Mediengestalter


Mediengestalter arbeiten in vielen verschiedenen Bereichen. Vor allem in der Werbung und im...

Milchtechnologe


Die Milch macht's, hieß es lange in der Werbung. Und Milchwirtschaft hat Zukunft, denn Milch ist...

Betonbauer


Stück für Stück wachsen Wolkenkratzer, aber auch Fabrikationshallen, Schulen, Einkaufszentren...

In der Gastronomie arbeiten


Fast jedes Restaurant, oder größere gastronomische Einrichtung beschäftigt einen Barkeeper, der...

Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst


Wer eine Ausbildung im mittleren Dienst absolviert, verbringt zweieinhalb Jahre an der...

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Betonbauer

Foto: Betonbauer

In den Werkshallen werden die Stahlbetonplatten für jede Baustelle nach Maß angefertigt. 

Foto: Betonbauer

In den Werkshallen werden die Stahlbetonplatten für jede Baustelle nach Maß angefertigt. 

Foto: Betonbauer

Auch aus Leichtbeton entstehen Wände. Fotos (2): Tinglev Elementfabrik

Foto: Betonbauer

Auch aus Leichtbeton entstehen Wände. Fotos (2): Tinglev Elementfabrik

Stück für Stück wachsen Wolkenkratzer, aber auch Fabrikationshallen, Schulen, Einkaufszentren oder Hochhaussiedlungen mit zahlreichen Mietwohnungen in die Höhe. Hergestellt werden sie aus vorgefertigten Betonteilen, die dann vor Ort Stück für Stück auf- und aneinander montiert werden. Die Betonteile werden vorab maßgetreu im Betonwerk gegossen. Bei einem Einfamilienhaus kann sich der Rohbau so auf ganze fünf Tage reduzieren.

Gebaut wird heute aber nicht mehr nur noch mit dem bekannten Stahlbeton. Auch Leichtbeton und Blähton halten immer mehr Einzug in die hiesige Architektur. Bei der Tinglev Elementfabrik in Altlandsberg werden wärmedämmende Wandelemente aus dem vor allem in nordischen Ländern seit langem eingesetzten Blähton ebenso hergestellt, wie Bauteile, Stützen und Fundamente aus klassischem Stahlbeton. Auf rund 6.000 Quadratmetern wird das vorbereitet, was schon bald auf der nächsten Baustelle zum Einsatz kommt.

Betonfertigteilbauer sind dabei für alle Schritte von der Berechnung bis zum Verbauen der Teile zuständig. Sie sind auch die Spezialisten für die Mischung der Materialien, denn jeder Beton ist in seiner Zusammensetzung der jeweiligen Aufgabe angepasst.Der vielseitige Baustoff lässt sich in so ziemlich jede Form gießen und eröffnet der modernen Architektur nahezu unendliche gestalterische Möglichkeiten. Dabei ist er auch noch ökologisch und hilft, Kosten am Bau zu sparen. Bei der Arbeitsvorbereitung und in der Produktion kommen modernste Technologien zum Einsatz, die den Herstellungs-Konzernen Wachstum in ganz Europa garantieren. So können Gewerbe- und Wohnbauten auch unter schwierigsten klimatischen Bedingungen, wie im Fall von Tinglev auf den Färöer Inseln und in Grönland, gebaut und zahlreiche Nachwuchskräfte ausgebildet werden.

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Azubis sollten Interesse an technischen Innovationen und vor allem räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen. Wer bereit ist, sich auch nach abgeschlossener Ausbildung weiter fortzubilden, hat allerbeste Zukunftschancen in einem Bereich, der die Bauindustrie der Zukunft maßgeblich prägen wird. Aufstiegschancen und ein skandinavisches Ambiente sind zudem äußerst verlockend.
Weiterbildung zum Betonbauermeister möglich.
www.tinglev-elementfabrik.de

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Gamedesigner

Foto: Gamedesigner

Ein ganzes Team produziert gemeinsam ein neues Videospiel.Foto (2): Games Academy

Foto: Gamedesigner

Ein ganzes Team produziert gemeinsam ein neues Videospiel.Foto (2): Games Academy

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Im Unterricht professionelle Spiele testen ist auch Teil der Ausbildung.

Foto: Gamedesigner

Im Unterricht professionelle Spiele testen ist auch Teil der Ausbildung.

Der Markt der Videospiele wächst seit Jahren. Bis 2015 rechnet die Branche weltweit mit einem Umsatz von 112 Milliarden US-Dollar jährlich. In Deutschland haben Games im Jahr 2012 bereits 1,85 Milliarden Euro in die Kassen der Hersteller gespült und damit Musik- und Filmindustrie hinter sich gelassen.

Für passionierte Gamer eröffnet sich hier ein Arbeitsfeld, in dem Talente gesucht werden, die sich oft in ihrer Freizeit schon jahrelang mit den neuesten Spielen am Markt beschäftigt haben. Wer viel im Netz unterwegs ist und gerne Online-Spiele spielt, wer Playstation und sonstige Konsolen besser als sich selbst kennt und schon in der ersten Klasse Nintendo oder Game-Boy zum besten Freund erklärt hat, für den kann das Entwickeln virtueller Spiele zum absoluten Traumberuf werden. Wie in kaum einer anderen Branche spielt die Kombination aus Kreativität, Kunst und Technologie eine entscheidende Rolle - ein Job für echte Querdenker also.

Bei der Games Academy kann man bereits mit 16 Jahren einsteigen. "Besser ist es allerdings, möglichst viel Schulbildung mitzubringen", erklärt Clarissa Dierang von der Academy in Berlin-Mitte. Denn auch hier sind Mathe-, Deutsch- und wegen der Globalisierung der Spiele, auch Englischkenntnisse gefragt. Die Bewerbung sollte aussagekräftig sein und zur Kurswahl passen. Der zweisemestrige Kurs "Gamedesign" ist der Einstieg in weitere, darauf aufbauende Ausbildungen. Den Absolventen bieten sich aber auch schon nach einem erfolgreichen Abschluss der ersten zwei Semester attraktive Jobmöglichkeiten in der Konzeption, Gestaltung und Planung von Videospielen.Auch als Game-Tester können die Absolventen des einjährigen Kurses bereits gutes Geld verdienen und damit unter Umständen ihr weiteres Studium finanzieren. Wer sich gleich für eine viersemestrige Lehrzeit entscheidet, kann sich zum Game- oder Film Art Animator oder zum Game-Programmierer ausbilden lassen. Das geht auch schon ab 16. Allerdings sind hierbei zum Teil sehr ausgeprägte künstlerische Fähigkeiten gefordert, die vor der Aufnahme durch die Vorlage entsprechender Mappen getestet werden. Zukünftige Programmierer sollten schon über fundierte Computerkenntnisse verfügen. Wer sich auf Film Art spezialisiert, hat zudem die Möglichkeit, später als VFX-Experte Spezialeffekte für Kino- oder TV-Produktionen zu erstellen, denn auch hier geht fast nichts mehr ohne diese Extras.

Zurzeit entwickelt die Games Academy zwei Bachelor of Arts-Studiengänge vor: Medienwissenschaften Game Design und Gamification sowie Digital Arts. Außerdem können Absolventen der Games Academy bereits jetzt einen Bachelor of Science in Medieninformatik an der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel ablegen.
www.games-academy.de
Bachelor-Studium in Vorbereitung.Zurzeit Kooperation mit der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel.
www.ostfalia.de

» Mediengestalter

Mediengestalter

Foto: Mediengestalter

Foto: Mediengestalter

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Ob im Video- oder im Printbereich: Kreativität und die Fähigkeit, die eigenen Ideen gut zu verkaufen sind in der Branche das A und O.

Foto: Mediengestalter

Ob im Video- oder im Printbereich: Kreativität und die Fähigkeit, die eigenen Ideen gut zu verkaufen sind in der Branche das A und O.

Mediengestalter arbeiten in vielen verschiedenen Bereichen. Vor allem in der Werbung und im Marketing können sie ihre kreativen Fähigkeiten einsetzen. Auch in Verlagen und in der Film- und TV-Branche sind sie tätig und natürlich im IT-Bereich.

Mediengestalter Digital und Print arbeiten eng mit ihren Auftraggebern zusammen, analysieren Kundenwünsche und realisieren sie am Computer. Sie sammeln Ideen und prüfen ihre technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Ideen werden anschließend am Computer visualisiert.

Wer in diesem Bereich arbeiten will, muss ein großes Maß an Kreativität und Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Neben der Entwicklung von Grafiken, Corporate Identity oder Logos für Unternehmen müssen sie auch ganze Projekte und Konzepte überzeugend an den Kunden verkaufen können. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören auch die Berechnung der Kosten, der Einsatz von Mitarbeitern und die Organisation von Veranstaltungen.Mediengestalter sollten sich schriftlich und mündlich gut ausdrücken können.

Zugangsvoraussetzung ist ein guter Mittlerer Schulabschluss oder Abitur. Im Videobereich stellen Mediengestalter Bild- und Tonaufnahmen her und bearbeiten sie anschließend am Computer. Sie vereinen in vielen Fällen die Berufe Kameramann und Cutter in einem, ohne dabei beim großen Kino zu arbeiten.

Beim rbb, beispielsweise, durchlaufen die Mediengestalter während ihrer Ausbildung die Bild- und Tontechnik und nehmen an Live- und Außenübertragungen teil. Da in der Bildberichterstattung im Internet und beim Fernsehen immer mehr so genannte VJs, also Videojournalisten, eingesetzt werden, eröffnen sich auch hier neue Betätigungsfelder.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und kann entweder in einem Medienbetrieb oder an einer Schule mit Praktika absolviert werden. Voraussetzung ist vor allem beim Hörfunk und Fernsehen die Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendeinsätzen auch nachts, Teamfähigkeit und Pünktlichkeit, außerdem gute Noten in Mathe und Physik und ein guter MSA oder Abitur.
Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss / Fachoberschulreife oder Abitur / Fachabitur, Kreativität und eventuell Bereitschaft zu Schichtarbeit.
www.mediengestalterausbildung.com

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Medienkaufmann/- frau

Foto: Medienkaufmann/- frau

In Buch- und Zeitschriftenverlagen finden Medienkaufleute vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.

Foto: Medienkaufmann/- frau

In Buch- und Zeitschriftenverlagen finden Medienkaufleute vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.

Foto: Medienkaufmann/- frau

Foto: Medienkaufmann/- frau

Du interessierst Dich für Medien und hast ein gutes Verhältnis zu Zahlen? Dann ist eine kaufmännische Ausbildung in der Medienproduktion vielleicht genau das Richtige für Dich. Medienkaufleute arbeiten vor allem in Verlagen und Medienhäusern, aber auch in Produktionsfirmen des TV-Bereichs und natürlich im multimedialen Bereich. Sie organisieren Herstellung und Produktion und sind dabei für Kostenpläne, Vertrieb, Verkauf oder auch Marketing verantwortlich.

Wer in diesem Bereich erfolgreich sein will, muss kommunikationsfähig sein und gern im Team arbeiten. Konfliktfähigkeit und eine gute Kenntnis von Informations- und Kommunikationssystemen sind ebenfalls wichtig. Selbstständiges Arbeiten ist beispielsweise bei der Vorbereitung einer Präsentation unumgänglich.

Zur dreijährigen Ausbildung gehören Marktanalysen und Zielgruppenbestimmung genauso wie Finanz- und Rechnungswesen und Controlling. Praktische Fremdsprachenkenntnisse sind in einer globalen Medienwelt ebenfalls Voraussetzung.

Medienunternehmen stehen oft sowohl auf dem Kunden- als auch auf dem Werbemarkt im Wettbewerb mit einer starken Konkurrenz. Beide Bereiche sind voneinander abhängig und erfordern komplexes kaufmännisches Denkvermögen für unterschiedlichste Unternehmensstrategien.

