Inklusionspädagogik


<h4>Lehrer|innen in der Primarstufe: Schwerpunkt Inklusion</h4><br />Bald ist es geschafft: Zwölf Jahre Schule liegen hinter Dir und Du hast immer noch nicht genug......

Koch / Köchin


<h3>Internationaler als Du denkst: Kochen am fremden Herd<br /><br /></h3>In der Gastronomie werden seit Jahren händeringend Nachwuchskräfte gesucht. Einfach ist das......

Einzelhandelskaufmann|frau: Gut gerüstet für Verkauf und Service


Schon als Du klein warst, hast Du mit wachsender Begeisterung im Kaufmannsladen gestanden? Dann bist Du vielleicht ein Verkaufstalent und solltest......

Sport- und Fitnesskaufmann/frau


Die Fitnesswelle hat Deutschland mittlerweile bis in die hinterste Ecke überrollt. Große Ketten richten modernste Studios mit immer neuen Geräten ein,......

Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst


Wer eine Ausbildung im mittleren Dienst absolviert, verbringt zweieinhalb Jahre an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg. Die Nachwuchskräfte......

» Alle Chancen nutzen: Nie war das Angebot so groß wie heute

Alle Chancen nutzen: Nie war das Angebot so groß wie heute

Foto: Alle Chancen nutzen: Nie war das Angebot so groß wie heute

Die Baudenkmalpflege bildet aus und die Fachhochschule Potsdam bietet den Studiengang "Konservierung & Restaurierung" mit vier Spezialgebieten an. Wer sich für den Bereich interessiert, kann in Potsdam einiges lernen.

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Die Baudenkmalpflege bildet aus und die Fachhochschule Potsdam bietet den Studiengang "Konservierung & Restaurierung" mit vier Spezialgebieten an. Wer sich für den Bereich interessiert, kann in Potsdam einiges lernen.

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Auch Metallkonstruktionen müssen instandgehalten und von Zeit zu Zeit restauriert werden: An der FH Potsdam können Studierende sich darauf spezialisieren. Fotos: Sabine Gottschalk

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Auch Metallkonstruktionen müssen instandgehalten und von Zeit zu Zeit restauriert werden: An der FH Potsdam können Studierende sich darauf spezialisieren. Fotos: Sabine Gottschalk

Zehnte Klasse und was nun? Die meistenZehntklässler wissen trotz Schülerpraktikumnoch nicht, was sie später arbeiten wollen, manche haben aber schon eine Idee, in welche Richtung es gehen soll. Wer ein Gymnasium besucht, wird sich zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch gar keine Gedanken um einen Berufswunsch machen, denn erst muss das Abitur geschafft sein und dann soll noch ein Studium folgen. Anders ist es in den zehnten Klassen der Gesamtschulen, denn hier macht nicht jeder Abitur und die Entscheidung, wie es schulisch oder ausbildungstechnisch weitergehen soll, muss spätestens in der zehnten Klasse fallen. An Zehnt- und Elftklässler richtet sich ein Angebot der Fachhochschule Potsdam, das Jugendlichen helfen soll, den richtigen Weg zu finden und gleichzeitig über die Angebote der Hochschule informiert. Sogenannte "Campusspezialisten" gehen landesweit in Schulen und berichten über die Möglichkeiten, die die FHP ihnen bietet. Der Zusammenschluss von acht Brandenburger Hochschulen zu diesen Studienorientierungstouren soll auch dazu beitragen, dass zukünftige Fachkräfte hier vor Ort qualifiziert werden und in Brandenburg auch nach der Schule sesshaft bleiben. Denn der Fachkräftemangel hat längst auch Berufe erreicht, für die man studieren muss. Das jedoch ist nicht immer einfach, wenn man einen Blick auf die Angebote wirft. Fast 9.000 Studiengänge gibt es in ganz Deutschland, in Brandenburg sind es immerhin noch 356. Und es wird nicht einfacher: Nicht einmal der Unterschied zwischen den praxisorientierten Hochschulen und den viel wissenschaftlicher ausgerichteten Universitäten ist den meisten bewusst. Informationen sind also dringend nötig, die Initiative absolut lobenswert. Aber auch diejenigen, die sich zunächst für eine praktische Ausbildung im Betrieb entscheiden, können sich später an einer Hochschule weiterbilden. Das heißt, niemand muss in einer Sackgasse steckenbleiben, die Möglichkeiten sind mittlerweile ebensovielfältig wie die Zugangsberechtigungen. Ein Beispiel stellen wir auf den Seiten 18 und 19 vor: Patrick Koppermann ist Anlagenmechaniker in der Wasserwirtschaft. Gemeinsam mit seinem Arbeitgeber nimmt er ein neues Angebot der FH Potsdam wahr, die ab Herbst 2018 einen neuen Dualen Ingenieursstudiengang "Siedlungswasserwirtschaft" anbietet. Es gibt viele spannende Angebote - Ihr müsst nur zupacken! Eine Fülle an Ausbildungsplätzen und zahlreiche Studiengänge warten auf Euch in Brandenburg und in der Region.  Sabine Gottschalk

