Gamedesigner


Der Markt der Videospiele wächst seit Jahren. Bis 2015 rechnet die Branche weltweit mit einem Umsatz von 112 Milliarden US-Dollar jährlich. In......

Gärtner


Kaum ein Beruf ist so vielseitig wie Gärtner mit seinen unterschiedlichen Fachrichtungen. Neben dem Umgang mit der Natur und der Arbeit unter freiem......

Steuerfachangestellte


Steuerberater brauchen qualifizierte Mitarbeiter, die für ihre Mandanten beispielsweise die Finanzbuchführung oder die Gehaltsabrechnungen übernehmen.......

Groß- und Einzelhandelskaufleute


Viktor Lannois macht eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann beim Frischeparadies Hamburg. Für ein Wochenende ist er gemeinsam mit anderen......

Kauffrau/-mann


Du willst die Schule nach der 10. Klasse mit guten Noten verlassen und suchst eine zukunftsfähige Ausbildung, die dir später Aufstiegschancen und......

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Orthopädietechniker|in

Foto: Orthopädietechniker|in

Foto: Orthopädietechniker|in

Foto: Orthopädietechniker|in

Foto: Orthopädietechniker|in

Prothesen und Bandagen: Orthopädietechniker sind Lebensverbesserer


Ob Unfall oder Verschleiß, in einer älter werdenden Gesellschaft wächst der Bedarf an gut ausgebildeten Orthopädietechnikern, während gleichzeitig immer weniger Meisterbetriebe existieren. Wenn Du Dir
einen Beruf wünschst, in dem Du andere Menschen glücklich machen und gleichzeitig Dein handwerk-liches Geschick anwenden kannst, solltest Du Dir die Orthopädietechnik einmal genauer ansehen. Klar, wer nie Probleme mit Knickfüßen oder Sehnenrissen hatte, wird kaum den Laden eines orthopädischen Schuhtechnikers betreten haben.

Hier gibt es noch echtes, uraltes Schuhmacherhandwerk gepaart mit neuester Technologie. Und gerade das macht den Beruf interessant. Der Orthopädietechniker vermisst jedes Hilfsmittel noch selbst und fertigt es in Kooperation mit Ärzten und Physiotherapeuten nach diesen Maßen in seiner Werkstatt an. Dazu braucht es nicht nur technisches und handwerkliches Verständnis, sondern auch medizinische Kenntnisse.

Die werden im Blockunterricht in der Berufsschule nicht nur anhand von Modellen vermittelt. Auch das Studium „am lebenden Objekt“ ist durchaus Teil der Ausbildung. Wer viel mit kranken und älteren Menschen zu tun hat, sollte außerdem ein gewisses Maß an Empathie und Verständnis für ihre Gesundheitsprobleme mitbringen.

Aber die Orthopädietechnik beschäftigt sich natürlich nicht nur mit den Füßen. Vor allem nach Sportverletzungen werden häufig sogenannte „Orthesen“ benötigt, damit Patienten Sehnen oder Gelenke
schonen. Einige gibt es schon fertig, andere werden nach Maß angefertigt.

Auch Prothesen, das heißt ganze Ersatz-Gliedmaßen, können Orthopädietechniker bauen. Dazu werden Kenntnisse in CAD-Programmen benötigt, mit denen Messverfahren am Computer durchgeführt und die fertigen Prothesen im 3D-Format auf dem Bildschirm betrachtet werden können.

Metall, Kunststoff und Leder sind dann die Grundlage für die von Hand geformten Hilfsmittel. Und auch mit Elektronik müssen Orthopädietechniker umgehen können, denn besonders anspruchsvolle Prothesen sind heutzutage elektronisch gesteuert.

Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, Interesse an medizinischen Themen wie Anatomie und Physiologie
 
Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual,
Berufsschule für Norddeutschland in Travemünde
Studium der Technischen Orthopädie an der FH Münster möglich. Dort gibt es auch einen Dualen Studiengang mit gleichzeitiger praktischer Ausbildung: 8 Semester bis zum B.Eng.

www.biv-ot.org,
www.fh-muenster.de

» Straßenwärter|in

Straßenwärter|in

Foto: Straßenwärter|in

Fotos (2): sg | Winterdienst in der Straßenmeisterei Michendorf

Foto: Straßenwärter|in

Fotos (2): sg | Winterdienst in der Straßenmeisterei Michendorf

Foto: Straßenwärter|in

Foto: Straßenwärter|in

Ohne sie rollt nichts: Straßenwärter|innen erleichtern Autofahrern das Leben

Bald sind sie wieder da, die Löcher im Asphalt. Nach dem Frost sehen viele Straßen aus wie Schweizer Käse und müssen schnellstmöglich geflickt werden. Sonst gehen nicht nur Autos kaputt, sondern das Fahren kann auch richtig gefährlich werden. Das ist Teil der Arbeit der rund 30.000 Straßenwärter, die auf
deutschen Landes- und Bundesstraßen, aber auch auf Autobahnen und in Städten täglich unterwegs sind.

In Brandenburg gibt es insgesamt 45 Straßen- und Autobahnmeistereien, die über das ganze Land verteilt sind. 16 bilden regelmäßig aus. Hinzu kommen kommunale Betriebe in allen größeren Städten.

Auszubildende lernen zunächst alle Bereiche der Unterhaltung und des Straßenbaus kennen, die im
Arbeitsalltag eine Rolle spielen. Da der Einstieg in der Regel mit 16 Jahren erfolgt, kann im ersten Jahr noch kein Fahrzeug bedient werden.

Ab dem zweiten Lehrjahr kommt dann eine sechswöchige Führerscheinausbildung zunächst für Pkws und später auch für Lkws hinzu. Du musst Dir also keine Sorgen um Deine Mobilität machen. Außerdem gibt es vor dem ersten echten Einsatz im Winterdienst natürlich noch ein Fahrsicherheitstraining. Schließlich sollen die frisch gebackenen Straßenwärter|innen die Straßen befahrbar machen und nicht gleich im Graben landen.

Neben dem Winterdienst, bei dem in der Regel vor Beginn des Berufsverkehrs Salzlösung und Granulat auf die Straßen und Autobahnen aufgebracht werden muss, und eine Bereitschaft in Schichten rund um die Uhr erforderlich ist, kümmern sich Straßenwärter in der wärmeren Jahreszeit auch um die Grasmahd an den Randstreifen der Straßen. Kleinere Reparaturen von Schlaglöchern oder Rissen im Asphalt werden ebenfalls direkt von den Straßenmeistereien ausgeführt. Größere Baumaßnahmen werden in der Regel nur
aufgenommen und dann an externe Firmen vergeben.

Ein großer Vorteil ist die dezentrale praktische Aus-bildung, die in allen Regionen des Landes möglich ist. Hinzu kommt Unterricht am OSZ im havelländischen Friesack und im Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft in Brandenburg an der Havel.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit naturwissenschaftlich-technischem
Schwerpunkt, keine gesundheitlichen Einschränkungen im Bewegungsapparat, körperliche Fitness und gute Augen (Fahrtüchtigkeit nachts und im Winter).

Ausbildungsdauer:
3 Jahre, Weiterbildung zum Techniker, Meister oder ein Studium Hoch- / Tiefbau bieten gute Aufstiegschancen

www.ls.brandenburg.de 

» Geomatiker|in

Geomatiker|in

Foto: Geomatiker|in

Fotos: fotolia | Gerhard Seybert

Foto: Geomatiker|in

Fotos: fotolia | Gerhard Seybert

Foto: Geomatiker|in

Foto: Geomatiker vermessen und erstellen Karten anhand von Geodaten /sg

Foto: Geomatiker|in

Foto: Geomatiker vermessen und erstellen Karten anhand von Geodaten /sg

Neuer Zukunftsberuf: gute Chancen für Mädchen und Jungen


Bei diesem Beruf sind wir fast sicher, dass Du nicht weißt, worum es geht. Denn die Ausbildung zum
Geomatiker wurde erst 2010 erfunden.

Vermessungstechniker und Kartographen sind bekannt, aber ihr Tätigkeitsfeld hat sich in den vergangenen Jahren durch die Auswertung von Geodaten erheblich verändert. So ist aus den beiden Berufen der Geomatiker entstanden.

Geomatiker beschaffen und modellieren Geodaten und erstellen daraus auch Karten zu unterschiedlichen
Themenbereichen. Gearbeitet wird dabei mit Geoinformationssystemen. Das Spektrum ist sehr breit gefächert und richtet sich nach den Vorgaben, die der jeweilige Arbeitsplatz mit sich bringt. Ausgebildet wird sowohl im öffentlichen Dienst bei Kataster- und Vermessungsbehörden als auch bei freien Vermessungsbüros.

Wenn Du schon immer von Landkarten begeistert warst und Dich nicht einfach stur auf das Navi oder
Dein Smartphone verlässt, ist das schon eine gute Voraussetzung, um in diesem Beruf glücklich zu
werden. Wichtig sind aber auch ein gutes mathematisches Verständnis – denn bei der Vermessung wird nun einmal viel berechnet – und eine ziemlich große Zuneigung zum Computer. Wenn Du dann noch kreativ bist und Spaß an grafischer Gestaltung hast, Erdkunde Dein Lieblingsfach in der Schule ist und Du Dich in der deutschen Sprache gut ausdrückst, hast Du gute Chancen auf einen Ausbildungslatz in diesem Bereich.

Der Beruf des Geomatikers ist übrigens der einzige auf Geografie basierende Beruf, für den man nicht
studieren muss. Haben Karthographen früher in der Regel Karten aus Luftbildern angefertigt, so sind
moderne Geomatiker selbst imstande, Geodaten zu beschaffen und die Karten je nach den vorgegebenen Anforderungen am Computer zu erstellen.

Vermessen wird schon lange nicht mehr nur direkt vor Ort, sondern auch mit Satelliten. Das macht den neuen Beruf sehr vielseitig und kann Dir auch Außeneinsätze bei schlechtem Wetter ersparen. Bislang hat die Tätigkeit eher Jungen als Mädchen interessiert, mit dem neuen Arbeitsfeld erhoffen sich die Initiatoren jedoch auch mehr Bewerbungen von Kandidatinnen.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik. Interesse an Geografie und grafischer Darstellung.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual

www.geobasis-bb.de

» Systemgastronom|in

Systemgastronom|in

Foto: Systemgastronom|in

Foto: Systemgastronom|in

Foto: Systemgastronom|in

Fotos (2): Vapiano

Foto: Systemgastronom|in

Fotos (2): Vapiano

Für Weltenbummler: Perfekter Start in eine internationale Karriere

Im Herzen bist Du lieber unterwegs als fest verwurzelt immer in der gleichen Region zu bleiben? Du liebst es aber, vor allem beim Essen bekannte Strukturen immer wiederzufinden, und das auch in anderen Teilen der Welt? Wenn das für Dich jetzt nach Burgerkette, Pizzabäckerei oder Fischrestaurant klingt, bist Du auf einem guten Weg. Mittlerweile gibt es aber durchaus edlere Varianten der Systemgastronomie als die allseits bekannten Schnellrestaurants.

„System“ muss nämlich bei weitem nicht mehr nur „schnell“ bedeuten. Das Prinzip setzt lediglich voraus, dass die Gerichte in jedem Restaurant einer Kette immer die gleichen sind. Und das kann durchaus auch in Top-Qualität der Fall sein.

Der Vorteil für Dich ist, dass Du sämtliche Abläufe kennenlernst und am Ende mithilfe gut durchorganisierter und geplanter Aufstiegschancen auch die Möglichkeit hast, selbst die Verantwortung für ein Restaurant zu übernehmen. Und da immer und überall innerhalb der Kette alles gleich abläuft, kannst Du Dir auch einen Abstecher ins Ausland leisten oder gleich ganz auszuwandern, wenn Dich nach Deiner Ausbildung die Reiselust packt.

Die meisten Restaurantketten bilden nicht aus reiner Verpflichtung aus, sondern weil sie den eigenen Bedarf decken müssen. Seit Jahren schießen sie überall wie Pilze aus dem Boden und brauchen gut geschulten Nachwuchs, der neue Filialen mit aufbaut. Wichtig ist dabei, dass Du neben den Arbeitsabläufen die Qualität und die Wirtschaftlichkeit ständig im Auge behältst. Das bedeutet, dass Du ein Händchen für Zahlen mitbringen solltest, aber auch sehr Service orientiert denken und handeln musst.

Wer eine Ausbildung zum Fachmann oder zur Fachfrau für Systemgastronomie macht, wird am Ende weder Koch, noch Restaurantfachkraft. Hier geht es in erster Linie um die kaufmännische Leitung des Restaurants sowie um Organisation und Planung. Dazu musst Du aber alle Bereiche perfekt kennen und das geht nun mal am besten, indem Du die Abläufe selbst ausprobierst. Für einen Auslandsaufenthalt, aber vor allem auch für den Kundenkontakt im Ausbildungsbetrieb sind Englischkenntnisse eine gute Voraussetzung.
Voraussetzungen:
Abitur oder sehr guter Mittlerer Schulabschluss, Serviceorientierung, Teamgeist und die Bereitschaft, auch abends und an Wochenenden zu arbeiten. Gutes Ausdrucksvermögen und Mathekenntnisse.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre, mit Abitur Verkürzung möglich, Berufsschule beispielsweise am OSZ Johanna Just in Potsdam.

www.vapiano.com
  Karriere,
www.nordsee-karriere.com,

» Handelsfachwirt|in

Handelsfachwirt|in

Foto: Handelsfachwirt|in

Foto: Handelsfachwirt|in

Foto: Handelsfachwirt|in

Foto: Handelsfachwirt|in

Drei Ausbildungen in nur drei Jahren: Der Turbo für Abiturienten


Wer mit einem sehr guten Abitur eine Ausbildung im Einzelhandel beginnt, kann schon nach 18 Monaten die Prüfung zum Handelsfachwirt an der IHK ablegen. Doch das ist noch längst nicht alles: In weiteren 18 Monaten werden die Azubis des Abiturientenprogramms nämlich dazu befähigt, eine eigene Filiale zu leiten. Dazu gehören beispielsweise beim Discounter Lidl  rund 15 Mitarbeiter. Und da in den Filialen auch Einzelhandelskaufleute ausgebildet werden, kannst Du im Rahmen dieser Turbo-Lehrzeit auch gleich noch eine Fortbildung zum Ausbilder machen.

Bei Lidl findet der theoretische Teil Deiner Ausbildung in Berlin oder Leipzig statt, der praktische in einem Markt in der Nähe Deines Wohnorts. Außerdem gibt es ergänzende Abiturienten-Seminare, die der persönlichen Weiterentwicklung dienen sollen. In der Regel ist der theoretische Unterricht auf etwa zehn Blöcke von jeweils zwei Wochen verteilt. Zusätzlich hast Du in Deinem Markt einen persönlichen Paten, der Dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Ähnlich intensiv ist auch die Betreuung durch den Ausbildungsleiter.

Dieses sehr spezielle Abiturientenprogramm ist Aus- und Weiterbildung zugleich. Geeignet ist es vor allem für diejenigen, die keine Lust haben, sich lange mit einem Studium aufzuhalten, sondern lieber gleich auf den Arbeitsmarkt wollen, ohne einfach nur zu jobben. Die Aufstiegschancen sind hervorragend und Du kannst einen großen Teil Deiner Karriere gleich im Ausbildungsbetrieb planen. Dafür ist das Programm aber auch ziemlich anspruchsvoll. Nicht ohne Grund setzen die Arbeitgeber ausdrücklich ein sehr gutes Abitur voraus. Denn nur, wer in der Schule schon entweder sehr fleißig oder aber ein Naturtalent war, wird mit dem Tempo Schritt halten können.

Eindeutiger Vorteil ist das für eine Ausbildung recht gute Gehalt vom ersten Tag an, das nach eineinhalb Jahren noch einmal anwächst. Nach drei Jahren gibt es Tariflohn, außerdem die in Großunternehmen üblichen Sozialleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Voraussetzungen:
Wirklich gutes Abitur, fleißige Schnelllerner mit dem Willen, sich den hohen theoretischen und praktischen Anforderungen zu stellen.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre dual, aufgeteilt in zweimal 18 Monate
www.lidl.de – abiturientenprogramm

» Einzelhandelskaufmann/ -frau

Einzelhandelskaufmann/ -frau

Fit für den Aufstieg im Unternehmen:

Filialisten suchen Mitarbeiter


Schon als du klein warst, hast du mit wachsender Begeisterung im Kaufmannsladen gestanden und deiner Familie oder deinen Spielkameraden alles verkauft, was du zu fassen bekamst? Dann bist du vielleicht der geborene Verkäufer und solltest diese Gabe nutzen.  Bei den großen Filialisten kannst du dich direkt für eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau- oder –kaufmann bewerben und bekommst dort eine zukunftsfähige Ausbildung, die dir später Aufstiegschancen im eigenen Betrieb oder auch in ganz anderen Bereichen des Handels bietet.

Für deine Ausbildung solltest du Kontaktfreudigkeit, ein gepflegtes Äußeres, gutes Ausdrucksvermögen und eine gewisse Leidenschaft fürs Rechnen mitbringen. Verkauf und freundliche Beratung stehen ganz oben in deiner Jobbeschreibung. Im Laufe deiner Ausbildung wirst du aber auch eine Menge über die Waren im Markt lernen, deshalb solltest du Freude am Umgang mit dem Sortiment mitbringen. Du wirst immer etwas zu tun haben, denn wenn die Kunden den Laden „stürmen“, müssen die Regale auch wieder aufgefüllt werden.

Ganz wichtig ist es, dabei Gelassenheit zu bewahren, auch wenn Kunden manchmal anstrengend sein können und dich in Stress versetzen. Zum Glück ist ja nicht jeden Tag Weihnachten. Du solltest aber durchaus bereit sein, mal kräftig mit anzupacken. Da im Team alles gleich viel mehr Spaß macht, wirst du auch viele Momente erleben, in denen du deinen Job mit netten Kollegen einfach nur genießen wirst.

Die Ausbildung findet dual statt. Das bedeutet, du lernst alles Praktische direkt in deiner Filiale und besuchst für die Theorie ein Oberstufenzentrum in der Nähe. Was du lernen musst, ist genau festgelegt. Die Abschlussprüfung findet bei der IHK statt. Nach deiner Ausbildung hast du gute Chancen, vom Unternehmen übernommen zu werden, zumal viele
Filialisten expandieren und gerne auf gut ausgebildete Mitarbeiter aus den eigenen Reihen zurückgreifen.
Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife, Mittlerer Schulabschluss, gute Noten in Mathe und Deutsch.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und beginnt jeweils im August. Bewerbungen werden ab August des Vorjahrs entgegen genommen.

www.netto-online.de
www.karriere-bei-lidl.de/ausbildung
www.fuer-echte-kaufleute.de
www.mediamarkt.de

» Altenpfleger/ -in

Altenpfleger/ -in

Foto: Altenpfleger/ -in

Fotos: Hoffbauer-Altenpflegeschule Kleinmachnow /sg

Foto: Altenpfleger/ -in

Fotos: Hoffbauer-Altenpflegeschule Kleinmachnow /sg

Foto: Altenpfleger/ -in

Foto: Altenpfleger/ -in

Zukunftssicher mit guten Aufstiegschancen: Pflegefachkräfte werden gesucht


Immer mehr ältere Menschen umgeben uns in unserem Alltag. Sie sind heute meist viel fitter als sie es vor 30, 40 oder 50 Jahren waren. Gute Ernährung und ein weniger anstrengender Arbeitsalltag führen dazu, dass Menschen häufig bis ins hohe Alter unabhängig sind und in ihrem eigenen Haushalt gut zurechtkommen. Doch irgendwann kann es jeden erwischen: Ein Knochenbruch oder eine sich langsam einschleichende Demenz führen dann dazu, dass alte Menschen Hilfe brauchen.

In den kommenden Jahren wird sich die umgekehrte demografische Pyramide immer mehr in die Breite entwickeln. Das heißt, unten stehen weitaus weniger junge Menschen einer großen Zahl Älterer gegenüber, die ihr Leben irgendwann nicht mehr allein meistern können. Eine gute Ausbildung in der Altenpflege ist deshalb in jedem Fall zukunftssicher und bietet inzwischen auch vielfältige Aufstiegschancen.

Sich um alte und kranke Menschen zu kümmern, ist sicherlich kein einfacher Beruf. Neben einem großen Maß an Empathie und Verständnis braucht es auch die Bereitschaft, mit anzufassen. Das ist beispielsweise nötig, wenn Patienten oder Bewohner eines Pflegeheims Hilfe bei ganz einfachen Alltagsverrichtungen wie Waschen oder Anziehen benötigen, oder wenn sie nicht mehr allein zur Toilette gehen können. Denn auch das gehört zum Berufsbild in der Altenpflege.

Vielleicht hast Du schon eine Vorstellung von der Arbeit in der Pflege. Wer jedoch keinerlei Vorkenntnisse mitbringt, sollte auf jeden Fall vorab ein Praktikum in einem Pflegeheim machen oder dort ehrenamtlich
tätig werden. Nur so kannst Du nämlich vor Ausbildungsbeginn einschätzen, ob Du auf Dauer mit
Menschen arbeiten möchtest, die das Lebensende fast erreicht haben. Und nur so kannst Du erfahren, ob Du es schaffst, auch mit dem Tod umzugehen.

Die Evangelische Hoffbauer-Stiftung betreibt in Kooperation mit 94 Brandenburger Seniorenheimen und
Sozialstationen eine Altenpflegeschule in Kleinmachnow. Die Ausbildung ist dual und findet blockweise statt. Dafür legen die angehenden Altenpfleger gern weite Wege zurück, denn sie alle wissen, dass eine gute Ausbildung Garant für angemessene Bezahlung ist.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, Empathie und die Bereitschaft, anderen zu helfen.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual, Beginn im Oktober
Bewerbung im Frühjahr bei einer
stationären oder ambulanten
Altenpflegeeinrichtung.
In Brandenburg gibt es zurzeit 18 staatlich anerkannte Altenpflegeschulen.

www.hoffbauer-bildung.de/altenpflegeschule

» Drogist/-in

Drogist/-in

Foto: Drogist/-in

Fotos (2) : dm

Foto: Drogist/-in

Fotos (2) : dm

Foto: Drogist/-in

Foto: Drogist/-in

Schönheit, Wellness und Gesundheit: Karriere auf einem wachsenden Markt


Welcher Lippenstift steht mir? Welche Hautcreme kann ich benutzen, ohne allergische Reaktionen befürchten zu müssen? Ist die neue „Leberwurst“ auch wirklich vegan? Und wie funktionieren denn diese Fotodrucker? Fragen über Fragen, die Kunden jeden Tag in den unterschiedlichen Filialen der Drogeriemarkt-Kette dm stellen. Und ja: Die „Leberwurst“ ist vegan, es ist aber auch keine Leber drin!

Das baden-württembergische Unternehmen dm ist seit einigen Jahren auch in Brandenburg auf dem Vormarsch und eröffnet vielerorts neue Märkte. Dafür werden gut geschulte Mitarbeiter benötigt, die im
eigenen Haus ausgebildet werden. Denn hier gilt es, alle Produkte genau zu kennen und über die Inhaltsstoffe so viel wie möglich zu wissen. Andererseits lässt dm seinen Auszubildenden, die hier oft noch ganz klassisch als „Lehrlinge“ bezeichnet werden, auch viel Freiraum. Von der Gestaltung eigener Themenbereiche bis zum Leiten ganzer Filialen für vier Wochen ist vieles möglich, was Du gar nicht zu hoffen gewagt hättest.

Durch ein Theaterprojekt fördert dm seit Jahren das Selbstvertrauen seiner Auszubildenden – das lockert nicht nur das Lernen auf, sondern zahlt sich später im Umgang mit den Kunden aus. Und letztlich profitieren Unternehmen und Mitarbeiter davon. Die angehenden Drogisten müssen zwar mehr lernen als in vielen anderen Betrieben. Nach der Abschlussprüfung können sie aber auch auf ein Wissen zurückgreifen, um das sie manch ein Mitschüler aus der Berufsschule beneiden wird.

Wie die meisten großen Einzelhandelsketten bildet auch dm in erster Linie für die eigenen Bedürfnisse aus. Die Übernahme ist damit so gut wie garantiert. Und selbst Fehler, die Du in Deiner Ausbildung vielleicht machst, sieht man hier als Chance, es das nächste Mal besser zu machen.

Nach der Ausbildung gibt es die Möglichkeit einer betriebswirtschaftlich ausgerichteten Aufstiegsfortbildung zum Handelsfachwirt, deren Abschluss eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) bildet.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss oder (Fach-) Abitur mit guten Noten in Deutsch, Mathe und Naturwissenschaften,
Organisationstalent und Freude am
Umgang mit Menschen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre, mit Abitur Verkürzung auf 2 Jahre möglich. 1 Jahr zusätzlich bis zum Handelsfachwirt. Berufsschule am OSZ Handel in Berlin, Weiterbildung zum Teil im Alanus Werkhaus bei Bonn.

» Kauffrau/-mann

Kauffrau/-mann

Foto: Kauffrau/-mann

Foto (1):Toom

Foto: Kauffrau/-mann

Foto (1):Toom

Foto: Kauffrau/-mann

Foto: Kauffrau/-mann

Du willst die Schule nach der 10. Klasse mit guten Noten verlassen und suchst eine zukunftsfähige Ausbildung, die dir später Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet? Du bist kontaktfreudig, drückst dich gut aus und achtest auf ein gepflegtes Äußeres?

Als Kauffrau|mann im Einzelhandel hast du täglich mit vielen Menschen zu tun, die auch von Dir beraten werden wollen. Deshalb solltest Du Dir vorab überlegen, welche Branche Dich interessiert und vielleicht auch Deinen eigenen Hobbys entspricht. Dann ist es nämlichviel leichter, lösungsorientiert zu denken und den Kunden wichtige Tipps zu geben.

Wenn Du Deine Ausbildung in einem Baumarkt machen möchtest, solltest Du außerdem besser nicht "zwei linke Hände" haben, sondern den Werkunterricht lieben. Wer selbst gern bastelt, kann sich einfach schneller in andere Bereiche der Do-it-yourself-Branche einarbeiten. Und die Kunden werden das mit Lob und freundlichen Worten belohnen. Verkauf und freundliche Beratung sind das A & O Deines zukünftigen Berufs, aber Du musst in Deiner Ausbildung auch viel über die unterschiedlichen Waren lernen.

So gehört auch das Auffüllen der Regale zu Deinen Aufgaben und da kann es schon mal hochhinaus gehen. Vorsicht ist geboten, wenn Du mit einem Gabelstapler unterwegs bist, denn was Du auf der einen Seite ins Regal stellst, kann auf der anderen auch gern mal herunterfallen. Und Du willst Deine Kunden ja nicht bewerfen! Gegenüber der Lebensmittelbranche hast Du im Baumarktvor allem klare Vorteile: In der Regel gibt es nur wenige Stoßzeiten, in denen jeder in den Markt rennt und etwas von Dir will.

Für schwere Waren gibt es die bereits erwähnten Gabelstapler. Trotzdem solltest Du bereit sein, auch mal kräftig mit anzupacken. Nach Deiner Ausbildung hast du gute Chancen, vom Unternehmen übernommen zu werden, zumal Baumärkte boomen und immer neue Standorte eröffnen. Gut ausgebildete Mitarbeiter aus den eigenen Reihensind gern gesehen und haben prima Aufstiegschancen. 
Die Ausbildung dauert drei Jahre und beginnt jeweils im August. Bewerbungen werden ab August des Vorjahrs entgegen genommen. Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss mit guten
Noten in Deutsch und Mathe und eine Vorliebe fürs Werken.

www.toom-baumarkt.de/karriere

» Hotelfachmann/-frau

Hotelfachmann/-frau

Foto: Hotelfachmann/-frau

Foto: Hotelfachmann/-frau

Foto: Hotelfachmann/-frau

Foto: Hotelfachmann/-frau

Zu Ihren Diensten … Hotelfachleute

lesen jeden Wunsch von der Stirn ab


Du bist offen und gehst gern freundlich auf andere Menschen zu? Du willst dort arbeiten, wo andere Urlaub machen und könntest dir auch vorstellen, einmal für einen Job ins Ausland zu gehen? Dann ist die Hotelbranche vielleicht genau deine Bühne.

