte im niedersächsischen Elsfleth absolviert werden. Im vierten Semester werden Lehrveranstaltungen in den Bereichen Business English, Internationale Unternehmensführung, Marketing und Management an einer ausländischen Partnerhochschule belegt. Das fünfte Semester ist praktischen Erfahrungen in einem ausländischen Transport-unternehmen gewidmet.
Dieser Studiengang kann sowohl über die Bundeswehr als auch direkt über die Hochschule belegt werden. Weitere mögliche Studiengänge unter ähnlichen Bedingungen sind See-verkehrs- und Hafenwirtschaft sowie Nautik.

Voraussetzungen: Abitur und gute Englischkenntnisse

www.fh-oow.de/fbs/

» Stabsarzt bei der Bundeswehr: Leben retten am anderen Ende der Welt

Stabsarzt bei der Bundeswehr: Leben retten am anderen Ende der Welt

Foto: Stabsarzt bei der Bundeswehr:  Leben retten am anderen Ende der Welt

Foto: Stabsarzt bei der Bundeswehr:  Leben retten am anderen Ende der Welt

Foto: Stabsarzt bei der Bundeswehr:  Leben retten am anderen Ende der Welt

Foto: Stabsarzt bei der Bundeswehr:  Leben retten am anderen Ende der Welt

Du träumst seit Jahren von nichts Anderem als dem Medizinstudium? Du siehst du deine Berufung darin, anderen zu helfen? Das sind schon sehr gute Voraussetzungen, um Arzt oder Ärtztin zu werden. Vielleicht hakt es aber an ganz anderer Stelle: Du hast den Notendurchschnitt von 1,0 knapp verfehlt und sollst sechs Jahre auf einen Studienplatz warten. Die Bundeswehr bietet engagierten Abiturienten eine echte Alternative. Hier wird zwar auch "auf Herz und Nieren" geprüft, aber die Kriterien sind andere als bei der ZVS. Stabsärzte und -ärztinnen werden nämlich dringend benötigt.

Bei der Bundeswehr geht es weit weniger um einen hervorragenden Notendurchschnitt als um die Eignung für den sehr speziellen Dienst als Lebensretter. Natürlich steht auch hier der umfangreiche Aufnahmetest im Kölner Assessmentcenter an erster Stelle. Wer ihn besteht, verpflichtet sich für ganze 17 Jahre und steigt automatisch in den Rang des Offiziersanwärters auf. Das bedeutet zunächst eine dreimonatige militärische Ausbildung, die als Offizierslehrgang während der Semesterferien zwischen dem ersten und zweiten Semester an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München weiter geführt wird. Das Studium selbst findet an einer regulären Uni in ganz Deutschland statt. Danach werden die Studierenden vom Dienst freigestellt. Ein deutlicher Vorteil liegt dabei jedoch in der Finanzierung des Lebensunterhalts: ein Offiziersanwärter erhält beispielsweise im Alter von 21 Jahren bereits 1.600 Euro netto im Monat.

Sobald sie ihr Studium abgeschlossen haben, müssen alle Studierenden in den Bereichen Humanmedizin, Zahnmedizin oder auch Tiermedizin und Pharmazie damit rechnen, zu einem oder mehreren Auslandseinsätzen entsandt zu werden. Dort stehen sie dann buchstäblich an vorderster Front und sind selbst ähnlichen Gefahren ausgesetzt wie diejenigen, die sie behandeln sollen.
Voraussetzungen: Abitur mit gutem Notendurchschnitt, Aufnahme- und Sportprüfung im Assessment-Center für Führungskräfte in Köln, militärische Ausbildung vor und während des Studiums.

Telefonisch Auskunft bundesweit: 0 800 / 9 80 08 80

www.bundeswehr-karriere.de

» Zähne, Medikamente oder Diensthunde – jedem seine Zuständigkeit

Zähne, Medikamente oder Diensthunde – jedem seine Zuständigkeit

Foto: Zähne, Medikamente oder Diensthunde – jedem seine Zuständigkeit

Foto: Zähne, Medikamente oder Diensthunde – jedem seine Zuständigkeit

Foto: Zähne, Medikamente oder Diensthunde – jedem seine Zuständigkeit

Fotos: Bundeswehr

Foto: Zähne, Medikamente oder Diensthunde – jedem seine Zuständigkeit

Fotos: Bundeswehr

Stabszahnärzte werden in der Behandlung von Soldaten ebenfalls im In- und Ausland eingesetzt. Je nach Bedarf können sie an Fortbildungen im Bereich Oralchirurgie oder Paradontologie teilnehmen.

Auch Stabsapotheker studieren an einer zivilen Uni Pharmazie und danach in der Regel noch Lebensmittelchemie. So können sie sich später neben der Versorgung der Krankenhausapotheken und Einsatzzentralen im In- und Ausland mit Sanitätsmaterial auch um Kontrollen von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen kümmern.

Veterinärmediziner sind auch für Kontrollen des Trinkwassers und tierischer Lebensmittel zuständig. Sie werden aber ebenso in der Tierseuchenprophylaxe und in der Ausbildung von Diensttieren eingesetzt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, an der Schule für Diensthundewesen oder im Einsatz- und Ausbildungszentrum für Lasttiere zu arbeiten. Nach dem Studium werden alle Absolventen automatisch als Stabsärzte oder -apotheker eingestuft und müssen zur Vorbereitung auf einen möglichen Einsatz im Ausland einen Englischkurs belegen. Wichtig ist dabei die Bereitschaft, fernab der eigenen Familie mehrere Monate lang bei internationalen Missionen zu arbeiten.

Weitere Einsatzbereiche sind neben der Akut-versorgung Verletzter oder Kranker, sanitätsdienstliche Ausbildungen, Forschung, Präventivmedizin sowie Spezialeinsätze als Schiffs-, Taucher- oder Fliegerarzt.

Die Entscheidung für ein medizinisches Studium bei der Bundeswehr sollte gut überlegt und auch mit der Familie abgesprochen sein. Während ihrer Tätigkeit für die Bundeswehr sind alle Zeitsoldaten verbeamtet. Wer danach nicht an eine zivile Klinik oder Apotheke wechseln möchte und auch keine Lust hat, sich selbstständig zu machen, kann den Dienst bei der Bundeswehr in der Regel ohne weiteres verlängern und bleibt Beamter auf Lebenszeit. 
Für alle Sanitätsoffiziere - also Mediziner, Zahnmediziner, Pharmazeuten und Veterinärmediziner - gilt eine Verpflichtung, der Bundeswehr 17 Jahre anzugehören. Auslandseinsätze, auch in Krisengebieten, sind im medizinischen Bereich nach Abschluss des Studiums zu erwarten. Auch bei der Bundeswehr zählt der Abischnitt, bei guten Leistungen können jedoch Ausnahmen gemacht werden.

» Kommunikation ist alles: Studiengang „Wirtschaft und Journalismus“ bei der Bundeswehr

Kommunikation ist alles: Studiengang „Wirtschaft und Journalismus“ bei der Bundeswehr

Foto: Kommunikation ist alles: Studiengang „Wirtschaft und Journalismus“  bei der Bundeswehr

Foto: Kommunikation ist alles: Studiengang „Wirtschaft und Journalismus“  bei der Bundeswehr

Foto: Kommunikation ist alles: Studiengang „Wirtschaft und Journalismus“  bei der Bundeswehr

Foto: Kommunikation ist alles: Studiengang „Wirtschaft und Journalismus“  bei der Bundeswehr

Du bist ein echtes Kommunikationstalent und möchtest aus deiner Begabung einen Beruf machen? Nicht nur Unternehmen brauchen in zunehmendem Maß gute Kommunikationsmanager, auch die Bundeswehr hat Bedarf an Pressebetreuung und bildet ihre Mitarbeiter hervorragend aus. Wer durch diese "Kaderschmiede" gegangen ist, wird ganz sicher keine Probleme haben, nach abgeleisteter Dienstzeit einen Arbeitsplatz im zivilen Bereich zu finden.

Schon während des Studiums an der Betriebswirtschaftlichen Fakultät der Bundeswehreigenen Uni in München gibt es praktische Einsätze an Stützpunkten und Praktika in Medien des jeweiligen Einsatzortes. Bestandteile des dreijährigen Studiengangs "Wirtschaft und Journalismus" sind neben der journalistischen Basis auch VWL und Recht. Am Ende des interdisziplinären Studiums sollen alle Absolventen neben Kernkompetenzen aus Wirtschaft und Verwaltung auch alle medientechnischen Produk-tionsverfahren beherrschen und anwenden können.

