Fluggeräteelektroniker|in: Technik auf höchstem Niveau


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Berufskraftfahrer/ -in


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Zerspanungsmechaniker: Neun alte Berufe unter einem neuen Namen


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Kauffrau/-mann


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Physiotherapeut


Ob in Kliniken, angestellt oder selbstständig in Praxen: Physiotherapeuten werden überall gebraucht. In einer Gesellschaft, in der die meisten......

» B.Eng. Luftfahrttechnik: Gefragte Spezialisten für den Flughafen

B.Eng. Luftfahrttechnik: Gefragte Spezialisten für den Flughafen

Foto: B.Eng. Luftfahrttechnik: Gefragte Spezialisten für den Flughafen

Foto: manwalk | pixelio.de

Foto: B.Eng. Luftfahrttechnik: Gefragte Spezialisten für den Flughafen

Foto: manwalk | pixelio.de

Foto: B.Eng. Luftfahrttechnik: Gefragte Spezialisten für den Flughafen

Foto: Rainer Sturm | pixelio.de

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Foto: Rainer Sturm | pixelio.de

Dass die Technische Hochschule Wildau einen Studiengang mit direktem Bezug zum Flughafenmanagement anbietet, erstaunt wenig, liegt sie doch direkt neben Schönefeld und der BER-Baustelle. Ebenso wenig erstaunlich ist, dass zahlreiche Absolventen dieses Studiengangs, mit Bachelor oder Master in der Tasche aus der Region abwandern und gern gesehene Kandidaten an anderen Airports sind.

Wenn der BER endlich fertig ist, werden die gut ausgebildeten Fachkräfte aber auch in Brandenburg gebraucht.Deshalb ist eine Entscheidung für diesen Studiengang sicherlich nicht falsch. Dabei musst Du nicht einmal begeisterter Hobbypilot sein, denn in Wildau geht es um alles, was am Boden für den reibungslosen Ablauf bei der Logistik erforderlich ist. Die Ausbildung umfasst eine breite Palette des luftfahrtspezifischen Wissens und ist sehr praxisorientiert. Das breit gefächerte Studium zeigt Wirkung, denn die Berufsperspektiven in ingenieurtechnologischen Bereichen von Fluggesellschaften, Flughafenbetreibern, Abfertigungsunternehmen, aber auch in der Planung, Produktionsvorbereitung und Qualitätssicherung von luftfahrttechnischen Betrieben sind hervorragend.

Auch wer später lieber im administrativen Bereich, beispielsweise beim Luftfahrtbundesamt oder in der Flugunfalluntersuchung arbeiten möchte, liegt hier ganz richtig. Das Studium umfasst mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen aus den Bereichen Thermodynamik, Elektrotechnik und Elektronik sowie Werkstofftechnik. Fertigungsverfahren, Messtechnik und Sensorik sowie Grundlagen der Luftfahrttechnologie gehören zu den ingenieurspezifischen Schwerpunkten. Die Bereiche Flugphysik, Flugzeugausrüstungen, Flugzeuginstandhaltung, Flugsicherheit, Flughafenbetrieb und Luftverkehrseinsatzplanung befassen sich mit konkreten Anwendungsfeldern in der Luftfahrt.

Außerdem werden für den Bachelor noch Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Luftfahrtrecht, Qualitätsmanagement und sogenannten Human Factors vermittelt. Im Masterstudiengang werden diese Kenntnisse noch vertieft. Dabei geht es aber auch um technische Fertigkeiten.

Voraussetzungen:

Abitur oder Fachabitur, die TH Wildau bietet vorab Tests in Mathe und IT, um die eigenen Kenntnisse zu überprüfen sowie Studienvorbereitungskurse

Studiendauer:

B.Eng.: 6 Semester Vollzeit, 12 Semester Teilzeit
M.Eng.: 4 Semester

www.th-wildau.de

» Anlagenmechaniker: Frischwasserhersteller bei den Wasserversorgern

Anlagenmechaniker: Frischwasserhersteller bei den Wasserversorgern

Foto: Anlagenmechaniker: Frischwasserhersteller bei den Wasserversorgern

Patrick Koppermann erklärt die Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Teltow. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: Anlagenmechaniker: Frischwasserhersteller bei den Wasserversorgern

Patrick Koppermann erklärt die Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Teltow. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: Anlagenmechaniker: Frischwasserhersteller bei den Wasserversorgern

Foto: Anlagenmechaniker: Frischwasserhersteller bei den Wasserversorgern

Eine technische Ausbildung ist alles andere als eine Sackgasse. Patrick Koppermann erfährt das gerade am eigenen Leib. Nach der zehnten Klasse wusste der heute 26-Jährige nicht so recht, wo er sich bewerben sollte. Entweder passten die Ausbildungsberufe nicht oder es gab gerade keine freie Lehrstelle. Auch die Chemie sollte stimmen, darauf hat Patrick Wert gelegt. Schließlich hat er sich entschlossen, noch zwei Schuljahre dran zu hängen und am OSZ Technik in Potsdam ein Fachabitur zu machen.

Mit diesem Abschluss war er als Achtzehnjähriger bestens gerüstet für eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker bei der Mittelmärkischen Wasser- und Abwasser GmbH (MWA), die in der Region zwischen Teltow und Michendorf für frisches Trinkwasser und sauberes Abwasser sorgt. Unterstützung bekam der Michendorfer vor allem von seiner Mutter, die in der MWA die Vorteile des öffentlichen Dienstes erkannte und ihrem Sohn dazu riet, sich dort unbedingt zu bewerben.

Patrick ist ein Macher, er will im Leben etwas erreichen und nicht auf der Stelle treten. Das erkannte auch der damalige Geschäftsführer der MWA: Wenige Tage nach dem Vorstellungsgespräch kam der Ausbildungsvertrag ins Haus geflattert. Dann jedoch wurde Patrick erst einmal nach Cottbus geschickt. Denn die MWA ist an ihren zahlreichen Standorten in Potsdam-Mittelmark immer noch zu klein, um selbst auszubilden. Das hat für sie die Lausitzer Wasser GmbH (LWG) übernommen, die ein großes Ausbildungszentrum in der südbrandenburgischen Stadt betreibt.

Patrick bekam dort ein Zimmer im Wohnheim und lernte gleich auch die von der Mutter gepriesenen Leistungen des öffentlichen Dienstes kennen. Während seine Kollegen aus der freien Wirtschaft für ihre Zimmer sowie für die An- und Abfahrt teils tief in die Tasche greifen mussten und ihnen wenig Lehrgeld blieb, konnte Patrick seine komplette Ausbildungsvergütung behalten: Für Zimmer und Fahrten kam die MWA auf.

Rund zweieinhalb Jahre dauerte der erste Teil der Ausbildung in Cottbus. Patrick hat dort alles gelernt, was er im Berufsalltag bis heute braucht. Schweißen, schmieden und Elektrik standen ganz praktisch auf dem Programm. Außerdem durfte er einen Gabelstapler-Führerschein machen. Im Anschluss ging es in die unterschiedlichen Bereiche der MWA: Trinkwasseraufbereitung, Rohrnetzabteilung und Zähler ablesen.


Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe, technische und handwerkliche Begabung, keine Scheu, auch mal schmutzig zu werden.

Ausbildungsdauer:

3 1/2 Jahre dual

www.mwa-gmbh.de

» B.Eng. Siedlungswasserwirtschaft: Duales Studium an der FH Potsdam

B.Eng. Siedlungswasserwirtschaft: Duales Studium an der FH Potsdam

Foto: B.Eng. Siedlungswasserwirtschaft: Duales Studium an der FH Potsdam

Auch Pläne wird Patrick Koppermann für die Wasserwerke der MWA demnächst selbst erstellen müssen. Foto: Sabine Gottschalk

Foto: B.Eng. Siedlungswasserwirtschaft: Duales Studium an der FH Potsdam

Auch Pläne wird Patrick Koppermann für die Wasserwerke der MWA demnächst selbst erstellen müssen. Foto: Sabine Gottschalk

Foto: B.Eng. Siedlungswasserwirtschaft: Duales Studium an der FH Potsdam

Immer frisches Leitungswasser. Foto: Udo Kröner | pixelio.de

Foto: B.Eng. Siedlungswasserwirtschaft: Duales Studium an der FH Potsdam

Immer frisches Leitungswasser. Foto: Udo Kröner | pixelio.de

Wer wie Patrick Koppermann ein spezialisierter Trinkwasseraufbereiter und Abwasserentsorger werden möchte, sollte die Ratschläge des 26-Jährigen nicht unbeachtet lassen: "Der Abschluss nach der zehnten Klasse sollte gut sein, vor allem die Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern", sagt er. Wichtiger als gute Noten sei allerdings ein guter, stabiler Charakter und unbedingte Verlässlichkeit.

Denn gearbeitet wird im Zweier-Team in nicht immer einfachen Situationen. Da muss man sich auf den Partner verlassen können. Die MWA sucht zum Ausbildungsbeginn im September wieder Interessenten. Gut ist ein Praktikum oder ein Ferienjob im Wasserwerk vorab, meint Patrick: "Dann weiß man,wohin die Reise geht!" Patrick will sich mit seinem jetzigen Job noch nicht zufrieden geben. Er will ab Herbst studieren und wird der erste Mitarbeiter der MWA sein, der ein Duales Bauingenieur-Studium in der Fachrichtung "Siedlungswasserwirtschaft" an der Fachhochschule Potsdam absolviert. Dazu muss die MWA mit der FH einen Vertrag schließen, der garantiert, dass Patrick die Praxisphasen in seiner alten Firma absolvieren kann. Das dürfte aber kein Problem sein, denn einen so engagierten Mitarbeiter wird man kaum gehen lassen.

Das Studium dauert acht Semester und schließt mit dem Bachelor of Engineering ab. Dafür lernt Patrick auch eine ganze Menge und kann am Ende des Studiums mit einer ordentlichen Beförderung rechnen. Während der acht Semester geht es beispielsweise um den Neubau von Anlagen der Siedlungswasserwirtschaft sowie um Baumaßnahmen an bestehenden Anlagen von der ersten Skizze bis zur Fertigstellung: Das kann etwa eine Kläranlage, der Umbau und die Modernisierung eines Wasserwerkes oder die Sanierung eines Kanalnetzes sein. Dazu müssen die Studenten die einzelnen Teile der Anlagen vom Rohr bis zum Faulturm entwerfen, konstruieren und berechnen. Sie entscheiden über die Bauweise, wählen die Bauelemente und die geeigneten Materialien und Technologien aus.

Außerdem müssen sie sicherstellen, dass die Anlagen sowohl den rechtlichen als auch den technischen Anforderungen entsprechen. Zum Beispiel begleiten sie das Genehmigungsverfahren und gewährleisten die Einhaltung der aktuellen Anforderungen an die Reinigungsleistung des Wasserwerkes.

Voraussetzungen:

Abitur oder Fachabitur, Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen der Wasserwirtschaft oder einem Stadtwerk, das seinerseits einen Vertrag mit der FH Potsdam abschließen muss.

Studiendauer:

B.Eng.: 8 Semester

www.fh-potsdam.de

» B.Eng. Bauingenieurwesen: Jetzt auch als Duales Studium an der FH Potsdam

B.Eng. Bauingenieurwesen: Jetzt auch als Duales Studium an der FH Potsdam

Foto: B.Eng. Bauingenieurwesen: Jetzt auch als Duales Studium an der FH Potsdam

Straßen und Brücken für die Zukunft: Sanierung der Nutheschnellstraße in Potsdam (oben) und moderne Brücke im Havelland (unten). Fotos: Sabine Gottschalk (1), Katharina Kühne (1)

Foto: B.Eng. Bauingenieurwesen: Jetzt auch als Duales Studium an der FH Potsdam

Straßen und Brücken für die Zukunft: Sanierung der Nutheschnellstraße in Potsdam (oben) und moderne Brücke im Havelland (unten). Fotos: Sabine Gottschalk (1), Katharina Kühne (1)

Foto: B.Eng. Bauingenieurwesen: Jetzt auch als Duales Studium an der FH Potsdam

Foto: B.Eng. Bauingenieurwesen: Jetzt auch als Duales Studium an der FH Potsdam

Die Fachhochschule Potsdam hat sich seit ihrer Gründung 1991 den praxisbezogenen Studiengängen verschrieben, die für die Region von Bedeutung sind. Nirgendwo in Deutschland gibt es zurzeit ein so großes Potenzial im Baugewerbe wie in der Bundeshauptstadt und in ihrem Umfeld. Mit Berlin wächst auch der Speckgürtel und braucht dringend neben Wohnraum auch eine zeitgemäße Infrastruktur, die sich den Bedürfnissen der Zukunft anpasst. Wer sich jetzt für ein Ingenieursstudium in diesem Bereich entscheidet, schafft nicht nur für sich selbst hervorragende Berufsaussichten, sondern "pflastert" buchstäblich den Weg für heutige und nachkommende Generationen.

An der FH Potsdam gibt es die Möglichkeit, konstruktives Bauingenieurwesen neben dem klassischen Vollzeitstudium auch dual zu studieren. Das bedeutet, Studierende suchen sich zunächst einen Arbeitgeber, der mit der Hochschule kooperiert, und schreiben sich erst wenn der Arbeitsvertrag vorliegt auch an der Hochschule ein. Arbeitgeber können beispielsweise Projektentwickler im Wohnungsbau, Architekturbüros sowie private und öffentliche Bau- oder Sanierungsträger sein, die mit der Hochschule einen Kooperationsvertrag unterzeichnen oder bereits abgeschlossen haben.

Da in den Semesterferien gearbeitet wird, dauert das Duale Studium nicht wie sonst üblich sieben Semester, sondern acht bis zum Abschluss des Bachelor of Engineering. Schwerpunkte sind der Hochbau sowie die statische Berechnung der Konstruktionen von Wohngebäuden, Gewerbe- und Industriebauten. Da wachsende Städte oft große Probleme mit ihrer Infrastruktur haben, hat sich die Fachhochschule Potsdam entschieden, im Fachbereich Bauingenieurwesen einen speziellen Studiengang "Infrastruktursysteme" einzuführen.

Wer hier dual oder in Vollzeit studiert, kann später beispielsweise in der Verkehrsplanung und -steuerung oder auch in der freien Wirtschaft bei Projektentwicklern im Rahmen der Verkehrsplanung arbeiten. Sehr wichtig sind dabei die digitale Vernetzung oder auch das autonome Fahren. Geodaten und digitale Planungsmodelle spielen eine immer größere Rolle. Die FH Potsdam stellt ihren Studierenden modernste Möglichkeiten zur Entwicklung eigener Projekte im Studium zur Verfügung. Der parallel stattfindende direkte Kontakt zur Praxis macht Absolventen zu begehrten Mitarbeitern, die genau die Ausbildung haben, die Arbeitgeber benötigen. Wer dual studiert, belegt die gleichen Veranstaltungen wie beim Vollzeitstudium, meist auch gemeinsam mit den Studierenden des klassischen Bauingenieurstudiengangs. Einziger Unterschied ist, dass es beim Dualen Studium sofort Geld gibt, dafür aber in der vorlesungsfreien Zeit - das sind bis zu fünf Monate im Jahr - beim Kooperationspartner gearbeitet wird.

» B.A. Architektur & Städtebau: Das Leben der Zukunft planen

B.A. Architektur & Städtebau: Das Leben der Zukunft planen

Foto: B.A. Architektur & Städtebau: Das Leben der Zukunft planen

Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: B.A. Architektur & Städtebau: Das Leben der Zukunft planen

Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: B.A. Architektur & Städtebau: Das Leben der Zukunft planen

Foto: B.A. Architektur & Städtebau: Das Leben der Zukunft planen

Unsere Städte wachsen und brauchen gute Planung in jeder Hinsicht, denn bereits heute verbringen wir viel Lebenszeit im Stau. Gebäude müssen an zukunftsweisende, Energie sparende Bedingungen angepasst werden, neuer Wohnraum muss entstehen. Denn er wird analog zur massiven Zuwanderung in die Städte immer knapper und damit teurer. Städte wie Berlin, in denen die Mieten vor zwei Jahrzehnten im Vergleich zu anderen Metropolen der westlichen Welt noch als günstig galten, sind heute für viele Menschen unbezahlbar geworden.

In den Städten wird der Platz für jeden Einzelnen immer knapper. Gleichzeitig verändert sich die Arbeit der meisten Menschen, viel kann von zuhause erledigt werden und dank immer modernerer Technologien verbringen wir weniger Zeit an einem bestimmten Arbeitsplatz. Deshalb muss Urbanität so organisiert werden, dass die Lebensqualität steigt und die täglichen Wege sich verkürzen. Im Potsdamer Norden ist ein solches Projekt geplant. Auf dem ehemaligen Kasernengelände im Ortsteil Krampnitz soll ein völlig neuer Stadtteil entstehen, in dem alles für den täglichen Bedarf auf einem überschaubaren Areal zusammengefasst wird.

Um eine solche neue Wohnform lösungsorientiert und effizient zu planen, braucht es Spezialisten, die den Blick in die Zukunft nicht scheuen und 30 bis 50 Jahre im Voraus planen können. Denn ebenso wie teure Architektenhäuser, entsteht auch eine Stadt nicht nur für das Hier und Jetzt, sondern für viele weitere Jahre und Generationen.

An der Fachhochschule Potsdam ist das Architekturstudium äußerst praxisorientiert. Studierende arbeiten schon früh an konkreten Projekten, die in Zusammenarbeit mit Stadt- oder Gemeindeverwaltungen entwickelt werden. Durch den direkten Bezug lernen sie die Anforderungen von Verwaltungen kennen und können später leichter einschätzen, ob und wie sie ihre Ideen am besten "verkaufen" können. Studierendenwettbewerbe zeigen zudem jedem Einzelnen, wo er oder sie gerade steht. Um den Praxisbezug zu wahren, ist ein zehnwöchiges Praktikum Pflicht.

Voraussetzungen:

Abitur oder Fachabitur, gutes Verständnis und Interesse für Mathematik und Gestaltung, psychologische Fähigkeiten, um mit Kunden zu verhandeln, Verkaufstalent und Durchsetzungsvermögen, denn Architekten fliegen die Aufträge meist nicht von alleine zu!

Studiendauer:

8 Semester Vollzeit, darin 10 Wochen Praktikum. Masterstudiengänge "Architekturund Städtebau" und "Urbane Zukunft", beide Master of Arts mit starkem stadtplanerischen Schwerpunkt. "Bauerhaltung" als Master of Engineering oder Weiterbildung.

www.fh-postdam.de

» B.A. Konservierung & Restaurierung: Erhalten und Erneuern

B.A. Konservierung & Restaurierung: Erhalten und Erneuern

Foto: B.A. Konservierung & Restaurierung: Erhalten und Erneuern

Wiederaufbau nach Metallrestaurierung am Neuen Palais im Park Sanssouci.

Foto: B.A. Konservierung & Restaurierung: Erhalten und Erneuern

Wiederaufbau nach Metallrestaurierung am Neuen Palais im Park Sanssouci.

Foto: B.A. Konservierung & Restaurierung: Erhalten und Erneuern

Wand- und Deckenmalereien in den Neuen Kammern im Park Sanssouci. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: B.A. Konservierung & Restaurierung: Erhalten und Erneuern

Wand- und Deckenmalereien in den Neuen Kammern im Park Sanssouci. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Nicht ohne Grund bietet die Fachhochschule Potsdam den Studiengang Konservierung und Restaurierung an. Schließlich gibt es gerade in Potsdam, aber auch im restlichen Brandenburg und in Berlin, zahlreiche Zeugen vergangener Baukunst, die es zu erhalten gilt. Dafür werden absolute Spezialisten gebraucht, die nicht nur handwerklich geschickt sind, sondern sich auch bestens in der Kunstgeschichte auskennen.

Im Rahmen des Studiengangs gibt es die Möglichkeit, zwischen vier unterschiedlichen Gebieten zu wählen, die sich durch materialspezifische Unterschiede auszeichnen. Die Arbeit mit Holz, wie beispielsweise die Aufarbeitung historischer Möbel oder Parkettböden, erfordert andere Fähigkeiten als die Restaurierung von Metallgittern, zu der auch die Schmiedekunst gehört. Wer Skulpturen, egal ob aus Marmor, Sandstein oder Granit restaurieren will, sollte die Feinheiten der Steinbildhauerei kennen und wissen, wie die schweren Figuren am besten und sichersten zu transportieren sind. Bei der Restaurierung von Fresken und Wandmalerei geht es längst nicht mehr um "Nachmalen", sondern in erster Linie um den Erhalt des Bestands.

Skulpturen und Gemälde brauchen häufig auch eine sanfte aber gründliche Reinigung, weil sie mit der Zeit eine Schmutzpatina angesetzt haben. Besonders auffällig und für jeden Besucher sichtbar ist das zurzeit am Neuen Palais im Potsdamer Park Sanssouci. Dort werden seit einigen Jahren die Fassaden restauriert. Dafür mussten sämtliche Skulpturen in ein Lager direkt vor dem Schloss umgesetzt werden, wo man sie auch aus der Nähe sehen kann. Doch nicht immer wird alles blitze-blank geputzt. Denn Stein ist ein natürliches Material, dass sich verändert. An einigen Stellen sind die Umwelteinflüsse allerdings so stark, dass beispielsweise die Fassade der Kathedrale Notre-Dame in Paris innerhalb von weniger als 25 Jahren zweimal gereinigt werden musste.

Wer sich für diesen künstlerisch-handwerklichen Studiengang interessiert, sollte sich zuerst in Brandenburgs Schlösserlandschaft umsehen.

Voraussetzungen:

Abitur oder Fachabitur, künstlerisch-handwerkliche Begabung, einjähriges Vorpraktikum in einer anerkannten Restaurierungswerkstatt. Die Bereitschaft, später selbstständig zu arbeiten, denn viele Restauratoren sind Freiberufler.

Studiendauer:

7 Semester Vollzeit, starker Praxisanteil. Das 4. Semester ist ein Praxissemester, das gern im Ausland verbracht werden kann - bei der Studienrichtung Wandmalerei bietet sich beispielsweise ein italienischer Freskenmalereibetrieb an. Beginn im Wintersemester.
Masterstudium 3 Semester konsekutiv.
Promotion an einer Universität.

www.fh-potsdam.de

» B.A. Design: Preisgekrönte Potsdamer Ideenschmiede für morgen

B.A. Design: Preisgekrönte Potsdamer Ideenschmiede für morgen

Foto: B.A. Design: Preisgekrönte Potsdamer Ideenschmiede für morgen

Foto: Martin Hoefft | pixelio.de

Foto: B.A. Design: Preisgekrönte Potsdamer Ideenschmiede für morgen

Foto: Martin Hoefft | pixelio.de

Foto: B.A. Design: Preisgekrönte Potsdamer Ideenschmiede für morgen

Foto: Rainer Sturm | pixelio.de

Foto: B.A. Design: Preisgekrönte Potsdamer Ideenschmiede für morgen

Foto: Rainer Sturm | pixelio.de

An der FH Potsdam ist das Designstudium breit gefächert und äußerst praxisorientiert. In die drei Bereiche Interfacedesign, Kommunikationsdesign und Produktdesign gegliedert, verbinden sich die unterschiedlichen Fachrichtungen immer wieder und ergänzen sich gegenseitig. Wichtig ist dabei die schonende Nutzung von Ressourcen. An der FH wird Studierenden zudem schon frühzeitig ein Verantwortungsbewusstsein für sozial verträgliche und innovative Prozesse und Arbeitsweisen vermittelt.

Die Grundlagen der Ausbildung sind für alle Ausrichtungen ähnlich. Fachspezifische Kurse bereiten auf die jeweiligen Studienziele und Tätigkeitsschwerpunkte vor. Während Interfacedesign digitale Prozesse analysiert und Konzepte für zukunftsweisende Technologien erstellt, um die intuitive und interaktive Nutzung von Smartphones, Navis oder Spielekonsolen immer weiter zu vereinfachen und auszubauen, geht es beim Kommunikationsdesign darum, Nachrichten und Informationen zielgerichtet zu vermitteln.

Emotionen spielen eine große Rolle, wenn eine Botschaft, beispielsweise in der Werbung, beim Kunden ankommen soll. Plakatentwürfe, Corporate Identity oder Imagefilm sind nur einige der zahllosen Möglichkeiten, die in diesem Bereich genutzt werden. Das geht nicht ohne viel gestalterische Kompetenz und Kreativität. Ohne psychologische Fähigkeiten geht es im späteren Berufsleben aber auch nicht, denn der Designer muss nicht nur verstehen, wie sein Kunde "tickt", sondern sollte sich vor allem in diejenigen hineinversetzen können, die von seinen Entwürfen angesprochen und im besten Fall überzeugt werden sollen.

Bei Gegenständen, die wir in unserem Alltag nutzen, machen wir uns oft gar nicht klar, dass sie mal von Designern entworfen wurden. Praktisch in der Handhabung müssen Objekte sein, die vo nProduktdesignern entwickelt werden. Das kann eine Dose fürs Pausenbrot ebenso sein wie eine komplexe Verpackung im Lebensmittelhandel oder Küchengeräte, die uns den Alltag erleichtern sollen.

Voraussetzungen:

Abitur oder Fachabitur, Kreativität, handwerklichgestalterisches Geschick und Ideenreichtum. Eignungsprüfung
mit Präsentation einer Hausarbeit, Gespräch mit der Prüfungskommission und Vorlage von bis zu 10 aktuellen
Arbeitsproben.

Studiendauer:

8 Semester Vollzeitstudium, davon 1 Semester Praktikum. Zweisemestriger Master of Arts „Design“ fachübergreifend für alle drei Studienrichtungen.

www.fh-potsdam.de

» Orthopädietechnik: Berufe mit Zukunft im Babelsberger Traditionsbetrieb

Orthopädietechnik: Berufe mit Zukunft im Babelsberger Traditionsbetrieb

Foto: Orthopädietechnik: Berufe mit Zukunft im Babelsberger Traditionsbetrieb

Fertigung eines Korsetts für ein kleines Kind (oben) und künstliches Sprunggelenk für eine Beinprothese in der Werkstatt von Kniesche Orthopädietechnik in Potsdam-Babelsberg. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: Orthopädietechnik: Berufe mit Zukunft im Babelsberger Traditionsbetrieb

Fertigung eines Korsetts für ein kleines Kind (oben) und künstliches Sprunggelenk für eine Beinprothese in der Werkstatt von Kniesche Orthopädietechnik in Potsdam-Babelsberg. Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: Orthopädietechnik: Berufe mit Zukunft im Babelsberger Traditionsbetrieb

Foto: Orthopädietechnik: Berufe mit Zukunft im Babelsberger Traditionsbetrieb

Korsetts, Prothesen, Orthesen und weitere Hilfsmittel werden seit den 1950er-Jahren auf dem Gelände der Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg gefertigt. Was als Volkseigener Betrieb begann, ist seit1999 im Besitz der Familie Kniesche, mittlerweile schon in der zweiten Generation. Ausgebildet wurde hier schon immer und das Unternehmen fördert den Nachwuchs weiter.

Der junge Firmenchef Henry Kniesche setzt auf modernste Technik und ist Innovationen gegenüber sehr offen. Das hat ihm im vergangenen Jahr den Brandenburger Zukunftspreis eingebracht. Für Auszubildende stellt die Einführung neuer, digitaler Arbeitstechniken eine reale Chance auf einen modernen High-Tech-Arbeitsplatz mit ausgesprochen guten Zukunftsaussichten dar. Orthopädietechnikmechaniker, ein Wort, das in seiner Komplexität nur in Deutschland erfunden werden konnte, stellen in erster Linie sicher, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Herausforderungen das Leben erleichtert wird.

Das ist eine schöne Aufgabe, die viel soziale Kompetenz und Empathie voraussetzt, denn man weiß nie, welcher Patient mit welchem Problem als nächstes vor einem steht. Angeborene Behinderung, Unfall oder die bei jungen Mädchen weit verbreitete Skoliose, bei der sich die Wirbelsäule seitlich verkrümmt und im Lauf des Lebens starke Schmerzen verursachen kann, das sind nur einige der häufigsten Diagnosen. Manche Patienten, wie die fast 80-jährige Dame, die nur mit einem Bein geboren wurde, bleiben dem Betrieb ihr Leben lang treu und benötigen immer neue Prothesen, weil sich der Körper mit den Jahren verändert.

Dem Orthopädietechnikmechaniker verlangen die unterschiedlichen Fälle eine große Lösungsbereitschaft und auch etwas Pioniergeist ab, denn die Möglichkeiten sind in etwa so vielfältig wie die Krankheitsbilder und Ziel ist es, immer die beste und bequemste Lösung für den Patienten zu finden. Da wird dann auch mal etwas länger gefeilt oder der eine oder andere Probeguss angefertigt, bis alles sitzt. Kunststoff- und Metallverarbeitung gehören genauso zu den Ausbildungsinhalten wie Anamnese und Patientengespräch.

Unbedingte Voraussetzung neben guten Noten beim Abschluss der zehnten Klasse ist ein Talent zum Tüfteln und die Bereitschaft, einfühlsam und lösungsorientiert auf die Patienten zuzugehen. Das Glück der Menschen, deren Leben mit einem Hilfsmittel erleichtert wird, ist der schönste Dank.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Biologie und Physik, handwerkliches Geschick, Empathie und Verständnis für die Bedürfnisse der Patienten, IT-Verständnis und Spaß am Tüfteln

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual

www.kniesche-ot.de

» Zahntechniker|in: Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Zahntechniker|in: Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Foto: Zahntechniker|in: Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Zahntechnikerinnen bei der Arbeit. Fotos (oben): Robert Kneschke | fotolia.com, (unten): Christina Petersen

Foto: Zahntechniker|in: Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Zahntechnikerinnen bei der Arbeit. Fotos (oben): Robert Kneschke | fotolia.com, (unten): Christina Petersen

Foto: Zahntechniker|in: Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Foto: Zahntechniker|in: Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Du bist handwerklich begabt, liebst Genauigkeit und hast neben technischem Verständnis auch einen guten Sinn für Farbe und Formen? Dann könnte der Beruf des Zahntechnikers genau das Richtige für Dich sein. Zahntechniker sind wahre Künstler, denn sie stellen keine Standardware her, sondern passen jeden Zahnersatz genau dem Mund des Patienten an ohne ihn je gesehen zu haben. Das können Komplettprothesen ebenso sein wie einzelne Implantate, die sich farblich passend und natürlich aussehend in das bestehende Gebiss einreihen müssen. Vorlagen sind Gipsabdrücke, die der Zahnarzt in seiner Praxis abnimmt, und Farbmuster.

Es gehört also auch ein wenig Kreativität zum Beruf,ebenso wie Verständnis für die nicht ganz einfache Situation desjenigen, der den Zahnersatz jahrelang tragen wird. Zahntechniker arbeiten in der Regel in unabhängigen Laboren für mehrere Zahnärzte. Größere Praxen, Zahnkliniken und vor allem auch Kieferorthopäden beschäftigen jedoch auch eigene Techniker. Zahnspangen für Kinder sind allerdings auch das Einzige, an dem Du Deine Farbfantasien ausspielen kannst, ansonsten gilt in diesem Beruf immer schlichtes Weiß in den unterschiedlichsten Schattierungen. Dabei soll der Zahnersatz den eigenen Zähnen des Patienten in Farbe und Form möglichst genau entsprechen. Schließlich möchte sich jeder nach der Behandlung ja noch wiedererkennen!

Ist der Zahnersatz fertig, muss er exakt angepasst werden. Schon kleine Unregelmäßigkeiten können zu starkem Druckschmerz oder Scheuern führen und für den Patienten zur Qual werden. Es liegt in Deiner Verantwortung, dieses Manko zu beseitigen, damit Du beste Qualität abliefern kannst. Zahnärzte haben ein Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit mit guten Zahntechnikern und halten oft große Stücke auf sie. Wenn Du Deinen Beruf liebst und mit Herzblut bei der Sache bist, kannst Du sicher sein, dauerhaft Arbeit zu haben. Viele Zahntechniker wollen sich später selbstständig machen. Dafür ist es sinnvoll, nicht nur diverse Weiterbildungen, sondern auch die Meisterschule zu besuchen.

Voraussetzungen:

Mittlerer Schulabschluss oder Abitur, handwerkliche Begabung und technisches Verständnis.

Ausbildungsdauer:

3 ½ Jahre dual. Weiterbildungsmöglichkeiten und Meisterschule oder Bachelorstudium an der privaten Steinbeis Hochschule Berlin als Weg in die Selbstständigkeit.

www.zibb.de

» Hörgeräteakustiker|in: Mehr Teilhabe dank modernster Techniken

Hörgeräteakustiker|in: Mehr Teilhabe dank modernster Techniken

Foto: Hörgeräteakustiker|in: Mehr Teilhabe dank modernster Techniken

Foto: S. Hofschläger | pixelio.de

Foto: Hörgeräteakustiker|in: Mehr Teilhabe dank modernster Techniken

Foto: S. Hofschläger | pixelio.de

Foto: Hörgeräteakustiker|in: Mehr Teilhabe dank modernster Techniken

Foto: Kzenon | foltolia.com

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Stell Dir vor, um Dich herum reden viele Menschen und Du hörst nur undefiniertes Gebrabbel. So geht es Menschen, deren Gehör nachlässt. Sie stehen mitten in einer Gruppe und sind vollkommen ausgeschlossen, weil sie nicht verstehen, was ihr Nachbar ihnen erzählt. Als Hörgeräteakustiker kannst Du dieses Leiden erfolgreich beenden und wirst nichts als Dank ernten. Dabei ist jedes Hörproblem anders und Du musst für jeden Kunden eine individuelle Lösung finden. Dazu solltest Du viel Einfühlungsvermögen mitbringen, denn Nicht-Hören-Können ist für viele Menschen äußerst frustrierend.

Zunächst musst Du den Hörbedarf des Kunden messen. Dafür gibt es, ähnlich wie beim Optiker, spezielle Geräte und Verfahren, die Du in der Ausbildung lernst. Mithilfe der audiologischen Messungen können passende Hörgeräte für jeden Kunden ausgewählt werden. Damit sie richtig sitzen und eine optimale Verbindung zwischen Hörgerät und Ohr gewährleistet ist, fertigst Du spezielle Passstücke, die sogenannten Otoplastiken, an. Außerdem musst Du Deinen Kunden auch erklären, wie sie ihr Hörgerät optimal nutzen und bedienen können. Der Beruf ist also eine interessante Mischung aus Beratung und Technik, bei der Du täglich neuen Herausforderungen begegnest. Geht beispielsweise mal etwas kaputt, musst Du das Gerät auch warten und reparieren können.

Besonders wichtig ist in dieser Ausbildung jedoch Geduld.Wer zu einem Hörgeräteakustiker kommt, hat ein ernsthaftes Problem und kann nicht immer alles gleich verstehen. Neben Feinfühligkeit und technischem Verständnis ist deshalb auch ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen Grundvoraussetzung für die Ausbildung. Hörgeräteakustiker ist ein Beruf mit Zukunft -schließlich werden die Menschen immer älter und auch jüngere haben immer öfter Hörprobleme, weil sie jahrelang zu laute Musik auf den Ohren hatten. Aber auch latente Lärmbelastung an Baustellen oder Straßen kann zu Schäden am Gehör führen.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Deutschkenntnissen und Interesse an Biologie und Physik, soziale Kompetenzen und handwerkliches Geschick.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual, Weiterbildungsmöglichkeiten und Meisterschule.

www.der-hoerakustiker.de

» Dentalhygieniker|in: Fortbildung zum sanften Zähne streicheln

Dentalhygieniker|in: Fortbildung zum sanften Zähne streicheln

Foto: Dentalhygieniker|in: Fortbildung zum sanften Zähne streicheln

Foto: fotofrol | fotolia.com

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Foto: Dentalhygieniker|in: Fortbildung zum sanften Zähne streicheln

Foto: Gregor | fotolia.com

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In der Zahnmedizin hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Spezialisierungen sind nicht nur bei den Ärzten inzwischen üblich, sondern auch bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten. Deshalb muss eine Ausbildung auf diesem Gebiet bei weitem keine Sackgasse sein. Die Fachangestellten-Ausbildung ist aber immer die Grundlage für alle weiteren Berufsziele.

