Fahrzeuglackierer|in


Mit der Sprühpistole unterwegs: Frische Farben auf tristem Metall<br /><br />Nein, hier ist nicht die Rede von Graffiti oder Tags. Das wäre im Mercedes-Benz-Werk......

Kfz-Mechatroniker|in


<h4>Autoschrauben höchst professionell: KFZ-Mechatroniker bauen ganze Autos </h4><br />Fehler und Störungen beheben oder gleich einen ganzen Motor bauen – was liegt......

Ausbildung bei der Bundeswehr - Ein Leben als Zeitsoldat|in


Wie viele öffentliche Arbeitgeber sucht auch die Bundeswehr händeringend Nachwuchs. Seitdem die allgemeine Wehrpflicht für junge Männer abgeschafft......

Medienkaufmann/- frau


Du interessierst Dich für Medien und hast ein gutes Verhältnis zu Zahlen? Dann ist eine kaufmännische Ausbildung in der Medienproduktion vielleicht......

Ergotherapeut: Arbeiten mit alten und kranken Menschen


Du möchtest gern mit kranken oder behinderten Menschen arbeiten und kannst dir vorstellen in der Reha tätig zu werden? Vielleicht ist dann die......

» Motivationsschreiben und Lebenslauf

Motivationsschreiben und Lebenslauf

Egal, ob Online-Formular, digitale Bewerbungsmappe oder klassische Bewerbung - Sorgfalt, Gründlichkeit und Kreativität sind immer gefragt. Zeit in die Bewerbung zu investieren lohnt sich immer.

Hier haben wir ein Muster-Motivationsschreiben und einen beispielhaften Lebenslauf für euch angelegt. 

» Finde Deinen Weg

Finde Deinen Weg

Foto: Finde Deinen Weg

Foto: Finde Deinen Weg

Wertvolle Erfahrungen: Praktika oder Soziales Jahr in der Heimat

Gut fürs Selbstbewusstsein: Ein Hilfseinsatz bei einer internationalen Organisation im Ausland


Deine Schulzeit geht demnächst zu Ende und Du hast noch keine konkrete Vorstellung, wie es dann weitergehen soll? Zum Glück gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, sich über Wunschberufe zu informieren. Viel besser als tausend gut gemeinte Ratschläge sind zum Beispiel Praktika in den Ferien, die Dir Einblick in unterschiedliche Tätigkeiten und verschiedene Firmen geben.

Wenn Du genauere Vorstellungen von Deinem Traumberuf oder Arbeitsgebiet haben möchtest, musst Du Dich direkt vor Ort umsehen. Klar, die Ferien sind zum Ausruhen da und vor allem in der Oberstufe brauchst Du auch Zeit, um Dich vom vielen Lernen zu erholen. Im Sommer wirst Du aber
sicher nicht die ganze Zeit im Urlaub sein, und am See abhängen kannst Du auch nach dem „Schnupperkurs“ im Betrieb. Schon mit Deiner Bewerbung zeigst Du aber dem Arbeitgeber, dass Du ein reales Interesse an dem Betrieb und den dort angebotenen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Wer sich ohnehin etwas mehr Bedenkzeit gönnen will und schon 18 ist, kann sich auch für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr (FSJ, FÖJ) oder einen Auslandseinsatz entscheiden. Ein FSJ, egal ob in der Heimat oder in einem anderen Land, ist vor allem für diejenigen interessant, die sich eine Zukunft in einem Beruf vorstellen können, in dem es um Menschen geht. Also beispielsweise Soziale Arbeit, Pädagogik, Lehramt oder auch Medizin. Ein freiwilliges ökologisches Jahr ist eine prima Voraussetzung für ein Studium an Deutschlands „grünster“ Hochschule, der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Einige Studiengänge stellen wir in diesem Heft vor – und ich kann Euch versichern, mit der Erfahrung aus dem FÖJ steigen Eure Chancen dort maßgeblich.

Große Reise: Einsatz im Ausland


Interessierst Du Dich für Tiere? Dann ist auch ein Auslandsjahr mit Einsatz in einem Hilfsprojekt eine schöne Erfahrung und vielleicht Ausgangspunkt für eine Berufswahl in diesem Bereich. Allerdings sind diese Einsätze, ähnlich wie die unzähligen Angebote in der Jugend-, Bildungs- oder Friedensarbeit, nur möglich, wenn Du eine entsprechende Entsendeorganisation findest, deren Anforderungen Du erfüllen musst. Das Programm „Weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zeigt viele Möglichkeiten für einen Auslandseinsatz und gibt nützliche Informationen auf www.weltwaerts.de.

Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings: Die Entsendeorganisationen sind in der Regel Vereine, die auf Spenden angewiesen sind. Sie müssen einen Teil Deines Unterhalts übernehmen und brauchen dafür natürlich Geld von außen. Deshalb erwarten sie häufig, dass Du selbst für Sponsoren sorgst. Dein Einsatz darf laut Weltwärts jedoch nicht von der Höhe der eingeworbenen Mittel abhängen.

Und, dass Du Dich im Anschluss an Dein Auslandsjahr für die Öffentlichkeitsarbeit der Organisation einsetzt, ist eigentlich schon deshalb eine Selbstverständlichkeit, weil Du bestimmt kontinuierliche Unterstützung für die Menschen vor Ort garantieren möchtest.