Dann kann beispielsweise ein Einsatz beim Truppenbetreuungssender Radio Andernach in der Nähe von Koblenz folgen. Hier werden Radio- und Fernsehprogramme zusammengestellt, die die Truppen im Auslandseinsatz empfangen. Gerade bei diesen Einsätzen ist die Arbeit von Bundeswehr-Pressesprechern ebenfalls besonders gefragt und kann, je nach Einsatzort, schon mal sechs Monate dauern. Vor Ort haben die Kommunikations-profis unter anderem auch die Aufgabe, Kontakt zur lokalen Bevölkerung aufzubauen.

Neben journalistischen Arbeitsweisen werden im Studium die wirtschaftswissenschaftlichen Kompetenzen Wirtschaftsmathematik, Statistik, Buchführung und Bilanzierung vermittelt. Außerdem erhalten alle Studierenden Einblick in Wirtschaftsprivat- und Medienrecht sowie in Organisationsmethodik. Ein Masterstudienprogramm im Bereich Medien und Management ist zurzeit in Vorbereitung.
Der Bewerbungsschluss für die Offizierslaufbahn für das Jahr 2015 ist der 1. März!

Telefon: 0 800 / 9 80 08 80

www.bundeswehr-karriere.de

» Für geborene Führungspersönlichkeiten: Studium Pflegemanagement

Für geborene Führungspersönlichkeiten: Studium Pflegemanagement

Foto: Für geborene Führungspersönlichkeiten: Studium Pflegemanagement

Foto: Für geborene Führungspersönlichkeiten: Studium Pflegemanagement

Foto: Für geborene Führungspersönlichkeiten: Studium Pflegemanagement

Foto: Für geborene Führungspersönlichkeiten: Studium Pflegemanagement

Deutschland wird älter: Gute Zukunftschancen im Gesundheitswesen


Kranken- und Altenpflege sind Bereiche, in denen auch in Zukunft ständig Mitarbeiter gesucht werden. Wenn du aber weniger praxisorientiert bist und deine Stärken eher in der Organisation oder auch im Vermitteln liegen, du aber dennoch in einem Pflegeheim oder im Krankenhaus arbeiten möchtest, könnte deine Zukunft im Pflegemanagement liegen. Das ist genauso zukunftssicher wie die Arbeit „an der Basis“, aber du kannst die Karriereleiter ein wenig schneller erklimmen.

An der Evangelischen Hochschule in Berlin-Zehlendorf gibt es einen sechssemestrigen Studiengang Pflegemanagement, der mit dem Bachelor of Arts abschließt. Schwerpunkte sind Gesundheit, Pflege, Beratung und Management. Die unterschiedlichen Module beinhalten neben Pflegewissenschaft und Gesundheit auch Bestandteile der Betriebswirtschaft und des Qualitätsmanagements sowie rechtliche und strukturelle Grundlagen und Methoden fürs Management. Absolventen können im Pflege- und Gesundheitsmanagement sowohl in stationären als auch in ambulanten oder teilstationären Einrichtungen eingesetzt werden oder auch kleinere Betriebe leiten.

Eine Spezialisierung auf Leistungsplanung und Beratung, Evaluation und Begutachtung von Einrichtung ist ebenfalls möglich. Wer globaler denkt, kann mit diesem Bachelor auch in Unternehmens- oder Verwaltungsberatungen einsteigen oder für internationale Hilfsorganisationen arbeiten. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen konsekutiven Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt „lehren und managen“ zu belegen.

Zum Bachelor-Studium werden auch Bewerber zugelassen, die eine dreijährige abgeschlossene Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten Beruf der Pflege nachweisen können. Damit eröffnen sich ganz neue Aufgabenfelder auch für diejenigen, die nicht ewig am Krankenbett oder ihrer ursprünglichen Ausbildung stecken bleiben möchten. Eine Sackgasse braucht die Pflege in keinem Fall zu sein.
Voraussetzungen: Abitur, Fachabitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheitswesen.

www.eh-berlin.de

» Inklusion durch Tanz und Bewegung: Duales Studium Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Tanzpädagogik

Inklusion durch Tanz und Bewegung: Duales Studium Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Tanzpädagogik

Foto: Inklusion durch Tanz und Bewegung:  Duales Studium Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Tanzpädagogik

Foto: Inklusion durch Tanz und Bewegung:  Duales Studium Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Tanzpädagogik

Foto: Inklusion durch Tanz und Bewegung:  Duales Studium Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Tanzpädagogik

Fotos: Hoffbauer-Stiftung

Foto: Inklusion durch Tanz und Bewegung:  Duales Studium Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Tanzpädagogik

Fotos: Hoffbauer-Stiftung

Du interessierst dich für inklusive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder möchtest Menschen mit Behinderung helfen, sich im Alltag besser zurechtzufinden? Tanz und kreative Bewegung begeistern dich? Durch die optimale Verbindung von Beidem kannst du dein Hobby zum Beruf machen.

Die Hoffbauer-Stiftung in Potsdam bietet jetzt einen Dualen Studiengang "Bewegungspädagogik und Tanz in sozialer Arbeit" an und ermöglicht damit eine weitere Spezialisierung auf dem Gebiet der Sozialarbeit. Neben einer praktischen Ausbildung in einer sozialen Einrichtung besuchen die Studierenden die Berufsakademie und lernen dort das notwendige theoretische Fachwissen. Grundlagen werden in Pflichtseminaren vermittelt, in Wahlkursen können je nach Neigung der Studierenden zusätzliche Schwerpunkte gesetzt werden.

Nach dem Bachelor-Abschluss bieten sich ganz unterschiedliche Tätigkeitbereiche sowohl in Kitas und Ganztagsschulen, als auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung an. Selbst in der Seniorenarbeit können die Absolventen tätig werden. Die tanzpädagogische Arbeit soll vor allem in sozialen Brennpunkten eingesetzt werden. Die Ausbildung hat künstlerische und sportliche Schwerpunkte. Sie soll Kompetenzen vermitteln, die die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlichster Herkunft ermöglichen.

Klassische Inhalte der Sozialen Arbeit werden dabei jedoch nicht vernachlässigt. In den Praxisphasen können die Studierenden die theoretischen Kenntnisse direkt und unter fachlicher Anleitung umsetzen. Die Doppelkompetenz führt dazu, dass sie nach dem Abschluss gute Chancen haben, entweder direkt von der Ausbildungseinrichtung übernommen zu werden oder dank ihrer Berufserfahrung in einem anderen Bereich schnell eine Anstellung zu finden.
Voraussetzungen: Abitur, Fachabitur oder Mittlerer Schulabschluss mit geeigneter Berufsausbildung und zwei Jahren Berufspraxis. Interesse an der inklusiven Arbeit mit Menschen. Der neue Studiengang ist bereits akkreditiert und befindet sich zurzeit im Genehmigungsverfahren des MWFK. www.hoffbauer-berufsakademie.de

» Bachelor of Engineering Elektrotechnik

Bachelor of Engineering Elektrotechnik

Foto: Bachelor of Engineering Elektrotechnik

Foto: Bachelor of Engineering Elektrotechnik

Foto: Bachelor of Engineering Elektrotechnik

Foto: Bachelor of Engineering Elektrotechnik

Eine praktische Berufsausbildung allein reicht dir nicht zum Glück? Du denkst praxisnah, strebst aber gleichzeitig eine akademische Ausbildung an? Dann bist du wie gemacht für ein duales oder kooperatives Studium mit integrierter Ausbildung (KIA).

Denn diese Art der Ausbildung bietet dir: im südbrandenburgischen Falkenberg kannst du beispielsweise die praktische Lehre zum Elektroniker für Betriebstechnik mit einem Bachelorstudium in Elektrotechnik verbinden. Den Berufsabschluss er-hältst du nach zweieinhalb Jahren und bist dann fit im Einrichten, Betreiben und Instandhalten von Maschinen, Antriebssystemen und Anlagen zur Energieerzeugung und -verteilung.

Gleichzeitig studierst du Elektrotechnik an der Hochschule Zittau / Görlitz in Zittau. Dabei hast du den großen Vorteil, theoretisches Wissen innerhalb ganz kurzer Zeit auch praktisch anwen-den zu können und dein Wissen so noch einmal zu vertiefen.

Studieninhalte umfassen neben den klassischen Fächern Elektronik und Elektrotechnik auch Naturwissenschaften, Betriebswirtschaft und Fremdsprachen. Außerdem werden Kenntnisse in Automatisierungstechnik, Energietechnik und Nachrichten-beziehungsweise Informationstechnik vertieft. Das bedeutet, du bist am Ende des Studiums bestens gerüstet für eine leitende Tätigkeit in dem Bereich, auf den du dich in den viereinhalb Jahren spezialisiert hast. Und wenn du magst, kannst du auch noch einen Master obendrauf setzen.