Zwei Jahre nach Abschluss der Erstausbildung kannst Du Dich zur Prophylaxe-Assistentin weiterbilden und hast damit sehr gute Chancen, nicht nur eine gut bezahlte Stelle zu bekommen, sondern auch selbst an der Weiterentwicklung der Praxis mitzuwirken. Große Praxen verdienen mittlerweile durch diese Serviceleistungen viel Geld und sind auf gut ausgebildete und sehr serviceorientierte Mitarbeiter angewiesen. Wenn Du Interesse an Menschen hast, die auf ihren Körper und ihre Gesundheit achten und bereit bist, zu ihrem Wohlergehen beizutragen, kannst Du es in der Zahnmedizin weit bringen.

Mit einem Jahr Berufserfahrung auf dem Gebiet der Prophylaxe und verständnisvollen Chefs kannst Du nach der Fortbildung zur Prophylaxe-Assistentin noch eine sogenannte Aufstiegsfortbildung anschließen, an deren Ende Du Dich "Dentalhygienikerin" nennen darfst. Damit hast Du den Olymp der Zahngesundheit erreicht. Immer mehr Menschen wollen ihre eigenen Zähne möglichst lange behalten - und werden gleichzeitig immer älter. Das heißt, sie müssen etwas für ihre Gesundheit tun und sind bereit, Geld dafür auszugeben. Das sind gute Aussichten für langfristig gut bezahlte Jobs, denn selbst wenn nur noch Implantate helfen, ist die Prophylaxe unabdingbar.

Berufsbegleitend dauert die Aufstiegsfortbildung 13 Monate. Während dieser Zeit bist Du wahrscheinlich an sechs Tagen in der Woche beschäftigt. Vorher musst Du einen Röntgenkurs und einen Erste Hilfe-Kurs erfolgreich abschließen. Als ausgebildete Dentalhygienikerin hast Du beruflich erst einmal ausgesorgt. Denn hierzulande ist die Spezialisierung keineswegs so verbreitet wie beispielsweise in den USA. Und der Bedarf wächst ständig.

Voraussetzungen:

Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten und 2 Jahre Berufserfahrung, dann berufsbegleitende Fortbildung zur Prophylaxeassistentin und 1 weiteres Jahr Berufserfahrung. Außerdem ein Röntgen- und ein Erste Hilfe-Kurs.

Aufstiegsfortbildung zur Dentalhygienikerin:

13 Monate am Berliner Philipp-Pfaff-Institut der Charité-Zahnklinik.

www.pfaff-berlin.de

» Altenpflege: Mehr Solidarität mit Senioren

Altenpflege: Mehr Solidarität mit Senioren

Foto: Altenpflege: Mehr Solidarität mit Senioren

Foto: Kzenon | fotolia.com

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Foto: Kzenon | fotolia.com

Foto: Altenpflege: Mehr Solidarität mit Senioren

Foto: Bernd Kasper | pixelio.de

Foto: Altenpflege: Mehr Solidarität mit Senioren

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Wir werden immer älter, die moderne Medizin macht vieles möglich, das vor 30 Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Aber damit nimmt auch die Zahl der alten und pflegebedürftigen Menschen zu, die in unserer Gesellschaft versorgt werden müssen. Gute Ernährung und ein weniger anstrengender Arbeitsalltag führen zwar dazu, dass Menschen häufig bis ins hohe Alter unabhängig sind und in ihrem eigenen Haushalt gut zurechtkommen.

Doch irgendwann kann es jeden erwischen: Ein Knochenbruch oder eine sich langsam einschleichende Demenz führen dann dazu, dass alte Menschen Hilfe brauchen. In den kommenden Jahren werden immer mehr Fachkräfte benötigt, die sich mit Empathie und Hingabe den Hilfsbedürftigen widmen. Der Job ist körperlich anstrengend und auch psychisch bei weitem nicht immer einfach und nicht jeder Jugendliche eignet sich zum Altenpfleger.

Dennoch zeigt sich durch Integrationsprogramme für junge Geflüchtete immer mehr, dass der Umgang mit den Alten und Schwachen in der eigenen Familie in anderen Kulturen oft herzlicher und hingebungsvoller ist - und dem Alter mehr Respekt gezollt wird als in einer Gesellschaft, die in erster Linie auf das eigene Glück ausgerichtet ist, wie es in der unseren häufig der Fall ist. Diese Entwicklung sollte zu einer Rückbesinnung auf unsere ureigenen familiären Werte führen.

Natürlich kann und soll nicht jede Familie den pflegebedürftigen Großvater selbst versorgen, aber dass mehr Jugendliche sich mit dem Gedanken anfreunden, selbst einen Pflegeberuf zu ergreifen, ist dringend notwendig. Vorausgesetzt sind natürlich faire Löhne ohne Ausbeutung. Wer Seite an Seite mit Pflegenden aus unterschiedlichen Ländern arbeitet, kann auch für sich selbst viel über Bindungen und Zugehörigkeitsgefühl lernen. Oder ganz einfach zurückfinden zu einem Solidaritätsgedanken, der nicht nur in der eigenen Familie, sondern auch zwischen den Generation viel zu oft verschwunden ist

Eins ist klar: Ohne junge Menschen, die sich auf diesem Gebiet engagieren, ist die Riesenaufgabe, die in den kommenden Jahren mit der umgekehrten Alterspyramide weiter wachsen wird, nicht zu stemmen. Andererseits bedeutet es auch, dass in Alten- und Pflegeheimen der Bedarf an Fachpersonal so groß wird, dass gut ausgebildete, motivierte Pfleger immer einen Arbeitsplatz finden werden. Und es muss ja nicht dabei bleiben: Schließlich gibt es auch auf diesem Gebiet die Möglichkeit, Karriere zu machen, zum Beispiel durch den Studiengang "Pflegemanagement" der Evangelischen Hochschule Berlin.  Sabine Gottschalk

» B.A. Pflegemanagement: Karriere für einen ziemlich guten Zweck

B.A. Pflegemanagement: Karriere für einen ziemlich guten Zweck

Foto: B.A. Pflegemanagement: Karriere für einen ziemlich guten Zweck

Foto: Robert Kneschke | fotolia.com

Foto: B.A. Pflegemanagement: Karriere für einen ziemlich guten Zweck

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Foto: B.A. Pflegemanagement: Karriere für einen ziemlich guten Zweck

Foto: Bibliothek der EHB, Evangelische Hochschule Berlin

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Foto: Bibliothek der EHB, Evangelische Hochschule Berlin

Du interessiert Dich für einen Beruf im Gesundheitswesen, hast aber Angst, später auf der Stelle zu treten und keine Aufstiegschancen zu sehen? Da kann der Bachelor of Arts-Studiengang "Pflegemanagement" Abhilfe schaffen. Das Studienangebot richtet sich zwar in erster Linie an Bewerber mit Abitur oder Fachabitur, kann aber auch von Berufstätigen ohne Abi genutzt werden, wenn sie nach ihrer Ausbildung mindestens drei Jahre im Gesundheitswesen, das auch die Altenpflege einschließt, gearbeitet haben.

Da jeder Bewerber zwingend über eine praktische Berufsausbildung verfügen muss, baut dieser Studiengang auch auf den Erfahrungen der Teilnehmenden auf. Für das Zulassungsverfahren anerkannte Ausbildungsgänge sind neben der Kranken- und Altenpflege die Heilerziehungspflege, aber auch die Ausbildung zum medizinischen Fachangestellten. Nach Abschluss der Ausbildung müssen mindestens zwei Jahre Berufserfahrung nachgewiesen werden.

Schwerpunkte des sechssemestrigen Studiengangs sind Gesundheit und Pflege, Beratung und Management. Die unterschiedlichen Module beinhalten Pflegewissenschaft und Gesundheit, Betriebswirtschaft, Qualitätsmanagement sowie rechtliche und strukturelle Grundlagen und Methoden fürs Management. Absolventen haben die Möglichkeit, im Pflege- und Gesundheitsmanagement sowohl in stationären als auch in ambulanten oder teilstationären Einrichtungen zu arbeiten und die Betriebe zu leiten.

Als Pflegeexperte können sie sich auf die Leistungsplanung und -beratung, Evaluation und Begutachtung spezialisieren. Sie können aber auch in Unternehmens- oder Verwaltungsberatungen einsteigen, in Lehre oder Forschung und letztlich auch für internationale Hilfsorganisationen arbeiten. Damit eröffnen sich ganz neue Aufgabenfelder auch für diejenigen, die nicht ewig am Pflegebett stehen möchten. Für viele, die einen Pflegeberuf ins Auge fassen, kann das sicherlich ein weiterer Anreiz sein, den ersten Schritt zu gehen. Eine Sackgasse braucht dieses Berufsfeld in keinem Fall zu sein.

Voraussetzungen:

Abitur oder Fachabitursowie eine dreijährige Ausbildung in einem Pflegeberuf oder als medizinische Fachangestellte. Beginn jeweils zum Wintersemester.

Studiendauer:

B.A.:6 Semester
M.A. Leitung - Bildung -Diversität: 3 Semester

www.eh-berlin.de

» Gerüstbauer|in: Superfitte Alltagssportler ohne Höhenangst

Gerüstbauer|in: Superfitte Alltagssportler ohne Höhenangst

Foto: Gerüstbauer|in: Superfitte Alltagssportler ohne Höhenangst

Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: Gerüstbauer|in: Superfitte Alltagssportler ohne Höhenangst

Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: Gerüstbauer|in: Superfitte Alltagssportler ohne Höhenangst

Foto: Gerüstbauer|in: Superfitte Alltagssportler ohne Höhenangst

Hoch hinaus wolltest Du schon immer und wenn andere sich vor schwindelerregenden Höhen ängstlich wegdrehen, zeigst Du ihnen, wo es lang geht. Du kletterst gern, bist körperlich fit und freust Dich, wenn Dir der Wind um die Ohren bläst. Waghalsig bist Du bei alledem aber nicht. Klingt das nach Dir? Dann bist Du im Gerüstbau ganz richtig.

Wo immer hochgebaut wird, wird ein Gerüst benötigt. Und das muss mittlerweile allerhöchsten Sicherheitsanforderungen standhalten, denn viel zu viele Fassadenkletterer haben sich in der Vergangenheit unerlaubt auf Baugerüste gewagt und dabei Kopf und Kragen riskiert. Nichts darf wackeln oder gar herabfallen, sonst könnten unten Menschen verletzt werden. Und damit nicht alle, die an der Fassade oder am Dach arbeiten, ständig klettern müssen, werden moderne Gerüste mit echten Treppen ausgestattet, die ebenfalls montiert werden müssen.

Als Gerüstbauer hast Du ein abwechslungsreiches Leben, denn Du bist auf jeder Baustelle immer nur kurz zum Auf- und ein paar Wochen später wieder zum Abbau des Gerüsts. Das bedeutet viel körperliche Arbeit, denn alles muss Stange für Stange, Planke für Planke bis nach oben transportiert und montiert werden. Die Ausbildung zum Gerüstbauer ist sicher nichts für Angsthasen, aber auch Rambos sind hier nicht an der richtigen Stelle. Ein Beruf, bei dem man täglich großen Höhen ohne Netz und doppelten Boden ausgesetzt ist, fordert eine gewisse Besonnenheit, damit Du Dich nicht selbst in Gefahr bringst.

Du solltest Dir also vorher genau überlegen, ob die ständige Kletterei und der ewige Ortswechsel Dir auf Dauer gefallen werden. Dafür brauchst Du dann nicht mehr ins Fitnessstudio zu gehen! Wichtig ist aber auch eine hohe Bereitschaft, im Team zu arbeiten, denn Einzelgänger können in dieser Branche nicht erfolgreich sein. Aufgrund der regen Bautätigkeit vor allem im Berliner Speckgürtel brauchst Du Dir als Geselle keine Sorgen um einen Arbeitsplatz zu machen. Wer sich gern weiterbilden will, kann auch im Gerüstbau einen Meisterkurs belegen und sich später selbstständig machen. Die Branche hat seit Jahren Hochkonjunktur und kennt praktisch keine Flaute. Nebenbei ist der Beruf, in dem es in Deutschland erst seit 25 Jahren eine offizielle Ausbildung gibt und der erst 1998 als Vollhandwerk anerkannt wurde, auch international. Du kannst also auch mal im Ausland arbeiten, wenn Du Dich fürs Reisen interessierst.

Voraussetzungen:

Berufsbildungsreife, absolute Schwindelfreiheit, gute körperliche Kondition, Gesundheit und Fitness. Keine Scheu bei schlechtem Wetter draußen zu arbeiten.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual, häufiger Ortswechsel, Montageaufenthalte möglich

www.geruestbauhandwerk.de

» Zimmerer|in: Ein ganzes Haus aus Holz - ökologisch und wertvoll

Zimmerer|in: Ein ganzes Haus aus Holz - ökologisch und wertvoll

Foto: Zimmerer|in: Ein ganzes Haus aus Holz - ökologisch und wertvoll

Foto: Robert Kneschke | fotolia.com

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Foto: Zimmerer|in: Ein ganzes Haus aus Holz - ökologisch und wertvoll

Foto: Astrid Gast | fotolia.com

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Während der Tischler eher fürs Feine da ist und sich meist auf Möbel und Einbauten beschränkt, baut der Zimmerer auch mal ganze Häuser - nämlich dann, wenn sie aus Holz sind. Ansonsten ist er auf dem Bau für alles zuständig, was aus Balken und Dielen gefertigt wird. Vom Fußboden bis zum Dachstuhl sorgt er bei jedem Wetter dafür, dass der Bau nicht stockt und die anderen Gewerke blockiert werden. Denn hier muss alles Hand in Hand gehen. Ohne Dachbalken und Sparren kann der Dachdecker seine Ziegel, Schindeln oder Strohbündel für das Reetdach nicht befestigen.

Der Zimmerer ist aber auch ein echter Holzfachmann. Er muss die Qualitäten der unterschiedlichen Hölzer kennen und darf sich nicht scheuen, mit großen Maschinen, wie beispielsweise Kreissägen zu arbeiten. Zimmerer arbeiten eng mit Architekten zusammen und setzen deren Vorstellungen unter anderem im Treppenbau, bei Fassadenverkleidungen oder beim Ausbau von Dachgeschossen um. Gerade im Einzugsgebiet von Berlin spielt der Ausbau zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums eine große Rolle.

Aber auch in der Sanierung und Restaurierung alter Gebäude werden Zimmerer dringend benötigt. Wer sich also für traditionelle Bauweisen interessiert, kann sich auf die Instandsetzung im Denkmalschutz spezialisieren. Auch beim ökologischen Bauen spielt Holz als Werkstoff eine immer größere Rolle. Zimmerer haben eine großartige Zukunft vor sich, wenn sie bereit sind, körperlich etwas härter zu arbeiten, schwindelfrei sind und sich nicht vor dem frühen Aufstehen scheuen. Wer sich für Architektur interessiert, kann sich später auch auf die Konstruktion von Brücken oder Hallendächern spezialisieren.

Zukünftige Zimmerer sollten handwerklich geschickt sein, technisches Verständnis mitbringen und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben. Bei der Arbeit mit Architekten und Ingenieuren lernst Du, Pläne und technische Zeichnungen zu lesen und alle Maße entsprechend zu überprüfen. Wichtig ist auch die Bereitschaft, imTeam zu arbeiten, denn auf dem Bau kannst Du viele Tätigkeiten nicht allein ausführen.

Aufstiegsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel zum Zimmerervorarbeiter oder zum Zimmererpolier. Du kannst aber auch die Meisterschule besuchen und Dich selbstständig machen. Oder Du gehst eine Zeitlang auf die Walz und lernst andere Regionen oder auch andere Länder kennen. Diese Jahrhunderte alte Tradition ist gerade bei Zimmerern immer noch sehr beliebt.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Physik. Interesse am Werkstoff Holz und an körperlicher Arbeit. Guter Teamplayer mit stabiler Konstitution ohne Höhenangst.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual, eventuell Schichtdienst bei großen Baustellen.

www.kh-brb.de

» Maurer in der Denkmalpflege: Nicht nur der Bauboom macht das Handwerk aktuell

Maurer in der Denkmalpflege: Nicht nur der Bauboom macht das Handwerk aktuell

Foto: Maurer in der Denkmalpflege: Nicht nur der Bauboom macht das Handwerk aktuell

Fotos (2): Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam

Foto: Maurer in der Denkmalpflege: Nicht nur der Bauboom macht das Handwerk aktuell

Fotos (2): Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam

Foto: Maurer in der Denkmalpflege: Nicht nur der Bauboom macht das Handwerk aktuell

Foto: Maurer in der Denkmalpflege: Nicht nur der Bauboom macht das Handwerk aktuell

Das Baugewerbe hat Hochkonjunktur. Natürlich gilt das in erster Linie für den Neubau, wo Maurer dringend gesucht werden. Aber auch in der Restaurierung haben sie viele Aufgaben, auf die sie sich spezialisieren können und so zu gesuchten Fachkräften werden, die in ihrer täglichen Arbeit deutlich mehr Abwechslung erleben. Wer denkmalgeschützte Gebäude saniert und restauriert, muss vor allem großes Interesse an alten Gemäuern mitbringen. Außerdem ist die Arbeit oft etwas langwieriger, denn im Altbau ist nun einmal nicht alles schnurgerade und rechtwinkelig.

An einem Gründerzeit-Altbau in Berlin haben die Maurer der Roland-Schulze-Baudenkmalpflege aus Potsdam beispielsweise die angegriffenen alten Klinker aus der zuvor verputzten Fassade herausgenommen und umgekehrt wieder eingesetzt, damit die Oberfläche eine gleichmäßige Struktur bekommt, erzählt Firmeninhaber Roland Schulze. Das braucht viel Zeit und eine gewisse Liebe zur Tüftelei. Wer also lieber gerade Wände aus Stahlbeton gießt als Stein auf Stein zu mauern oder alte Ziegel zu neuem Leben zu erwecken, sollte sich für eine Ausbildung zum Maurer lieber ein klassisches Bauunternehmen suchen. Auch dort gibt es zahlreiche Möglichkeiten und später steht immer noch dieTür zur Meisterschule offen.

Wer hingegen gern mit traditionellen Werkstoffen und alten Fertigkeiten in Kontakt kommt und von Meistern lernen will, dieTechniken beherrschen, die immer weniger Handwerker kennen, der ist in der Baudenkmalpflege genau richtig. In beiden Bereichen wird allerdings die Bereitschaft vorausgesetzt, körperlich durchaus auch etwas härter zu arbeiten und, egal ob Kälte oder gleißende Sonne, draußen viel Einsatz zu zeigen. Schwindelfrei sollten Maurer auch sein, denn je höher es geht, umso freier stehen sie auf ihren Gerüsten.

Fazit:Abwechslungsreicher ist es in der Denkmalpflege, wer es aber nicht so mit dem ständigen Ausprobieren und Anpassen hat, sollte eher die zahlreichen Chancen nutzen, die sich in der Bauindustrie zurzeit bieten. Vor allem der Berliner Speckgürtel wächst so stark, dass Fachleute so gut wie überall gesucht werden. Viele Anfragen können schon gar nicht mehr erledigt werden, weil den Firmen die Mitarbeiter fehlen und die Auftragsbücher bis an den Rand gefüllt sind. Eine Chance für alle, die harte Arbeit nicht scheuen und keine Lust mehr auf Schule haben.

Voraussetzungen:

Berufsbildungsreife möglichst mit guten Noten in Mathe, Physik und Werken

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual

www.baudenkmalpflege.de

www.baugewerks-innung.de

» Stuckateur|in: Alte Kunst im Einsatz für die Denkmalpflege

Stuckateur|in: Alte Kunst im Einsatz für die Denkmalpflege

Foto: Stuckateur|in: Alte Kunst im Einsatz für die Denkmalpflege

Fotos (2): Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam

Foto: Stuckateur|in: Alte Kunst im Einsatz für die Denkmalpflege

Fotos (2): Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam

Foto: Stuckateur|in: Alte Kunst im Einsatz für die Denkmalpflege

Foto: Stuckateur|in: Alte Kunst im Einsatz für die Denkmalpflege

Reich verzierte Fassaden historischer Bauten waren lange aus dem Straßenbild verschwunden. Inzwischen tauchen sie trotz Energiesparverordnung und Dämmungsrichtlinien wieder auf, zumindest dort, wo Bauherren einen Sinn für den Erhalt oder die Wiederherstellung von Schmuckelementen an den Gebäuden haben - oder aber immer dann, wenn sich der Denkmalschutz einschaltet.

Nicht immer ist es leicht, nachzuvollziehen wie die Fassaden einmal bei ihrer Entstehung ausgesehen haben. Meist helfen Fotos oder Bauzeichnungen anhand derer neue Stuckelemente nachgegossen werden können. Gleiches gilt für Ballustraden und andere Zierelemente, die wiederhergestellt werden sollen. In der Werkstatt von Roland Schulze werden zunächst Formen angefertigt, die den Vorlagen möglichst naturgetreu entsprechen. Ist ein Stück vom Stuck übrig, erleichtert das die Arbeit enorm, weil die Form hiervon abgenommen werden kann.

Als erster Schritt entsteht eine Tonform, die dann aus Gips nachgebaut wird. Diese wiederum wird mit Kautschuk ausgekleidet und mit Zement ausgegossen. Wenn der Zement im Innern durchgehärtet ist, kann die Kautschukform ganz leicht gelöst und für den nächsten Guss weiter verwendet werden. So entstehen nach und nach die Elemente, die später an der Fassade befestigt werden müssen. Simse hingegen müssen gleich vor Ort gezogen werden. Das ist eine relativ schwere Arbeit, die noch dazu oft in schwindelerregender Höhe stattfindet.

Wer also in diesem Bereich arbeiten möchte, kann zwar sicher sein, einen Job zu finden, sollte sich aber bewusst machen, dass die Arbeit nur zum Teil in der warmen Werkstatt stattfindet. Etwas gemütlicher sind Aufträge für Innenstuck, der meist Zimmerdecken verziert, in Schlössern teilweise auch Wände. Wenn der Stuck aber einmal weg ist, weil zum Beispiel die Decke erneuert werden musste, gibt es meist keine Vorlagen mehr, denn Decken wurden früher fast nie fotografiert. Dann sind Fantasie und Kreativität des Stuckateurs gefragt. Häufig ist das die Domäne der wenigen Frauen, die dieses Handwerk erlernen. Sie seien geschickter im Formen und Schneiden der filigranen Verzierungen, sagt Schulze. Allerdings geben sie den harten Job auch schneller auf und arbeiten meist nicht so lang wie ihre männlichen Kollegen.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife, handwerklich-künstlerische Begabung, Spaß an der Arbeit in historischen Gemäuern, Interesse an Denkmalpflege und absolute Schwindelfreiheit

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual

www.baudenkmalpflege.de

» Dachklempner|in: Dächer und Fassaden mit Metall verkleiden

Dachklempner|in: Dächer und Fassaden mit Metall verkleiden

Foto: Dachklempner|in: Dächer und Fassaden mit Metall verkleiden

Fotos (2): Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam

Foto: Dachklempner|in: Dächer und Fassaden mit Metall verkleiden

Fotos (2): Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam

Foto: Dachklempner|in: Dächer und Fassaden mit Metall verkleiden

Foto: Dachklempner|in: Dächer und Fassaden mit Metall verkleiden

Wenn die Toilettenspülung kaputt ist, die Heizung leckt oder Rohre verstopft sind, rufst Du den Klempner zu Hilfe? Früher war das durchaus üblich, doch nicht nur die Berufe, sondern auch ihre Bezeichnungen entwickeln sich weiter, deshalb ist der, den Du brauchst, längst ein Installateur oder Anlagenmechaniker. Ein Dachklempner arbeitet zwar auch auf dem Bau, aber er verlegt keine Rohre, sondern dichtet Dächer, Brüstungen und ähnliche Vorsprünge mit Metall ab. Wichtig ist das zum Beispiel an den sogenannten"Kehlen", dort, wo zwei Gebäudeteile im rechten Winkel aufeinandertreffen und das Dach einen nach innen gerichteten Winkel bildet. Außerdem montiert der Klempner auch Dachrinnen. Deshalb muss ereng mit Dachdeckern zusammenarbeiten.

Eine besondere Aufgabe kommt den Dachklempnern in der Denkmalpflege zu. Es gibt zwar auch moderne Dächer aus Metall, aber bei historischen Gebäuden mit Kuppeln ist diese Technik deutlich häufiger vertreten. Um die Bleche, meist aus Kupfer oder Zink, in der richtigen Form und Größe auf das jeweilige Dach zu bringen, werden sie zuvor in der Werkstatt zugeschnitten und zurechtgebogen. Dafür braucht es Spezialisten, die sich mit den Eigenschaften des Metalls sehr gut auskennen. Denn nicht alles kann zusammen verbaut werden. Wenn das Regenwasser beispielsweise über eine nachträglich angebrachte Kupferverblendung in eine alte Zinkrinne fließt, wird das Zink über kurz oder lang porös.

Und damit es später dicht wird und kein Wasser in den Unterbau eindringen kann, wird in der Baudenkmalpflege nicht gelötet, sondern gefalzt. Das erkennt man an den Streben, die an Kuppeldächern häufig zu sehen sind. Dachklempner arbeiten aber nicht nur an historischen Gebäuden, ihre Fähigkeiten sind genauso auch bei Nachbauten gefragt. Ein gutes Beispiel ist der neue Brandenburger Landtag am Alten Markt in Potsdam. Hier ist alles ganz neu, einschließlich des Kupferdachs nach historischem Vorbild.

Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll, denn man ist quasi bei jedem Wetter draußen und muss zudem in schwindelerregender Höhe mit den großen Blechen hantieren. Wer also nicht ganz schwindelfrei ist oder gar unter Höhenangst leidet, sollte eine Ausbildung zum Dachklempner lieber gar nicht erst in Erwägung ziehen.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe, räumliches Vorstellungsvermögen, absolute Schwindelfreiheit und keine Angst vor großen Höhen.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual im Betrieb und an der Berufsschule.

www.baudenkmalpflege.de

» Betonwerksteinhersteller|in: Ein fast vergessenes Handwerk

Betonwerksteinhersteller|in: Ein fast vergessenes Handwerk

Foto: Betonwerksteinhersteller|in: Ein fast vergessenes Handwerk

Fotos (2): Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam

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Fotos (2): Roland Schulze Baudenkmalpflege Potsdam

Foto: Betonwerksteinhersteller|in: Ein fast vergessenes Handwerk

Foto: Betonwerksteinhersteller|in: Ein fast vergessenes Handwerk

Unter dem Begriff "Betonwerkstein" kann sich im ersten Moment kaum jemand etwas Genaues vorstellen. Besser bekannt ist vielleicht noch Terrazzo, ein ganz ähnlich hergestelltes Material, das häufig als Fußbodenbelag in Wohnhäusern zu finden ist, die in der Gründerzeit entstanden, also rund um die vorletzte Jahrhundertwende.

Gemein haben beide Werkstoffe, dass nicht einfach Naturstein verarbeitet wird, sondern eine Mischung aus einer frühen Form von Beton und kleinen, Kies ähnlichen Steinchen, die der Oberfläche eine edle und abwechslungsreiche Struktur geben. Betonwerkstein dient ausschließlich zur Verzierung und wurde früher beispielsweise bei größeren Grabmalen eingesetzt. Im Gegensatz zu modernem Stahlbeton hält hier im Inneren ein aus Ziegeln gemauerter Kern das Bauwerk zusammen.

Roland Schulze hat das letzte noch in diesem Bereich tätige Brandenburger Unternehmen übernommen und es so im Jahr 2013 vor dem Untergang gerettet, als es aus gesundheitlichen Gründen geschlossen werden sollte. Mittlerweile wird die alte Handwerkskunst wieder an Auszubildende weitergegeben, um auch in Zukunft Grabmale und Fassaden instandhalten und ersetzen zu können. Denn in Brandenburg ist der Werkstoff seit 1850 eingesetzt worden und Vieles ist bis heute mehr oder weniger gut erhalten.

Wer einen Sinn für die Pflege historischer Gebäude und Denkmale hat und sich vorstellen kann, einen "exotischen" Beruf zu ergreifen, von dem Eltern und Freunde mit großer Sicherheit nicht wissen, was gelernt wird, sollte sich dieses Arbeitsfeld einmal näher ansehen. Da das Material jedes Mal der Vorlage entsprechend neu hergestellt werden muss, verlangt der Beruf viel Feingefühl und ein gutes Auge für die richtige Körnung der feinen Steinchen, die dem Zement beigemischt werden. Anschließend werden Platten, Treppenstufen, Fensterrahmen wie beispielsweise die der Kirche am Neuendorfer Anger in Potsdam-Babelsberg, oder auch Simse in der Werkstatt gegossen, geschliffen und poliert, damit sie ein wenig an Marmor oder Granit erinnern. Da das Material allein für einen steten Nutzen zu empfindlich wäre, bekommen beispielsweise Treppenstufen zusätzlich einen harten Kern aus einem festeren Beton.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife und handwerklich-künstlerisches Geschick. Relativ harte körperliche Arbeit aufgrund des Materialgewichts. Gute Beschäftigungsaussichten wegen des Alleinstellungsmerkmals.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual, Blockunterricht an einer Berufsschule in Süddeutschland.

www.baudenkmalpflege.de

» Industrieelektriker|in: gute Aufstiegschancen im Energiesektor

Industrieelektriker|in: gute Aufstiegschancen im Energiesektor

Foto: Industrieelektriker|in: gute Aufstiegschancen im Energiesektor

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Fotos (2): Tim Reckmann_pixelio.de

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Du interessierst Dich für Technik und besitzt handwerkliches Geschick, man könnte auch sagen, Du bist ein begabter Tüftler? Vielleicht möchtest Du auch dafür sorgen, dass Energie nachhaltig erzeugt wird. Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, eine Ausbildung im Bildungszentrum Energie (BZE) in Falkenberg (Elster) zu beginnen. Es bietet in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region wie beispielsweise der Lübbenauer Emis-Gruppe mehrere interessante Ausbildungswege im Süden Brandenburgs an.

Besonders ist dabei, dass Du abwechselnd im Betrieb und im Ausbildungszentrum lernst. Zusätzlich gibt es noch regulären Berufsschulunterricht in Elsterwerda. Durch den Ausbildungsverbund regionaler Energieerzeuger ist der Austausch mit Azubis anderer Betriebe gewährleistet und Du lernst durch sie indirekt auch andere Unternehmen kennen.

Als Rüstzeug werden zu Beginn der Ausbildung in einem Berufseinsteigerseminar die Grundlagen der zukünftigen Tätigkeit kompakt vermittelt. Die Ausbildung zum Industrieelektriker mit der Fachrichtung Betriebstechnik dauert zwei Jahre und öffnet die Türen der Metall- und Elektroindustrie genauso wie die der Automobilindustrie oder des Anlagenbaus in Energieversorgungsunternehmen. Im Betrieb lernst Du Schaltgeräte und Automatisierungssysteme zusammen zu setzen, Du prüfst die Funktionen elektrischer Systeme und installierst Maschinen mit pneumatischen und hydraulischen Bauteilen. Am Ende der Ausbildung kannst Du auch die Sicherheit elektrischer Anlagen prüfen und beurteilen. Und wenn eine Störung vorliegt, weißt Du in den meisten Fällen, wie Du sie beheben kannst. Zu kompliziert? Nur am Anfang - damit Du den Durchblick nicht verlierst, gibt es immer Fachleute an Deiner Seite.

Um Industrieelektriker zu werden, musst Du nur zwei Jahre lernen. Wenn Du danach neugierig auf mehr bist und gute Leistungen nachweist, kannst Du Elektroniker für Betriebstechnik werden, ohne das Unternehmen zu wechseln. Damit bekommst Du mehr Verantwortung und später auch einen besser bezahlten Arbeitsplatz. Allerdings solltest Du dazu auch ein wenig Englisch können, denn Betriebs- und Montageanleitungen sind in einer globalisierten Welt häufig auf Englisch verfasst.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Physik. Kommunikations- und Teamfähigkeit, Eigeninitiative und Selbstständigkeit.

Ausbildungsdauer:

2 Jahre dual im Ausbildungszentrum und im Unternehmen. Berufsschule zusätzlich in Elsterwerda.

www.emis-gruppe.de

» Mechatroniker|in: Ganz sicher keine Langeweile am Arbeitsplatz

Mechatroniker|in: Ganz sicher keine Langeweile am Arbeitsplatz

Foto: Mechatroniker|in: Ganz sicher keine Langeweile am Arbeitsplatz

Foto: Carola Langer_pixelio.de

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Foto: Dieter Poschmann_pixelio.de

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Alltagsroutine ist gar nicht Dein Ding, Du möchtest lieber einen abwechslungsreichen Beruf? Das Tätigkeitsfeld des Mechatronikers ist so weit gefasst, dass Langeweile erst gar nicht aufkommen kann, weil es immer wieder etwas Neues zu tun gibt. Bestimmt willst Du gut verdienen und einen sicheren Arbeitsplatz finden. In der Automatisierungs- und Elektrotechnik ist das möglich. Wenn Du noch dazu technisch begabt bist, Mathe und Physik zu Deinen Lieblingsfächern gehören und Du keine Scheu hast, Englisch soweit zu lernen, dass Du es bei Deiner Arbeit nutzen kannst, solltest Du Dir die Ausbildung zum Mechatroniker einmal genauer ansehen.

Wer die Ausbildung an einem Standort der Emis-Gruppe in der Lausitz macht, profitiert parallel vom Bildungszentrum Energie (BZE) im südbrandenburgischen Falkenberg. Der Schwerpunkt liegt hier natürlich bei der Energieerzeugung. Du lernst beispielsweise mechatronische Systeme zusammen zu bauen und installierst Hard- und Softwarekomponenten. Du baust aber auch unterschiedliche Steuerungen und beherrschst am Ende Deiner Ausbildung deren Überprüfung. Außerdem montierst und demontierst Du Anlagen und Systeme und bist auch für Instandhaltung und Wartung zuständig. Da beib bist Du viel unterwegs und hast immer wieder mit neuen Ansprechpartnern zu tun, die Du auch in die Bedienung der Geräte einweisen musst.

Inzwischen gibt es viele Betriebs- und Montageanleitungen nur noch auf Englisch, deshalb sind fachspezifische Sprachkenntnisse von großer Bedeutung. Die lernst Du in der Berufsschule in Elsterwerda. Mechatronik setzt sich aus Mechanik, Elektronik und Informatik zusammen, das heißt, Du hast es mit einem anspruchsvollen Aufgabengebiet zu tun, das mittlerweile fast alle Bereiche des täglichen Lebens umfasst.

Die Arbeitsmöglichkeiten sind vielfältig und in der Regel gut bezahlt. Wenn Du bereit bist, Dich an die Entwicklung der technischen Gegebenheiten anzupassen und Dich während Deines Berufslebens entsprechend weiterbildest, wirst Du immer einen guten Job finden können. Du solltest aber auch teamfähig und kommunikativ sein. Etwas Eigeninitiative ist wichtig, um vor allem während der Einsätze beim Kunden selbstständig Entscheidungen zu treffen.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe, Physik und Englisch. Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Selbstständigkeit.