Während der Ausbildung zur Hotelfachkraft lernst du alle Seiten und Bereiche der Hotellerie kennen und wirst in unterschiedlichen Abteilungen eingesetzt. Dabei kannst du ebenso Einblick ins Housekeeping wie in den Empfang oder in die Küche erhalten. Ganz oben steht jedoch immer der Service, der dem Gast zuteil wird, denn hier gilt wirklich noch, dass der Kunde König ist. Deshalb lernst du in den drei Jahren, Arbeitsabläufe in einem Hotel zu planen und zu kontrollieren.

Um in der Branche erfolgreich zu sein, solltest du gute Englischkenntnisse haben oder bereit sein, sie zu verbessern. Weitere Fremdsprachenkenntnisse sind fast überall im Tourismussektor willkommen und können sehr nützlich sein. Da du es immer mit Menschen zu tun hast, solltest du kommunikativ sein und über eine schnelle Auffassungsgabe verfügen, sonst kann bei sehr anspruchsvollen Gästen der Zug schon abgefahren sein, bevor du weißt, worum es geht. Natürlich gehören zu dem Beruf auch ein großes Organisationstalent und eine tadellose Erscheinung, Respekt und absolute Pünktlichkeit. Ebenso vielfältig sind aber auch die Aufstiegschancen, die von einer internationalen Karriere bis hin zum Chef im eigenen Haus reichen.

Da der Alltag in einem Hotel durchaus auch mal stressig sein kann, ist es in dieser Branche hilfreich, vorab ein Praktikum oder zu machen oder als Aushilfe zu arbeiten. Dabei bekommst du einen guten Einblick in den Arbeitsalltag deiner Kollegen. Am besten erkundigst du dich zunächst in einem guten Hotel in deiner Region. Vielleicht kannst du dort in den Beruf hinein schnuppern.
Voraussetzungen: Mittlerer Schulabschluss mit guten Englischkenntnissen oder entsprechender Sprachbegabung. Die Arbeitszeiten im Hotel sind in der Regel in Schichten rund um die Uhr eingeteilt. Das solltest du wissen, auch wenn es dich während deiner Ausbildung aufgrund deines Alters vielleicht noch nicht betrifft.

www.potsdam.ihk24.de
www.ihk-ostbrandenburg.de

» Koch / Köchin

Koch / Köchin

Foto: Koch / Köchin

Foto: Koch / Köchin

Foto: Koch / Köchin

Fotos: (2) sg | Französisch-deutscher Austausch bei Küchenchef Michael Häberer im Potsdamer Hotel Mecure

Foto: Koch / Köchin

Fotos: (2) sg | Französisch-deutscher Austausch bei Küchenchef Michael Häberer im Potsdamer Hotel Mecure

Internationaler als Du denkst: Kochen am fremden Herd

In der Gastronomie werden seit Jahren händeringend Nachwuchskräfte gesucht. Einfach ist das nicht, denn viele Jugendliche scheuen die ungünstigen Arbeitszeiten, die meist gerade dann Einsatz verlangen, wenn Freunde und Verwandte feiern gehen.

Glücklich können sich diejenigen schätzen, die ihre Ausbildung im Berufsschul-Einzugsgebiet des OSZ- Johanna Just in Potsdam machen. Denn dort gibt es seit nicht weniger als 15 Jahren eine engagierte
Französischlehrerin, die einen Austausch mit einem französischen „Lycée professionnel“ organisiert, von dem beiden Seiten maximal profitieren.

„Über den Tellerrand schauen“ wird hier wörtlich genommen und bedeutet für alle Teilnehmenden einen großen Schritt ins Erwachsenwerden und in die berufliche Zukunft. Zu erkennen, dass es mehr gibt als die eigene Scholle, ist wichtig. In einer fremden Umgebung und mit einer Sprache, die man nur begrenzt
beherrscht, zu arbeiten, ist die nächste Stufe.

In der Ausbildung zum Koch oder zur Köchin ist dieser Schritt ein ganz wichtiger. Denn wer es hier zu Ruhm und beruflichem Erfolg bringen will, muss sich in fremden Küchen umgesehen haben. Und gerade Frankreich bietet für deutsche Auszubildende die besten Chancen, schließlich ist es das europäische Land der Gastronomie. Einzige Voraussetzung ist die Bereitschaft, an der Berufsschule etwas Französisch zu lernen. Außerdem sollte der Ausbildungsbetrieb sein Ja-Wort geben, aber der profitiert am Ende von dem Austausch, da er zuvor selbst einen Teilnehmer von der französischen Partnerschule aufnimmt.

Ziel des Programms ist es, die Teilnehmer jeweils sechs Wochen lang gemeinsam arbeiten zu lassen – erst in Potsdam, dann in Burgund, einer Region, die für gutes Essen und hervorragende Weine bekannt ist. Die deutschen Auszubildenden haben so die Gelegenheit, viel über Wein und Käse sowie über die  französische Küche zu lernen und gleichzeitig ihren Horizont zu erweitern. In der internationalen Küche sei Französisch immer noch Standard, betont zu Recht auch Küchenchef Michael Häberer vom Potsdamer Mercure Hotel. Für ihn ist es deshalb eine moralische Verpflichtung, seinen Auszubildenden den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen.
Voraussetzungen:
Berufsbildungsreife oder Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe und Deutsch, für die internationale Erfahrung auch die Bereitschaft, Fremdsprachen zu lernen.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual. Ein Praktikum vorab ist
unbedingt ratsam.

www.oszj.de
www.kochausbildung.org

» Tourismuskauffrau/ -mann

Tourismuskauffrau/ -mann

Foto: Tourismuskauffrau/ -mann

Foto: Tourismuskauffrau/ -mann

Foto: Tourismuskauffrau/ -mann

Foto: Tourismuskauffrau/ -mann

Reisen begeistern dich und du möchtest dein hervorragendes Organisationstalent im Alltag nutzen können? Du hast Spaß daran, für andere Menschen ihren Traumurlaub zu planen und eine Reise auf die Beine zu stellen, die deine Kunden nicht vergessen werden? Egal wohin es geht, ob Abenteuerurlaub, Städtereise oder Wellness und Erholung - jede Reise sollte etwas ganz Besonderes sein und du bist Ansprechpartner Nummer 1 für ratsuchende Freizeitplaner.

Als Tourismuskaufmann / -frau musst du vor allem aber auch mit der Zeit gehen, denn immer mehr potenzielle Kunden buchen heute über das Internet. Wenn du also nicht gleich selbst in ein Start-up der Branche einsteigen möchtest, sondern noch den persönlichen Kontakt zum Kunden erleben willst, solltest du gute Ideen mitbringen, die dich von den gängigen Angeboten im Netz unterscheiden. Das Wichtigste dabei ist der Service, den das Selbst-bedienungs-Internet natürlich vermissen lässt.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in einem Reisebüro statt. Für den theoretischen Unterricht besuchst du eine Berufsschule oder ein Oberstufenzentrum. Zunächst lernst du den Umgang mit den spezialisierten Buchungssystemen kennen. Auch das Kundengespräch spielt von Anfang an eine große Rolle, am Telefon genauso wie persönlich in der Agentur. Du lernst Anfragen zu beantworten und begegnest nach und nach ganz unterschiedlichen Ansprüchen und Vorstellungen der Interessenten. Außerdem wirst du dich intensiv mit den Angeboten verschiedener Veranstalter beschäftigen und ihre Prospekte studieren. Die Kunden wollen von dir aber auch Auskünfte zu Tarifen und Fahrplänen. Weil du nicht alles auswendig wissen kannst, lernst du vor allem, wie du an die nötigen Infos kommst.

Wer das richtige Gefühl für die Kunden hat und bereit ist, immer dazu zu lernen, wird trotz Internet auch in Zukunft gute Berufschancen haben.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Voraussetzungen: Mittlerer Schul-abschluss mit guten Noten in Deutsch, Mathe und Englisch. Weitere Fremd-sprachenkenntnisse sind von Vorteil.

www.ihk-ostbrandenburg.de
www.potsdam.ihk24.de

» Berufskraftfahrer/ -in

Berufskraftfahrer/ -in

Foto: Berufskraftfahrer/ -in

Foto: SWP

Foto: Berufskraftfahrer/ -in

Foto: SWP

Die Welt der Brummis fasziniert dich? Du möchtest gerne LKWs fahren, bist aber eher bodenständig und möchtest abends zuhause sein? Da haben die Stadtwerke etwas für dich. Jede Stadt mit eigenem Entsorgungsbetrieb braucht Berufskraftfahrer, und zwar nicht nur für die spezialisierte Abfall-entsorgung, sondern auch für Winterdienste.

In Potsdam bildet die Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP) in ihrer Fahrzeugwerkstatt und in der Disposition aus. Nach drei Jahren hast du neben dem Lkw-Führerschein noch weit mehr gelernt. Denn auch das zuverlässigste Fahrzeug kann im Dauereinsatz mal schlapp machen. Dumm, wenn du dann deine Tour noch nicht beendet hast. Da solltest du schon mal selbst Hand anlegen können. Deshalb lernst du in der Reparaturwerkstatt die gängigsten Probleme und Pannen zu beheben. Ein idealer Job also für Leute, die Fahren und Schrauben verbinden wollen. Ein wenig Verständnis für Mechanik solltest du allerdings mitbringen, denn bei der Ausbildung geht's richtig zur Sache. Die städtischen Fahrzeuge sind heute zunehmend elektrisch betrieben. Auch damit lernst du umzugehen. Für den theoretischen Unterricht musst du dich dann selbst auf die Socken machen, und zwar ins OSZ nach Hennigsdorf. Dafür bekommst du einen Fahrtkostenzuschuss.

Im Winter bist du es, der den Potsdamern ermöglicht, sicher zur Arbeit oder zur Schule zu kommen. Dafür muss man schon mal bereit sein, früh aufzustehen. Denn gearbeitet wird im Schichtdienst und die Straßen müssen frei sein, bevor die ersten Busse und Pendler aufbrechen. Nach deiner Ausbildung weißt du, wie man das macht.

Die STEP bildet in erster Linie für ihre eigenen Bedürfnisse aus. Wer also gut ist und in Potsdam bleiben möchte, hat Chancen, übernommen zu werden.
Ausbildungsbeginn ist zum Schuljahres-beginn, Bewerbungen sind bis zum 28. Februar möglich!Voraussetzungen: Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Physik, technisches Verständnis, Freude am Fahren und Teamfähigkeit.

www.swp-potsdam.de

» Elektroniker/ -in

Elektroniker/ -in

Foto: Elektroniker/ -in

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Fotos (2): SWP

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Fotos (2): SWP

Ohne Strom nix los: Bei den Stadtwerken gibt es keinen Stillstand


Schaltkreise liest du wie einen Stadtplan - oder besser - und schon als Kind war dein größter Wunsch ein Elektronikbaukasten? In Mathe und Physik hast du gut aufgepasst und beim Renovieren verlegst du sicher auch mal selbst die Leitungen. Zugegeben, das ist ein wenig riskant. Deshalb solltest du lieber erst einmal eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik machen. Dabei lernst du nämlich auch, wie man mit der Elektrik richtig umgeht, ohne sich selbst oder das ganze Haus in Gefahr zu bringen.

Bei den Potsdamer Stadtwerken kannst du in dreieinhalb Jahren nicht nur lernen, wie man Stromkabel verlegt und anschließt, sondern sorgst gleich für das gesamte Energieversorgungsnetz der Stadt. Du bist dafür verantwortlich, dass Strom, aber auch Wasser, Gas und Wärme bei den Potsdamern ankommen. Und letztlich sorgst du auch dafür, dass der öffentliche Nahverkehr nicht zusammenbricht, denn auch die Straßenbahnen brauchen Strom.

Die Ausbildung beginnt in der modernen Ausbildungswerkstatt. Hier lernst du im ersten Lehrjahr, was du später in der Praxis brauchst. So ist gewährleistet, dass du vom ersten Tag an wirklich in deinem zukünftigen Beruf arbeitest und nicht nur die Werkstatt fegst. Das erste Jahr ist aber keineswegs nur theoretische Spielerei, denn in der Werkstatt kannst du alles in Originalmaßstab bauen – immer mit der Sicherheit, dass dir ein erfahrener Ausbildungsmeister zur Seite steht und es keine bösen Hochspannungsüberraschungen gibt.

Später wirst du wieder hierher zurückkommen, um das Zeichnen und Berechnen von Schaltplänen und elektrischen Anlagen zu üben. Dafür sind gute mathematische Kenntnisse und viel technisches Vorstellungsvermögen nötig. Auch in Physik solltest du möglichst gute Noten mitbringen. Für die Fahrt zur Berufsschule in Brandenburg (Havel) gibt es einen Fahrtkostenzuschuss.
Voraussetzungen:
Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Physik, technisches Verständnis und Vorstellungs-
vermögen. Mädchen sind willkommen!
Bewerbungsschluss für einen Ausbildungsbeginn im Sommer ist der 28. Februar.


www.swp-potsdam.de 

» Industriemechaniker|in

Industriemechaniker|in

Foto: Industriemechaniker|in

Foto: sg | Industriemechaniker-Azubi in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz, Übungsstücke der Azubis

Foto: Industriemechaniker|in

Foto: sg | Industriemechaniker-Azubi in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz, Übungsstücke der Azubis

Foto: Industriemechaniker|in

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Fräsen, Formen, Schweißen: Metallwerker für Autos von morgen


Damit Autos überhaupt erst gebaut werden können, braucht es Maschinen, Roboter oder auch ganze Fertigungsanlagen. Deshalb lernen in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes Benz in Ludwigsfelde auch zukünftige Industriemechaniker. Auf den ersten Blick erscheint die Arbeit an der Drehbank oder mit dem Schweißgerät vielleicht etwas grobmotorisch. Den Spezialisten der Metallverarbeitung ist es aber zu verdanken, dass aus einem Entwurf auch tatsächlich ein Fahrzeug wird. Sie bauen Werkzeuge oder auch ganze Karosserieteile, statten Roboter mit allem aus, was nicht die Elektronik betrifft und  richten ganze Arbeitsplätze für ihre Kollegen ein. Da in Ludwigsfelde ausschließlich Transporter hergestellt werden, kommt es in diesem Werk des Unternehmens vor allem darauf an, dass die Karosserien dauerhaft höchsten Belastungen standhalten – denn welcher Handwerker möchte sein Fahrzeug später wohl dauernd in der Werkstatt haben?

Wenn Du schon in der Schule immer begeistert am Werk- oder Technikunterricht teilnimmst oder als Kind in jeder freien Minute mit dem Metallbaukasten die verrücktesten Fahrzeuge und Maschinen zusammengeschraubt hast, kannst Du in diesem Beruf Deine Zukunft finden.  Du solltest allerdings bereit sein, mit Flex und Schweißgerät zu arbeiten und außerdem etwas Interesse am Programmieren haben, denn auch der Werkzeugbau ist heutzutage vollautomatisiert. Das bedeutet, dass Du beispielsweise die Fräse, mit der Du ein Teil produzieren willst, zunächst entsprechend programmieren musst. Dazu sind auch Mathekenntnisse wichtig, denn hier wird aus der trockenen Theorie etwas ganz Praktisches. Und weil Du immer wieder etwas anderes baust, ist der Beruf auch kein bisschen langweilig.

Im Gegenteil: Industriemechaniker üben anspruchsvolle Tätigkeiten aus, deshalb wird für diese Ausbildung neben handwerklichem Geschick auch eine große Auffassungsgabe verlangt, denn sonst kann es schnell gefährlich werden beim Umgang mit den Maschinen. Aus diesem Grund dauert die Ausbildung in der Regel dreieinhalb Jahre, von denen Du die ersten eineinhalb in der Ausbildungswerkstatt verbringst, bevor man Dich im Werk einsetzt. Fertig ausgebildete Techniker sind gesuchte Fachkräfte mit entsprechend guter Bezahlung.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, Interesse an Technik und Werken

Ausbildungsdauer:
3 1/2 Jahre dual

www.daimler.com

» Anlagenmechaniker/ -in

Anlagenmechaniker/ -in

Foto: Anlagenmechaniker/ -in

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Foto: Anlagenmechaniker/ -in

Foto (1) : SWP

Foto: Anlagenmechaniker/ -in

Foto (1) : SWP

Gut ausgebildete Spezialisten sorgen für Wasser, Gas und Wärme in der Wohnung


Tief im Inneren bist du ein Techniker. Vor allem packst du gern an und findest es deutlich produktiver, etwas mit deinen Händen herzustellen, als stundenlang in der Schule zu sitzen und theore-tisches Wissen zu büffeln. Wenn du dich in dieser Beschreibung wiederfindest, solltest du definitiv an eine handwerkliche Ausbildung denken, vielleicht sogar an die zum Anlagenmechaniker. Hier kannst du selbst dafür sorgen, dass alles läuft wie es soll und beim Schweißen lässt du die Funken fliegen. Denn zu deiner Arbeit gehören komplizierte Rohr-leitungssysteme, die du entwirfst und herstellst.

Bei städtischen Betrieben sorgen Anlagenmechaniker dafür, dass wir immer frisches Wasser zuhause haben. Sie können auch ganze Wasserwerke bauen und warten. Ähnlich ist es beim Gas: Auch hier wird ein weitläufiges Rohrleitungssystem benötigt, damit die Küche und Heizung nicht kalt bleiben
müssen. Und letztlich soll ja auch noch die Fernwärme viele Wohnungen heizen – das ergibt zahlreiche Aufgaben, die nur ausgewiesene Spezialisten im Auftrag der Städte erledigen können.

Während der Ausbildung lernst du deshalb die unterschiedlichsten Bereiche der öffentlichen Versorgung kennen. Vom Wasserwerk geht es zum Heizkraftwerk und dann auch wieder in den Rohrleitungsbau, wenn die Leitungen erneuert werden müssen. Damit du alles richtig machst und die Leitungen nicht fünfmal neu gebogen werden müssen, lernst du im ersten Ausbildungsjahr in der Werkstatt.

Die Stadtwerke Potsdam und die Lausitzer Wasser GmbH in Cottbus haben sich dafür extra hochmoderne Azubi-Werkstätten eingerichtet, in denen an den Rohren so lange geübt werden kann, bis die Bögen richtig schön rund sind. Dort lernst du neben dem Umgang mit Schneidbrennern auch das Schweißen und probierst dich im Anstreichen aus, denn einige Metalle brauchen Rostschutz. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, der theoretische Teil findet für die Potsdamer in der Max-Taut-Schule in Berlin-Lichtenberg und für die Cottbuser im OSZ des Landkreises Spree-Neiße in Forst statt.
Voraussetzungen: 
Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Naturwissenschaften, hohe Motivation und technisches Vorstellungsvermögen.
Bewerbungen bei der SWP bis zum 28. Februar für den Ausbildungsbeginn im Sommer. Fahrtkosten-zuschuss für die Berufsschule

www.swp-potsdam.de
www.lausitzer-wasser.de

» Systemelektroniker/ -in

Systemelektroniker/ -in

Foto: Systemelektroniker/ -in

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Foto: Systemelektroniker/ -in

Fotos: Karl-Heinz Laube_pixelio.de, LHP

Foto: Systemelektroniker/ -in

Fotos: Karl-Heinz Laube_pixelio.de, LHP

Du bist von Computern fasziniert und siehst deine Zukunft in keiner anderen Branche als der IT? Als ausgefuchster Technikfreak weißt du auch jetzt schon eine Lösung für viele Probleme, wenn bei deinen Freunden die Rechner zusammenbrechen? Dann solltest du IT-Systemelektroniker werden.

Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) bietet eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik an, in dem ein fundiertes Grundwissen in Hard- und Software vermittelt wird. Im Team Service & Support sorgst du dafür, dass Informations- und Kommunikationsprozesse störungsfrei laufen. Du bekommst Einblick in die gesamte IT-Struktur des Flughafens und arbeitest in den Bereichen Netzinfrastruktur, LAN, Bürokommunikation, Medien- und Sicherheitssysteme.

Da es viele unterschiedliche Einsatzorte gibt, musst du dich während der Ausbildung allerdings für ein Spezialgebiet entscheiden. Aber keine Sorge, zunächst bekommst du in der firmeneigenen Ausbildungswerkstatt neun Monate lang eine Grundausbildung. Ob du dich für Telekommunikation, Netzwerke oder Sicherheitssysteme entscheidest - es wird immer einen Grund geben, dir für dein Können dankbar zu sein, denn in jedem Unternehmen ist der Systemelektroniker der rettende Engel, wenn die anderen Mitarbeiter nicht mehr weiter arbeiten können. Das bedeutet, du hast schon mal einen gewaltigen Sympathievorsprung bei deinen Kollegen.

Ob du nach deiner Ausbildung bei der Flughafen-gesellschaft bleibst oder dir einen anderen Job suchst, die Zukunftschancen sind riesig, solange du bereit bist, dich immer weiterzubilden. Nichts ändert sich so schnell wie Computertechnik. Da die FBB zurzeit aber vor allem im Hinblick auf die Eröffnung des BER ausbildet, bestehen gute Chancen, nach dreieinhalb Jahren übernommen zu werden. 
Voraussetzungen: Mittlerer Schulabschluss oder Abitur mit guten Noten in Mathe, Naturwissenschaften, Deutsch und Englisch, Verständnis für technische Zusammenhänge, logisches Denken, Einsatzbereitschaft und Teamgeist.

www.berlin-airport.de

» Kfz-Mechatroniker|in

Kfz-Mechatroniker|in

Foto: Kfz-Mechatroniker|in

Foto: Kfz-Mechatroniker|in

Foto: Kfz-Mechatroniker|in

Fotos: sg | Junge Kfz-Mechatroniker in der Mercedes-Benz Ausbildungswerkstatt in Ludwigsfelde

Foto: Kfz-Mechatroniker|in

Fotos: sg | Junge Kfz-Mechatroniker in der Mercedes-Benz Ausbildungswerkstatt in Ludwigsfelde

Autoschrauben höchst professionell: KFZ-Mechatroniker bauen ganze Autos


Fehler und Störungen beheben oder gleich einen ganzen Motor bauen – was liegt Dir mehr? Eines ist sicher: Mit dieser Ausbildung brauchst Du kein Geld mehr für die Reparatur Deines Autos auszugeben.
Dabei ist es auch erstmal egal, ob Du im Bereich Pkw oder Nutzfahrzeuge arbeitest, denn als Azubi lernst Du die Grundlagen von der Pike auf und bekommst ein allgemeines Verständnis dafür, wie so ein hochmoderner Motor überhaupt funktioniert.

Das ist heutzutage ganz und gar nicht nicht mehr so wie in der Schrauberwerkstatt Deines Großvaters, der sein Auto ganz einfach zerlegen und wieder zusammenbauen konnte. Moderne Fahrzeuge bestehen zu einem großen Teil aus Elektronik und die Chips kann man bestenfalls austauschen, aber ganz sicher nicht reparieren. Umso wichtiger wird die Fehlerdiagnose, die zwar längst von Computern gesteuert wird, aber vom Mechatroniker verstanden werden muss.

Bei Mercedes-Benz in Ludwigsfelde umfasst die Ausbildung deshalb neben dem klassischen Auf- und Abbau eines Motorblocks auch die systematische Fehleranalyse mithilfe werkseigener, computergesteuerter Systeme. Als ersten Schritt lernst Du aber die einzelnen Teile des Motors kennen. Nur so kannst Du entscheiden, was am Ende wohin gehört.

Neben der Elektronik spielen auch Hochvolt- und Karosserietechnik eine Rolle. So erklärt sich übrigens auch die Berufsbezeichnung, die ein Zusammenschluss von Mechaniker und Elektroniker ist, denn das eine geht heute nicht mehr ohne das andere. Bei Mercedes verbringst Du die ersten eineinhalb Jahre in der Ausbildungswerkstatt, bevor im großen Werk eingesetzt wirst.

Immer wichtiger wird in den kommenden Jahren die Entwicklung von Motoren für Elektroautos. Deshalb solltest Du in diesem Beruf offen für Neuerungen sein und bereitwillig dazu lernen. Ohne eine kontinuierliche Weiterbildung bist Du sonst nämlich bald außen vor. Während Großkonzerne wie Daimler eigene Fortbildungen für ihre Mitarbeiter anbieten und Azubis gerne übernehmen, musst Du Dich in einem kleineren Betrieb selbst um Dein Fortkommen kümmern, zum Beispiel, wenn Du nach Deiner Gesellenprüfung noch einen Meister machen willst, um Dich später selbstständig zu machen oder einen bestehenden Betrieb zu übernehmen.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, Interesse an Technik und
praktischer Arbeit

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual

www.daimler.com
Lehrstellenbörsen der Handwerks-
kammern

» Fluglotse/ -in

Fluglotse/ -in

Foto: Fluglotse/ -in

Foto: Fluglotse/ -in

Foto: Fluglotse/ -in

Fotos (2) : Bundeswehr

Foto: Fluglotse/ -in

Fotos (2) : Bundeswehr

Du behältst immer den Überblick und bleibst auch unter Stress ruhig? Das sind gute Voraussetzungen für den Einsatz als Fluglotse. Bei der Bundeswehr kannst du den Beruf mit Mittlerem Schulabschluss oder Abitur erlernen. Und diese Berufsausbildung ist auch in der zivilen Luftfahrt Gold wert.

Auf militärischen Flugplätzen bist du für die Platz- und die Anflugkontrolle zuständig. Je nach Schulabschluss kannst du entweder Offizier des militärfachlichen Dienstes oder des Truppendienstes werden. Offiziere im Truppendienst haben meist zumindest ein Bachelorstudium an einer der beiden Bundeswehr-Unis hinter sich. Deshalb müssen sie entweder ein Abitur oder einen Mittleren Schulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung mitbringen. Für den militärischen Dienst reicht der Mittlere Schulabschluss mit guten Noten.

Geprüft wird vor der Einstellung insbesondere die physische und psychische Belastbarkeit, denn beide sind im Berufsalltag des Fluglotsen von immenser Bedeutung. Wer hier nicht ganz fit ist, wird schnell zur Lebensgefahr für andere.

Im Tower werden per Sichtkontakt die gesamten Start- und Landebahnen überprüft. Ständiger Funkkontakt mit den Besatzungen der Flugzeuge im Luftraum über dem Flugplatz ist dabei selbstverständlich. Die Approach-Controller hingegen arbeiten an großen Radarschirmen und kontrollieren den Ab- und Anflug. Dabei sind sie auch dafür verantwortlich, dass nicht zu viele Flugzeuge gleichzeitig in einen Bereich des Luftraums eindringen.