Die Zugangsvoraussetzungen sind allerdings recht hart. Der Studiengang ist beliebt und hat einen Numerus Clausus, was bedeutet, dass dein Abi -oder Fachabi-Durchschnitt hervorragend sein muss. Hast du einen Studienplatz ergattert, kannst du dich über finanzielle Unabhängigkeit freuen, denn die kommt vom Ausbildungsunternehmen. Außerdem kannst du am Ende so viel Praxis nachweisen, dass du im Handumdrehen eine Festanstellung bekommen wirst. Möchtest du noch weiter studieren, kannst du unter zahlreichen Masterstudiengängen, beispielsweise an der TU Berlin wählen.
Voraussetzung: Abitur oder Fachabitur mit sehr gutem Notendurchschnitt

Verdienst: Ausbildung: 650 bis 950 Euro, Einstiegsgehalt etwa 3.400 Euro, Tariflohn

www.bze-online.de
www.hszg.de

» Endlich auch in Brandenburg: Neue Uni für Mediziner

Endlich auch in Brandenburg: Neue Uni für Mediziner

Foto: Endlich auch in Brandenburg: Neue Uni für Mediziner

Foto: Endlich auch in Brandenburg: Neue Uni für Mediziner

Kurz vor der parlamentarischen Sommerpause wurde ihr Gründungsantrag von Brandenburgs Wissen-schaftsministerin Sabine Kunst genehmigt: Damit ist die brandneue "Medizinische Hochschule Theodor Fontane", kurz MHB, staatlich anerkannt und kann mit dem Wintersemester ihren Betrieb aufnehmen.

Beginnen wird man in Neuruppin mit einem Bachelorstudiengang Psychologie und einem Masterstudiengang "Klinische Psychologie und Psychotherapie". Zum Sommersemester 2015 soll dann der Modellstudiengang Medizin an den Start gehen.

Damit werden erstmalig auch in Brandenburg Fachärzte ausgebildet. Die Gründerväter der neuen Hochschule kommen von den Ruppiner Kliniken und den Städtischen Kliniken Brandenburg an der Havel. Zahlreiche weitere Krankenhäuser in allen Landesteilen konnten bereits als Kooperationspartner gewonnen werden, darunter auch das Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum. Kooperationen bestehen auch mit privaten Lehrpraxen, so dass den Studierenden ein breit gefächertes Spektrum an praktischer Erfahrung ge-boten wird.

Das wirklich Besondere an der neuen Hochschule ist jedoch die Tatsache, dass angehende Ärzte hier nicht um Numerus Clausus und Bestnoten bangen müssen. Ausgewählt wird nach Vorkenntnissen und persönlichen Voraussetzungen. Wer einen Platz bekommt, entscheidet schließlich ein Auswahlgremium. Dahinter steckt eindeutig das Ziel, für das in vielen Teilen bereits heute medizinisch unterversorgte Land Brandenburg neue Fachärzte zu gewinnen. Wer seinen Lebensmittelpunkt in Brandenburg behalten oder ihn hierher verlegen möchte, hat also beste Chancen.

Der neue Modellstudiengang, der unter anderem auf Erfahrungen der Berliner Charité zurückgreift, will in kleinen Lerngruppen und mit hervorragender Ausstattung "empathische Arzt-und Psychologenpersönlichkeiten" entwickeln, die die spezifischen Lebenssituationen ihrer Patienten verstehen lernen. Von Beginn an werden außerdem naturwissenschaftlich-theoretische Lerninhalte mit Praxisbe-zug kombiniert.
Da die Uni eine private Gründung ist und keine staatlichen Zuschüsse bekommt, muss ein Teil der Kosten von den Studierenden getragen werden, allerdings erst, wenn sie über ausreichende Mittel verfügen. So lange kann eine Studierendengesellschaft in Vorleistung treten. Da den Absolventen "glänzende Karrierechancen" prophezeit werden, dürfte das Finanzielle schnell in den Hintergrund rücken.

» Pferde als Zukunftschance – Der Wirtschaftsfaktor Pferd

Pferde als Zukunftschance – Der Wirtschaftsfaktor Pferd

Foto: Pferde als Zukunftschance – Der Wirtschaftsfaktor Pferd

Foto: Pferde als Zukunftschance – Der Wirtschaftsfaktor Pferd

Wer eine Ausbildung zum Pferdewirt mit Abitur begonnen hat oder bereits über so viel praktisches Wissen verfügt, dass es gleich nach dem Abi an die Uni gehen kann, wird sich vielleicht für den Bachelor-Studiengang "Pferdewissenschaften" interessieren, der fundiertes, aber zumeist theoretisches Wissen rund um Pferdezucht und Ausbildung vermittelt.

Nicht vergessen sollte man dabei den Wirtschaftsfaktor Pferd, der sowohl in der Freizeitindustrie als auch im Sport eine immer bedeutendere Rolle spielt.

Angeboten wird das Bachelorstudium an der Freien Universität Berlin im Pferdezentrum Bad Saarow. Besondere Berücksichtigung findet dabei die artgerechte Haltung und ein entsprechender Umgang mit den Pferden, der alle Aspekte desTier-schutzes berücksichtigt. Mit dem Abschluss ist man vorbereitet auf eine Führungsposition an einem Gestüt, bei Zuchtverbänden oder auch in Behörden. Auch im Sportmanagement oder bei Versicherungen können die Absolventen interessante Arbeitsplätze finden.

Wer nach dem Bachelor noch einen Master draufsatteln will, kann das nur an der Uni Göttingen. Dort wird der Master in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Warendorf angeboten. Der Abschluss ist unter anderem auch das Tor zu einer wissenschaftlichen Karriere.

Gemeinsam mit dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt Neustadt / Dosse bietet zudem das Graf-Lehndorff-Institut für Pferdewissenschaften der Universität Wien einen Bachelorstudiengang mit Schwerpunkt Zucht und Reproduktion an. Weitere Studiengänge gibt es in Dronten in den Niederlanden und am Hartpury College in England. In Holland dauert das Studium acht Semester und bietet zahlreiche Wahlmöglichkeiten.

» Ein Leben lang für Recht und Gerechtigkeit eintreten

Ein Leben lang für Recht und Gerechtigkeit eintreten

Foto: Ein Leben lang für Recht und  Gerechtigkeit eintreten

Foto: Ein Leben lang für Recht und  Gerechtigkeit eintreten

Ob Anwalt, Richter oder Staatsanwalt - sie alle sind im Namen des Rechts unterwegs. Aber längst nicht jeder Jurastudent ergreift tatsächlich einen der drei Berufe. Wer meint, Jura sei das ideale Studienfach, weil man später als Anwalt in Form eines modernen Robin Hood für Gerechtigkeit auf der Erde sorgen kann, kann schnell seiner Illusionen beraubt werden und sollte besser in die Politik gehen.

Richter und Staatsanwälte befassen sich in der Hauptsache mit Kleinkriminalität, nur selten kommen wirklich interessante Fälle auf ihren Schreibtisch. Das hängt aber natürlich auch davon ab, an welchem Gericht man arbeitet und für welchen Bereich der Jurisprudenz man sich überhaupt entscheidet.

Wer Jura studiert, muss Paragrafen büffeln und lernen, objektiv an Fälle heran zu gehen. Natürlich wird ein Anwalt später einzig die Interessen seines Mandanten vertreten, egal ob er betrogen, gestohlen oder gemordet hat. Richter oder Staatsanwalt hingegen haben die Aufgabe, die Öffentlichkeit vor Kriminellen zu schützen und müssen deshalb Für und Wider bis ins kleinste Detail abwägen.

Ein guter Verteidiger -egal auf welcher Seite -sollte deshalb nicht nur analytisch denken, sondern vor allem seine eigene Meinung außen vor lassen können. Nicht alle Juristen kümmern sich jedoch um Kriminalfälle.

Ein Jurastudium kann ebenso gut in die Wirtschaft oder in einen großen internationalen Konzern führen. Besonders interessant ist dabei das immer größere Angebot an internationalen Studiengängen, die an verschiedenen europäischen Unis stattfinden.

Für Sprachbegabte, die in der Schule einen Französisch-Leistungskurs erfolgreich abgeschlossen haben oder ohnehin zweisprachig aufgewachsen sind, bietet die Uni Potsdam in Zusammenarbeit mit der Université Paris Ouest / Nan-terre einen deutsch-französischen Studiengang an, der zur einen Hälfte in Potsdam, zur anderen in der Nähe von Paris stattfindet und den Studierenden neben dem nationalen Recht jeweils eine Zusatzausbildung im Recht des Partnerlands bietet. Bei den zunehmenden internationalen Beziehungen nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch in allen anderen juristischen Bereichen, ist das eine gute Qualifikation.