In den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen sind kaufmännische und redaktionelle Bereiche in der Regel voneinander abgegrenzt. In der Buchproduktion werden Medienkaufleute aber oft auch im Lektorat und bei der Werbung um neue Autoren eingesetzt.Während der Ausbildung werden Bereiche wie Arbeitsorganisation, Marketing, Vertrieb, Anzeigen, aber auch Redaktion und Lektorat, Rechte und Lizenzen behandelt. Außerdem gehören Herstellung, kaufmännische Planung, Steuerung und Controlling zu den Ausbildungsinhalten.

Aufstiegschancen im kaufmännischen Bereich sind in der Regel gut. Wer allerdings in Führungspositionen oder in die Geschäftsleitung größerer Verlage oder Medienhäuser will, sollte nach der Ausbildung eventuell ein Studium ins Auge fassen. Weiterbildungen und Zusatzqualifizierungen sind in jedem Fall erforderlich, denn die rasanten technischen Veränderungen erfordern die ständige Aktualisierung der eigenen Kenntnisse.
www.azubister.net/ausbildung/medienkaufmann-digital-und-print

Voraussetzung: Möglichst Abitur oder Fachabitur

» Bierbrauer

Bierbrauer

Foto: Bierbrauer

Philipp (li.) ist Azubi im ersten Lehrjahr und darf schon selbst brauen. Ökotrophologiestudentin Verena absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum in der Braumanufaktur.

Foto: Bierbrauer

Philipp (li.) ist Azubi im ersten Lehrjahr und darf schon selbst brauen. Ökotrophologiestudentin Verena absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum in der Braumanufaktur.

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An der so genannten Spindel überprüft Verena den Gehalt der Würze, die die Grundlage fürs Bier bildet.

Foto: Bierbrauer

An der so genannten Spindel überprüft Verena den Gehalt der Würze, die die Grundlage fürs Bier bildet.

Ein Geruch von Malz zieht durch den Gastraum im Potsdamer Forsthaus Templin. Philipp und Verena haben gerade neue Maische angesetzt, aus der innerhalb von etwa zwölf Stunden das wird, was dann noch rund sechs Wochen reifen muss, bevor es in den Ausschank kommt. Philipp ist Azubi im ersten Lehrjahr in Brandenburgs einziger Bio-Braumanufaktur. Verena hat Ökotrophologie in Jena studiert und absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum.

Das Brauhandwerk ist traditionell ein echter Männerberuf, denn es gilt, schwere Säcke, Kisten, Fässer und Flaschen sicher transportieren zu können. Umso erstaunlicher ist es, dass unter den wenigen Auszubildenden, die es in Brandenburg gibt, auch immer mehr Frauen sind.

In der kleinen Braumanufaktur sieht der Arbeitsalltag völlig anders aus als in einer großen industriellen Brauerei. Hier wird Vieles noch so gemacht, wie es auch schon vor 150 Jahren üblich war. Einzige Ausnahme ist die Versorgung mit elektrischem Strom, der das Heizen des Kupferkessels und das Pumpen der so genannten Würze von einem Kessel in den anderen erleichtert. Auch die Mühle, die das Gerstenmalz in Schrot verwandelt, ist heutzutage natürlich elektrisch. Philipp ist durch Gelegenheitsjobs beim Film von Bayern nach Potsdam gekommen und hat in der Brauerei nun seinen Traumberuf gefunden.

Auch seine Kollegin Gianna, ebenfalls Azubi und ursprünglich aus Schleswig-Holstein, hat die Brauerei entdeckt, nachdem sie bereits eine Ausbildung im Gesundheitsbereich abgeschlossen hatte. Lebenserfahrung sei gut, meinen die beiden Besitzer der Braumanufaktur im Forsthaus Templin, Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler. Voraussetzung für eine Ausbildung ist bei Ihnen immer ein etwa zweiwöchiges Praktikum, das Einblick in den Beruf bietet und den Hausherren die Möglichkeit gibt, die Kandidaten kennen zu lernen. Jedes Jahr können zwei Azubis aufgenommen werden.

"Die Ausbildung dauert immer drei Jahre, aber danach sind die Brauer in der Lebensmittel- und Zulieferindustrie sehr begehrt", erklärt Thomas Köhler. Gianna könnte sich auch vorstellen, später eine eigene kleine Gasthausbrauerei zu eröffnen. Ein Bachelor- und Master-Studium im Bereich Brauerei- und Getränketechnologie an der TU Berlin ist ebenfalls eine Garantie für gute Aufstiegschancen.

» Milchtechnologe

Milchtechnologe

Foto: Milchtechnologe

Daniela Hennig hat Lebensmitteltechnologie an der TU Berlin studiert und stellt nun auf dem elterlichen Hof im Werderaner Ortsteil Töplitz Käse aus Milch der eigenen Kühe her.

Foto: Milchtechnologe

Daniela Hennig hat Lebensmitteltechnologie an der TU Berlin studiert und stellt nun auf dem elterlichen Hof im Werderaner Ortsteil Töplitz Käse aus Milch der eigenen Kühe her.

Foto: Milchtechnologe

Bio-Milch und Käse aus der Gläsernen Meierei in Münchehofe im Spreewald.

Foto: Milchtechnologe

Bio-Milch und Käse aus der Gläsernen Meierei in Münchehofe im Spreewald.

Die Milch macht's, hieß es lange in der Werbung. Und Milchwirtschaft hat Zukunft, denn Milch ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel, bei weitem nicht nur für kleine Kinder. Heutzutage wird sie meist in hochtechnisierten Molkereien verarbeitet und Milchkühe sehen oft niemals etwas anders als ihren Stall. Auch hier gilt: Bio hat Zukunft, denn die Milch schmeckt einfach besser, wenn die Kühe Gras und nicht nur Silage fressen.

Milchtechnologen bedienen in erster Linie moderne Produktions- und Abfüllanlagen und überwachen Produktionsprozesse. Sie kontrollieren die Produktion und die besonders wichtige Hygiene. Durch die stark vorangeschrittene Technisierung und Automatisierung ist der körperliche Einsatz zurückgegangen. Fast alles ist mittlerweile von Computern gesteuert. Das eröffnet auch mehr und mehr Frauen gute Arbeitschancen in einem zukunftsweisenden Wirtschaftszweig. Ob Bio oder konventionell, die Arbeitsplatzaussichten sind gut. Es bieten sich vielseitige berufliche Möglichkeiten sowie Fortbildungs- und damit Aufstiegschancen.Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet nur in anerkannten Ausbildungsbetrieben sowie in der Berufsschule in Oranienburg statt. Dort nehmen die Azubis an drei Theorie-Blöcken à vier Wochen pro Lehrjahr teil.

Besonders wichtig sind naturwissenschaftliches Interesse und technisches Verständnis, wenn man in diesem Beruf Erfolg haben will. Außerdem gehört ein ausgeprägtes Hygieneverständnis unbedingt dazu, denn kaum irgendwo vermehren sich Keime schneller als in lauwarmer Rohmilch. Und letztlich kann es ganz bestimmt nicht schaden, auch ein gutes Geruchs- und Geschmacksverständnis mitzubringen.Gelernt werden Produktionsverfahren von Trinkmilch über Butter, Joghurt und Käse bis hin zu Sauermilcherzeugnissen. Dabei spielen die Qualitätskontrolle und Laboranalysen eine wichtige Rolle. Auch das Verpacken und Lagern nach modernsten Hygiene- und Haltbarkeitsstandards muss gelernt werden.

In Brandenburg gibt es erst wenige Käsereien. Sie sind kleine Handwerksbetriebe und arbeiten meist mit ökologisch oder integriert hergestellter Milch. Daniela Hennig hat nach ihrem Studium der Lebensmitteltechnologie auf dem elterlichen Hof auf der Insel Töplitz im Havelland in einer kleinen Manufaktur mit der Herstellung diverser Käsesorten begonnen. Zum Einsatz kommt nur die Milch der eigenen Kühe, die der Familie auf diese Weise ein gutes Einkommen bescheren. Danielas größtes Problem war und ist aber nicht etwa die Technik der Käseherstellung, sondern das Erlernen der Rezepturen. Käseproduktion hat in Brandenburg so gut wie keine Tradition, deshalb müssen Käser wie sie zunächst auf Wanderschaft gehen und in anderen Regionen oder im Ausland das Käsen lernen.

» Öko-Landwirt/in

Öko-Landwirt/in

Foto: Öko-Landwirt/in

Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz. Die Landwirtschaft liegt ihr durch ihre Großeltern im Blut, einen Hof haben ihre Eltern aber nicht mehr.

Foto: Öko-Landwirt/in

Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz. Die Landwirtschaft liegt ihr durch ihre Großeltern im Blut, einen Hof haben ihre Eltern aber nicht mehr.

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Bio-Kürbis ist vor allem im Herbst und Winter beliebt, weil er sehr gesund und nährstoffreich ist.

Foto: Öko-Landwirt/in

Bio-Kürbis ist vor allem im Herbst und Winter beliebt, weil er sehr gesund und nährstoffreich ist.

In Brandenburg bieten zahlreiche Öko-Betriebe Lehrstellen an. Die meisten haben eine staatliche Ausbildungsberechtigung. Die Lehre dauert je nach Vorbildung zwei Jahre für Abiturienten und drei Jahre für Azubis ohne Abitur. Am Ende steht eine staatliche Gesellenprüfung an. Seit 2008 gibt es auf brandenburgischen Demeter-Höfen auch die Möglichkeit einer so genannten "freien Ausbildung" über vier Jahre. Sie beginnt jeweils am 1. März und findet im Wesentlichen im Lehrbetrieb statt. Auch hier werden die wesentlichen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Fertigkeiten vermittelt.

Begleitet wird die Ausbildung von regelmäßigen Seminaren zu natur- und geisteswissenschaftlichen sowie anthroposophischen Hintergründen.Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz bei Wiesenburg im Hohen Fläming. Hier wird seit über 20 Jahren Bio-Qualität erzeugt und teilweise auch selbst verarbeitet. Felicia muss während ihrer Ausbildung alle Stationen durchlaufen, das heißt, schon nach wenigen Monaten arbeitet sie in der hauseigenen Nudel-Manufaktur mit oder versorgt die artgerecht gehaltenen Schweine, Schafe und Legehennen. Und in einem modernen Betrieb gehört auch die Verwaltung von Ferienwohnungen dazu.

Die 19-Jährige ist nach dem Abitur aus Bayern nach Schmerwitz gekommen und könnte ihre Ausbildung nach zwei Jahren abschließen. Ihr Ziel ist es jedoch, neben der praktischen Ausbildung auch ein Studium zu absolvieren, um später selbstständig einen Öko-Agrarbetrieb leiten zu können. Das gibt es in Brandenburg schon lange. Die Schmerwitzer Betriebsleiterin Rita Neumann hat zu DDR-Zeiten selbst ihre Ausbildung auf dem damals volkseigenen Gut begonnen und im Anschluss an der Humboldt-Uni in Berlin Agrarökonomie studiert. Die heute 60-Jährige bildet seit vielen Jahren aus und gibt ihre Erfahrungen gern weiter.

"Die meisten Azubis bleiben nur ein Jahr bei uns und gehen dann in einen zweiten Betrieb, um verschiedene Formen der ökologischen Landwirtschaft kennen zu lernen", erzählt sie und kann dem Hin und Her während der Ausbildung offenbar viel Gutes abgewinnen. Vor allem für Quereinsteiger hat das Vorteile, denn, wer ohne Familienbetrieb im Rücken und mit geringen Kenntnissen von Landwirtschaft in die Ausbildung geht, hat so die Möglichkeit, sich seinen zukünftigen Arbeitsplatz in einer Branche auszusuchen, die ihm liegt. 
Voraussetzung: Wer später studieren will, sollte mindestens ein Fachabitur mitbringen.
www.gut-schmerwitz.de 

» Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Mehrmals täglich misst Jasmin den Chlorgehalt des Wassers. Ist er nicht o.k., muss ein Techniker ran und die Sache in Ordnung bringen, bevor es gefährlich wird.

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Mehrmals täglich misst Jasmin den Chlorgehalt des Wassers. Ist er nicht o.k., muss ein Techniker ran und die Sache in Ordnung bringen, bevor es gefährlich wird.