Ausbildungsdauer:

3 ½ Jahre, gute Übernahmechancen

www.emis-gruppe.de

» Elektroniker|in für Betriebstechnik: Energieversorgung für morgen

Elektroniker|in für Betriebstechnik: Energieversorgung für morgen

Foto: Elektroniker|in für Betriebstechnik: Energieversorgung für morgen

Foto: Sabine Gottschalk

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Foto: Sabine Gottschalk

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Foto: Paul-Georg Meister_pixelio.de

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Foto: Paul-Georg Meister_pixelio.de

Schaltkreise liest Du wie einen Stadtplan -oder besser - und schon als Kind war Dein größter Wunsch ein Elektronikbaukasten? Mathe und Physik sind Deine Lieblingsfächer und beim Renovieren verlegst Du längst auch mal Elektroleitungen? Zugegeben, das ist ein wenig riskant. Deshalb solltest Du lieber erst einmal eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik machen. Dabei lernst Du nämlich auch, wie man mit der Elektrik richtig umgeht, ohne sich selbst oder das ganze Haus in Gefahr zu bringen.

Wenn Du Deine Ausbildung bei einem Stadtwerk oder einem Energieversorger machst, lernst Du innerhalb von dreieinhalb Jahren natürlich nicht nur Stromkabel verlegen und anschließen, sondern wirst schnell in die Pflege des gesamten Versorgungsnetzes eingebunden. Dann bist Du dafür verantwortlich, dass Strom, bei Stadtwerken auch Wasser, Gas und Wärme, in Haushalten und Industrieunternehmen ankommen. Und letztlich sorgst du auch dafür, dass der öffentliche Nahverkehr nicht zusammenbricht, denn auch die Straßenbahnen brauchen Strom.

Die Ausbildung beginnt häufig in einer modernen Ausbildungswerkstatt. Hier lernst Du im ersten Lehrjahr, was Du später in der Praxis brauchst. So ist gewährleistet, dass Du vom ersten Tag an wirklich in Deinem zukünftigen Beruf arbeitest und nicht nur die Werkstatt fegst. Das erste Jahr ist aber keineswegs nur theoretische Spielerei, denn in der Werkstatt kannst Du alles in Originalmaßstab bauen - immer mit der Sicherheit, dass Dir ein erfahrener Ausbildungsmeister zur Seite steht und es keine bösen Hochspannungsüberraschungen gibt.

Auch später wirst Du hierher zurückkommen, um das Zeichnen und Berechnen von Schaltplänen und elektrischen Anlagen zu üben. Dafür sind gute mathematische Kenntnisse und viel technisches Vorstellungsvermögen nötig. Auch in Physik solltest Du möglichst gute Noten mitbringen. Der theoretische Unterricht findet in der Berufsschule, für den Raum Potsdam beispielsweise in Brandenburg an der Havel, statt.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreifemit guten Noten in Mathe und Physik, technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen. Viele Betriebe freuen sich über Bewerbungenvon Mädchen, die in diesem Bereich unterrepräsentiert sind.

Ausbildungsdauer:

3 ½ Jahre dual, Berufsschulen in Brandenburg an der Havel oder Rostock.

www.swp-potsdam.de
www.e-dis.de

» Zerspanungsmechaniker: Neun alte Berufe unter einem neuen Namen

Zerspanungsmechaniker: Neun alte Berufe unter einem neuen Namen

Foto: Zerspanungsmechaniker: Neun alte Berufe unter einem neuen Namen

Brandenburgs ehemaliger Bildungsminister Günter Baaske (links) lässt sich die Zerspanungstechnik an einem Übungsgerät erläutern. Foto: Sabine Gottschalk

Foto: Zerspanungsmechaniker: Neun alte Berufe unter einem neuen Namen

Brandenburgs ehemaliger Bildungsminister Günter Baaske (links) lässt sich die Zerspanungstechnik an einem Übungsgerät erläutern. Foto: Sabine Gottschalk

Foto: Zerspanungsmechaniker: Neun alte Berufe unter einem neuen Namen

Foto: Reiner Rosenwald_pixelio.de

Foto: Zerspanungsmechaniker: Neun alte Berufe unter einem neuen Namen

Foto: Reiner Rosenwald_pixelio.de

Moderne Maschinen und Computertechnik machen es möglich: Was vor Jahren noch mühevoll von Hand gefertigt wurde, erledigen heute Roboter. Da die aber nicht denken können, müssen sie vorab programmiert werden, um überhaupt etwas herstellen zu können. Komplizierteste Maschinenteile entstehen so, ohne dass ein Mechaniker Hand anlegen muss. Das mindert nicht nur die Verletzungsgefahr ganz erheblich, es erleichtert den Beruf auch körperlich in großem Maß und macht ihn damit auch für Mädchen zugänglicher.

Aus dem ehemaligen Dreher ist im digitalen Zeitalter also der Zerspanungsmechaniker geworden. Eigentlich sind es sogar neun verschiedene Ausbildungsberufe, die bereits vor 30 Jahren unter dieser neuen Bezeichnung zusammengefasst wurden. Der Zerspanungsmechaniker muss vor allem technisches Verständnis mitbringen und bereit sein, sich in die Programmierung der Maschinen einzuarbeiten. Denn jedes Bauteil, was er fertigt, muss den hohen Anforderungen an die Präzision entsprechen, sonst kann es später nicht in Motoren, Flug- oder Fahrzeuge eingebaut werden.

Hergestellt werden können aber auch Arbeitsgeräte oder Kleinteile wie Piercings und selbst Bauteile von Uhren. Daran erkennt man leicht die unbedingte Notwendigkeit von absoluter Präzision. Neben Metall wird zunehmend auch Kunststoff verarbeitet, das bedeutet, Du lernst schon im theoretischen Unterricht in der Berufsschule viel über die unterschiedlichen Materialien. Und natürlich gibt es in diesem Beruf auch heute noch Handarbeit, zum Beispiel wenn mehrere Arbeitsschritte zur Fertigung nötig sind.

Einen eindeutigen Vorteil hat, wer sich schon in der Schule für den Werkunterricht begeistern konnte. Mathe und Physik, aber auch ein gutes Verständnis von technischen Zeichnungen und Konstruktionsplänen sind wichtig. Zudem solltest Du Dir vorstellen können, was du fertigen willst und wo es hinterher verbaut wird. Das erleichtert die Arbeit erheblich. Aber keine Angst: In der Ausbildung stellst Du zunächst nur Probestücke her, schließlich macht Übung den Meister und davon bist Du als frisch gebackener Azubi noch weit entfernt.

In großen Unternehmen, die Teile für die eigene Fertigung herstellen, gibt es oft auch Ausbildungswerkstätten, in denen die Auszubildenden mindestens im ersten Jahr, oft auch länger, nur Teile herstellen, die der Übung dienen. In jedem Fall wird die Praxis stark durch theoretischen Unterricht in der Berufsschule unterstützt.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe, Physik und Werken, technisches Verständnis, Bereitschaft mit Computern in einem industriellen Umfeld zu arbeiten, in dem es auch mal laut werden kann.

Ausbildungsdauer:

3 ½ Jahre, in Ausnahmefällen nur 3 Jahre, dual. Bei entsprechenden Voraussetzungen - Fachabitur oder in Brandenburg 2 Jahre Berufstätigkeit nach derAusbildung - kann auch ein Maschinenbaustudium(B.Eng.) angeschlossenwerden.

» B.Eng. Telematik: Techniker für moderne Kommunikation

B.Eng. Telematik: Techniker für moderne Kommunikation

Foto: B.Eng. Telematik: Techniker für moderne Kommunikation

Foto: Jörg Trampert | pixelio.de

Foto: B.Eng. Telematik: Techniker für moderne Kommunikation

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Foto: B.Eng. Telematik: Techniker für moderne Kommunikation

Foto: Thorben Wengert | pixelio.de

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Foto: Thorben Wengert | pixelio.de

Telematik - was ist denn das? Keine Sorge, es gehört nicht zum Allgemeinwissen, jeden neuen Studiengang zu kennen. Telematik ist genau so einer, entstanden aus der Verschmelzung von Telekommunikation und Informatik. Computer, PDAs, Mobilfunk, Telefonie, Ortungstechnologien und Internet zusammen erlauben es, ständig und überall online zu sein und auf Daten und Programme zuzugreifen. Ingenieure mit Bachelor-und Master-der Telematik sorgen dafür, dass das auch immer funktioniert und großflächig genutzt werden kann.

Mit ihren breit gefächerten technischen und interdisziplinären Grundlagen und sehr guten Kenntnissenin den Bereichen Planung und Entwicklung unterschiedlichster Telematikprodukte stehen den Absolventen Karrieren in allen IT- und Kommunikationstechnikunternehmen offen. Aus diesem Grund ist der Bachelor-Studiengang technisch und stark anwendungsorientiert ausgerichtet und die theoretische Arbeit wird durch Labore, Praktika und Projekte ergänzt. Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Praxisanteils vermittelt das Studium sofort anwendbare Kenntnisse. Neben Telekommunikation und Informatik sind auch Mathematik, Virtual Reality und Simulation, Betriebswirtschaft, Recht, Präsentationstechnik, Kommunikation und Projektmanagement Lerninhalte.

Der Praxisanteil wird durch Kooperation mit den Partnerunternehmen der Hochschule sichergestellt. Betriebspraktika im zweiten und vierten Semester werden durch Projektstudien in den Bereichen Mobilkommunikation und Internetprogrammierung im dritten und fünften Semester ergänzt. Bachelor-Absolventen können in der Software-Entwicklung, aber auch als Systemingenieure, Produktmanager oder Marketingexperten arbeiten. In einem konsekutiven Master-Studiengang werden die Management-Fähigkeiten ausgebaut und die technischen Fertigkeiten vertieft. Er ist auch Voraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten und eine eventuelle Promotion an einer internationalen Universität. Die TH Wildau bietet das Bachelor-Studium auch als Dualen Studiengang an.

Voraussetzungen:

Abitur oder Fachabitur, die TH Wildau bietet vorab Tests in Mathe und IT, um die eigenen Kenntnisse zu
überprüfen. Außerdem gibt es Studienvorbereitungskurse.

Studiendauer:

B.Eng.: 6 Semester Vollzeit, 12 Semester Teilzeit
M.Eng.: 4 Semester

www.th-wildau.de

» Verkäufer|in im Einzelhandel: Der Kunde ist König

Verkäufer|in im Einzelhandel: Der Kunde ist König

Foto: Verkäufer|in im Einzelhandel: Der Kunde ist König

Foto: Verkäufer|in im Einzelhandel: Der Kunde ist König

Foto: Verkäufer|in im Einzelhandel: Der Kunde ist König

Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: Verkäufer|in im Einzelhandel: Der Kunde ist König

Fotos (2): Sabine Gottschalk

Du möchtest die Schule gern so schnell wie möglich hinter Dich bringen und lieber etwas lernen, mit dem Du Geld verdienen kannst? Dann solltest Du trotzdem erst einmal eine Ausbildung machen. Ganz schnell geht das im Einzelhandel, denn dort kannst Du bereits nach zwei Jahren als vollwertige|r Verkäufer|-in arbeiten.Wenn Dir die Ausbildung Spaß macht und Du im Alltagsgeschäft Deine Zukunft siehst, kannst Du nochein Jahr anhängen und den Abschluss als Einzelhandelskauffrau oder -kaufmann machen. Einzige Voraussetzung sind gute Leistungen in den ersten beiden Jahren der Ausbildung. Vor allem die Discounter suchen immer wieder Azubis und bieten interessante interne Aufstiegsmöglichkeiten.

Mitbringen solltest Du ein freundliches Wesen und etwas Gelassenheit, denn im Einzelhandel besteht der Arbeitstag zu einem ganz großen Teil aus Kundenkontakten. Sobald Du ein Regal einräumst, kannst du sicher sein, dass immer wieder Kunden auf dich zukommen und Informationen haben wollen, etwas suchen oder Dir erklären, dass gerade das Haltbarkeitsdatum des Joghurts abgelaufen ist. Da ist ein kühler Kopf gefragt, der bestimmt, aber freundlich mit der Situation umgeht. Natürlich lernst Du in deiner Ausbildung auch, wie Du am besten auf die Fragen und Bemerkungen der Kunden reagierst. Wichtig ist lediglich ein gutes Maß an Kontaktfreudigkeit und Ausdrucksfähigkeit.

Das soll aber nicht heißen, dass Du den ganzen Tag Small Talk mit den Kunden machst. Denn zu Deiner Arbeit gehören auch die Bedienung der Kasse, die Annahme und Auszeichnung der Ware sowie die Kontrolle der Verfallsdaten und die Positionierung der Waren an strategischen Orten in der Filiale. Für eine erfolgreiche Bewerbung solltest Du Wert auf eine gepflegte Erscheinung legen. Nicht zu unterschätzen sind auch eine gewisse Ordnungsliebe und ein Hang zur Sauberkeit. Außerdem solltest Du teamfähig sein und gern auch mal mit anpacken,wenn Deine Kollegen Hilfe brauchen.

Voraussetzungen:

Berufsbildungsreife mit guten Noten. Interesse am Umgang mit Menschen, auch unter Stress. Keine Scheu vor körperlicher Arbeit im Verkaufsraum und im Lager.

Ausbildungsdauer:

2 Jahre dual, Beginn jeweils im August. Praxisausbildung in der Filiale, theoretischer Unterricht in der Berufsschule an einem OSZ. Bei guten Noten kannst Du ein drittes ein Jahr anhängen und den Abschluss "Kaufmann|frau im Einzelhandel" erwerben. Abschlussprüfung an der IHK.

www.karriere-bei-lidl.de/ausbildung
www.fuer-echte-kaufleute.de
www.edekaner.de
www.netto-online.de

» Handelsfachwirt: Turboprogramm für Abiturienten bei Discountern

Handelsfachwirt: Turboprogramm für Abiturienten bei Discountern

Foto: Handelsfachwirt: Turboprogramm für Abiturienten bei Discountern

Foto: kvh24_pixelio.de

Foto: Handelsfachwirt: Turboprogramm für Abiturienten bei Discountern

Foto: kvh24_pixelio.de

Foto: Handelsfachwirt: Turboprogramm für Abiturienten bei Discountern

Foto: Netto Marken-Discount

Foto: Handelsfachwirt: Turboprogramm für Abiturienten bei Discountern

Foto: Netto Marken-Discount

Wer mit einem sehr guten Abitur eine Ausbildung im Einzelhandel beginnt, kann schon nach 18 Monaten die Prüfung zum Handelsfachwirt an der IHK ablegen. Doch das ist noch längst nicht alles: In weiteren 18 Monaten werden die Azubis des Abiturientenprogramms nämlich dazu befähigt, eine eigene Filiale zu leiten. Dazu gehören beispielsweise beim Discounter Lidl rund 15 Mitarbeiter. Und da in den Filialen auch Einzelhandelskaufleute ausgebildet werden, kannst Du im Rahmen dieser Turbo- Lehrzeit auch gleich noch eine Fortbildung zum Ausbildermachen.

Bei Lidl findet der theoretische Teil Deiner Ausbildung in Berlin oder Leipzig statt, der praktische ineinem Markt in der Nähe Deines Wohnorts. Außerdem gibt es ergänzende Abiturienten-Seminare, die der persönlichen Weiterentwicklung dienen sollen. In der Regel ist der theoretische Unterricht auf etwa zehn Blöcke von jeweils zwei Wochen verteilt. Zusätzlich hast Du in Deinem Markt einen persönliche nPaten, der Dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Ähnlich intensiv ist auch die Betreuung durch den Ausbildungsleiter.

Dieses sehr spezielle Abiturientenprogramm ist Aus- und Weiterbildung zugleich. Geeignet ist es vorallem für diejenigen, die keine Lust haben, sich lange mit einem Studium aufzuhalten, sondern lieber gleich auf den Arbeitsmarkt wollen, ohne einfach nur zu jobben. Die Aufstiegschancen sind hervorragend und Du kannst einen großen Teil Deiner Karriere gleich im Ausbildungsbetrieb planen. Dafür ist das Programm aber auch ziemlich anspruchsvoll. Nicht ohne Grund setzen die Arbeitgeber ausdrücklich ein sehr gutes Abitur voraus. Denn nur, wer in der Schule schon entweder sehr fleißig oder aber ein Naturtalent war, wird mit dem Tempo Schritt halten können.

Eindeutiger Vorteil ist das für eine Ausbildung recht gute Gehalt vom ersten Tag an, das nach eineinhalb Jahren noch einmal anwächst. Nach drei Jahren gibt es Tariflohn, außerdem die in Großunternehmen üblichen Sozialleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Und neben den Aus- und Weiterbildungskosten trägt der Arbeitgeber auch die Fahrt- und Übernachtungskosten während der Theoriephasen. Ein ähnliches Programm gibt es auch im Bereich Logistik.

Voraussetzungen:

Abitur mit wirklich sehrguten Noten, besteChancen haben fleißige Schnelllerner mit dem Willen, sich den hohen und umfangreichen Anforderungen in Theorie und Praxis zu stellen.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual. Nach 18 Monaten Prüfung zum Handelsfachwirt. Nach weiteren 18 Monaten Befähigung, eine eigene Filiale zu leiten.

www.famila-nordost.de
www.lidl.de

» Duales Studium im Einzelhandel: Fachleute für Führungspositionen

Duales Studium im Einzelhandel: Fachleute für Führungspositionen

Foto: Duales Studium im Einzelhandel: Fachleute für Führungspositionen

Foto: Sabine Gottschalk

Foto: Duales Studium im Einzelhandel: Fachleute für Führungspositionen

Foto: Sabine Gottschalk

Foto: Duales Studium im Einzelhandel: Fachleute für Führungspositionen

Foto: Gabi Schoenemann_pixelio.de

Foto: Duales Studium im Einzelhandel: Fachleute für Führungspositionen

Foto: Gabi Schoenemann_pixelio.de

Du hast das "Verkäufer-Gen" in Dir und konntest schon immer gute Geschäfte machen? Du willst zwar studieren, aber auch unbedingt sofort Geld verdienen? Ein duales Bachelor-Studium im Einzelhandel bei einem der großen Filialisten garantiert Dir hervorragende Übernahmechancen und in manchen Fällen sogar die Möglichkeit, schon während der Ausbildung eine Zeit lang im Ausland zu arbeiten.

Große Einzelhandelsketten rekrutieren ihre Führungskräftegern aus den eigenen Reihen. Deshalb kooperieren sie mit Hochschulen, um Abiturienten mehr bieten zu können als die bloße Praxis. Ausbildung plus Studium garantiert eben von Anfang an qualifizierte Mitarbeiter. Wichtig ist dabei neben Teamgeist die Fähigkeit, analytisch zu denken und gut zu kommunizieren. Außerdem ist es günstig, wenn Du flexibel bist, denn bei einem Filialisten wirst Du nicht immer am gleichen Ort arbeiten.

Innerhalb von drei Jahren durchlaufen alle Studierenden im Wechsel Praxisphasen in einer Filiale und theoretische Seminarblöcke an einer Hochschule. Dort kommen dann Kollegen aus ganz unterschiedlichen Filialen oder auch von verschiedenen Unternehmen zusammen.Zunächst wirst Du in die Praxis des Verkaufs eingearbeitet und lernst bald die Aufgaben der Marktleitung kennen. In einer nächsten Phase leiten die Trainees den Markt oft selbstständig. Danach erhalten sie Einblick in die Arbeit des Logistikzentrums und können ihre betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten in der Revision unter Beweis stellen.Gegen Ende des Studiums werden sie häufig in den Tätigkeitsbereich des Verkaufsleiters eingearbeitet und auf den nächsten Karriereschritt vorbereitet. Denn nach drei Jahren sollen die frisch gebackenen Absolventen die Leitung eines Verkaufsbezirks mit mehreren Filialen übernehmen. Eines ist dabei sicher: Die Unternehmen bilden in erster Linie für den eigenen Bedarf aus und je nach Leistung sind die Übernahmechancen gut bis sehr gut.

Voraussetzungen:

Abitur oder Fachabitur undeine gewisse Leidenschaft für Mathe, aber auch für die Produkte des Marktes.

Studiendauer:

Ausbildung und Studium dauern insgesamt 3 Jahre. Bewerbungen sollten im September des Vorjahres eingehen. Beginn ist jeweils zum 1. Oktober.

www.karriere-bei-lidl.de/ausbildung
www.fuer-echte-kaufleute.de
www.netto-online.de
www.mediamarkt.de

» Drogist|in: Spezialisten für Schönheit und Gesundheit

Drogist|in: Spezialisten für Schönheit und Gesundheit

Foto: Drogist|in: Spezialisten für Schönheit und Gesundheit

Foto: Drogist|in: Spezialisten für Schönheit und Gesundheit

Foto: Drogist|in: Spezialisten für Schönheit und Gesundheit

Fotos (2): dm-drogerie markt GmbH + Co.KG

Foto: Drogist|in: Spezialisten für Schönheit und Gesundheit

Fotos (2): dm-drogerie markt GmbH + Co.KG

Schönheitsprodukte faszinieren Dich und Du könntest stundenlang neue Shampoos, Make-up oder Parfum ausprobieren. Gesunde Ernährung liegt voll im Trend und es macht Spaß, neue Produkte kennenzulernen und die angesagtesten Super-Foods zu testen. Kaum jemand wird wohl freiwillig zugeben, dass er Wasch- oder Putzmittel für den Mittelpunkt des Lebens hält, doch all das und noch viel mehr gehört zum Umfeld des Drogisten bei der Drogeriekette dm.

Wenn Du Dich in dieser Welt zuhause fühlst und im Chemieunterricht gut aufgepasst hast, kann die Ausbildung bei dm für Dich zum Eintritt in ein erfolgreiches Berufsleben werden, denn der Filialist bildet vor allem für den eigenen Bedarf aus. Die praktische Ausbildung findet in einer Filiale in der Nähe Deines Wohnorts statt, die Theorie lernst Du am OSZ. Dort wirst Du Dich mit Fächern wie Betriebsorganisation, Warenwirtschaft und Buchführung auseinandersetzen- alles Dinge, die ein zukünftiger Filialleiter beherrschen sollte.

Bei dm traut man den Azubis von Anfang an viel zu. Hier gibt es keine reine Verkaufsausbildung, denn es werden ausgiebige Kenntnisse aller angebotenen Produkte und ihrer Inhaltsstoffe vorausgesetzt. Der Einsatz beim Lernen macht sich bezahlt, denn die sogenannten "Lernlinge" bekommen Gelegenheit, selbst eigene Verkaufsbereiche zu gestalten. Am Ende des dritten Lehrjahrs werden ausgewählte Filialen außerdem für jeweils vier Wochen in die Hände von Azubis gelegt. Das reguläre Personal arbeitet derweil an anderer Stelle oder nimmt Urlaub. Oberstes Prinzip dabei: die Azubis organisieren sich selbst, bis hinein in die Filialleitung.

Und wer seine Prüfung erfolgreich abgelegt hat, braucht sich keine Sorge um einen Arbeitsplatz zu machen. Denn dm steckt so viel Energie in seine Azubis, dass die dann auch im Unternehmen bleiben sollen. Innerhalb des Unternehmens gibt es zudem zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten- manch einer ist schon nach kurzerZeit zum Filialleiter gemacht worden.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife oder Fachabitur mit guten Noten, Interesse a  Biologie, Chemie sowie an Schönheits- und Gesundheitsthemen

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual, viele interne Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

www.dm.de

» Fachkraft für Lagerlogistik: Der Online-Handel braucht Dich

Fachkraft für Lagerlogistik: Der Online-Handel braucht Dich

Foto: Fachkraft für Lagerlogistik: Der Online-Handel braucht Dich

Foto: Fachkraft für Lagerlogistik: Der Online-Handel braucht Dich

Foto: Fachkraft für Lagerlogistik: Der Online-Handel braucht Dich

Fotos: (2) Halfpoint_fotolia.com

Foto: Fachkraft für Lagerlogistik: Der Online-Handel braucht Dich

Fotos: (2) Halfpoint_fotolia.com

Mal ehrlich, kaufst Du Deine Klamotten noch im Laden? Ob Jeans, Schuhe, DVDs, elektronische Geräte oder Bücher, immer mehr Waren des täglichen Gebrauchs gehen nicht mehr klassisch über die Ladentheke, sondern werden im Internet bestellt. Der Online-Handel boomt und gerade in ländlichen Regionen ist er für manche Kunden ein wahrer Segen.

Doch wenn es dem Handel gut geht, vervielfachen sich auch die Transporte. Und damit die Pakete auf die Straße kommen und den Kunden schnell erreichen, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte, die die riesigen Logistikzentren voll im Griff haben. Ein Blick in das Lager des Versandriesen Amazon im havelländischen Brieselang verdeutlicht, wie wichtig eine fundierte Ausbildung ist, um sich hier zurecht zu finden. Denn für den Laien sieht alles erstmal nach gepflegtem Chaos aus.

Doch das vermeintliche Durcheinander hat System. Denn der Online-Anbieter verkauft schon lange nicht mehr nur Bücher, Musik und Filme. Inzwischen gibt es dort sogar Lebensmittel. Dafür haben die Regale eine ganz eigene Logik, die nur versteht, wer sich hier wirklich auskennt. In ganz Deutschland bildet der Versandriese zurzeit rund 90 Azubis und Duale Studierende aus, und er ist nur einer von zahlreichen Ausbildern. Gleich nebenan, ebenfalls im Brieselang, hat sich Zalando angesiedelt. Was als kleines Berliner Start-up mit einem Schuhversand begann, ist inzwischen zur Multinationalen herangewachsen. Und es geht weiter in die gleiche Richtung. Denn neben Start-ups haben sich auch die klassischen Versandhäuser, wenn sie überhaupt überlebt haben, auf den schnelllebigen Onlinehandel eingestellt. Heute bestellt, morgen beim Kunden, heißt die Devise, und wenn es sein muss, demnächst auch am gleichen Tag per Drohne.

Aber auch die Einzelhandelsketten brauchen für ihre Warenlager Logistiker. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind in diesem Bereich essentiell. Deshalb gibt es gute Zukunftschancen, und zwar überall. Denn wer keine Lust auf Versandhandel hat, kann auch bei einer Discounterkette anheuern. Logistik ist auch dort das A und O.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife, körperliche Belastbarkeit, EDV-Kenntnisse und Bereitschaft zur Schichtarbeit, für das Duale Studium Abitur oder Fachabitur

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual


Duales Studium:

B.A. BWL oder Logistik: 6 bis 8 Semester

www.amazon-logistikblog.de
sowie Filialisten im Einzelhandel

» Einzelhandelskaufmann|frau: Gut gerüstet für Verkauf und Service

Einzelhandelskaufmann|frau: Gut gerüstet für Verkauf und Service

Foto: Einzelhandelskaufmann|frau: Gut gerüstet für Verkauf und Service

Foto: Einzelhandelskaufmann|frau: Gut gerüstet für Verkauf und Service

Foto: Einzelhandelskaufmann|frau: Gut gerüstet für Verkauf und Service

Fotos (2): Sabine Gottschalk

Foto: Einzelhandelskaufmann|frau: Gut gerüstet für Verkauf und Service

Fotos (2): Sabine Gottschalk

Schon als Du klein warst, hast Du mit wachsender Begeisterung im Kaufmannsladen gestanden? Dann bist Du vielleicht ein Verkaufstalent und solltest diese Gabe nutzen. Bei den großen Filialisten kannst Du Dich direkt für eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau oder -kaufmann bewerben und bekommst dort eine zukunftsfähige Ausbildung, die Dir später Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten im eigenen Betrieb oder auch in ganz anderen Bereichen des Handels bietet.

Denn auch wenn vielerorts Geschäfte verschwinden, werden auch im Online-Handel gut ausgebildete Mitarbeiter gebraucht. Für die Ausbildung solltest Du Kontaktfreudigkeit, ein gepflegtes Äußeres, gutes Ausdrucksvermögen und eine gewisse Leidenschaft fürs Rechnen mitbringen.

Als Kauffrau|mann im Einzelhandel stehen Verkauf und freundliche Beratung ganz oben in Deiner Jobbeschreibung. Im Lauf der Ausbildung wirst Du aber auch eine Menge über die Lebensmittel im Markt lernen, deshalb solltest Du Freude am Umgang mit den Waren mitbringen. Außerdem wirst Du immer etwas zu tun haben, denn wenn die Kunden den Laden "stürmen", müssen die Regale auch wieder aufgefüllt werden. Dabei ist es wichtig, Gelassenheit zu bewahren, auch wenn Kunden manchmal ziemlich anstrengend sein können. Zum Glück ist ja nicht jeden Tag Weihnachten. Du solltest aber durchaus bereit sein, mal kräftig mit anzupacken. Im Team macht das alles natürlich gleich viel mehr Spaß.

Die Ausbildung findet dual statt. Das bedeutet, Du lernst alles Praktische direkt in Deiner Filiale und besuchst für die Theorie ein Oberstufenzentrum in der Nähe. Was Du lernen musst, ist genau festgelegt. Die Abschlussprüfung findet bei der IHK statt. Nach Deiner Ausbildung hast du gute Chancen, vom Unternehmen übernommen zu werden, zumal viele Filialisten expandieren und gerne auf gut ausgebildete Mitarbeiter aus den eigenen Reihen zurückgreifen.

Voraussetzungen:

Erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Deutsch

Ausbildungsdauer:

3 Jahre dual, Beginn jeweils im August

www.netto-online.de
www.karriere-bei-lidl.de/ausbildung
www.fuer-echte-kaufleute.de
www.mediamarkt.de
www.fressnapf.com
www.arbeitgeber.kaufland.de

» B.Sc. Nursing: Studium der Krankenpflege

B.Sc. Nursing: Studium der Krankenpflege

Foto: B.Sc. Nursing: Studium der Krankenpflege

Foto: sg

Foto: B.Sc. Nursing: Studium der Krankenpflege

Foto: sg

Foto: B.Sc. Nursing: Studium der Krankenpflege

Foto: EHB

Foto: B.Sc. Nursing: Studium der Krankenpflege

Foto: EHB

Krankenpflege ist ein typischer Frauenberuf. Aber es ist auch mehr und mehr Männer, die in diesem Bereich Karriere machen wollen. Vielleicht liegt das daran, dass er sich inzwischen zu einem hochspezialisierten Tätigkeitsfeld gewandelt hat, das auch wissenschaftliche Kenntnisse voraussetzt. Hinzu kommt, dass sich die Pflegeberufe immer mehr vermischen, ab 2018 sollen Berufe in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege gemeinsam als "Pflegefachfrauen" oder "Pflegefachmänner" ausgebildet werden, um mehr Flexibilität zu ermöglichen. Sie können uns dann von der Wiege bis zur Bahre versorgen. Mehr Anerkennung bringt dem Beruf ganz sicher auch das Duale Studium der Pflege, das die Evangelische Hochschule Berlin und das Sankt Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof entwickelt haben. Es eröffnet echte Karrierechancen in der Welt der Gesundheitsberufe, da die Absolventen über zwei getrennte Abschlüsse verfügen. Der praktische Teil wird innerhalb von drei Jahren in einem Lehrkrankenhaus absolviert, während der theoretische Unterricht an der Hochschule in Berlin-Zehlendorf stattfindet. Am Ende der ersten sechs Semester findet eine Prüfung zur Krankenschwester oder zum Krankenpfleger statt. Im siebten und achten Semester studieren sie ausschließlich an der EHB und können nebenbei in Teilzeit bereits in ihrem Beruf arbeiten. Das ermöglicht nicht nur eine leichtere Finanzierung des Lebensunterhalts, sondern fördert auch den Praxisbezug. Am Ende des achten Semesters steht das Bachelor-Examen. Die Absolventen sind dann examinierte Krankenpfleger und haben gleichzeitig einen international anerkannten Bachelor of Science in der Tasche. Neben der Möglichkeit, in der gesamten EU zu arbeiten, kann dem Bachelor sofort oder später auch noch ein Masterstudium, beispielsweise in Public Health (zwei oder vier Semester) an der Berliner Charité, oder Psychosoziale Prävention und Gesundheitsförderung an der Freien Universität Berlin (vier Semester) folgen. Voraussetzungen für beide Masterstudiengänge sind ein guter Bachelor-Abschluss, mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung sowie Englischkenntnisse. 
Voraussetzungen:
Abitur und eine
verbindliche Ausbildungsplatzzusage bei einem anerkannten Kooperationspartner der EHB.

Studiendauer:
Bachelor of Science 8 Semester

www.eh-berlin.de

www.sjk.de Bildung und Karriere

bsph.charite.de/studium

» Augenoptiker|in: Fast jeder braucht mal eine Brille

Augenoptiker|in: Fast jeder braucht mal eine Brille

Foto: Augenoptiker|in: Fast jeder braucht mal eine Brille

Foto: Augenoptiker|in: Fast jeder braucht mal eine Brille

Foto: Augenoptiker|in: Fast jeder braucht mal eine Brille

Fotos (2): sg

Foto: Augenoptiker|in: Fast jeder braucht mal eine Brille

Fotos (2): sg

O b Brille oder Kontaktlinsen - immer mehr Menschen brauchen Sehhilfen. Das liegt einerseits am steigenden Alter der Bevölkerung, andererseits aber auch an den vielen Stunden, die wir vor dem Bildschirm verbringen. Damit die Augen sich nicht überanstrengen, sollte der Weg zum Optiker nicht zu spät eingeschlagen werden. Augenoptiker sind zunächst Kaufleute, denn sie verkaufen ja Brillen. Damit die aber auch die richtige Stärke haben, werden die Optiker drei Jahre lang ausgebildet. Sie lernen nicht nur die eigentliche Brillenherstellung, sondern vor allem auch die teils sehr komplizierten Messverfahren, um Stärke und eventuelle Hornhautkrümmungen zu ermitteln. Das birgt eine große Verantwortung in sich, denn passt das Glas nicht zum Auge, kann der Träger starke Kopfschmerzen bekommen oder schnell ermüden, ohne zu wissen, warum das passiert. Gewissenhaftes Arbeiten ist also das A und O des Berufs. Wichtig ist aber auch die Fähigkeit, Kunden objektiv und ausführlich zu beraten, denn hier gilt der Spruch "gut sehen und gut aussehen" mehr denn je. Für eine optimale Beratung solltest Du Feingefühl und Gespür für den Geschmack Deiner Kunden mitbringen, denn die Brille wird schließlich so etwas wie das "Markenzeichen" ihres Trägers und begleitet ihn tagtäglich. Gerade die Beratung kann sehr anstrengend sein, denn viele Menschen sind gar nicht begeistert, wenn die Sehkraft nachlässt. Von der Kinder- bis zur Gleitsichtbrille muss außerdem ein breites Feld abgedeckt werden und Du musst lernen, mit ganz unterschiedlichen Reaktionen umzugehen. Die andere Seite des Berufs ist eine rein technische. In der Werkstatt lernst Du, wie Brillen fachgerecht und mit höchster Präzision zusammengebaut werden. Kleinste Schräubchen halten die Fassungen zusammen, Gläser müssen passend eingeschliffen und vor allem richtig "zentriert" werden, damit der Kunde optimal sehen kann und die Brillen zusammengebaut und später an die Kopfform des Kunden angepasst werden. . An der Beuth Hochschule für Technik in Berlin kann man Augenoptik / Optometrie auch studieren. Nach sieben Semestern wird der Bachelor of Science abgelegt, nach zehn Semestern der Master of Science.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss oder Abitur mit guten Noten in Mathe und Physik.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual plus Zusatzausbildungen, z.B. für die Anpassung von Kontaktlinsen, und Meisterschule

Für das Studium:
www.beuth-hochschule.de

» Mediengestalter setzen Ideen um

Mediengestalter setzen Ideen um

Foto: Mediengestalter setzen Ideen um

Foto: Mediengestalter setzen Ideen um

Foto: Mediengestalter setzen Ideen um

Fotos (2): sg

Foto: Mediengestalter setzen Ideen um

Fotos (2): sg

Du bist kreativ und hast vielleicht schon selbst Broschüren, Plakate oder Flyer entworfen, Webseiten gestaltet oder kleine Filme gedreht und geschnitten? Vielleicht füllst du sogar täglich deinen VLog mit immer neuen kurzen Sequenzen. Snapchat und Youtube bieten jedem die Möglichkeit, Bewegtbilder zu verbreiten, ein Mediengestalter macht jedoch viel mehr als ein technisch versierter Youtuber. In der Mediengestaltung gibt es zwei unterschiedliche Bereiche: Wer die Ausbildung in einem Verlag macht, ist in erster Linie im Bereich Print tätig, kann aber durchaus auch ganze Webseiten entwerfen und gestalterisch umsetzen. Als Mediengestalter Bild und Ton hingegen ist deine Arbeit eher technisch ausgerichtet. Bei Radio oder Fernsehen lernst du mit Kamera und Ton umzugehen und produzierst unter Umständen auch eigenständig kleine Beiträge, vor allem für Webseiten. Natürlich lernst du auch professionellen Schnitt und wirst viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, um deinem eigenen oder einem fremden Stück die richtige Form zu geben. Egal, für welchen der beiden Bereiche du dich entscheidest, Mediengestalter müssen kreativ sein und gute Konzepte vorlegen können. Besonders im Bereich Print ist auch zeichnerisches Können gefragt. Das ist ideal für Kreative, die ohnehin schon viel Zeit mit dem Zeichenblock oder dem Grafiktablett verbringen und gute Noten im Kunstunterricht mitbringen. Doch auch der Videoschnitt ist ohne Kreativität kaum möglich. Da vor allem für Internetproduktionen, aber auch bei Fernsehsendern immer mehr so genannte "VJs", also Videojournalisten, unterwegs sind, ist auch hier Kreativität gefragt, damit ein Videobeitrag auch tatsächlich "rund" wird und die Geschichte erzählt, die der Autor in Gedanken bereits vorbereitet hat. Das bedeutet, dass du je nach Arbeitsplatz bei kurzen Beiträgen auch mal wie ein Regisseur tätig sein wirst. Da sich die Technologien in beiden Bereichen ständig weiter entwickeln, ist auch eine gewisse Bereitschaft zur Weiterbildung von Vorteil.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, Kreativität und künstlerisch-technisches Verständnis, gute Deutschkenntnisse vor allem im Printbereich, technisches Feingefühl im Bereich Bild und Ton.