An der Viadrina in Frankfurt (Oder) liegt der Schwerpunkt, bedingt durch die Nähe zum Nachbarland, auf deutschem und polnischem Recht und wird in Kooperation mit der Uni Poznan durchgeführt. Dort müssen ausreichende polnische Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Ganz anders sieht es bei den mittlerweile weit verbreiteten Studiengängen "European Studies" aus, die ebenfalls Module der Rechtswissenschaften beinhalten. Das Studium gleicht eher einem "Studium generale" und führt nicht unmittelbar in einen bestimmten Beruf. Wer diesen Studiengang, der ebenfalls an der Viadrina angeboten wird, wählt, muss vorab wissen, dass die Chancen, direkt nach dem Master einen Arbeitsplatz im Wunschbereich zu finden, vor allem von bereits erworbenen Zusatzqualifikationen, wie einer Ausbildung, Praktika, ehrenamtlicherTätigkeit bei NGOs, Auslandsaufenthalten etc. abhängen.

F a z i t :
Jura ist etwas für Ausgeschlafene, die äußerst zielstrebig auf eine bestimmte Spezialisierung hin arbeiten.

» Duales Studium – gut geschnürtes Paket für Komplettausbildung in drei Jahren

Duales Studium – gut geschnürtes Paket für Komplettausbildung in drei Jahren

Wer als Banker schnell vorwärts kommen und möglichst bald Karriere machen will, sollte mit dem Gedanken eines dualen BWL-Studiums spielen. Hierbei werden von vornherein sehr viel mehr bankenspezifische Kenntnisse vermittelt als in einer reinen Ausbildung, und die Studierenden bekommen einen guten Einblick in die Betriebswirtschaftslehre. Praxisorientierung ist durch die parallele Ausbildung bei der Bank gegeben.

Das Studium orientiert sich an den Bedürfnissen der Finanzwirtschaft und der Kreditinstitute und bereitet damit ganz gezielt auf die Berufstätigkeit vor. Der Bachelor ist die Grundlage für eine Erfolg versprechende Karriere mit hervorragenden Weiterbildungschancen. Banken und Sparkassen suchen deshalb jedes Jahr geeignete Kandidaten mit Abitur, die neben der praktischen Ausbildung studieren wollen beziehungswese neben dem theoretischen Studium gleich die Praxis kennen lernen möchten.

Vor allem der Praxisbezug bietet zudem sehr gute Chancen auf dem späteren Arbeitsmarkt. Neben der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre werden auch Bankbetriebslehre, Wirtschaftsinformatik, Grundlagen des Investmentbankings und der Kreditwirtschaft vermittelt, außerdem Wirtschaftsenglisch und weitere Fremdsprachen.

An der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin werden pro Jahr 90 Studierende im Fach BWL/ Banken aufgenommen. Beginn ist jeweils der 1. Oktober, wobei das Ausbildungsjahr im Betrieb bereits am 1. August startet. Als Kooperationspartner stehen neben den Sparkassen auch die LBS, die ILB sowie zahlreiche Privatbanken zur Verfügung. Wer selbst schon ein Unternehmen gefunden hat, das noch nicht mit der HWR kooperiert, kann es als neuen Partner vorschlagen.
Beratung Duale Studiengänge
Diana Jurgec, Dekanat
diana.jurgec@hwr-berlin.de
Tel: 030 / 30877-2012

» Kommunikationsdesigner entwickeln neue Trends

Kommunikationsdesigner entwickeln neue Trends

Foto: Kommunikationsdesigner entwickeln neue Trends

Foto: Kommunikationsdesigner entwickeln neue Trends

Foto: Kommunikationsdesigner entwickeln neue Trends

Die Gestaltung von Werbeplakaten gehört genauso zur Arbeit von Kommunikationsdesignern wie die Ideenfindung für außergewöhnliche Ausstellungsflächen (oben).

Foto: Kommunikationsdesigner entwickeln neue Trends

Die Gestaltung von Werbeplakaten gehört genauso zur Arbeit von Kommunikationsdesignern wie die Ideenfindung für außergewöhnliche Ausstellungsflächen (oben).

Kommunizieren heißt Information gestalten, so sagen es die Kommunikationsdesigner der Fachhochschule Potsdam. Kommunikationsdesigner, früher auch als Grafikdesigner bezeichnet, gestalten unsere Welt - mindestens die schöne bunte der Werbung und des Marketings. Für kreative Köpfe ist das eine Beschäftigung, die nicht nur viel Spaß macht, sondern auch die Möglichkeit bietet, immer wieder neue Ideen visuell umzusetzen.

Deshalb spielen Entwurfs- und Konzeptionsfächer wie Typografie, Grafikdesign, Illustration, Schriftentwicklung, Corporate Design, Editorial und Advertising Design, Digitale Medien, Motiongraphics und Bewegtbild sowie Fotografie bei diesem Bachelorstudiengang eine besondere Rolle. Aber ohne Grundlagenfächer, die sich mit Farbe, Raum und Fläche befassen, wäre das Studium nicht möglich.

Eine Vielzahl von Werkstätten und in allen Phasen des Studiums analytische und theoretische Fächer, insbesondere Designtheorie, Designgeschichte, aber auch Designmanagement und Marketing ergänzen die Ausbildung."Design wird an der FH Potsdam als organisierte Sinnlichkeit unserer gegenständlichen Erfahrung verstanden", heißt es vom Fachbereich.

Design heißt dabei sowohl wirtschaftliche, als auch kulturelle Intervention.Das moderne Kommunikationsdesign befasst sich ebenso mit Entwürfen, die die Identität des Produkts widerspiegeln, wie mit Corporate Identity und der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Man findet es überall: in der Werbung, im Marketing, in der Repräsentation von Unternehmen und Vereinen als Zeichen ihrer Identität, aber auch in der Gestaltung von Ausstellungen. Analytisches, problemorientiertes Design braucht neben großem Engagement umfassende Kompetenz und Kreativität. Gerade im Bereich der digitalen Medien und der Entwicklung komplexer Kommunikations- und Orientierungssysteme finden Kommunikationsdesigner zukunftsweisende Tätigkeitsfelder.

Gestaltet wird heute nicht mehr mit dem Stift, sondern virtuell am Computer.Um die Wünsche des Kunden zu erfüllen, sollte man ihre Anliegen möglichst schon verstehen, bevor sie ausgesprochen werden. Ebenso wichtig ist es aber, die eigenen Ideen mit fachlicher Kompetenz und handwerklichem Können zu verkaufen. Dazu gehört im hart umkämpften Werbemarkt auch ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen.

» Lebensmitteltechnologie: Neue Wege gehen, um Milliarden Menschen zu ernähren

Lebensmitteltechnologie: Neue Wege gehen, um Milliarden Menschen zu ernähren

Foto: Lebensmitteltechnologie: Neue Wege gehen, um Milliarden Menschen zu ernähren

Lebensmitteltechnologen entwickeln heute in Laboren, was morgen weltweit auf den Tisch kommt. Da ist auch Teamarbeit gefragt. Foto: Koß

Foto: Lebensmitteltechnologie: Neue Wege gehen, um Milliarden Menschen zu ernähren

Lebensmitteltechnologen entwickeln heute in Laboren, was morgen weltweit auf den Tisch kommt. Da ist auch Teamarbeit gefragt. Foto: Koß

Foto: Lebensmitteltechnologie: Neue Wege gehen, um Milliarden Menschen zu ernähren

Auch der Käse will erst einmal entwickelt werden. Lebensmitteltechnologen kenne ihn in seinen Bestandteilen.

Foto: Lebensmitteltechnologie: Neue Wege gehen, um Milliarden Menschen zu ernähren

Auch der Käse will erst einmal entwickelt werden. Lebensmitteltechnologen kenne ihn in seinen Bestandteilen.

Was wir in Zukunft essen, wird größtenteils im Labor bestimmt. Die handwerkliche Herstellung kleiner Mengen regionaler Produkte existiert in Deutschland fast nur noch in der Biobranche. Und auch die braucht Technologie und Menschen, die in Laboren Haltbarkeit und Wertstoffgehalt von Nahrungs- und Genussmitteln prüfen.