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Zur Sicherheit der Badegäste müssen immer wieder Wasserproben genommen werden.

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Zur Sicherheit der Badegäste müssen immer wieder Wasserproben genommen werden.

Schwimmen ist Deine Leidenschaft und Du würdest am liebsten den ganzen Tag im, am oder unter Wasser zubringen? Du engagierst Dich im DLRG oder bei der Wasserwacht, weißt, was bei einem Badeunfall zu tun ist und wärst bereit, unter allen Umständen ins kühle Nass zu springen um ein Leben zu retten?

Wenn Du auch noch Spaß am Umgang mit Menschen hast und im vollen Strandbad oder in der Schwimmhalle den Überblick nicht verlierst, ist die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe genau das Richtige für Dich.

Der gute alte Bademeister, der immer nur Aufsicht führte und allzu wilde Zeitgenossen mit drohendem Zeigefinger aus dem Becken pfiff, gehört der Vergangenheit an. Wer heute in einem modernen Bäderbetrieb arbeiten möchte, muss ein Multitalent und vor allem auch ein kleiner Eventmanager sein.

Denn immer mehr Sport- und Spielveranstaltungen halten Einzug in die Bäderlandschaft und neben reinen Sportbädern sind überall im Land Thermen und Wellnessbäder entstanden. Die Aufgaben sind also vielfältig und entwickeln sich immer weiter.

Bei der Bäderlandschaft Potsdam, zu der das Kiezbad am Stern und das Bad am Brauhausberg sowie die zwei Strandbäder gehören, wird Jasmin Neubauer innerhalb von drei Jahren zur Fachangestellten für Bäderbetriebe ausgebildet. Neben intensivem Schwimm-, Spring-, Tauch- und Rettungstraining erwirbt sie das nötige technische Know-how, um die Anlagen zu warten. Besucherbetreuung und Verkehrssicherheitspflicht gehören ebenfalls zum Ausbildungsprogramm.

Der theoretische Unterricht findet blockweise im Berufsschulzentrum in Wittenberg statt. In Sachsen-Anhalt wird am Ende der Ausbildung auch die Prüfung bei der zuständigen Stelle der Landesregierung abgelegt. Für Jasmin kein Problem - sie kommt von dort.

Gelehrt werden unter anderem handwerkliche Kenntnisse in Pflege, Wartung und Instandsetzung der bädertechnischen Einrichtungen. Grundlagen für das Messen physikalischer Größen wie ph-Wert oder Chlorgehalt, der bewusste Umgang mit Wärmepumpen, Solaranlagen und frequenzgesteuerten Umwälzpumpen gehören ebenfalls zum Lehrstoff. Außerdem lernt Jasmin in ihrer Ausbildung verwaltungstechnische Abläufe und Grundlagen des Marketings und kann ihre Computer-Kenntnisse perfektionieren.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind ein Oberschul- oder ein Mittlerer Schulabschluss sowie gute sportliche Fähigkeiten und eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer.
www.swp-potsdam.de
sowie Bäderbetriebe und Thermen im Land Brandenburg

» Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Fitnesskaufleute haben auch sehr gute Chancen in Sportgeschäften. Fachkundige Beratung hat bei der Vielzahl der Angebote eine absolute Priorität.

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Fitnesskaufleute haben auch sehr gute Chancen in Sportgeschäften. Fachkundige Beratung hat bei der Vielzahl der Angebote eine absolute Priorität.

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Gehört zum Job im Fitnesscenter: Geräte müssen den Kunden vor der Nutzung erklärt werden.Foto: Fitness First GmbH

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Gehört zum Job im Fitnesscenter: Geräte müssen den Kunden vor der Nutzung erklärt werden.Foto: Fitness First GmbH

Die Fitnesswelle hat Deutschland mittlerweile bis in die hinterste Ecke überrollt. Große Ketten richten modernste Studios mit immer neuen Geräten ein, aber auch Hotels, ob für Geschäftskunden oder zur Begeisterung der Feriengäste, verfügen über Trainingsräume. Längst geht es dabei nicht mehr nur um den reinen Muskelaufbau oder den perfekten Körper. Auch gesundheitliche Aspekte spielen in unserer bewegungsarmen Zeit eine immer größere Rolle. Vor allem in großen Städten, wo das Joggen nach Feierabend unter Umständen mit längeren Anfahrten verbunden ist, ziehen es viele Menschen vor, schnell für eine Stunde in die "Mucki-Bude" zu gehen.

Für junge, sportbegeisterte Schulabgänger mit Gesundheitsbewusstsein und einem gewissen Maß an Geduld bietet die Branche den perfekten Start ins Berufsleben. Eine Ausbildung zum Fitnesskaufmann ist aber nicht gleichzustellen mit den Aufgaben eines Trainers. Zwar müssen auch die Kaufleute die Geräte bedienen und Übungen erklären können, fast wichtiger ist jedoch die Arbeit hinter den Kulissen. Kaufmännische Kenntnisse sind in einem von starkem Konkurrenzdruck betroffenen Sektor von größter Bedeutung. Dazu gehören auch Dinge wie Rechnungswesen, Marketing oder Materialverwaltung, die vielleicht auf den ersten Blick weniger spannend wirken als die Arbeit als Zumbatrainer.

Einen großen Vorteil hat die umfassende Ausbildung aber allemal: Als reiner Trainer kann man in der Regel in der Fitnessbranche nicht lange arbeiten. Wer nicht mehr superjung und knackig braun ist, wird in einer Branche, die sich extrem an Mode und Schönheit orientiert, nicht allzu lange an vorderster Front stehen können. Spätestens dann zahlen sich betriebswirtschaftliche Kenntnisse aus. Außerdem bieten sie Azubis, die sich weniger für die Arbeit im Studio interessieren, auch die Möglichkeit, in Sportfachgeschäfte zu wechseln.Weitere Einstiegsmöglichkeiten ergeben sich bei Sportvereinen, denen das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder für die Verwaltung nicht mehr reicht. Dort gehört oft auch die Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Sportfesten zum Aufgabenbereich. Kommunale Sport-ämter, aber auch die zahlreichen privat betriebenen Bäder und Thermen brauchen Fachleute, die Ideen auch aus kaufmännischer Sicht erfolgreich umsetzen.

Neben eigener Fitness sollten Azubis in diesem Bereich also Kreativität und Begeisterung für Zahlen mitbringen. Ein freundliches, gepflegtes Aussehen und außerordentliches Dienstleitungsbewusstsein sind vor allem beim direkten Kontakt zu Kunden unumgänglich.

» Tanzlehrer

Tanzlehrer

Foto: Tanzlehrer

Ein Tanzlehrer erklärt seinen jugendlichen Schülern die Schritte. Fotos (2): ADTV - tanzen.de

Foto: Tanzlehrer

Ein Tanzlehrer erklärt seinen jugendlichen Schülern die Schritte. Fotos (2): ADTV - tanzen.de

Foto: Tanzlehrer

Spaß und Bewegung in der Tanzschule.

Foto: Tanzlehrer

Spaß und Bewegung in der Tanzschule.

Du hast Rhythmus im Blut und tanzt für Dein Leben gern? Vielleicht hast Du auch noch pädagogisches Geschick und gibst Deine Kenntnisse gern weiter? Dann könnte der Beruf des Tanzlehrers genau das Richtige sein. Die Ausbildung regeln die berufsverbände. Der Allgemeine deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) bildet beispielsweise in seinen Schulen Tanzlehrer in einer dreijährigen dualen Ausbildung mit jährlichen Prüfungen aus. Voraussetzung ist ein Mittlerer Schulabschluss. Wegen der Arbeitszeiten in den Abendstunden sollten Kandidaten außerdem volljährig sein. Grundkenntnisse des Welttanzprogramms sind von Vorteil.

Die praktische Ausbildung findet in einer anerkannten Ausbildungsschule statt. Bis zu drei Mal vormittags oder in Blockform findet parallel fachlich-theoretischer und tänzerischer Unterricht in einer autorisierten Berufsausbildungsschule statt. Weitere berufsbegleitende Inhalte werden außerbetrieblich in Seminaren vermittelt.Tanzlehrer haben gute Berufsaussichten. Die umfassende duale Ausbildung der Tanzlehrer-Akademie hat einen guten Ruf. Die angehenden Tanzlehrer lernen nicht nur das Welttanzprogramm, sondern werden geschult in Anatomie, Animationstechniken, Arbeitsschutz und Unfallverhütung. Erste Hilfe, Kommunikation, Organisation, Pädagogik, Psychologie, Rhetorik und Umgang mit Menschen sowie angemessene Umgangsformen gehören ebenfalls zur Ausbildung.Nach der Abschlussprüfung dürfen Tanzlehrer eigenständigen Unterricht geben.

Der ADTV unterhält zudem eine Aus- und Weiterbildungsakademie, in der ausgebildete Lehrer kontinuierlich weiter lernen können. Als komprimierte Plattform für theoretische und praktische Weiterbildung veranstaltet die Akademie zentrale und regionale Schulungen sowie den einmal jährlich stattfindenden "Internationalen Tanzlehrerkongress (Intako)" mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. Tanzen verbindet eben über alle Grenzen hinweg!Ausbildungsberechtigungen erteilen die Verbände an ihre Mitgliedsschulen. Wer sich für eine Tanzlehrerausbildung interessiert, sollte sich direkt bei den Verbänden nach einer passenden Lehrstelle erkundigen.

» Physiotherapeut

Physiotherapeut

Foto: Physiotherapeut

Beim theoretischen Unterricht lernen die zukünftigen Therapeuten unter anderem alles über Knochen und Gelenke.Fotos (2): Recura Akademie

Foto: Physiotherapeut

Beim theoretischen Unterricht lernen die zukünftigen Therapeuten unter anderem alles über Knochen und Gelenke.Fotos (2): Recura Akademie

Foto: Physiotherapeut

Praktische Übungen werden zuerst an Mitschülern trainiert.

Foto: Physiotherapeut

Praktische Übungen werden zuerst an Mitschülern trainiert.

Ob in Kliniken, angestellt oder selbstständig in Praxen: Physiotherapeuten werden überall gebraucht. In einer Gesellschaft, in der die meisten Arbeiten sitzend oder mit unzureichenden Bewegungen geleistet werden, leiden immer mehr Menschen unter Rückenschmerzen, Verspannungen und generellen Problemen des Bewegungsapparats. Physiotherapeuten helfen Patienten nach Unfällen und arbeiten auch in gesundheitlich orientierten Fitnessstudios. Sie haben also gute Zukunftsperspektiven.

Die Ausbildung dauert drei Jahre an einer staatlich anerkannten Schule für Physiotherapie. An der Akademie der Recura Kliniken in Potsdam beginnen die Kurse jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober eines Jahres und finden in Vollzeit statt. 2.900 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht in der Schule werden ergänzt durch 1.600 Stunden praktische Ausbildung am Patienten in Kliniken und Einrichtungen. Die Lehrinhalte sind durch das Masseur- und Physiotherapeutengesetz und die Ausbildungs- und Prüfungsordnung streng geregelt.

Wer als Physiotherapeut arbeiten möchte, sollte sportlich sein und viel Feingefühl für die Patienten, mit denen der Therapeut viel Zeit allein verbringt, mitbringen. Eine Vorliebe für medizinische Fächer ist ebenfalls günstig, denn in den drei Jahren muss viel Anatomie und Physiologie gebüffelt werden. Patienten-orientiertes Lernen beginnt im besten Fall schon mit dem ersten praktischen Unterricht.

Während der Ausbildung lernen die Teilnehmer auch die Bewegungsabläufe funktionsgerecht zu analysieren. Die Wirkung einzelner Übungen und Techniken wird meist zunächst gegenseitig geübt, damit jedem einzelnen Schüler bewusst wird, wie sie später beim Patienten angewendet werden müssen. Die Einsatzzeiten in Kliniken beginnen oft früh morgens, in Praxen sind die Hauptarbeitszeiten in der Regel dann, wenn Arbeitnehmer zur Behandlung kommen können, das heißt früh morgens und vor allem nachmittags und am frühen Abend. Besonderen Einsatz finden Physiotherapeuten in der Behandlung von Leistungssportlern, in Thermen und medizinischen Bädern.