Ob im militärischen oder im zivilen Bereich, Flug-lotsen arbeiten im Schichtdienst. Das bedeutet Einsätze rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Nach der Ausbildung ist auch die Arbeit bei der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) möglich, die unter anderem Rettungseinsätze im Katastrophenschutz koordiniert.
Voraussetzungen: Abitur oder guter Mittlerer Schulabschluss. Teamplayer mit Bereitschaft zum Schichtdienst und zu weltweiten Einsätzen. Gutes Reaktions- und räumliches Vorstellungsvermögen. Verdienstmöglichkeiten sind bei der Bundeswehr streng geregelt. In der zivilen Luftfahrt hängen sie von der Erfahrung und von der Größe des Flughafens ab.

www.afsbw.de
www.dfs.de

» Mechatroniker/-in

Mechatroniker/-in

Foto: Mechatroniker/-in

Foto: Mechatroniker/-in

Foto: Mechatroniker/-in

Foto: Mechatroniker/-in

Du möchtest nicht immer am gleichen Ort arbeiten und Alltagsroutine ist gar nicht dein Ding? Dabei willst du aber gut verdienen und einen sicheren Arbeitsplatz finden? Wenn du noch dazu technisch versiert bist, in Mathe, Physik und dazu noch Englisch eine Herausforderung siehst, der du dich jeden Tag stellen willst, dann ist eine Ausbildung zum Mechatroniker vielleicht genau das, wovon du immer geträumt hast, ohne es zu ahnen.

Wenn du deine Ausbildung beim Bildungszentrum Energie machst, liegt der Schwerpunkt natürlich bei der Energieerzeugung. Du lernst mechatronische Systeme zusammen zu bauen und installierst Hard- und Softwarekomponenten. Du baust unterschiedliche Steuerungen und beherrscht am Ende deiner Ausbildung auch deren Überprüfung. Du montierst und demontierst Anlagen und Systeme und bist auch für Instandhaltung und Wartung zuständig. Da das oft beim Kunden vor Ort passiert, bist du viel unterwegs und hast immer wieder mit neuen An-sprechpartnern zu tun, die du auch in die Bedienung der Geräte einweisen musst. Viele Betriebs-und Montageanleitungen sind heute auf Englisch verfasst, deashalb sind fachspezifische Sprachkenntnisse von großer Bedeutung. Die lernst du in der Berufsschule.

Mechatronik setzt sich aus Mechanik, Elektronik und Informatik zusammen, das heißt, du hast es mit einem anspruchsvollen Aufgabengebiet zu tun, das mittlerweile fast alle Bereiche des täglichen Lebens umfasst. Die Arbeitsmöglichkeiten sind genauso vielfältig wie gut bezahlt, und wenn du bereit bist, dich an die sich weiter entwickelnden technischen Gegebenheiten anzupassen, kannst du immer einen guten Job finden.

Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, Physik und Englisch.
Dauer der Ausbildung: 3 ½ Jahre
Verdienst: von 650 Euro im ersten bis 950 Euro im vier ten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt zwischen 2.400 und 3.400 Euro, Tariflohn.

» Industrieelektriker/-in

Industrieelektriker/-in

Foto: Industrieelektriker/-in

Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Foto: Industrieelektriker/-in

Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Foto: Industrieelektriker/-in

Foto: Industrieelektriker/-in

Du warst schon immer an Technik interessiert? Vielleicht möchtest du auch einen Teil der Welt von morgen mit gestalten und dafür sorgen, dass Ener-gie nachhaltig erzeugt wird? Das Bildungszentrum Energie bietet mehrere interessante Ausbildungswege im Süden Brandenburgs.

Besonders dabei ist, dass die Ausbildung im Betrieb und in einem Ausbildungszentrum in Falkenberg im Landkreis Elbe-Elster stattfindet. Zusätzlich gibt es noch regulären Berufsschulunterricht in Finsterwalde. Durch den Ausbildungsverbund regionaler Energieerzeuger lernst du von Anfang an auch Azubis anderer Betriebe kennen und kannst dich mit ihnen austauschen. Als Rüstzeug werden zu Beginn der Ausbildung in einem fünftägigen Berufseinsteiger-seminar die Grundlagen der zukünftigen Tätigkeit kompakt vermittelt.

Die Ausbildung zum Industrieelektriker in der Fachrichtung Betriebstechnik dauert zwei Jahre und öffnet die Türen der Metall-und Elektroindustrie genauso wie die der Automobilindustrie oder des Anlagenbaus in Energieversorgungsunternehmen. Im Betrieb lernst du Schaltgeräte und Automati-sierungssysteme zusammen zu setzen, du prüfst die Funktionen elektrischer Systeme und installiert Maschinen mit pneumatischen und hydraulischen Bauteilen und kannst am Ende deiner Ausbildung auch die Sicherheit elektrischer Anlagen prüfen und beurteilen sowie Störungen beheben. Klingt kompliziert? Vielleicht am Anfang - im Betrieb und im Ausbildungszentrum stehen dir aber immer erfahrene Ausbilder zur Seite, die es schaffen werden, Unklarheiten zu beseitigen.

Industrieelektriker kannst du in zwei Jahren werden. Wenn du dann weiterlernen willst und gute Leistungen nachweist, kannst du Elektroniker für Betriebstechnik werden, ohne das Unternehmen zu wechseln. Damit bekommst du mehr Verantwortung und später auch einen besser bezahlten Job. Allerdings solltest du dazu auch ein wenig Englisch können, denn Betriebs-und Montageanleitungen sind in einer globalisierten Welt häufig auf Englisch verfasst.
Voraussetzung für beide Ausbildungsgänge sind ein Mittlerer Schulabschluss und gute Noten in Mathe und Physik. Facharbeiter werden gesucht!!

Verdienst: ab 650 Euro im ersten Lehrjahr, ab 1.500 bis 2.000 Euro Einstiegsgehalt

www.bze-online.de
www.avt-ev.de
www.spema-brandenburg.de

» Schornsteinfeger/-in

Schornsteinfeger/-in

Foto: Schornsteinfeger/-in

Fotos: Rainer Sturm / pixelio.de

Foto: Schornsteinfeger/-in

Fotos: Rainer Sturm / pixelio.de

Foto: Schornsteinfeger/-in

Foto: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Foto: Schornsteinfeger/-in

Foto: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Glück soll er bringen, wenn wir ihn berühren, dabei ist der Schornsteinfeger heute nur noch in den seltensten Fällen ein verrußter Geselle. Schornsteine muss er immer noch reinigen, aber die sind mittlerweile längst nicht mehr so schwarz wie zu Ofenheizungszeiten. Und der Schornsteinfeger hat sich zu einem hochqualifizierten Umwelttechniker gemausert.

Schornsteinfeger sind für alle Heizungs-Lüftungs- und Abgasanlagen zuständig und müssen vor allem dafür sorgen, dass immer alles den Umweltschutzvorschriften entspricht. Das bedeutet, dass sie im Kampf gegen die Umweltverschmutzung einen sehr zeitgemäßen Beruf ausüben. Gleichzeitig erstellt sie auch thermische Gutachten und bescheinigen den Hausbesitzern, wie viel Energie sie verbrauchen. Auch damit können sie zum Umweltschutz beitragen, denn heutzutage wird hoher Wert auf gute Dämmung gelegt.

Das bedeutet aber auch, dass Schornsteinfeger kontaktfreudige Menschen sein müssen, die Hausbesitzer gern beraten. Kontrolle ist ebenfalls eine wichtige Tätigkeit in diesem Beruf, denn Sicherheit geht in Heizanlagen über alles, und das betrifft nicht nur den verrußten Kamin, der sich entzünden kann.

In der Regel sind Schornsteinfeger gern gesehene Gäste, es sei denn, ein Kunde hat die regelmäßigen Wartungsintervalle seiner Heizung nicht ernst genommen. Dann kann es schon mal Ärger geben.

Schornsteinfegerbetriebe haben meist feste Kehrbezirke, die im Laufe eines Jahres abgearbeitet werden müssen. Damit du deine Termine planen kannst, hinterlässt du zuvor eine Nachricht im Briefkasten oder an der Tür des Kunden. Da man nicht immer erwarten kann, dass jemand zum vorgeschlagenen Termin zuhause ist, musst du bereit sein, Termine auch zu verschieben. Hilfreich ist dabei natürlich ein Führerschein!

Frauen sind in diesem Handwerk übrigens deutlich unterrepräsentiert, obwohl sie die Arbeit genauso gut wie ihre männlichen Kollegen ausführen können. Aufstiegschancen gibt es durch die Meisterschule. Als Meister oder Meisterin kannst du deinen eigenen Betrieb gründen und dich um eigene Kehrbezirke bewerben.
Berufsbildungsreife, Schwindelfreiheit, körperliche Fitness und handwerkliches Ge schick. Bereitschaft, den Führerschein zu machen.
Dauer: 3 Jahre dual
Verdienst: von 470 Euro im ersten bis 630 Euro im dritten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt 1.250 bis 2.000 Euro brutto.

» Dachdecker/-in

Dachdecker/-in

Foto: Dachdecker/-in

Fotos (2): Heiko Ebert / Dachdecker Innung Brandenburg

Foto: Dachdecker/-in

Fotos (2): Heiko Ebert / Dachdecker Innung Brandenburg

Foto: Dachdecker/-in

Foto: Dachdecker/-in

Baugerüste, Bäume oder hohe Dächer - für dich sind das alles Herausforderungen und du kannst dir nichts Schöneres vorstellen, als hinaufzusteigen? Dazu gehört nicht nur Schwindelfreiheit, sondern auch eine gehörige Portion Mut, denn die Ausssicht ist zwar spektakulär, aber auch recht luftig. Wenn du zweimal mit "Ja" antworten konntest, müsste dein Traumberuf eigentlich Dachdecker sein.

Dachdecker sind seit Jahrhunderten nicht nur im Baugewerbe hoch geachtet - immerhin trauen sich nicht viele bis auf den First - sie haben außerdem einen Job, auf den wir nicht verzichten können. Denn wer möchte schon in unseren Breiten ohne Dach über dem Kopf leben? Dachdecker arbeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen, müssen sie in der Regel aber alle beherrschen. Sie decken nicht nur das Dach, nachdem der Zimmermann den Dachstuhl errichtet hat, sondern kümmern sich auch um fachgerechte Dämmung, setzen Dachfenster ein und montieren Dachrinnen und Schneefanggitter. Dabei können die Dächer manchmal ganz schön steil sein!

Außerdem sind sie die Fachleute, wenn es darum geht, ein Haus von oben so abzudichten, dass kein Regenwasser eindringen kann. Auch in Notfällen ist ihre Hilfe ge-fragt, zum Beispiel wenn ein Orkan übers Land fegt und die Dächer in wenigen Minuten abdeckt. Dann heißt es Einsatz mit Umsicht, denn ein undichtes Dach rechtfertigt nicht, dass der Dachdecker seine Gesundheit oder sein Leben riskiert.

In einigen Regionen gibt es spezielle Eindeckungen, wie beispielsweise die an der Küste üblichen Reetdächer. Auf diese sehr alte Technik können sich Azubis im letzten Lehrjahr spezialisieren, oder sie entscheiden sich für Dach-, Wand-und Abdichtungstechnik. Nach bestandener Gesellenprüfung bieten sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten.

Neben der Meisterausbildung, die in die Selbstständigkeit führen kann und mit der du zukünftige Dachdecker ausbildest, gibt es auch Studiengänge, wie Archi-tektur oder Bauingenieurwesen, die für die Karriere interessant sein können.
Voraussetzung: Berufsbildungsreife, Schwindelfreiheit und körperliche Fitness
Dauer: 3 Jahre dual Verdienst:
Verdienst: zwischen 400 Euro im ersten und 875 Euro im dritten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt 1.500 bis 2.000 Euro brutto.

Dachdecker suchen Azubis: tinyurl.com/nfgp5vn

» Straßenbau

Straßenbau

Eine Stadt ohne Straßen - das ist heute unvorstellbar. Selbst dort, wo vor 20 Jahren noch Sandwege durch Siedlungen führten, ist inzwischen fast alles befestigt und asphaltiert. Unter den Straßen müssen Stromleitungen und Wasserrohre, Internet-und Telefonkabel verlegt werden. Und daneben entstehen Bürgersteige, Fahrradwege, Parkbuchten und Einfahrten. Dafür werden Fachkräfte gebraucht, die gerne draußen arbeiten und sich nicht scheuen, auch mal richtig schwer zu schleppen.

Wenn du dich schon als Kind am liebsten mit dem Spielzeugbagger beschäftigt hast, von Planierraupen fasziniert bist und bei so ziemlich jedem Wetter gern draußen bist, ist der Straßenbau vielleicht genau dein Job. Der Vorteil: im Sommer bist du immer braun gebrannt, im Winter ist oft Pause, wenn das Wetter zu schlecht ist oder wenn es friert. Allerdings muss immer dann, wenn das Wetter es irgendwie zulässt, gebaut werden, denn auf den Straßen gibt es permanent etwas zu tun. Und manchmal musst du auch nachts raus, weil beispielsweise die Autobahn saniert werden muss und dann weniger Verkehr ist.

Im Straßenbau kommen große Maschinen zum Einsatz und gelegentlich muss auch bei laufendem Verkehr gebaut werden. Dazu lernst du in der praktischen Ausbildung und in der Berufsschule, wie du dich und deine Kollegen vor schweren Unfällen schützen kannst. Schutzkleidung ist ange-sagt, beispielsweise Warnwesten und Schuhe mit Stahleinsätzen.

Mathe ist wichtig zur Berechnung von Mischverhältnissen bei Baumaterial oder zur Erstellung eines Musters aus Pflastersteinen, denn auch Parkplätze und Gehwege gehören zu deinem Repertoire. Außerdem solltest du bereit sein, den Führerschein zu machen, auch wenn es etliche Baumaschinen gibt, die man ohne fahren darf.

Wenn du nach der Ausbildung noch nicht genug vom Lernen hast, kannst du dich weiterbilden und später die Meisterschule besuchen. Als selbststän-diger Bauunternehmer kannst du dann irgendwann die nächste Generation ausbilden. Zunächst wirst du als Straßenbauer wahrscheinlich in einem Bauunternehmen arbeiten, es gibt aber auch Jobs bei städtischen Bauämtern.
Voraussetzung: Berufsbildungsreife mit möglichst guten Noten in Mathe und Physik.
Dauer: 3 Jahre dual
Verdienst: von 560 Euro im ersten bis 1.200 Euro im drit ten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt 1.800 bis 2.500 Euro.

» Hochbau

Hochbau

Foto: Hochbau

Foto: Hochbau

Foto: Hochbau

Foto: Hochbau

Schule ist nicht so dein Ding und du willst lieber raus an die frische Luft? Du arbeitest gern mit den Händen und hast nichts gegen harte körperliche Tätigkeiten? Dann könntest du auf dem Bau dein Glück finden.

Denn das Maurerhandwerk ist alles andere als langweilig und wird zudem noch gut bezahlt. Du fängst mit dem Fundament an, arbeitest dich langsam nach oben und plötzlich steht dort ein Haus, fachgerecht gebaut nach den Plänen eines Architekten. Das ist keine Kleinigkeit und setzt viel Verantwortungsbewusstsein voraus. Außen und Innenwände werden entweder Stein auf Stein ge-mauert oder aus Beton gegossen. Manchmal müssen auch Fertigteile montiert werden. Bei größeren Bauvorhaben kann es durchaus hoch hinaus gehen, da ist es günstig schwindelfrei zu sein.

Wer in Sanierungsunternehmen arbeitet, lernt auch alte Bautechniken kennen und erlebt so manche Überraschung bei der Restaurierung, denn hier geht oft gar nichts mehr nach Plan. Und nach dem Rohbau kommt der Innenausbau, auch darauf kannst du dich spezialisieren. Wichtigste Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Maurer sind handwerkliche Begabung - "zwei linke Hände" solltest du nicht haben - und körperliche Fitness, denn auf dem Bau sind schwere Materialien zu transportieren und das geht trotz modernster Technik nicht immer nur maschinell.

Das Maurerhandwerk ist ein uraltes Gewerbe und es gibt die unterschiedlichsten Techniken. Wenn du dich dafür interessierst, kannst du viel von spezialisierten Handwerksmeistern lernen und beispiels-weise als Geselle auf die Walz im In-oder Ausland gehen. Das bedeutet, dass du neben deiner Arbeit Land und Leute kennen lernst und viele Erfahrungen sammelst. Und damit ist dann endgültig bewiesen, dass Maurer kein eintöniger Job ist. 
Voraussetzung: Berufsbildungsreife möglichst mit guten Noten in Mathe, Physik und Werken
Dauer: 3 Jahre, dual Verdienst: von 540 im ersten bis 1.200 Euro im dritten Lehrjahr

Einstiegsgehalt 1.000 bis 1.800 Euro brutto 

» Notfallsanitäter/-in

Notfallsanitäter/-in

Foto: Notfallsanitäter/-in

Foto: Notfallsanitäter/-in

Notfallsanitäter sind Lebensretter - das ist also ein toller Beruf, sollte man meinen. Absolut, aber man darf nicht vergessen, dass der Sanitäter auch so gut wie immer der erste an der Unfallstelle ist, der erste, der sich um die Opfer kümmert. Das kann auf der Autobahn oder bei einem Badeunfall sein, nach einem Schlaganfall in der Wohnung des Patienten oder nach einem Bahnunglück oder einem Flugzeugabsturz. Immer sind die richtige Reaktion, schnelles, aber durchdachtes Handeln und umsichtiger Umgang mit den Verletzten gefragt.

Wer Notfallassistent sein möchte, darf nicht zimperlich sein, denn das Bild, das sich nach einer Massenkarambolage oder nach dem Zusammen-stoß zweier Züge bietet, ist knallhart und blutig. Und: es geht darum, Menschenleben zu retten, das heißt, man darf die Fassung nicht verlieren und muss in wenigen Minuten beurteilen können, ob weiteres Personal wie Notarzt oder Hubschrauber angefordert werden müssen. Die Transportfähigkeit der Patienten muss sichergestellt werden und der Notfallsanitäter muss entscheiden können, in welches Krankenhaus die Verletzten gebracht werden sollen. Das kann, je nach Unfall, von lebensretten-der Bedeutung sein. Alles in allem also ein Beruf mit großer Verantwortung.

Deshalb wurde aus der ehemaligen zweijährigen Ausbildung zum Rettungsassistenten der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf des Notfallsanitäters gemacht, für den man jetzt drei Jahre bei einem Träger der Notfallhilfe lernen muss. Dabei werden unter anderem die Zu-sammenarbeit mit Notärzten und die eigenständige Durchführung notfallmedizinischer Maßnahmen erlernt.

Wie entscheidend eine gute Ausbildung der Notfallsanitäter ist, hat sich erst im Juni gezeigt, als ein süddeutscher Forscher aus einer 1.000 Meter tiefen Höhle in Bayern gerettet werden musste. Die theoretische Ausbildung findet in einer staatlich anerkannten Schule, wie beispielsweise der Lan-desrettungsschule in Bad Saarow, statt, die Praxis wird in einer Lehrrettungswache und in einem Kran-kenhaus mit Notfallambulanz erlernt.

Notfallsanitäter werden in der älter werdenden Gesellschaft und auch bei zunehmender Zahl schwerer Unfälle vor allem auf Autobahnen dringend gebraucht. Die Berufsaussichten sind also sehr gut. Nur nicht zimperlich - Wer hier arbeitet, muss Blut sehen können!

www.landesrettungsschule.de
www.bbwev.de

Voraussetzungen: Mittlerer Schulabschluss, Ausbil dungsvertrag mit einer Lehrrettungs wache oder einem Krankenhaus, sauberes polizeiliches Führungszeugnis, gesundheitliche Eignung und körperliche Fitness. Aufstiegschancen bieten sich in der Leitung der Rettungswachen, als Praxisanleiter oder Leitstellendisponent, und auch bei den Feuerwehren.

» Logopädie

Logopädie

Foto: Logopädie

Foto: Oberlinhaus Potsdam

Foto: Logopädie

Foto: Oberlinhaus Potsdam

Sprache ist ein faszinierendes Kommunikationsmittel, jedoch nur, wenn man Worte und Grammatik nicht nur beherrscht, sondern sie auch richtig aussprechen kann. Fast jeder kennt Menschen, die lispeln oder stottern und deshalb Schwierigkeiten haben, sich so auszudrücken, wie sie es gern tun würden. Genau da setzt die Logopädie an.

Als Logopäde oder "Sprecherzieher" hilfst du Kindern und Erwachsenen, sich besser zu artikulieren und damit mehr Freude am gesellschaftlichen Leben und vielleicht auch im Beruf zu haben. Logopäden sind Sprechtherapeuten, die entweder selbstständig in einer eigenen Praxis oder angestellt in Kitas, Praxen oder Kliniken arbeiten. Die Sitzungen mit den Patienten finden individuell statt, damit bei jedem Menschen auf sein ganz speziel-les Problem eingegangen werden kann. Dabei ist es wichtig, dass der Patient lernt, sich zu entspannen, und dass jeglicher Stress abgebaut wird, denn gerade bei Unsicherheiten treten Sprachstörungen wie beispielsweise das Stottern besonders häufig auf.

Als Logopäde musst du also selbst Ruhe und Geborgenheit vermitteln können. Bei Kleinkindern begegnest du in der Logopädie aber nicht nur physischen Störungen, sondern auch Verzögerungen in der Sprachentwicklung, die zu Schwierigkeiten beim Satzbau oder Veränderungen von Lautverbindungen führen können. Damit sie später in der Schule gut mitkommen, müssen diese Defizite frühzeitig behoben werden.

Relativ neu ist die Behandlung von Schulkindern, die nach einer Sprachentwicklungsstörung im Kleinkindalter Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb haben. Unter den erwachsenen Logopädie-Patienten finden sich häufig Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben und in der Folge das Sprechen neu erlernen müssen. Außerdem gibt es neurologisch bedingte Sprachstörungen, beispielsweise nach einem Unfall oder Schock, die in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten therapiert werden müssen. Wichtig ist die regelmäßige Beratung und Information der Angehörigen, um eine möglichst effiziente Veränderung der Kommunikationsfähigkeit des Patienten zu erreichen.
Voraussetzung: Fachoberschulreife oder Abitur, gesunde und belastbare Stimme, Musikalität und dialekt neutrale Aussprache sowie sehr gute Orthographiekenntnisse, Volljährigkeit.
Dauer: 3 Jahre Vollzeit mit Praktika.
Die Ausbildung findet an privaten Fachschulen statt und kostet Schulgeld, an der Berliner Charité sind das zurzeit 325 Euro, an der IWK in Potsdam, der einzigen Fachschule in Brandenburg, 585 Euro.

» Ergotherapeut/-in

Ergotherapeut/-in

Foto: Ergotherapeut/-in

Fotos (2): Oberlinhaus Potsdam

Foto: Ergotherapeut/-in

Fotos (2): Oberlinhaus Potsdam

Foto: Ergotherapeut/-in

Foto: Ergotherapeut/-in

Kranke Menschen im Alltag aktivieren und ihr Leben lebenswerter machen


Du möchtest gern mit kranken oder behinderten Menschen arbeiten und kannst dir vorstellen, in der Reha tätig zu werden? Vielleicht ist dann die Ergotherapie genau das passende Berufsfeld für die dich. Egal ob Kinder mit Behinderungen, Schlaganfallpatienten oder an Demenz erkrankte Senioren - jede
Patientengruppe hat ihre ganz speziellen Bedürfnisse. An Menschen, die in der Therapie arbeiten, stellt das spezifische Anforderungen, nicht nur im medizinischen, sondern vor allem auch im persönlichen Bereich. Deshalb solltest du unbedingt vor einer Entscheidung durch ein Praktikum herausfinden, ob du dich für den Beruf eignest.

Wenn du nach deinem Praktikum immer noch von der Arbeit begeistert bist, kannst du dich um einen Ausbildungsplatz an einer Schule für Ergotherapie bewerben. In der Regine-Hildebrandt-Schule in Angermünde werden jährlich 25 neue Schüler
aufgenommen, die zuvor zu einem Auswahlverfahren eingeladen wurden.

In der theoretischen Ausbildung lernst du die
medizinische, psychologische und pädagogische Basis sowie spezifische Behandlungsgrundlagen. Außerdem bekommst du eine handwerkliche und gestalterische Ausbildung, die du später bei deiner Arbeit mit den Patienten umsetzen kannst. Ab dem zweiten Lehrjahr wird es praktischer. Vier Abschnitte zu je elf Wochen verbringst du in kooperierenden Ergotherapie-Abteilungen oder in Werkstätten für Menschen mit Behinderung des Landes Brandenburg. Am Ende stehen drei Prüfungen, mündlich, schriftlich und praktisch, und eine staatliche Anerkennung durch das  Gesundheitsministerium.

Ziel der Ausbildung ist es, kranke und behinderte Menschen durch handwerkliche und musische Betätigung zu aktivieren und damit ihre Wiedereingliederung in Familie, Gesellschaft und Berufs-
leben zu ermöglichen. Die Arbeit erfordert eine ständige Auseinandersetzung mit anderen
Menschen und auch mit sich selbst, in der Ausbildung lernst du deshalb auch Supervision kennen.
Voraussetzungen:
Fachoberschulreife, gesundheitliche Eignung sowie Immunisierung gegen Hepatitis A und B bei Beginn der Ausbildung.
Etwa 45 Euro Materialgeld pro Monat während der dreijährigen Schulzeit.
Ein Praktikum in einer Einrichtung, die Ergotherapie anbietet, ist
äußerst ratsam.

www.web-zeit.ch/ergo

» Biologisch-Technische Assistentin

Biologisch-Technische Assistentin

Foto: Biologisch-Technische Assistentin

Foto: Biologisch-Technische Assistentin

Foto: Biologisch-Technische Assistentin

Foto: Biologisch-Technische Assistentin

Chemie und Biologie sind deine Lieblingsfächer und du blühst geradezu auf, wenn du beim Anblick von Reagenzgläsern und Bunsenbrennern an all die in-teressanten Versuche denkst, die du gern machen würdest? Schade nur, dass der Chemie-Baukasten, den du als Kind bekommen hast, schon lange nicht mehr ausreicht.

Das sind genau die richtigen Voraussetzungen, um über eine Ausbildung zur Biologisch-Technischen Assistentin (BTA) nachzudenken. Universitäten, Forschungseinrichtungen wie beispielsweise das Max-Planck-Institut oder auch das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIFE) brauchen Technische Assistenten für gezielte Untersuchungen in ihren Labors.

So ist der Beruf des BTA entstanden, der in Brandenburg am OSZ Werder erlernt werden kann. Im Gegensatz zu anderen Technischen-Assistenz-Ausbildungen gehen BTAs zwei Jahre nur zur Schule. Laborpraxis erlernen sie in den schuleigenen Einrichtungen und während eines zweimonati-gen Praktikums am Ende des ersten Ausbildungsjahrs.

Ein großer Bestandteil des Unterrichts sind Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Experimenten. Dabei wird auch exaktes Beobachten und kritische Beurteilung der Ergebnisse trainiert. Von großem Nutzen ist das beispielsweise bei der Analyse von Wasser-oder Bodenproben, in der Le-bensmittelindustrie oder auch in der Pathologie und der Kriminalbiologie. Im ersten Lehrjahr nehmen alle Schüler an einem 80-stündigen Projekt teil, für das sie unter realen Bedingungen der Berufspraxis Themen erarbeiten und diese eigenständig präsentieren müssen.

Für diese Ausbildung gibt es nur den einen Standort in Werder. Das bedeutet für die unter 18-Jährigen meist in der Woche Internat auf dem Campus und Wochenenden zuhause bei der Familie. Wer schon erwachsen ist, hat auch die Möglichkeit, ein Privatzimmer in der Stadt zu mieten. Fachkräfte auf diesem Gebiet werden gebraucht. Aber auch ein Studium in einem naturwissenschaft-lichen oder umwelttechnischen Bereich ist später-möglich und lässt sich durch die Ausbildung gut finanzieren. 
Voraussetzung: Fachoberschulreife oder (Fach ) Abitur, schriftliche Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf und eine Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung vom Hausarzt. Das erste Halbjahr ist Probezeit. Eigene Laborkleidung muss angeschafft werden, Schulgeld gibt es nicht. Einstiegsgehalt zwischen 1.600 und 2.200 Euro.

www.osz-werder.de

» Tierärztliche Fachangestellte

Tierärztliche Fachangestellte

Foto: Tierärztliche Fachangestellte

Foto: Tierärztliche Fachangestellte

Du hast ein Herz für kranke Tiere und möchtest ihnen gern helfen? Die Arbeit in einer Tierarztpraxis fasziniert dich und du möchtest vielleicht auch lernen, kleinere Behandlungen, wie Wundversorgungen, eigenständig durchzuführen? Als Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) assistierst du dem Tierarzt bei der Untersuchung und Behandlung von Haus-oder Nutztieren.