Nicht nur in der Käseherstellung, wie bei Daniela Hennig in Töplitz, sind Erfahrungswerte und Analysen wichtig. Sie betreffen praktisch alles, was wir zu uns nehmen. Deshalb bietet die Lebensmitteltechnologie ein breites Tätigkeitsfeld und ganz hervorragende Berufsaussichten. Das betrifft nicht nur das so genannte "Convenience Food", also halbfertige Kost oder tiefgekühlte Fertiggerichte, sondern auch die Entwicklung neuer Grundstoffe für Backwaren oder Getränke oder auch die Entwicklung von Nahrungsmitteln aus bislang wenig genutzten, aber sehr nährstoffreichen Naturalien, wie es beispielsweise Algen sind. Bei den international rasant steigenden Bevölkerungszahlen und immer mehr hungernden Menschen steht die Lebensmitteltechnologie nicht nur hierzulande, sondern weltweit vor großen Herausforderungen.Wer sie annehmen will, ist an der Beuth Hochschule für Technik (BHT) in Berlin richtig. Hier wird seit 40 Jahren auf dem Gebiet der Lebensmitteltechnologie ausgebildet.

Das Studium ist generalistisch, das heißt mit einem breiten Fächerangebot aufgebaut. So kann man möglichst rasch auf die wechselnden Anforderungen und den schnellen Wandel in der Lebensmittelindustrie reagieren. Besonderer Wert wird auf eine umfassende Basis im naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich gelegt, der in der Berufspraxis von großer Bedeutung ist. Neben lebensmittelbezogenen Fächern wird auch bereits in den ersten Semestern Betriebswirtschaftslehre unterrichtet. Aufgrund der zahlreichen Einsatzmöglichkeiten in der Lebensmittelbranche wird bewusst auf eine frühzeitige Spezialisierung verzichtet. Ab dem sechsten Semester folgt eine wissenschaftlich begleitete externe Praxisphase, die von den Studenten frei gestaltet werden kann. Sie soll reale Berufserfahrung vermitteln und auf eine eventuelle Spezialisierung vorbereiten. Dabei sind auch längere Auslandsaufenthalte möglich.

Im Anschluss an den bestandenen Bachelor of Science kann man an der BHT noch ein viersemestriges Masterstudium draufsatteln. Der "Master of Science der Lebensmitteltechnologie / Food Science and Technology" eröffnet den Zugang zu Leitungsfunktionen in großen Produktionsstätten oder in Forschungs- und Innovationszentren und ist gleichzeitig ein Weg in den höheren öffentlichen Dienst.
Voraussetzung:
Abitur oder Fachabitur
www.beuth-hochschule.de

» Polizei: Für den gehobenen Dienst wird sechs Semester studiert

Polizei: Für den gehobenen Dienst wird sechs Semester studiert

Foto: Polizei: Für den gehobenen Dienst wird sechs Semester studiert

Bei der Kripo ist man später in Zivil unterwegs. Der Bürger erkennt die Polizei jedoch meist an ihren Fahrzeugen und Uniformen.

Foto: Polizei: Für den gehobenen Dienst wird sechs Semester studiert

Bei der Kripo ist man später in Zivil unterwegs. Der Bürger erkennt die Polizei jedoch meist an ihren Fahrzeugen und Uniformen.

Foto: Polizei: Für den gehobenen Dienst wird sechs Semester studiert

Schießanlage in der Fachhochschule: hier lernen alle den Umgang mit Schusswaffen, der auch während aller Dienstjahre immer wieder geübt werden muss.

Foto: Polizei: Für den gehobenen Dienst wird sechs Semester studiert

Schießanlage in der Fachhochschule: hier lernen alle den Umgang mit Schusswaffen, der auch während aller Dienstjahre immer wieder geübt werden muss.

17 Pflichtmodule und ein Wahlpflichtmodul umfasst das sechssemestrige Bachelorstudium zum "Bachelor of Arts - Polizeivollzugsdienst/Police Service" an der Fachhochschule der Polizei, das mit dem Abschluss als "Polizeikommissar-Anwärter" endet. Neben ausgiebiger Rechts- und Kriminalistik-Lehre wird schon während des Studiums anhand von Praktika der Alltag im Polizeidienst erlernt.

In einer sich öffnenden, globalen Welt ist eine internationale Ausrichtung des Studiums wichtig, denn auch die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Kollegen bekommt immer mehr Bedeutung im Berufsalltag der Polizisten.Nach erfolgreich abgeschlossenem Bachelor beginnt auch der gehobene Dienst oft bei der Schutzpolizei. In Brandenburg werden zurzeit aber Stimmen laut, die die Absolventen am liebsten sofort bei der Kriminalitätsbekämpfung einsetzen würden. Auch hier gilt in jedem Fall, dass Weiterbildung und Spezialisierung die Chancen steigern, im Wunschbereich eingesetzt zu werden.

Wer vor dem Studium bereits eine Ausbildung oder ein anderes Studium absolviert hat, kann ebenfalls gleich von der Hochschule weg rekrutiert werden, denn Spezialisten werden immer wieder überall gebraucht. Ein solches Bespiel ist die Kriminaltechnik, die auf Fachwissen aus den unterschiedlichsten Bereichen angewiesen ist. Sie ist beim Landeskriminalamt in Eberswalde angesiedelt. Spannende Aufgaben gibt es auch beim Mobilen Einsatzkommando, das Verbrecher im In- und teilweise auch im Ausland verfolgt.

Letzten Endes kann bei der Polizei wohl wirklich jeder seinen Weg finden, wenn er nur will. Und wer die Karriereleiter erst einmal erklommen hat, kann auch noch einen Master draufsetzen.

Die zwei Jahre zusätzliches Studium finden je zur Hälfte ebenfalls in Oranienburg und bei der Deutschen Hochschule der Polizei im westfälischen Münster statt. Wer dort war, gehört zum höheren Dienst der Polizei und kann sich auf eine Führungsposition freuen.

» Berufe in der Nahrungsmittelproduktion: Praxisnaher Studiengang

Berufe in der Nahrungsmittelproduktion: Praxisnaher Studiengang

Foto: Berufe in der Nahrungsmittelproduktion: Praxisnaher Studiengang

Brandenburg ist Nahversorger und immer mehr Menschen achten auf regionale Produkte. Das ist auch in der konventionellen Produktion wichtig.

Foto: Berufe in der Nahrungsmittelproduktion: Praxisnaher Studiengang

Brandenburg ist Nahversorger und immer mehr Menschen achten auf regionale Produkte. Das ist auch in der konventionellen Produktion wichtig.

Foto: Berufe in der Nahrungsmittelproduktion: Praxisnaher Studiengang

Kartoffeln gehören zu Brandenburg, seit Friedrich der Große sie zum Volksnahrungsmittel beförderte.

Foto: Berufe in der Nahrungsmittelproduktion: Praxisnaher Studiengang

Kartoffeln gehören zu Brandenburg, seit Friedrich der Große sie zum Volksnahrungsmittel beförderte.

Wer nach einer Ausbildung im Öko-Landbau in der gleichen Richtung studieren und sich weiterbilden möchte, ist an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) genau richtig. Mitten in Deutschlands Bundesland mit dem vergleichsweise höchsten Anteil an ökologisch bewirtschafteten Flächen, bilden hier Praktiker Studenten aus, die in der Zukunft die ökologische Bewirtschaftung deutscher Agrarbetriebe voran bringen werden.

Zum Bachelor-Studium Öko-Landbau und Vermarktung gehören neben den Grundlagen des ökologischen Pflanzenbaus und der artgerechten, ökologischen Tierhaltung auch wesentliche Elemente der Vermarktung und der Unternehmensführung. Landwirte sind schon lange auch Unternehmer und benötigen dringend betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Dazu gehört auch die erfolgreiche Vermarktung von Rohstoffen und fertigen Produkten.Die Hochschule rühmt sich zu Recht mit "optimalen Praxisbedingungen direkt vor der Haustür".

Zahlreiche Öko-Betriebe kooperieren mit der HNEE und bieten Praktikumsplätze für die Studenten. Denn nach dem Grundlagenstudium in den ersten drei Semestern stehen im vierten Semester 19 Wochen betreute Praxis in Betrieben an. Das heißt 40 Stunden Vollzeitarbeit pro Woche. Die Studenten sollen in dieser Zeit einen realistischen Einblick von dem bekommen, was sie bei ihrer zukünftigen Arbeit erwartet. Abgeschlossen wird das Praktikum mit einem einwöchigen Kolloquium.

Im fünften und sechsten Semester schließt sich das Fachstudium mit der Bachelorarbeit an. Während des gesamten Studiums wird eine enge Kontaktpflege mit späteren potenziellen Arbeitgebern aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft betrieben.

Wer nach dem Bachelor of Science der akademischen Lehre noch nicht den Rücken kehren will, kann in Eberswalde auch noch einen Master in Öko-Agrarmanagement obendrauf setzen. Der Studiengang baut konsekutiv auf den Bachelorstudiengang Ökolandbau und Vermarktung auf und wird in Kooperation mit der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der HU Berlin angeboten.
Alles über die Ausbildung zum Öko-Landwirt gibt es hier

» Duale Studiengänge im Gesundheitswesen

Duale Studiengänge im Gesundheitswesen

Foto: Duale Studiengänge im Gesundheitswesen

Auf denkmalgeschütztem Campus neu gebaut: helle und freundliche Seminarräume.