» Altenpfleger

Altenpfleger

Foto: Altenpfleger

In der Altenpflegeschule üben die Schülerinnen gegenseitig Verbände anlegen.

Foto: Altenpfleger

In der Altenpflegeschule üben die Schülerinnen gegenseitig Verbände anlegen.

Foto: Altenpfleger

Blutdruckmessen bei der Mitschülerin.

Foto: Altenpfleger

Blutdruckmessen bei der Mitschülerin.

Foto: Altenpfleger

Auch ein Diabetes-Test will gelernt sein.

Foto: Altenpfleger

Auch ein Diabetes-Test will gelernt sein.

Steffi wusste schon mit 14, was sie werden will. Ihr Opa hatte immer so gezittert und Steffi wollte genauer wissen, was ihm fehlt. Die Diagnose war eindeutig: Steffis Opa leidet unter der Parkinson-Krankheit. Das klingt schlimmer, als es zunächst ist, denn viele Menschen leben sehr lange mit dieser Krankheit des Gehirns.

Für Steffi war es vor allem eine Erkenntnis. Sie entschied sich schon damals für einen Gesundheitsberuf. Nach der 10. Klasse hat Steffi eine duale Ausbildung zur Altenpflegerin bei der evangelischen Hoffbauer-Stiftung begonnen. Die Ausbildung ist in praktische und theoretische Blöcke aufgeteilt. Die Praxis lernt Steffi in einem Seniorenheim nordwestlich von Berlin, für die Theorie fährt sie jeweils eine Stunde und vierzig Minuten hin und zurück nach Kleinmachnow. Dorthin ist die Altenpflegeschule der Potsdamer Hoffbauer-Stiftung im vergangenen Herbst gezogen.

Steffi hätte auch einen anderen Kooperationspartner ihrer Einrichtung wählen können. Bei der evangelischen Stiftung war sie sich aber sicher, eine fundierte und ihren Bedürfnissen entsprechende Ausbildung zu bekommen. Dabei ist die heute 19-Jährige eine der Jüngsten ihres Jahrgangs. Viele Azubis haben zuvor schon andere Berufserfahrungen gesammelt und fangen hier noch einmal neu an.

Steffi geht den Weg anders herum und sagt ganz zuversichtlich, dass diese Ausbildung für sie noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. Später will sie vielleicht lieber Rettungsassistentin werden. Das hat auch mit Menschen und Gesundheit zu tun, ist aber mehr erste Hilfe. Vieles, was sie dort gebrauchen kann, lernt sie auch jetzt schon im Unterricht. Denn auch als Altenpflegerin muss sie Blutdruck messen, Verbände wechseln oder Diabetes-Kontrollen durchführen.

Ähnlich wie in der Krankenpflege muss auch sie ihre Patienten grundlegend versorgen können. Hinzu kommt aber noch eine tiefgehende menschliche Beziehung, denn die Versorgung von Senioren in Pflegeeinrichtungen oder durch ambulante Dienste dauert oft Jahre. Das bedeutet viel Ausdauer und Geduld, denn viele alte Menschen geben sich nur unfreiwillig mit ihrem Schicksal ab und halten sich nicht unbedingt für pflegebedürftig. Sorgen um einen Arbeitsplatz muss Steffi sich nicht machen, Altenpfleger werden überall gesucht, und das mit deutlich steigender Tendenz.

» Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Foto: Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Stolz zeigt Mike Schwitzke seine Sammlung entschärfter Sprengkörper.

Foto: Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Stolz zeigt Mike Schwitzke seine Sammlung entschärfter Sprengkörper.

Foto: Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Auch eine Besonderheit der Brandenburger Polizei: Aufgrund der zahlreichen Gewässer hat die Wasserschutzpolizei vor allem im Sommer viel zu tun.

Foto: Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Auch eine Besonderheit der Brandenburger Polizei: Aufgrund der zahlreichen Gewässer hat die Wasserschutzpolizei vor allem im Sommer viel zu tun.

Wer sich für spezielle Tätigkeiten bei der Polizei interessiert und schon eine Vorbildung auf dem Gebiet mitbringt, kann unter Umständen ohne große Umwege in die gewünschte Dienststelle gelangen. Ähnlich wie "Headhunter" in der internationalen Wirtschaft halten beispielsweise die Abteilungsleiter des LKA schon recht frühzeitig während der Grundausbildung nach geeigneten Kandidaten Ausschau.

Eine ganz besondere Aufgabe im Rahmen der Brandenburger Polizei hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Mitarbeiter sind zwar keine ausgebildeten Polizisten und deshalb auch keine Vollzugsbeamten, unterstehen aber trotzdem voll und ganz dem Zentraldienst der Polizei in Wünsdorf. Kampfmittelbeseitiger haben vielfältige Aufgaben. In Brandenburg müssen Baugrundstücke in besonders gefährdeten Gebieten vor der Bebauung auf Munition und Blindgänger überprüft werden und häufig werden, vor allem in Oranienburg und Potsdam, bei systematischer Suche Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Wer hier arbeiten möchte, muss nicht nur extrem ruhig und gelassen sein, sondern vor allem möglichst bereits in einem metallverabeitenden Gewerbe gearbeitet haben. Der Leiter der Potsdamer Dienststelle, Mike Schwitzke, hat zunächst eine Schlosserlehre gemacht und lange Jahre bei der Bundeswehr in ähnlicher Position gearbeitet. Er lässt sich bei seinem Job nicht aus der Ruhe bringen, trotzdem fällt ihm aber jedes Mal ein Stein vom Herzen, wenn eine Bombe entschärft ist. "Als Erstes rufe ich dann meine Frau an", erzählt der vierfache Familienvater.

» Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Foto: Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Auch der Umgang mit den jüngsten Zeugen muss gelernt werden. Auf dem Gelände ist genug Platz, um Unfälle zu simulieren.

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Auch der Umgang mit den jüngsten Zeugen muss gelernt werden. Auf dem Gelände ist genug Platz, um Unfälle zu simulieren.

Foto: Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Auch das Anlegen von Handschellen will geübt sein. Die Polizeianwärter trainieren regelmäßig Abwehrtechniken und lernen, wie sie Täter in den Griff bekommen.

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Auch das Anlegen von Handschellen will geübt sein. Die Polizeianwärter trainieren regelmäßig Abwehrtechniken und lernen, wie sie Täter in den Griff bekommen.

Wer eine Ausbildung im mittleren Dienst absolviert, verbringt zweieinhalb Jahre an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg. Die Nachwuchskräfte sollen "bürgernah und konfliktregelnd, fachkompetent und professionell, selbstbeherrscht und vorurteilsfrei" agieren lernen, heißt es in der offiziellen Ausbildungsbeschreibung. Im Alltag an der FHPol heißt das, dass neben Paragraphenpaukerei, Kriminalistik und Kriminaltechnik, Fahr- und Sicherheitstraining auch viel Teamgeist vermittelt wird, und zwar in erster Linie beim Sport. Außerdem bekommen die Polizeischüler ein interkulturelles Training und lernen Grundlagen der Polizeipsychologie.

Wer den Campus der FHPol als Schüler betritt, geht grundsätzlich zunächst zu seinem Spind und zieht sich um. Denn hier wird Uniform getragen, außerhalb des Geländes ist das jedoch verboten, weil man die Schüler sonst vermeintlich für voll ausgebildete Polizisten halten könnte. Praktische Übungen aus dem Polizei-Alltag finden ebenfalls unter Aufsicht der Lehrkräfte auf dem Gelände statt. Polizeimeisteranwärter werden in erster Linie auf den Dienst als Streifenbeamte im Wach- und Wechseldienst vorbereitet. Sie erhalten aber auch Grundkenntnisse in der Straftatenbekämpfung. In der Schutzpolizei können sie später bei Verkehrskontrollen oder bei der Autobahnpolizei eingesetzt werden und haben dort neben Kontrollaufgaben auch beratende Funktionen zu erfüllen. In der Bereitschaftspolizei, von der es Hundertschaften in Potsdam, Frankfurt (Oder), Oranienburg und Cottbus gibt, sind sie für den reibungslosen Ablauf bei Großveranstaltungen zuständig und helfen auch bei Naturkatastrophen. Die Bereitschaftspolizei muss im Ernstfall auch Kollegen in anderen Bundesländern unterstützen.

Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für alle Polizeibeamten. Wer gut ist und seine Fähigkeiten unter Beweis stellt, kann sich auf intern ausgeschriebene Stellen bewerben und sich auf Dauer spezialisieren.
Weitere Informationen zum Studium bei der Polizei finden Sie hier

» Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Erkennungsmerkmal aller Polizisten in Uniform: Brandenburgs Polizei trägt immer das Wappen mit dem roten Adler am Ärmel.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Erkennungsmerkmal aller Polizisten in Uniform: Brandenburgs Polizei trägt immer das Wappen mit dem roten Adler am Ärmel.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Im großen Hörsaal wird gerade Kriminalistik gebüffelt. Unter den Studenten sind nur wenige Frauen. Die Polizei braucht aber dringend weiblichen Nachwuchs.

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Im großen Hörsaal wird gerade Kriminalistik gebüffelt. Unter den Studenten sind nur wenige Frauen. Die Polizei braucht aber dringend weiblichen Nachwuchs.

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Zerlegte Waffe und Übungsmunition ohne Schießpulver im Schießstand der Polizeischule. Hier müssen alle trainieren.

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Zerlegte Waffe und Übungsmunition ohne Schießpulver im Schießstand der Polizeischule. Hier müssen alle trainieren.

Die Polizei hat in Deutschland einen hohen Stellenwert und gibt der Bevölkerung durch ihre Präsenz ein Gefühl von Sicherheit. Durch die Brandenburger Polizeireform wurden in den vergangenen Jahren zwar Wachen geschlossen oder zusammen gelegt, aber mittlerweile zeigt sich auch die Kehrseite des Sparprozesses und es werden immer mehr Forderungen nach Verstärkung der Ordnungshüter laut. Als Polizist wird man also immer einen Arbeitsplatz haben.

Wer in Brandenburg eine Polizeiausbildung im mittleren oder gehobenen Dienst absolvieren möchte, kommt nicht an der Fachhochschule der Polizei (FHPol) in Oranienburg vorbei. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, dort, wo bereits SS-Wachmannschaften und kasernierte DDR-Volkspolizei ausgebildet wurden, hat seit 2006 Brandenburgs zentrale Ausbildungsstätte für Polizisten ihren Sitz. Mit der Geschichte umzugehen und den jungen Nachwuchskräften die Bedeutung der Polizei in unterschiedlichen Regimen deutlich zu machen, hat man sich zum Ziel gesetzt.

Rund 4.000 junge Menschen bewerben sich jedes Jahr über die Internetseite der Polizei Brandenburg um einen Ausbildungsplatz. Sie alle werden zu Einstellungstests eingeladen. Tatsächlich erscheint nicht einmal die Hälfte, obwohl die Auswahltests für die beiden Bereiche gehobener und mittlerer Dienst fast täglich stattfinden. Das liegt zum Einen an der Vielzahl der Bewerbungsmöglichkeiten. Kaum jemand bewirbt sich nur in einem Bundesland. "Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Bewerber lieber in ihrer Heimat bleiben wollen, Familie und Freunde haben eine große Bedeutung", sagt Linda Bergel, selbst keine Polizistin, aber in Oranienburg für das Auswahlverfahren der Kandidaten zuständig. Das bedeutet, dass wer an mehreren Orten Zusagen bekommt, meist die Stelle annimmt, die dem heimischen Herd am nächsten ist.