In der Regel findet die Ausbildung eher in einer Kleintierpraxis statt, denn davon gibt es einfach mehr, möglich ist aber auch eine Tätigkeit in einer auf Pferdeklinik oder bei einem Tierarzt, der vor allem Nutztiere in Agrarbetrieben versorgt.

Erste Voraussetzung ist natürlich, keine Angst vor Tieren zu haben, auch nicht vor kratzenden Katzen oder beißenden Hunden, denn viele Tiere geraten schon beim Geruch der Praxis in Panik und wehren sich gegen die Behandlung. Neben dem Umgang mit fremden Tieren musst du auch einen guten Draht zu ihren Haltern finden, denn auch Beratung und Verwaltungstätigkeiten gehören zum Beruf der TFA. Außerdem lernst du in deiner Ausbildung Röntgenaufnahmen anzufertigen und Laboruntersuchungen durchzuführen, kümmerst dich um die Terminplanung und stellst Rechnungen. Assistieren musst du auch bei Opera-tionen und die Tiere vor und nach dem Eingriff versorgen.

Ein ziemlich komplexes Aufgabenfeld also und ein verantwortungsvoller Beruf, denn ohne dich stünde der Tierarzt bald im Regen. 
Voraussetzung ist die Erweiterte Berufsbildungsreife. Neben der praktischen Ausbildung findet der theoretische Unterricht für ganz Brandenburg im OSZ III in Potsdam statt. Meist ist das in einen dreiwöchigen Rhythmus gegliedert.

Verdienst: ab 450 Euro im ersten Ausbildungsjahr bis 650 Euro im dritten Jahr. Einstiegsgehalt ab 1.500 Euro brutto.

» Pferdewirt / -in

Pferdewirt / -in

Foto: Pferdewirt / -in

Foto: Pferdewirt / -in

Pferde sind dein ein und alles und du hast dir nie etwas sehnlicher gewünscht, als dein Hobby zum Beruf zu machen? Vielleicht hast du sogar schon auf einem Pony gesessen, bevor du richtig laufen konntest ... Für echte Pferdefans gibt es kaum etwas, was sie mehr begeistern kann, als rund um die Uhr mit den Vierbeinern zusammen zu sein. Nur leider ist das meist ein ziemlich teurer Spaß.

Glücklich können sich diejenigen schätzen, die einen Ausbildungsplatz zum Pferdewirt bekommen haben und nun tagein tagaus so viel Pferdeluft schnuppern können, wie sie wollen.

Ausgebildet wird meist in großen Gestüten oder Reitställen. Je nach Ausbildungsbetrieb gibt es unterschiedliche Spezialisierungen. Überall müssen sich die Azubis aber um die Pflege der Tiere kümmern. Daneben erhalten sie entweder eine klassische Reitausbildung, eine Ausbildung in Pferdezucht, in Pferderennen oder in Pferdehaltung und Service. Das ganze dauert drei Jahre und beinhaltet Futterkunde und Futterbeschaffung, Stall-und Wei-demanagement, Bewegen der Pferde unter dem Sattel, an der Longe oder auch beim Fahren. Zuchtmethoden, Pferderassen und vor allem die Beurtei-lung von Pferden werden ebenso gelernt wie das Vorstellen der Tiere bei Zuchtschauen oder Körun-gen.

Außerdem lernen Pferdewirte auch die Ausbildung der ihnen anvertrauten Gefährten entweder im Vielseitigkeitsreiten oder, je nach Ausrichtung des Betriebs, auf der Rennbahn oder im Dressur-Viereck. Unbedingte Voraussetzung ist die Entscheidung für ein Leben mit Pferden, denn hier ist nicht um 17 Uhr Büroschluss. Die Tiere müssen auch mal nachts und an Wochenenden versorgt werden und viele Veranstaltungen finden ebenfalls samstags und sonntags statt. Die Arbeitszeiten sind also alles andere als geregelt.

Außerdem hat man es in Reitställen mit Gastpferden und ihren oft zahlungskräftigen Besitzern zu tun, deshalb sind auch eine Service-orientierte Einstellung und ein freundliches Auftreten wichtig. Ein bestimmter Schulabschluss wird nicht vorausgesetzt, wichtiger sind körperliche Fitness und viel Erfahrung im Sattel. Das Glück der Erde ... liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde
Verdienst: etwa 450 bis 650 Euro je nach Ausbildungsjahr. Einstiegsgehalt ab 1.300 bis 1.800 Euro brutto.

www.neustaedter-gestuete.de

» Tierpfleger/-in

Tierpfleger/-in

Foto: Tierpfleger/-in

Foto: Tierpfleger/-in

Foto: Tierpfleger/-in

Foto: Tierpfleger/-in

Du liebst Tiere, setzt dich vielleicht schon seit Jahren ehrenamtlich für den Tierschutz ein, bist gern und bei jedem Wetter draußen und möchtest deine Leidenschaft zum Beruf machen? Da haben wir was: Als Tierpfleger kannst du dich ganz direkt mit deinen vierbeinigen Freunden beschäftigen, dafür sorgen, dass sie artgerecht aufwachsen und gehalten werden oder dass arme, ausgesetzte Kreaturen wieder ein glückliches Leben führen können.

Tierpfleger arbeiten in Zoos, Zuchtbetrieben oder auch im Tierheim oder Tierpensionen. Manche sind allerdings auch in Laboren angestellt, wo sie sich vor und nach chirurgischen Eingriffen um die Versuchstiere kümmern. Während der Ausbildung lernen die angehenden Tierpfleger alles über Ernährung, Haltung und Pflege ihrer Schützlinge. Krankheiten sind leider nicht immer auszuschließen, deshalb wird auch gezeigt, wie man sie erkennt und damit umgeht.

Oft entsteht eine enge Bindung zwischen Mensch und Tier, denn die Vierbeiner sind auf ihre Pfleger angewiesen und meist dankbar für Futter und Strei-cheleinheiten. Wie nah sich Mensch und Tier sein können, hat der Fall des mit der Flasche aufgezogenen Eisbären Knut und seines Pflegers Thomas Dörflein gezeigt.

Natürlich hat nicht jeder Tierpfleger das Glück, ein Wildtier aufziehen zu dürfen, und die Geschichte der beiden ist besonders durch ihre Mediatisierung wirklich die Spitze des Eisbergs. Sie zeigt aber, dass man in diesem Beruf bereit sein muss, auch mal rund um die Uhr für die Tiere da zu sein. Im Prinzip gibt es zwar geregelte Arbeitszeiten, aber gerade Zootiere gewöhnen sich an bestimmte Personen und akzeptieren nur diese, wenn sie krank sind oder, wie im Fall von Knut, einen Elternersatz brauchen.

Die Einstellungsvoraussetzungen sind unterschiedlich. Der Berliner Zoo nimmt beispielsweise nur Kandidaten mit Fachoberschulreife und guten Noten in naturwissenschaftlichen Fächern. Außerdem wird ein vierzehntägiges Praktikum verlangt, um festzustellen, ob man für den Job geeignet ist. Denn die Arbeit besteht eben nicht nur aus Füttern und Streicheln und auch die Ernährung der Tiere mit "Lebendfutter" ist sicherlich nicht jedermanns Sache.
Dauer: 3 Jahre, dual
Verdienst: 730 bis 870 Euro, je nach Ausbildungsjahr.
Einstiegsgehalt: 1.300 bis 2.000 Euro brutto.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Tierpflegemeister

» Heilerziehungspfleger/-in

Heilerziehungspfleger/-in

Foto: Heilerziehungspfleger/-in

Fotos (2): OSZ JJ | Angehende Heilerziehungspfleger im Unterricht am OSZ Johanna Just in Potsdam.

Foto: Heilerziehungspfleger/-in

Fotos (2): OSZ JJ | Angehende Heilerziehungspfleger im Unterricht am OSZ Johanna Just in Potsdam.

Foto: Heilerziehungspfleger/-in

Foto: Heilerziehungspfleger/-in

Hilfe für Menschen mit Behinderung: Empathie und Durchsetzungskraft gefordert


Die Förderung von Menschen mit Behinderungen ist eine große Herausforderung, der sich nicht jeder stellen möchte. Wenn Dich der Gedanke von Inklusion und gleichen Chancen für alle begeistert, kannst Du Dir vielleicht auch vorstellen, Dich aktiv in diese Arbeit einzubringen. Als Heilerziehungspfleger|in besteht Deine berufliche Zukunft darin, Menschen, die aus welchem Grund auch immer eingeschränkt sind, zu helfen, ein Leben wie alle anderen zu leben.

Nach Deiner schulischen Ausbildung kannst Du auch dazu beitragen, dass sich in der Gesellschaft etwas verändert, denn zu Deinem Aufgabenbereich gehört es, dich für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung einzusetzen. Vor allem kannst Du aber Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind, dabei unterstützen, einen lebenswerten Alltag zu haben. Du entwickelst Konzepte, um die Motorik der Patienten zu fördern oder kreative, musische und rhythmische Aktivitäten anzuregen. Gleichzeitig wirst Du erster Ansprechpartner für Behörden, Ämter, Bildungseinrichtungen oder Reha-Zentren.

Ähnlich wie Erzieher kümmern sich auch Heilerziehungspfleger um Kinder, allerdings um Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen, die unter Umständen ihr ganzes Leben lang auf Hilfe im Alltag angewiesen sind. Und genau da liegt der Unterschied: Als Heilerziehungspfleger wirst Du auch sehr häufig im Erwachsenenbereich eingesetzt. Du trägst dann viel Verantwortung in der Begleitung und Förderung der Menschen mit Behinderung und musst bei jedem Einzelnen Rücksicht auf sein ganz individuelles Krankheitsbild und seine Entwicklung nehmen. Denn Menschen mit motorischen Einschränkungen benötigen völlig andere Unterstützung als Kinder oder Erwachsene mit psychischen Krankheiten.

Zur Arbeit in der Behindertenhilfe gehört auch die Betreuung im Krisenfall und das kann ans eigene Limit gehen. Als Heilerziehungspfleger solltest Du Gelassenheit mitbringen und bereit sein, auch in Ausnahmesituationen Verantwortung zu übernehmen. Ganz wichtig ist es, sich vorab ausgiebig durch einschlägige Praktika über die Realität der Arbeit zu informieren. Arbeitsorte sind häufig Wohn- und Pflegeeinrichtungen.

Voraussetzung: Erweiterte Berufsbildungsreife oder (Fach-) Abitur. Da der Beruf nicht für jeden geeignet ist, sollten Bewerber zur eigenen Sicherheit vorab ein Praktikum in diesem Bereich machen. 

Ausbildungsdauer: 3 Jahre Vollzeit Schule, integrierte Praktika und Ferien wie staatliche Schulen.
Spätere Weiterbildung zum Heilpädagogen möglich.

www.oszj.de

» Sozialassistent/-in

Sozialassistent/-in

Foto: Sozialassistent/-in

Foto: Sozialassistent/-in

Foto: Sozialassistent/-in

Foto: Sozialassistent/-in

Einstiegsausbildung für unterschiedliche sozialpädagogische Berufe


Andere Menschen liegen dir am Herzen, du möchtest gern dort helfen, wo deine Unterstützung wirklich Sinn macht, und anderen dabei noch Gutes tun? Prima, mit dieser gesunden Einstellung kann ein Beruf im sozialen Bereich eine echte Zukunftsperspektive für dich sein.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Was du daraus machst, hängt vor allem von deinen persönlichen Interessen und Neigungen ab. Wer gern mit kleinen Kindern arbeitet, wird zum Erzieherberuf tendieren. Wer sich hingegen für Menschen mit Behinderung oder Inklusion begeistert, kann auch eine Ausbildung im Bereich der Heilerziehungspflege oder der Heilpädagogik ins Auge fassen. Alle diese Tätigkeiten erfordern ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und vor allem die Fähigkeit, sich in sein Gegenüber hinein zu versetzen und zu verstehen, was den anderen bewegt.

Deshalb geht einer Erzieher- oder Heilerziehungspfleger-Ausbildung immer eine zweijährige berufliche Erstausbildung voraus. In der Regel bietet sich eine schulische Ausbildung zum Sozialassistenten als erster Schritt an. Sozialassistenten können in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Sie unterstützen Erzieher oder Heilerziehungspfleger bei ihrer täglichen Arbeit in Kindertagesstätten oder Einrichtungen der Behindertenhilfe. Außerdem übernehmen sie hauswirtschaftliche und sozialpflegerische Aufgaben. In der  Familienhilfe können sie beispielsweise für die Betreuung und Gestaltung von Freizeitaktivitäten eingesetzt werden.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und kann an einer staatlichen oder einer privaten Fachschule stattfinden. Oberstufenzentren mit der Fachrichtung „Sozialwesen“ bieten den Ausbildungsgang kostenfrei an. Außerdem gibt es etliche kostenpflichtige Privatschulen mit einem ähnlichen Angebot. Zwei Jahre lang bist du Vollzeitschüler|in und musst mehrere Praktika absolvieren.
Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife und gesundheitliche Eignung. Probehalbjahr. Günstig ist ein Schülerpraktikum, das du vorab in einer entsprechenden sozialen Einrichtung absolvierst, um Einblick in den Beruf zu bekommen.

www.oszj.de
www.bbw-oberlinhaus-potsdam.de
www.kwosz.de
www.osz-uckermark.de 

» Erzieher / -in

Erzieher / -in

Foto: Erzieher / -in

Foto: Erzieher / -in

Foto: Erzieher / -in

Foto: Erzieher / -in

Kinder sind Zukunft – und bestimmen vielleicht schon bald deine Karriere


Du hast schon mal ein Praktikum in einer Kita gemacht und dabei entdeckt, dass deine berufliche Zukunft genau dort liegen sollte? Du siehst in der Arbeit mit Kindern viel Potenzial und die Möglichkeit, dich immer wieder neu einzubringen? Vielleicht hast du auch schon Erfahrungen als Babysitter sammeln können oder Kinderfeste organisiert. Und wenn du vorliest, hören dir alle gespannt zu.

Wenn du diese Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, sind das schon gute Voraussetzungen, um eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher zu beginnen. Erzieher|in ist jedoch kein Beruf, den man direkt nach dem Schulabschluss erlernen kann.
Vorausgesetzt wird immer eine mindestens zweijährige Ausbildung im pädagogischen Bereich, also beispielsweise als Sozialassistent. Erzieher|innen sind nämlich nicht einfach Kinderbetreuer, sondern staatlich anerkannte Sozialpädagogen, denen nach bestandener Abschlussprüfung ganz unterschiedliche Berufswege offen stehen.

In Kitas bist du für die frühkindliche Erziehung und Bildung der Kleinen verantwortlich. Du kannst deine Kreativität zwar ausleben, aber nur in einem vorgegebenen Rahmen. Vor allem brauchst du viel Geduld und Nervenstärke, musst bereit sein, nach dem meist schon etablierten pädagogischen Konzept zu arbeiten und den Kindern und ihren Familien völlig Vorurteils- und wertfrei zu begegnen. Das ist nicht immer einfach, denn Eltern haben oft sehr genaue Vorstellungen von dem, was ihre Kinder dürfen oder sollen, und das muss dem Leitgedanken der pädagogischen Einrichtung nicht unbedingt entsprechen.

Du brauchst also auch viel Kommunikationsgeschick im Umgang mit Erwachsenen. Letztlich bist du aber vor allem die Person, mit der die Kinder oft mehr Zeit verbringen als mit ihren Eltern. Das sollte dir
bewusst sein, bevor du diesen Berufsweg einschlägst. Die Ausbildung im OSZ oder an der Fachschule für Sozialwesen dauert drei Jahre in Vollzeit. Dabei gibt es die gleichen Ferien wie an alle anderen Schulen und du kannst die freie Zeit zum Arbeiten und Geldverdienen nutzen, denn Praktika fallen in die Schulzeit. Bei einer insgesamt fünfjährigen Ausbildung ist das von großem Vorteil.
Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife oder (Fach-)Abitur und Berufsausbildung (z.B. zum Sozialassistenten) oder zweijährige Berufstätigkeit in einem ähnlichen Bereich. Probehalbjahr.

Dauer: 3 Jahre Schule

www.oszj.de
www.bbw-oberlinhaus-potsdam.de
www.kwosz.de
www.osz-uckermark.de

» RA-Fachangestellte/-r

RA-Fachangestellte/-r

Foto: RA-Fachangestellte/-r

Foto: RA-Fachangestellte/-r

Effizienz und Ordnungsliebe im Dienst der Kanzlei


Du legst Wert auf ein gepflegtes Äußeres und erwartest von deinem zukünftigen Arbeitsplatz, dass er deinem Stil entspricht? Du bringst einen ausgeprägten Sinn für Ordnung, Effizienz und Gerechtigkeit mit? Wenn auch deine perfekten Umgangsformen dir helfen, bei anderen „gut anzukommen“, solltest du über eine Ausbildung zum| zur Rechts-anwaltsfachangestellten nachdenken.

Als Rechtsanwaltsfachangestellte|r bist du das Aushängeschild der Kanzlei, die erste Person, mit der die Mandanten in Kontakt treten. Deshalb ist es besonders wichtig, schnell und kompetent Lösungen parat zu haben, auch wenn gerade kein Jurist in der Nähe ist. Dafür wirst du in deiner Ausbildung nicht nur in Büroorganisation und Kommunikation bestens geschult, sondern lernst auch erste Grundlagen der Prozessführung und vor allem die Bearbeitung von Klageschriften, Einsprüchen und Beschwerden.

In allen Rechtsangelegenheiten gilt: Fristen und Termine müssen eingehalten werden! Der Job ist deshalb etwas für echte Organisationsgenies, die immer alle wichtigen Dinge im Leben vor Augen oder auf dem Zettel haben und nie etwas vergessen. Wer eher eine Neigung zum Chaos hat und das Eine oder Andere gern schon mal auf den nächsten oder übernächsten Tag verschiebt, sollte hier lieber Abstand nehmen.

Die Ausbildung ist dual und dauert drei Jahre. In der Berufsschule, beispielsweise im OSZ II in der Potsdamer Waldstadt, werden neben Rechtsthemen vor allem Wirtschaft und Rechnungswesen unterrichtet. Azubis sind abwechselnd in den Kanzleien und in der Schule. Wer bei einem Rechtsanwalt lernen will, sollte sichere Rechtschreibkenntnisse und ein gutes Ausdrucksvermögen mitbringen und auch gut in Mathe sein, denn Rechnungen müssen ebenfalls geschrieben werden. In großen Kanzleien, die auch international tätig sind, müssen die Mitarbeiter zudem Fremdsprachenkenntnisse besitzen und bereits sein, sich auf dem Gebiet weiterzubilden. Rechtsanwaltsfachangestellte sind übrigens immer noch größtenteils Frauen.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, gute Noten in Deutsch und Mathe 

Ausbildungsdauer:    
3 Jahre dual.   

www.osz2-potsdam.de

» Gerichtsvollzieher/-in

Gerichtsvollzieher/-in

Foto: Gerichtsvollzieher/-in

Foto: Gerichtsvollzieher/-in

So richtig mögen ihn wohl nur diejenigen, die sich ausstehende Zahlungen erhoffen. Gerichtsvollzieher ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung für Justizbeamte des mittleren Dienstes oder ein Karrieresprung für Rechtspfleger, die dieses Amt ohne Weiterbildung inne haben dürfen.

Als Zustellungs-und Vollstreckungsbeamter überbringt der Gerichtsvollzieher notarielle Urkunden und Pfändungsbescheide und darf auch eidesstattliche Versicherungen entgegen nehmen. Sein Büro hat er in der Regel außerhalb des Gerichts und beschäftigt dort auch eigene Mitarbeiter - beispielsweise Justizfachangestellte.

Bezahlt wird er neben seinen Dienstbezügen auch mit einem Anteil der Vollstreckungsgebühren, die in den allermeisten Fällen die Schuldner zahlen müssen, denen er die schlechten Nachrichten überbracht hat. Wahrhaft kein Job für jedermann!

» Rechtspfleger/-in

Rechtspfleger/-in

Foto: Rechtspfleger/-in

Foto: Rechtspfleger/-in

Foto: Rechtspfleger/-in

Foto: Rechtspfleger/-in

Unabhängige Entscheider bei Gericht und Staatsanwaltschaft


Recht und Ordnung haben in deinem Leben einen ganz besonderen Platz und das soll auch so bleiben.  Du liebst es, akkurat zu arbeiten und schnell eigene Entscheidungen treffen zu können. Als Rechtspfleger hast du am Gericht eine Sonderstellung, die vor allem in Betreuungs- und Pflegschaftsverfahren ihre volle Bedeutung zeigt. Denn oft hängt es von deiner Entscheidung ab, wie Nachlassverfahren abgewickelt werden oder Insolvenzverfahren vonstattengehen. Bei der Staatsanwaltschaft sorgen Rechtspfleger dafür, dass Geldstrafen gezahlt und Freiheitsstrafen „abgesessen“ werden.

All diese Bereiche waren früher Richtern und Staatsanwälten, also studierten Volljuristen, vorbehalten. Heute werden diese Aufgaben von gehobenen Beamten des Justizdiensts, den Rechtspflegern, ausgeführt. Obwohl Rechtspfleger keine Volljuristen sind, fällen sie Entscheidungen, die für das Leben des Betroffenen von tiefgreifender Bedeutung sind und bei weitem nicht immer freudig angenommen werden. So sind bei Zwangsversteigerungen oder Insolvenzverfahren neben umfassenden Kenntnissen im Vollstreckungs- und Grundbuchrecht vor allem auch Verantwortungsgefühl und die Fähigkeit, Situationen stets objektiv zu bewerten unabdingbar.

Die dreijährige Ausbildung setzt sich aus praktischen Zeiten bei einem Brandenburger Gericht oder einer Staatsanwaltschaft und einem Fachstudium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin zusammen. Im den ersten 14 Monaten des Studiums werden Grundzüge aller wichtigen Rechtsformen gelehrt. Besondere Bedeutung haben dabei das Gerichtsverfassungs- und das Rechtspflegerrecht. Auch Zivilrecht, Familienrecht sowie Grundbuch- und Nachlassrecht werden gelehrt. Grundzüge des Strafrechts werden ebenfalls behandelt. Es folgen drei weitere Studienphasen von zehn beziehungsweise sechs Monaten. Den Rest der Zeit verbringen die angehenden Rechtspfleger mit praktischen Aufgaben am zuständigen Gericht oder bei der Staatsanwaltschaft. Das Studium schließt mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung sowie einer Diplomarbeit ab.
Voraussetzungen:    
Abitur. Einstellungsbehörde zur Ausbildung ist der Präsident des Oberlandesgerichts in Brandenburg an der Havel. Ausbildungsbeginn ist jeweils der 1. Oktober. Beamte auf Widerruf während der Ausbildung.

www.olg.brandenburg.de
www.hwr-berlin.de

» Justizfachangestellte/ -r

Justizfachangestellte/ -r

Foto: Justizfachangestellte/ -r

Foto: Justizfachangestellte/ -r

Gerichte bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten


Du möchtest gern in einer öffentlichen Verwaltung arbeiten und die Justiz fasziniert dich? Während der Ausbildung am Gericht bekommst du Einblick in die unterschiedlichsten Bereiche der Rechtsprechung.

Justizfachangestellte arbeiten für Straf- oder Zivilprozesse, bei Zwangsvollstreckungen, aber auch für teils komplizierte Familiensachen oder im Grundbuchamt. Nachlassregister und Vormundschaftsangelegenheiten gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire. Ein breites Feld also, das viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten bietet.

Als Justizfachangestellte|r bist du für den Schriftverkehr zuständig, stellst Ladungen zu, nimmst Anträge auf oder führst Protokoll bei Gerichtsverhandlungen. Briefe vom Gericht werden in der Regel im Auftrag eines Rechtspflegers von Justizfachangestellten geschrieben. Sie sind also die fleißigen Bienen im Hintergrund, die die Gerichtsbarkeit im Land aufrecht erhalten. Wer in diesem Bereich arbeiten will, sollte gute Noten in Deutsch und Mathe mitbringen, denn auch die Berechnung der Gerichtskosten gehört zu den Aufgaben der Fachangestellten in der Justiz. Interesse an den Vorgängen wird ebenso selbstverständlich vorausgesetzt wie Grundkenntnisse im Tastschreiben mit zehn Fingern, die vor allem beim Protokollführen während einer Gerichtsverhandlung von großer Bedeutung sind. Auch sollte man die Bereitschaft mitbringen, sich das spezielle Vokabular, das in diesem Bereich üblich ist, anzueignen und seine Finessen zu erlernen.

Am Ende der Ausbildung steht eine schriftliche Prüfung in den Fächern gerichtliche Verfahrensabläufe, Büroorganisation und Wirtschafts- und Sozialkunde, sowie ein Prüfungsgespräch zu einer fallbezogenen Rechtsanwendung und ein praktischer Test in Textverarbeitung. Eine Übernahmegarantie der Brandenburger Justiz gibt es allerdings nicht.
Voraussetzungen:     
Mittlerer Schulabschluss, gute Deutsch- und Mathematik-
kenntnisse, Grundkenntnisse
im Tastschreiben

www.mdj.brandenburg.de
Berufe in der Justiz
Justizfachangestellte

» Steuerfachangestellte

Steuerfachangestellte

Foto: Steuerfachangestellte

Foto: Steuerfachangestellte

Foto: Steuerfachangestellte

Foto: T. Reckmann / pixelio.de

Foto: Steuerfachangestellte

Foto: T. Reckmann / pixelio.de

Steuerberater brauchen qualifizierte Mitarbeiter, die für ihre Mandanten beispielsweise die Finanzbuchführung oder die Gehaltsabrechnungen übernehmen. Steuererklärungen müssen erstellt und Bescheide des Finanzamts überprüft werden. Da das Steuersystem in Deutschland immer noch sehr kompliziert ist, ist das ein ziemlich krisensicherer Job, der durch moderne Softwareprogramme in der Praxis unterstützt wird.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet in einer Kanzlei und in der Berufsschule statt. Vermittelt werden die unterschiedlichen Steuerar-ten, aber auch Steuergesetze, Buchführungs-und Bilanzierungsvorschriften sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Die Mandanten der Steuerkanzleien kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Es können große Firmen oder auch kleine Handwerksbetriebe, Freiberufler oder auch Privatpersonen sein. Die Arbeit ist also vielfältig und bringt immer wieder Neues mit sich.

Voraussetzungen sind Abitur oder Fachabitur mit guten Noten, außerdem Computer-Anwender-kenntnisse in gängiger Büro-Software, Teamfähigkeit und, wohl selbstverständlich, ein freundlicher Umgang mit den Mandanten. Wichtig ist in dieser Branche außerdem ein gepflegtes Aussehen.
Wie geht's weiter? Gesetze ändern sich und Steuerfachangestellte müssen sich ständig weiterbilden. Warum nicht gleich eine Fortbildung zum Steuerfachwirt anpeilen? Der kann den Steuerberater als Kanzleivorsteher bei vielen qualifizierten Tätigkeiten unterstützen und nach bestandener Prüfung und sieben Jahren Tätigkeit die Zulassung zur Steuerberaterprüfung erreichen.