Foto: Duale Studiengänge im Gesundheitswesen

Auf denkmalgeschütztem Campus neu gebaut: helle und freundliche Seminarräume.

Foto: Duale Studiengänge im Gesundheitswesen

Die EHB in Berlin-Zehlendorf bietet ihren Studierenden beste Ausstattungen in einer fast familiären Atmosphäre. Fotos (2): EHB

Foto: Duale Studiengänge im Gesundheitswesen

Die EHB in Berlin-Zehlendorf bietet ihren Studierenden beste Ausstattungen in einer fast familiären Atmosphäre. Fotos (2): EHB

"In Deutschland fehlen etwa 40.000 Pflegekräfte in allen Bereichen der Kranken- und Altenpflege", sagt Rainer Karius, Medizinpädagoge und Leiter der Schule für Gesundheitsberufe am St Joseph-Krankenhaus in Berlin-Tempelhof. Auch wenn niemals so viele neue Stellen besetzt werden können: Pflegekräfte haben überall gute Zukunftschancen.

Wer allerdings später im Ausland arbeiten möchte, oder nach der Ausbildung studieren will, muss mindestens eine zusätzliche Prüfung machen. Viel einfacher ist es jedoch, gleich ein duales Bachelor of Nursing-Studium anzusteuern. Nach vier Jahren gibt es aber neben der praktischen Berufszulassung auch das Bachelor of Science-Zeugnis, mit dem man sich für eine Vielzahl an Master-Studiengängen bewerben kann und die Ausbildung ist europaweit anerkannt.

Die Evangelische Hochschule Berlin (EHB) hat diesen Studiengang vor zehn Jahren eingeführt. Studierende müssen sich zunächst einen Ausbildungsplatz bei einem der zurzeit zehn kooperierenden Krankenhäuser suchen und immatrikulieren sich anschließend an der Hochschule. In den ersten sechs Semestern bekommen sie eine gründliche praktische Ausbildung und studieren nebenher in Berlin-Zehlendorf. Mit der Berufszulassung in der Hand geht es in den beiden letzten Semestern nur noch in den Hörsaal. Parallel haben aber alle die Möglichkeit, in Teilzeit weiter zu arbeiten und so ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.Vor allem soll der Bachelorstudiengang den Studierenden die Möglichkeit geben, Abläufe in der Klinik auch von der wissenschaftlichen Seite zu betrachten und kompetenter arbeiten zu können. Die europaweite Akzeptanz des Abschlusses ermög-licht den Absolventen, ohne weitere Prüfungen auch im Ausland zu arbeiten. Zahlreiche nationale und internationale Masterstudiengänge helfen im Anschluss außerdem die Karriereleiter noch deutlich weiter hinauf zu klettern.

Nach den guten Erfahrungen im Bereich der Krankenpflege hat sich die EHB entschieden, ab Herbst 2013 einen ähnlichen Studiengang auch für Hebammen anzubieten. Die Karriereaussichten sind vergleichbar gut.Für Absolventen einer klassischen Ausbildung im Gesundheitswesen mit oder ohne Abitur bietet die Hochschule außerdem einen Bachelor of Arts-Studiengang im Bereich Pflegemanagement an. Er soll Fachkräfte mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung befähigen, in Führungspositionen aufzusteigen und beispielsweise Pflegeeinrichtungen zu leiten oder auch für internationale Hilfsorganisationen zu arbeiten.

» Berufe im Gesundheitswesen: Bachelor of Nursing

Berufe im Gesundheitswesen: Bachelor of Nursing

Foto: Berufe im Gesundheitswesen: Bachelor of Nursing

Im so genannten "Skills Lab" werden die Studierenden auch an der Hochschule in die Praxis eingewiesen.

Foto: Berufe im Gesundheitswesen: Bachelor of Nursing

Im so genannten "Skills Lab" werden die Studierenden auch an der Hochschule in die Praxis eingewiesen.

Foto: Berufe im Gesundheitswesen: Bachelor of Nursing

Krankenpflegekunde "on location" im Patientenzimmer beim Kooperationspartner und Ausbildungsbetrieb Krankenhaus. Fotos (2): EHB

Foto: Berufe im Gesundheitswesen: Bachelor of Nursing

Krankenpflegekunde "on location" im Patientenzimmer beim Kooperationspartner und Ausbildungsbetrieb Krankenhaus. Fotos (2): EHB

Karriere im Gesundheitswesen mit einem Studium in der Krankenpflege


Dass Krankenschwestern studieren ist relativ neu. Aber der einst so typische Frauenberuf hat sich durch die Fortschritte in der Medizin zu einem hochspezialisierten Tätigkeitsfeld gewandelt, in dem es immer wichtiger wird, auch wissenschaftliche Ansätze zu beherrschen. Damit einher geht auch die Tatsache, dass sich zunehmend Männer für den Beruf interessieren.

Vielleicht liegt das daran, dass sich nach dem Studium an der Evangelischen Hochschule Berlin den Absolventen ein viel größeres Tor in die Welt der Gesundheitsberufe mit echten Karrierechancen öffnet. Hinzu kommt, dass der innovative Studiengang an der EHB zu zwei getrennten Abschlüssen und damit zu einer Doppelqualifizierung führt.

Das duale Studium besteht aus einer dreijährigen praktischen Ausbildung in einem Lehrkrankenhaus in Berlin, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt, während der theoretische Unterricht an der Evangelischen Hochschule (EHB) in Berlin-Zehlendorf stattfindet. Am Ende der ersten sechs Semester findet eine Prüfung nach dem Krankenpflegegesetz statt, durch die die Studierenden den Berufsabschluss als Krankenschwester oder Krankenpfleger erhalten. Im siebten und achten Semester studieren sie  ausschließlich an der EHB und können nebenbei in Teilzeit bereits in ihrem Beruf arbeiten. Das ermöglicht nicht nur eine leichtere Finanzierung des Lebensunterhalts, sondern fördert den Praxisbezug. Am Ende des achten Semesters steht das Bachelor- Examen. Die Absolventen haben dann auch den international anerkannten Bachelor of Science in der Tasche.
 
Neben der Möglichkeit, in der gesamten EU zu arbeiten, kann dem Bachelor sofort oder später auch noch ein Masterstudium, beispielsweise in Public Health (zwei oder vier Semester) an der Berliner Charité, oder Psychosoziale Prävention und Gesundheitsförderung an der Freien Universität Berlin (vier Semester) folgen. Voraussetzungen für beide Masterstudiengänge sind ein guter Bachelor-Abschluss, mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung und Englischkenntnisse. 
Abitur oder Fachabitur. Ausbildungsvertrag mit einem kooperierenden Krankenhaus.Drei Jahre praktische Ausbildung kombiniert mit acht Semestern Studium an der Evangelischen Hochschule in Berlin-Zehlendorf. Abschluss: Bachelor of Nursing


www.eh-berlin.de/studienangebot/bachelor-of-nursing/uebersicht
bsph.charite.de/studium
www.fu-berlin.de/studium/studienangebot/master/psychosoziale_praevention

» Bachelor Hebammenkunde: Studierte Geburtshelfer/ -innen haben gute Karrierechancen

Bachelor Hebammenkunde: Studierte Geburtshelfer/ -innen haben gute Karrierechancen

Foto: Bachelor Hebammenkunde: Studierte Geburtshelfer/ -innen haben gute Karrierechancen

Fotos (2): Sankt Joseph Krankenhaus Berlin

Foto: Bachelor Hebammenkunde: Studierte Geburtshelfer/ -innen haben gute Karrierechancen

Fotos (2): Sankt Joseph Krankenhaus Berlin

Foto: Bachelor Hebammenkunde: Studierte Geburtshelfer/ -innen haben gute Karrierechancen

Foto: Bachelor Hebammenkunde: Studierte Geburtshelfer/ -innen haben gute Karrierechancen

Nach jahrelanger Flaute werden in Deutschland wieder mehr Kinder geboren. Das ist eine gute Nachricht für die Demografie, bedeutet aber auch, dass Hebammen, egal ob im Krankenhaus oder selbstständig, gebraucht werden. Vielleicht ist dieser Beruf für dich genau der richtige. Du würdest nicht nur kleinen Menschen auf die Welt helfen, sondern ihre Eltern über viele Monate vorher und einige Zeit nach der Geburt verantwortungsvoll begleiten. Dabei darfst du dich nicht vor unbequemen Arbeitszeiten scheuen, denn Kinder kommen nun mal, wann sie wollen. Aber du kannst dich jeden Tag aufs Neue auf den befreienden ersten Schrei eines Neugeborenen freuen.