» Sanfter Übergang mit den Campusspezialisten

Sanfter Übergang mit den Campusspezialisten

Foto: Sanfter Übergang mit den Campusspezialisten

Die Campusspezialistinnen Julia und Sandra der FH Potsdam bieten Schülern gemeinsam mit Vertretern der anderen sieben Brandenburger Hochschulen Studienorientierung und informieren über Möglichkeiten des praxisnahen Studiums.

Foto: Sanfter Übergang mit den Campusspezialisten

Die Campusspezialistinnen Julia und Sandra der FH Potsdam bieten Schülern gemeinsam mit Vertretern der anderen sieben Brandenburger Hochschulen Studienorientierung und informieren über Möglichkeiten des praxisnahen Studiums.

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Auch im Winter ist der Campus der FH Potsdam ein Ort der Begegnung. Fotos (2): Sabine Gottschalk

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Auch im Winter ist der Campus der FH Potsdam ein Ort der Begegnung. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Morgens halb zehn in einem Seminarraum der Uni Potsdam auf dem Campus am Neuen Palais: Die 10. Klasse der Potsdamer Voltaire-Gesamtschule hat heute einen Projekttag. Das Projekt heißt Studienorientierung und wird nur zu einem kleinen Teil von der Uni durchgeführt. Denn die acht Brandenburger Hochschulen haben sich zusammengeschlossen, um ihr Angebot unter Schülern bekannt zu machen und möglichst viele Abiturienten und Fachabiturienten im Land zu halten. Denn der Fachkräftemangel macht sich längst auch bei akademischen Berufen bemerkbar.

Sandra und Julia von der Fachhochschule Potsdam haben ein regelrechtes Orientierungsprogramm fürdie Schüler mitgebracht. Die FH hat einen eigenen Bereich dafür eingerichtet, der auf spielerische Art an das Thema, das vielen an diesem Morgen noch sehr fremd ist, heranführt. Sandra und Julia haben bald den Bachelor in der Tasche. Neben ihrem Studium verdienen sie als sogenannte "Campusspezialisten" einen Teil ihres Unterhalts. Beide studieren im sozialen Bereich und haben eine pädagogische Ader, was den Zugang zu den Jugendlichen erleichtert.

Erstaunlich ist an diesem Vormittag, dass etwa ein Drittel der Schüler, fast alles Jungen, schon jetzt sicher sagt, ein Studium sei nichts für sie. Geld verdienen wollen sie und zwar möglichst schnell, bei einem Studium müssten sie zu lange warten, ehe eigenes Geld fließe. Zudem sei die Auswahl an Studiengängen viel zu umfangreich, um sich überhaupt zurecht zu finden, und das viele Lernen finden sie zu stressig. In einer anderen Gruppe, diesmal mehr Mädchen als Jungen, wissen die Jugendlichen schon sehr viel mehr über den Hochschulalltag und scheuen sich nicht vor dem Studium. Sie hoffen auf eine bessere Qualifizierung und sehen im Studentenleben eine Art Probephase bevor der Ernst des Arbeitslebens sie erreicht. Sandra und Julia erklären derweil die Unterschiede zwischen der wissenschaftlichen Uni und der praxisorientierten Fachhochschule und stellen die Vorteile der kleinen Campus-Hochschulen vor: Familiär, übersichtlich und mit viel Freiraum ausgestattet seien sie und in Brandenburg noch dazu ohne Studiengebühren.

Die Veranstaltung in den Räumen der Uni ist eine Ausnahme. Normalerweise gehen die beiden Campusspezialistinnen direkt in die Schulen und bereisen das ganze Land Brandenburg. Denn überall sollen Schüler, vorallem der Oberstufen, informiert und durch aus auch angeworben werden. sg

Studienorientierung der FH Potsdam:

Maria Bütof, Telefon: 0331 - 580 1074
Interessierte können dort auch einen Termin für einen Schnupperbesuch im ausgewählten Fachbereich vereinbaren.
www.fh-potsdam.de

» Frühzeitiges Erkennen der eigenen Fähigkeiten durch Praktika schützt vor Enttäuschung Ein Gespräch mit Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Potsdam

Frühzeitiges Erkennen der eigenen Fähigkeiten durch Praktika schützt vor Enttäuschung Ein Gespräch mit Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Potsdam

Foto: Frühzeitiges Erkennen der eigenen Fähigkeiten durch Praktika schützt vor Enttäuschung Ein Gespräch mit Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Potsdam

IHK-Präsidentin Beate Fernengel. Foto: sg

Foto: Frühzeitiges Erkennen der eigenen Fähigkeiten durch Praktika schützt vor Enttäuschung Ein Gespräch mit Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Potsdam

IHK-Präsidentin Beate Fernengel. Foto: sg

Nutzt alle Chancen, die sich bieten!