» Steuerberater/-in

Steuerberater/-in

Foto: Steuerberater/-in

Foto: Steuerberater/-in

Du willst hoch hinaus, hast aber keine Lust aufs Studium oder möchtest gleich Geld verdienen? Dann führen Dich Berufserfahrung und Weiterbildungen zur Steuerberaterprüfung. Dazu muss allerdings nach bestandener Erstausbildung zum Steuerfachangestellten eine zehnjährige Tätigkeit in einer Steuerberaterpraxis mit mindestens 16 Wochenstunden nachgewiesen werden.

Alternativ reichen auch sieben Jahre nach bestandener Prüfung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter. Das ist zwar ein langer Weg, lässt aber alle Türen zu beruflicher Veränderung offen.

Wer nach dem Abi lieber an die Uni möchte, kann sich den Weg zum Steuerberater auch etwas ab-kürzen. In der Regel studiert man BWL, VWL oder sogar Jura und spezialisiert sich auf Wirtschaftsprüfung oder Steuerrecht. Möglich ist auch ein dua-les Studium, das heißt Studium mit paralleler be-ruflicher Tätigkeit, das allerdings nur von wenigen Hochschulen angeboten wird. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin bietet einen solchen Studiengang BWL / Steuern und Prüfungswesen an.

Während des dreijährigen Bachelorstudiums gibt es sechsTheorie-und Praxisphasen von jeweils drei Monaten. Sie finden abwechselnd an der Hoch-schule und in den Unternehmen statt. Die Ausbildungskanzleien können dabei frei gewählt werden - die Bewerbungen sollten allerdings rechtzeitig, also bereits jetzt für das Wintersemester 2015 / 2016 auf den Weg gebracht werden, denn hier entscheiden die Arbeitgeber, nicht die Hochschule.

Das duale Studium garantiert nicht nur Praxisnähe, sondern bietet den Studierenden ein komfortables Polster, bei dem sich das lästige Jobben erübrigt. Außerdem sind Absolventen eines dualen Studiengangs in der Wirtschaft durch ihre Praxis be-zogene Ausbildung sehr begehrt. Im Anschluss an den Bachelorabschluss kann nach dreijähriger Berufstätigkeit die Steuerberaterprüfung abgelegt werden. Wer noch weiter will, kann sich nach vier Jahren zum Examen für Wirtschaftsprüfer anmelden.
Hochschule für Wirtschaft und Recht
Badensche Straße 52 10825 Berlin
Beratung duale Studiengänge
Diana Jurgec, Dekanat
diana.jurgec@hwr-berlin.de
Tel: 030 / 30877-2012

» Finanzbeamte

Finanzbeamte

Foto: Finanzbeamte

Foto: Finanzbeamte

Für die meisten Menschen sind Finanzbeamte Schreibtischtäter, die im stillen Kämmerlein akribisch Zahlen addieren, um anderen Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch die Zeiten ändern sich und dank zahlloser Androhungen und Präzedenzfälle auch das Rechtsverständnis mancher Mitbürger, die Millionen am Staat vorbei in die Karibik verschifft haben. Dem Bild des Finanzbeamten in der Öffentlichkeit haben Verhaftungen und Verurteilungen eher gut getan, denn "die Bösen" sind nun eindeutiger denn je die Steuersünder.

Moderne Finanzbeamte ist bestens mit Software ausgerüstet und Steuerklärungen werden heutzutage mehr und mehr online abgegeben. Das Erbsen-zählen hat längst der Computer übernommen. Wer seine Bestimmung nicht unbedingt an der frischen Luft sieht, ein ausgeprägtes Gefühl für Gerechtigkeit hat, sich nicht vor Kontakten zu Steuerbürgern scheut und gern längerfristig am gleichen Ort bleiben möchte, hat in der Finanzverwaltung gute Chancen auf einen absolut krisenfesten Job mit geregelten Arbeitszeiten und Gleitzeitregelungen.

Der Weg ins Finanzamt führt über zwei unterschiedliche Ausbildungswege und ist abhängig vom Schulabschluss. Wer nach der 10. Klasse eine Ausbildung beginnen will, kann sich innerhalb von zwei Jahren zum Finanzwirt ausbilden lassen. Dabei dauert die praktische Ausbildung in einem der 14 Brandenburger Finanzämter 16 Monate. Die theoretischen Kurse finden acht Monate lang in der Landesfinanzschule in Königs Wusterhausen statt. Hier sind auch Unterkunfts-und Verpflegungsmöglichkeiten gegeben. Diese Ausbildung führt in den mittleren Dienst.

Diplom Finanzwirt


Wer nach dem Abitur in die Finanzverwaltung möchte, hat die Möglichkeit, ein dreijähriges bezahltes Studium an der Fachhochschule für Finanzen ebenfalls in Königs Wusterhausen zu absolvieren und danach in den gehobenen Dienst einzusteigen.

21 Monate Grund-und Hauptstudium und 15 Monate praktische Ausbildung in einem Finanzamt erwarten den zukünftigen Diplom-Finanzwirt. Die Bezüge liegen von Anfang an höher als bei der zweijähri-gen Ausbildung und die Karrierechancen sind auch vielversprechender. Nach einigen Jahren im Innen-dienst besteht die Möglichkeit, als Betriebsprüfer oder Steuerfahnder eingesetzt zu werden.

Egal ob mit oder ohne Diplom, Voraussetzungen sind gute Noten in Deutsch und Mathe, deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft, Interesse am Compu-ter zu arbeiten und Kontaktfreude, denn heute versteckt sich niemand mehr hinter seinem Schreibtisch. 

» Bankkaufmann/-frau

Bankkaufmann/-frau

Mathe war schon immer dein Lieblingsfach und du suchst einen Beruf mit sicherer Zukunft? Als Bankkaufmann oder -frau kannst du tagein, tagaus mit Zahlen jonglieren und dabei tüchtig an deiner Karriere basteln. Ob nach der 10. Klasse oder nachdem Abi, wer freundlich, Anderen gegenüber aufgeschlossen und in seinem Innern gut strukturiert ist, hat trotz immer weiter verbreitetem Online-Banking bei Banken gute Chancen.

Da viel im direkten Kontakt zum Kunden abläuft, sind Freundlichkeit und gute Umgangsformen ein absolutes Muss. Die Ausbildung beinhaltet unterschiedliche Beratungsformen für verschiedene Produkte undBedürfnisse, Vermögens- und Geldanlagen, Kreditvergabe, Baufinanzierung, aber auch Rechnungswesen.

Ein hohes Maß an Verantwortungsgefühlist gefragt, denn niemand möchte auf diesem Gebiet falsch beraten werden. Gleichzeitig sollten Bankkaufleute erfolgsorientiert arbeiten, denn nicht nur der Kunde, auch die Bank möchte schließlich Gewinn machen. Die praktische Ausbildung findet meist in der Privatkundenberatung der Banken statt.

Theorie gibt es beispielsweise im OSZ II Recht und Verwaltung in Potsdam. Bankbetriebslehre, Wirtschaftslehre und Rechnungswesen/Steuerung müssen gelernt werden. Große Finanzgruppen wie beispielsweise die Mittelbrandenburgische Sparkasse bilden jährlich etwa 30 bis 40 Azubis aus und haben dafür eigene Trainer.

Kaum jemand träumt davon, ewig am Schalter zu stehen und Zahlscheine und Überweisungen entgegenzu nehmen. Deshalb gibt es zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Spezialisieren kann man sichzum Beispiel auf dem Gebiet der Baufinanzierung, der Vermögensberatung oder auch als Firmenkundenberater. Mit etwas Berufserfahrung kann man auch Geschäftsstellenleiter werden.
Die Ausbildung nach der 10. Klasse dauert drei Jahre, mit dem Abi in der Tasche wird sie auf zwei Jahre verkürzt. Im ersten Lehrjahr liegt das Gehalt bei ca. 760 Euro pro Monat. Im zweiten und dritten Lehrjahr steigt es auf etwa 830 bis 890 Euro an. Berufsanfänger verdienen nach der Ausbildung zwischen 1.800 und 2.100 Euro brutto.

» Betonbauer

Betonbauer

Foto: Betonbauer

In den Werkshallen werden die Stahlbetonplatten für jede Baustelle nach Maß angefertigt. 

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In den Werkshallen werden die Stahlbetonplatten für jede Baustelle nach Maß angefertigt. 

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Auch aus Leichtbeton entstehen Wände. Fotos (2): Tinglev Elementfabrik

Foto: Betonbauer

Auch aus Leichtbeton entstehen Wände. Fotos (2): Tinglev Elementfabrik

Stück für Stück wachsen Wolkenkratzer, aber auch Fabrikationshallen, Schulen, Einkaufszentren oder Hochhaussiedlungen mit zahlreichen Mietwohnungen in die Höhe. Hergestellt werden sie aus vorgefertigten Betonteilen, die dann vor Ort Stück für Stück auf- und aneinander montiert werden. Die Betonteile werden vorab maßgetreu im Betonwerk gegossen. Bei einem Einfamilienhaus kann sich der Rohbau so auf ganze fünf Tage reduzieren.

Gebaut wird heute aber nicht mehr nur noch mit dem bekannten Stahlbeton. Auch Leichtbeton und Blähton halten immer mehr Einzug in die hiesige Architektur. Bei der Tinglev Elementfabrik in Altlandsberg werden wärmedämmende Wandelemente aus dem vor allem in nordischen Ländern seit langem eingesetzten Blähton ebenso hergestellt, wie Bauteile, Stützen und Fundamente aus klassischem Stahlbeton. Auf rund 6.000 Quadratmetern wird das vorbereitet, was schon bald auf der nächsten Baustelle zum Einsatz kommt.

Betonfertigteilbauer sind dabei für alle Schritte von der Berechnung bis zum Verbauen der Teile zuständig. Sie sind auch die Spezialisten für die Mischung der Materialien, denn jeder Beton ist in seiner Zusammensetzung der jeweiligen Aufgabe angepasst.Der vielseitige Baustoff lässt sich in so ziemlich jede Form gießen und eröffnet der modernen Architektur nahezu unendliche gestalterische Möglichkeiten. Dabei ist er auch noch ökologisch und hilft, Kosten am Bau zu sparen. Bei der Arbeitsvorbereitung und in der Produktion kommen modernste Technologien zum Einsatz, die den Herstellungs-Konzernen Wachstum in ganz Europa garantieren. So können Gewerbe- und Wohnbauten auch unter schwierigsten klimatischen Bedingungen, wie im Fall von Tinglev auf den Färöer Inseln und in Grönland, gebaut und zahlreiche Nachwuchskräfte ausgebildet werden.

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Azubis sollten Interesse an technischen Innovationen und vor allem räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen. Wer bereit ist, sich auch nach abgeschlossener Ausbildung weiter fortzubilden, hat allerbeste Zukunftschancen in einem Bereich, der die Bauindustrie der Zukunft maßgeblich prägen wird. Aufstiegschancen und ein skandinavisches Ambiente sind zudem äußerst verlockend.
Weiterbildung zum Betonbauermeister möglich.
www.tinglev-elementfabrik.de

» Gamedesigner

Gamedesigner

Foto: Gamedesigner

Ein ganzes Team produziert gemeinsam ein neues Videospiel.Foto (2): Games Academy

Foto: Gamedesigner

Ein ganzes Team produziert gemeinsam ein neues Videospiel.Foto (2): Games Academy

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Im Unterricht professionelle Spiele testen ist auch Teil der Ausbildung.

Foto: Gamedesigner

Im Unterricht professionelle Spiele testen ist auch Teil der Ausbildung.

Der Markt der Videospiele wächst seit Jahren. Bis 2015 rechnet die Branche weltweit mit einem Umsatz von 112 Milliarden US-Dollar jährlich. In Deutschland haben Games im Jahr 2012 bereits 1,85 Milliarden Euro in die Kassen der Hersteller gespült und damit Musik- und Filmindustrie hinter sich gelassen.

Für passionierte Gamer eröffnet sich hier ein Arbeitsfeld, in dem Talente gesucht werden, die sich oft in ihrer Freizeit schon jahrelang mit den neuesten Spielen am Markt beschäftigt haben. Wer viel im Netz unterwegs ist und gerne Online-Spiele spielt, wer Playstation und sonstige Konsolen besser als sich selbst kennt und schon in der ersten Klasse Nintendo oder Game-Boy zum besten Freund erklärt hat, für den kann das Entwickeln virtueller Spiele zum absoluten Traumberuf werden. Wie in kaum einer anderen Branche spielt die Kombination aus Kreativität, Kunst und Technologie eine entscheidende Rolle - ein Job für echte Querdenker also.

Bei der Games Academy kann man bereits mit 16 Jahren einsteigen. "Besser ist es allerdings, möglichst viel Schulbildung mitzubringen", erklärt Clarissa Dierang von der Academy in Berlin-Mitte. Denn auch hier sind Mathe-, Deutsch- und wegen der Globalisierung der Spiele, auch Englischkenntnisse gefragt. Die Bewerbung sollte aussagekräftig sein und zur Kurswahl passen. Der zweisemestrige Kurs "Gamedesign" ist der Einstieg in weitere, darauf aufbauende Ausbildungen. Den Absolventen bieten sich aber auch schon nach einem erfolgreichen Abschluss der ersten zwei Semester attraktive Jobmöglichkeiten in der Konzeption, Gestaltung und Planung von Videospielen.Auch als Game-Tester können die Absolventen des einjährigen Kurses bereits gutes Geld verdienen und damit unter Umständen ihr weiteres Studium finanzieren. Wer sich gleich für eine viersemestrige Lehrzeit entscheidet, kann sich zum Game- oder Film Art Animator oder zum Game-Programmierer ausbilden lassen. Das geht auch schon ab 16. Allerdings sind hierbei zum Teil sehr ausgeprägte künstlerische Fähigkeiten gefordert, die vor der Aufnahme durch die Vorlage entsprechender Mappen getestet werden. Zukünftige Programmierer sollten schon über fundierte Computerkenntnisse verfügen. Wer sich auf Film Art spezialisiert, hat zudem die Möglichkeit, später als VFX-Experte Spezialeffekte für Kino- oder TV-Produktionen zu erstellen, denn auch hier geht fast nichts mehr ohne diese Extras.

Zurzeit entwickelt die Games Academy zwei Bachelor of Arts-Studiengänge vor: Medienwissenschaften Game Design und Gamification sowie Digital Arts. Außerdem können Absolventen der Games Academy bereits jetzt einen Bachelor of Science in Medieninformatik an der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel ablegen.
www.games-academy.de
Bachelor-Studium in Vorbereitung.Zurzeit Kooperation mit der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel.
www.ostfalia.de

» Mediengestalter

Mediengestalter

Foto: Mediengestalter

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Ob im Video- oder im Printbereich: Kreativität und die Fähigkeit, die eigenen Ideen gut zu verkaufen sind in der Branche das A und O.

Foto: Mediengestalter

Ob im Video- oder im Printbereich: Kreativität und die Fähigkeit, die eigenen Ideen gut zu verkaufen sind in der Branche das A und O.

Mediengestalter arbeiten in vielen verschiedenen Bereichen. Vor allem in der Werbung und im Marketing können sie ihre kreativen Fähigkeiten einsetzen. Auch in Verlagen und in der Film- und TV-Branche sind sie tätig und natürlich im IT-Bereich.

Mediengestalter Digital und Print arbeiten eng mit ihren Auftraggebern zusammen, analysieren Kundenwünsche und realisieren sie am Computer. Sie sammeln Ideen und prüfen ihre technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Ideen werden anschließend am Computer visualisiert.

Wer in diesem Bereich arbeiten will, muss ein großes Maß an Kreativität und Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Neben der Entwicklung von Grafiken, Corporate Identity oder Logos für Unternehmen müssen sie auch ganze Projekte und Konzepte überzeugend an den Kunden verkaufen können. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören auch die Berechnung der Kosten, der Einsatz von Mitarbeitern und die Organisation von Veranstaltungen.Mediengestalter sollten sich schriftlich und mündlich gut ausdrücken können.

Zugangsvoraussetzung ist ein guter Mittlerer Schulabschluss oder Abitur. Im Videobereich stellen Mediengestalter Bild- und Tonaufnahmen her und bearbeiten sie anschließend am Computer. Sie vereinen in vielen Fällen die Berufe Kameramann und Cutter in einem, ohne dabei beim großen Kino zu arbeiten.

Beim rbb, beispielsweise, durchlaufen die Mediengestalter während ihrer Ausbildung die Bild- und Tontechnik und nehmen an Live- und Außenübertragungen teil. Da in der Bildberichterstattung im Internet und beim Fernsehen immer mehr so genannte VJs, also Videojournalisten, eingesetzt werden, eröffnen sich auch hier neue Betätigungsfelder.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und kann entweder in einem Medienbetrieb oder an einer Schule mit Praktika absolviert werden. Voraussetzung ist vor allem beim Hörfunk und Fernsehen die Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendeinsätzen auch nachts, Teamfähigkeit und Pünktlichkeit, außerdem gute Noten in Mathe und Physik und ein guter MSA oder Abitur.
Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss / Fachoberschulreife oder Abitur / Fachabitur, Kreativität und eventuell Bereitschaft zu Schichtarbeit.
www.mediengestalterausbildung.com

» Medienkaufmann/- frau

Medienkaufmann/- frau

Foto: Medienkaufmann/- frau

In Buch- und Zeitschriftenverlagen finden Medienkaufleute vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.

Foto: Medienkaufmann/- frau

In Buch- und Zeitschriftenverlagen finden Medienkaufleute vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.

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Du interessierst Dich für Medien und hast ein gutes Verhältnis zu Zahlen? Dann ist eine kaufmännische Ausbildung in der Medienproduktion vielleicht genau das Richtige für Dich. Medienkaufleute arbeiten vor allem in Verlagen und Medienhäusern, aber auch in Produktionsfirmen des TV-Bereichs und natürlich im multimedialen Bereich. Sie organisieren Herstellung und Produktion und sind dabei für Kostenpläne, Vertrieb, Verkauf oder auch Marketing verantwortlich.

Wer in diesem Bereich erfolgreich sein will, muss kommunikationsfähig sein und gern im Team arbeiten. Konfliktfähigkeit und eine gute Kenntnis von Informations- und Kommunikationssystemen sind ebenfalls wichtig. Selbstständiges Arbeiten ist beispielsweise bei der Vorbereitung einer Präsentation unumgänglich.

Zur dreijährigen Ausbildung gehören Marktanalysen und Zielgruppenbestimmung genauso wie Finanz- und Rechnungswesen und Controlling. Praktische Fremdsprachenkenntnisse sind in einer globalen Medienwelt ebenfalls Voraussetzung.

Medienunternehmen stehen oft sowohl auf dem Kunden- als auch auf dem Werbemarkt im Wettbewerb mit einer starken Konkurrenz. Beide Bereiche sind voneinander abhängig und erfordern komplexes kaufmännisches Denkvermögen für unterschiedlichste Unternehmensstrategien.

In den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen sind kaufmännische und redaktionelle Bereiche in der Regel voneinander abgegrenzt. In der Buchproduktion werden Medienkaufleute aber oft auch im Lektorat und bei der Werbung um neue Autoren eingesetzt.Während der Ausbildung werden Bereiche wie Arbeitsorganisation, Marketing, Vertrieb, Anzeigen, aber auch Redaktion und Lektorat, Rechte und Lizenzen behandelt. Außerdem gehören Herstellung, kaufmännische Planung, Steuerung und Controlling zu den Ausbildungsinhalten.

Aufstiegschancen im kaufmännischen Bereich sind in der Regel gut. Wer allerdings in Führungspositionen oder in die Geschäftsleitung größerer Verlage oder Medienhäuser will, sollte nach der Ausbildung eventuell ein Studium ins Auge fassen. Weiterbildungen und Zusatzqualifizierungen sind in jedem Fall erforderlich, denn die rasanten technischen Veränderungen erfordern die ständige Aktualisierung der eigenen Kenntnisse.
www.azubister.net/ausbildung/medienkaufmann-digital-und-print

Voraussetzung: Möglichst Abitur oder Fachabitur

» Bierbrauer

Bierbrauer

Foto: Bierbrauer

Philipp (li.) ist Azubi im ersten Lehrjahr und darf schon selbst brauen. Ökotrophologiestudentin Verena absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum in der Braumanufaktur.

Foto: Bierbrauer

Philipp (li.) ist Azubi im ersten Lehrjahr und darf schon selbst brauen. Ökotrophologiestudentin Verena absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum in der Braumanufaktur.

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An der so genannten Spindel überprüft Verena den Gehalt der Würze, die die Grundlage fürs Bier bildet.

Foto: Bierbrauer

An der so genannten Spindel überprüft Verena den Gehalt der Würze, die die Grundlage fürs Bier bildet.

Ein Geruch von Malz zieht durch den Gastraum im Potsdamer Forsthaus Templin. Philipp und Verena haben gerade neue Maische angesetzt, aus der innerhalb von etwa zwölf Stunden das wird, was dann noch rund sechs Wochen reifen muss, bevor es in den Ausschank kommt. Philipp ist Azubi im ersten Lehrjahr in Brandenburgs einziger Bio-Braumanufaktur. Verena hat Ökotrophologie in Jena studiert und absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum.

Das Brauhandwerk ist traditionell ein echter Männerberuf, denn es gilt, schwere Säcke, Kisten, Fässer und Flaschen sicher transportieren zu können. Umso erstaunlicher ist es, dass unter den wenigen Auszubildenden, die es in Brandenburg gibt, auch immer mehr Frauen sind.

In der kleinen Braumanufaktur sieht der Arbeitsalltag völlig anders aus als in einer großen industriellen Brauerei. Hier wird Vieles noch so gemacht, wie es auch schon vor 150 Jahren üblich war. Einzige Ausnahme ist die Versorgung mit elektrischem Strom, der das Heizen des Kupferkessels und das Pumpen der so genannten Würze von einem Kessel in den anderen erleichtert. Auch die Mühle, die das Gerstenmalz in Schrot verwandelt, ist heutzutage natürlich elektrisch. Philipp ist durch Gelegenheitsjobs beim Film von Bayern nach Potsdam gekommen und hat in der Brauerei nun seinen Traumberuf gefunden.

Auch seine Kollegin Gianna, ebenfalls Azubi und ursprünglich aus Schleswig-Holstein, hat die Brauerei entdeckt, nachdem sie bereits eine Ausbildung im Gesundheitsbereich abgeschlossen hatte. Lebenserfahrung sei gut, meinen die beiden Besitzer der Braumanufaktur im Forsthaus Templin, Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler. Voraussetzung für eine Ausbildung ist bei Ihnen immer ein etwa zweiwöchiges Praktikum, das Einblick in den Beruf bietet und den Hausherren die Möglichkeit gibt, die Kandidaten kennen zu lernen. Jedes Jahr können zwei Azubis aufgenommen werden.

"Die Ausbildung dauert immer drei Jahre, aber danach sind die Brauer in der Lebensmittel- und Zulieferindustrie sehr begehrt", erklärt Thomas Köhler. Gianna könnte sich auch vorstellen, später eine eigene kleine Gasthausbrauerei zu eröffnen. Ein Bachelor- und Master-Studium im Bereich Brauerei- und Getränketechnologie an der TU Berlin ist ebenfalls eine Garantie für gute Aufstiegschancen.

» Milchtechnologe

Milchtechnologe

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Daniela Hennig hat Lebensmitteltechnologie an der TU Berlin studiert und stellt nun auf dem elterlichen Hof im Werderaner Ortsteil Töplitz Käse aus Milch der eigenen Kühe her.

Foto: Milchtechnologe

Daniela Hennig hat Lebensmitteltechnologie an der TU Berlin studiert und stellt nun auf dem elterlichen Hof im Werderaner Ortsteil Töplitz Käse aus Milch der eigenen Kühe her.

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Bio-Milch und Käse aus der Gläsernen Meierei in Münchehofe im Spreewald.

Foto: Milchtechnologe

Bio-Milch und Käse aus der Gläsernen Meierei in Münchehofe im Spreewald.

Die Milch macht's, hieß es lange in der Werbung. Und Milchwirtschaft hat Zukunft, denn Milch ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel, bei weitem nicht nur für kleine Kinder. Heutzutage wird sie meist in hochtechnisierten Molkereien verarbeitet und Milchkühe sehen oft niemals etwas anders als ihren Stall. Auch hier gilt: Bio hat Zukunft, denn die Milch schmeckt einfach besser, wenn die Kühe Gras und nicht nur Silage fressen.

Milchtechnologen bedienen in erster Linie moderne Produktions- und Abfüllanlagen und überwachen Produktionsprozesse. Sie kontrollieren die Produktion und die besonders wichtige Hygiene. Durch die stark vorangeschrittene Technisierung und Automatisierung ist der körperliche Einsatz zurückgegangen. Fast alles ist mittlerweile von Computern gesteuert. Das eröffnet auch mehr und mehr Frauen gute Arbeitschancen in einem zukunftsweisenden Wirtschaftszweig. Ob Bio oder konventionell, die Arbeitsplatzaussichten sind gut. Es bieten sich vielseitige berufliche Möglichkeiten sowie Fortbildungs- und damit Aufstiegschancen.Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet nur in anerkannten Ausbildungsbetrieben sowie in der Berufsschule in Oranienburg statt. Dort nehmen die Azubis an drei Theorie-Blöcken à vier Wochen pro Lehrjahr teil.

Besonders wichtig sind naturwissenschaftliches Interesse und technisches Verständnis, wenn man in diesem Beruf Erfolg haben will. Außerdem gehört ein ausgeprägtes Hygieneverständnis unbedingt dazu, denn kaum irgendwo vermehren sich Keime schneller als in lauwarmer Rohmilch. Und letztlich kann es ganz bestimmt nicht schaden, auch ein gutes Geruchs- und Geschmacksverständnis mitzubringen.Gelernt werden Produktionsverfahren von Trinkmilch über Butter, Joghurt und Käse bis hin zu Sauermilcherzeugnissen. Dabei spielen die Qualitätskontrolle und Laboranalysen eine wichtige Rolle. Auch das Verpacken und Lagern nach modernsten Hygiene- und Haltbarkeitsstandards muss gelernt werden.

In Brandenburg gibt es erst wenige Käsereien. Sie sind kleine Handwerksbetriebe und arbeiten meist mit ökologisch oder integriert hergestellter Milch. Daniela Hennig hat nach ihrem Studium der Lebensmitteltechnologie auf dem elterlichen Hof auf der Insel Töplitz im Havelland in einer kleinen Manufaktur mit der Herstellung diverser Käsesorten begonnen. Zum Einsatz kommt nur die Milch der eigenen Kühe, die der Familie auf diese Weise ein gutes Einkommen bescheren. Danielas größtes Problem war und ist aber nicht etwa die Technik der Käseherstellung, sondern das Erlernen der Rezepturen. Käseproduktion hat in Brandenburg so gut wie keine Tradition, deshalb müssen Käser wie sie zunächst auf Wanderschaft gehen und in anderen Regionen oder im Ausland das Käsen lernen.

» Öko-Landwirt/in

Öko-Landwirt/in

Foto: Öko-Landwirt/in

Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz. Die Landwirtschaft liegt ihr durch ihre Großeltern im Blut, einen Hof haben ihre Eltern aber nicht mehr.

Foto: Öko-Landwirt/in

Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz. Die Landwirtschaft liegt ihr durch ihre Großeltern im Blut, einen Hof haben ihre Eltern aber nicht mehr.

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Bio-Kürbis ist vor allem im Herbst und Winter beliebt, weil er sehr gesund und nährstoffreich ist.

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Bio-Kürbis ist vor allem im Herbst und Winter beliebt, weil er sehr gesund und nährstoffreich ist.