Ein großer Teil der Arbeit ist die Geburtsvorbereitung der Eltern, vor allem, wenn sie zuvor noch keine Kinder bekommen haben. Wenn es dann so weit ist, stehst du als Hebamme der werdenden Mutter zur Seite bis das Kind den holprigen Weg ans Licht der Welt hinter sich gebracht hat. Du berätst und unterstützt die Eltern vor und während der natürlichen Geburt und hilfst jungen Müttern beim ersten Stillen. Bei unkomplizierten Geburten kannst du als Hebamme die Gebärende allein versorgen, ansonsten muss ein Arzt hinzugezogen werden.

Als Alternative zu den klassischen Hebammenschulen kann man den Beruf mittlerweile ausbildungsintegriert an der Evangelischen Hochschule Berlin studieren. Für den praktischen Teil ist dabei größtenteils das Krankenhaus mit den meisten Geburten deutschlandweit in Berlin-Tempelhof zuständig. Weitere Ausbildungsorte gibt es an anderen Berliner Kliniken. Der akademische Teil des Studiengangs wird in Berlin-Zehlendorf absolviert. Während die klassische Hebammenschule nach dem Abschluss der 10. Klasse besucht werden kann, wird für das duale Studium das Abitur verlangt. Bis zur Prüfung am Ende des 6. Semesters sind die Studierenden am Sankt Joseph-Krankenhaus angestellt. Im 7. und 8. Semester studieren sie ausschließlich an der EHB, dürfen und sollen aber parallel schon in Teilzeit als Hebamme arbeiten.
Studium: Abitur, soziale Kompetenzen und Empathie.

Als Freiberuflerin musst du dich darauf einstellen, gelegentlich rund um die Uhr im Einsatz zu sein. Im Krankenhaus wird in Schichten gearbeitet.

www.eh-berlin.de/studienangebot/hebammenkunde/uebersicht

» Zum Studieren ins Ausland

Zum Studieren ins Ausland

Foto: Zum Studieren ins Ausland

Wer ein Teil seines Studiums oder ein Praktikum im Ausland verbringen will, hat die Wahl. Foto: Fotolia

Foto: Zum Studieren ins Ausland

Wer ein Teil seines Studiums oder ein Praktikum im Ausland verbringen will, hat die Wahl. Foto: Fotolia

Wer während des Studiums die Möglichkeit hat, ins Ausland zu gehen, sollte die Chance ergreifen, wichtige Erfahrungen außerhalb der Landesgrenzen zu machen. Viele Arbeitgeber legen großen Wert auf Auslands-aufenthalte. Ins Ausland zu gehen, ist ein aufregendes Projekt.

Damit Studierende den größtmöglichen Nutzen davon haben und keine bösen Überraschungen erleben, sollten sie einige Dinge unbedingt beachten und ihre Reise mindestens eineinhalb Jahre vor Studienbeginn vorbereiten. Zuerst sollte an die Finanzierung gedacht werden. Hier gibt es viele Möglichkeiten, von Stipendien, für die sich Interessierte bewerben können, über Auslands-BAföG und Bildungskredite bis zum Erasmus-Programm der EU. Haben sich die Studierenden für ein Land entschieden, sollten sie sich ausführlich über die Studien- und Lebensbedingungen der Destination vertraut machen.

Zu der Planung gehört auch die Frage nach der Anerkennung der schulischen Leistungen im Heimatland. Nichts ist unnützer als monatelange Büffelei, wenn die erbrachten Leistungen zu Hause nicht anerkannt werden. Nicht jeder Studiengang in Deutschland ist mit dem im Ausland zu vergleichen. Besonders die Ingenieurwissenschaften, Jura, Medizin und Wirtschaftswissenschaften weisen oft große Unterschiede in Struktur und Aufbau der Curricula auf.

Weitere Infos bietet der Akademische Austauschdienst. Gemeinsam mit dem Bildungsministeriums hat er die Kampagne "go out" ins Leben gerufen, um Schüler und Studierende zu motivieren, einen Teil ihres Studiums oder ein Praktikum im Ausland zu verbringen - und zwar auch in Asien, Lateinamerika und Afrika.RiB

» Tipps, wie sich die richtige Fachrichtung und Hochschule finden lassen

Tipps, wie sich die richtige Fachrichtung und Hochschule finden lassen

Ich will studieren, klar, dafür mache ich ja auch mein Abi. Aber was? Diese Frage kann man sich kurz vor Ultimo stellen, in der Hoffnung, mit Glück noch einen schönen Studienplatz zu erwischen. Oder aber, und das ist die bessere Wahl, man beschäftigt sich frühzeitig mit dem Thema.

Und wie finde ich nun das richtige Fach?

Alle möglichen Fächer lassen sich größeren Bereichen zuordnen. Vielleicht sollte man zunächst einen davon wählen:
Ingenieurwissenschaften
Mathematik, Naturwissenschaften
Agrar- und Forstwissenschaften
Medizin, Gesundheitswesen
Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Gesellschafts- und Sozialwissenschaften,
Sport
Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung
Lehrämter.

So listet sie die Arbeitsagentur unter www.studienwahl.de auf. Von diesen acht größeren Gruppen aus kann man sich dann durch die einzelnen Richtungen klicken.

Übrigens: Die deutschen Hochschulen bieten derzeit insgesamt etwa 16.000 Studiengänge und -fächer an. Unter www.was-studiere-ich.de wird ein Test angeboten, der ungefähr zehn Minuten in Anspruch nimmt, um sich erstmal einen Überblick zu verschaffen.

Die nächste Frage, die sich stellt, ist die nach dem genauen Typ der Bildungseinrichtung. Hochschularten gibt es mehrere, die Details werden in den jeweiligen Bundesländern geregelt. Grundsätzlich lassen sich die Hochschulen in fünf Kategorien unterteilen:
· Universitäten und Hochschulen mit vergleichbarer Aufgabenstellung (Technische Universitäten, Fernuniversität, Universitäten der Bundeswehr, Hochschulen für Medizin, Tiermedizin oder Sport, Kirchliche und Philosophisch-Theologische Hochschulen, Pädagogische Hochschulen)
Kunst- und Musikhochschulen, Filmhochschulen
Fachhochschulen
Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung
Duale Hochschule.

Aber bringe ich wirklich die nötige Voraussetzung fürs gewählte Studium mit?

Grundsätzlich stehen potentiellen Studenten alle Studiengänge an deutschen Hochschulen mit der allgemeinen Hochschulreife offen. Mit der fachgebundenen Hochschulreife können sie die Fächer der entsprechenden Fachrichtung an allen Hochschulen studieren. Die allgemeine oder eine fachgebundene Hochschulreife ist grundsätzlich auch für das Studium an einer Kunst- oder Musikhochschule erforderlich.

Manchmal jedoch genügt das Abi allein nicht: Insbesondere für das Kunst-, Musik-, Innenarchitektur- oder Sportstudium ist oft eine entsprechende Eignung nachzuweisen. Dies geschieht je nach Studiengang zum Beispiel durch Vorlage einer Arbeitsmappe mit eigenen künstlerisch-gestalterischen Arbeiten, durch Vorspiel auf dem Haupt- und Nebeninstrument oder in einer anderen Eignungsprüfung.

Im Rahmen hochschulinterner Auswahlverfahren werden auch für andere Studiengänge zunehmend besondere Eignungsfeststellungsverfahren durchgeführt, die etwa die fachspezifische Studierfähigkeit, Fremdsprachenkenntnisse oder die Studienmotivation testen. Da solche Eignungstests oft vor dem Beginn der allgemeinen Bewerbungsfristen stattfinden, sollten Sie die konkreten Informationen über Termine, Bewerbungsunterlagen und ähnliches mindestens ein Jahr vor dem beabsichtigten Studienbeginn einholen.

Wird eine besondere oder überragende künstlerische Begabung und eine für das Studium hinreichende Allgemeinbildung nachgewiesen, so kann die Zulassung zu bestimmten künstlerischen, gestalterischen oder musischen Studiengängen auch ohne den Nachweis einer Hochschulreife erfolgen.

Und dann gibt es oft auch noch Zulassungsbeschränkungen - und zwar immer dann, wenn erfahrungsgemäß die Anzahl der Bewerbungen die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze in einem Studiengang an einer Hochschule übersteigt. Für derart betroffene Studiengänge werden die Studienplatzkapazitäten (Anzahl der möglichen Studienplätze an der jeweiligen Hochschule) errechnet und als örtliche Zulassungsbeschränkungen festgelegt.