So weit muss es aber überhaupt erst kommen. Vorher müssen ein psychologischer Multiple Choice-Test, ein Diktat und eine Sportprüfung erfolgreich abgelegt werden. Wer das geschafft hat, und das sind nicht viele, muss am nächsten Tag noch eine gründliche polizeiärztliche Untersuchung über sich ergehen lassen. Beim Psychotest kann es leicht passieren, dass sich Kandidaten zu viele Gedanken darüber machen, welche Antworten gewollt sind. Das merkt man bei der Auswertung schnell und damit sind die Chancen auf einen Platz oft schon geschwunden, bevor man richtig loslegen konnte. Ein ganz anderes Problem sind die Diktate. "Hier kann man sich wirklich gut vorbereiten, in dem man sich beispielsweise Zeitungsartikel von Angehörigen oder Freunden diktieren lässt", rät Linda Bergel. Denn immer häufiger hapert es an ausreichenden Rechtschreibkenntnissen. Im Polizeidienst müssen später aber immer wieder Berichte geschrieben werden, da ist korrektes Deutsch Pflicht.

Auch für die Sportprüfung kann man prima im Vorfeld trainieren. Wer noch kein Supersportler ist, sollte sich besser gleich darauf einstellen, dass Polizisten fit sein müssen. Schließlich sollen sie bei der Verfolgung eines Straftäters nicht sofort schlapp machen und "Horst Krause-Typen" haben ohnehin ausgedient. Selbst im Polizeiruf 110 wurde dem Brandenburger Unikum eine junge, zackige Kommissarin zur Seite gestellt, um das Bild der Polizei ein wenig ins rechte Licht zu rücken. Von 15 Bewerbern, die sich an diesem Morgen vorgestellt haben, sind genau zwei übrig geblieben. Sie haben alle Tests mit Bravour bestanden, aber Linda Bergel ist trotzdem wenig optimistisch, was ihren Start bei Brandenburgs Polizei angeht, denn beide kommen aus Mecklenburg-Vorpommern und haben sich auch noch in Berlin und Niedersachsen beworben. "Wenn sie einen Platz in ihrer Heimat bekommen, sind sie für uns leider verloren", sagt sie aus Erfahrung.

Das bedeutet, dass die Brandenburger Polizei dringend Nachwuchskräfte sucht, und dass es gute Chancen für Brandenburger gibt. Vor allem Frauen sollten sich mehr bewerben, wünscht man sich in Oranienburg, denn es gibt Einsatzbereiche, wo es ohne weibliche Unterstützung gar nicht geht. Gesucht werden außerdem Kandidaten mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen und Neigungen, denn in der Polizei gibt es eine Vielfalt an unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.

Die Ausbildung im mittleren Dienst dauert zweieinhalb Jahre und schließt mit der Prüfung zum "Polizeimeister" ab. Absolventen des dreijährigen Bachelorstudiums für den gehobenen Dienst tragen den Titel "Polizeikommissar". Nach der Fachhochschule geht es aber für fast alle jungen Polizisten zunächst zur Bereitschaftspolizei.
Weitere Informationen zum Studium bei der Polizei finden Sie hier

» Fotograf

Fotograf

Foto: Fotograf

Alles im Blick(-winkel)! Foto: nk

Foto: Fotograf

Alles im Blick(-winkel)! Foto: nk

Fotografen erstellen je nach Schwerpunkt Porträt-, Produkt-, Indus­trie- und Architektur- oder wissenschaftliche Fotos. Darüber hinaus werden Fotografien auch im Film und in der Videotechnik eingesetzt. Vor einer Aufnahme entscheiden Fotografen, welches Aufnahmematerial und welche Kamera einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die Beleuchtungsart, richten die Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv - teils mehrfach, zum Beispiel mit verschiedenen Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei veränderten Lichtverhältnissen.

Außerdem bearbeiten sie die Fotografien, retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen diese.Fotografen arbeiten hauptsächlich in Fotostudios, in Zeitungsverlagen, im Fotoeinzelhandel oder industriellen Fotogroßlabors. Sie agieren je nach Auftrag auch an wechselnden Arbeitsorten, zum Beispiel im Freien oder in Firmengebäuden. Außerdem arbeiten sie am PC, in der Dunkelkammer, im Labor sowie in Verkaufsräumen. Kenntnisse in Kunst, Mathematik, Physik und Chemie sind erforderlich. Die Berufsausbildung (dual) dauert drei Jahre. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen die ausbildenden Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Bootsbauer

Bootsbauer

Bootsbauer der Fachrichtung Technik montieren und warten technische und elektronische Einrichtungen von Motor- und Segeljachten, aber auch kleineren Fischkuttern, Barkassen und anderen Nutzfahrzeugen der Binnen- und Seeschifffahrt. Von Spannungsquellen und Energiespeichern über die Bordelektronik und ‑elektrik bis hin zu Kabeln, Leitungen, Pumpen, Motoren oder Generatoren sind dies alle Arten von technischen Systemen und Anlagen. Bootsbauer der Fachrichtung Technik prüfen diese, stellen Störungsursachen fest und beheben sie.

Sie installieren nach gesetzlichen Vorschriften und unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen beispielsweise Feuerlöschsysteme, Kühlaggregate oder Ankereinrichtungen. Wenn sie Boote ein- und auswintern, beurteilen sie den Zustand der Bordtechnik, ergreifen Maßnahmen zum Korrosions- oder Frostschutz und stellen im Frühjahr die Betriebsbereitschaft und alle Funktionen der Systeme, zum Beispiel des Antriebs, wieder her. Bootsbauer der Fachrichtung Technik brauchen für die Berechnung von Flächen- und Rauminhalten gute Kenntnisse in Mathematik. Auch Physik, Technik und Werken sind wichtig. Die Lehre (duale Berufsausbildung) dauert 3,5 Jahre.red
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: Es ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Im Vorläuferberuf Bootsbauer/in (ohne Fachrichtungen) stellten die Betriebe überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.

» Justizfachangestellte

Justizfachangestellte

Justizfachangestellte erledigen Büro- und Verwaltungstätigkeiten. Sie verwalten Akten zu gerichtlichen Vorgängen, insbesondere berechnen, vermerken und überwachen sie Fristen. Ebenso beaufsichtigen und erledigen sie den Schriftverkehr und nehmen Eintragungen in Dateien und Karteien vor, zum Beispiel in das Grundbuch oder das Handelsregister. Sie fertigen Schriftstücke an und beglaubigen diese. Außerdem führen sie in Verhandlungen und bei Vernehmungen das Protokoll. Sie berechnen Gebühren für Gerichtsverfahren und verfolgen die Zahlungsvorgänge. In Serviceeinheiten bei Gerichten und Staatsanwaltschaften geben sie auch Auskünfte an Bürger. Sie arbeiten hauptsächlich bei Verwaltungs-, Zivil- oder Strafgerichten und bei Staatsanwaltschaften. Sie sind in Büros und in Gerichtssälen tätig.

Das Erstellen von Protokollen sowie das Führen von Akten sind wichtige Aufgaben von Justizfachangestellten. Gutes Deutsch ist Voraussetzung, besonders Rechtschreibung und Ausdrucksfähigkeit. Für die Berechnung von Kosten braucht man Mathematik, insbesondere die Grundrechenarten, die Prozent- und die Zinsrechnung. Hintergrundwissen aus dem Bereich Wirtschaft und Recht ist für die tägliche Arbeit von Vorteil.Die Ausbildung (dual) dauert drei Jahre.
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein.

» Bäcker

Bäcker

Wer wüsste das nicht: Bäcker müssen immer sehr, sehr früh aufstehen, um dann Brot und Brötchen, Backwaren aus Blätter- und Mürbe- oder Hefeteig, Torten und Partygebäck herzustellen. Mehl, Milch, Eier, Hefe und Zucker sind ihre Elemente - und daraus zaubern sie manche Leckereien, während andere Leute noch schlafen.

In handwerklichen Bäckereien sind sie vorwiegend in Backstuben beschäftigt, in der Nahrungsmittelindustrie dagegen in Großbäckereien und damit in Werkhallen.Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt sind bei der Arbeit mit Lebensmitteln von besonderer Bedeutung. Damit die Qualität der Backwaren stimmt, müssen die Rezepte der Teigsorten genau eingehalten werden. Außerdem sind die Hygienevorschriften zu beachten.Beim Umrechnen von Gewichtsangaben oder bei der Berechnung von Mischungsverhältnissen benötigt man Kenntnisse in Mathematik. Zur Überwachung chemischer Prozesse (zum Beispiel Gärung von Sauerteig durch Milchsäurebakterien und Hefen) sind Kenntnisse in Chemie nützlich.

Die Ausbildung dauert drei Jahre (duale Berufsausbildung). Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Mögliche Alternativen, falls es mit diesem Berufswunsch nicht klappt: Konditor oder Koch - auch hier geht es darum, aus guten Zutaten etwas Schmackhaftes zu zaubern.red

» Kosmetiker

Kosmetiker

Kosmetiker beraten Kunden in Schönheits- und Gesundheitsfragen und bieten pflegende Gesichts- sowie Ganzkörperbehandlungen an. Sie wenden zum Beispiel Peelings an, bieten Gesichtsmassagen an und tragen beruhigende Masken oder pflegende Packungen auf. Störende Körperbehaarung entfernen sie mit Pinzetten, Wachsstreifen, Epiliergeräten oder dauerhaft mithilfe von Lasergeräten.

In der Hand- und Fußpflege formen, pflegen und gestalten sie die Nägel, massieren Hände oder Füße und pflegen die Haut. In der Ganzkörperkosmetik wenden sie Bäder mit speziellen Wirkstoffen oder Ganzkörpermassagen an. Zum Abschluss einer Behandlung tragen sie typgerechtes Makeup auf. In manchen Fällen bieten sie alternativ hierzu Permanent-Make-Up an, eine spezielle Tätowiertechnik, mit der sich zum Beispiel fehlende Augenbrauen kaschieren lassen.

Daneben verkaufen sie kosmetische Produkte oder Parfümerieartikel an ihre Kunden. Kosmetiker arbeiten hauptsächlich in Kosmetikstudios. Sie sollten serviceorientiert und kundenfreundlich arbeiten, möglichst nicht an den Fingernägeln knabbern und auch sonst selbst gepflegt sein. Gute Chemie- und Biologiekenntnisse können für Bewerber von Vorteil sein.
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben, vorwiegend wird man mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss eingestellt.

» Leichtflugzeugbauer

Leichtflugzeugbauer

Leichtflugzeugbauer stellen Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtfluggeräte und kleinere Motorflugzeuge vor allem für die Sportfliegerei her.Sie verarbeiten dabei hauptsächlich Faserverbundwerkstoffe, Leichtmetall und gelegentlich auch Holz. Mit Hilfe von Schablonen, Formen sowie Urmodellen, Werkzeugen und Maschinen fertigen sie Bauteile wie Sandwichschalen, Rippen, Spanten, Ruder und Verkleidungen. Diese fügen sie bei der Endmontage mit bereits vorgefertigten Ausrüstungsteilen wie Fahrwerk, Steuereinrichtungen, Kanzel und Triebwerk zusammen.

Auch warten und reparieren sie Leichtflugzeuge, kontrollieren dabei alle Bordsysteme und beseitigen Defekte.Leichtflugzeugbauer arbeiten hauptsächlich in kleinen und mittleren Industriebetrieben des Segel- und Leichtflugzeugbaus.Interesse an Mathematik sollte zur Berechnung von Flächen, Körper- und Rauminhalten vorhanden sein. Wissen aus Physik und Chemie ist wichtig, Interesse an Werken und Technik sollte ebenfalls vorhanden sein, und zum Lesen und Anfertigen genauer Skizzen und Pläne sind Fertigkeiten im Technischen Zeichnen hilfreich.
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben, vorwiegend wird man mit mittlerem Bildungsabschluss eingestellt. Alternativen: Fluggerätemechaniker, Bootsbauer oder Fahrzeuginnenausstatter.