Studiendauer:
3 Jahre dual. Weiterbildungsmöglichkeiten zum Fachwirt, Techniker, Industrie- oder Handwerksmeister, mit Abitur auch Studium im Bereich Grafikdesign oder Film.

» Gamedesigner schaffen neue Welten

Gamedesigner schaffen neue Welten

Foto: Gamedesigner schaffen neue Welten

Foto: Gamedesigner schaffen neue Welten

Foto: Gamedesigner schaffen neue Welten

Fotos (2): Games Academy Berlin

Foto: Gamedesigner schaffen neue Welten

Fotos (2): Games Academy Berlin

Du bist passionierter Gamer, verbringst deine gesamte Freizeit vor dem Rechner und wenn die Gamescom vor der Tür steht, bist du schon ganz hibbelig und kannst es kaum erwarten? Du leistest dir ein teures Ticket zur IFA, um die allerneueste Technik schon kennen zu lernen, bevor sie auf den Markt kommt und gibst dein ganzes Taschengeld dafür aus, sobald du sie kaufen kannst? Wenn du auch noch zahllose Ideen zur Gestaltung von Spielen hast und von der immer besseren Qualität der Darstellung fasziniert bist, wird es Zeit für einen professionellen Einstieg in die Virtual Reality. Denn das ist deine Welt und es gibt einfach nichts Passenderes für dich, als Spieleentwickler zu werden. Wer Spiele entwickeln möchte, muss nicht nur gut programmieren können. Viel wichtiger ist die visuelle Vorstellellungskraft, denn letztlich liegt jedem guten Spiel ein richtiger Film zugrunde. Dafür kann es nicht schaden, wenn du dich in deiner Freizeit schon jahrelang mit den neuesten Spielen am Markt beschäftigt hast. Wer viel im Netz unterwegs ist und gerne online spielt, wer Playstation und sonstige Konsolen besser als sich selbst kennt und schon in der ersten Klasse Nintendo oder Game-Boy zum besten Freund erklärt hat, für den kann die Entwickelung virtueller Realitäten für Spiele zum absoluten Traumberuf werden. Wie in kaum einer anderen Branche spielt hier die Kombination aus Kreativität, Kunst und Technologie eine entscheidende Rolle. Ein Job für echte Querdenker. Bei der Berliner Games Academy kann man bereits mit 16 Jahren und einer Fachoberschulreife einsteigen. Allerdings braucht ein Spieleentwickler eine gute Allgemeinbildung. Der zweisemestrige Kurs Gamedesign ist der Einstieg in weitere, darauf aufbauende Kurse, wie beispielsweise Game Production oder Programming. Absolventen haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sowohl in der Konzeption als auch in Gestaltung und Planung von Videospielen. Dabei hilft auch, dass die Dozenten in diesem Bereich größtenteils selbst in der Spieleentwicklung tätig sind, das heißt es sind nicht nur Profis, sondern auch Praktiker, die sich täglich mit aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen. In Berlin ist die Ausbildung kostenpflichtig.
Voraussetzungen:
Fachoberschulreife oder Abitur mit guten Kenntnissen in Deutsch, Mathe und Englisch. Aussagekräftige Bewerbungsmappe entsprechend der Kurswahl und möglichst vorab ein
Praktikum in einem relevanten Bereich.

Ausbildungsdauer:
1 Jahr für den Einstiegskurs

Etwa 395 Euro Unterrichtsgebühren pro Monat

www.games-academy.de

» B.A. Medienwissenschaften in Potsdam

B.A. Medienwissenschaften in Potsdam

Foto: B.A. Medienwissenschaften in Potsdam

Foto: B.A. Medienwissenschaften in Potsdam

Foto: B.A. Medienwissenschaften in Potsdam

Fotos (2): sg

Foto: B.A. Medienwissenschaften in Potsdam

Fotos (2): sg

Seit mehr als 15 Jahren bietet die Uni Potsdam in Kooperation mit der Fachhochschule den konsekutiven Studiengang "Europäische Medienwissenschaft" an. Er ist durch einen medientheoretischen und kulturwissenschaftlichen Fokus gekennzeichnet und bietet neben theoretischen auch praktisch-gestalterische Kenntnisse und Fertigkeiten mit einem Bezug auf Medien jeder Art. Ziel ist es, Kompetenzen für die Analyse, Gestaltung und Kritik medialer Prozesse zu erwerben und dabei auch Kulturökonomie und Grundlagen des Medienrechts zu vermitteln. Insbesondere hat der Studiengang die Grundlagen, Strukturen und Produkte der Medien zum Gegenstand. Eine besondere Rolle spielen mediale erkenntnistheoretische Grundlagen sowie Medienästhetik und -geschichte. Konzepte und Formen der Mediengestaltung und deren künstlerische Reflexion mit Schwerpunkt auf digitalen Medien sind ebenfalls Inhalt des Studiums. Vermittelt werden grundlegende Kompetenzen für die Analyse, Gestaltung und Kritik der Medien sowie ein inhaltsbezogenes Kulturmanagement. Die Fähigkeit zur Bewertung und Reflexion gestalterischer und künstlerischer Prozesse sowie die kritische Analyse von Medieninhalten und Formen und die Fähigkeit zur Entwicklung eigener Projekte sind Hauptbestandteile des Studiengangs. Interesse an Medien im aktuellen und historischen Zusammenhang sowie an Kultur- und Kunstgeschichte sind von großer Bedeutung für diesen Studiengang. Zusätzlich solltest Du bereit sein, über den von den Massenmedien selbst geprägten Medienbegriff hinauszudenken. Gefragt sind außerdem Kreativität und Freude am eigenen Gestalten. Das Studium kann neben dem Start in eine wissenschaftliche Karriere auch zu einer Tätigkeit im publizistischen Bereich führen. Gute Voraussetzungen liefert es auch für eine Kuratorentätigkeit oder im Lektorat. Es ist aber nicht mit einer Journalistenschule vergleichbar, deshalb ist für die praktische Tätigkeit als Redakteur ein anschließendes Volontariat empfehlenswert.
Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur, Bewerbung mit Motivationsschreiben und Lebenslauf,
parallel Suche nach einem Ausbildungsplatz. Es fallen Studiengebühren von 450 Euro monatlich an, die durch die Ausbildungsvergütung gedeckt sind. Gleich-zeitig kann BAföG beantragt werden.

Studiendauer:
Monobachelor 6 Semester

Campus Uni Potsdam und FHP

www.uni-potsdam.de

» Medienkauffrau | mann oder B.Sc.

Medienkauffrau | mann oder B.Sc.

Foto: Medienkauffrau | mann oder B.Sc.

Foto: Medienkauffrau | mann oder B.Sc.

Foto: Medienkauffrau | mann oder B.Sc.

Fotos (2): sg

Foto: Medienkauffrau | mann oder B.Sc.

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Wenn dich Medien schon immer interessiert haben, du aber auch eine kaufmännische Ader in dir entdeckst, könnte dich der Beruf des Medienkaufmanns oder der Medienkauffrau zum Ziel deiner Träume führen. Neben dem klassisch-kaufmännischen Teil der Ausbildung lernst du gleichzeitig ganz viel Praktisches über Medien kennen. Live und ganz direkt. Und du lernst Bürokommunikation, ein Geschäftsfeld, das dir auch nützt, wenn du nicht im Medienbereich bleiben willst Die Medienbranche ist hart, deshalb gehören neben Kreativität, Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit in diesem Bereich. Das gilt in besonderem Maß in der Werbung. Da Du den Berufsalltag ganz praktisch kennen lernst, kannst noch während der Ausbildung entscheiden, in welcher Art Unternehmen Du später arbeiten willst. Und wenn Du doch entdecken solltest, dass Medien nichts für Dich sind, kannst Du mit der kaufmännischen Ausbildung auch in andere Bereiche wechseln. Etwas ruhiger ist es in einem Verlag, hier sind die Aufgaben geregelter und weniger von der aktuellen Auftragslage abhängig. Dafür bekommst du in aller Ruhe Einblick in unterschiedliche Bereiche der kaufmännischen Tätigkeit. Neben klassischen Büroaufgaben umfasst deine Arbeit je nach Unternehmen auch Marketing und Lektorat oder Produktionsplanung. Arbeitest Du in einer PR- oder Werbeagentur, musst Du Dich auf harte Verhandlungen einstellen, und Du brauchst viel Durchsetzungsvermögen, Überzeugungskraft und Selbstvertrauen, denn die Konkurrenz ist groß. Möchtest Du die Karriereleiter erklimmen oder doch lieber erst studieren, kannst Du Dich im Anschluss an die Ausbildung auch für ein Bachelorstudium in Medienwirtschaft an der Uni Ilmenau entscheiden. Hier lernst Du neben den üblichen Inhalten der Betriebswirtschaftslehre alles, was Du für eine Tätigkeit im Mediensektor brauchst. Damit bist Du auch gut gerüstet für einen Job in der Herstellungs- oder Produktionsleitung einer kleineren TV-Produktion oder für eine Nachwuchsstelle in einem größeren Medien-Unternehmen. Oder Du arbeitest in der Planung einer PR- oder Werbeagentur, um nur einige Beispiele zu nennen. 
Mittlerer Schulabschluss oder Abitur mit guten Noten in Mathe, Deutsch und Englisch, denn die Branche agiert international. Der Studiengang "Medienwirtschaft" in Ilmenau schließt mit dem Bachelor of Science ab. Kreativität, Durchsetzungsvermögen und Ehrgeiz in einem hart umkämpften Umfeld.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual,
BSc. 6 Semester

www.tu-ilmenau.de

» Offizierslaufbahn: Studium und Arbeit bei der Bundeswehr

Offizierslaufbahn: Studium und Arbeit bei der Bundeswehr

Foto: Offizierslaufbahn: Studium und Arbeit bei der Bundeswehr

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Fotos (2): sg

Foto: Offizierslaufbahn: Studium und Arbeit bei der Bundeswehr

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Du möchtest studieren und suchst nach der optimalen Uni? Kleine Gruppen und eine hervorragende Ausstattung sind für dich das A & O für ein gelungenes Studium? Neben den oft teuren Privatunis bietet auch die Bundeswehr genau diese Basis in sehr unterschiedlichen Studiengängen. Zwölf bis maximal 18 Studierende werden dort von einem Professor betreut. Voraussetzung ist allerdings eine Offizierslaufbahn mit Verpflichtung zum Truppendienst zwischen 13 und 17 Jahren, je nach gewähltem Studiengang.

Allem voran geht ein eingehendes Gespräch mit einem persönlichen Karriereberater der Bundeswehr. Offiziere müssen neben intellektueller und körperlicher Eignung für den teils sehr fordernden Einsatz die Fähigkeit zum schnellen analytischen Denken und gute Führungskompetenzen mitbringen, da sie später Verantwortung und teilweise Ausbildung der ihnen anvertrauten Soldaten übernehmen sollen. Dafür bekommen sie eine Ausbildung, die nach dem Ausscheiden aus dem Militärdienst alle Türen der freien Wirtschaft öffnet, denn das Zusammenspiel von Know-How, pädagogischer Kompetenz, analytischem Denken und organisatorischem Geschick wird mehr und mehr gesucht. Offiziersanwärter müssen allerdings auch die Bereitschaft zu Einsätzen im Verteidigungsfall und im Ausland mitbringen. Das bedeutet nicht nur ein Leben fernab von Familie und Freunden, sondern auch unter wenig komfortablen und teilweise hochgefährlichen Bedingungen. Wer sich also für die Bundeswehr interessiert, sollte sich vorab genau überlegen, ob für ihn oder sie ein solcher Arbeitsalltag infrage kommt.

Wer die ersten Hürden der Bewerbung erfolgreich hinter sich gebracht hat und eine generelle Eignung für den gehobenen Beamtendienst nachweisen kann, wird im nächsten Schritt in das Assessmentcenter der Bundeswehr in Köln eingeladen. Dort werden neben einem computergestützten Test unter anderem Sportprüfungen, ein Gesundheitscheck und ausführliche Bewerbungsgespräche durchgeführt.
Informationen:
Ausführliche Informationen zu allen Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr gibt es auf
www.bundeswehrkarriere.de

Dienstzeit bei der Bundeswehr:
Zwischen 13 und 17 Jahren, je nach gewähltem Studiengang

» Sozialassistent: Die erste Stufe auf dem Weg zur frühkindlichen Erziehung

Sozialassistent: Die erste Stufe auf dem Weg zur frühkindlichen Erziehung

Foto: Sozialassistent: Die erste Stufe auf dem Weg zur frühkindlichen Erziehung

Foto: S. v. Gehren | pixelio.de

Foto: Sozialassistent: Die erste Stufe auf dem Weg zur frühkindlichen Erziehung

Foto: S. v. Gehren | pixelio.de

Foto: Sozialassistent: Die erste Stufe auf dem Weg zur frühkindlichen Erziehung

Foto: Knipseline | pixelio.de

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Foto: Knipseline | pixelio.de

Andere Menschen liegen dir am Herzen, du möchtest gern dort helfen, wo deine Unterstützung wirklich Sinn macht, und anderen dabei noch Gutes tun? Prima, mit dieser gesunden Einstellung - die weit vom vielzitierten "Helfersyndrom" entfernt ist - kann ein Beruf im sozialen Bereich eine echte Zukunftsperspektive für dich sein. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Was du daraus machst, hängt vor allem von deinen persönlichen Interessen und Neigungen ab. Wer gern mit kleinen Kindern arbeitet, wird zum Erzieherberuf tendieren. Wer sich hingegen für Menschen mit Behinderung oder den Inklusionsgedanken begeistert, kann auch eine Ausbildung im Bereich der Heilerziehungspflege oder der Heilpädagogik ins Auge fassen. Alle diese Tätigkeiten erfordern ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und vor allem die Fähigkeit, sich in sein Gegenüber hinein zu versetzen und zu verstehen, was den anderen bewegt. Deshalb geht einer Erzieher- oder Heilerziehungspfleger-Ausbildung immer eine zweijährige berufliche Erstausbildung voraus. In der Regel bietet sich eine schulische Ausbildung zum Sozialassistenten als erster Schritt an. Sozialassistenten können in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Sie unterstützen Erzieher oder Heilerziehungspfleger bei ihrer täglichen Arbeit in Kindertagesstätten oder Einrichtungen der Behindertenhilfe. Außerdem übernehmen sie hauswirtschaftliche und sozialpflegerische Aufgaben. In der Familienhilfe können sie beispielsweise für die Betreuung und Gestaltung von Freizeitaktivitäten eingesetzt werden. Der Sozialassistent ist also eine Art "Vorstufe" zum Erzieher oder Heilerziehungspfleger. Wenn du Erzieher | in werden möchtest, ist diese Ausbildung in Brandenburg Pflicht. Daran schließt sich eine dreijährige, ebenfalls schulische Ausbildung zum | zur Erzieher | in mit Praktika an.
Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife und gesundheitliche Eignung. Probehalbjahr. Günstig ist ein Schülerpraktikum, das du vorab in einer entsprechenden sozialen Einrichtung absolvierst, um Einblick in den Beruf zu bekommen.

Ausbildungsdauer:
2 Jahre an staatlichen oder privaten Fachschulen oder Oberstufenzentren mit der Fachrichtung „Sozialwesen“, Vollzeit mit mehreren Praktika
www.ausbildung-fuerstenwalde.de

www.oszj.de

www.bbw-oberlinhaus-potsdam.de

www.kwosz.de

www.osz-uckermark.de

» Erzieher|in: Kinder sind Zukunft und bestimmen den Alltag

Erzieher|in: Kinder sind Zukunft und bestimmen den Alltag

Foto: Erzieher|in: Kinder sind Zukunft und bestimmen den Alltag

Foto: Albrecht E. Arnold | pixelio.de

Foto: Erzieher|in: Kinder sind Zukunft und bestimmen den Alltag

Foto: Albrecht E. Arnold | pixelio.de

Foto: Erzieher|in: Kinder sind Zukunft und bestimmen den Alltag

Foto: Franz Mairinger | pixelio.de

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Foto: Franz Mairinger | pixelio.de

Du hast schon mal ein Praktikum in einer Kita gemacht und dabei entdeckt, dass deine berufliche Zukunft genau dort liegen sollte? Vielleicht hast du auch schon Erfahrungen als Babysitter sammeln können oder Kinderfeste organisiert. Wenn du vorliest, hören dir alle gespannt zu. Das sind schon gute Voraussetzungen, um eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher zu beginnen. Nachwuchs wird dringend gesucht und kann kaum so schnell ausgebildet werden, wie er gebraucht wird. Erzieher ist jedoch kein Beruf, den man direkt nach dem Schulabschluss erlernen kann. Vorausgesetzt wird immer eine mindestens zweijährige Ausbildung im pädagogischen Bereich, also beispielsweise als Sozialassistent, und praktische Erfahrung entweder durch einschlägige Praktika, die während dieser Erstausbildung stattfinden, oder durch berufliche Tätigkeiten. Der Erzieher ist nämlich nicht einfach Kinderbetreuer, sondern ein staatlich anerkannter Sozialpädagoge, dem nach bestandener Abschlussprüfung ganz unterschiedliche Berufswege offen stehen. In Kitas bist du für die frühkindliche Erziehung und Bildung der Kleinen verantwortlich. Du kannst deine Kreativität zwar ausleben, aber nur in einem vorgegebenen Rahmen. Vor allem brauchst du viel Geduld und Nervenstärke, musst bereit sein, nach dem meist schon etablierten pädagogischen Konzept zu arbeiten und den Kindern und ihren Familien völlig vorurteils- und wertfrei zu begegnen. Das ist nicht immer einfach, denn Eltern haben oft sehr genaue Vorstellungen von dem, was ihre Kinder dürfen oder sollen, und das muss dem Leitgedanken der pädagogischen Einrichtung nicht unbedingt entsprechen. Du brauchst also auch viel Kommunikationsgeschick im Umgang mit Erwachsenen. Letztlich bist du aber vor allem die Person, mit der die Kinder oft mehr Zeit verbringen, als mit ihren Eltern. Wenn sie nach Hause kommen, ist oft schon bald Schlafenszeit. Das sollte dir bewusst sein, bevor du diesen Berufsweg einschlägst. 
Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife oder (Fach-)Abitur und Berufsausbildung (z.B. zum Sozialassistenten) oder zweijährige Berufstätigkeit in einem ähnlichen Bereich. Probehalbjahr.

Ausbildungsdauer:
Die Ausbildung im OSZ oder an der Fachschule für Sozialwesen dauert drei Jahre in Vollzeit. Dabei hast du die gleichen Ferien wie alle anderen Schulen auch und kannst die freie Zeit auch zum Arbeiten und Geldverdienen nutzen, denn Praktika fallen in die Schulzeit. Bei einer insgesamt fünfjährigen Ausbildung ist das von großem Vorteil.

www.oszj.de


» Ergotherapeut: Arbeiten mit alten und kranken Menschen

Ergotherapeut: Arbeiten mit alten und kranken Menschen

Foto: Ergotherapeut: Arbeiten mit alten und kranken Menschen

Foto: Melanie Mieske | pixelio.de

Foto: Ergotherapeut: Arbeiten mit alten und kranken Menschen

Foto: Melanie Mieske | pixelio.de

Foto: Ergotherapeut: Arbeiten mit alten und kranken Menschen

Foto: Dietmar Gummt | pixelio.de

Foto: Ergotherapeut: Arbeiten mit alten und kranken Menschen

Foto: Dietmar Gummt | pixelio.de

Du möchtest gern mit kranken oder behinderten Menschen arbeiten und kannst dir vorstellen in der Reha tätig zu werden? Vielleicht ist dann die Ergotherapie genau das passende Berufsfeld für dich. Egal ob Kinder mit Behinderungen, Schlaganfallpatienten oder an Demenz erkrankte Senioren - jede Patientengruppe hat ihre ganz speziellen Bedürfnisse. An Menschen, die in der Therapie arbeiten, stellt das spezifische Anforderungen, nicht nur im medizinischen, sondern vor allem auch im persönlichen Bereich. Deshalb solltest du unbedingt vor einer Entscheidung durch ein Praktikum herausfinden, ob du dich für den Beruf eignest. In der Regine-Hildebrandt-Schule in Angermünde werden jährlich 25 neue Schüler aufgenommen, die zuvor zu einem Auswahlverfahren eingeladen wurden.In der theoretischen Ausbildung lernst du die medizinische, psychologische und pädagogische Basis sowie spezifische Behandlungsgrundlagen. Außerdem bekommst du eine handwerkliche und gestalterische Ausbildung, die du später bei deiner Arbeit mit den Patienten umsetzen kannst. Ab dem zweiten Lehrjahr wird es praktischer. Vier Abschnitte zu je elf Wochen verbringst du in kooperierenden Ergotherapie-Abteilungen oder in Werkstätten für Menschen mit Behinderung des Landes Brandenburg. Am Ende stehen drei Prüfungen, mündlich, schriftlich und praktisch, und eine staatliche Anerkennung durch das Gesundheitsministerium. Ziel der Ausbildung ist es, kranke und behinderte Menschen durch handwerkliche und musische Betätigung zu aktivieren und damit ihre Wiedereingliederung in Familie, Gesellschaft und Berufsleben zu ermöglichen. Die Arbeit erfordert eine ständige Auseinandersetzung mit anderen Menschen und auch mit sich selbst, in der Ausbildung lernst du deshalb auch Supervision kennen.
Voraussetzungen:
Fachoberschulreife, gesundheitliche Eignung sowie Immunisierung gegen Hepatitis A und B bei Beginn der Ausbildung. Außerdem etwa 45 Euro Materialgeld pro Monat. Ein Praktikum in einer Einrichtung, die Ergotherapie anbietet, ist äußerst ratsam.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

www.web-zeit.ch/ergo

» Öffentliche Verwaltung: Studium an der TH Wildau

Öffentliche Verwaltung: Studium an der TH Wildau

Foto: Öffentliche Verwaltung: Studium an der TH Wildau

Foto: Öffentliche Verwaltung: Studium an der TH Wildau

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Fotos (2): MIK

Foto: Öffentliche Verwaltung: Studium an der TH Wildau

Fotos (2): MIK

Vor zwei Jahren hat das Land Brandenburg beschlossen, einen Dualen Studiengang "Öffentliche Verwaltung Brandenburg" einzurichten. Ministerien und Ämter brauchen dringend Nachwuchs: Brandenburgs gehobener Dienst kommt 28 Jahre nach der Wende langsam ins Pensionsalter. Der neue Studiengang an der TH Wildau ist äußerst beliebt, deshalb sind die Kapazitäten jetzt aufgestockt worden. Wer politisch interessiert ist, gern Verantwortung übernimmt, über gutes Allgemeinwissen verfügt und noch dazu einen sicheren Job in der Heimat sucht, ist hier genau richtig. Zunächst musst du dich auf eine der mittlerweile 35 ausgeschriebenen Stellen beim Land bewerben. Wer das mehrstufige Auswahlverfahren erfolgreich durchläuft, wird als Beamter auf Widerruf eingestellt und gleichzeitig an der TH Wildau immatrikuliert. Das Bachelor-Studium umfasst sieben Semester und ist dual aufgebaut. Er besteht aus fünf fachtheoretischen und zwei berufspraktischen Semestern. Das Studium erfolgt in Seminargruppen von überschaubarer Größe mit etwa 35 Studierenden. Es findet auf dem Campus in Wildau statt, auf dem auch andere Fachrichtungen angesiedelt sind. Die berufspraktischen Zeiten werden in unterschiedlichen Bereichen der Verwaltung absolviert, so dass du möglichst viele Aspekte kennen lernst. Das Studium beinhaltet sehr unterschiedliche Wahlpflichtmodule aus dem Bereich der Rechts-, Verwaltungs- und Sozialwissenschaften sowie der Betriebswirtschaft, wobei Jura den Schwerpunkt bildet. Das Studium schließt auch mit dem "Bachelor of Laws (LL.B.)" ab. Es befähigt die Absolventen für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst. Eine Übernahmegarantie gibt es zwar offiziell nicht, aber aufgrund der angespannten Lage in den Verwaltungen können alle guten Absolventen auf einen festen Job hoffen. Anfang September ist der zweite Jahrgang mit 25 Studierenden zu Beamten auf Widerruf ernannt worden. Schon im ersten Jahr hatten sich 730 Bewerber für 25 Stellen gemeldet. Die Konkurrenz ist hart, aber es lohnt sich, dem umfangreichen Auswahlverfahren die Stirn zu bieten. Zudem bilden auch die Kommunen aus - auch sie sind auf Nachwuchs angewiesen. 
Voraussetzungen:
Abitur mit Notendurchschnitt von mindestens 3,0. Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte in kurzer Zeit zu erfassen. Bewerbungsschluss für 2018 ist der 31. Oktober 2017. Mehrstufiges Auswahlverfahren.

Studiendauer:
7 Semester Bachelor of Laws, L.L.B. Einstellung als Beamte auf Widerruf mit Bezügen von etwa 1.300 Euro monatlich.

www.studiengang-oevbb.brandenburg.de

» Finanzbeamte im Land Brandenburg

Finanzbeamte im Land Brandenburg

Foto: Finanzbeamte im Land Brandenburg

Foto: Finanzbeamte im Land Brandenburg

Foto: Finanzbeamte im Land Brandenburg

Fotos (2): sg

Foto: Finanzbeamte im Land Brandenburg

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Moderne Finanzbeamte sind bestens mit Software ausgerüstet und Steuerklärungen werden heutzutage meist online abgegeben. Das Erbsenzählen, das Finanzbeamten früher nachgesagt wurde, hat längst der Computer übernommen. Wer seine Bestimmung nicht unbedingt an der frischen Luft sieht, ein ausgeprägtes Gefühl für Gerechtigkeit hat, sich nicht vor Kontakten zu Steuerbürgern scheut und gern längerfristig am gleichen Ort bleiben möchte, hat in der Finanzverwaltung gute Chancen auf einen absolut krisenfesten Job mit geregelten Arbeitszeiten und Gleitzeitregelungen. Der Weg ins Finanzamt führt über zwei unterschiedliche Ausbildungswege und ist abhängig vom Schulabschluss. Wer nach der 10. Klasse eine Ausbildung beginnen will, kann sich innerhalb von zwei Jahren zum Finanzwirt ausbilden lassen. Dabei dauert die praktische Ausbildung in einem der 14 Brandenburger Finanzämter 16 Monate. Die theoretischen Kurse finden acht Monate lang in der Landesfinanzschule in Königs Wusterhausen statt. Hier sind auch Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten gegeben. Diese Ausbildung führt in den mittleren Dienst. Wer nach dem Abitur in die Finanzverwaltung möchte, hat die Möglichkeit, ein dreijähriges bezahltes Studium an der Fachhochschule für Finanzen ebenfalls in Königs Wusterhausen zu absolvieren und danach in den gehobenen Dienst einzusteigen. 21 Monate Grund- und Hauptstudium und 15 Monate praktische Ausbildung in einem Finanzamt erwarten die zukünftigen Diplom-Finanzwirte. Der direkte Bezug zwischen Theorie und Praxis ist dabei immer gegeben. Die Bezüge liegen von Anfang an höher als bei der zweijährigen Ausbildung und die Karrierechancen sind auch vielversprechender. Nach einigen Jahren im Innendienst besteht die Möglichkeit, als Betriebsprüfer oder Steuerfahnder eingesetzt zu werden. Egal ob mit oder ohne Diplom, Voraussetzungen sind gute Noten in Deutsch und Mathe, deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft, IT-Affinität und Kontaktfreude.
Voraussetzungen:
Mittler Schulabschluss für die zweijährige Ausbildung, Abitur für das Bachelor-Studium.

Bewerbungsfrist:
Bis Mitte November für das Folgejahr.

steuer-deine-zukunft.de

» Rechtspfleger|in: Unabhängige Entscheider hinter den Kulissen

Rechtspfleger|in: Unabhängige Entscheider hinter den Kulissen

Foto: Rechtspfleger|in: Unabhängige Entscheider hinter den Kulissen

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Foto: Rechtspfleger|in: Unabhängige Entscheider hinter den Kulissen

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Recht und Ordnung haben in deinem Leben einen ganz besonderen Platz und das soll auch so bleiben. Du liebst es, akkurat zu arbeiten und schnell eigene Entscheidungen treffen zu können. Als Rechtspfleger hast du am Gericht eine Sonderstellung, die vor allem in Betreuungs- und Pflegschaftsverfahren ihre volle Bedeutung zeigt und manch einen Rechtsbürger beizeiten erschüttern lässt. Denn letztlich hängt es von deiner Entscheidung ab, wie Nachlassverfahren abgewickelt werden oder Insolvenzverfahren vonstattengehen. Bei der Staatsanwaltschaft sorgen Rechtspfleger dafür, dass Geldstrafen gezahlt und Freiheitsstrafen "abgesessen" werden. All diese Bereiche waren früher Richtern und Staatsanwälten, also studierten Volljuristen, vorbehalten. Heute werden diese Aufgaben von gehobenen Beamten des Justizdiensts, den Rechtspflegern, ausgeführt. Obwohl Rechtspfleger keine Volljuristen sind, fällen sie Entscheidungen, die für das Leben des Betroffenen von tiefgreifender Bedeutung sind und bei weitem nicht immer freudig angenommen werden. So sind bei Zwangsversteigerungen oder Insolvenzverfahren neben umfassenden Kenntnissen im Vollstreckungs- und Grundbuchrecht vor allem auch Verantwortungsgefühl und die Fähigkeit, Situationen stets objektiv zu bewerten unabdingbar, denn emotional getragene Entscheidungen haben in der Rechtsprechung keinen Platz. Rechtspfleger unterstehen dabei nur dem Gesetz, sind in der Sache jedoch unabhängig und werden nicht von einem Dienstvorgesetzten kontrolliert. Während des dreijährigen Vorbereitungsdienstes wird der zukünftige Rechtspfleger als Beamter auf Widerruf angestellt. Die Ausbildung setzt sich aus praktischen Zeiten bei einem Brandenburger Gericht oder einer Staatsanwaltschaft und einem Fachstudium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin zusammen. Im ersten Abschnitt des Studiums, der 14 Monate umfasst, werden Grundzüge aller wichtigen Rechtsformen gelehrt. Besondere Bedeutung haben dabei das Gerichtsverfassungs- und das Rechtspflegerrecht, aber auch Zivilrecht, Familienrecht sowie Grundbuch- und Nachlassrecht werden gelehrt. Grundzüge des Strafrechts werden ebenfalls behandelt. Es folgen drei weitere Studienphasen von zehn beziehungsweise sechs Monaten. Den Rest der Zeit verbringen die angehenden Rechtspfleger mit praktischen Aufgaben am zuständigen Gericht oder bei der Staatsanwaltschaft. Das Studium schließt mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung sowie einer Diplomarbeit ab. 
Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur. Einstellungsbehörde zur Ausbildung ist der Präsident des Oberlandesgerichts in Brandenburg an der Havel. Ausbildungsbeginn ist jeweils der 1. Oktober.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre, 4 Studienabschnitte

www.hwr-berlin.de
www.olg.brandenburg.de

Bewerbung bei:
Der Präsident des Brandenburgischen Oberlandesgerichts
Gertrud-Pieter-Platz 11
14770 Brandenburg a. d. Havel
Tel. 03381 / 399272

» B.A. Europäisches Management an der TH Wildau

B.A. Europäisches Management an der TH Wildau

Foto: B.A. Europäisches Management an der TH Wildau

Foto: TH Wildau | Bernd Schlütter

Foto: B.A. Europäisches Management an der TH Wildau

Foto: TH Wildau | Bernd Schlütter

Foto: B.A. Europäisches Management an der TH Wildau

Foto: TH Wildau

Foto: B.A. Europäisches Management an der TH Wildau

Foto: TH Wildau

Themen rund um Wirtschaft, Politik und Recht werden an der TH Wildau als Bachelorstudiengang mit internationaler Ausrichtung angeboten. Der Bachelor-Studiengang Europäisches Management vermittelt vor allem Kenntnisse in moderner Betriebswirtschaftslehre. Im Rahmen des Studiums werden aber auch grundlegende und aktuelle Kenntnisse in den Bereichen Politik und Recht äußerst praxisnah vermittelt. Bereits im ersten Semester werden einzelne Module auf Englisch angeboten. Zusätzlich muss eine zweite Fremdsprache belegt werden. Hierbei kann man zwischen Französisch und Spanisch wählen. Neben dem vorgeschriebenen Curriculum können zusätzliche Anfängerkurse belegt werden, denn in Wildau ist das Fremdsprachenangebot sehr umfangreich. Im vierten Semester absolvieren alle Studierenden ein Auslandspraktikum. Es gilt als Pflichtveranstaltung und soll drei bis vier Monate dauern. Außerdem gibt es die Möglichkeit, ein Auslandssemester bei einer der zahlreichen Partnerhochschulen zu absolvieren. Während des Studiums werden Grundkenntnisse in allen betriebswirtschaftlichen Teildisziplinen ebenso vermittelt wie Kenntnisse in Europapolitik und Wirtschaftsrecht. Diese Fähigkeiten werden fachspezifische Kompetenzen im Management, besonders auf internationaler, europäischer Ebene vertieft. Erfolgreiche Absolventen des Bachelor-Studiums können direkt in nationale oder internationale Unternehmen einsteigen. Besonders bieten sich die Bereiche Personal- und Finanzwirtschaft oder Marketing an. Nationale und internationale Organisationen suchen ebenfalls gut ausgebildete Mitarbeiter mit europäischem Weitblick. Wer gern noch weiter studieren möchte, kann sich für einen Masterstudiengang auf betriebswirtschaftlichem Gebiet entscheiden. An der TH Wildau gibt es beispielsweise den European Management Master's Studiengang, der komplett auf Englisch gelehrt wird. Es gibt aber natürlich auch die Möglichkeit, an einer anderen europäischen Hochschule oder sogar weltweit zu studieren.
Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur, Interesse an Politik und an einem zusammenwachsenden Europa, Bereitschaft, bereits vorhandene Fremdsprachenkenntnisse auszubauen.