In Medizin, Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin existieren Zulassungsbeschränkungen an allen Universitäten in Deutschland. In diesem Fall spricht man von einer bundesweiten Zulassungsbeschränkung.

Vom "Numerus clausus" (NC) haben die meisten, die sich mit dem Thema Studium beschäftigen, sicher schon gehört. Bei den NC-Fächern wird entsprechend der Durchschnittsnote, der Wartezeit und gegebenenfalls weiterer Auswahlkriterien unter den Bewerbern für einen bestimmten Studiengang eine Rangfolge gebildet. Ein NC von 2,2 bedeutet beispielsweise, dass Bewerber mit einer Durchschnittsnote von 2,2 und besser zugelassen wurden. red

» Regeln für die erfolgreiche Stipendienbewerbung

Regeln für die erfolgreiche Stipendienbewerbung

Ein Studium erfolgreich zu absolvieren, ist eine besondere Leistung. Ein Stipendium kann dabei eine entscheidende Hilfe sein. Doch das Angebot ist groß, die Informationsflut hoch und die Bewerbung arbeitsintensiv. Studierende sollten sich aber von einer Stipendienbewerbung nicht abschrecken lassen, denn es gibt Unterstützungsangebote.

Der Elternkompass, das Beratungsangebot für Stipendien, hat drei goldene Regeln zusammengestellt, die es auf dem Weg zum Stipendium zu beherzigen gilt. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Hotline der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) steht Eltern, angehenden Abiturienten, Studierenden für alle Fragen rund um Stipendien zur Verfügung.

Eine Stipendienbewerbung bedarf Vorbereitung. Interessierte sollten ausreichend Zeit einplanen und sich frühzeitig über Bewerbungsfristen und Voraussetzungen der einzelnen Stipendiengeber informieren. Elternkompass-Tipp: Für viele Stipendien können sich Jugendliche auch schon direkt nach dem Abitur bewerben. Nutzen Sie die Zeit bis zum Studienstart, um sich über die Angebote zu informieren und passende Möglichkeiten zu finden.

Es gibt mehr als 2.000 Stipendiengeber in Deutschland. Bewerber sollten genau recherchieren, welches Stipendium für ihre spezielle Situation passend ist. Elternkompass-Tipp: Nutzen Sie für die Suche nach einem passenden Stipendium www.stipendienlotse.de , eine Datenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Für die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen sollte man sich ausreichend Zeit nehmen. Insbesondere das Motivationsschreiben sollte deutlich machen, warum sich der Bewerber gerade für ein Stipendium interessiert. Tipp: Eine Vielzahl der Stipendiengeber legt großen Wert auf das ehrenamtliche Engagement ihrer Stipendiaten. Legen Sie diese Nachweise der Bewerbung bei.red/nk

» Deutschlands „grünste“ Hochschule

Deutschlands „grünste“ Hochschule

Foto: Deutschlands „grünste“ Hochschule

Im modernen Pfeilauditorium auf dem Waldcampus findet jeder einen Platz bei den Vorlesungen. Die alte Forstakademie (unten) gehört zum Stadtcampus.Fotos (2): HNEE

Foto: Deutschlands „grünste“ Hochschule

Im modernen Pfeilauditorium auf dem Waldcampus findet jeder einen Platz bei den Vorlesungen. Die alte Forstakademie (unten) gehört zum Stadtcampus.Fotos (2): HNEE

Foto: Deutschlands „grünste“ Hochschule

Foto: Deutschlands „grünste“ Hochschule

In Eberswalde dreht sich alles um nachhaltige Entwicklung


Eberswalde ist seit fast zwei Jahrhunderten  ein Standort für nachhaltige Forschung und Lehre. Schon 1830 wurde mit Unterstützung Alexander von Humboldts die „Höhere Forst Lehranstalt“ von Berlin nach Eberswalde verlegt und damit die heutige Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) begründet. Damals beschäftigte sie sich in erster Linie mit Forst- und Holzforschung. Nach der Wende wurde 1992 an gleicher Stelle der Studienbetrieb wieder aufgenommen.

Heute ist die HNE Eberswalde eine Hochschule der Zukunftsbranchen. Erneuerbare Energien, Naturschutz, Ökolandbau, Klimawandel und nachhaltige Wirtschaft spielen die Hauptrollen bei Studium und Forschung. Das Nachhaltigkeits-Internetportal Utopia wählte die HNEE im Jahr 2009 zur „grünsten“ Hochschule Deutschlands. Für ihr vorbildliches Umweltmanagement wurde sie 2010 mit dem europäischen EMAS-Award ausgezeichnet.

Wissenschaft und Wirtschaft sind gut vernetzt

Der Hochschulstandort Eberswalde verfügt über ein hocheffizientes Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik und ist regional sehr gut eingebettet. Immer wieder werden Projekte gemeinsam mit regionalen Partnern durchgeführt. So bekommen die Studierenden schon früh einen fundierten Einblick in den Arbeitsalltag. Die teils einzigartigen und sehr begehrten Studiengänge ziehen Interessenten aus ganz Deutschland und aus dem Ausland nach Brandenburg. Eberswalde ist damit zu einem äußerst erfolgreichen Forschungszentrum für nachhaltige Entwicklung geworden und die Zahl der Studienanfänger nimmt ständig zu.

Die HNEE bietet Studenten direkt vor Ort in Eberswalde einen der ältesten Forstbotanischen Gärten Europas mit verschiedenen Arboreten. Das zentrale Ökologische Labor der Hochschule ermöglicht chemische, biochemische und physikalische Analysen von Boden-, Pflanzen- und Wasserproben. Auch im Bereich der organischen Analytik und Genetik sind Untersuchungen möglich.
Sabine Gottschalk

» Internationales Studium an der Viadrina

Internationales Studium an der Viadrina

Foto: Internationales Studium an der  Viadrina

Ein moderner Campus mitten in der Stadt und viel Freiraum für die Studenten zeichnet die Europa-Universität Viadrina aus.Fotos (2): Heide Fest

Foto: Internationales Studium an der  Viadrina

Ein moderner Campus mitten in der Stadt und viel Freiraum für die Studenten zeichnet die Europa-Universität Viadrina aus.Fotos (2): Heide Fest

Foto: Internationales Studium an der  Viadrina

Studenten aus der ganzen Welt treffen sich an der Viadrina in Frankfurt (Oder).

Foto: Internationales Studium an der  Viadrina

Studenten aus der ganzen Welt treffen sich an der Viadrina in Frankfurt (Oder).

Kleine Uni mit gemütlicher Atmosphäre


Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) ist eine junge und relativ kleine Universität, die mit ihren drei Fakultäten ein Studium in familiärer Atmosphäre ermöglicht. Besonders wichtig ist hier der enge Bezug zu Polen, den man in allen Studiengängen wiederfindet. Im Fachbereich Kulturwissenschaften kann man zwischen den Disziplinen Kulturgeschichte, Literaturgeschichte, Sprachwissenschaften und Vergleichende Sozialwissenschaften wählen. Durch die interne Öffnung zwischen den Fachbereichen sollen Studenten hier aber auch Scheine an der juristischen und an der wirtschaftswissentlichen Fakultät erwerben. Sprachausbildung, Auslandsaufenthalte und eine bunt gemischte Studentenschaft aus ganz Europa und darüber hinaus werden hier großgeschrieben.

Eine Uni mit nur drei Fachbereichen

Ähnlich ist es in den beiden anderen Fachbereichen. In der juristischen Ausbildung ist in Zusammenarbeit mit der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan (AMU) eine Spezialisierung mit dem Abschluss "Bachelor of German and Polish Law" möglich, die auch als Masterstudiengang fortgeführt werden kann. Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften gibt es vier verschiedene Bachelor-Abschlüsse, die zum Teil durch Kooperationen mit internationalen Hochschulen auch als Doppel-Bachelor abgelegt werden können. Immer begleitet sind sie durch eine intensive Fremdsprachenausbildung.

Die Viadrina legt großen Wert darauf, nicht nur methodisches Wissen, sondern auch praktische Fähigkeiten zu vermitteln, die die Studenten ganz real auf das Berufsleben vorbereiten. Unterstützt wird die Uni dabei zum einen durch die interne Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen, zum anderen aber auch durch Kooperationen mit zahlreichen Unternehmen.

Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester. Höhere Fachsemester können auch zum Sommer wechseln. Der Viadrina angegliedert ist das Collegium Polonicum mit Sitz im benachbarten S?ubice. An dieser interdisziplinären Einrichtung werden vor allem Forschungsprojekte zur europäischen Integration und zu interkulturellen Aspekten in der Grenzregion durchgeführt. Beteiligt ist ebenfalls die AMU aus Poznan.Sabine Gottschalk