» Gärtner

Gärtner

Foto: Gärtner

Gärtner ist ein vielseitiger Traumberuf für junge Menschen, die das Arbeiten in und mit der Natur lieben. Foto: GMH

Foto: Gärtner

Gärtner ist ein vielseitiger Traumberuf für junge Menschen, die das Arbeiten in und mit der Natur lieben. Foto: GMH

Kaum ein Beruf ist so vielseitig wie Gärtner mit seinen unterschiedlichen Fachrichtungen. Neben dem Umgang mit der Natur und der Arbeit unter freiem Himmel gibt es noch viele weitere Argumente die dafür sprechen, sich in der Grünen Branche ausbilden zu lassen. Für Karrieretypen: Gärtner ist ein krisenfester Job.

Der Wunsch der Menschen nach einem grünen Lebens- und Arbeitsumfeld, einen blühenden Balkon oder Garten sowie frischem Obst- und Gemüse aus der Region wird immer stärker. Die Zukunftsperspektiven für junge Menschen sind also sehr gut und die Weiterbildungsmöglichkeiten vielfältig. Sogar eine Beschäftigung im Ausland, etwa in der Entwicklungshilfe, steht qualifizierten Fachkräften offen.Für Kommunikative: Ein guter Umgang mit Kunden ist wichtig, wenn es um Verkauf und Beratung geht. Dieser Arbeitsbereich kommt vor allem Schulabgängern entgegen, die neben Pflanzen auch den Kontakt zu anderen Menschen lieben. Wer sich gut ausdrücken kann, ist als Gärtner im Einzelhandel gefragt - zumal der Anspruch der Kunden an fachkundiger Beratung steigt.

Für Kreative: Blumen sind zu Recht ein beliebtes Motiv in der Kunst. Wer ihre Schönheit liebt, muss nicht zum Pinsel greifen. Kreativität lässt sich auch als Gärtner in der Züchtung neuer Sorten oder beim Kombinieren von Pflanzenarrangements ausleben.

Für Technikfans: Moderne Gewächshäuser sind von Computern gesteuert. Wer hier Pflanzen anbaut, hat tagtäglich auch mit hoch entwickelten Maschinen zu tun. Schweres Gerät nimmt Gärtnern zudem körperliche Arbeiten ab - sei es in der Baumschule, im Garten- und Landschaftsbau oder im Obst- oder Gemüseanbau.

Für Naturverbundene: Wer sich gern unter freiem Himmel bewegt sollte Gärtner werden, statt nur aus dem Fenster zu schauen. Gärtner arbeiten mit den Jahreszeiten - egal ob sie Zierpflanzen und Stauden kultivieren, Obst und Gemüse anbauen, Gehölze und Gräber pflegen oder Gärten gestaltet. Dabei sind aktiver Umweltschutz und naturwissenschaftliches Denken ein wichtiger Aspekt des Berufes. Die Naturverbundenheit spricht auch viele Quereinsteiger an.

Für Kontaktfreudige: Ein Gärtner arbeitet selten allein. Netzwerke und Kontakte werden in der Grünen Branche gepflegt, die Organisation der Berufsgruppen in Verbänden hat einen regen Austausch zur Folge. Junggärtner aus allen Fachrichtungen treffen sich zudem regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten.GMH
Bei der Suche nach einem Unternehmen in der Nähe deines Wohnortes oder mit einer bestimmten Spezialisierung helfen die gartenbaulichen Landes- und Fachverbände oder die für die Berufsbildung zuständigen Stellen;.Eine Liste aller Ansprechpartner gibt es im Internet unter www.beruf-gaertner.de

» Isolierfacharbeiter

Isolierfacharbeiter

Isolierfacharbeiter dämmen industrielle Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemissionen zu vermindern und schädliche Einwirkungen, zum Beispiel durch Feuchtigkeit, zu verhindern.Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämm-Methoden aus und richten die Baustelle ein.

Dann bauen sie unter anderem Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen und Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie oft noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff. Isolierfacharbeiter ist ein anerkannter Beruf mit Fortsetzungsmöglichkeit. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Alternativen: Ausbaufacharbeiter oder Bauten- und Objektbeschichter.red

» Koch

Koch

Köche bereiten unterschiedliche Gerichte zu und richten sie an. Wenn sie einen Speiseplan aufgestellt haben, kaufen sie Lebensmittel und Zutaten ein, bereiten sie vor oder lagern sie gegebenenfalls ein. Sie organisieren die Arbeitsabläufe in der Küche und sorgen dafür, dass die Speisen rechtzeitig und in der richtigen Reihenfolge fertiggestellt werden. In kleineren Küchen kochen, braten, backen und garnieren Köche alle Gerichte selbst. In Großküchen sind sie meist auf die Zubereitung bestimmter Speisen spezialisiert, etwa auf Beilagen, Salate oder Fisch- und Fleischgerichte.

Zu ihren Aufgaben gehört auch, die Preise zu kalkulieren und Gäste zu beraten.Damit die Qualität der Speisen stimmt, müssen die Zutaten sorgfältig ausgewählt und frisch sein. Außerdem sind die Hygienevorschriften zu beachten.

Psychische Belastbarkeit ist wichtig, da Köche auch in Stoßzeiten und trotz Lärm und Hitze zuverlässig und sorgfältig arbeiten müssen. Bei der Berechnung von Mengenangaben benötigt man Kenntnisse in Mathematik. Angehende Köche befassen sich außerdem mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln und deren Veränderung bei Lagerung und Zubereitung. Kenntnisse in Chemie sind daher hilfreich.Die Berufsausbildung (dual) zum Koch dauert drei Jahre. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen ausbildende Betriebe überwiegend Bewerber mit Hauptschulabschluss ein.red

» Industrieelektriker

Industrieelektriker

Industrieelektriker der Fachrichtung Betriebstechnik bearbeiten, montieren und verbinden mechanische Komponenten und elektrische Betriebsmittel. Außerdem installieren sie elektrische Systeme und Anlagen, betreiben und warten sie.Sie sind auch in der Qualitätssicherung tätig.

Hier analysieren und prüfen sie elektrische Systeme und Funktionen, führen Sicherheitsprüfungen an elektrischen Anlagen und Systemen durch, dokumentieren Produktionsdaten und stimmen sich mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab. Dabei berücksichtigen sie Aspekte der Wirtschaftlichkeit sowie Vorgaben des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit.Industrieelektriker der Fachrichtung Betriebstechnik arbeiten hauptsächlich in Industriebetrieben, zum Beispiel der Metall- und Elektroindustrie, der Automobilindustrie oder des Anlagenbaus. Meist sind sie in den Werkstätten und Werkhallen der Betriebe, im Kundenservice an wechselnden Einsatzorten beim Kunden tätig.Kenntnisse in Mathematik und Informatik sind ebenso wichtig wie in Physik. Auch handwerkliches Geschick ist vonnöten.
Lehrzeit: 2 Jahre
Voraussetzungen:Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.

» Biologielaborant

Biologielaborant

Biologielaboranten untersuchen Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen. Sie isolieren zum Beispiel Zellen, züchten sie auf speziellen Nährböden und begutachten sie. Unter dem Elektronenmikroskop vergleichen und prüfen sie die Struktur von Viren oder Bakterien. In biochemischen Versuchen setzen sie Zellen, Eiweiße, Blut oder Gewebeproben in chemischen Lösungen an und testen die Reaktion. Auch Parasiten und Schädlinge züchten und sezieren sie. Bei Tierversuchen arbeiten sie ebenfalls mit.

Daneben können gentechnische Versuche zu ihren Aufgaben zählen. Wenn sie in der Pharmakologie tätig sind, beschäftigen sie sich mit der Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Organismen. In der Sicherheitspharmakologie testen sie Nebenwirkungen von Arzneien in der Entwicklung. Biologielaboranten arbeiten hauptsächlich in der medizinischen und biologischen Forschung, der angewandten Medizin und im Gesundheitswesen, bei Pharma- und Kosmetikherstellern, bei Lebensmittelherstellern und in Betrieben, die biotechnische Produkte herstellen.

Ihre Tätigkeiten üben sie vorwiegend in Laboratorien aus. Sehr gute Kenntnisse in Biologie sind unabdingbar, auch Chemie, Physik und Mathematik sind gefragt.red
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Baustoffprüfer

Baustoffprüfer

Baustoffprüfer bereiten Proben vor, entnehmen und untersuchen sie. Sie prüfen zum Beispiel Böden auf Tragfähigkeit oder sondieren, um die Verdichtungs- und Wasseraufnahmefähigkeit eines Bauuntergrundes zu ermitteln. Sie stellen die Belastung mit umweltschädlichen Stoffen fest oder testen für Bauwerke oder Straßenbeläge Mörtel, Beton, Asphalt und andere Baustoffe auf ihre Eigenschaften und Einsatzfähigkeit. So ermitteln sie zum Beispiel Druckfestigkeit, Verhalten bei Hitze oder Kälte und Güte der Baustoffe.Untersucht wird in Labors, wobei chemische und physikalische Methoden und Prüfmaschinen eingesetzt werden. Bei der Arbeit orientieren sich Baustoffprüfer an Normen und Vorschriften.

Prüf- und Messergebnisse dokumentieren sie, werten sie aus und stellen sie grafisch dar. Sie erstellen Prüfberichte und erläutern den Kunden ihre Ergebnisse. Baustoffprüfer arbeiten hauptsächlich in Unternehmen der Bauwirtschaft und in Steinbruchbetrieben sowie in Überwachungs- und Forschungseinrichtungen.Das Prüfen von Baumaterialien und Böden auf Baustellen oder im Gelände an wechselnden Arbeitsorten erfordert Flexibilität. Nützlich sind gute Kenntnisse in Chemie, Physik und Mathematik.red
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

» Groß- und Einzelhandelskaufleute

Groß- und Einzelhandelskaufleute

Foto: Groß- und Einzelhandelskaufleute

Viktor Lannois begeistert sich für Fische und Krustentiere. Im Frischeparadies ist er genau an der richtigen Stelle. Foto: s.g.

Foto: Groß- und Einzelhandelskaufleute

Viktor Lannois begeistert sich für Fische und Krustentiere. Im Frischeparadies ist er genau an der richtigen Stelle. Foto: s.g.

Viktor Lannois macht eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann beim Frischeparadies Hamburg. Für ein Wochenende ist er gemeinsam mit anderen Azubis aus ganz Deutschland und aus Wien nach Berlin gekommen, um für einen Tag die Filiale im Bezirk Prenzlauer Berg zu leiten. Das Frischeparadies ist ein Zusammenschluss ehemals eigenständiger Delikatessen-Märkte, die in erster Linie hochklassige Gastronomie beliefern, aber auch im Einzelhandel tätig sind.

In jedem Fall gilt: wer hier einkauft, ist bereit, für gute Qualität einen angemessenen Preis zu zahlen und kennt sich meist sehr gut aus. Das bedeutet, dass auch die Azubis sich schnell in die einzelnen Bereiche einarbeiten und viel über die Waren lernen müssen.Die Frischeparadies-Kette gehört heute zum Dr.-Oetker-Konzern und verfügt über ein reichhaltiges Angebot von Gemüse über Käse und Wurstwaren bis hin zu Wein und Süsswaren.

Das war jedoch nicht immer so. Die meisten Märkte waren zunächst auf Frischfisch spezialisiert. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass man bis heute in allen Märkten eine Fischabteilung findet, die in Deutschland ihres gleichen suchen kann. Sie wird immer gleich aufgebaut und - große Ausnahme in deutschen Märkten - die Verkäufer stehen vor der Ware, vom Kunden nur durch ein Band getrennt.

Für Viktor ist das eine ganz besondere Art des Kundenkontakts. "Ich kannte das Frischparadies in meiner Heimatstadt Stuttgart und wollte unbedingt in diesem Konzern meine Ausbildung machen ", erzählt der 21-Jährige. In Stuttgart bleiben wollte er nicht, so hat er sich kurzerhand in Hamburg beworben. Im Frischeparadies zählen nicht nur die Noten auf dem Abschlusszeugnis, sondern vor allem die Motivation und die Begeisterung der Bewerber für die Ware.

Viele haben vorher schon in der Gastronomie gearbeitet und wissen aus eigener Erfahrung, was ein Restaurantchef benötigt. Das ist gut, denn die Bestellungen aus der Spitzengastronomie kommen meist per Telefon. Auch ein gewisses Interesse am Kochen ist nützlich, wenn man mit Spitzenprodukten arbeiten will.