In Brandenburg bieten zahlreiche Öko-Betriebe Lehrstellen an. Die meisten haben eine staatliche Ausbildungsberechtigung. Die Lehre dauert je nach Vorbildung zwei Jahre für Abiturienten und drei Jahre für Azubis ohne Abitur. Am Ende steht eine staatliche Gesellenprüfung an. Seit 2008 gibt es auf brandenburgischen Demeter-Höfen auch die Möglichkeit einer so genannten "freien Ausbildung" über vier Jahre. Sie beginnt jeweils am 1. März und findet im Wesentlichen im Lehrbetrieb statt. Auch hier werden die wesentlichen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Fertigkeiten vermittelt.

Begleitet wird die Ausbildung von regelmäßigen Seminaren zu natur- und geisteswissenschaftlichen sowie anthroposophischen Hintergründen.Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz bei Wiesenburg im Hohen Fläming. Hier wird seit über 20 Jahren Bio-Qualität erzeugt und teilweise auch selbst verarbeitet. Felicia muss während ihrer Ausbildung alle Stationen durchlaufen, das heißt, schon nach wenigen Monaten arbeitet sie in der hauseigenen Nudel-Manufaktur mit oder versorgt die artgerecht gehaltenen Schweine, Schafe und Legehennen. Und in einem modernen Betrieb gehört auch die Verwaltung von Ferienwohnungen dazu.

Die 19-Jährige ist nach dem Abitur aus Bayern nach Schmerwitz gekommen und könnte ihre Ausbildung nach zwei Jahren abschließen. Ihr Ziel ist es jedoch, neben der praktischen Ausbildung auch ein Studium zu absolvieren, um später selbstständig einen Öko-Agrarbetrieb leiten zu können. Das gibt es in Brandenburg schon lange. Die Schmerwitzer Betriebsleiterin Rita Neumann hat zu DDR-Zeiten selbst ihre Ausbildung auf dem damals volkseigenen Gut begonnen und im Anschluss an der Humboldt-Uni in Berlin Agrarökonomie studiert. Die heute 60-Jährige bildet seit vielen Jahren aus und gibt ihre Erfahrungen gern weiter.

"Die meisten Azubis bleiben nur ein Jahr bei uns und gehen dann in einen zweiten Betrieb, um verschiedene Formen der ökologischen Landwirtschaft kennen zu lernen", erzählt sie und kann dem Hin und Her während der Ausbildung offenbar viel Gutes abgewinnen. Vor allem für Quereinsteiger hat das Vorteile, denn, wer ohne Familienbetrieb im Rücken und mit geringen Kenntnissen von Landwirtschaft in die Ausbildung geht, hat so die Möglichkeit, sich seinen zukünftigen Arbeitsplatz in einer Branche auszusuchen, die ihm liegt. 
Voraussetzung: Wer später studieren will, sollte mindestens ein Fachabitur mitbringen.
www.gut-schmerwitz.de 

» Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Mehrmals täglich misst Jasmin den Chlorgehalt des Wassers. Ist er nicht o.k., muss ein Techniker ran und die Sache in Ordnung bringen, bevor es gefährlich wird.

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Mehrmals täglich misst Jasmin den Chlorgehalt des Wassers. Ist er nicht o.k., muss ein Techniker ran und die Sache in Ordnung bringen, bevor es gefährlich wird.

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Zur Sicherheit der Badegäste müssen immer wieder Wasserproben genommen werden.

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Zur Sicherheit der Badegäste müssen immer wieder Wasserproben genommen werden.

Schwimmen ist Deine Leidenschaft und Du würdest am liebsten den ganzen Tag im, am oder unter Wasser zubringen? Du engagierst Dich im DLRG oder bei der Wasserwacht, weißt, was bei einem Badeunfall zu tun ist und wärst bereit, unter allen Umständen ins kühle Nass zu springen um ein Leben zu retten?

Wenn Du auch noch Spaß am Umgang mit Menschen hast und im vollen Strandbad oder in der Schwimmhalle den Überblick nicht verlierst, ist die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe genau das Richtige für Dich.

Der gute alte Bademeister, der immer nur Aufsicht führte und allzu wilde Zeitgenossen mit drohendem Zeigefinger aus dem Becken pfiff, gehört der Vergangenheit an. Wer heute in einem modernen Bäderbetrieb arbeiten möchte, muss ein Multitalent und vor allem auch ein kleiner Eventmanager sein.

Denn immer mehr Sport- und Spielveranstaltungen halten Einzug in die Bäderlandschaft und neben reinen Sportbädern sind überall im Land Thermen und Wellnessbäder entstanden. Die Aufgaben sind also vielfältig und entwickeln sich immer weiter.

Bei der Bäderlandschaft Potsdam, zu der das Kiezbad am Stern und das Bad am Brauhausberg sowie die zwei Strandbäder gehören, wird Jasmin Neubauer innerhalb von drei Jahren zur Fachangestellten für Bäderbetriebe ausgebildet. Neben intensivem Schwimm-, Spring-, Tauch- und Rettungstraining erwirbt sie das nötige technische Know-how, um die Anlagen zu warten. Besucherbetreuung und Verkehrssicherheitspflicht gehören ebenfalls zum Ausbildungsprogramm.

Der theoretische Unterricht findet blockweise im Berufsschulzentrum in Wittenberg statt. In Sachsen-Anhalt wird am Ende der Ausbildung auch die Prüfung bei der zuständigen Stelle der Landesregierung abgelegt. Für Jasmin kein Problem - sie kommt von dort.

Gelehrt werden unter anderem handwerkliche Kenntnisse in Pflege, Wartung und Instandsetzung der bädertechnischen Einrichtungen. Grundlagen für das Messen physikalischer Größen wie ph-Wert oder Chlorgehalt, der bewusste Umgang mit Wärmepumpen, Solaranlagen und frequenzgesteuerten Umwälzpumpen gehören ebenfalls zum Lehrstoff. Außerdem lernt Jasmin in ihrer Ausbildung verwaltungstechnische Abläufe und Grundlagen des Marketings und kann ihre Computer-Kenntnisse perfektionieren.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind ein Oberschul- oder ein Mittlerer Schulabschluss sowie gute sportliche Fähigkeiten und eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer.
www.swp-potsdam.de
sowie Bäderbetriebe und Thermen im Land Brandenburg

» Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Fitnesskaufleute haben auch sehr gute Chancen in Sportgeschäften. Fachkundige Beratung hat bei der Vielzahl der Angebote eine absolute Priorität.

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Fitnesskaufleute haben auch sehr gute Chancen in Sportgeschäften. Fachkundige Beratung hat bei der Vielzahl der Angebote eine absolute Priorität.

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Gehört zum Job im Fitnesscenter: Geräte müssen den Kunden vor der Nutzung erklärt werden.Foto: Fitness First GmbH

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Gehört zum Job im Fitnesscenter: Geräte müssen den Kunden vor der Nutzung erklärt werden.Foto: Fitness First GmbH

Die Fitnesswelle hat Deutschland mittlerweile bis in die hinterste Ecke überrollt. Große Ketten richten modernste Studios mit immer neuen Geräten ein, aber auch Hotels, ob für Geschäftskunden oder zur Begeisterung der Feriengäste, verfügen über Trainingsräume. Längst geht es dabei nicht mehr nur um den reinen Muskelaufbau oder den perfekten Körper. Auch gesundheitliche Aspekte spielen in unserer bewegungsarmen Zeit eine immer größere Rolle. Vor allem in großen Städten, wo das Joggen nach Feierabend unter Umständen mit längeren Anfahrten verbunden ist, ziehen es viele Menschen vor, schnell für eine Stunde in die "Mucki-Bude" zu gehen.

Für junge, sportbegeisterte Schulabgänger mit Gesundheitsbewusstsein und einem gewissen Maß an Geduld bietet die Branche den perfekten Start ins Berufsleben. Eine Ausbildung zum Fitnesskaufmann ist aber nicht gleichzustellen mit den Aufgaben eines Trainers. Zwar müssen auch die Kaufleute die Geräte bedienen und Übungen erklären können, fast wichtiger ist jedoch die Arbeit hinter den Kulissen. Kaufmännische Kenntnisse sind in einem von starkem Konkurrenzdruck betroffenen Sektor von größter Bedeutung. Dazu gehören auch Dinge wie Rechnungswesen, Marketing oder Materialverwaltung, die vielleicht auf den ersten Blick weniger spannend wirken als die Arbeit als Zumbatrainer.

Einen großen Vorteil hat die umfassende Ausbildung aber allemal: Als reiner Trainer kann man in der Regel in der Fitnessbranche nicht lange arbeiten. Wer nicht mehr superjung und knackig braun ist, wird in einer Branche, die sich extrem an Mode und Schönheit orientiert, nicht allzu lange an vorderster Front stehen können. Spätestens dann zahlen sich betriebswirtschaftliche Kenntnisse aus. Außerdem bieten sie Azubis, die sich weniger für die Arbeit im Studio interessieren, auch die Möglichkeit, in Sportfachgeschäfte zu wechseln.Weitere Einstiegsmöglichkeiten ergeben sich bei Sportvereinen, denen das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder für die Verwaltung nicht mehr reicht. Dort gehört oft auch die Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Sportfesten zum Aufgabenbereich. Kommunale Sport-ämter, aber auch die zahlreichen privat betriebenen Bäder und Thermen brauchen Fachleute, die Ideen auch aus kaufmännischer Sicht erfolgreich umsetzen.

Neben eigener Fitness sollten Azubis in diesem Bereich also Kreativität und Begeisterung für Zahlen mitbringen. Ein freundliches, gepflegtes Aussehen und außerordentliches Dienstleitungsbewusstsein sind vor allem beim direkten Kontakt zu Kunden unumgänglich.

» Tanzlehrer

Tanzlehrer

Foto: Tanzlehrer

Ein Tanzlehrer erklärt seinen jugendlichen Schülern die Schritte. Fotos (2): ADTV - tanzen.de

Foto: Tanzlehrer

Ein Tanzlehrer erklärt seinen jugendlichen Schülern die Schritte. Fotos (2): ADTV - tanzen.de

Foto: Tanzlehrer

Spaß und Bewegung in der Tanzschule.

Foto: Tanzlehrer

Spaß und Bewegung in der Tanzschule.

Du hast Rhythmus im Blut und tanzt für Dein Leben gern? Vielleicht hast Du auch noch pädagogisches Geschick und gibst Deine Kenntnisse gern weiter? Dann könnte der Beruf des Tanzlehrers genau das Richtige sein. Die Ausbildung regeln die berufsverbände. Der Allgemeine deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) bildet beispielsweise in seinen Schulen Tanzlehrer in einer dreijährigen dualen Ausbildung mit jährlichen Prüfungen aus. Voraussetzung ist ein Mittlerer Schulabschluss. Wegen der Arbeitszeiten in den Abendstunden sollten Kandidaten außerdem volljährig sein. Grundkenntnisse des Welttanzprogramms sind von Vorteil.

Die praktische Ausbildung findet in einer anerkannten Ausbildungsschule statt. Bis zu drei Mal vormittags oder in Blockform findet parallel fachlich-theoretischer und tänzerischer Unterricht in einer autorisierten Berufsausbildungsschule statt. Weitere berufsbegleitende Inhalte werden außerbetrieblich in Seminaren vermittelt.Tanzlehrer haben gute Berufsaussichten. Die umfassende duale Ausbildung der Tanzlehrer-Akademie hat einen guten Ruf. Die angehenden Tanzlehrer lernen nicht nur das Welttanzprogramm, sondern werden geschult in Anatomie, Animationstechniken, Arbeitsschutz und Unfallverhütung. Erste Hilfe, Kommunikation, Organisation, Pädagogik, Psychologie, Rhetorik und Umgang mit Menschen sowie angemessene Umgangsformen gehören ebenfalls zur Ausbildung.Nach der Abschlussprüfung dürfen Tanzlehrer eigenständigen Unterricht geben.

Der ADTV unterhält zudem eine Aus- und Weiterbildungsakademie, in der ausgebildete Lehrer kontinuierlich weiter lernen können. Als komprimierte Plattform für theoretische und praktische Weiterbildung veranstaltet die Akademie zentrale und regionale Schulungen sowie den einmal jährlich stattfindenden "Internationalen Tanzlehrerkongress (Intako)" mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. Tanzen verbindet eben über alle Grenzen hinweg!Ausbildungsberechtigungen erteilen die Verbände an ihre Mitgliedsschulen. Wer sich für eine Tanzlehrerausbildung interessiert, sollte sich direkt bei den Verbänden nach einer passenden Lehrstelle erkundigen.

» Physiotherapeut

Physiotherapeut

Foto: Physiotherapeut

Beim theoretischen Unterricht lernen die zukünftigen Therapeuten unter anderem alles über Knochen und Gelenke.Fotos (2): Recura Akademie

Foto: Physiotherapeut

Beim theoretischen Unterricht lernen die zukünftigen Therapeuten unter anderem alles über Knochen und Gelenke.Fotos (2): Recura Akademie

Foto: Physiotherapeut

Praktische Übungen werden zuerst an Mitschülern trainiert.

Foto: Physiotherapeut

Praktische Übungen werden zuerst an Mitschülern trainiert.

Ob in Kliniken, angestellt oder selbstständig in Praxen: Physiotherapeuten werden überall gebraucht. In einer Gesellschaft, in der die meisten Arbeiten sitzend oder mit unzureichenden Bewegungen geleistet werden, leiden immer mehr Menschen unter Rückenschmerzen, Verspannungen und generellen Problemen des Bewegungsapparats. Physiotherapeuten helfen Patienten nach Unfällen und arbeiten auch in gesundheitlich orientierten Fitnessstudios. Sie haben also gute Zukunftsperspektiven.

Die Ausbildung dauert drei Jahre an einer staatlich anerkannten Schule für Physiotherapie. An der Akademie der Recura Kliniken in Potsdam beginnen die Kurse jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober eines Jahres und finden in Vollzeit statt. 2.900 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht in der Schule werden ergänzt durch 1.600 Stunden praktische Ausbildung am Patienten in Kliniken und Einrichtungen. Die Lehrinhalte sind durch das Masseur- und Physiotherapeutengesetz und die Ausbildungs- und Prüfungsordnung streng geregelt.

Wer als Physiotherapeut arbeiten möchte, sollte sportlich sein und viel Feingefühl für die Patienten, mit denen der Therapeut viel Zeit allein verbringt, mitbringen. Eine Vorliebe für medizinische Fächer ist ebenfalls günstig, denn in den drei Jahren muss viel Anatomie und Physiologie gebüffelt werden. Patienten-orientiertes Lernen beginnt im besten Fall schon mit dem ersten praktischen Unterricht.

Während der Ausbildung lernen die Teilnehmer auch die Bewegungsabläufe funktionsgerecht zu analysieren. Die Wirkung einzelner Übungen und Techniken wird meist zunächst gegenseitig geübt, damit jedem einzelnen Schüler bewusst wird, wie sie später beim Patienten angewendet werden müssen. Die Einsatzzeiten in Kliniken beginnen oft früh morgens, in Praxen sind die Hauptarbeitszeiten in der Regel dann, wenn Arbeitnehmer zur Behandlung kommen können, das heißt früh morgens und vor allem nachmittags und am frühen Abend. Besonderen Einsatz finden Physiotherapeuten in der Behandlung von Leistungssportlern, in Thermen und medizinischen Bädern.

» Altenpfleger

Altenpfleger

Foto: Altenpfleger

In der Altenpflegeschule üben die Schülerinnen gegenseitig Verbände anlegen.

Foto: Altenpfleger

In der Altenpflegeschule üben die Schülerinnen gegenseitig Verbände anlegen.

Foto: Altenpfleger

Blutdruckmessen bei der Mitschülerin.

Foto: Altenpfleger

Blutdruckmessen bei der Mitschülerin.

Foto: Altenpfleger

Auch ein Diabetes-Test will gelernt sein.

Foto: Altenpfleger

Auch ein Diabetes-Test will gelernt sein.

Steffi wusste schon mit 14, was sie werden will. Ihr Opa hatte immer so gezittert und Steffi wollte genauer wissen, was ihm fehlt. Die Diagnose war eindeutig: Steffis Opa leidet unter der Parkinson-Krankheit. Das klingt schlimmer, als es zunächst ist, denn viele Menschen leben sehr lange mit dieser Krankheit des Gehirns.

Für Steffi war es vor allem eine Erkenntnis. Sie entschied sich schon damals für einen Gesundheitsberuf. Nach der 10. Klasse hat Steffi eine duale Ausbildung zur Altenpflegerin bei der evangelischen Hoffbauer-Stiftung begonnen. Die Ausbildung ist in praktische und theoretische Blöcke aufgeteilt. Die Praxis lernt Steffi in einem Seniorenheim nordwestlich von Berlin, für die Theorie fährt sie jeweils eine Stunde und vierzig Minuten hin und zurück nach Kleinmachnow. Dorthin ist die Altenpflegeschule der Potsdamer Hoffbauer-Stiftung im vergangenen Herbst gezogen.

Steffi hätte auch einen anderen Kooperationspartner ihrer Einrichtung wählen können. Bei der evangelischen Stiftung war sie sich aber sicher, eine fundierte und ihren Bedürfnissen entsprechende Ausbildung zu bekommen. Dabei ist die heute 19-Jährige eine der Jüngsten ihres Jahrgangs. Viele Azubis haben zuvor schon andere Berufserfahrungen gesammelt und fangen hier noch einmal neu an.

Steffi geht den Weg anders herum und sagt ganz zuversichtlich, dass diese Ausbildung für sie noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. Später will sie vielleicht lieber Rettungsassistentin werden. Das hat auch mit Menschen und Gesundheit zu tun, ist aber mehr erste Hilfe. Vieles, was sie dort gebrauchen kann, lernt sie auch jetzt schon im Unterricht. Denn auch als Altenpflegerin muss sie Blutdruck messen, Verbände wechseln oder Diabetes-Kontrollen durchführen.

Ähnlich wie in der Krankenpflege muss auch sie ihre Patienten grundlegend versorgen können. Hinzu kommt aber noch eine tiefgehende menschliche Beziehung, denn die Versorgung von Senioren in Pflegeeinrichtungen oder durch ambulante Dienste dauert oft Jahre. Das bedeutet viel Ausdauer und Geduld, denn viele alte Menschen geben sich nur unfreiwillig mit ihrem Schicksal ab und halten sich nicht unbedingt für pflegebedürftig. Sorgen um einen Arbeitsplatz muss Steffi sich nicht machen, Altenpfleger werden überall gesucht, und das mit deutlich steigender Tendenz.

» Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

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Stolz zeigt Mike Schwitzke seine Sammlung entschärfter Sprengkörper.

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Stolz zeigt Mike Schwitzke seine Sammlung entschärfter Sprengkörper.

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Auch eine Besonderheit der Brandenburger Polizei: Aufgrund der zahlreichen Gewässer hat die Wasserschutzpolizei vor allem im Sommer viel zu tun.

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Auch eine Besonderheit der Brandenburger Polizei: Aufgrund der zahlreichen Gewässer hat die Wasserschutzpolizei vor allem im Sommer viel zu tun.

Wer sich für spezielle Tätigkeiten bei der Polizei interessiert und schon eine Vorbildung auf dem Gebiet mitbringt, kann unter Umständen ohne große Umwege in die gewünschte Dienststelle gelangen. Ähnlich wie "Headhunter" in der internationalen Wirtschaft halten beispielsweise die Abteilungsleiter des LKA schon recht frühzeitig während der Grundausbildung nach geeigneten Kandidaten Ausschau.

Eine ganz besondere Aufgabe im Rahmen der Brandenburger Polizei hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Mitarbeiter sind zwar keine ausgebildeten Polizisten und deshalb auch keine Vollzugsbeamten, unterstehen aber trotzdem voll und ganz dem Zentraldienst der Polizei in Wünsdorf. Kampfmittelbeseitiger haben vielfältige Aufgaben. In Brandenburg müssen Baugrundstücke in besonders gefährdeten Gebieten vor der Bebauung auf Munition und Blindgänger überprüft werden und häufig werden, vor allem in Oranienburg und Potsdam, bei systematischer Suche Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Wer hier arbeiten möchte, muss nicht nur extrem ruhig und gelassen sein, sondern vor allem möglichst bereits in einem metallverabeitenden Gewerbe gearbeitet haben. Der Leiter der Potsdamer Dienststelle, Mike Schwitzke, hat zunächst eine Schlosserlehre gemacht und lange Jahre bei der Bundeswehr in ähnlicher Position gearbeitet. Er lässt sich bei seinem Job nicht aus der Ruhe bringen, trotzdem fällt ihm aber jedes Mal ein Stein vom Herzen, wenn eine Bombe entschärft ist. "Als Erstes rufe ich dann meine Frau an", erzählt der vierfache Familienvater.

» Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Foto: Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Auch der Umgang mit den jüngsten Zeugen muss gelernt werden. Auf dem Gelände ist genug Platz, um Unfälle zu simulieren.

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Auch der Umgang mit den jüngsten Zeugen muss gelernt werden. Auf dem Gelände ist genug Platz, um Unfälle zu simulieren.

Foto: Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Auch das Anlegen von Handschellen will geübt sein. Die Polizeianwärter trainieren regelmäßig Abwehrtechniken und lernen, wie sie Täter in den Griff bekommen.

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Auch das Anlegen von Handschellen will geübt sein. Die Polizeianwärter trainieren regelmäßig Abwehrtechniken und lernen, wie sie Täter in den Griff bekommen.

Wer eine Ausbildung im mittleren Dienst absolviert, verbringt zweieinhalb Jahre an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg. Die Nachwuchskräfte sollen "bürgernah und konfliktregelnd, fachkompetent und professionell, selbstbeherrscht und vorurteilsfrei" agieren lernen, heißt es in der offiziellen Ausbildungsbeschreibung. Im Alltag an der FHPol heißt das, dass neben Paragraphenpaukerei, Kriminalistik und Kriminaltechnik, Fahr- und Sicherheitstraining auch viel Teamgeist vermittelt wird, und zwar in erster Linie beim Sport. Außerdem bekommen die Polizeischüler ein interkulturelles Training und lernen Grundlagen der Polizeipsychologie.

Wer den Campus der FHPol als Schüler betritt, geht grundsätzlich zunächst zu seinem Spind und zieht sich um. Denn hier wird Uniform getragen, außerhalb des Geländes ist das jedoch verboten, weil man die Schüler sonst vermeintlich für voll ausgebildete Polizisten halten könnte. Praktische Übungen aus dem Polizei-Alltag finden ebenfalls unter Aufsicht der Lehrkräfte auf dem Gelände statt. Polizeimeisteranwärter werden in erster Linie auf den Dienst als Streifenbeamte im Wach- und Wechseldienst vorbereitet. Sie erhalten aber auch Grundkenntnisse in der Straftatenbekämpfung. In der Schutzpolizei können sie später bei Verkehrskontrollen oder bei der Autobahnpolizei eingesetzt werden und haben dort neben Kontrollaufgaben auch beratende Funktionen zu erfüllen. In der Bereitschaftspolizei, von der es Hundertschaften in Potsdam, Frankfurt (Oder), Oranienburg und Cottbus gibt, sind sie für den reibungslosen Ablauf bei Großveranstaltungen zuständig und helfen auch bei Naturkatastrophen. Die Bereitschaftspolizei muss im Ernstfall auch Kollegen in anderen Bundesländern unterstützen.

Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für alle Polizeibeamten. Wer gut ist und seine Fähigkeiten unter Beweis stellt, kann sich auf intern ausgeschriebene Stellen bewerben und sich auf Dauer spezialisieren.
Weitere Informationen zum Studium bei der Polizei finden Sie hier

» Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

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Erkennungsmerkmal aller Polizisten in Uniform: Brandenburgs Polizei trägt immer das Wappen mit dem roten Adler am Ärmel.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Erkennungsmerkmal aller Polizisten in Uniform: Brandenburgs Polizei trägt immer das Wappen mit dem roten Adler am Ärmel.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Im großen Hörsaal wird gerade Kriminalistik gebüffelt. Unter den Studenten sind nur wenige Frauen. Die Polizei braucht aber dringend weiblichen Nachwuchs.

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Im großen Hörsaal wird gerade Kriminalistik gebüffelt. Unter den Studenten sind nur wenige Frauen. Die Polizei braucht aber dringend weiblichen Nachwuchs.

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Zerlegte Waffe und Übungsmunition ohne Schießpulver im Schießstand der Polizeischule. Hier müssen alle trainieren.

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Zerlegte Waffe und Übungsmunition ohne Schießpulver im Schießstand der Polizeischule. Hier müssen alle trainieren.

Die Polizei hat in Deutschland einen hohen Stellenwert und gibt der Bevölkerung durch ihre Präsenz ein Gefühl von Sicherheit. Durch die Brandenburger Polizeireform wurden in den vergangenen Jahren zwar Wachen geschlossen oder zusammen gelegt, aber mittlerweile zeigt sich auch die Kehrseite des Sparprozesses und es werden immer mehr Forderungen nach Verstärkung der Ordnungshüter laut. Als Polizist wird man also immer einen Arbeitsplatz haben.

Wer in Brandenburg eine Polizeiausbildung im mittleren oder gehobenen Dienst absolvieren möchte, kommt nicht an der Fachhochschule der Polizei (FHPol) in Oranienburg vorbei. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, dort, wo bereits SS-Wachmannschaften und kasernierte DDR-Volkspolizei ausgebildet wurden, hat seit 2006 Brandenburgs zentrale Ausbildungsstätte für Polizisten ihren Sitz. Mit der Geschichte umzugehen und den jungen Nachwuchskräften die Bedeutung der Polizei in unterschiedlichen Regimen deutlich zu machen, hat man sich zum Ziel gesetzt.

Rund 4.000 junge Menschen bewerben sich jedes Jahr über die Internetseite der Polizei Brandenburg um einen Ausbildungsplatz. Sie alle werden zu Einstellungstests eingeladen. Tatsächlich erscheint nicht einmal die Hälfte, obwohl die Auswahltests für die beiden Bereiche gehobener und mittlerer Dienst fast täglich stattfinden. Das liegt zum Einen an der Vielzahl der Bewerbungsmöglichkeiten. Kaum jemand bewirbt sich nur in einem Bundesland. "Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Bewerber lieber in ihrer Heimat bleiben wollen, Familie und Freunde haben eine große Bedeutung", sagt Linda Bergel, selbst keine Polizistin, aber in Oranienburg für das Auswahlverfahren der Kandidaten zuständig. Das bedeutet, dass wer an mehreren Orten Zusagen bekommt, meist die Stelle annimmt, die dem heimischen Herd am nächsten ist.

So weit muss es aber überhaupt erst kommen. Vorher müssen ein psychologischer Multiple Choice-Test, ein Diktat und eine Sportprüfung erfolgreich abgelegt werden. Wer das geschafft hat, und das sind nicht viele, muss am nächsten Tag noch eine gründliche polizeiärztliche Untersuchung über sich ergehen lassen. Beim Psychotest kann es leicht passieren, dass sich Kandidaten zu viele Gedanken darüber machen, welche Antworten gewollt sind. Das merkt man bei der Auswertung schnell und damit sind die Chancen auf einen Platz oft schon geschwunden, bevor man richtig loslegen konnte. Ein ganz anderes Problem sind die Diktate. "Hier kann man sich wirklich gut vorbereiten, in dem man sich beispielsweise Zeitungsartikel von Angehörigen oder Freunden diktieren lässt", rät Linda Bergel. Denn immer häufiger hapert es an ausreichenden Rechtschreibkenntnissen. Im Polizeidienst müssen später aber immer wieder Berichte geschrieben werden, da ist korrektes Deutsch Pflicht.