Studiendauer:
B.A. 6 Semester, das vierte
Semester wird im Ausland verbracht.
Betriebswirtschaftlicher Master national und international möglich.

www.th-wildau.de

» Industrieelektriker: Technisch begabt und zukunftsorientiert

Industrieelektriker: Technisch begabt und zukunftsorientiert

Foto: Industrieelektriker: Technisch begabt und zukunftsorientiert

Foto: Fotolia

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Foto: sg

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Du warst schon immer an Technik interessiert? Vielleicht möchtest du auch einen Teil der Welt von morgen mit gestalten und dafür sorgen, dass Energie nachhaltig erzeugt wird? Das Bildungszentrum Energie bietet mehrere interessante Ausbildungswege im Süden Brandenburgs. Besonders dabei ist, dass die Ausbildung im Betrieb und in einem Ausbildungszentrum in Falkenberg im Landkreis Elbe-Elster stattfindet. Zusätzlich gibt es noch regulären Berufsschul- unterricht in Finsterwalde.

Mithilfe des Ausbildungsverbunds regionaler Energieerzeuger lernst du von Anfang an auch Azubis anderer Betriebe kennen und kannst dich mit ihnen austauschen. Als Rüstzeug werden zu Beginn der Ausbildung in einem fünftägigen Berufseinsteigerseminar die Grundlagen der zukünftigen Tätigkeit kompakt vermittelt. Eine Ausbildung zum Industrieelektriker in der Fachrichtung Betriebstechnik dauert zwei Jahre und öffnet die Türen der Metall- und Elektroindustrie genauso wie die der Automobilindustrie oder des Anlagenbaus in Energieversorgungsunternehmen. Im Betrieb lernst du Schaltgeräte und Automatisierungssysteme zusammen zu setzen, du prüfst die Funktionen elektrischer Systeme und installierst Maschinen mit pneumatischen und hydraulischen Bauteilen. Am Ende deiner Ausbildung kannst du auch die Sicherheit elektrischer Anlagen prüfen und beurteilen sowie Störungen beheben.

Klingt kompliziert? Vielleicht am Anfang - im Betrieb und im Ausbildungszentrum stehen dir aber immer erfahrene Ausbilder zur Seite, die es schaffen werden, Unklarheiten zu beseitigen. Industrieelektriker kannst du in zwei Jahren werden. Wenn du dann weiterlernen willst und gute Leistungen nachweist, kannst du Elektroniker für Betriebstechnik werden, ohne das Unternehmen zu wechseln. Damit bekommst du mehr Verantwortung und später auch einen besser bezahlten Arbeitsplatz. Allerdings solltest du dazu auch ein wenig Englisch können, denn Betriebs- und Montageanleitungen sind in einer globalisierten Welt häufig auf Englisch verfasst. Damit hast du gute Aufstiegschancen und kannst später auch in anderen Regionen arbeiten.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss und gute Noten in Mathe und Physik.

Ausbildungsdauer:
Industrieelektriker
2 Jahre dual

www.bze-online.de

www.avt-ev.de

www.spema-brandenburg.de

» Mechatroniker: Mechanik und Elektronik verbinden

Mechatroniker: Mechanik und Elektronik verbinden

Foto: Mechatroniker: Mechanik und Elektronik verbinden

Foto: Holger Becker | pixelio.de

Foto: Mechatroniker: Mechanik und Elektronik verbinden

Foto: Holger Becker | pixelio.de

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Foto: sg

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Foto: sg

Du möchtest nicht immer am gleichen Ort arbeiten und Alltagsroutine ist gar nicht dein Ding? Dabei willst du aber gut verdienen und einen sicheren Arbeitsplatz finden? Wenn du noch dazu technisch versiert bist, du in Mathe, Physik und Englisch eine Herausforderung siehst, der du dich jeden Tag stellen willst, dann ist eine Ausbildung zum Mechatroniker vielleicht genau das, wovon du immer geträumt hast, ohne es zu ahnen. Wenn du deine Ausbildung beim Bildungszentrum Energie machst, liegt der Schwerpunkt natürlich bei der Energieerzeugung. Du lernst mecha-tronische Systeme zusammen zu bauen und installierst Hard- und Softwarekomponenten. Du baust unterschiedliche Steuerungen und beherrschst am Ende deiner Ausbildung auch deren Überprüfung. Du montierst und demontierst Anlagen und Systeme und bist auch für Instandhaltung und Wartung zuständig. Da das oft beim Kunden vor Ort passiert, bist du viel unterwegs und hast immer wieder mit neuen Ansprechpartnern zu tun, die du auch in die Bedienung der Geräte einweisen musst. Da heutzutage viele Betriebs- und Montageanleitungen auf Englisch verfasst sind, sind fachspezifische Sprachkenntnisse von großer Bedeutung. Die lernst du in der Berufsschule. Mechatronik setzt sich aus Mechanik, Elektronik und Informatik zusammen, das heißt, du hast es mit einem anspruchsvollen Aufgabengebiet zu tun, das mittlerweile fast alle Bereiche des täglichen Lebens umfasst. Die Arbeitsmöglichkeiten sind genauso vielfältig wie gut bezahlt und wenn du bereit bist, dich an die sich weiter entwickelnden technischen Gegebenheiten anzupassen, kannst du immer einen guten Job finden.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, Physik und Englisch.

Ausbildungsdauer:
Dreieinhalb Jahre dual

www.bze-online.de

www.avt-ev.de

» Verfahrensmechaniker für Kunststoffe

Verfahrensmechaniker für Kunststoffe

Foto: Verfahrensmechaniker für Kunststoffe

Foto: Winfried Sixel | pixelio.de

Foto: Verfahrensmechaniker für Kunststoffe

Foto: Winfried Sixel | pixelio.de

Foto: Verfahrensmechaniker für Kunststoffe

Foto: Lichtkunst.73 | pixelio.de

Foto: Verfahrensmechaniker für Kunststoffe

Foto: Lichtkunst.73 | pixelio.de

Ohne Kunststoffe geht heutzutage nichts mehr: Ob Computertastaturen, Kunststofffenster, Faserverbundwerkstoffe oder Motorradsitze - für jeden Bedarf werden bestimmte Kunststoffe entwickelt. In vielen Bereichen wird auch Kautschuk angewandt, ein natürlicher Rohstoff, der zur Herstellung von Gummi benutzt wird. Die Kunststoff- und Kautschuk-Profis stellen mit Hilfe von Spezialmaschinen verschiedene Produkte, wie zum Beispiel Folien, Platten oder Verbundwerkstoffe her. Immer wichtiger wird auch der Aspekt des Recyclings und die Entwicklung "Grüner" Kunststoffe, die, beispielsweise bei Einkaufstüten, dazu führen, dass sie in absehbarer Zeit biologisch abbaubar sind. Wichtig für eine Ausbildung in diesem Bereich ist ein ausgeprägtes Interesse an chemischen und physikalischen Prozessen. Bei deiner Arbeit wirst du schließlich zu einer Art "Koch", der die Zutaten gut im Griff haben sollte und die Mischverhältnisse nicht durcheinander bringen darf. Sonst hast du am Ende statt eines festen Kunststoffs eine klebrige Masse produziert. Die Produktion von Kunststoffen hat eine sichere Zukunft, die Wiederverwertung der Produkte muss aber zunehmend überdacht werden, denn schon heute überfluten Plastiktüten unsere Meere. Deshalb hast du als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik später auch die Möglichkeit, im Re- und vor allem Upcycling zu arbeiten. Schon in der Ausbildung wirst du, je nachdem, wo du lernst, mit Kunststoff und Kautschuk zu tun haben. Kautschuk wird wegen seiner hohen Belastbarkeit beispielsweise in der Produktion von Autoreifen verwendet. Im Inneren eines Autos findest du hingegen eher Kunststoffe, die nicht nur problemlos eingefärbt werden können, sondern auch besonders leicht und haltbar sind und so flexibel formbar, dass sie fast jedem Anspruch an modernes Design entsprechen können. Einige sind sogar fast "unkaputtbar". Das war jedoch nicht immer so: Als vor etwas mehr als 100 Jahren der Belgier Leo Hendrik Baekeland das Bakelit erfunden hat, war sein Kunststoff noch starr und leicht zerbrechlich. Bakelit war zudem meist schwarz oder in Brauntönen eingefärbt, denn die Forschung war in vielerlei Hinsicht noch weit von dem entfernt, was heute aus Kunststoffen hergestellt werden kann. Aber dank Bakelit gab es zum Beispiel erste isolierte Lichtschalter, die für die aufkommende Elektrizität unabdingbar waren. Heute gibt es sie wieder für denkmalgeschützte Häuser. 
Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss

» Ausbildung bei der Bundeswehr - Ein Leben als Zeitsoldat|in

Ausbildung bei der Bundeswehr - Ein Leben als Zeitsoldat|in

Foto: Ausbildung bei der Bundeswehr - Ein Leben als Zeitsoldat|in

Deutschlands erste Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu Besuch beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Foto: sg

Foto: Ausbildung bei der Bundeswehr - Ein Leben als Zeitsoldat|in

Deutschlands erste Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu Besuch beim Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Foto: sg

Foto: Ausbildung bei der Bundeswehr - Ein Leben als Zeitsoldat|in

Feierlichkeiten im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Schwielowsee. Foto: sg

Foto: Ausbildung bei der Bundeswehr - Ein Leben als Zeitsoldat|in

Feierlichkeiten im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Schwielowsee. Foto: sg

Wie viele öffentliche Arbeitgeber sucht auch die Bundeswehr händeringend Nachwuchs. Seitdem die allgemeine Wehrpflicht für junge Männer abgeschafft wurde, entscheiden sich immer weniger Jugendliche für eine Zukunft "beim Bund". Das Militär hat längst an seiner Popularität verloren. In der DDR waren Karrieresoldaten hoch angesehen, in der ehemaligen Bundesrepublik mussten zumindest noch viele den Grundwehrdienst absolvieren. Doch das ist lange vorbei. Heute geht es um Auslandseinsätze und wer sich bei der Bundeswehr bewirbt, muss sich dessen bewusst sein. Zeitsoldaten haben große Chancen, nach Afghanistan, Mali oder in den Kosovo geschickt zu werden. Denn die Bundeswehr beschützt nicht mehr nur das eigene Land, sondern hilft auch den Nato-Partnern in zunehmendem Maß. Internationale Partnerschaften bedeuten eben auch, dass man den Freund nicht einfach hängen lässt, wenn er Probleme hat. Wenn dich die Tatsache, dass du am Einsatzort ganz direkt mit Krieg oder Terror zu tun haben könntest, nicht abschreckt, kannst du jedoch bei der Bundeswehr ganz hervorragend ausgebildet werden. Undzwar bei weitem nicht nur im militärischen Bereich. Jede Armee ist wie ein eigener Kosmos und braucht demzufolge auch Spezialisten in fast allen Bereichen des täglichen Lebens. Nur sind hier die Ausbildungsmöglichkeiten oft besser als im zivilen Leben. Denn Arbeitgeber ist Vater Staat und die Politik lässt sich die Ausstattung des Militärs einiges kosten - auch wenn nicht immer alles auf dem allerletzten Stand sein kann. Dementsprechend sind auch deine Chancen auf dem zivilen Arbeitsmarkt, wenn du deinen Dienst geleistet hast. Ein Leben mit der Bundeswehr hat jedoch Vor- und Nachteile, das solltest du vor einer Bewerbung genau erfragen. In einigen berufen muss man zum Beispiel häufig umziehen, was ein Familienleben erheblich erschwert. Außerdem solltest du sehr sportlich sein, denn um den Wehrdienst kommst du nicht herum. In einigen Berufen gibt es sogar gerade beim Militär die besten Chancen überhaupt einen Arbeitsplatz zu bekommen. Dazu gehören zum Beispiel Piloten, die im zivilen Bereich kaum noch ausgebildet werden. 

Sabine Gottschalk

» Kauffrau|-mann im Gesundheitswesen (Bundeswehr)

Kauffrau|-mann im Gesundheitswesen (Bundeswehr)

Foto: Kauffrau|-mann im Gesundheitswesen (Bundeswehr)

Foto: Fotolia

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Foto: Fotolia

Foto: Kauffrau|-mann im Gesundheitswesen (Bundeswehr)

Foto: Andrea Damm | pixelio.de

Foto: Kauffrau|-mann im Gesundheitswesen (Bundeswehr)

Foto: Andrea Damm | pixelio.de

Im Gesundheitswesen managen Kaufleute vielfältige Dienstleistungen und deren Abrechnung. Kliniken, Polikliniken und Ambulanzen bieten zahlreiche Betätigungsfelder. Und neben dem zivilen Gesundheitssektor bildet auf diesem Gebiet auch die Bundeswehr aus. Der Gesundheit der Soldaten kommt eine große Bedeutung zu, und das Militär sorgt in der Regel hervorragend für das Wohlergehen seiner Angehörigen. Als Azubi bei der Bundeswehr lernst du zum Beispiel, wie du Patientendaten aufnimmst, Kunden informierst und Leistungen mit Krankenkassen oder anderen Kostenträgern abrechnest. Außerdem unterstützt du die Material- und Datenverwaltung von Gesundheitsleistungen. Fachgerechte Patientenberatung will ebenso gelernt sein wie Bedarfsplanung und moderne Abrechnungssysteme. Von Anfang an sind organisatorisches Geschick und kaufmännischer Verstand gefragt. Denn du trägst auch dazu bei, dass Patientinnen und Patienten gut betreut und informiert werden. Dazu lernst du unterschiedliche Dienstleistungen des Gesundheitswesens kennen und setzt sie fachgerecht ein. Angst vor Datenverwaltung solltest du nicht haben, sie ist ein Hauptbestandteil deiner zukünftigen Arbeit. Hinzu kommen Aufgaben wie Büroorganisation, betriebliche Gesundheitsdienstleistungen, Schriftverkehr und Kostenkalkulation. Später wirst du auch Beratungsgespräche führen. Das alles lernst du bei kompetenten Ausbildern, die dich auf einen optimalen Start ins Berufsleben - auch außerhalb der Bundeswehr - vorbereiten und dir das nötige Rüstzeug dafür mitgeben. Während deiner Ausbildung baust du dein Fachwissen beständig aus und erlernst neue Fertigkeiten, die du später im zivilen Bereich gut gebrauchen kannst. Selbstverständlich kannst du dich auch außerhalb der Bundeswehr zur Kauffrau beziehungsweise zum Kaufmann im Gesundheitswesen ausbilden lassen, zum Beispiel bei Krankenkassen, Hospitälern oder Altenpflegeeinrichtungen. Fachkräfte werden in diesem Bereich dringend benötigt. 
Voraussetzungen:
Guter Realschulabschluss oder sehr gute Berufsbildungsreife mit guten Noten in Deutsch und Mathe. Gutes Ausdrucksvermögen und kaufmännisches Verständnis sowie die Bereitschaft, als Teil eines Teams zu arbeiten.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual
Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK)

» Im Zivilen oder Militärischen Bereich: Chemielaborant|in

Im Zivilen oder Militärischen Bereich: Chemielaborant|in

Foto: Im Zivilen oder Militärischen Bereich: Chemielaborant|in

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Fotos (2): sg

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Fotos (2): sg

Chemie ist schon längst dein Lieblingsfach und du kannst dir kaum etwas Schöneres vorstellen als Versuchsreihen? Kurzum, du liebst es, wenn es raucht und zischt und fühlst dich zwischen Petrischalen und Reagenzgläsern pudelwohl. Zum Chemielaboranten kann man sich vielerorts ausbilden lassen, aber auch die Bundeswehr benötigt Fachleute, die sie in chemischen Laboren auf den Berufsalltag vorbereitet. Versuchsreihen, Analysen, Qualitätskontrollen und messtechnische Projekte gehören zu den Tätigkeiten in den ersten Ausbildungsjahren. Grundsätzlich werden die Auszubildenden qualifiziert, eine Vielzahl chemischer Substanzen für sehr unterschiedliche Verwendungszwecke herzustellen. Wer an ein chemisches Labor im Zusammenhang mit der Bundeswehr denkt, kann schnell auf die Idee kommen, hier ginge es in erster Linie um die Analyse von Waffen oder Abwehrmitteln. Die Bundeswehr benötigt jedoch in vielen Bereichen chemische Analysen und bildet deshalb ihren Nachwuchs selbst aus. Azubis lernen von ausgewiesenen Spezialisten aus Forschung, Entwicklung und Produktion und besuchen parallel dazu die Berufsschule. Ein großer Teil der Arbeit beschäftigt sich mit Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsreihen in den Laboren des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werks- und Betriebsstoffe oder in der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition. Zuerst lernen die Azubis sämtliche Materialien und Geräte kennen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Später bauen sie eigenständig Versuchsreihen auf und protokollieren die Ergebnisse. Die Tätigkeiten sind spannend und abwechslungsreich und die Ausbildung bereitet auch auf einen späteren reibungslosen Übergang in die freie Wirtschaft vor. Was du bei der Bundeswehr gelernt hast, wird dir im zivilen Bereich nützlich sein: Immerhin hast du ein breites Fachwissen, das weit über das hinausgeht, was du in einem einzelnen Labor oder bei einem Chemiekonzern lernen kannst. Aber selbstverständlich kannst du dich auch dort bewerben. 
Voraussetzungen:
Guter Realschulabschluss oder sehr gute Berufsbildungsreife, gute Noten in Deutsch, Mathe und Chemie und handwerkliches Geschick. Technisches Verständnis sowie Bereitschaft und Fähigkeit zu einer erfolgreichen Arbeit im Team.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual

» Pharmazeutisch- Kaufmännische|r angestellte|r (PKA)

Pharmazeutisch- Kaufmännische|r angestellte|r (PKA)

Foto: Pharmazeutisch- Kaufmännische|r angestellte|r  (PKA)

Foto: BP-Archiv

Foto: Pharmazeutisch- Kaufmännische|r angestellte|r  (PKA)

Foto: BP-Archiv

Foto: Pharmazeutisch- Kaufmännische|r angestellte|r  (PKA)

Foto: sg

Foto: Pharmazeutisch- Kaufmännische|r angestellte|r  (PKA)

Foto: sg

Wer krank ist, holt sich in der Regel Hilfe beim Arzt und in der Apotheke. Was aber, wenn die verschriebenen Medikamente nicht zu haben sind, weil viele Menschen sie brauchen und sie nicht nachbestellt wurden? Hier kommen die pharmazeutisch-kaufmännischen Assistenten - kurz PKA - ins Spiel. Sie sind für die Verwaltung der Lagerbestände zuständig und sorgen dafür, dass stets ausreichend Antibiotika, Schmerzmittel und Impfstoffe vorhanden sind. In der Ausbildung werden neben kaufmännischem Fachwissen vor allem auch Kenntnisse der Pharmazie vermittelt. Fachbegriffe, aber auch die Inhaltsstoffe von Medikamenten müssen den PKAs bekannt sein, damit im Notfall auch ein Ersatzmedikament bestellt werden kann, wenn es mal einen Engpass gibt. Besonders wichtig ist das auch bei den sogenannten Generika, also Medikamenten, die nach Ablauf einer bestimmten Frist quasi als Kopien eines oft sehr teuren Originalpräparates von anderen Pharmafirmen auf den Markt gebracht werden. Da sie nicht unbedingt in allen Komponenten dem Original entsprechen müssen, ist ein tiefgehendes Verständnis der Wirkstoffe nötig. Ausgebildet werden PKAs besonders häufig bei der Bundeswehr, denn hier ist die Lagerverwaltung von Medikamenten von großer Bedeutung und spielt auch bei den sich mehrenden Auslandseinsätzen eine wichtige Rolle, da jeder Einsatz in einem unwegsamen Gebiet genaue Planung erfordert. Das gilt auch für Naturereignisse wie Erdbeben oder Überflutung, oder genauso im Katastrophenschutz. So kannst du mit deinem Beruf etwas Gutes tun. Die Einsatzbereiche sind variabel und können nach dem Dienst bei der Bundeswehr beispielsweise auch zu einer Nichtregierungsorganisation wie Ärzte oder Apotheker ohne Grenzen führen. Denn Erfahrung in logistischen Aufgaben wirst du bei der Bundeswehr auf jeden Fall sammeln. Wer keine Lust auf ferne Länder und Hilfsorganisationen hat, kann aber ebenso gut im Pharmagroßhandel oder bei Pharmakonzernen in Deutschland arbeiten.
Voraussetzungen:
Sehr guter oder guter Haupt- oder Realschulabschluss, gute Leistungen in Deutsch und Mathematik sowie in Chemie und Physik. Organisatorisches Geschick, technisches Verständnis und Freude an Teamarbeit.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual in Betrieb und Berufsschule.

» Menschenleben retten und in der Not helfen: Notfallsanitäter|in

Menschenleben retten und in der Not helfen: Notfallsanitäter|in

Foto: Menschenleben retten und in der Not helfen: Notfallsanitäter|in

Foto: Menschenleben retten und in der Not helfen: Notfallsanitäter|in

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Fotos (2): BP-Archiv

Foto: Menschenleben retten und in der Not helfen: Notfallsanitäter|in

Fotos (2): BP-Archiv

Anderen Menschen in lebensbedrohlichen Momenten zu helfen ist dir eine Herzensangelegenheit? Vielleicht machst du sogar schon bei den Schulsanitätern mit, weil du ein grundsätzliches Interesse an Medizin hast. Wenn du das ganze professionalisieren möchtest und bereit bist, dich dabei teilweise äußerst schwierigen Situationen auszusetzen, bist du bei den Notfallsanitätern genau richtig. Seit der Reform der Ausbildung vor einigen Jahren hat der Beruf der Ersthelfer nicht nur an Ansehen gewonnen, sondern die Sanitäter haben nun auch die Möglichkeit, vor Ort erste medizinische Maßnahmen zu ergreifen, bevor ein Notarzt eintrifft. Aber: Wenn du diesen Beruf ergreifen möchtest, musst du dir im Klaren sein, dass du immer der Erste am Unfallort sein wirst und teilweise mit grausigen Bildern fertig werden musst, die sich ins Gedächtnis einbrennen. Das gilt umso mehr, wenn du bei der Bundeswehr oder im Katastrophenschutz arbeitest. Zwar gibt es überall psychologische Betreuung für die Sanitäter, vor deinen eigenen Erinnerungen können sie dich jedoch nicht schützen. Ausgebildet werden Notfallsanitäter sowohl im zivilen Bereich - beispielsweise bei Berufsfeuerwehren oder Organisationen wie dem Roten Kreuz - als auch bei der Bundeswehr. Hier musst du aber einem Einsatz im Ausland zustimmen. Das bedeutet, dass du als Notfallsanitäter buchstäblich an vorderster Front stehst, wenn es einen Übergriff gibt. Aber auch im Zivilschutz sind die Einsatzorte nicht immer ungefährlich. Neben Verkehrsunfällen werden Ersthelfer auch nach Terroranschlägen oder nach Chemieunfällen benötigt. Für solche Einsätze gibt es regelmäßig Übungen. Notfallsanitäter werden in allen bereichen des zivilen Lebens immer mehr gesucht. Nach der neuen Ausbildungsverordnung sind sie befähigt, auch kleinere medizinische Eingriffe auszuüben. Das ist zum Beispiel in ländlichen Regionen, wie in vielen Teilen Brandenburgs, wo es nur wenige Ärzte gibt, nicht nur nützlich, sondern auch im wahrsten Sinn lebensrettend. Einsätze finden nicht nur bei Unfällen statt, sondern auch bei plötzlichen Erkrankungen, wo schnelle Hilfe gebraucht wird. 
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss. Interesse an Menschen und Naturwissenschaften. Empathie und Teamfähigkeit. Entscheidungsfreudigkeit und die Fähigkeit, in extremen Situationen einen klaren Kopf zu behalten. Hohes Verantwortungsbewusstsein und körperliche Fitness.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre im Schichtdienst bei
Bundeswehr, Feuerwehren, DRK etc.

» Fluggeräteelektroniker|in: Technik auf höchstem Niveau

Fluggeräteelektroniker|in: Technik auf höchstem Niveau

Foto: Fluggeräteelektroniker|in: Technik auf höchstem Niveau

Foto: BP-Archiv

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Foto: sg

Foto: Fluggeräteelektroniker|in: Technik auf höchstem Niveau

Foto: sg

Von den zahlreichen Ausbildungen, die die Bundeswehr anbietet, ist die zum Fluggerätelektroniker sicherlich eine, bei der du von der Tatsache, dass du beim Militär lernst, ganz besonders profitieren kannst. Außerdem kannst du dich ganz in Ruhe auf deine Zeit nach dem Dienst vorbereiten, denn die zivile Luftfahrt braucht ebenfalls gut geschulte Techniker, bildet aber weitaus weniger aus. Wer sich also für Technik und Flugzeuge begeistert, ist hier genau an der richtigen Adresse. Fluggerätelektroniker sind ganz direkt in die Sicherheit der Besatzung eingebunden, denn die hochmoderne Technik und die elektronischen Systeme, die du wartest und instandsetzt sorgen für Zuverlässigkeit und Sicherheit in Flugzeugen und Hubschraubern. Du prüfst, wartest und testest Komponenten, Geräte und Systeme. Du musst aber auch Leitungen verlegen, neue Baugruppen installieren, Systeme konfigurieren und Anlagen in Flugzeugen in Betrieb nehmen. Zusätzlich lernst du, wie du das ganze sinnvoll und zeitsparend managst. Ohne Fluggeräteelektroniker würden Flugzeuge und Hubschrauber nicht störungsfrei funktionieren. Das heißt, Piloten und Besatzung sind auf deine gute Arbeit angewiesen, damit sie weder ihr eigenes, noch das Leben Anderer riskieren. Der Beruf ist deshalb mit sehr viel Verantwortung verbunden und benötigt eine sehr fundierte Ausbildung, bei der dir alle notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten von Fachleuten an modernsten Ausbildungsstätten vermittelt werden. Eine gewisse Leidenschaft für Software und Elektronik solltest du allerdings mitbringen, das erleichtert den Einstieg. Und wenn du irgendwann deinen Dienst bei der Bundeswehr quittierst, kannst du sicher sein, im zivilen Bereich schnell einen guten Job zu finden, denn die Entwicklung moderner Technik geht in großen Schritten voran und überall werden Fachleute gebraucht. Das beudetet aber auch, dass du bereit sein musst, dich ständig weiterzubilden und auf neue Systeme einzustellen, damit sowohl militärische als auch zivile Fliegerei sicher beleiben.
Voraussetzungen:
Guter Realschulabschluss oder sehr gute Berufsbildungsreife mit guten bis sehr guten Noten in Mathe, Chemie, Physik und Deutsch. Ausgeprägtes Verantwortungsgefühl, technisches und handwerkliches Verständnis und echte Teamfähigkeit. Bei internationalen Einsätzen und in der zivilen Luftfahrt schaden auch Englischkenntnisse nicht.

Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre dual, Schichtdienst , Bundeswehrstandort Bückeburg in Niedersachsen.

» Fluglotsen: Sicher in den Himmel und zurück

Fluglotsen: Sicher in den Himmel und zurück

Foto: Fluglotsen: Sicher in den Himmel und zurück

Flughafen Tegel in Berlin. Foto: sg

Foto: Fluglotsen: Sicher in den Himmel und zurück

Flughafen Tegel in Berlin. Foto: sg

Foto: Fluglotsen: Sicher in den Himmel und zurück

Tower des BER. Foto: BP-Archiv

Foto: Fluglotsen: Sicher in den Himmel und zurück

Tower des BER. Foto: BP-Archiv

Du behältst immer den Überblick und bleibst auch unter Stress ruhig? Das sind schon gute Voraussetzungen für den Einsatz als Fluglotse. Bei der Bundeswehr kannst du den Beruf mit Mittlerem Schulabschluss oder Abitur erlernen. Und diese Berufsausbildung ist auch in der zivilen Luftfahrt Gold wert. Auf militärischen Flugplätzen bist du für die Platz- und die Anflugkontrolle zuständig. Je nach Schulabschluss kannst du entweder Offizier des militärfachlichen Dienstes oder des Truppendienstes werden. Offiziere im Truppendienst haben meist zumindest ein Bachelorstudium an einer der beiden Bundeswehr-Unis hinter sich. Deshalb müssen sie entweder ein Abitur oder einen Mittleren Schulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung mitbringen. Für den militärischen Dienst reicht der Mittlere Schulabschluss mit guten Noten. Geprüft wird vor der Einstellung insbesondere die physische und psychische Belastbarkeit, denn beide sind im Berufsalltag des Fluglotsen von immenser Bedeutung. Wer hier nicht ganz fit ist, wird schnell zur Lebensgefahr für andere. Im Tower werden per Sichtkontakt die gesamten Start- und Landebahnen überprüft. Ständiger Funkkontakt mit den Besatzungen der Flugzeuge im Luftraum über dem Flugplatz ist dabei selbstverständlich. Die Approach-Controller hingegen arbeiten an großen Radarschirmen und kontrollieren den Ab- und Anflug. Dabei sind sie auch dafür verantwortlich, dass nicht zu viele Flugzeuge gleichzeitig in einen Bereich des Luftraums eindringen. Ob im militärischen oder im zivilen Bereich, Fluglotsen arbeiten im Schichtdienst. Das bedeutet Einsätze rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Nach der Ausbildung ist auch die Arbeit bei der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) möglich, die unter anderem Rettungseinsätze im Katastrophenschutz koordiniert. Fluglotsen sind absolute Spezialisten, die sich nicht einfach "wegrationalisieren" und durch Computer ersetzen lassen: Der Beruf hat eine sichere Zukunft.
Voraussetzungen:
Abitur oder guter Mittlerer Schulabschluss. Teamplayer mit Bereitschaft zum Schichtdienst und zu weltweiten Einsätzen. Gutes Reaktions- und räumliches Vorstellungsvermögen. Verdienstmöglichkeiten sind bei der Bundeswehr streng geregelt. In der zivilen Luftfahrt hängen sie von der Erfahrung und von der Größe des Flughafens ab.

Infos: www.afsbw.de, www.dfs.de

» Pilot|in: Grenzenlose Freiheit über den Wolken

Pilot|in: Grenzenlose Freiheit über den Wolken

Foto: Pilot|in: Grenzenlose Freiheit über den Wolken

Foto: sg

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Foto: sg

Foto: Pilot|in: Grenzenlose Freiheit über den Wolken

Foto: BP-Archiv

Foto: Pilot|in: Grenzenlose Freiheit über den Wolken

Foto: BP-Archiv

Der Traum vom Fliegen ist bekanntlich so alt wie die Menschheit. Immer noch wollen viele über den Wolken schweben, obwohl gerade in der zivilen Luftfahrt die Gehälter schrumpfen und auch Piloten mittlerweile um ihre gut bezahlten Jobs bangen müssen. Billig-Airlines können sich eben keine hoch bezahlten Mitarbeiter leisten. Vor allem aber bilden sie nicht aus, sondern schöpfen lieber ab, was andere vor ihnen geschaffen haben. Einen Ausbildungsplatz bei einer Airline zu finden grenzt inzwischen an die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Ansonsten heißt es: Eigenfinanzierung, und die ist sehr, sehr teuer. Und wenn du die begehrte Lizenz erst einmal in der Tasche hast, musst du immer wieder die erforderlichen Gesundheitschecks bestehen und eine festgelegte Mindest-Flugstundenzahl pro Jahr absolvieren. Die Sache zieht also erhebliche Folgekosten nach sich, wenn du keinen festen Job findest. Anders ist es bei der Bundeswehr. Sowohl Luftwaffe als auch Marine und Heer brauchen Piloten, und sei es nur, um Transportflugzeige zu fliegen. Auch am Hubschrauber wird ausgebildet. Und anders als in der zivilen Luftfahrt, werden beim Militär nur Leute ausgebildet, die auch tatsächlich gebraucht werden. Du kannst also sicher sein, dass du auf deine Flugstunden kommst und brauchst nichts zu bezahlen. Wer Offizier im Fliegerischen Dienst werden möchte, ist nicht nur Pilot, sondern muss auch mit Waffen umgehen können. Bundeswehrpiloten haben eine hohe Eigenverantwortung und müssen starkem psychischen Druck standhalten. Alle Bewerber müssen zunächst ihre Eignung zum Offizier im Assessmentcenter in Köln unter Beweis stellen. Darauf folgen drei Testphasen, die jeweils nacheinander bestanden werden müssen und bei denen neben körperlicher und psychischer Fitness auch Dinge wie Teamgeist und Disziplin geprüft werden. In der zweiten Phase folgt eine Reihe medizinischer Untersuchungen und in der dritten und letzten Phase stehen aufeinander aufbauende fliegerische Lernproben am Simulator auf dem Programm. Wer besteht, muss sich für 16 Jahre verpflichten.
Voraussetzungen:
Alter zwischen 17 und 29 Jahre, Realschulabschluss für Hubschrauber- und Transportflugzeugpiloten, für Jetpiloten mindestens Fachhochschulreife sowie für alle Bereiche hohe körperliche und psychische Belastbarkeit. Bereitschaft zu zahlreichen Umzügen und Verpflichtung zu Auslandseinsätzen, auch in Kriegsgebieten. Deutsche Staatsangehörigkeit.

Frauen werden ebenfalls ausgebildet, haben es aber schwerer, zugelassen zu werden.