Immer mehr Einzelhandelsketten geben ihren Azubis die Chance, für eine gewisse Zeit das Ruder zu übernehmen. Sie wollen ihnen damit einen ganz persönlichen Einblick in die Leitung eines Geschäfts geben.

Meist bewerben sich die Azubis speziell für diesen Einsatz, in einigen Fällen, wie bei der Drogeriemarktkette dm gehört es auch zum letzten Ausbildungsjahr. Die Ausbilder wollen damit erreichen, dass Azubis eigenständig Verantwortung übernehmen und sich grundlegende Gedanken über die Abläufe im Geschäft machen, anstatt nur auf Anweisung zu handeln.

Für zielstrebige Nachwuchskräfte ist das eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was sie können. Generell gilt im Einzelhandel, wie auch in vielen Handwerksberufen, dass man den Nachwuchs für den eigenen Betrieb lieber selbst ausbildet. "Da weiß man, was man hat, und die Mitarbeiter lernen die Strukturen von Anfang an kennen", sagt auch die Inhaberin des Edeka-Marktes in Werder (Havel), Kathrin Schneider, die ebenfalls grundsätzlich selbst ausbildet. Für die Azubis ist das eine gute Chance, nach der Ausbildung übernommen zu werden. Viktor Lannois möchte nach der Lehrzeit erst einmal studieren. Wer weiß, wo er dann landet? Sabine Gottschalk
Voraussetzungen: Erweiterte Berufsbildungsreife, MSA
Interesse für die angebotenen Waren und gute Rechenkenntnisse
www.potsdam.ihk24.de
www.ihk-ostbrandenburg.de
www.cottbus.ihk.de 

» Bankkaufleute

Bankkaufleute

Bankkaufleute beraten ihre Kunden in allen Geldangelegenheiten. Sie eröffnen Bankkonten, informieren über Kontoführung und Online-Banking und bearbeiten Kundenaufträge im Auslandszahlungsverkehr. Außerdem weisen sie auf die verschiedenen Möglichkeiten der Geld- und Kapitalanlage hin, zum Beispiel auf Sparbriefe oder Aktien. Sie bearbeiten Privat- und Firmenkredite, wobei sie die Kreditwürdigkeit der Kunden beurteilen und überprüfen.Sie schließen Bausparverträge, Lebensversicherungen und andere Verträge ab und erledigen Aufträge zur Ein- oder Auszahlung von Bargeld.

Im internen Bereich eines Kreditinstitutes planen und steuern sie Arbeitsabläufe. Darüber hinaus führen sie Kontrollen im Rechnungswesen durch und überwachen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und innerbetrieblicher Richtlinien.Interessenten für diesen Beruf sollten entscheidungs- und kommunikationsfähig sein. Mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit sowie eine sichere Rechtschreibung in Deutsch und Englisch sind ebenso wichtig wie Wissen in Wirtschaft und Recht. EDV-Kenntnisse erleichtern die Arbeit mit der im Kreditwesen gängigen Software. Nicht zu vergessen: sehr gute Kenntnisse in Mathematik. red
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Banken überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Fachkraft für Abwassertechnik

Fachkraft für Abwassertechnik

Fachkräfte für Abwassertechnik überwachen, steuern und dokumentieren die Abläufe in Entwässerungsnetzen sowie bei der Abwasserund Klärschlammbehandlung in kommunalen und industriellen Kläranlagen. Sie kontrollieren automatisierte Anlagen und Maschinen an Leitständen. Bei Normabweichungen ergreifen sie sofort die notwendigen Korrekturmaßnahmen.

In Kläranlagen überwachen Fachkräfte für Abwassertechnik die Aufbereitung des Wassers in der mechanischen, biologischen und chemischen Aufbereitungsstufe. Außerdem analysieren sie Abwasserund Klärschlammproben, dokumentieren die Ergebnisse, werten sie aus und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse zur Prozessoptimierung. Sie überwachen Kanalnetze und Einleiter. Rohrleitungssysteme, Schächte und andere Anlagenteile inspizieren, reinigen und warten sie. Als sogenannte "elektrotechnisch befähigte Personen" können sie auch elektrische Installationen ausführen und reparieren.

Wo arbeitet man?

Fachkräfte für Abwassertechnik arbeiten hauptsächlich in der Abwasserwirtschaft, zum Beispiel in kommunalen und industriellen Kläranlagen, in der öffentlichen Verwaltung, zum Beispiel bei Abwasserverbänden und in Wirtschaftsbetrieben mit eigener Abwasserreinigung. Sie sind in Abwasserreinigungsanlagen, Laboren, aber auch im Freien, z.B. an Faultürmen, Klär, Absetzund Belebungsbecken tätig. Beim Betrieb von Entwässerungssystemen haben sie in Pumpwerken bzw. in der Kanalisation an Rohren und Sammlern zu tun.

Worauf kommt es an?

Sorgfalt ist bei der Analyse von Wasserund Klärschlammproben unabdinglich, um Fehler zu vermeiden, die Menschen und Umwelt gefährden könnten. Das Durchführen von Schutzmaßnahmen, z.B. bei Auftreten zu hoher Schadstoffkonzentrationen, erfordert Verantwortungsbewusstsein.Für das Verständnis der Vorgänge in Abwasseranlagen bilden umfassende Kenntnisse in Biologie und Chemie eine gute Grundlage. Kenntnisse in Mathematik sind notwendig, um den Sauerstoffbedarf in den Klärbecken zu berechnen. Beim Ausführen von Reparaturen an den Anlagen ist Erfahrung in Werken und Technik von Vorteil.

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen im öffentlichen Dienst pro Monat:
1. Ausbildungsjahr: 753 Euro
2. Ausbildungsjahr: 803 Euro
3. Ausbildungsjahr: 849 Euro

» Erzieher

Erzieher

Erzieher sind im Einsatz für Kinder und Jugendliche und betreuen und fördern sie in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung. Sie regen die Kinder oder Jugendlichen zum Spiel oder zur kreativen Betätigung an. Beispielsweise basteln, singen und turnen sie mit den Kindern, üben kleine Theaterstücke ein oder organisieren Ausflüge.

Zu ihren Aufgaben gehört es auch, mit den Kindern und Jugendlichen über Alltags-probleme zu sprechen oder sie zu trösten.Sie beobachten das Verhalten und Befinden der Kinder und Jugendlichen. Auf Basis dieser Beobachtungen beurteilen sie zum Beispiel Entwicklungsstand, Motivation oder Sozialverhalten. Die Dokumentation von Projekten und pädagogischen Maßnahmen gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Darüber hinaus erstellen sie Erziehungspläne und bereiten Aktivitäten vor.Erzieher können vielseitig eingesetzt werden, unter anderem in Kindergärten,-krippen und -heimen, in Horten, Jugendwohnheimen, Erziehungsheimen, in Jugendzentren, in Familienberatungsstellen, Suchtberatungsstellen, in Tagesstätten oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung und bei ambulanten sozialen Diensten. Die Ausbildung dauert zwei bis vier Jahre. Es handelt sich hierbei entweder um einen Aus- oder einen Weiterbildungsberuf. Die Details werden landesrechtlich geregelt.

Ausgebildet wird an Berufsfachschulen oder am Berufskolleg/Fachschule. Die Voraussetzung für die Ausbildung zum Erzieher ist in der Regel ein qualifizierter Sekundarabschluss 1 (Realschulabschluss). red

» Fahrradmonteur

Fahrradmonteur

Fahrradmonteure bauen Fahrräder zusammen und passen sie Kundenwünschen an. Zu den Aufgaben zählt auch das Warten und Reparieren. Sie stellen einzelne Fahrradkomponenten individuell nach Kundenwunsch zusammen oder rüsten Standardmodelle mit Zusatzteilen aus. Um Fahrräder zu warten, demontieren und reinigen sie einzelne Baugruppen und überprüfen deren Funktion, wobei sie teilweise Prüf- und Messgeräte einsetzen. Sie identifizieren und beheben Mängel und stellen sicher, dass das Fahrrad verkehrssicher und funktionstüchtig ist.

Bei der Übergabe erklären sie dem Kunden, welche Arbeiten sie durchgeführt haben und was beim Gebrauch des Rades zu beachten ist. Außerdem beraten sie Kaufinteressenten über Vor- und Nachteile verschiedener Modelle.Fahrradmonteure arbeiten im Fahrrad- und Fahrradzubehörhandel.Im Handwerk arbeiten sie in Werkstätten, in der Industrie meist in Werkhallen. Oft sind sie auch in Verkaufsräumen tätig.Handwerkliches Geschick und Kenntnisse im Bereich Werken und Technik sind für Fahrradmonteure vonnöten, weil sie bei den meisten Tätigkeiten mit Werkzeugen umgehen müssen.Fahrradmonteur ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit Fortsetzungsmöglichkeit. red
Lehrzeit: 2 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

» Fachinformatiker

Fachinformatiker

Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration haben Zukunft. Jedes Unternehmen arbeitet heute in vernetzten Rechnersystemen und fast jeder Privathaushalt hat heute Computer, Telefonanlage und Internet zu Hause. Fachinformatiker sind Spezialisten die kundenspezifische IT-Lösungen durch die Integration von Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen wie Client/Server-Systeme, Mehrbenutzersysteme oder Großrechnersysteme konzipieren und realisieren. Sie können alle Komponenten entsprechend den Kundenanforderungen installieren, konfigurieren und in Betrieb nehmen. Störungen können sie unter Einsatz moderner Experten- und Diagnosesysteme systematisch eingrenzen und beheben. Sie verwalten und betreiben als Dienstleister die IT-Systeme im eigenen Haus oder beim Kunden. Daneben beraten und schulen sie Benutzer.

Im Rahmen der Lehrzeit bekommen die Auszubildenden neben der Vermittlung aller erforderlichen Fähigkeiten einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichsten Aufgabenbereiche und die Abläufe einer IT-Abteilung eines Unternehmens oder eines großen IT-Dienstleisters, je nach Ausbildungsbetrieb.red
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Check-in der Flughafenberufe

Check-in der Flughafenberufe

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen sorgen für einen reibungslosen Ablauf an deutschen Flughäfen. Fotos: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen sorgen für einen reibungslosen Ablauf an deutschen Flughäfen. Fotos: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Piloten sollten verantwortungsbewusst und teamfähig sein. Foto: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Piloten sollten verantwortungsbewusst und teamfähig sein. Foto: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Flubegleiter sind Ansprechpartner für die Fluggäste und sorgen für das Wohlbefinden der Passagiere. Foto: Fotolia / karolsmoderek

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Flubegleiter sind Ansprechpartner für die Fluggäste und sorgen für das Wohlbefinden der Passagiere. Foto: Fotolia / karolsmoderek

Am Flughafen helfen viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen dabei mit, den Betrieb am Laufen zu halten. Hier stellen wir eine Auswahl der Berufe vor, die dort täglich ausgeübt werden.

Flughäfen wirken wie Städte, in denen niemals geschlafen wird: Ob Flugverkehr, Zollkontrolle, Gepäckabfertigung, Restaurantbetrieb oder Maschinenwartung - gearbeitet wird nonstop. Kein Wunder also, dass ein solcher Ort eine ganze Menge an beruflichen Möglichkeiten verschiedenster Art bietet.

Klassische Bereiche Logistik und Technik

Um die große Menge an Frachtgut, Passagieren und Personal zu koordinieren, braucht es logistisches Know-how. Luftverkehrskaufleute und Servicekaufleute im Luftverkehr planen und organisieren die Beförderung von Personen und Fracht. In Flughafenbüros oder im Terminal beraten sie zum Beispiel Fluggäste, regeln den Check-in und verkaufen Tickets.

Luftverkehrskaufleute arbeiten hauptsächlich in Flughafenbetrieben, bei Linien- und Charterfluggesellschaften, bei Luftfrachtspeditionen sowie in Reisebüros. Sie sind in Büros, an Flughafenschaltern oder in Reisevermittlungszentren, in Lager- oder Frachtumschlagshallen tätig. Kommunikationsfähigkeit hilft bei der Kundenberatung über Flugverbindungen und ‑preise.