Auch für die Sportprüfung kann man prima im Vorfeld trainieren. Wer noch kein Supersportler ist, sollte sich besser gleich darauf einstellen, dass Polizisten fit sein müssen. Schließlich sollen sie bei der Verfolgung eines Straftäters nicht sofort schlapp machen und "Horst Krause-Typen" haben ohnehin ausgedient. Selbst im Polizeiruf 110 wurde dem Brandenburger Unikum eine junge, zackige Kommissarin zur Seite gestellt, um das Bild der Polizei ein wenig ins rechte Licht zu rücken. Von 15 Bewerbern, die sich an diesem Morgen vorgestellt haben, sind genau zwei übrig geblieben. Sie haben alle Tests mit Bravour bestanden, aber Linda Bergel ist trotzdem wenig optimistisch, was ihren Start bei Brandenburgs Polizei angeht, denn beide kommen aus Mecklenburg-Vorpommern und haben sich auch noch in Berlin und Niedersachsen beworben. "Wenn sie einen Platz in ihrer Heimat bekommen, sind sie für uns leider verloren", sagt sie aus Erfahrung.

Das bedeutet, dass die Brandenburger Polizei dringend Nachwuchskräfte sucht, und dass es gute Chancen für Brandenburger gibt. Vor allem Frauen sollten sich mehr bewerben, wünscht man sich in Oranienburg, denn es gibt Einsatzbereiche, wo es ohne weibliche Unterstützung gar nicht geht. Gesucht werden außerdem Kandidaten mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen und Neigungen, denn in der Polizei gibt es eine Vielfalt an unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.

Die Ausbildung im mittleren Dienst dauert zweieinhalb Jahre und schließt mit der Prüfung zum "Polizeimeister" ab. Absolventen des dreijährigen Bachelorstudiums für den gehobenen Dienst tragen den Titel "Polizeikommissar". Nach der Fachhochschule geht es aber für fast alle jungen Polizisten zunächst zur Bereitschaftspolizei.
Weitere Informationen zum Studium bei der Polizei finden Sie hier

» Fotograf

Fotograf

Foto: Fotograf

Alles im Blick(-winkel)! Foto: nk

Foto: Fotograf

Alles im Blick(-winkel)! Foto: nk

Fotografen erstellen je nach Schwerpunkt Porträt-, Produkt-, Indus­trie- und Architektur- oder wissenschaftliche Fotos. Darüber hinaus werden Fotografien auch im Film und in der Videotechnik eingesetzt. Vor einer Aufnahme entscheiden Fotografen, welches Aufnahmematerial und welche Kamera einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die Beleuchtungsart, richten die Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv - teils mehrfach, zum Beispiel mit verschiedenen Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei veränderten Lichtverhältnissen.

Außerdem bearbeiten sie die Fotografien, retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen diese.Fotografen arbeiten hauptsächlich in Fotostudios, in Zeitungsverlagen, im Fotoeinzelhandel oder industriellen Fotogroßlabors. Sie agieren je nach Auftrag auch an wechselnden Arbeitsorten, zum Beispiel im Freien oder in Firmengebäuden. Außerdem arbeiten sie am PC, in der Dunkelkammer, im Labor sowie in Verkaufsräumen. Kenntnisse in Kunst, Mathematik, Physik und Chemie sind erforderlich. Die Berufsausbildung (dual) dauert drei Jahre. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen die ausbildenden Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Bootsbauer

Bootsbauer

Bootsbauer der Fachrichtung Technik montieren und warten technische und elektronische Einrichtungen von Motor- und Segeljachten, aber auch kleineren Fischkuttern, Barkassen und anderen Nutzfahrzeugen der Binnen- und Seeschifffahrt. Von Spannungsquellen und Energiespeichern über die Bordelektronik und ?elektrik bis hin zu Kabeln, Leitungen, Pumpen, Motoren oder Generatoren sind dies alle Arten von technischen Systemen und Anlagen. Bootsbauer der Fachrichtung Technik prüfen diese, stellen Störungsursachen fest und beheben sie.

Sie installieren nach gesetzlichen Vorschriften und unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen beispielsweise Feuerlöschsysteme, Kühlaggregate oder Ankereinrichtungen. Wenn sie Boote ein- und auswintern, beurteilen sie den Zustand der Bordtechnik, ergreifen Maßnahmen zum Korrosions- oder Frostschutz und stellen im Frühjahr die Betriebsbereitschaft und alle Funktionen der Systeme, zum Beispiel des Antriebs, wieder her. Bootsbauer der Fachrichtung Technik brauchen für die Berechnung von Flächen- und Rauminhalten gute Kenntnisse in Mathematik. Auch Physik, Technik und Werken sind wichtig. Die Lehre (duale Berufsausbildung) dauert 3,5 Jahre.red
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: Es ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Im Vorläuferberuf Bootsbauer/in (ohne Fachrichtungen) stellten die Betriebe überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.

» Bäcker

Bäcker

Wer wüsste das nicht: Bäcker müssen immer sehr, sehr früh aufstehen, um dann Brot und Brötchen, Backwaren aus Blätter- und Mürbe- oder Hefeteig, Torten und Partygebäck herzustellen. Mehl, Milch, Eier, Hefe und Zucker sind ihre Elemente - und daraus zaubern sie manche Leckereien, während andere Leute noch schlafen.

In handwerklichen Bäckereien sind sie vorwiegend in Backstuben beschäftigt, in der Nahrungsmittelindustrie dagegen in Großbäckereien und damit in Werkhallen.Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt sind bei der Arbeit mit Lebensmitteln von besonderer Bedeutung. Damit die Qualität der Backwaren stimmt, müssen die Rezepte der Teigsorten genau eingehalten werden. Außerdem sind die Hygienevorschriften zu beachten.Beim Umrechnen von Gewichtsangaben oder bei der Berechnung von Mischungsverhältnissen benötigt man Kenntnisse in Mathematik. Zur Überwachung chemischer Prozesse (zum Beispiel Gärung von Sauerteig durch Milchsäurebakterien und Hefen) sind Kenntnisse in Chemie nützlich.

Die Ausbildung dauert drei Jahre (duale Berufsausbildung). Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Mögliche Alternativen, falls es mit diesem Berufswunsch nicht klappt: Konditor oder Koch - auch hier geht es darum, aus guten Zutaten etwas Schmackhaftes zu zaubern.red

» Kosmetiker

Kosmetiker

Kosmetiker beraten Kunden in Schönheits- und Gesundheitsfragen und bieten pflegende Gesichts- sowie Ganzkörperbehandlungen an. Sie wenden zum Beispiel Peelings an, bieten Gesichtsmassagen an und tragen beruhigende Masken oder pflegende Packungen auf. Störende Körperbehaarung entfernen sie mit Pinzetten, Wachsstreifen, Epiliergeräten oder dauerhaft mithilfe von Lasergeräten.

In der Hand- und Fußpflege formen, pflegen und gestalten sie die Nägel, massieren Hände oder Füße und pflegen die Haut. In der Ganzkörperkosmetik wenden sie Bäder mit speziellen Wirkstoffen oder Ganzkörpermassagen an. Zum Abschluss einer Behandlung tragen sie typgerechtes Makeup auf. In manchen Fällen bieten sie alternativ hierzu Permanent-Make-Up an, eine spezielle Tätowiertechnik, mit der sich zum Beispiel fehlende Augenbrauen kaschieren lassen.

Daneben verkaufen sie kosmetische Produkte oder Parfümerieartikel an ihre Kunden. Kosmetiker arbeiten hauptsächlich in Kosmetikstudios. Sie sollten serviceorientiert und kundenfreundlich arbeiten, möglichst nicht an den Fingernägeln knabbern und auch sonst selbst gepflegt sein. Gute Chemie- und Biologiekenntnisse können für Bewerber von Vorteil sein.
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben, vorwiegend wird man mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss eingestellt.

» Leichtflugzeugbauer

Leichtflugzeugbauer

Leichtflugzeugbauer stellen Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtfluggeräte und kleinere Motorflugzeuge vor allem für die Sportfliegerei her.Sie verarbeiten dabei hauptsächlich Faserverbundwerkstoffe, Leichtmetall und gelegentlich auch Holz. Mit Hilfe von Schablonen, Formen sowie Urmodellen, Werkzeugen und Maschinen fertigen sie Bauteile wie Sandwichschalen, Rippen, Spanten, Ruder und Verkleidungen. Diese fügen sie bei der Endmontage mit bereits vorgefertigten Ausrüstungsteilen wie Fahrwerk, Steuereinrichtungen, Kanzel und Triebwerk zusammen.

Auch warten und reparieren sie Leichtflugzeuge, kontrollieren dabei alle Bordsysteme und beseitigen Defekte.Leichtflugzeugbauer arbeiten hauptsächlich in kleinen und mittleren Industriebetrieben des Segel- und Leichtflugzeugbaus.Interesse an Mathematik sollte zur Berechnung von Flächen, Körper- und Rauminhalten vorhanden sein. Wissen aus Physik und Chemie ist wichtig, Interesse an Werken und Technik sollte ebenfalls vorhanden sein, und zum Lesen und Anfertigen genauer Skizzen und Pläne sind Fertigkeiten im Technischen Zeichnen hilfreich.
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben, vorwiegend wird man mit mittlerem Bildungsabschluss eingestellt. Alternativen: Fluggerätemechaniker, Bootsbauer oder Fahrzeuginnenausstatter.

» Gärtner

Gärtner

Foto: Gärtner

Gärtner ist ein vielseitiger Traumberuf für junge Menschen, die das Arbeiten in und mit der Natur lieben. Foto: GMH

Foto: Gärtner

Gärtner ist ein vielseitiger Traumberuf für junge Menschen, die das Arbeiten in und mit der Natur lieben. Foto: GMH

Kaum ein Beruf ist so vielseitig wie Gärtner mit seinen unterschiedlichen Fachrichtungen. Neben dem Umgang mit der Natur und der Arbeit unter freiem Himmel gibt es noch viele weitere Argumente die dafür sprechen, sich in der Grünen Branche ausbilden zu lassen. Für Karrieretypen: Gärtner ist ein krisenfester Job.

Der Wunsch der Menschen nach einem grünen Lebens- und Arbeitsumfeld, einen blühenden Balkon oder Garten sowie frischem Obst- und Gemüse aus der Region wird immer stärker. Die Zukunftsperspektiven für junge Menschen sind also sehr gut und die Weiterbildungsmöglichkeiten vielfältig. Sogar eine Beschäftigung im Ausland, etwa in der Entwicklungshilfe, steht qualifizierten Fachkräften offen.Für Kommunikative: Ein guter Umgang mit Kunden ist wichtig, wenn es um Verkauf und Beratung geht. Dieser Arbeitsbereich kommt vor allem Schulabgängern entgegen, die neben Pflanzen auch den Kontakt zu anderen Menschen lieben. Wer sich gut ausdrücken kann, ist als Gärtner im Einzelhandel gefragt - zumal der Anspruch der Kunden an fachkundiger Beratung steigt.

Für Kreative: Blumen sind zu Recht ein beliebtes Motiv in der Kunst. Wer ihre Schönheit liebt, muss nicht zum Pinsel greifen. Kreativität lässt sich auch als Gärtner in der Züchtung neuer Sorten oder beim Kombinieren von Pflanzenarrangements ausleben.

Für Technikfans: Moderne Gewächshäuser sind von Computern gesteuert. Wer hier Pflanzen anbaut, hat tagtäglich auch mit hoch entwickelten Maschinen zu tun. Schweres Gerät nimmt Gärtnern zudem körperliche Arbeiten ab - sei es in der Baumschule, im Garten- und Landschaftsbau oder im Obst- oder Gemüseanbau.

Für Naturverbundene: Wer sich gern unter freiem Himmel bewegt sollte Gärtner werden, statt nur aus dem Fenster zu schauen. Gärtner arbeiten mit den Jahreszeiten - egal ob sie Zierpflanzen und Stauden kultivieren, Obst und Gemüse anbauen, Gehölze und Gräber pflegen oder Gärten gestaltet. Dabei sind aktiver Umweltschutz und naturwissenschaftliches Denken ein wichtiger Aspekt des Berufes. Die Naturverbundenheit spricht auch viele Quereinsteiger an.

Für Kontaktfreudige: Ein Gärtner arbeitet selten allein. Netzwerke und Kontakte werden in der Grünen Branche gepflegt, die Organisation der Berufsgruppen in Verbänden hat einen regen Austausch zur Folge. Junggärtner aus allen Fachrichtungen treffen sich zudem regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten.GMH
Bei der Suche nach einem Unternehmen in der Nähe deines Wohnortes oder mit einer bestimmten Spezialisierung helfen die gartenbaulichen Landes- und Fachverbände oder die für die Berufsbildung zuständigen Stellen;.Eine Liste aller Ansprechpartner gibt es im Internet unter www.beruf-gaertner.de

» Isolierfacharbeiter

Isolierfacharbeiter

Isolierfacharbeiter dämmen industrielle Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemissionen zu vermindern und schädliche Einwirkungen, zum Beispiel durch Feuchtigkeit, zu verhindern.Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämm-Methoden aus und richten die Baustelle ein.

Dann bauen sie unter anderem Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen und Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie oft noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff. Isolierfacharbeiter ist ein anerkannter Beruf mit Fortsetzungsmöglichkeit. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Alternativen: Ausbaufacharbeiter oder Bauten- und Objektbeschichter.red

» Koch

Koch

Köche bereiten unterschiedliche Gerichte zu und richten sie an. Wenn sie einen Speiseplan aufgestellt haben, kaufen sie Lebensmittel und Zutaten ein, bereiten sie vor oder lagern sie gegebenenfalls ein. Sie organisieren die Arbeitsabläufe in der Küche und sorgen dafür, dass die Speisen rechtzeitig und in der richtigen Reihenfolge fertiggestellt werden. In kleineren Küchen kochen, braten, backen und garnieren Köche alle Gerichte selbst. In Großküchen sind sie meist auf die Zubereitung bestimmter Speisen spezialisiert, etwa auf Beilagen, Salate oder Fisch- und Fleischgerichte.

Zu ihren Aufgaben gehört auch, die Preise zu kalkulieren und Gäste zu beraten.Damit die Qualität der Speisen stimmt, müssen die Zutaten sorgfältig ausgewählt und frisch sein. Außerdem sind die Hygienevorschriften zu beachten.

Psychische Belastbarkeit ist wichtig, da Köche auch in Stoßzeiten und trotz Lärm und Hitze zuverlässig und sorgfältig arbeiten müssen. Bei der Berechnung von Mengenangaben benötigt man Kenntnisse in Mathematik. Angehende Köche befassen sich außerdem mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln und deren Veränderung bei Lagerung und Zubereitung. Kenntnisse in Chemie sind daher hilfreich.Die Berufsausbildung (dual) zum Koch dauert drei Jahre. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen ausbildende Betriebe überwiegend Bewerber mit Hauptschulabschluss ein.red

» Industrieelektriker

Industrieelektriker

Industrieelektriker der Fachrichtung Betriebstechnik bearbeiten, montieren und verbinden mechanische Komponenten und elektrische Betriebsmittel. Außerdem installieren sie elektrische Systeme und Anlagen, betreiben und warten sie.Sie sind auch in der Qualitätssicherung tätig.

Hier analysieren und prüfen sie elektrische Systeme und Funktionen, führen Sicherheitsprüfungen an elektrischen Anlagen und Systemen durch, dokumentieren Produktionsdaten und stimmen sich mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab. Dabei berücksichtigen sie Aspekte der Wirtschaftlichkeit sowie Vorgaben des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit.Industrieelektriker der Fachrichtung Betriebstechnik arbeiten hauptsächlich in Industriebetrieben, zum Beispiel der Metall- und Elektroindustrie, der Automobilindustrie oder des Anlagenbaus. Meist sind sie in den Werkstätten und Werkhallen der Betriebe, im Kundenservice an wechselnden Einsatzorten beim Kunden tätig.Kenntnisse in Mathematik und Informatik sind ebenso wichtig wie in Physik. Auch handwerkliches Geschick ist vonnöten.
Lehrzeit: 2 Jahre
Voraussetzungen:Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.

» Biologielaborant

Biologielaborant

Biologielaboranten untersuchen Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen. Sie isolieren zum Beispiel Zellen, züchten sie auf speziellen Nährböden und begutachten sie. Unter dem Elektronenmikroskop vergleichen und prüfen sie die Struktur von Viren oder Bakterien. In biochemischen Versuchen setzen sie Zellen, Eiweiße, Blut oder Gewebeproben in chemischen Lösungen an und testen die Reaktion. Auch Parasiten und Schädlinge züchten und sezieren sie. Bei Tierversuchen arbeiten sie ebenfalls mit.

Daneben können gentechnische Versuche zu ihren Aufgaben zählen. Wenn sie in der Pharmakologie tätig sind, beschäftigen sie sich mit der Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Organismen. In der Sicherheitspharmakologie testen sie Nebenwirkungen von Arzneien in der Entwicklung. Biologielaboranten arbeiten hauptsächlich in der medizinischen und biologischen Forschung, der angewandten Medizin und im Gesundheitswesen, bei Pharma- und Kosmetikherstellern, bei Lebensmittelherstellern und in Betrieben, die biotechnische Produkte herstellen.

Ihre Tätigkeiten üben sie vorwiegend in Laboratorien aus. Sehr gute Kenntnisse in Biologie sind unabdingbar, auch Chemie, Physik und Mathematik sind gefragt.red
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Baustoffprüfer

Baustoffprüfer

Baustoffprüfer bereiten Proben vor, entnehmen und untersuchen sie. Sie prüfen zum Beispiel Böden auf Tragfähigkeit oder sondieren, um die Verdichtungs- und Wasseraufnahmefähigkeit eines Bauuntergrundes zu ermitteln. Sie stellen die Belastung mit umweltschädlichen Stoffen fest oder testen für Bauwerke oder Straßenbeläge Mörtel, Beton, Asphalt und andere Baustoffe auf ihre Eigenschaften und Einsatzfähigkeit. So ermitteln sie zum Beispiel Druckfestigkeit, Verhalten bei Hitze oder Kälte und Güte der Baustoffe.Untersucht wird in Labors, wobei chemische und physikalische Methoden und Prüfmaschinen eingesetzt werden. Bei der Arbeit orientieren sich Baustoffprüfer an Normen und Vorschriften.

Prüf- und Messergebnisse dokumentieren sie, werten sie aus und stellen sie grafisch dar. Sie erstellen Prüfberichte und erläutern den Kunden ihre Ergebnisse. Baustoffprüfer arbeiten hauptsächlich in Unternehmen der Bauwirtschaft und in Steinbruchbetrieben sowie in Überwachungs- und Forschungseinrichtungen.Das Prüfen von Baumaterialien und Böden auf Baustellen oder im Gelände an wechselnden Arbeitsorten erfordert Flexibilität. Nützlich sind gute Kenntnisse in Chemie, Physik und Mathematik.red
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

» Groß- und Einzelhandelskaufleute

Groß- und Einzelhandelskaufleute

Foto: Groß- und Einzelhandelskaufleute

Viktor Lannois begeistert sich für Fische und Krustentiere. Im Frischeparadies ist er genau an der richtigen Stelle. Foto: s.g.

Foto: Groß- und Einzelhandelskaufleute

Viktor Lannois begeistert sich für Fische und Krustentiere. Im Frischeparadies ist er genau an der richtigen Stelle. Foto: s.g.

Viktor Lannois macht eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann beim Frischeparadies Hamburg. Für ein Wochenende ist er gemeinsam mit anderen Azubis aus ganz Deutschland und aus Wien nach Berlin gekommen, um für einen Tag die Filiale im Bezirk Prenzlauer Berg zu leiten. Das Frischeparadies ist ein Zusammenschluss ehemals eigenständiger Delikatessen-Märkte, die in erster Linie hochklassige Gastronomie beliefern, aber auch im Einzelhandel tätig sind.

In jedem Fall gilt: wer hier einkauft, ist bereit, für gute Qualität einen angemessenen Preis zu zahlen und kennt sich meist sehr gut aus. Das bedeutet, dass auch die Azubis sich schnell in die einzelnen Bereiche einarbeiten und viel über die Waren lernen müssen.Die Frischeparadies-Kette gehört heute zum Dr.-Oetker-Konzern und verfügt über ein reichhaltiges Angebot von Gemüse über Käse und Wurstwaren bis hin zu Wein und Süsswaren.

Das war jedoch nicht immer so. Die meisten Märkte waren zunächst auf Frischfisch spezialisiert. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass man bis heute in allen Märkten eine Fischabteilung findet, die in Deutschland ihres gleichen suchen kann. Sie wird immer gleich aufgebaut und - große Ausnahme in deutschen Märkten - die Verkäufer stehen vor der Ware, vom Kunden nur durch ein Band getrennt.

Für Viktor ist das eine ganz besondere Art des Kundenkontakts. "Ich kannte das Frischparadies in meiner Heimatstadt Stuttgart und wollte unbedingt in diesem Konzern meine Ausbildung machen ", erzählt der 21-Jährige. In Stuttgart bleiben wollte er nicht, so hat er sich kurzerhand in Hamburg beworben. Im Frischeparadies zählen nicht nur die Noten auf dem Abschlusszeugnis, sondern vor allem die Motivation und die Begeisterung der Bewerber für die Ware.

Viele haben vorher schon in der Gastronomie gearbeitet und wissen aus eigener Erfahrung, was ein Restaurantchef benötigt. Das ist gut, denn die Bestellungen aus der Spitzengastronomie kommen meist per Telefon. Auch ein gewisses Interesse am Kochen ist nützlich, wenn man mit Spitzenprodukten arbeiten will.

Immer mehr Einzelhandelsketten geben ihren Azubis die Chance, für eine gewisse Zeit das Ruder zu übernehmen. Sie wollen ihnen damit einen ganz persönlichen Einblick in die Leitung eines Geschäfts geben.

Meist bewerben sich die Azubis speziell für diesen Einsatz, in einigen Fällen, wie bei der Drogeriemarktkette dm gehört es auch zum letzten Ausbildungsjahr. Die Ausbilder wollen damit erreichen, dass Azubis eigenständig Verantwortung übernehmen und sich grundlegende Gedanken über die Abläufe im Geschäft machen, anstatt nur auf Anweisung zu handeln.

Für zielstrebige Nachwuchskräfte ist das eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was sie können. Generell gilt im Einzelhandel, wie auch in vielen Handwerksberufen, dass man den Nachwuchs für den eigenen Betrieb lieber selbst ausbildet. "Da weiß man, was man hat, und die Mitarbeiter lernen die Strukturen von Anfang an kennen", sagt auch die Inhaberin des Edeka-Marktes in Werder (Havel), Kathrin Schneider, die ebenfalls grundsätzlich selbst ausbildet. Für die Azubis ist das eine gute Chance, nach der Ausbildung übernommen zu werden. Viktor Lannois möchte nach der Lehrzeit erst einmal studieren. Wer weiß, wo er dann landet? Sabine Gottschalk
Voraussetzungen: Erweiterte Berufsbildungsreife, MSA
Interesse für die angebotenen Waren und gute Rechenkenntnisse
www.potsdam.ihk24.de
www.ihk-ostbrandenburg.de
www.cottbus.ihk.de 

» Inklusionspädagogik

Inklusionspädagogik

Foto: Inklusionspädagogik

Fotos: (2) sg | Grundschulklasse in Potsdam

Foto: Inklusionspädagogik

Fotos: (2) sg | Grundschulklasse in Potsdam

Foto: Inklusionspädagogik

Integrationsklasse für geflüchtete Kinder

Foto: Inklusionspädagogik

Integrationsklasse für geflüchtete Kinder

Lehrer|innen in der Primarstufe: Schwerpunkt Inklusion


Bald ist es geschafft: Zwölf Jahre Schule liegen hinter Dir und Du hast immer noch nicht genug davon?
Gestresste Lehrer haben Dich nicht von dem festen Willen abbringen können, selbst in ihre Fußstapfen zu treten und kommenden Generationen das Wissen nahe zu bringen, das Du Dir in den vergangenen Jahren
angeeignet hast – und noch viel mehr, denn die Welt verändert sich schließlich.

Und weil sie sich verändert, bekommen seit einigen Jahren nicht nur Migrantenkinder mit sehr geringen Sprachkenntnissen, sondern auch Kinder mit den unterschiedlichsten Behinderungen Zugang zu Regelschulen. Für beide Fälle sind die wenigsten Lehrkräfte ausgebildet. Während sich Lehrer|innen an Förderschulen Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen, fragen sich ihre Kollegen an klassischen Grundschulen, wie sie die neue Herausforderung meistern können. Viele denken, das ist politisch gewollt, aber nicht zu Ende gedacht.

Abhilfe kann eine besondere Ausbildung schaffen, die im klassischen Lehramtsstudium nicht enthalten ist. An der Uni Potsdam, die als einzige im Land Brandenburg Lehrer ausbildet, hat man eigens dafür den
Studiengang Lehramt für Primarstufe mit Schwerpunkt
Inklusionspädagogik eingerichtet.

Das Fach Inklusionspädagogik bezieht sich dabei auf Sprach- und Lernförderung, beschäftigt sich aber auch mit dem Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung. Zusätzlich werden auch die klassischen Primarstufenfächer Deutsch und Mathematik vermittelt. Wer sich für diesen Studiengang entscheidet, wird später also anders unterrichten als die Kollegen in einer Grundschule ohne Inklusionsschwerpunkt.

Seit dem Wintersemester 2013/14 ist das Lehramtsstudium reformiert. Ein erster Masterstudiengang nach dem neuen Lehrerbildungsgesetz hat im Wintersemester 2016 / 17 begonnen. Auf ihn folgt wie gehabt das Referendariat.

Wer sich mit Inklusionspädagogik beschäftigen möchte, sollte vorab ein Praktikum in einer Einrichtung oder in der Freizeitbetreuung machen. Das ist auch bei
einem Schülerpraktikum möglich. Selbstdisziplin,
Kontaktfreudigkeit und Gelassenheit sind für den
Erfolg im Berufsalltag sehr wichtig.
Voraussetzungen:
Abitur, Empathie und innere Ausgeglichenheit, Selbsttest zur Eignung für eine Laufbahn im Bildungswesen unter www.cct-germany.de

Studiendauer:
Bachelor: 6 Semester
Master: 2 Semester
Referendariat

www.uni-potsdam.de

» Fachkraft für Abwassertechnik

Fachkraft für Abwassertechnik

Fachkräfte für Abwassertechnik überwachen, steuern und dokumentieren die Abläufe in Entwässerungsnetzen sowie bei der Abwasserund Klärschlammbehandlung in kommunalen und industriellen Kläranlagen. Sie kontrollieren automatisierte Anlagen und Maschinen an Leitständen. Bei Normabweichungen ergreifen sie sofort die notwendigen Korrekturmaßnahmen.

In Kläranlagen überwachen Fachkräfte für Abwassertechnik die Aufbereitung des Wassers in der mechanischen, biologischen und chemischen Aufbereitungsstufe. Außerdem analysieren sie Abwasserund Klärschlammproben, dokumentieren die Ergebnisse, werten sie aus und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse zur Prozessoptimierung. Sie überwachen Kanalnetze und Einleiter. Rohrleitungssysteme, Schächte und andere Anlagenteile inspizieren, reinigen und warten sie. Als sogenannte "elektrotechnisch befähigte Personen" können sie auch elektrische Installationen ausführen und reparieren.

Wo arbeitet man?

Fachkräfte für Abwassertechnik arbeiten hauptsächlich in der Abwasserwirtschaft, zum Beispiel in kommunalen und industriellen Kläranlagen, in der öffentlichen Verwaltung, zum Beispiel bei Abwasserverbänden und in Wirtschaftsbetrieben mit eigener Abwasserreinigung. Sie sind in Abwasserreinigungsanlagen, Laboren, aber auch im Freien, z.B. an Faultürmen, Klär, Absetzund Belebungsbecken tätig. Beim Betrieb von Entwässerungssystemen haben sie in Pumpwerken bzw. in der Kanalisation an Rohren und Sammlern zu tun.