Dienstzeit bei der Bundeswehr: 16 Jahre

» Kommunikationsmanager bei der Bundeswehr

Kommunikationsmanager bei der Bundeswehr

Foto: Kommunikationsmanager bei der Bundeswehr

Foto: Kommunikationsmanager bei der Bundeswehr

Foto: Kommunikationsmanager bei der Bundeswehr

Fotos (2): sg

Foto: Kommunikationsmanager bei der Bundeswehr

Fotos (2): sg

Du bist ein echtes Kommunikationstalent und möchtest aus deiner Begabung einen Beruf machen? Nicht nur Unternehmen brauchen in zunehmendem Maß gute Kommunikationsmanager, auch die Bundeswehr hat Bedarf an Pressebetreuung und bildet ihre Mitarbeiter hervorragend aus. Wer durch diese "Kaderschmiede" gegangen ist, wird ganz sicher keine Probleme haben, auch nach abgeleisteter Dienstzeit einen Arbeitsplatz im zivilen Bereich zu finden. Schon während des Studiums an der Betriebswirtschaftlichen Fakultät der Bundeswehreigenen Uni in Neubiberg bei München gibt es praktische Einsätze an Stützpunkten und Praktika in Medien des jeweiligen Einsatzortes. Bestandteile des dreijährigen Studiengangs "Wirtschaft und Journalismus" sind neben der journalistischen Basis auch VWL und Recht. Am Ende des interdisziplinären Studiums sollen alle Absolventen neben Kernkompetenzen aus Wirtschaft und Verwaltung auch alle medientechnischen Produktionsverfahren beherrschen und anwenden können. Dann kann beispielsweise ein Einsatz beim Truppenbetreuungssender Radio Andernach in der Eifel folgen. Hier werden Radio- und Fernsehprogramme zusammengestellt, die die Truppen im Auslandseinsatz empfangen. Gerade bei diesen Einsätzen ist die Arbeit von Bundeswehr-Pressesprechern allerdings ebenfalls besonders nötig und kann, je nach Einsatzort, schon mal sechs Monate dauern. Vor Ort haben die Kommunikationsprofis dann auch die Aufgabe, Kontakt zur lokalen Bevölkerung aufzubauen. Neben journalistischen Arbeitsweisen werden im Studium die wirtschaftswissenschaftlichen Kompetenzen Wirtschaftsmathematik, Statistik, Buchführung und Bilanzierung vermittelt. Außerdem erhalten alle Studierenden Einblick in Wirtschaftsprivat- und Medienrecht sowie in Organisationsmethodik. Der Studiengang "Management und Medien" ist eine exzellente Vorbereitung auf eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft. Davon kannst du dein Leben lang profitieren, wenn du flexibel und bereit bist, immer dazu zu lernen. Nach dem Bachelorabschluss ist ein konsekutives Masterstudium im gleichen Bereich möglich. Pressesprecher der Bundeswehr werden auch bei Auslandseinsätzen benötigt.
Voraussetzungen:
Abitur. Studium nur im Rahmen der Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr möglich

Studiendauer:
Bachelor: 6 Semester
Master: 2 Semester

www.unibw.de

» Orthopädietechniker|in: Lebensverbesserer für Menschen mit Gelenkleiden oder wehen Füßen

Orthopädietechniker|in: Lebensverbesserer für Menschen mit Gelenkleiden oder wehen Füßen

Foto: Orthopädietechniker|in: Lebensverbesserer für Menschen mit Gelenkleiden oder wehen Füßen

Foto: Orthopädietechniker|in: Lebensverbesserer für Menschen mit Gelenkleiden oder wehen Füßen

Foto: Orthopädietechniker|in: Lebensverbesserer für Menschen mit Gelenkleiden oder wehen Füßen

Fotos (2): sg

Foto: Orthopädietechniker|in: Lebensverbesserer für Menschen mit Gelenkleiden oder wehen Füßen

Fotos (2): sg

Ob Unfall oder Verschleiß, in einer älter werdenden Gesellschaft wächst der Bedarf an gut ausgebildeten Orthopädietechnikern, während gleichzeitig immer weniger Meisterbetriebe existieren. Wenn Du Dir einen Beruf wünschst, in dem Du andere Menschen glücklich machen und gleichzeitig Dein handwerkliches Geschick anwenden kannst, solltest Du Dir die Orthopädietechnik einmal genauer ansehen. Klar, wer nie Probleme mit Knickfüßen oder Sehnenrissen hatte, wird kaum den Laden eines orthopädischen Schuhtechnikers betreten haben. Hier gibt es noch echtes, uraltes Schuhmacherhandwerk gepaart mit neuester Technologie. Und gerade das macht den Beruf interessant. Der Orthopädietechniker vermisst jedes Hilfsmittel noch selbst und fertigt es in Kooperation mit Ärzten und Physiotherapeuten nach diesen Maßen in seiner Werkstatt an. Dazu braucht es nicht nur technisches und handwerkliches Verständnis, sondern auch medizinische Kenntnisse. Die werden in der Berufsschule nicht nur anhand von Modellen vermittelt.

Auch das Studium "am lebenden Objekt" ist durchaus Teil der Ausbildung. Wer viel mit kranken und älteren Menschen zu tun hat, sollte außerdem ein gewisses Maß an Empathie und Verständnis für ihre Gesundheitsprobleme mitbringen. Aber die Orthopädietechnik beschäftigt sich natürlich nicht nur mit den Füßen. Vor allem nach Sportverletzungen werden häufig sogenannte "Orthesen" benötigt, damit der Patient Sehnen oder Gelenke schont. Einige gibt es schon fertig, andere werden nach Maß angefertigt. Auch Prothesen, das heißt ganze Ersatz-Gliedmaßen, können Orthopädietechniker bauen. Dazu werden Kenntnisse in CAD-Programmen benötigt, mit denen Messverfahren am Computer durchgeführt und die fertigen Prothesen im 3D-Format auf dem Bildschirm betrachtet werden können. Metall, Kunststoff und Leder sind dann die Grundlage für die von Hand geformten Hilfsmittel. Aber auch mit Elektronik müssen Orthopädietechniker umgehen können, denn besonders anspruchsvolle Prothesen sind heutzutage elektronisch gesteuert. 
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, Interesse an medizinischen Themen wie Anatomie und Physiologie

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual, mit Gesellenprüfung auch Studium der Technischen Orthopädie an der FH Münster möglich.

www.biv-ot.org

www.fh-muenster.de

» Straßenwärter|in

Straßenwärter|in

Foto: Straßenwärter|in

Fotos (2): sg | Winterdienst in der Straßenmeisterei Michendorf

Foto: Straßenwärter|in

Fotos (2): sg | Winterdienst in der Straßenmeisterei Michendorf

Foto: Straßenwärter|in

Foto: Straßenwärter|in

Ohne sie rollt nichts: Straßenwärter|innen erleichtern Autofahrern das Leben

Bald sind sie wieder da, die Löcher im Asphalt. Nach dem Frost sehen viele Straßen aus wie Schweizer Käse und müssen schnellstmöglich geflickt werden. Sonst gehen nicht nur Autos kaputt, sondern das Fahren kann auch richtig gefährlich werden. Das ist Teil der Arbeit der rund 30.000 Straßenwärter, die auf
deutschen Landes- und Bundesstraßen, aber auch auf Autobahnen und in Städten täglich unterwegs sind.

In Brandenburg gibt es insgesamt 45 Straßen- und Autobahnmeistereien, die über das ganze Land verteilt sind. 16 bilden regelmäßig aus. Hinzu kommen kommunale Betriebe in allen größeren Städten.

Auszubildende lernen zunächst alle Bereiche der Unterhaltung und des Straßenbaus kennen, die im
Arbeitsalltag eine Rolle spielen. Da der Einstieg in der Regel mit 16 Jahren erfolgt, kann im ersten Jahr noch kein Fahrzeug bedient werden.

Ab dem zweiten Lehrjahr kommt dann eine sechswöchige Führerscheinausbildung zunächst für Pkws und später auch für Lkws hinzu. Du musst Dir also keine Sorgen um Deine Mobilität machen. Außerdem gibt es vor dem ersten echten Einsatz im Winterdienst natürlich noch ein Fahrsicherheitstraining. Schließlich sollen die frisch gebackenen Straßenwärter|innen die Straßen befahrbar machen und nicht gleich im Graben landen.

Neben dem Winterdienst, bei dem in der Regel vor Beginn des Berufsverkehrs Salzlösung und Granulat auf die Straßen und Autobahnen aufgebracht werden muss, und eine Bereitschaft in Schichten rund um die Uhr erforderlich ist, kümmern sich Straßenwärter in der wärmeren Jahreszeit auch um die Grasmahd an den Randstreifen der Straßen. Kleinere Reparaturen von Schlaglöchern oder Rissen im Asphalt werden ebenfalls direkt von den Straßenmeistereien ausgeführt. Größere Baumaßnahmen werden in der Regel nur
aufgenommen und dann an externe Firmen vergeben.

Ein großer Vorteil ist die dezentrale praktische Aus-bildung, die in allen Regionen des Landes möglich ist. Hinzu kommt Unterricht am OSZ im havelländischen Friesack und im Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft in Brandenburg an der Havel.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit naturwissenschaftlich-technischem
Schwerpunkt, keine gesundheitlichen Einschränkungen im Bewegungsapparat, körperliche Fitness und gute Augen (Fahrtüchtigkeit nachts und im Winter).

Ausbildungsdauer:
3 Jahre, Weiterbildung zum Techniker, Meister oder ein Studium Hoch- / Tiefbau bieten gute Aufstiegschancen

www.ls.brandenburg.de 

» Geomatiker|in

Geomatiker|in

Foto: Geomatiker|in

Fotos: fotolia | Gerhard Seybert

Foto: Geomatiker|in

Fotos: fotolia | Gerhard Seybert

Foto: Geomatiker|in

Foto: Geomatiker vermessen und erstellen Karten anhand von Geodaten /sg

Foto: Geomatiker|in

Foto: Geomatiker vermessen und erstellen Karten anhand von Geodaten /sg

Neuer Zukunftsberuf: gute Chancen für Mädchen und Jungen


Bei diesem Beruf sind wir fast sicher, dass Du nicht weißt, worum es geht. Denn die Ausbildung zum
Geomatiker wurde erst 2010 erfunden.

Vermessungstechniker und Kartographen sind bekannt, aber ihr Tätigkeitsfeld hat sich in den vergangenen Jahren durch die Auswertung von Geodaten erheblich verändert. So ist aus den beiden Berufen der Geomatiker entstanden.

Geomatiker beschaffen und modellieren Geodaten und erstellen daraus auch Karten zu unterschiedlichen
Themenbereichen. Gearbeitet wird dabei mit Geoinformationssystemen. Das Spektrum ist sehr breit gefächert und richtet sich nach den Vorgaben, die der jeweilige Arbeitsplatz mit sich bringt. Ausgebildet wird sowohl im öffentlichen Dienst bei Kataster- und Vermessungsbehörden als auch bei freien Vermessungsbüros.

Wenn Du schon immer von Landkarten begeistert warst und Dich nicht einfach stur auf das Navi oder
Dein Smartphone verlässt, ist das schon eine gute Voraussetzung, um in diesem Beruf glücklich zu
werden. Wichtig sind aber auch ein gutes mathematisches Verständnis – denn bei der Vermessung wird nun einmal viel berechnet – und eine ziemlich große Zuneigung zum Computer. Wenn Du dann noch kreativ bist und Spaß an grafischer Gestaltung hast, Erdkunde Dein Lieblingsfach in der Schule ist und Du Dich in der deutschen Sprache gut ausdrückst, hast Du gute Chancen auf einen Ausbildungslatz in diesem Bereich.

Der Beruf des Geomatikers ist übrigens der einzige auf Geografie basierende Beruf, für den man nicht
studieren muss. Haben Karthographen früher in der Regel Karten aus Luftbildern angefertigt, so sind
moderne Geomatiker selbst imstande, Geodaten zu beschaffen und die Karten je nach den vorgegebenen Anforderungen am Computer zu erstellen.

Vermessen wird schon lange nicht mehr nur direkt vor Ort, sondern auch mit Satelliten. Das macht den neuen Beruf sehr vielseitig und kann Dir auch Außeneinsätze bei schlechtem Wetter ersparen. Bislang hat die Tätigkeit eher Jungen als Mädchen interessiert, mit dem neuen Arbeitsfeld erhoffen sich die Initiatoren jedoch auch mehr Bewerbungen von Kandidatinnen.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik. Interesse an Geografie und grafischer Darstellung.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual

www.geobasis-bb.de

» Systemgastronom|in

Systemgastronom|in

Foto: Systemgastronom|in

Foto: Systemgastronom|in

Foto: Systemgastronom|in

Fotos (2): Vapiano

Foto: Systemgastronom|in

Fotos (2): Vapiano

Für Weltenbummler: Perfekter Start in eine internationale Karriere

Im Herzen bist Du lieber unterwegs als fest verwurzelt immer in der gleichen Region zu bleiben? Du liebst es aber, vor allem beim Essen bekannte Strukturen immer wiederzufinden, und das auch in anderen Teilen der Welt? Wenn das für Dich jetzt nach Burgerkette, Pizzabäckerei oder Fischrestaurant klingt, bist Du auf einem guten Weg. Mittlerweile gibt es aber durchaus edlere Varianten der Systemgastronomie als die allseits bekannten Schnellrestaurants.

„System“ muss nämlich bei weitem nicht mehr nur „schnell“ bedeuten. Das Prinzip setzt lediglich voraus, dass die Gerichte in jedem Restaurant einer Kette immer die gleichen sind. Und das kann durchaus auch in Top-Qualität der Fall sein.

Der Vorteil für Dich ist, dass Du sämtliche Abläufe kennenlernst und am Ende mithilfe gut durchorganisierter und geplanter Aufstiegschancen auch die Möglichkeit hast, selbst die Verantwortung für ein Restaurant zu übernehmen. Und da immer und überall innerhalb der Kette alles gleich abläuft, kannst Du Dir auch einen Abstecher ins Ausland leisten oder gleich ganz auszuwandern, wenn Dich nach Deiner Ausbildung die Reiselust packt.

Die meisten Restaurantketten bilden nicht aus reiner Verpflichtung aus, sondern weil sie den eigenen Bedarf decken müssen. Seit Jahren schießen sie überall wie Pilze aus dem Boden und brauchen gut geschulten Nachwuchs, der neue Filialen mit aufbaut. Wichtig ist dabei, dass Du neben den Arbeitsabläufen die Qualität und die Wirtschaftlichkeit ständig im Auge behältst. Das bedeutet, dass Du ein Händchen für Zahlen mitbringen solltest, aber auch sehr Service orientiert denken und handeln musst.

Wer eine Ausbildung zum Fachmann oder zur Fachfrau für Systemgastronomie macht, wird am Ende weder Koch, noch Restaurantfachkraft. Hier geht es in erster Linie um die kaufmännische Leitung des Restaurants sowie um Organisation und Planung. Dazu musst Du aber alle Bereiche perfekt kennen und das geht nun mal am besten, indem Du die Abläufe selbst ausprobierst. Für einen Auslandsaufenthalt, aber vor allem auch für den Kundenkontakt im Ausbildungsbetrieb sind Englischkenntnisse eine gute Voraussetzung.
Voraussetzungen:
Abitur oder sehr guter Mittlerer Schulabschluss, Serviceorientierung, Teamgeist und die Bereitschaft, auch abends und an Wochenenden zu arbeiten. Gutes Ausdrucksvermögen und Mathekenntnisse.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre, mit Abitur Verkürzung möglich, Berufsschule beispielsweise am OSZ Johanna Just in Potsdam.

www.vapiano.com
  Karriere,
www.nordsee-karriere.com,

» Handelsfachwirt|in

Handelsfachwirt|in

Foto: Handelsfachwirt|in

Foto: Handelsfachwirt|in

Foto: Handelsfachwirt|in

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Drei Ausbildungen in nur drei Jahren: Der Turbo für Abiturienten


Wer mit einem sehr guten Abitur eine Ausbildung im Einzelhandel beginnt, kann schon nach 18 Monaten die Prüfung zum Handelsfachwirt an der IHK ablegen. Doch das ist noch längst nicht alles: In weiteren 18 Monaten werden die Azubis des Abiturientenprogramms nämlich dazu befähigt, eine eigene Filiale zu leiten. Dazu gehören beispielsweise beim Discounter Lidl  rund 15 Mitarbeiter. Und da in den Filialen auch Einzelhandelskaufleute ausgebildet werden, kannst Du im Rahmen dieser Turbo-Lehrzeit auch gleich noch eine Fortbildung zum Ausbilder machen.

Bei Lidl findet der theoretische Teil Deiner Ausbildung in Berlin oder Leipzig statt, der praktische in einem Markt in der Nähe Deines Wohnorts. Außerdem gibt es ergänzende Abiturienten-Seminare, die der persönlichen Weiterentwicklung dienen sollen. In der Regel ist der theoretische Unterricht auf etwa zehn Blöcke von jeweils zwei Wochen verteilt. Zusätzlich hast Du in Deinem Markt einen persönlichen Paten, der Dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Ähnlich intensiv ist auch die Betreuung durch den Ausbildungsleiter.

Dieses sehr spezielle Abiturientenprogramm ist Aus- und Weiterbildung zugleich. Geeignet ist es vor allem für diejenigen, die keine Lust haben, sich lange mit einem Studium aufzuhalten, sondern lieber gleich auf den Arbeitsmarkt wollen, ohne einfach nur zu jobben. Die Aufstiegschancen sind hervorragend und Du kannst einen großen Teil Deiner Karriere gleich im Ausbildungsbetrieb planen. Dafür ist das Programm aber auch ziemlich anspruchsvoll. Nicht ohne Grund setzen die Arbeitgeber ausdrücklich ein sehr gutes Abitur voraus. Denn nur, wer in der Schule schon entweder sehr fleißig oder aber ein Naturtalent war, wird mit dem Tempo Schritt halten können.

Eindeutiger Vorteil ist das für eine Ausbildung recht gute Gehalt vom ersten Tag an, das nach eineinhalb Jahren noch einmal anwächst. Nach drei Jahren gibt es Tariflohn, außerdem die in Großunternehmen üblichen Sozialleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Voraussetzungen:
Wirklich gutes Abitur, fleißige Schnelllerner mit dem Willen, sich den hohen theoretischen und praktischen Anforderungen zu stellen.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre dual, aufgeteilt in zweimal 18 Monate
www.lidl.de – abiturientenprogramm

» Einzelhandelskaufmann/ -frau

Einzelhandelskaufmann/ -frau

Fit für den Aufstieg im Unternehmen:

Filialisten suchen Mitarbeiter


Schon als du klein warst, hast du mit wachsender Begeisterung im Kaufmannsladen gestanden und deiner Familie oder deinen Spielkameraden alles verkauft, was du zu fassen bekamst? Dann bist du vielleicht der geborene Verkäufer und solltest diese Gabe nutzen.  Bei den großen Filialisten kannst du dich direkt für eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau- oder –kaufmann bewerben und bekommst dort eine zukunftsfähige Ausbildung, die dir später Aufstiegschancen im eigenen Betrieb oder auch in ganz anderen Bereichen des Handels bietet.

Für deine Ausbildung solltest du Kontaktfreudigkeit, ein gepflegtes Äußeres, gutes Ausdrucksvermögen und eine gewisse Leidenschaft fürs Rechnen mitbringen. Verkauf und freundliche Beratung stehen ganz oben in deiner Jobbeschreibung. Im Laufe deiner Ausbildung wirst du aber auch eine Menge über die Waren im Markt lernen, deshalb solltest du Freude am Umgang mit dem Sortiment mitbringen. Du wirst immer etwas zu tun haben, denn wenn die Kunden den Laden „stürmen“, müssen die Regale auch wieder aufgefüllt werden.

Ganz wichtig ist es, dabei Gelassenheit zu bewahren, auch wenn Kunden manchmal anstrengend sein können und dich in Stress versetzen. Zum Glück ist ja nicht jeden Tag Weihnachten. Du solltest aber durchaus bereit sein, mal kräftig mit anzupacken. Da im Team alles gleich viel mehr Spaß macht, wirst du auch viele Momente erleben, in denen du deinen Job mit netten Kollegen einfach nur genießen wirst.

Die Ausbildung findet dual statt. Das bedeutet, du lernst alles Praktische direkt in deiner Filiale und besuchst für die Theorie ein Oberstufenzentrum in der Nähe. Was du lernen musst, ist genau festgelegt. Die Abschlussprüfung findet bei der IHK statt. Nach deiner Ausbildung hast du gute Chancen, vom Unternehmen übernommen zu werden, zumal viele
Filialisten expandieren und gerne auf gut ausgebildete Mitarbeiter aus den eigenen Reihen zurückgreifen.
Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife, Mittlerer Schulabschluss, gute Noten in Mathe und Deutsch.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und beginnt jeweils im August. Bewerbungen werden ab August des Vorjahrs entgegen genommen.

www.netto-online.de
www.karriere-bei-lidl.de/ausbildung
www.fuer-echte-kaufleute.de
www.mediamarkt.de

» Altenpfleger|in: Zukunftssicher und dringend gebraucht

Altenpfleger|in: Zukunftssicher und dringend gebraucht

Foto: Altenpfleger|in: Zukunftssicher und dringend gebraucht

Foto: Altenpfleger|in: Zukunftssicher und dringend gebraucht

Foto: Altenpfleger|in: Zukunftssicher und dringend gebraucht

Fotos (2): sg

Foto: Altenpfleger|in: Zukunftssicher und dringend gebraucht

Fotos (2): sg

Immer mehr ältere Menschen umgeben uns in unserem Alltag. Sie sind heute meist viel fitter als sie es vor 30, 40 oder 50 Jahren waren. Gute Ernährung und ein weniger anstrengender Arbeitsalltag führen dazu, dass Menschen häufig bis ins hohe Alter unabhängig sind und in ihrem eigenen Haushalt gut zurechtkommen. Doch irgendwann kann es jeden erwischen: Ein Knochenbruch oder eine sich langsam einschleichende Demenz führen dann dazu, dass alte Menschen Hilfe brauchen. In den kommenden Jahren wird sich die umgekehrte Pyramide immer mehr in die Breite entwickeln. Das heißt, unten stehen weitaus weniger junge Menschen einer großen Zahl Älterer gegenüber, die irgendwann nicht mehr allein zurechtkommen. Eine gute Ausbildung in der Altenpflege ist deshalb in jedem Fall zukunftssicher und bietet inzwischen auch vielfältige Aufstiegschancen. Sich um alte und kranke Menschen kümmern, ist sicherlich kein einfacher Beruf. Neben einem großen Maß an Empathie und Verständnis solltest Du auch bereit sein, mit anzufassen. Das ist beispielsweise nötig, wenn Deine Patienten oder Bewohner eines Pflegeheims Hilfe bei ganz einfachen Alltagsverrichtungen wie Waschen oder Anziehen benötigen, oder wenn sie nicht mehr allein zur Toilette gehen können. Denn auch das gehört zum Berufsbild in der Altenpflege. Wenn Du Erfahrungen in Deiner eigenen Familie sammeln konntest, hast Du vielleicht schon eine Vorstellung von der Arbeit in einer Pflegeeinrichtung oder in einem ambulanten Pflegedienst. Das ist eine gute Voraussetzung für diese Ausbildung. Wer sich für den Beruf interessiert, aber keinerlei Vorkenntnisse hat, sollte auf jeden Fall vorab ein Praktikum in einem Pflegeheim machen oder dort ehrenamtlich tätig werden. Nur so kannst Du vor Ausbildungsbeginn einschätzen, ob Du auf Dauer mit Menschen arbeiten möchtest, die das Lebensende fast erreicht haben. Und nur so kannst Du erfahren, ob Du es schaffst, auch mit dem Tod umzugehen. 
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, Empathie und die Bereitschaft, anderen zu helfen.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual, Beginn im Oktober, Bewerbung im Frühjahr bei einer
stationären oder ambulanten Altenpflegeeinrichtung.

www.hoffbauer-bildung.de/altenpflegeschule

In Brandenburg gibt es 18 anerkannte Altenpflegeschulen. Die Ausbildung ist immer an Praxisphasen gekoppelt.

» B.Sc. Hebammenkunde: Neue Wege in einem uralten Beruf

B.Sc. Hebammenkunde: Neue Wege in einem uralten Beruf

Foto: B.Sc. Hebammenkunde: Neue Wege in einem uralten Beruf

Foto: B.Sc. Hebammenkunde: Neue Wege in einem uralten Beruf

Foto: B.Sc. Hebammenkunde: Neue Wege in einem uralten Beruf

Fotos (2): Sankt Joseph Krankenhaus Berlin

Foto: B.Sc. Hebammenkunde: Neue Wege in einem uralten Beruf

Fotos (2): Sankt Joseph Krankenhaus Berlin

Seit einigen Jahren kommen in Deutschland wieder mehr Kinder zur Welt. Ihre Eltern, vor allem die Mütter, wünschen sich eine gute und umfassende Betreuung vor und nach der Geburt. Da kommt die Hebamme ins Spiel, ein uralter Beruf, der bis heute seine Daseinsberechtigung hat. Egal ob im Krankenhaus oder selbstständig, Hebammen werden immer gebraucht, denn sie stehen - im Gegensatz zu Gynäkologen - für gut betreute Geburten und garantieren das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Zumindest solange, wie alles seinen natürlichen Gang nimmt. Nirgendwo sonst ist das Vertrauensverhältnis zu werdenden Müttern enger als hier. Als Hebamme hilfst du nicht nur kleinen Menschen auf die Welt, sondern begleitest ihre Eltern über viele Monate vor und nach der Geburt. Dabei darfst Du Dich nicht vor unbequemen Arbeitszeiten scheuen, denn Kinder kommen, wann sie wollen. Aber du kannst dich jeden Tag aufs Neue auf den befreienden ersten Schrei eines Neugeborenen freuen. Ein großer Teil der Arbeit ist die Geburtsvorbereitung der Eltern, vor allem beim ersten Kind. Wenn es endlich so weit ist, stehst du als Hebamme der werdenden Mutter zur Seite bis das Kind den holprigen Weg ans Licht der Welt hinter sich gebracht hat. Du berätst und unterstützt die Eltern vor und während der Geburt und hilfst jungen Müttern beim ersten Stillen. In der Regel versorgst du die Gebärende allein. Nur zur Geburt wird vielleicht ein Arzt hinzugezogen. An der Evangelischen Hochschule in Berlin-Zehlendorf (EHB) kann man den Beruf seit einigen Jahren ausbildungsintegriert studieren. Der Studiengang wurde zusammen mit dem Sankt Joseph Krankenhaus in Berlin-Tempelhof entwickelt. Weitere Praxis-Partner kamen hinzu. Die Theorie wird an der Hochschule gelehrt. Bis zur Prüfung am Ende des 6. Semesters sind die Studentinnen bei den Partner-Institutionen angestellt. Im 7. und 8. Semester studieren sie ausschließlich an der EHB, dürfen und sollen aber parallel schon in Teilzeit als Hebamme arbeiten. Am Ende des 8. Semesters steht die Prüfung zum Bachelor in Hebammenkunde. Der Abschluss ist europaweit anerkannt und ermöglicht auch einen leichten Berufseinstieg in einem anderen Land der EU.
Voraussetzungen:
Abitur, soziale Kompetenzen und Empathie

Studiendauer:
Bachelor of Science:
8 Semester

Das Studium erfolgt ausbildungsintegriert

www.eh-berlin.de

www.sjk.de/bildung-karriere/krankenpflegeschule/geburtshilfe-studieren

» Drogist/-in

Drogist/-in

Foto: Drogist/-in

Fotos (2) : dm

Foto: Drogist/-in

Fotos (2) : dm

Foto: Drogist/-in

Foto: Drogist/-in

Schönheit, Wellness und Gesundheit: Karriere auf einem wachsenden Markt


Welcher Lippenstift steht mir? Welche Hautcreme kann ich benutzen, ohne allergische Reaktionen befürchten zu müssen? Ist die neue „Leberwurst“ auch wirklich vegan? Und wie funktionieren denn diese Fotodrucker? Fragen über Fragen, die Kunden jeden Tag in den unterschiedlichen Filialen der Drogeriemarkt-Kette dm stellen. Und ja: Die „Leberwurst“ ist vegan, es ist aber auch keine Leber drin!

Das baden-württembergische Unternehmen dm ist seit einigen Jahren auch in Brandenburg auf dem Vormarsch und eröffnet vielerorts neue Märkte. Dafür werden gut geschulte Mitarbeiter benötigt, die im
eigenen Haus ausgebildet werden. Denn hier gilt es, alle Produkte genau zu kennen und über die Inhaltsstoffe so viel wie möglich zu wissen. Andererseits lässt dm seinen Auszubildenden, die hier oft noch ganz klassisch als „Lehrlinge“ bezeichnet werden, auch viel Freiraum. Von der Gestaltung eigener Themenbereiche bis zum Leiten ganzer Filialen für vier Wochen ist vieles möglich, was Du gar nicht zu hoffen gewagt hättest.

Durch ein Theaterprojekt fördert dm seit Jahren das Selbstvertrauen seiner Auszubildenden – das lockert nicht nur das Lernen auf, sondern zahlt sich später im Umgang mit den Kunden aus. Und letztlich profitieren Unternehmen und Mitarbeiter davon. Die angehenden Drogisten müssen zwar mehr lernen als in vielen anderen Betrieben. Nach der Abschlussprüfung können sie aber auch auf ein Wissen zurückgreifen, um das sie manch ein Mitschüler aus der Berufsschule beneiden wird.

Wie die meisten großen Einzelhandelsketten bildet auch dm in erster Linie für die eigenen Bedürfnisse aus. Die Übernahme ist damit so gut wie garantiert. Und selbst Fehler, die Du in Deiner Ausbildung vielleicht machst, sieht man hier als Chance, es das nächste Mal besser zu machen.

Nach der Ausbildung gibt es die Möglichkeit einer betriebswirtschaftlich ausgerichteten Aufstiegsfortbildung zum Handelsfachwirt, deren Abschluss eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) bildet.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss oder (Fach-) Abitur mit guten Noten in Deutsch, Mathe und Naturwissenschaften,
Organisationstalent und Freude am
Umgang mit Menschen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre, mit Abitur Verkürzung auf 2 Jahre möglich. 1 Jahr zusätzlich bis zum Handelsfachwirt. Berufsschule am OSZ Handel in Berlin, Weiterbildung zum Teil im Alanus Werkhaus bei Bonn.

» Kauffrau/-mann

Kauffrau/-mann

Foto: Kauffrau/-mann

Foto (1):Toom

Foto: Kauffrau/-mann

Foto (1):Toom

Foto: Kauffrau/-mann

Foto: Kauffrau/-mann

Du willst die Schule nach der 10. Klasse mit guten Noten verlassen und suchst eine zukunftsfähige Ausbildung, die dir später Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet? Du bist kontaktfreudig, drückst dich gut aus und achtest auf ein gepflegtes Äußeres?

Als Kauffrau|mann im Einzelhandel hast du täglich mit vielen Menschen zu tun, die auch von Dir beraten werden wollen. Deshalb solltest Du Dir vorab überlegen, welche Branche Dich interessiert und vielleicht auch Deinen eigenen Hobbys entspricht. Dann ist es nämlichviel leichter, lösungsorientiert zu denken und den Kunden wichtige Tipps zu geben.

Wenn Du Deine Ausbildung in einem Baumarkt machen möchtest, solltest Du außerdem besser nicht "zwei linke Hände" haben, sondern den Werkunterricht lieben. Wer selbst gern bastelt, kann sich einfach schneller in andere Bereiche der Do-it-yourself-Branche einarbeiten. Und die Kunden werden das mit Lob und freundlichen Worten belohnen. Verkauf und freundliche Beratung sind das A & O Deines zukünftigen Berufs, aber Du musst in Deiner Ausbildung auch viel über die unterschiedlichen Waren lernen.

So gehört auch das Auffüllen der Regale zu Deinen Aufgaben und da kann es schon mal hochhinaus gehen. Vorsicht ist geboten, wenn Du mit einem Gabelstapler unterwegs bist, denn was Du auf der einen Seite ins Regal stellst, kann auf der anderen auch gern mal herunterfallen. Und Du willst Deine Kunden ja nicht bewerfen! Gegenüber der Lebensmittelbranche hast Du im Baumarktvor allem klare Vorteile: In der Regel gibt es nur wenige Stoßzeiten, in denen jeder in den Markt rennt und etwas von Dir will.

Für schwere Waren gibt es die bereits erwähnten Gabelstapler. Trotzdem solltest Du bereit sein, auch mal kräftig mit anzupacken. Nach Deiner Ausbildung hast du gute Chancen, vom Unternehmen übernommen zu werden, zumal Baumärkte boomen und immer neue Standorte eröffnen. Gut ausgebildete Mitarbeiter aus den eigenen Reihensind gern gesehen und haben prima Aufstiegschancen. 
Die Ausbildung dauert drei Jahre und beginnt jeweils im August. Bewerbungen werden ab August des Vorjahrs entgegen genommen. Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss mit guten
Noten in Deutsch und Mathe und eine Vorliebe fürs Werken.

www.toom-baumarkt.de/karriere

» Hotelfachmann/-frau

Hotelfachmann/-frau

Foto: Hotelfachmann/-frau

Foto: Hotelfachmann/-frau

Foto: Hotelfachmann/-frau

Foto: Hotelfachmann/-frau

Zu Ihren Diensten … Hotelfachleute

lesen jeden Wunsch von der Stirn ab


Du bist offen und gehst gern freundlich auf andere Menschen zu? Du willst dort arbeiten, wo andere Urlaub machen und könntest dir auch vorstellen, einmal für einen Job ins Ausland zu gehen? Dann ist die Hotelbranche vielleicht genau deine Bühne.

Während der Ausbildung zur Hotelfachkraft lernst du alle Seiten und Bereiche der Hotellerie kennen und wirst in unterschiedlichen Abteilungen eingesetzt. Dabei kannst du ebenso Einblick ins Housekeeping wie in den Empfang oder in die Küche erhalten. Ganz oben steht jedoch immer der Service, der dem Gast zuteil wird, denn hier gilt wirklich noch, dass der Kunde König ist. Deshalb lernst du in den drei Jahren, Arbeitsabläufe in einem Hotel zu planen und zu kontrollieren.

Um in der Branche erfolgreich zu sein, solltest du gute Englischkenntnisse haben oder bereit sein, sie zu verbessern. Weitere Fremdsprachenkenntnisse sind fast überall im Tourismussektor willkommen und können sehr nützlich sein. Da du es immer mit Menschen zu tun hast, solltest du kommunikativ sein und über eine schnelle Auffassungsgabe verfügen, sonst kann bei sehr anspruchsvollen Gästen der Zug schon abgefahren sein, bevor du weißt, worum es geht. Natürlich gehören zu dem Beruf auch ein großes Organisationstalent und eine tadellose Erscheinung, Respekt und absolute Pünktlichkeit. Ebenso vielfältig sind aber auch die Aufstiegschancen, die von einer internationalen Karriere bis hin zum Chef im eigenen Haus reichen.

Da der Alltag in einem Hotel durchaus auch mal stressig sein kann, ist es in dieser Branche hilfreich, vorab ein Praktikum oder zu machen oder als Aushilfe zu arbeiten. Dabei bekommst du einen guten Einblick in den Arbeitsalltag deiner Kollegen. Am besten erkundigst du dich zunächst in einem guten Hotel in deiner Region. Vielleicht kannst du dort in den Beruf hinein schnuppern.
Voraussetzungen: Mittlerer Schulabschluss mit guten Englischkenntnissen oder entsprechender Sprachbegabung. Die Arbeitszeiten im Hotel sind in der Regel in Schichten rund um die Uhr eingeteilt. Das solltest du wissen, auch wenn es dich während deiner Ausbildung aufgrund deines Alters vielleicht noch nicht betrifft.

www.potsdam.ihk24.de
www.ihk-ostbrandenburg.de

» Koch / Köchin

Koch / Köchin

Foto: Koch / Köchin

Foto: Koch / Köchin

Foto: Koch / Köchin

Fotos: (2) sg | Französisch-deutscher Austausch bei Küchenchef Michael Häberer im Potsdamer Hotel Mecure

Foto: Koch / Köchin

Fotos: (2) sg | Französisch-deutscher Austausch bei Küchenchef Michael Häberer im Potsdamer Hotel Mecure

Internationaler als Du denkst: Kochen am fremden Herd

In der Gastronomie werden seit Jahren händeringend Nachwuchskräfte gesucht. Einfach ist das nicht, denn viele Jugendliche scheuen die ungünstigen Arbeitszeiten, die meist gerade dann Einsatz verlangen, wenn Freunde und Verwandte feiern gehen.

Glücklich können sich diejenigen schätzen, die ihre Ausbildung im Berufsschul-Einzugsgebiet des OSZ- Johanna Just in Potsdam machen. Denn dort gibt es seit nicht weniger als 15 Jahren eine engagierte
Französischlehrerin, die einen Austausch mit einem französischen „Lycée professionnel“ organisiert, von dem beiden Seiten maximal profitieren.

„Über den Tellerrand schauen“ wird hier wörtlich genommen und bedeutet für alle Teilnehmenden einen großen Schritt ins Erwachsenwerden und in die berufliche Zukunft. Zu erkennen, dass es mehr gibt als die eigene Scholle, ist wichtig. In einer fremden Umgebung und mit einer Sprache, die man nur begrenzt
beherrscht, zu arbeiten, ist die nächste Stufe.

In der Ausbildung zum Koch oder zur Köchin ist dieser Schritt ein ganz wichtiger. Denn wer es hier zu Ruhm und beruflichem Erfolg bringen will, muss sich in fremden Küchen umgesehen haben. Und gerade Frankreich bietet für deutsche Auszubildende die besten Chancen, schließlich ist es das europäische Land der Gastronomie. Einzige Voraussetzung ist die Bereitschaft, an der Berufsschule etwas Französisch zu lernen. Außerdem sollte der Ausbildungsbetrieb sein Ja-Wort geben, aber der profitiert am Ende von dem Austausch, da er zuvor selbst einen Teilnehmer von der französischen Partnerschule aufnimmt.