Ein angemessener Umgang mit Beschwerden und Reklamationen ungeduldiger und schwieriger Kunden erfordert Konfliktfähigkeit und Beherrschtheit. Beim Zusammenstellen individueller Flugverbindungen, dem Ausstellen von Tickets, der Sitzplatzreservierung und der Buchung eines Mietwagens oder Hotelzimmers ist Kunden- und Serviceorientierung wichtig. Gute Kenntnisse in Mathematik sind erforderlich, da Kosten und Leistungsrechnungen oder statistische Berechnungen durchgeführt werden müssen. Kundenberatung, Personalbetreuung und auch das Abfassen von Verträgen verlangen in einem internationalen Umfeld wie dem Luftverkehr gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen in Deutsch und Englisch. Für Aufgaben im Finanz- und Rechnungswesen sind Kenntnisse im Fach Wirtschaft und Recht, zum Beispiel im Vertragsrecht, wichtig.

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung sind mit Versand, Umschlag sowie Lagerung von Gütern betreut. Je nach Arbeitssituation pendeln sie zwischen Büro und Lagerräumen.

Kaufmann/ Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte dreijährige Ausbildung wird in Industrie und Handel angeboten.

Das technische Personal von Flughäfen, das größtenteils in Werkstätten, Wartungshallen oder im Freien arbeitet, ist unter anderem für die regelmäßige Instandhaltung und Kontrolle der Rollfelder und Flugzeuge verantwortlich. Für das reibungslose Funktionieren sorgen hier unter anderem Fluggerätemechaniker der drei Fachrichtungen Instandhaltungs-, Fertigungs- und Triebwerkstechnik und Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme (neue Berufsbezeichnung ab August 2013 voraussichtlich Fluggerätelektroniker).

Diese bundesweit geregelte dreieinhalbjährige duale Ausbildung mit Fachrichtungen findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

"Dienstleistungsgesellschaft" Flughafen

Wer durch eine Airport-Halle schlendert, braucht sich nur umzublicken: Es wimmelt nur so von Geschäften und Restaurants verschiedenster Kategorien. Deshalb zählen auch Berufe in der Gastronomie wie Restaurantfachmann oder Koch zum "Inventar" jedes Flughafens. Hier sorgt man für das leibliche Wohl der Reisenden, sei es in der Küche oder im Service-Bereich.

Auch Verkäufer arbeiten am Flughafen: In den zahlreichen Shops bedienen und beraten sie die Kunden und verkaufen ihnen zum Beispiel Duty-free-Artikel, Snacks oder Zeitschriften.

In der Luft

Wer als Pilot Passagierflugzeuge fliegen will, muss eine zwischen 15 und 24 Monate dauernde Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer (ATPL(A)) (ATPL engl. = Airline Transport Pilot License) absolvieren, die von Verkehrsfliegerschulen und Flugunternehmen durchgeführt wird. Voraussetzung für die Ausbildung ohne Flugvorkenntnisse ist bei den meisten Flugschulen die Hochschulreife, auf jeden Fall aber ein bestandener Eignungstest (zum Beispiel Berufsgrunduntersuchung).

Für den Erwerb der Lizenz ist ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 erforderlich. Die Auszubildenden erhalten während der Ausbildung keine Vergütung. An manchen Schulen fallen für die Ausbildung hohe Kosten an, zum Beispiel Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit sind unabdingbar: Verkehrsflugzeugführer müssen die Sicherheitsbestimmungen einhalten, um Passagiere und Besatzung nicht zu gefährden. Dabei arbeiten sie mit der Besatzung und Fluglotsen eng zusammen.

Angehende Flugbegleiter müssen einen Lehrgang von unterschiedlicher Dauer besuchen, der von Fluggesellschaften und privaten Bildungsträgern mit oder ohne Vorvertrag bei einer Fluggesellschaft durchgeführt wird. Rechtlich ist für diese Ausbildung keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Da die Bildungsträger eigene Zugangskriterien festlegen, bedeutet dies in der Regel, dass ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt wird.

Bewerber sollten volljährig sein. Flugbegleiter ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Die Lehrgänge unterschiedlicher Dauer werden von Fluggesellschaften und privaten Bildungsträgern mit oder ohne Vorvertrag bei einer Fluggesellschaft durchgeführt. Die Ausbildung ist in verschiedenen Bereichen möglich, zum Beispiel als Flugbegleiter für kontinentale und interkontinentale Strecken.red/nk

» In der Gastronomie arbeiten

In der Gastronomie arbeiten

Foto: In der Gastronomie arbeiten

Immer ein freundliches Gesicht und gute Laune sind neben der Kenntnis der verschiedensten Rezepturen von Bedeutung. Foto: Fotolia

Foto: In der Gastronomie arbeiten

Immer ein freundliches Gesicht und gute Laune sind neben der Kenntnis der verschiedensten Rezepturen von Bedeutung. Foto: Fotolia

Foto: In der Gastronomie arbeiten

Die Kenner des Rebensafts sind gefragt. Foto: Fotolia

Foto: In der Gastronomie arbeiten

Die Kenner des Rebensafts sind gefragt. Foto: Fotolia

Foto: In der Gastronomie arbeiten

Das Eindecken festlicher Tafeln gehört mit zu den Aufgaben von Fachkräften im Gastgewerbe. Foto: Fotolia

Foto: In der Gastronomie arbeiten

Das Eindecken festlicher Tafeln gehört mit zu den Aufgaben von Fachkräften im Gastgewerbe. Foto: Fotolia

Fast jedes Restaurant, oder größere gastronomische Einrichtung beschäftigt einen Barkeeper, der sich ausschließlich mit der Zubereitung von Spirituosen, Säften und Cocktails beschäftigt. Dabei ist es eine individuelle Note, die jeder Barkeeper seinem Longdrink, Daiquiri oder Colada verleiht.

Dies geschieht durch die Dekoration, die von den alkoholhaltigen oder -freien Getränken nicht weg zu denken ist. Mit ganzen Früchten, Fruchtstücken, Blüten oder je nach Art des Drink einem Zucker- oder Salzrand werden die speziellen Gläser verziert. Die typischen Showeffekte hinter der Bar - das Jonglieren von Flaschen, das spektakuläre Schütteln des Mixers - sind gern gesehene Attraktionen, die die meisten Gäste beeindruckt, sind für die tägliche Arbeit eines Barkeepers aber keine Pflicht.

Barkeeper oder Barmann sind keine geschützten Berufsbezeichnungen, im Prinzip kann sich jeder so nennen, der an einer Bar tätig ist. Viele Barkeeper in der gehobenen Gastronomie oder Hotellerie haben langjährige Erfahrungen in ihrem Beruf und eine professionelle Ausbildung hinter sich. In anderen Bereichen wird häufig mit Teilzeitkräften oder Aushilfen gearbeitet.

Der Besuch einer privaten Barschule kann auf die Weiterbildungsprüfung zum geprüften Barmixer vor einer Industrie- und Handelskammer (IHK) vorbereiten. Ohne eine Berufsausbildung im gastronomischen Bereich wird zu dieser Prüfung nur zugelassen, wer eine drei- bis vierjährige berufliche Erfahrung als Barkeeper nachweisen kann. Als Barkeeper sollte man den Servicegedanken und die Gesellschaft anderer Menschen mögen. Dazu sind einwandfreie Umgangsformen und ein gepflegtes Auftreten selbstverständlich.

Alle Rezepte und Zutaten müssen im Kopf gespeichert sein


Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse sind erforderlich. Am wichtigsten sind die fachlichen Kenntnisse. Ein guter Barkeeper kann jeden Cocktail oder Longdrink ohne Messbecher und Rezept mixen. Die Mischverhältnisse müssen im Kopf gespeichert sein. Dazu kann er auch auf spezielle Wünsche eines Gastes eingehen und so ganz neue Getränke kreieren.

Ein Barkeeper muss nicht nur gut hinter der Theke aussehen und leckere Getränke servieren, er muss auch - trotz Hektik und Stress - seinen Arbeitsplatz ständig sauber halten und auch im größten Gedränge immer ein freundliches Wort für die Gäste übrig haben.

In einem ähnlichen Umfeld arbeitet auch der Weinfachberater. Sein Kundenstamm unterscheidet sich dagegen von denen eines Barkeepers, sie kommen vorrangig aus dem Privatbereich und der Gastronomie. Der Weinfachberater gibt fachkundige Informationen zur Auswahl der richtigen Marke, zum Kauf und zur Lagerung von Wein. Auch hier gibt es den geschützten Begriff des Sommeliers nicht, der Gäste über das Weinangebot des Hauses berät oder im Weinhandel tätig ist. Die Ausbildung zum durch die IHK geprüften Sommelier in der Fachrichtung Handel sind an den entsprechenden Fachschulen, zum Beispiel an der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz möglich.

Die beruflichen Einsatzgebiete von Weinfachberaten sind vorrangig im Groß- und Einzelhandel, aber auch in der Handelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen oder im Weinbau bei Weinproduzenten. 

Betreuen, bedienen, beraten aber auch dekorieren und garnieren


Die Auszubildenden zur Fachkraft im Gastgewerbe sorgen dafür, dass der Restaurantbesuch für die Gäste jederzeit angenehm ist. Sie betreuen, bedienen und beraten Gäste. Sie nehmen im Restaurant Bestellungen entgegen und servieren Speisen oder schenken an der Bar Getränke aus. Auch dekorieren sie Tische und bauen Büfetts auf. In der Küche bereiten sie einfache Gerichte zu, garnieren kalte Platten oder richten das Frühstücksbüfett an.

Im Zimmerservice sorgen sie dafür, dass die Räume für die Gäste sauber und einladend hergerichtet werden und immer ausreichend frische Wäsche vorhanden ist. Fachkräfte im Gastgewerbe arbeiten hauptsächlich in Cafés, in Restaurants sowie bei Caterern, in Hotels oder in Kurheimen und Sanatorien. Meist arbeiten sie in Restauranträumen und Hotelzimmern. Aber auch am Empfang, in Lagerräumen, in der Hotelküche und am Büfett sind sie tätig.

Um rasch und unkompliziert Kontakte zu Kunden und Gästen aufzubauen, zu vertiefen und zu halten, ist Kontaktbereitschaft notwendig. Kunden- und Serviceorientierung ist unabdingbar, um auf die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste eingehen zu können.

Gute Deutschkenntnisse benötigen Fachkräfte im Gastgewerbe, wenn sie beispielsweise Gäste über Angebote des Hauses informieren. Wer dagegen im Bereich der Systemgastronomie arbeitet, organisiert alle Zweige eines Restaurants nach einem zentral festgelegten Gastronomiekonzept.

Fachleute für Systemgastronomie sorgen für die Einhaltung der vorgegebenen Standards. Sie regeln die Arbeitsabläufe im Einkauf, in der Lagerhaltung, der Küche, im Service, in der Gästebetreuung beziehungsweise im Verkauf und übernehmen auch die Personalplanung. Außerdem überwachen sie die Qualität der Produkte, kontrollieren die Kostenentwicklung und planen sowie realisieren Marketingmaßnahmen. Sie betreuen die Gäste, bearbeiten Reklamationen und achten auf die Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsvorschriften. Sie arbeiten hauptsächlich in Selbstbedienungsrestaurants, bei FastFood-Ketten oder in Raststätten.

Ihre Tätigkeiten üben sie vorwiegend in Gast- und Verkaufsräumen aus. Im Lager kontrollieren sie den Warenbestand und sorgen für eine fachgerechte Lagerung. Bei Bedarf arbeiten sie auch in der Küche mit. Rechnungen, Kalkulationen oder Dienstpläne erstellen sie im Büro.Die Zusammenarbeit mit anderen Kräften in Küche und Service erfordert Teamfähigkeit. Wichtig ist auch Beherrschtheit und Nervenstärke, etwa beim Bedienen ungeduldiger Gäste. red/RiB