Nutzt alle Möglichkeiten, Euch über die unterschiedlichen Ausbildungsangebote zu informieren", rät Beate Fernengel Oberschülern. Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam weiß, wie wichtig es ist, schon während der Schulzeit einen Einblick in verschiedene Berufsfelder zu bekommen. Praktika seien hervorragend dafür geeignet, und zwar nicht nur das obligatorische Schülerpraktikum in der neunten Klasse.

Denn Tatsache ist immer noch, dass viele Schüler dabei den einfachsten Weg gehen und das Pflichtpraktikum in einem Unternehmen absolvieren, in dem schon viele andere Schüler vorangegangener Jahrgänge waren - oder einfach im Betrieb ihrer Eltern. Dort lernen sie dann meist Berufe kennen, die sie gar nicht wirklich interessieren. Fast jeder Ausbildungsbetrieb in Brandenburg kann aber auch ein von der Schule unabhängiges Praktikum, zum Beispiel in den Ferien, anbieten. Unternehmen gebe eine solche "Probezeit" die Chance, Auszubildende zu finden, die sich wirklich für den ausgewählten Beruf interessieren und Fähigkeiten mitbringen, die gerade dort gesucht werden, sagt die IHK-Präsidentin.

Für die Praktikanten, die einen Teil ihrer Ferien opfern, um sich auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten, hat ein freiwilliges Praktikum den Vorteil, dass es Einblick in eine Arbeitswelt bietet, die sie vorher nicht kannten. Gleichzeitig vermittelt es die Gewissheit, die richtige Wahl getroffenzu haben, wenn man sich im gleichen Betrieb oder einem anderen der Branche für einen Ausbildungsplatz bewirbt, weiß Beate Fernengel. Und falls es anders ausgeht: Auch die Erkenntnis, dass ein bestimmter Beruf ganz und gar nicht der richtige ist, kann viel wert sein. In jedem Fall rät die erfahrene Hoteldirektorin, die selbst Mutter von zwei mittlerweile erwachsenen Söhnen ist, sollte jeder eingeschlagene Weg zu Ende gegangen werden. Wer eine Ausbildung beginnt, sei gut beraten, sie auch durchzuziehen und nicht immer wieder von vorne anzufangen.

"Durchbeißen" war auch Beate Fernengels Devise, als sie zu DDR-Zeiten mit ihrer Ausbildung zur Wirtschaftskauffrau begann. Eigentlich wollte sie damals Tankwartin werden. Diese Ausbildung war beim Volkseigenen Betrieb Minol für Mädchen aber nicht vorgesehen. Andere Mineralölkonzerne gab es in der DDR nicht. Minol bot ihr stattdessen eine Ausbildung im Büro an. So musste Fernengel in den sauren Apfel beißen und einen ganz anderen als ihren Wunschberuf lernen. Später diente ihr diese Grundlage als Basis für eine Managementausbildung, die sie bis in die Chefetagen großer Hotels brachte.

Das Beispiel der heute 50-Jährigen, die sich in den 1990er Jahren mit zwei kleinen Kindern allein durchgeboxt und gleichzeitig eine Weiterbildung selbst finanziert hat, zeigt, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will. Mit 37 Jahren hatte sie ihr Ziel erreicht und war Direktorin eines großen Hotels. In vielen Ausbildungsberufen reicht ein Mittlerer Schulabschluss, wenn Leistungen und Motivation stimmen. Und wer mit dem Abitur eine Ausbildung beginnt, hat oftmals die Möglichkeit, sie auf zwei Jahre zu reduzieren. Wichtig sei vor allem, frühzeitig die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und mit Eltern und Großeltern darüber zu sprechen, um von ihren Erfahrungen zu profitieren, so Fernengel. Auch ein Blick in die Lehrstellenbörsen von IHK oder Arbeitsamt gemeinsam mit Erwachsenen, die Euch gut kennen, lohnt sich immer. Sabine Gottschalk