Eins ist sicher: Nach diesen Erfahrungen wirst Du auf jeden Fall erwachsener und selbstbewusster in Deinen Beruf oder Dein Studium starten, mit Erfahrungen, die Du ein Leben lang nicht vergisst!
Sabine Gottschalk

» Bewerbungstipps

Bewerbungstipps

Foto: Bewerbungstipps

Foto: Bewerbungstipps

Foto: Bewerbungstipps

Foto: Bewerbungstipps

Informiere dich am besten schon bevor du die Bewerbung abschickst ausführlich über das Unternehmen. Das geht ganz prima im Internet. Wenn du wissen willst, wie die Stimmung in der Firma ist, kannst du das auch mit einem Anruf feststellen, bei dem du beispielsweise nach den Anforderungen fragst.

Soziale Kompetenzen sind heute genauso wichtig wie gute Noten. Wenn du dich für einen guten Zweck engagierst, solltest du das in deinem Motivationsschreiben auf jeden Fall erwähnen. Verfasse den Lebenslauf tabellarisch, damit er übersichtlich ist, und lass dich von einem Profi fotografieren.

Du bist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen: Zuerst solltest du deinen Lebenslauf noch einmal genau ansehen und auf Stärken und Schwächen prüfen. Lücken in der schulischen Karriere werden bestimmt angesprochen und dann solltest du eine positive Antwort parat haben.

Trage dein Outfit möglichst schon ein paar Tage vorher zusammen. Falls etwas fehlt, kannst du es eventuell noch besorgen. Selbstverständlich ist eine dem Job angemessene Kleidung - im Büro eher "Schlips und Kragen", im Handwerk kann es auch etwas legerer sein.

Geh entspannt in das Gespräch, aber bewahre Haltung. Das heißt: Gutes Benehmen und freundliches, aber durchaus bestimmtes Auftreten können Wunder wirken. Und lass dich nicht in Fangfragen verwickeln, aus denen du keinen Ausweg mehr findest. Alles müssen Personaler auch nicht wissen!

Skype und Video

Alles gilt genauso für Telefoninterviews, vor allem über Skype! Hilfreich ist auch ein Training vor der Kamera. Im Video zum Thema Bewerbung von "Dr. Allwissend" auf YouTube siehst du, was du besser vermeiden solltest...

» Wissen, was ich kann

Wissen, was ich kann

Foto: Wissen, was ich kann

Foto: Wissen, was ich kann

Bewerbercheck der IHK: Sicherheit für Unternehmer, Gewissheit für Schulabgänger

Mehr Informations- und Beratungsangebote an Schulen


Weil Unternehmer oft in einer Flut von Bewerbungen um wenige Ausbildungsplätze ersticken, haben die Wirtschaftskammern Brandenburg und Sachsen-Anhalt ein Hilfsmittel entwickelt, das die Auswahl der „Richtigen“ erleichtern soll. Was die Industrie- und Handelskammern Potsdam, Ostbrandenburg und Magdeburg sowie die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) sich ausgedacht haben, ist letztlich den internen Tests von Großkonzernen ganz ähnlich, richtet sich aber an Betriebe, die nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen, um die Prüfungen selbst durchzuführen.

Deshalb bieten die Brandenburger Kammern ihren Mitgliedern die Möglichkeit, mit Bewerbern nach Potsdam, Frankfurt oder Wittenberge zu kommen und dort von der Infrastruktur eines Bildungszentrums zu profitieren. Auch interessierte Schulklassen können auf Anfrage einen Termin bekommen.

Innerhalb von rund 90 Minuten durchlaufen die Teilnehmer einen Test, der ihr tatsächlich einsetzbares Wissen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie, Chemie und Physik abruft. Die Fragen werden erst während der Sitzung am IHK-eigenen Computer bekannt gegeben. Eine Vor-bereitung zuhause ist also nicht möglich. Gefragt wird nach Grundkenntnissen, die alle Schüler und Schülerinnen bis zur achten Klasse erworben haben sollen. Entscheidend ist dabei, dass es um ganz unterschiedliche Bereiche geht und vieles davon unter Umständen schon längst vergessen ist. Das muss nun wieder aktiviert werden.

Außerdem sind Naturwissenschaftler meist keine Literaten und Sprachkünstler eher mäßig in Mathe oder Physik. Ein-ziges Minus bei dem wissenschaftlich erarbeiteten und begleiteten Test: Wer besonders gut in Fremdsprachen ist, hat hier keine Chance, das zu beweisen.

Dem Test vorausgegangen ist eine Umfrage unter Schülern. Um genauer zu wissen, wie sich Jugendliche orientieren und auf eine zukünftige Ausbildung oder ein Studium vorbereiten, haben Studierende des Fachbereichs Marketing der Uni Potsdam in Zusammenarbeit mit der IHK Potsdam zwischen November 2015 und April 2016 779 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13 von Oberschulen und Gymnasien in Berlin und Brandenburg befragt. Ziel war eine Verbesserung der Informations- und Beratungsangebote.

Von den Befragten waren sich 46,1 Prozent noch nicht ganz sicher, was sie werden wollen. 12,3 Prozent der Teilnehmenden hatten noch gar keine Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft. Wenig erstaunt, dass die meisten erst in den höheren Klassen beginnen, sich Gedanken über ihren Wunschberuf zu machen, wobei sich viele an den Berufen von Verwandten und Bekannten orientieren. Nur wenigen sind allerdings die Inhalte der Ausbildungen bekannt.

Immerhin hatte zum Zeitpunkt der Studie schon etwa die Hälfte der Jugendlichen Informationen zum Lieblingsberuf eingeholt, aber nur wenige fühlen sich gut auf die Arbeitswelt vorbereitet. Und nur knapp zwölf Prozent gaben in der Studie an, sich durch die vorhandenen Berufsorientierungsangebote ausreichend informiert zu fühlen. Das sind erschreckende Zahlen, die deutlich zeigen, wie wichtig es ist, auch Unternehmen und Berufserfahrene in die Beratungsangebote an Schulen mit einzubeziehen.
Sabine Gottschalk