Ziel des Programms ist es, die Teilnehmer jeweils sechs Wochen lang gemeinsam arbeiten zu lassen – erst in Potsdam, dann in Burgund, einer Region, die für gutes Essen und hervorragende Weine bekannt ist. Die deutschen Auszubildenden haben so die Gelegenheit, viel über Wein und Käse sowie über die  französische Küche zu lernen und gleichzeitig ihren Horizont zu erweitern. In der internationalen Küche sei Französisch immer noch Standard, betont zu Recht auch Küchenchef Michael Häberer vom Potsdamer Mercure Hotel. Für ihn ist es deshalb eine moralische Verpflichtung, seinen Auszubildenden den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen.
Voraussetzungen:
Berufsbildungsreife oder Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe und Deutsch, für die internationale Erfahrung auch die Bereitschaft, Fremdsprachen zu lernen.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual. Ein Praktikum vorab ist
unbedingt ratsam.

www.oszj.de
www.kochausbildung.org

» Tourismuskauffrau/ -mann

Tourismuskauffrau/ -mann

Foto: Tourismuskauffrau/ -mann

Foto: Tourismuskauffrau/ -mann

Foto: Tourismuskauffrau/ -mann

Foto: Tourismuskauffrau/ -mann

Reisen begeistern dich und du möchtest dein hervorragendes Organisationstalent im Alltag nutzen können? Du hast Spaß daran, für andere Menschen ihren Traumurlaub zu planen und eine Reise auf die Beine zu stellen, die deine Kunden nicht vergessen werden? Egal wohin es geht, ob Abenteuerurlaub, Städtereise oder Wellness und Erholung - jede Reise sollte etwas ganz Besonderes sein und du bist Ansprechpartner Nummer 1 für ratsuchende Freizeitplaner.

Als Tourismuskaufmann / -frau musst du vor allem aber auch mit der Zeit gehen, denn immer mehr potenzielle Kunden buchen heute über das Internet. Wenn du also nicht gleich selbst in ein Start-up der Branche einsteigen möchtest, sondern noch den persönlichen Kontakt zum Kunden erleben willst, solltest du gute Ideen mitbringen, die dich von den gängigen Angeboten im Netz unterscheiden. Das Wichtigste dabei ist der Service, den das Selbst-bedienungs-Internet natürlich vermissen lässt.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in einem Reisebüro statt. Für den theoretischen Unterricht besuchst du eine Berufsschule oder ein Oberstufenzentrum. Zunächst lernst du den Umgang mit den spezialisierten Buchungssystemen kennen. Auch das Kundengespräch spielt von Anfang an eine große Rolle, am Telefon genauso wie persönlich in der Agentur. Du lernst Anfragen zu beantworten und begegnest nach und nach ganz unterschiedlichen Ansprüchen und Vorstellungen der Interessenten. Außerdem wirst du dich intensiv mit den Angeboten verschiedener Veranstalter beschäftigen und ihre Prospekte studieren. Die Kunden wollen von dir aber auch Auskünfte zu Tarifen und Fahrplänen. Weil du nicht alles auswendig wissen kannst, lernst du vor allem, wie du an die nötigen Infos kommst.

Wer das richtige Gefühl für die Kunden hat und bereit ist, immer dazu zu lernen, wird trotz Internet auch in Zukunft gute Berufschancen haben.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Voraussetzungen: Mittlerer Schul-abschluss mit guten Noten in Deutsch, Mathe und Englisch. Weitere Fremd-sprachenkenntnisse sind von Vorteil.

www.ihk-ostbrandenburg.de
www.potsdam.ihk24.de

» Berufskraftfahrer/ -in

Berufskraftfahrer/ -in

Foto: Berufskraftfahrer/ -in

Foto: SWP

Foto: Berufskraftfahrer/ -in

Foto: SWP

Die Welt der Brummis fasziniert dich? Du möchtest gerne LKWs fahren, bist aber eher bodenständig und möchtest abends zuhause sein? Da haben die Stadtwerke etwas für dich. Jede Stadt mit eigenem Entsorgungsbetrieb braucht Berufskraftfahrer, und zwar nicht nur für die spezialisierte Abfall-entsorgung, sondern auch für Winterdienste.

In Potsdam bildet die Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP) in ihrer Fahrzeugwerkstatt und in der Disposition aus. Nach drei Jahren hast du neben dem Lkw-Führerschein noch weit mehr gelernt. Denn auch das zuverlässigste Fahrzeug kann im Dauereinsatz mal schlapp machen. Dumm, wenn du dann deine Tour noch nicht beendet hast. Da solltest du schon mal selbst Hand anlegen können. Deshalb lernst du in der Reparaturwerkstatt die gängigsten Probleme und Pannen zu beheben. Ein idealer Job also für Leute, die Fahren und Schrauben verbinden wollen. Ein wenig Verständnis für Mechanik solltest du allerdings mitbringen, denn bei der Ausbildung geht's richtig zur Sache. Die städtischen Fahrzeuge sind heute zunehmend elektrisch betrieben. Auch damit lernst du umzugehen. Für den theoretischen Unterricht musst du dich dann selbst auf die Socken machen, und zwar ins OSZ nach Hennigsdorf. Dafür bekommst du einen Fahrtkostenzuschuss.

Im Winter bist du es, der den Potsdamern ermöglicht, sicher zur Arbeit oder zur Schule zu kommen. Dafür muss man schon mal bereit sein, früh aufzustehen. Denn gearbeitet wird im Schichtdienst und die Straßen müssen frei sein, bevor die ersten Busse und Pendler aufbrechen. Nach deiner Ausbildung weißt du, wie man das macht.

Die STEP bildet in erster Linie für ihre eigenen Bedürfnisse aus. Wer also gut ist und in Potsdam bleiben möchte, hat Chancen, übernommen zu werden.
Ausbildungsbeginn ist zum Schuljahres-beginn, Bewerbungen sind bis zum 28. Februar möglich!Voraussetzungen: Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Physik, technisches Verständnis, Freude am Fahren und Teamfähigkeit.

www.swp-potsdam.de

» Elektroniker/ -in

Elektroniker/ -in

Foto: Elektroniker/ -in

Foto: Elektroniker/ -in

Foto: Elektroniker/ -in

Fotos (2): SWP

Foto: Elektroniker/ -in

Fotos (2): SWP

Ohne Strom nix los: Bei den Stadtwerken gibt es keinen Stillstand


Schaltkreise liest du wie einen Stadtplan - oder besser - und schon als Kind war dein größter Wunsch ein Elektronikbaukasten? In Mathe und Physik hast du gut aufgepasst und beim Renovieren verlegst du sicher auch mal selbst die Leitungen. Zugegeben, das ist ein wenig riskant. Deshalb solltest du lieber erst einmal eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik machen. Dabei lernst du nämlich auch, wie man mit der Elektrik richtig umgeht, ohne sich selbst oder das ganze Haus in Gefahr zu bringen.

Bei den Potsdamer Stadtwerken kannst du in dreieinhalb Jahren nicht nur lernen, wie man Stromkabel verlegt und anschließt, sondern sorgst gleich für das gesamte Energieversorgungsnetz der Stadt. Du bist dafür verantwortlich, dass Strom, aber auch Wasser, Gas und Wärme bei den Potsdamern ankommen. Und letztlich sorgst du auch dafür, dass der öffentliche Nahverkehr nicht zusammenbricht, denn auch die Straßenbahnen brauchen Strom.

Die Ausbildung beginnt in der modernen Ausbildungswerkstatt. Hier lernst du im ersten Lehrjahr, was du später in der Praxis brauchst. So ist gewährleistet, dass du vom ersten Tag an wirklich in deinem zukünftigen Beruf arbeitest und nicht nur die Werkstatt fegst. Das erste Jahr ist aber keineswegs nur theoretische Spielerei, denn in der Werkstatt kannst du alles in Originalmaßstab bauen – immer mit der Sicherheit, dass dir ein erfahrener Ausbildungsmeister zur Seite steht und es keine bösen Hochspannungsüberraschungen gibt.

Später wirst du wieder hierher zurückkommen, um das Zeichnen und Berechnen von Schaltplänen und elektrischen Anlagen zu üben. Dafür sind gute mathematische Kenntnisse und viel technisches Vorstellungsvermögen nötig. Auch in Physik solltest du möglichst gute Noten mitbringen. Für die Fahrt zur Berufsschule in Brandenburg (Havel) gibt es einen Fahrtkostenzuschuss.
Voraussetzungen:
Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Physik, technisches Verständnis und Vorstellungs-
vermögen. Mädchen sind willkommen!
Bewerbungsschluss für einen Ausbildungsbeginn im Sommer ist der 28. Februar.


www.swp-potsdam.de 

» Industriemechaniker|in

Industriemechaniker|in

Foto: Industriemechaniker|in

Foto: sg | Industriemechaniker-Azubi in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz, Übungsstücke der Azubis

Foto: Industriemechaniker|in

Foto: sg | Industriemechaniker-Azubi in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz, Übungsstücke der Azubis

Foto: Industriemechaniker|in

Foto: Industriemechaniker|in

Fräsen, Formen, Schweißen: Metallwerker für Autos von morgen


Damit Autos überhaupt erst gebaut werden können, braucht es Maschinen, Roboter oder auch ganze Fertigungsanlagen. Deshalb lernen in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes Benz in Ludwigsfelde auch zukünftige Industriemechaniker. Auf den ersten Blick erscheint die Arbeit an der Drehbank oder mit dem Schweißgerät vielleicht etwas grobmotorisch. Den Spezialisten der Metallverarbeitung ist es aber zu verdanken, dass aus einem Entwurf auch tatsächlich ein Fahrzeug wird. Sie bauen Werkzeuge oder auch ganze Karosserieteile, statten Roboter mit allem aus, was nicht die Elektronik betrifft und  richten ganze Arbeitsplätze für ihre Kollegen ein. Da in Ludwigsfelde ausschließlich Transporter hergestellt werden, kommt es in diesem Werk des Unternehmens vor allem darauf an, dass die Karosserien dauerhaft höchsten Belastungen standhalten – denn welcher Handwerker möchte sein Fahrzeug später wohl dauernd in der Werkstatt haben?

Wenn Du schon in der Schule immer begeistert am Werk- oder Technikunterricht teilnimmst oder als Kind in jeder freien Minute mit dem Metallbaukasten die verrücktesten Fahrzeuge und Maschinen zusammengeschraubt hast, kannst Du in diesem Beruf Deine Zukunft finden.  Du solltest allerdings bereit sein, mit Flex und Schweißgerät zu arbeiten und außerdem etwas Interesse am Programmieren haben, denn auch der Werkzeugbau ist heutzutage vollautomatisiert. Das bedeutet, dass Du beispielsweise die Fräse, mit der Du ein Teil produzieren willst, zunächst entsprechend programmieren musst. Dazu sind auch Mathekenntnisse wichtig, denn hier wird aus der trockenen Theorie etwas ganz Praktisches. Und weil Du immer wieder etwas anderes baust, ist der Beruf auch kein bisschen langweilig.

Im Gegenteil: Industriemechaniker üben anspruchsvolle Tätigkeiten aus, deshalb wird für diese Ausbildung neben handwerklichem Geschick auch eine große Auffassungsgabe verlangt, denn sonst kann es schnell gefährlich werden beim Umgang mit den Maschinen. Aus diesem Grund dauert die Ausbildung in der Regel dreieinhalb Jahre, von denen Du die ersten eineinhalb in der Ausbildungswerkstatt verbringst, bevor man Dich im Werk einsetzt. Fertig ausgebildete Techniker sind gesuchte Fachkräfte mit entsprechend guter Bezahlung.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, Interesse an Technik und Werken

Ausbildungsdauer:
3 1/2 Jahre dual

www.daimler.com

» Anlagenmechaniker/ -in

Anlagenmechaniker/ -in

Foto: Anlagenmechaniker/ -in

Foto: Anlagenmechaniker/ -in

Foto: Anlagenmechaniker/ -in

Foto (1) : SWP

Foto: Anlagenmechaniker/ -in

Foto (1) : SWP

Gut ausgebildete Spezialisten sorgen für Wasser, Gas und Wärme in der Wohnung


Tief im Inneren bist du ein Techniker. Vor allem packst du gern an und findest es deutlich produktiver, etwas mit deinen Händen herzustellen, als stundenlang in der Schule zu sitzen und theore-tisches Wissen zu büffeln. Wenn du dich in dieser Beschreibung wiederfindest, solltest du definitiv an eine handwerkliche Ausbildung denken, vielleicht sogar an die zum Anlagenmechaniker. Hier kannst du selbst dafür sorgen, dass alles läuft wie es soll und beim Schweißen lässt du die Funken fliegen. Denn zu deiner Arbeit gehören komplizierte Rohr-leitungssysteme, die du entwirfst und herstellst.

Bei städtischen Betrieben sorgen Anlagenmechaniker dafür, dass wir immer frisches Wasser zuhause haben. Sie können auch ganze Wasserwerke bauen und warten. Ähnlich ist es beim Gas: Auch hier wird ein weitläufiges Rohrleitungssystem benötigt, damit die Küche und Heizung nicht kalt bleiben
müssen. Und letztlich soll ja auch noch die Fernwärme viele Wohnungen heizen – das ergibt zahlreiche Aufgaben, die nur ausgewiesene Spezialisten im Auftrag der Städte erledigen können.

Während der Ausbildung lernst du deshalb die unterschiedlichsten Bereiche der öffentlichen Versorgung kennen. Vom Wasserwerk geht es zum Heizkraftwerk und dann auch wieder in den Rohrleitungsbau, wenn die Leitungen erneuert werden müssen. Damit du alles richtig machst und die Leitungen nicht fünfmal neu gebogen werden müssen, lernst du im ersten Ausbildungsjahr in der Werkstatt.

Die Stadtwerke Potsdam und die Lausitzer Wasser GmbH in Cottbus haben sich dafür extra hochmoderne Azubi-Werkstätten eingerichtet, in denen an den Rohren so lange geübt werden kann, bis die Bögen richtig schön rund sind. Dort lernst du neben dem Umgang mit Schneidbrennern auch das Schweißen und probierst dich im Anstreichen aus, denn einige Metalle brauchen Rostschutz. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, der theoretische Teil findet für die Potsdamer in der Max-Taut-Schule in Berlin-Lichtenberg und für die Cottbuser im OSZ des Landkreises Spree-Neiße in Forst statt.
Voraussetzungen: 
Berufsbildungsreife mit guten Noten in Mathe und Naturwissenschaften, hohe Motivation und technisches Vorstellungsvermögen.
Bewerbungen bei der SWP bis zum 28. Februar für den Ausbildungsbeginn im Sommer. Fahrtkosten-zuschuss für die Berufsschule

www.swp-potsdam.de
www.lausitzer-wasser.de

» Systemelektroniker/ -in

Systemelektroniker/ -in

Foto: Systemelektroniker/ -in

Foto: Systemelektroniker/ -in

Foto: Systemelektroniker/ -in

Fotos: Karl-Heinz Laube_pixelio.de, LHP

Foto: Systemelektroniker/ -in

Fotos: Karl-Heinz Laube_pixelio.de, LHP

Du bist von Computern fasziniert und siehst deine Zukunft in keiner anderen Branche als der IT? Als ausgefuchster Technikfreak weißt du auch jetzt schon eine Lösung für viele Probleme, wenn bei deinen Freunden die Rechner zusammenbrechen? Dann solltest du IT-Systemelektroniker werden.

Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) bietet eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik an, in dem ein fundiertes Grundwissen in Hard- und Software vermittelt wird. Im Team Service & Support sorgst du dafür, dass Informations- und Kommunikationsprozesse störungsfrei laufen. Du bekommst Einblick in die gesamte IT-Struktur des Flughafens und arbeitest in den Bereichen Netzinfrastruktur, LAN, Bürokommunikation, Medien- und Sicherheitssysteme.

Da es viele unterschiedliche Einsatzorte gibt, musst du dich während der Ausbildung allerdings für ein Spezialgebiet entscheiden. Aber keine Sorge, zunächst bekommst du in der firmeneigenen Ausbildungswerkstatt neun Monate lang eine Grundausbildung. Ob du dich für Telekommunikation, Netzwerke oder Sicherheitssysteme entscheidest - es wird immer einen Grund geben, dir für dein Können dankbar zu sein, denn in jedem Unternehmen ist der Systemelektroniker der rettende Engel, wenn die anderen Mitarbeiter nicht mehr weiter arbeiten können. Das bedeutet, du hast schon mal einen gewaltigen Sympathievorsprung bei deinen Kollegen.

Ob du nach deiner Ausbildung bei der Flughafen-gesellschaft bleibst oder dir einen anderen Job suchst, die Zukunftschancen sind riesig, solange du bereit bist, dich immer weiterzubilden. Nichts ändert sich so schnell wie Computertechnik. Da die FBB zurzeit aber vor allem im Hinblick auf die Eröffnung des BER ausbildet, bestehen gute Chancen, nach dreieinhalb Jahren übernommen zu werden. 
Voraussetzungen: Mittlerer Schulabschluss oder Abitur mit guten Noten in Mathe, Naturwissenschaften, Deutsch und Englisch, Verständnis für technische Zusammenhänge, logisches Denken, Einsatzbereitschaft und Teamgeist.

www.berlin-airport.de

» Kfz-Mechatroniker|in

Kfz-Mechatroniker|in

Foto: Kfz-Mechatroniker|in

Foto: Kfz-Mechatroniker|in

Foto: Kfz-Mechatroniker|in

Fotos: sg | Junge Kfz-Mechatroniker in der Mercedes-Benz Ausbildungswerkstatt in Ludwigsfelde

Foto: Kfz-Mechatroniker|in

Fotos: sg | Junge Kfz-Mechatroniker in der Mercedes-Benz Ausbildungswerkstatt in Ludwigsfelde

Autoschrauben höchst professionell: KFZ-Mechatroniker bauen ganze Autos


Fehler und Störungen beheben oder gleich einen ganzen Motor bauen – was liegt Dir mehr? Eines ist sicher: Mit dieser Ausbildung brauchst Du kein Geld mehr für die Reparatur Deines Autos auszugeben.
Dabei ist es auch erstmal egal, ob Du im Bereich Pkw oder Nutzfahrzeuge arbeitest, denn als Azubi lernst Du die Grundlagen von der Pike auf und bekommst ein allgemeines Verständnis dafür, wie so ein hochmoderner Motor überhaupt funktioniert.

Das ist heutzutage ganz und gar nicht nicht mehr so wie in der Schrauberwerkstatt Deines Großvaters, der sein Auto ganz einfach zerlegen und wieder zusammenbauen konnte. Moderne Fahrzeuge bestehen zu einem großen Teil aus Elektronik und die Chips kann man bestenfalls austauschen, aber ganz sicher nicht reparieren. Umso wichtiger wird die Fehlerdiagnose, die zwar längst von Computern gesteuert wird, aber vom Mechatroniker verstanden werden muss.

Bei Mercedes-Benz in Ludwigsfelde umfasst die Ausbildung deshalb neben dem klassischen Auf- und Abbau eines Motorblocks auch die systematische Fehleranalyse mithilfe werkseigener, computergesteuerter Systeme. Als ersten Schritt lernst Du aber die einzelnen Teile des Motors kennen. Nur so kannst Du entscheiden, was am Ende wohin gehört.

Neben der Elektronik spielen auch Hochvolt- und Karosserietechnik eine Rolle. So erklärt sich übrigens auch die Berufsbezeichnung, die ein Zusammenschluss von Mechaniker und Elektroniker ist, denn das eine geht heute nicht mehr ohne das andere. Bei Mercedes verbringst Du die ersten eineinhalb Jahre in der Ausbildungswerkstatt, bevor im großen Werk eingesetzt wirst.

Immer wichtiger wird in den kommenden Jahren die Entwicklung von Motoren für Elektroautos. Deshalb solltest Du in diesem Beruf offen für Neuerungen sein und bereitwillig dazu lernen. Ohne eine kontinuierliche Weiterbildung bist Du sonst nämlich bald außen vor. Während Großkonzerne wie Daimler eigene Fortbildungen für ihre Mitarbeiter anbieten und Azubis gerne übernehmen, musst Du Dich in einem kleineren Betrieb selbst um Dein Fortkommen kümmern, zum Beispiel, wenn Du nach Deiner Gesellenprüfung noch einen Meister machen willst, um Dich später selbstständig zu machen oder einen bestehenden Betrieb zu übernehmen.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, Interesse an Technik und
praktischer Arbeit

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual

www.daimler.com
Lehrstellenbörsen der Handwerks-
kammern

» Fluglotse/ -in

Fluglotse/ -in

Foto: Fluglotse/ -in

Foto: Fluglotse/ -in

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Fotos (2) : Bundeswehr

Foto: Fluglotse/ -in

Fotos (2) : Bundeswehr

Du behältst immer den Überblick und bleibst auch unter Stress ruhig? Das sind gute Voraussetzungen für den Einsatz als Fluglotse. Bei der Bundeswehr kannst du den Beruf mit Mittlerem Schulabschluss oder Abitur erlernen. Und diese Berufsausbildung ist auch in der zivilen Luftfahrt Gold wert.

Auf militärischen Flugplätzen bist du für die Platz- und die Anflugkontrolle zuständig. Je nach Schulabschluss kannst du entweder Offizier des militärfachlichen Dienstes oder des Truppendienstes werden. Offiziere im Truppendienst haben meist zumindest ein Bachelorstudium an einer der beiden Bundeswehr-Unis hinter sich. Deshalb müssen sie entweder ein Abitur oder einen Mittleren Schulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung mitbringen. Für den militärischen Dienst reicht der Mittlere Schulabschluss mit guten Noten.

Geprüft wird vor der Einstellung insbesondere die physische und psychische Belastbarkeit, denn beide sind im Berufsalltag des Fluglotsen von immenser Bedeutung. Wer hier nicht ganz fit ist, wird schnell zur Lebensgefahr für andere.

Im Tower werden per Sichtkontakt die gesamten Start- und Landebahnen überprüft. Ständiger Funkkontakt mit den Besatzungen der Flugzeuge im Luftraum über dem Flugplatz ist dabei selbstverständlich. Die Approach-Controller hingegen arbeiten an großen Radarschirmen und kontrollieren den Ab- und Anflug. Dabei sind sie auch dafür verantwortlich, dass nicht zu viele Flugzeuge gleichzeitig in einen Bereich des Luftraums eindringen.

Ob im militärischen oder im zivilen Bereich, Flug-lotsen arbeiten im Schichtdienst. Das bedeutet Einsätze rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. Nach der Ausbildung ist auch die Arbeit bei der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) möglich, die unter anderem Rettungseinsätze im Katastrophenschutz koordiniert.
Voraussetzungen: Abitur oder guter Mittlerer Schulabschluss. Teamplayer mit Bereitschaft zum Schichtdienst und zu weltweiten Einsätzen. Gutes Reaktions- und räumliches Vorstellungsvermögen. Verdienstmöglichkeiten sind bei der Bundeswehr streng geregelt. In der zivilen Luftfahrt hängen sie von der Erfahrung und von der Größe des Flughafens ab.

www.afsbw.de
www.dfs.de

» Mechatroniker/-in

Mechatroniker/-in

Foto: Mechatroniker/-in

Foto: Mechatroniker/-in

Foto: Mechatroniker/-in

Foto: Mechatroniker/-in

Du möchtest nicht immer am gleichen Ort arbeiten und Alltagsroutine ist gar nicht dein Ding? Dabei willst du aber gut verdienen und einen sicheren Arbeitsplatz finden? Wenn du noch dazu technisch versiert bist, in Mathe, Physik und dazu noch Englisch eine Herausforderung siehst, der du dich jeden Tag stellen willst, dann ist eine Ausbildung zum Mechatroniker vielleicht genau das, wovon du immer geträumt hast, ohne es zu ahnen.

Wenn du deine Ausbildung beim Bildungszentrum Energie machst, liegt der Schwerpunkt natürlich bei der Energieerzeugung. Du lernst mechatronische Systeme zusammen zu bauen und installierst Hard- und Softwarekomponenten. Du baust unterschiedliche Steuerungen und beherrscht am Ende deiner Ausbildung auch deren Überprüfung. Du montierst und demontierst Anlagen und Systeme und bist auch für Instandhaltung und Wartung zuständig. Da das oft beim Kunden vor Ort passiert, bist du viel unterwegs und hast immer wieder mit neuen An-sprechpartnern zu tun, die du auch in die Bedienung der Geräte einweisen musst. Viele Betriebs-und Montageanleitungen sind heute auf Englisch verfasst, deashalb sind fachspezifische Sprachkenntnisse von großer Bedeutung. Die lernst du in der Berufsschule.

Mechatronik setzt sich aus Mechanik, Elektronik und Informatik zusammen, das heißt, du hast es mit einem anspruchsvollen Aufgabengebiet zu tun, das mittlerweile fast alle Bereiche des täglichen Lebens umfasst. Die Arbeitsmöglichkeiten sind genauso vielfältig wie gut bezahlt, und wenn du bereit bist, dich an die sich weiter entwickelnden technischen Gegebenheiten anzupassen, kannst du immer einen guten Job finden.

Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, Physik und Englisch.
Dauer der Ausbildung: 3 ½ Jahre
Verdienst: von 650 Euro im ersten bis 950 Euro im vier ten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt zwischen 2.400 und 3.400 Euro, Tariflohn.

» Industrieelektriker/-in

Industrieelektriker/-in

Foto: Industrieelektriker/-in

Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Foto: Industrieelektriker/-in

Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Foto: Industrieelektriker/-in

Foto: Industrieelektriker/-in

Du warst schon immer an Technik interessiert? Vielleicht möchtest du auch einen Teil der Welt von morgen mit gestalten und dafür sorgen, dass Ener-gie nachhaltig erzeugt wird? Das Bildungszentrum Energie bietet mehrere interessante Ausbildungswege im Süden Brandenburgs.

Besonders dabei ist, dass die Ausbildung im Betrieb und in einem Ausbildungszentrum in Falkenberg im Landkreis Elbe-Elster stattfindet. Zusätzlich gibt es noch regulären Berufsschulunterricht in Finsterwalde. Durch den Ausbildungsverbund regionaler Energieerzeuger lernst du von Anfang an auch Azubis anderer Betriebe kennen und kannst dich mit ihnen austauschen. Als Rüstzeug werden zu Beginn der Ausbildung in einem fünftägigen Berufseinsteiger-seminar die Grundlagen der zukünftigen Tätigkeit kompakt vermittelt.

Die Ausbildung zum Industrieelektriker in der Fachrichtung Betriebstechnik dauert zwei Jahre und öffnet die Türen der Metall-und Elektroindustrie genauso wie die der Automobilindustrie oder des Anlagenbaus in Energieversorgungsunternehmen. Im Betrieb lernst du Schaltgeräte und Automati-sierungssysteme zusammen zu setzen, du prüfst die Funktionen elektrischer Systeme und installiert Maschinen mit pneumatischen und hydraulischen Bauteilen und kannst am Ende deiner Ausbildung auch die Sicherheit elektrischer Anlagen prüfen und beurteilen sowie Störungen beheben. Klingt kompliziert? Vielleicht am Anfang - im Betrieb und im Ausbildungszentrum stehen dir aber immer erfahrene Ausbilder zur Seite, die es schaffen werden, Unklarheiten zu beseitigen.

Industrieelektriker kannst du in zwei Jahren werden. Wenn du dann weiterlernen willst und gute Leistungen nachweist, kannst du Elektroniker für Betriebstechnik werden, ohne das Unternehmen zu wechseln. Damit bekommst du mehr Verantwortung und später auch einen besser bezahlten Job. Allerdings solltest du dazu auch ein wenig Englisch können, denn Betriebs-und Montageanleitungen sind in einer globalisierten Welt häufig auf Englisch verfasst.
Voraussetzung für beide Ausbildungsgänge sind ein Mittlerer Schulabschluss und gute Noten in Mathe und Physik. Facharbeiter werden gesucht!!

Verdienst: ab 650 Euro im ersten Lehrjahr, ab 1.500 bis 2.000 Euro Einstiegsgehalt

www.bze-online.de
www.avt-ev.de
www.spema-brandenburg.de

» Schornsteinfeger/-in

Schornsteinfeger/-in

Foto: Schornsteinfeger/-in

Fotos: Rainer Sturm / pixelio.de

Foto: Schornsteinfeger/-in

Fotos: Rainer Sturm / pixelio.de

Foto: Schornsteinfeger/-in

Foto: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Foto: Schornsteinfeger/-in

Foto: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Glück soll er bringen, wenn wir ihn berühren, dabei ist der Schornsteinfeger heute nur noch in den seltensten Fällen ein verrußter Geselle. Schornsteine muss er immer noch reinigen, aber die sind mittlerweile längst nicht mehr so schwarz wie zu Ofenheizungszeiten. Und der Schornsteinfeger hat sich zu einem hochqualifizierten Umwelttechniker gemausert.

Schornsteinfeger sind für alle Heizungs-Lüftungs- und Abgasanlagen zuständig und müssen vor allem dafür sorgen, dass immer alles den Umweltschutzvorschriften entspricht. Das bedeutet, dass sie im Kampf gegen die Umweltverschmutzung einen sehr zeitgemäßen Beruf ausüben. Gleichzeitig erstellt sie auch thermische Gutachten und bescheinigen den Hausbesitzern, wie viel Energie sie verbrauchen. Auch damit können sie zum Umweltschutz beitragen, denn heutzutage wird hoher Wert auf gute Dämmung gelegt.

Das bedeutet aber auch, dass Schornsteinfeger kontaktfreudige Menschen sein müssen, die Hausbesitzer gern beraten. Kontrolle ist ebenfalls eine wichtige Tätigkeit in diesem Beruf, denn Sicherheit geht in Heizanlagen über alles, und das betrifft nicht nur den verrußten Kamin, der sich entzünden kann.

In der Regel sind Schornsteinfeger gern gesehene Gäste, es sei denn, ein Kunde hat die regelmäßigen Wartungsintervalle seiner Heizung nicht ernst genommen. Dann kann es schon mal Ärger geben.

Schornsteinfegerbetriebe haben meist feste Kehrbezirke, die im Laufe eines Jahres abgearbeitet werden müssen. Damit du deine Termine planen kannst, hinterlässt du zuvor eine Nachricht im Briefkasten oder an der Tür des Kunden. Da man nicht immer erwarten kann, dass jemand zum vorgeschlagenen Termin zuhause ist, musst du bereit sein, Termine auch zu verschieben. Hilfreich ist dabei natürlich ein Führerschein!

Frauen sind in diesem Handwerk übrigens deutlich unterrepräsentiert, obwohl sie die Arbeit genauso gut wie ihre männlichen Kollegen ausführen können. Aufstiegschancen gibt es durch die Meisterschule. Als Meister oder Meisterin kannst du deinen eigenen Betrieb gründen und dich um eigene Kehrbezirke bewerben.
Berufsbildungsreife, Schwindelfreiheit, körperliche Fitness und handwerkliches Ge schick. Bereitschaft, den Führerschein zu machen.
Dauer: 3 Jahre dual
Verdienst: von 470 Euro im ersten bis 630 Euro im dritten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt 1.250 bis 2.000 Euro brutto.

» Dachdecker/-in

Dachdecker/-in

Foto: Dachdecker/-in

Fotos (2): Heiko Ebert / Dachdecker Innung Brandenburg

Foto: Dachdecker/-in

Fotos (2): Heiko Ebert / Dachdecker Innung Brandenburg

Foto: Dachdecker/-in

Foto: Dachdecker/-in

Baugerüste, Bäume oder hohe Dächer - für dich sind das alles Herausforderungen und du kannst dir nichts Schöneres vorstellen, als hinaufzusteigen? Dazu gehört nicht nur Schwindelfreiheit, sondern auch eine gehörige Portion Mut, denn die Ausssicht ist zwar spektakulär, aber auch recht luftig. Wenn du zweimal mit "Ja" antworten konntest, müsste dein Traumberuf eigentlich Dachdecker sein.

Dachdecker sind seit Jahrhunderten nicht nur im Baugewerbe hoch geachtet - immerhin trauen sich nicht viele bis auf den First - sie haben außerdem einen Job, auf den wir nicht verzichten können. Denn wer möchte schon in unseren Breiten ohne Dach über dem Kopf leben? Dachdecker arbeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen, müssen sie in der Regel aber alle beherrschen. Sie decken nicht nur das Dach, nachdem der Zimmermann den Dachstuhl errichtet hat, sondern kümmern sich auch um fachgerechte Dämmung, setzen Dachfenster ein und montieren Dachrinnen und Schneefanggitter. Dabei können die Dächer manchmal ganz schön steil sein!

Außerdem sind sie die Fachleute, wenn es darum geht, ein Haus von oben so abzudichten, dass kein Regenwasser eindringen kann. Auch in Notfällen ist ihre Hilfe ge-fragt, zum Beispiel wenn ein Orkan übers Land fegt und die Dächer in wenigen Minuten abdeckt. Dann heißt es Einsatz mit Umsicht, denn ein undichtes Dach rechtfertigt nicht, dass der Dachdecker seine Gesundheit oder sein Leben riskiert.

In einigen Regionen gibt es spezielle Eindeckungen, wie beispielsweise die an der Küste üblichen Reetdächer. Auf diese sehr alte Technik können sich Azubis im letzten Lehrjahr spezialisieren, oder sie entscheiden sich für Dach-, Wand-und Abdichtungstechnik. Nach bestandener Gesellenprüfung bieten sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten.

Neben der Meisterausbildung, die in die Selbstständigkeit führen kann und mit der du zukünftige Dachdecker ausbildest, gibt es auch Studiengänge, wie Archi-tektur oder Bauingenieurwesen, die für die Karriere interessant sein können.
Voraussetzung: Berufsbildungsreife, Schwindelfreiheit und körperliche Fitness
Dauer: 3 Jahre dual Verdienst:
Verdienst: zwischen 400 Euro im ersten und 875 Euro im dritten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt 1.500 bis 2.000 Euro brutto.

Dachdecker suchen Azubis: tinyurl.com/nfgp5vn

» Straßenbau

Straßenbau

Eine Stadt ohne Straßen - das ist heute unvorstellbar. Selbst dort, wo vor 20 Jahren noch Sandwege durch Siedlungen führten, ist inzwischen fast alles befestigt und asphaltiert. Unter den Straßen müssen Stromleitungen und Wasserrohre, Internet-und Telefonkabel verlegt werden. Und daneben entstehen Bürgersteige, Fahrradwege, Parkbuchten und Einfahrten. Dafür werden Fachkräfte gebraucht, die gerne draußen arbeiten und sich nicht scheuen, auch mal richtig schwer zu schleppen.

Wenn du dich schon als Kind am liebsten mit dem Spielzeugbagger beschäftigt hast, von Planierraupen fasziniert bist und bei so ziemlich jedem Wetter gern draußen bist, ist der Straßenbau vielleicht genau dein Job. Der Vorteil: im Sommer bist du immer braun gebrannt, im Winter ist oft Pause, wenn das Wetter zu schlecht ist oder wenn es friert. Allerdings muss immer dann, wenn das Wetter es irgendwie zulässt, gebaut werden, denn auf den Straßen gibt es permanent etwas zu tun. Und manchmal musst du auch nachts raus, weil beispielsweise die Autobahn saniert werden muss und dann weniger Verkehr ist.

Im Straßenbau kommen große Maschinen zum Einsatz und gelegentlich muss auch bei laufendem Verkehr gebaut werden. Dazu lernst du in der praktischen Ausbildung und in der Berufsschule, wie du dich und deine Kollegen vor schweren Unfällen schützen kannst. Schutzkleidung ist ange-sagt, beispielsweise Warnwesten und Schuhe mit Stahleinsätzen.