Worauf kommt es an?

Sorgfalt ist bei der Analyse von Wasserund Klärschlammproben unabdinglich, um Fehler zu vermeiden, die Menschen und Umwelt gefährden könnten. Das Durchführen von Schutzmaßnahmen, z.B. bei Auftreten zu hoher Schadstoffkonzentrationen, erfordert Verantwortungsbewusstsein.Für das Verständnis der Vorgänge in Abwasseranlagen bilden umfassende Kenntnisse in Biologie und Chemie eine gute Grundlage. Kenntnisse in Mathematik sind notwendig, um den Sauerstoffbedarf in den Klärbecken zu berechnen. Beim Ausführen von Reparaturen an den Anlagen ist Erfahrung in Werken und Technik von Vorteil.

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen im öffentlichen Dienst pro Monat:
1. Ausbildungsjahr: 753 Euro
2. Ausbildungsjahr: 803 Euro
3. Ausbildungsjahr: 849 Euro

» Erzieher|in

Erzieher|in

Foto: Erzieher|in

Fotos (2): sg

Foto: Erzieher|in

Fotos (2): sg

Kinderlieb und hart im Nehmen: Erzieher|innen brauchen ein dickes Fell


Kita und Hort kennen wohl alle noch aus ihrer eigenen Erfahrung, schließlich ist es ja noch nicht so lange her, dass Ihr selbst dort wart. Könnt Ihr Euch auch an die Lautstärke und die ständigen Forderungen nach Hilfe und Beachtung erinnern? An das Durcheinander, das immer wieder beseitigt werden musste und die freundlichen, aber mahnenden Worte Eurer Erzieher|innen, bitte aufzuräumen und dabei leise zu sein, weil nebenan geschlafen wird oder Hausaufgaben erledigt
werden müssen?

Wer mit Kindern arbeiten möchte, muss sie nicht nur lieben, sondern zuallererst eine gewisse Stressresistenz mitbringen. Erzieher|innen sind die ersten Pädagogen, die die Kleinen für ihr Leben prägen und mit denen sie oft mehr Zeit verbringen als mit den eigenen Eltern. Deshalb ist eine fundierte Ausbildung, gepaart mit möglichst vielen Praxisphasen in unterschiedlichen Institutionen, ganz besonders wichtig.

Wer jüngere Geschwister hat oder schon länger als
Babysitter arbeitet, bringt schon ganz gute Voraussetzungen mit, um in diesem Job eine gute Figur zu
machen. Pädagogische Kenntnisse werden in der dreijährigen schulischen Ausbildung vermittelt, die Neigung zur Arbeit mit kleinen Kindern und, nicht zu vergessen, auch mit ihren Eltern, müssen Interessierte aber mitbringen.

Erzieher|innen werden händeringend gesucht, die Aussichten auf einen festen Job sind also gut. Nicht ganz so gut ist immer noch die Bezahlung, deshalb kann es durchaus von Vorteil sein, sich später weiter zu qualifizieren.

Wer Erzieher|in werden will muss grundsätzlich vorab einen anderen Beruf erlernt haben. Gut geeignet ist die zweijährige Ausbildung zum Sozialassistenten. Nach fünf Jahren darfst Du Dich dann endlich staatlich anerkannte|r Sozialpädagoge|in nennen und es stehen Dir ganz unterschiedliche Berufswege offen.

Die eigentliche Erzieher-Ausbildung am OSZ oder an der Fachschule für Sozialwesen dauert drei Jahre in Vollzeit. Dabei hast Du die gleichen Ferien wie alle anderen Schulen und kannst die Zeit nebenbei auch zum Geldverdienen nutzen, denn Praktika fallen in die Schulzeit. Bei einer insgesamt fünfjährigen Ausbildung ist das von großem Vorteil.

Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife oder (Fach-)Abitur und Berufsausbildung (z.B. zum Sozialassistenten) oder zweijährige Berufstätigkeit in einem ähnlichen Bereich. Probehalbjahr. Ein Praktikum ist dringend ratsam!

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual

www.oszj.de
www.hoffbauer-bildung.de
www.erzieher-brandenburg.de

» Fachinformatiker

Fachinformatiker

Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration haben Zukunft. Jedes Unternehmen arbeitet heute in vernetzten Rechnersystemen und fast jeder Privathaushalt hat heute Computer, Telefonanlage und Internet zu Hause. Fachinformatiker sind Spezialisten die kundenspezifische IT-Lösungen durch die Integration von Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen wie Client/Server-Systeme, Mehrbenutzersysteme oder Großrechnersysteme konzipieren und realisieren. Sie können alle Komponenten entsprechend den Kundenanforderungen installieren, konfigurieren und in Betrieb nehmen. Störungen können sie unter Einsatz moderner Experten- und Diagnosesysteme systematisch eingrenzen und beheben. Sie verwalten und betreiben als Dienstleister die IT-Systeme im eigenen Haus oder beim Kunden. Daneben beraten und schulen sie Benutzer.

Im Rahmen der Lehrzeit bekommen die Auszubildenden neben der Vermittlung aller erforderlichen Fähigkeiten einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichsten Aufgabenbereiche und die Abläufe einer IT-Abteilung eines Unternehmens oder eines großen IT-Dienstleisters, je nach Ausbildungsbetrieb.red
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Check-in der Flughafenberufe

Check-in der Flughafenberufe

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen sorgen für einen reibungslosen Ablauf an deutschen Flughäfen. Fotos: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen sorgen für einen reibungslosen Ablauf an deutschen Flughäfen. Fotos: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Piloten sollten verantwortungsbewusst und teamfähig sein. Foto: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Piloten sollten verantwortungsbewusst und teamfähig sein. Foto: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Flubegleiter sind Ansprechpartner für die Fluggäste und sorgen für das Wohlbefinden der Passagiere. Foto: Fotolia / karolsmoderek

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Flubegleiter sind Ansprechpartner für die Fluggäste und sorgen für das Wohlbefinden der Passagiere. Foto: Fotolia / karolsmoderek

Am Flughafen helfen viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen dabei mit, den Betrieb am Laufen zu halten. Hier stellen wir eine Auswahl der Berufe vor, die dort täglich ausgeübt werden.

Flughäfen wirken wie Städte, in denen niemals geschlafen wird: Ob Flugverkehr, Zollkontrolle, Gepäckabfertigung, Restaurantbetrieb oder Maschinenwartung - gearbeitet wird nonstop. Kein Wunder also, dass ein solcher Ort eine ganze Menge an beruflichen Möglichkeiten verschiedenster Art bietet.

Klassische Bereiche Logistik und Technik

Um die große Menge an Frachtgut, Passagieren und Personal zu koordinieren, braucht es logistisches Know-how. Luftverkehrskaufleute und Servicekaufleute im Luftverkehr planen und organisieren die Beförderung von Personen und Fracht. In Flughafenbüros oder im Terminal beraten sie zum Beispiel Fluggäste, regeln den Check-in und verkaufen Tickets.

Luftverkehrskaufleute arbeiten hauptsächlich in Flughafenbetrieben, bei Linien- und Charterfluggesellschaften, bei Luftfrachtspeditionen sowie in Reisebüros. Sie sind in Büros, an Flughafenschaltern oder in Reisevermittlungszentren, in Lager- oder Frachtumschlagshallen tätig. Kommunikationsfähigkeit hilft bei der Kundenberatung über Flugverbindungen und ?preise.

Ein angemessener Umgang mit Beschwerden und Reklamationen ungeduldiger und schwieriger Kunden erfordert Konfliktfähigkeit und Beherrschtheit. Beim Zusammenstellen individueller Flugverbindungen, dem Ausstellen von Tickets, der Sitzplatzreservierung und der Buchung eines Mietwagens oder Hotelzimmers ist Kunden- und Serviceorientierung wichtig. Gute Kenntnisse in Mathematik sind erforderlich, da Kosten und Leistungsrechnungen oder statistische Berechnungen durchgeführt werden müssen. Kundenberatung, Personalbetreuung und auch das Abfassen von Verträgen verlangen in einem internationalen Umfeld wie dem Luftverkehr gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen in Deutsch und Englisch. Für Aufgaben im Finanz- und Rechnungswesen sind Kenntnisse im Fach Wirtschaft und Recht, zum Beispiel im Vertragsrecht, wichtig.

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung sind mit Versand, Umschlag sowie Lagerung von Gütern betreut. Je nach Arbeitssituation pendeln sie zwischen Büro und Lagerräumen.

Kaufmann/ Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte dreijährige Ausbildung wird in Industrie und Handel angeboten.

Das technische Personal von Flughäfen, das größtenteils in Werkstätten, Wartungshallen oder im Freien arbeitet, ist unter anderem für die regelmäßige Instandhaltung und Kontrolle der Rollfelder und Flugzeuge verantwortlich. Für das reibungslose Funktionieren sorgen hier unter anderem Fluggerätemechaniker der drei Fachrichtungen Instandhaltungs-, Fertigungs- und Triebwerkstechnik und Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme (neue Berufsbezeichnung ab August 2013 voraussichtlich Fluggerätelektroniker).

Diese bundesweit geregelte dreieinhalbjährige duale Ausbildung mit Fachrichtungen findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

"Dienstleistungsgesellschaft" Flughafen

Wer durch eine Airport-Halle schlendert, braucht sich nur umzublicken: Es wimmelt nur so von Geschäften und Restaurants verschiedenster Kategorien. Deshalb zählen auch Berufe in der Gastronomie wie Restaurantfachmann oder Koch zum "Inventar" jedes Flughafens. Hier sorgt man für das leibliche Wohl der Reisenden, sei es in der Küche oder im Service-Bereich.

Auch Verkäufer arbeiten am Flughafen: In den zahlreichen Shops bedienen und beraten sie die Kunden und verkaufen ihnen zum Beispiel Duty-free-Artikel, Snacks oder Zeitschriften.

In der Luft

Wer als Pilot Passagierflugzeuge fliegen will, muss eine zwischen 15 und 24 Monate dauernde Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer (ATPL(A)) (ATPL engl. = Airline Transport Pilot License) absolvieren, die von Verkehrsfliegerschulen und Flugunternehmen durchgeführt wird. Voraussetzung für die Ausbildung ohne Flugvorkenntnisse ist bei den meisten Flugschulen die Hochschulreife, auf jeden Fall aber ein bestandener Eignungstest (zum Beispiel Berufsgrunduntersuchung).

Für den Erwerb der Lizenz ist ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 erforderlich. Die Auszubildenden erhalten während der Ausbildung keine Vergütung. An manchen Schulen fallen für die Ausbildung hohe Kosten an, zum Beispiel Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit sind unabdingbar: Verkehrsflugzeugführer müssen die Sicherheitsbestimmungen einhalten, um Passagiere und Besatzung nicht zu gefährden. Dabei arbeiten sie mit der Besatzung und Fluglotsen eng zusammen.

Angehende Flugbegleiter müssen einen Lehrgang von unterschiedlicher Dauer besuchen, der von Fluggesellschaften und privaten Bildungsträgern mit oder ohne Vorvertrag bei einer Fluggesellschaft durchgeführt wird. Rechtlich ist für diese Ausbildung keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Da die Bildungsträger eigene Zugangskriterien festlegen, bedeutet dies in der Regel, dass ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt wird.

Bewerber sollten volljährig sein. Flugbegleiter ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Die Lehrgänge unterschiedlicher Dauer werden von Fluggesellschaften und privaten Bildungsträgern mit oder ohne Vorvertrag bei einer Fluggesellschaft durchgeführt. Die Ausbildung ist in verschiedenen Bereichen möglich, zum Beispiel als Flugbegleiter für kontinentale und interkontinentale Strecken.red/nk

» Stuckateur

Stuckateur

Foto: Stuckateur

Ausgießen von Mauerwerk-Imitat. Daraus werden später Steinplatten für ein Filmset. Fotos (3): nk

Foto: Stuckateur

Ausgießen von Mauerwerk-Imitat. Daraus werden später Steinplatten für ein Filmset. Fotos (3): nk

Foto: Stuckateur

Natürlich findet man auch die Maria aus Fritz Langs „Metropolis“ in der Stuckateur-Werkstatt.

Foto: Stuckateur

Natürlich findet man auch die Maria aus Fritz Langs „Metropolis“ in der Stuckateur-Werkstatt.

Foto: Stuckateur

Auch das Anfertigen verschiedener Mauerimitate gehört zur Arbeit der Stuckateure.

Foto: Stuckateur

Auch das Anfertigen verschiedener Mauerimitate gehört zur Arbeit der Stuckateure.

Arbeiten in der Traumfabrik


Der Politthriller "The International", der Abenteuerfilm "Die drei Musketiere" oder der Kultfilm "Inglourious Basterds" - wenn eine internationale Filmproduktion in die Babelsberger Studios kommt, wird schon mal das New Yorker Guggenheim-Museum in Originalgröße nachgebaut, fahren venezianische Gondeln durch die Studio-Hallen oder man trifft Regisseur Quentin Tarantino beim Mittagessen in der Kantine.

In der Traumfabrik Babelsberg entstehen jene Filmwelten, die uns als Kinogänger und Filmliebhaber immer wieder begeistern. Einen entscheidenden Anteil an der Realisierung dieser Projekte haben die Handwerker des Art Department Babelsberg. Einer von ihnen ist der Stuckateur Marc Kagermann.

Stuckateur, da denkt man erst einmal an Baustelle, an Fassaden und vielleicht auch an die Verzierungen an der Zimmerdecke. Weit gefehlt! In einem großen Team aus Stuckateuren, Tischlern, Malern, Bildhauern, Schlossern, natürlich den Projektplanern, Regisseuren und Production-Designern entstehen in den 16 Studios und zahlreichen Werkstätten in der Medienstadt Potsdam-Babelsberg fast täglich neue Kulissen für nationale und internationale Filmproduktionen.

Zwischen Kostümfundus und dem ehemaligen Kino auf dem Gelände des Babelsberger Studios liegt die Werkstatt der Stuckateure. Die Räume sind groß und hell. Skulpturen aus verschiedenen Materialien in allen erdenklichen Größen und Farben säumen die Gänge zwischen den einzelnen Werkstattbereichen. Die Wände schmücken Lehrstücke der ehemaligen Auszubildenden, und auf den Tischen liegen unfertige Werkstücke.

Die Ausbildung zum Stuckateur dauert drei Jahre. Das erste Lehrjahr hat Marc Kagermann in der Berufsschule und auf dem Lehrbauhof verbracht. Einfache Holz- und Metallarbeiten, Fliesenlegen, Mauern sowie der Schablonenbau gehörten hier unter anderem zu den Ausbildungsinhalten. Erst im zweiten Ausbildungsjahr begann für ihn die Arbeit in der Stuckateur-Werkstatt des Art Departments.

Ein besonderes Highlight seiner Arbeit sei das Abformen von Modellen und Skulpturen. Klassisch wird mit Gips gearbeitet, aber auch moderne Kunststoffe kommen zum Einsatz. Abwechslungsreich, vielseitig und vor allem sehr spannend - so kann man die Arbeit beschreiben. Der Beruf des Stuckateurs vereint Kunst und Handwerk, und daher sind neben Kreativität und Geschick selbstverständlich auch Genauigkeit und Pünktlichkeit gefragt. Zeitpläne müssen eingehalten und im Vorfeld aufgestellte Budgets sollten nicht gesprengt werden.

Und auch wenn die Arbeit körperlich sehr anstrengend ist, kann sich Marc Kagermann keinen besseren Arbeitsplatz vorstellen. Und nichts ist cooler, als im Kino zu sitzen und bei der einen oder anderen Szene sagen zu können: "Das habe ich gebaut!". Nicole Keilig

» Lagerlogistiker|in

Lagerlogistiker|in

Foto: Lagerlogistiker|in

Foto: Lagerlogistiker|in

Foto: Lagerlogistiker|in

Fotos (2): Fotolia

Foto: Lagerlogistiker|in

Fotos (2): Fotolia

Der Online-Handel boomt und wächst: Große Zukunft für Logistiker


Mal ehrlich, kaufst Du Deine Klamotten noch im Laden? Ob Jeans, Schuhe, DVDs, elektronische Geräte oder Bücher, immer mehr Waren des täglichen Gebrauchs gehen nicht mehr klassisch über die Ladentheke,
sondern werden im Internet bestellt. Der Online-Handel boomt und gerade in ländlichen Regionen ist er für manche Kunden ein wahrer Segen.

Doch wenn es dem Handel gut geht, vervielfachen sich auch die Transporte. Und damit die Pakete auf die Straße kommen und den Kunden schnell erreichen, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte, die die riesigen Logistikzentren voll im Griff haben.

Ein Blick in das Lager des Versandriesen Amazon im havelländischen Brieselang verdeutlicht, wie wichtig eine fundierte Ausbildung ist, um sich hier zurecht zu finden. Denn für den Laien sieht alles erstmal nach
gepflegtem Chaos aus. Doch das hat System. Denn der Online-Anbieter verkauft schon lange nicht mehr nur Bücher, Musik und Filme. Inzwischen gibt es dort sogar Lebensmittel. Dafür haben die Regale eine ganz eigene Logik, die nur versteht, wer sich hier wirklich auskennt.

In ganz Deutschland bildet Amazon zurzeit rund 90 Azubis und Duale Studierende aus, und ist dabei nur einer von zahlreichen Ausbildern. Gleich nebenan, ebenfalls im Brieselang, hat sich Zalando angesiedelt. Was als kleines Berliner Start-up mit einem Schuhversand begann, ist inzwischen zur Multinationalen herangewachsen. Und es geht weiter in die gleiche Richtung. Denn neben Start-ups haben sich auch die klassischen Versandhäuser, wenn sie überhaupt überlebt haben, auf den schnelllebigen Onlinehandel eingestellt. Heute bestellt, morgen beim Kunden, heißt die Devise, und wenn es sein muss, demnächst auch am gleichen Tag per Drohne.

Aber auch die Einzelhandelsketten brauchen für ihre Warenlager Logistiker. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind in diesem Bereich essentiell. Deshalb gibt es auch gute Zukunftschancen. Und zwar überall. Denn, wer keine Lust auf Versandhandel hat, kann auch bei einer Discounterkette anheuern. Logistik ist auch dort das A und O.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, körperliche Belastbarkeit, Neugierde, EDV-Kenntnisse und die Bereitschaft, in
Schichten zu arbeiten. Für das Duale Studium BWL oder Personalwirtschaft: (Fach-) Abitur.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Duales Studium: 6 bis 8 Semester. Gute Übernahmechancen in einem wachsenden Markt

www.amazon-logistikblog.de,
jobs.zalando.com/de

» Soziale Arbeit

Soziale Arbeit

Foto: Soziale Arbeit

Fotos (2): Hoffbauer Stiftung | Studierende im Hörsaal der FHCHP

Foto: Soziale Arbeit

Fotos (2): Hoffbauer Stiftung | Studierende im Hörsaal der FHCHP

Foto: Soziale Arbeit

Foto: Soziale Arbeit

Eine Tür zur Welt öffnen: Sprachförderung in der Sozialen Arbeit


In der Sozialen Arbeit geht es mehr und mehr darum, auch Menschen zu unterstützen, die die deutsche Sprache nur begrenzt oder gar nicht beherrschen. Dabei spielt auch der Spracherwerb eine immer größere Rolle. Auf die veränderten Gegebenheiten hat die Potsdamer Fachhochschule Clara Hoffbauer (FHCHP) reagiert und einen Dualen Studiengang „Sprache und Sprachförderung in Sozialer Arbeit“ eingerichtet.

Die Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft interessiert Dich und Du siehst im Zuzug von Migranten und Geflüchteten eine Chance? Auch Menschen, die aufgrund eines Handicaps Sprache und Sprechen nicht perfekt beherrschen, möchtest Du gern helfen?

Sprache und Sprachkompetenz kontinuierlich im Alltag zu fördern ist die Aufgabe der Absolventen dieses Studiengangs. Deshalb werden neben sozialpädagogischen auch sprachunterstützende Kompetenzen gelehrt. Nebenbei können Schwerpunkte in den Bereichen Theaterpädagogik, Storytelling, Poetry Slam oder Kreatives Schreiben gesetzt werden.

Parallel zu den sozialpädagogischen Modulen werden Fähigkeiten vermittelt, die den Absolventen erlauben sollen, sprach-, lese- und schreibbezogene Bedürfnisse ganz individuell zu erkennen und in der alltäglichen Arbeit zu fördern. Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Politik werden ebenfalls in das Studium einbezogen. Auch eine Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Elementarpädagogik oder Jugendarbeit ist möglich.

Das Studium ist in Trimester gegliedert und findet abwechselnd an der Hochschule und in sozialen Einrichtungen statt, in denen die Studierenden an zwei Tagen pro Woche arbeiten. Das bedeutet, dass Du nach drei Jahren einen Studienabschluss in der Tasche hast und gleichzeitig Berufspraxis vorweisen kannst.

Ob in einer ästhetischen Praxis, in der kulturellen Bildung oder in der Jugendhilfe, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und mit den bereits gesammelten Erfahrungen sind die Chancen auf  einen Arbeitsplatz in einem multiprofessionellen Team gut, denn hier kann jedes Mitglied seine Stärken einbringen.
Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur, Bewerbung mit Motivationsschreiben und Lebenslauf,
parallel Suche nach einem Ausbildungsplatz. Es fallen Studiengebühren von 450 Euro monatlich an, die durch die Ausbildungsvergütung gedeckt sind. Gleichzeitig kann BAföG beantragt werden.

Studiendauer: 3 Jahre dual, in Trimester aufgeteilt, Infotag und Probevorlesung an der FHCHP am 21. März von 10 bis 14 Uhr.

www.fhchp.de

» Fahrzeuglackierer|in

Fahrzeuglackierer|in

Foto: Fahrzeuglackierer|in

Fotos (2): sg | Fahrzeuglackierer-Azubis in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz

Foto: Fahrzeuglackierer|in

Fotos (2): sg | Fahrzeuglackierer-Azubis in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz

Foto: Fahrzeuglackierer|in

Foto: Fahrzeuglackierer|in

Mit der Sprühpistole unterwegs: Frische Farben auf tristem Metall

Nein, hier ist nicht die Rede von Graffiti oder Tags. Das wäre im Mercedes-Benz-Werk Ludwigsfelde undenkbar und würde nicht dem Stil des Unternehmens entsprechen.

Trotzdem sind die angehenden Fahrzeuglackierer|innen hier ganz schön farbstark unterwegs. Vor allem kennen sie sich bei den Mischverhältnissen beneidenswert gut aus und können jede nur erdenkliche Farbe in Null-Komma-Nichts mit einer simplen Küchenwaage mischen. Da bekommen Anstreicher große Augen!

In der Ausbildungswerkstatt werden zwar auch echte Autoteile bearbeitet, denn schließlich sollen die
Azubis später ja im Werk nebenan Transportern den letzten Schliff geben. Aber während der Ausbildung bleibt auch noch genug Zeit für eigene Kreativität mit der Spritzpistole. Ausgefallene Farbkreationen können beispielsweise an den Bänken für die Raucherpause geübt werden, oder auch an ausrangierten Tanks der Werksfeuerwehr.

Vor allem lernen Fahrzeuglackierer hier aber, wie sie das Metall des Fahrzeugs so schützen, dass es nicht
rostet. Kleine Dellen, beispielsweise durch einen Stoß oder einen leichten Aufprall, machen so nicht gleich eine Runderneuerung nötig. Der Kunde dankt das durch Treue zum Hersteller.

Dabei müssen die Auszubildenden ganz unterschiedliche Lackaufbauten üben, bis hin zu changierenden Speziallacken, die nur bei teuren Luxuslimousinen eingesetzt werden und Namen wie Obsidianschwarz, Designo hyazinthrot metallic oder Kallaitgrün metallic tragen. Der Farbenvielfalt sind kaum Grenzen gesetzt. Bei Reparaturen jedoch muss der Übergang unsichtbar sein – das allein ist schon eine hohe Kunst, die hier von der Pike auf gelernt wird.

Ebenso wichtig sind aber Umweltschutz- und Gesundheitsaspekte bei der Arbeit mit den Lacken, die durch ihre Zusammensetzung nicht ungefährlich sind. All das lernst Du in Deiner Ausbildung. Außerdem wirst Du ausführlich in den Aufbau von Lacken und Farben eingeführt. Denn nur wenn Du Dich in diesem Bereich gut auskennst, kannst Du sicher sein, dass die Farbe hält und das Ergebnis zufriedenstellend ist.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, gute Farbsicht und keine Atemwegserkrankungen!

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual

www.daimler.com

» Industriekaufmann|frau

Industriekaufmann|frau

Foto: Industriekaufmann|frau

Foto: daimler | Mercedes Benz Vans advance

Foto: Industriekaufmann|frau

Foto: daimler | Mercedes Benz Vans advance

Foto: Industriekaufmann|frau

Foto: sg| Mercedes-Benz Werk Ludwigsfelde

Foto: Industriekaufmann|frau

Foto: sg| Mercedes-Benz Werk Ludwigsfelde

Schwarze Zahlen schreiben: Erfolgreicher Berufsstart in der Automobilbranche

Kaufleute werden immer und überall gebraucht und haben hervorragende Aufstiegschancen. Wer also gut mit Zahlen umgehen kann, vielleicht schon als Kind auf dem Flohmarkt auch das letzte ausrangierte  Spielzeug in bare Münze umgewandelt hat und bereit ist, sich in betriebswirtschaftliche Abläufe einzuarbeiten, hat in diesem Bereich, egal in welcher Branche, gute Aussichten auf einen langfristigen Arbeitsplatz.

Was auch immer Du am Ende verkaufst, bilanzierst oder verwaltest, wichtig ist eine fundierte Grundausbildung. Wenn Du sie erfolgreich absolvierst, kannst Du quasi überall einsteigen und eventuell auch die Branche wechseln. Gute Azubis werden aber auch gern übernommen und können dann neben der Arbeit so genannte Aufstiegsfortbildungen absolvieren, die helfen, die Karriereleiter zu erklimmen. Wenn Du Deine Ausbildung in einem großen Betrieb machst, in dem es eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten gibt, kannst Du bei entsprechendem Engagement fast sicher sein, übernommen zu werden.

Bei Mercedes Benz in Ludwigsfelde lernen kaufmännische Azubis Material-, Produktions- und Absatzwirtschaft, werden aber auch im Personalmanagement geschult. Finanz- und Rechnungswesen spielen eine große Rolle, deshalb sollte Mathe zu Deinen Lieblingsfächern gehören, aber auch Grundkenntnisse in der Anwendung von IT-Programmen sowie in Präsentations- und Projektmanagement-Tools sind hilfreich, denn auch in diesem Bereich wirst Du geschult.

Spannend sind die kaufmännischen Planspiele, aber auch die Produktschulungen, bei denen Du über alles informiert wirst, was Du in Deinem späteren Berufsleben im Konzern ein- oder verkaufen wirst. Du lernst die einzelnen Fachabteilungen kennen und übst die Arbeit in Projektteams und mit externen Partnern, die auch international sein können. Wenn Du später in einer Niederlassung arbeiten möchtest, solltest Du bereit sein, Dich auf die Wünsche der Kunden einzulassen. Außerdem musst Du natürlich alle Fahrzeuge und Dienstleistungen des Konzerns kennen lernen. In einer globalisierten Welt kann die Arbeit durchaus international sein. Wer bereit ist, gute Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben, hat in einem global agierenden Unternehmen gute Karrierechancen.
Voraussetzungen:
Mittler Schulabschluss oder Abitur mit guten Noten in Mathe und Englisch bei
internationalen Konzernen, Kundenfreundlichkeit und Dienstleistungsbereitschaft

Ausbildungsdauer:
2 1/2 bis 3 Jahre

www.daimler.com