Mathe ist wichtig zur Berechnung von Mischverhältnissen bei Baumaterial oder zur Erstellung eines Musters aus Pflastersteinen, denn auch Parkplätze und Gehwege gehören zu deinem Repertoire. Außerdem solltest du bereit sein, den Führerschein zu machen, auch wenn es etliche Baumaschinen gibt, die man ohne fahren darf.

Wenn du nach der Ausbildung noch nicht genug vom Lernen hast, kannst du dich weiterbilden und später die Meisterschule besuchen. Als selbststän-diger Bauunternehmer kannst du dann irgendwann die nächste Generation ausbilden. Zunächst wirst du als Straßenbauer wahrscheinlich in einem Bauunternehmen arbeiten, es gibt aber auch Jobs bei städtischen Bauämtern.
Voraussetzung: Berufsbildungsreife mit möglichst guten Noten in Mathe und Physik.
Dauer: 3 Jahre dual
Verdienst: von 560 Euro im ersten bis 1.200 Euro im drit ten Lehrjahr.
Einstiegsgehalt 1.800 bis 2.500 Euro.

» Hochbau

Hochbau

Foto: Hochbau

Foto: Hochbau

Foto: Hochbau

Foto: Hochbau

Schule ist nicht so dein Ding und du willst lieber raus an die frische Luft? Du arbeitest gern mit den Händen und hast nichts gegen harte körperliche Tätigkeiten? Dann könntest du auf dem Bau dein Glück finden.

Denn das Maurerhandwerk ist alles andere als langweilig und wird zudem noch gut bezahlt. Du fängst mit dem Fundament an, arbeitest dich langsam nach oben und plötzlich steht dort ein Haus, fachgerecht gebaut nach den Plänen eines Architekten. Das ist keine Kleinigkeit und setzt viel Verantwortungsbewusstsein voraus. Außen und Innenwände werden entweder Stein auf Stein ge-mauert oder aus Beton gegossen. Manchmal müssen auch Fertigteile montiert werden. Bei größeren Bauvorhaben kann es durchaus hoch hinaus gehen, da ist es günstig schwindelfrei zu sein.

Wer in Sanierungsunternehmen arbeitet, lernt auch alte Bautechniken kennen und erlebt so manche Überraschung bei der Restaurierung, denn hier geht oft gar nichts mehr nach Plan. Und nach dem Rohbau kommt der Innenausbau, auch darauf kannst du dich spezialisieren. Wichtigste Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Maurer sind handwerkliche Begabung - "zwei linke Hände" solltest du nicht haben - und körperliche Fitness, denn auf dem Bau sind schwere Materialien zu transportieren und das geht trotz modernster Technik nicht immer nur maschinell.

Das Maurerhandwerk ist ein uraltes Gewerbe und es gibt die unterschiedlichsten Techniken. Wenn du dich dafür interessierst, kannst du viel von spezialisierten Handwerksmeistern lernen und beispiels-weise als Geselle auf die Walz im In-oder Ausland gehen. Das bedeutet, dass du neben deiner Arbeit Land und Leute kennen lernst und viele Erfahrungen sammelst. Und damit ist dann endgültig bewiesen, dass Maurer kein eintöniger Job ist. 
Voraussetzung: Berufsbildungsreife möglichst mit guten Noten in Mathe, Physik und Werken
Dauer: 3 Jahre, dual Verdienst: von 540 im ersten bis 1.200 Euro im dritten Lehrjahr

Einstiegsgehalt 1.000 bis 1.800 Euro brutto 

» Notfallsanitäter/-in

Notfallsanitäter/-in

Foto: Notfallsanitäter/-in

Foto: Notfallsanitäter/-in

Notfallsanitäter sind Lebensretter - das ist also ein toller Beruf, sollte man meinen. Absolut, aber man darf nicht vergessen, dass der Sanitäter auch so gut wie immer der erste an der Unfallstelle ist, der erste, der sich um die Opfer kümmert. Das kann auf der Autobahn oder bei einem Badeunfall sein, nach einem Schlaganfall in der Wohnung des Patienten oder nach einem Bahnunglück oder einem Flugzeugabsturz. Immer sind die richtige Reaktion, schnelles, aber durchdachtes Handeln und umsichtiger Umgang mit den Verletzten gefragt.

Wer Notfallassistent sein möchte, darf nicht zimperlich sein, denn das Bild, das sich nach einer Massenkarambolage oder nach dem Zusammen-stoß zweier Züge bietet, ist knallhart und blutig. Und: es geht darum, Menschenleben zu retten, das heißt, man darf die Fassung nicht verlieren und muss in wenigen Minuten beurteilen können, ob weiteres Personal wie Notarzt oder Hubschrauber angefordert werden müssen. Die Transportfähigkeit der Patienten muss sichergestellt werden und der Notfallsanitäter muss entscheiden können, in welches Krankenhaus die Verletzten gebracht werden sollen. Das kann, je nach Unfall, von lebensretten-der Bedeutung sein. Alles in allem also ein Beruf mit großer Verantwortung.

Deshalb wurde aus der ehemaligen zweijährigen Ausbildung zum Rettungsassistenten der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf des Notfallsanitäters gemacht, für den man jetzt drei Jahre bei einem Träger der Notfallhilfe lernen muss. Dabei werden unter anderem die Zu-sammenarbeit mit Notärzten und die eigenständige Durchführung notfallmedizinischer Maßnahmen erlernt.

Wie entscheidend eine gute Ausbildung der Notfallsanitäter ist, hat sich erst im Juni gezeigt, als ein süddeutscher Forscher aus einer 1.000 Meter tiefen Höhle in Bayern gerettet werden musste. Die theoretische Ausbildung findet in einer staatlich anerkannten Schule, wie beispielsweise der Lan-desrettungsschule in Bad Saarow, statt, die Praxis wird in einer Lehrrettungswache und in einem Kran-kenhaus mit Notfallambulanz erlernt.

Notfallsanitäter werden in der älter werdenden Gesellschaft und auch bei zunehmender Zahl schwerer Unfälle vor allem auf Autobahnen dringend gebraucht. Die Berufsaussichten sind also sehr gut. Nur nicht zimperlich - Wer hier arbeitet, muss Blut sehen können!

www.landesrettungsschule.de
www.bbwev.de

Voraussetzungen: Mittlerer Schulabschluss, Ausbil dungsvertrag mit einer Lehrrettungs wache oder einem Krankenhaus, sauberes polizeiliches Führungszeugnis, gesundheitliche Eignung und körperliche Fitness. Aufstiegschancen bieten sich in der Leitung der Rettungswachen, als Praxisanleiter oder Leitstellendisponent, und auch bei den Feuerwehren.

» Logopädie

Logopädie

Foto: Logopädie

Foto: Oberlinhaus Potsdam

Foto: Logopädie

Foto: Oberlinhaus Potsdam

Sprache ist ein faszinierendes Kommunikationsmittel, jedoch nur, wenn man Worte und Grammatik nicht nur beherrscht, sondern sie auch richtig aussprechen kann. Fast jeder kennt Menschen, die lispeln oder stottern und deshalb Schwierigkeiten haben, sich so auszudrücken, wie sie es gern tun würden. Genau da setzt die Logopädie an.

Als Logopäde oder "Sprecherzieher" hilfst du Kindern und Erwachsenen, sich besser zu artikulieren und damit mehr Freude am gesellschaftlichen Leben und vielleicht auch im Beruf zu haben. Logopäden sind Sprechtherapeuten, die entweder selbstständig in einer eigenen Praxis oder angestellt in Kitas, Praxen oder Kliniken arbeiten. Die Sitzungen mit den Patienten finden individuell statt, damit bei jedem Menschen auf sein ganz speziel-les Problem eingegangen werden kann. Dabei ist es wichtig, dass der Patient lernt, sich zu entspannen, und dass jeglicher Stress abgebaut wird, denn gerade bei Unsicherheiten treten Sprachstörungen wie beispielsweise das Stottern besonders häufig auf.

Als Logopäde musst du also selbst Ruhe und Geborgenheit vermitteln können. Bei Kleinkindern begegnest du in der Logopädie aber nicht nur physischen Störungen, sondern auch Verzögerungen in der Sprachentwicklung, die zu Schwierigkeiten beim Satzbau oder Veränderungen von Lautverbindungen führen können. Damit sie später in der Schule gut mitkommen, müssen diese Defizite frühzeitig behoben werden.

Relativ neu ist die Behandlung von Schulkindern, die nach einer Sprachentwicklungsstörung im Kleinkindalter Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb haben. Unter den erwachsenen Logopädie-Patienten finden sich häufig Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben und in der Folge das Sprechen neu erlernen müssen. Außerdem gibt es neurologisch bedingte Sprachstörungen, beispielsweise nach einem Unfall oder Schock, die in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten therapiert werden müssen. Wichtig ist die regelmäßige Beratung und Information der Angehörigen, um eine möglichst effiziente Veränderung der Kommunikationsfähigkeit des Patienten zu erreichen.
Voraussetzung: Fachoberschulreife oder Abitur, gesunde und belastbare Stimme, Musikalität und dialekt neutrale Aussprache sowie sehr gute Orthographiekenntnisse, Volljährigkeit.
Dauer: 3 Jahre Vollzeit mit Praktika.
Die Ausbildung findet an privaten Fachschulen statt und kostet Schulgeld, an der Berliner Charité sind das zurzeit 325 Euro, an der IWK in Potsdam, der einzigen Fachschule in Brandenburg, 585 Euro.

» Biologisch-Technische Assistentin

Biologisch-Technische Assistentin

Foto: Biologisch-Technische Assistentin

Foto: Biologisch-Technische Assistentin

Foto: Biologisch-Technische Assistentin

Foto: Biologisch-Technische Assistentin

Chemie und Biologie sind deine Lieblingsfächer und du blühst geradezu auf, wenn du beim Anblick von Reagenzgläsern und Bunsenbrennern an all die in-teressanten Versuche denkst, die du gern machen würdest? Schade nur, dass der Chemie-Baukasten, den du als Kind bekommen hast, schon lange nicht mehr ausreicht.

Das sind genau die richtigen Voraussetzungen, um über eine Ausbildung zur Biologisch-Technischen Assistentin (BTA) nachzudenken. Universitäten, Forschungseinrichtungen wie beispielsweise das Max-Planck-Institut oder auch das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIFE) brauchen Technische Assistenten für gezielte Untersuchungen in ihren Labors.

So ist der Beruf des BTA entstanden, der in Brandenburg am OSZ Werder erlernt werden kann. Im Gegensatz zu anderen Technischen-Assistenz-Ausbildungen gehen BTAs zwei Jahre nur zur Schule. Laborpraxis erlernen sie in den schuleigenen Einrichtungen und während eines zweimonati-gen Praktikums am Ende des ersten Ausbildungsjahrs.

Ein großer Bestandteil des Unterrichts sind Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Experimenten. Dabei wird auch exaktes Beobachten und kritische Beurteilung der Ergebnisse trainiert. Von großem Nutzen ist das beispielsweise bei der Analyse von Wasser-oder Bodenproben, in der Le-bensmittelindustrie oder auch in der Pathologie und der Kriminalbiologie. Im ersten Lehrjahr nehmen alle Schüler an einem 80-stündigen Projekt teil, für das sie unter realen Bedingungen der Berufspraxis Themen erarbeiten und diese eigenständig präsentieren müssen.

Für diese Ausbildung gibt es nur den einen Standort in Werder. Das bedeutet für die unter 18-Jährigen meist in der Woche Internat auf dem Campus und Wochenenden zuhause bei der Familie. Wer schon erwachsen ist, hat auch die Möglichkeit, ein Privatzimmer in der Stadt zu mieten. Fachkräfte auf diesem Gebiet werden gebraucht. Aber auch ein Studium in einem naturwissenschaft-lichen oder umwelttechnischen Bereich ist später-möglich und lässt sich durch die Ausbildung gut finanzieren. 
Voraussetzung: Fachoberschulreife oder (Fach ) Abitur, schriftliche Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf und eine Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung vom Hausarzt. Das erste Halbjahr ist Probezeit. Eigene Laborkleidung muss angeschafft werden, Schulgeld gibt es nicht. Einstiegsgehalt zwischen 1.600 und 2.200 Euro.

www.osz-werder.de

» Tierärztliche Fachangestellte

Tierärztliche Fachangestellte

Foto: Tierärztliche Fachangestellte

Foto: Tierärztliche Fachangestellte

Du hast ein Herz für kranke Tiere und möchtest ihnen gern helfen? Die Arbeit in einer Tierarztpraxis fasziniert dich und du möchtest vielleicht auch lernen, kleinere Behandlungen, wie Wundversorgungen, eigenständig durchzuführen? Als Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) assistierst du dem Tierarzt bei der Untersuchung und Behandlung von Haus-oder Nutztieren.

In der Regel findet die Ausbildung eher in einer Kleintierpraxis statt, denn davon gibt es einfach mehr, möglich ist aber auch eine Tätigkeit in einer auf Pferdeklinik oder bei einem Tierarzt, der vor allem Nutztiere in Agrarbetrieben versorgt.

Erste Voraussetzung ist natürlich, keine Angst vor Tieren zu haben, auch nicht vor kratzenden Katzen oder beißenden Hunden, denn viele Tiere geraten schon beim Geruch der Praxis in Panik und wehren sich gegen die Behandlung. Neben dem Umgang mit fremden Tieren musst du auch einen guten Draht zu ihren Haltern finden, denn auch Beratung und Verwaltungstätigkeiten gehören zum Beruf der TFA. Außerdem lernst du in deiner Ausbildung Röntgenaufnahmen anzufertigen und Laboruntersuchungen durchzuführen, kümmerst dich um die Terminplanung und stellst Rechnungen. Assistieren musst du auch bei Opera-tionen und die Tiere vor und nach dem Eingriff versorgen.

Ein ziemlich komplexes Aufgabenfeld also und ein verantwortungsvoller Beruf, denn ohne dich stünde der Tierarzt bald im Regen. 
Voraussetzung ist die Erweiterte Berufsbildungsreife. Neben der praktischen Ausbildung findet der theoretische Unterricht für ganz Brandenburg im OSZ III in Potsdam statt. Meist ist das in einen dreiwöchigen Rhythmus gegliedert.

Verdienst: ab 450 Euro im ersten Ausbildungsjahr bis 650 Euro im dritten Jahr. Einstiegsgehalt ab 1.500 Euro brutto.

» Pferdewirt / -in

Pferdewirt / -in

Foto: Pferdewirt / -in

Foto: Pferdewirt / -in

Pferde sind dein ein und alles und du hast dir nie etwas sehnlicher gewünscht, als dein Hobby zum Beruf zu machen? Vielleicht hast du sogar schon auf einem Pony gesessen, bevor du richtig laufen konntest ... Für echte Pferdefans gibt es kaum etwas, was sie mehr begeistern kann, als rund um die Uhr mit den Vierbeinern zusammen zu sein. Nur leider ist das meist ein ziemlich teurer Spaß.

Glücklich können sich diejenigen schätzen, die einen Ausbildungsplatz zum Pferdewirt bekommen haben und nun tagein tagaus so viel Pferdeluft schnuppern können, wie sie wollen.

Ausgebildet wird meist in großen Gestüten oder Reitställen. Je nach Ausbildungsbetrieb gibt es unterschiedliche Spezialisierungen. Überall müssen sich die Azubis aber um die Pflege der Tiere kümmern. Daneben erhalten sie entweder eine klassische Reitausbildung, eine Ausbildung in Pferdezucht, in Pferderennen oder in Pferdehaltung und Service. Das ganze dauert drei Jahre und beinhaltet Futterkunde und Futterbeschaffung, Stall-und Wei-demanagement, Bewegen der Pferde unter dem Sattel, an der Longe oder auch beim Fahren. Zuchtmethoden, Pferderassen und vor allem die Beurtei-lung von Pferden werden ebenso gelernt wie das Vorstellen der Tiere bei Zuchtschauen oder Körun-gen.

Außerdem lernen Pferdewirte auch die Ausbildung der ihnen anvertrauten Gefährten entweder im Vielseitigkeitsreiten oder, je nach Ausrichtung des Betriebs, auf der Rennbahn oder im Dressur-Viereck. Unbedingte Voraussetzung ist die Entscheidung für ein Leben mit Pferden, denn hier ist nicht um 17 Uhr Büroschluss. Die Tiere müssen auch mal nachts und an Wochenenden versorgt werden und viele Veranstaltungen finden ebenfalls samstags und sonntags statt. Die Arbeitszeiten sind also alles andere als geregelt.

Außerdem hat man es in Reitställen mit Gastpferden und ihren oft zahlungskräftigen Besitzern zu tun, deshalb sind auch eine Service-orientierte Einstellung und ein freundliches Auftreten wichtig. Ein bestimmter Schulabschluss wird nicht vorausgesetzt, wichtiger sind körperliche Fitness und viel Erfahrung im Sattel. Das Glück der Erde ... liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde
Verdienst: etwa 450 bis 650 Euro je nach Ausbildungsjahr. Einstiegsgehalt ab 1.300 bis 1.800 Euro brutto.

www.neustaedter-gestuete.de

» Tierpfleger/-in

Tierpfleger/-in

Foto: Tierpfleger/-in

Foto: Tierpfleger/-in

Foto: Tierpfleger/-in

Foto: Tierpfleger/-in

Du liebst Tiere, setzt dich vielleicht schon seit Jahren ehrenamtlich für den Tierschutz ein, bist gern und bei jedem Wetter draußen und möchtest deine Leidenschaft zum Beruf machen? Da haben wir was: Als Tierpfleger kannst du dich ganz direkt mit deinen vierbeinigen Freunden beschäftigen, dafür sorgen, dass sie artgerecht aufwachsen und gehalten werden oder dass arme, ausgesetzte Kreaturen wieder ein glückliches Leben führen können.

Tierpfleger arbeiten in Zoos, Zuchtbetrieben oder auch im Tierheim oder Tierpensionen. Manche sind allerdings auch in Laboren angestellt, wo sie sich vor und nach chirurgischen Eingriffen um die Versuchstiere kümmern. Während der Ausbildung lernen die angehenden Tierpfleger alles über Ernährung, Haltung und Pflege ihrer Schützlinge. Krankheiten sind leider nicht immer auszuschließen, deshalb wird auch gezeigt, wie man sie erkennt und damit umgeht.

Oft entsteht eine enge Bindung zwischen Mensch und Tier, denn die Vierbeiner sind auf ihre Pfleger angewiesen und meist dankbar für Futter und Strei-cheleinheiten. Wie nah sich Mensch und Tier sein können, hat der Fall des mit der Flasche aufgezogenen Eisbären Knut und seines Pflegers Thomas Dörflein gezeigt.

Natürlich hat nicht jeder Tierpfleger das Glück, ein Wildtier aufziehen zu dürfen, und die Geschichte der beiden ist besonders durch ihre Mediatisierung wirklich die Spitze des Eisbergs. Sie zeigt aber, dass man in diesem Beruf bereit sein muss, auch mal rund um die Uhr für die Tiere da zu sein. Im Prinzip gibt es zwar geregelte Arbeitszeiten, aber gerade Zootiere gewöhnen sich an bestimmte Personen und akzeptieren nur diese, wenn sie krank sind oder, wie im Fall von Knut, einen Elternersatz brauchen.

Die Einstellungsvoraussetzungen sind unterschiedlich. Der Berliner Zoo nimmt beispielsweise nur Kandidaten mit Fachoberschulreife und guten Noten in naturwissenschaftlichen Fächern. Außerdem wird ein vierzehntägiges Praktikum verlangt, um festzustellen, ob man für den Job geeignet ist. Denn die Arbeit besteht eben nicht nur aus Füttern und Streicheln und auch die Ernährung der Tiere mit "Lebendfutter" ist sicherlich nicht jedermanns Sache.
Dauer: 3 Jahre, dual
Verdienst: 730 bis 870 Euro, je nach Ausbildungsjahr.
Einstiegsgehalt: 1.300 bis 2.000 Euro brutto.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Tierpflegemeister

» Heilerziehungspfleger/-in

Heilerziehungspfleger/-in

Foto: Heilerziehungspfleger/-in

Fotos (2): OSZ JJ | Angehende Heilerziehungspfleger im Unterricht am OSZ Johanna Just in Potsdam.

Foto: Heilerziehungspfleger/-in

Fotos (2): OSZ JJ | Angehende Heilerziehungspfleger im Unterricht am OSZ Johanna Just in Potsdam.

Foto: Heilerziehungspfleger/-in

Foto: Heilerziehungspfleger/-in

Hilfe für Menschen mit Behinderung: Empathie und Durchsetzungskraft gefordert


Die Förderung von Menschen mit Behinderungen ist eine große Herausforderung, der sich nicht jeder stellen möchte. Wenn Dich der Gedanke von Inklusion und gleichen Chancen für alle begeistert, kannst Du Dir vielleicht auch vorstellen, Dich aktiv in diese Arbeit einzubringen. Als Heilerziehungspfleger|in besteht Deine berufliche Zukunft darin, Menschen, die aus welchem Grund auch immer eingeschränkt sind, zu helfen, ein Leben wie alle anderen zu leben.

Nach Deiner schulischen Ausbildung kannst Du auch dazu beitragen, dass sich in der Gesellschaft etwas verändert, denn zu Deinem Aufgabenbereich gehört es, dich für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung einzusetzen. Vor allem kannst Du aber Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind, dabei unterstützen, einen lebenswerten Alltag zu haben. Du entwickelst Konzepte, um die Motorik der Patienten zu fördern oder kreative, musische und rhythmische Aktivitäten anzuregen. Gleichzeitig wirst Du erster Ansprechpartner für Behörden, Ämter, Bildungseinrichtungen oder Reha-Zentren.

Ähnlich wie Erzieher kümmern sich auch Heilerziehungspfleger um Kinder, allerdings um Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen, die unter Umständen ihr ganzes Leben lang auf Hilfe im Alltag angewiesen sind. Und genau da liegt der Unterschied: Als Heilerziehungspfleger wirst Du auch sehr häufig im Erwachsenenbereich eingesetzt. Du trägst dann viel Verantwortung in der Begleitung und Förderung der Menschen mit Behinderung und musst bei jedem Einzelnen Rücksicht auf sein ganz individuelles Krankheitsbild und seine Entwicklung nehmen. Denn Menschen mit motorischen Einschränkungen benötigen völlig andere Unterstützung als Kinder oder Erwachsene mit psychischen Krankheiten.

Zur Arbeit in der Behindertenhilfe gehört auch die Betreuung im Krisenfall und das kann ans eigene Limit gehen. Als Heilerziehungspfleger solltest Du Gelassenheit mitbringen und bereit sein, auch in Ausnahmesituationen Verantwortung zu übernehmen. Ganz wichtig ist es, sich vorab ausgiebig durch einschlägige Praktika über die Realität der Arbeit zu informieren. Arbeitsorte sind häufig Wohn- und Pflegeeinrichtungen.

Voraussetzung: Erweiterte Berufsbildungsreife oder (Fach-) Abitur. Da der Beruf nicht für jeden geeignet ist, sollten Bewerber zur eigenen Sicherheit vorab ein Praktikum in diesem Bereich machen. 

Ausbildungsdauer: 3 Jahre Vollzeit Schule, integrierte Praktika und Ferien wie staatliche Schulen.
Spätere Weiterbildung zum Heilpädagogen möglich.

www.oszj.de

» Sozialassistent/-in

Sozialassistent/-in

Foto: Sozialassistent/-in

Foto: Sozialassistent/-in

Foto: Sozialassistent/-in

Foto: Sozialassistent/-in

Einstiegsausbildung für unterschiedliche sozialpädagogische Berufe


Andere Menschen liegen dir am Herzen, du möchtest gern dort helfen, wo deine Unterstützung wirklich Sinn macht, und anderen dabei noch Gutes tun? Prima, mit dieser gesunden Einstellung kann ein Beruf im sozialen Bereich eine echte Zukunftsperspektive für dich sein.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Was du daraus machst, hängt vor allem von deinen persönlichen Interessen und Neigungen ab. Wer gern mit kleinen Kindern arbeitet, wird zum Erzieherberuf tendieren. Wer sich hingegen für Menschen mit Behinderung oder Inklusion begeistert, kann auch eine Ausbildung im Bereich der Heilerziehungspflege oder der Heilpädagogik ins Auge fassen. Alle diese Tätigkeiten erfordern ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und vor allem die Fähigkeit, sich in sein Gegenüber hinein zu versetzen und zu verstehen, was den anderen bewegt.

Deshalb geht einer Erzieher- oder Heilerziehungspfleger-Ausbildung immer eine zweijährige berufliche Erstausbildung voraus. In der Regel bietet sich eine schulische Ausbildung zum Sozialassistenten als erster Schritt an. Sozialassistenten können in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Sie unterstützen Erzieher oder Heilerziehungspfleger bei ihrer täglichen Arbeit in Kindertagesstätten oder Einrichtungen der Behindertenhilfe. Außerdem übernehmen sie hauswirtschaftliche und sozialpflegerische Aufgaben. In der  Familienhilfe können sie beispielsweise für die Betreuung und Gestaltung von Freizeitaktivitäten eingesetzt werden.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und kann an einer staatlichen oder einer privaten Fachschule stattfinden. Oberstufenzentren mit der Fachrichtung „Sozialwesen“ bieten den Ausbildungsgang kostenfrei an. Außerdem gibt es etliche kostenpflichtige Privatschulen mit einem ähnlichen Angebot. Zwei Jahre lang bist du Vollzeitschüler|in und musst mehrere Praktika absolvieren.
Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife und gesundheitliche Eignung. Probehalbjahr. Günstig ist ein Schülerpraktikum, das du vorab in einer entsprechenden sozialen Einrichtung absolvierst, um Einblick in den Beruf zu bekommen.

www.oszj.de
www.bbw-oberlinhaus-potsdam.de
www.kwosz.de
www.osz-uckermark.de 

» Erzieher / -in

Erzieher / -in

Foto: Erzieher / -in

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Kinder sind Zukunft – und bestimmen vielleicht schon bald deine Karriere


Du hast schon mal ein Praktikum in einer Kita gemacht und dabei entdeckt, dass deine berufliche Zukunft genau dort liegen sollte? Du siehst in der Arbeit mit Kindern viel Potenzial und die Möglichkeit, dich immer wieder neu einzubringen? Vielleicht hast du auch schon Erfahrungen als Babysitter sammeln können oder Kinderfeste organisiert. Und wenn du vorliest, hören dir alle gespannt zu.

Wenn du diese Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, sind das schon gute Voraussetzungen, um eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher zu beginnen. Erzieher|in ist jedoch kein Beruf, den man direkt nach dem Schulabschluss erlernen kann.
Vorausgesetzt wird immer eine mindestens zweijährige Ausbildung im pädagogischen Bereich, also beispielsweise als Sozialassistent. Erzieher|innen sind nämlich nicht einfach Kinderbetreuer, sondern staatlich anerkannte Sozialpädagogen, denen nach bestandener Abschlussprüfung ganz unterschiedliche Berufswege offen stehen.

In Kitas bist du für die frühkindliche Erziehung und Bildung der Kleinen verantwortlich. Du kannst deine Kreativität zwar ausleben, aber nur in einem vorgegebenen Rahmen. Vor allem brauchst du viel Geduld und Nervenstärke, musst bereit sein, nach dem meist schon etablierten pädagogischen Konzept zu arbeiten und den Kindern und ihren Familien völlig Vorurteils- und wertfrei zu begegnen. Das ist nicht immer einfach, denn Eltern haben oft sehr genaue Vorstellungen von dem, was ihre Kinder dürfen oder sollen, und das muss dem Leitgedanken der pädagogischen Einrichtung nicht unbedingt entsprechen.

Du brauchst also auch viel Kommunikationsgeschick im Umgang mit Erwachsenen. Letztlich bist du aber vor allem die Person, mit der die Kinder oft mehr Zeit verbringen als mit ihren Eltern. Das sollte dir
bewusst sein, bevor du diesen Berufsweg einschlägst. Die Ausbildung im OSZ oder an der Fachschule für Sozialwesen dauert drei Jahre in Vollzeit. Dabei gibt es die gleichen Ferien wie an alle anderen Schulen und du kannst die freie Zeit zum Arbeiten und Geldverdienen nutzen, denn Praktika fallen in die Schulzeit. Bei einer insgesamt fünfjährigen Ausbildung ist das von großem Vorteil.
Voraussetzungen:
Erweiterte Berufsbildungsreife oder (Fach-)Abitur und Berufsausbildung (z.B. zum Sozialassistenten) oder zweijährige Berufstätigkeit in einem ähnlichen Bereich. Probehalbjahr.

Dauer: 3 Jahre Schule

www.oszj.de
www.bbw-oberlinhaus-potsdam.de
www.kwosz.de
www.osz-uckermark.de

» RA-Fachangestellte/-r

RA-Fachangestellte/-r

Foto: RA-Fachangestellte/-r

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Effizienz und Ordnungsliebe im Dienst der Kanzlei


Du legst Wert auf ein gepflegtes Äußeres und erwartest von deinem zukünftigen Arbeitsplatz, dass er deinem Stil entspricht? Du bringst einen ausgeprägten Sinn für Ordnung, Effizienz und Gerechtigkeit mit? Wenn auch deine perfekten Umgangsformen dir helfen, bei anderen „gut anzukommen“, solltest du über eine Ausbildung zum| zur Rechts-anwaltsfachangestellten nachdenken.

Als Rechtsanwaltsfachangestellte|r bist du das Aushängeschild der Kanzlei, die erste Person, mit der die Mandanten in Kontakt treten. Deshalb ist es besonders wichtig, schnell und kompetent Lösungen parat zu haben, auch wenn gerade kein Jurist in der Nähe ist. Dafür wirst du in deiner Ausbildung nicht nur in Büroorganisation und Kommunikation bestens geschult, sondern lernst auch erste Grundlagen der Prozessführung und vor allem die Bearbeitung von Klageschriften, Einsprüchen und Beschwerden.

In allen Rechtsangelegenheiten gilt: Fristen und Termine müssen eingehalten werden! Der Job ist deshalb etwas für echte Organisationsgenies, die immer alle wichtigen Dinge im Leben vor Augen oder auf dem Zettel haben und nie etwas vergessen. Wer eher eine Neigung zum Chaos hat und das Eine oder Andere gern schon mal auf den nächsten oder übernächsten Tag verschiebt, sollte hier lieber Abstand nehmen.

Die Ausbildung ist dual und dauert drei Jahre. In der Berufsschule, beispielsweise im OSZ II in der Potsdamer Waldstadt, werden neben Rechtsthemen vor allem Wirtschaft und Rechnungswesen unterrichtet. Azubis sind abwechselnd in den Kanzleien und in der Schule. Wer bei einem Rechtsanwalt lernen will, sollte sichere Rechtschreibkenntnisse und ein gutes Ausdrucksvermögen mitbringen und auch gut in Mathe sein, denn Rechnungen müssen ebenfalls geschrieben werden. In großen Kanzleien, die auch international tätig sind, müssen die Mitarbeiter zudem Fremdsprachenkenntnisse besitzen und bereits sein, sich auf dem Gebiet weiterzubilden. Rechtsanwaltsfachangestellte sind übrigens immer noch größtenteils Frauen.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, gute Noten in Deutsch und Mathe 

Ausbildungsdauer:    
3 Jahre dual.   

www.osz2-potsdam.de

» Gerichtsvollzieher/-in

Gerichtsvollzieher/-in

Foto: Gerichtsvollzieher/-in

Foto: Gerichtsvollzieher/-in

So richtig mögen ihn wohl nur diejenigen, die sich ausstehende Zahlungen erhoffen. Gerichtsvollzieher ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung für Justizbeamte des mittleren Dienstes oder ein Karrieresprung für Rechtspfleger, die dieses Amt ohne Weiterbildung inne haben dürfen.

Als Zustellungs-und Vollstreckungsbeamter überbringt der Gerichtsvollzieher notarielle Urkunden und Pfändungsbescheide und darf auch eidesstattliche Versicherungen entgegen nehmen. Sein Büro hat er in der Regel außerhalb des Gerichts und beschäftigt dort auch eigene Mitarbeiter - beispielsweise Justizfachangestellte.

Bezahlt wird er neben seinen Dienstbezügen auch mit einem Anteil der Vollstreckungsgebühren, die in den allermeisten Fällen die Schuldner zahlen müssen, denen er die schlechten Nachrichten überbracht hat. Wahrhaft kein Job für jedermann!

» Rechtspfleger/-in

Rechtspfleger/-in

Foto: Rechtspfleger/-in

Foto: Rechtspfleger/-in

Foto: Rechtspfleger/-in

Foto: Rechtspfleger/-in

Unabhängige Entscheider bei Gericht und Staatsanwaltschaft


Recht und Ordnung haben in deinem Leben einen ganz besonderen Platz und das soll auch so bleiben.  Du liebst es, akkurat zu arbeiten und schnell eigene Entscheidungen treffen zu können. Als Rechtspfleger hast du am Gericht eine Sonderstellung, die vor allem in Betreuungs- und Pflegschaftsverfahren ihre volle Bedeutung zeigt. Denn oft hängt es von deiner Entscheidung ab, wie Nachlassverfahren abgewickelt werden oder Insolvenzverfahren vonstattengehen. Bei der Staatsanwaltschaft sorgen Rechtspfleger dafür, dass Geldstrafen gezahlt und Freiheitsstrafen „abgesessen“ werden.

All diese Bereiche waren früher Richtern und Staatsanwälten, also studierten Volljuristen, vorbehalten. Heute werden diese Aufgaben von gehobenen Beamten des Justizdiensts, den Rechtspflegern, ausgeführt. Obwohl Rechtspfleger keine Volljuristen sind, fällen sie Entscheidungen, die für das Leben des Betroffenen von tiefgreifender Bedeutung sind und bei weitem nicht immer freudig angenommen werden. So sind bei Zwangsversteigerungen oder Insolvenzverfahren neben umfassenden Kenntnissen im Vollstreckungs- und Grundbuchrecht vor allem auch Verantwortungsgefühl und die Fähigkeit, Situationen stets objektiv zu bewerten unabdingbar.

Die dreijährige Ausbildung setzt sich aus praktischen Zeiten bei einem Brandenburger Gericht oder einer Staatsanwaltschaft und einem Fachstudium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin zusammen. Im den ersten 14 Monaten des Studiums werden Grundzüge aller wichtigen Rechtsformen gelehrt. Besondere Bedeutung haben dabei das Gerichtsverfassungs- und das Rechtspflegerrecht. Auch Zivilrecht, Familienrecht sowie Grundbuch- und Nachlassrecht werden gelehrt. Grundzüge des Strafrechts werden ebenfalls behandelt. Es folgen drei weitere Studienphasen von zehn beziehungsweise sechs Monaten. Den Rest der Zeit verbringen die angehenden Rechtspfleger mit praktischen Aufgaben am zuständigen Gericht oder bei der Staatsanwaltschaft. Das Studium schließt mit einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung sowie einer Diplomarbeit ab.
Voraussetzungen:    
Abitur. Einstellungsbehörde zur Ausbildung ist der Präsident des Oberlandesgerichts in Brandenburg an der Havel. Ausbildungsbeginn ist jeweils der 1. Oktober. Beamte auf Widerruf während der Ausbildung.

www.olg.brandenburg.de
www.hwr-berlin.de

» Justizfachangestellte/ -r

Justizfachangestellte/ -r

Foto: Justizfachangestellte/ -r

Foto: Justizfachangestellte/ -r

Gerichte bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten


Du möchtest gern in einer öffentlichen Verwaltung arbeiten und die Justiz fasziniert dich? Während der Ausbildung am Gericht bekommst du Einblick in die unterschiedlichsten Bereiche der Rechtsprechung.

Justizfachangestellte arbeiten für Straf- oder Zivilprozesse, bei Zwangsvollstreckungen, aber auch für teils komplizierte Familiensachen oder im Grundbuchamt. Nachlassregister und Vormundschaftsangelegenheiten gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire. Ein breites Feld also, das viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten bietet.

Als Justizfachangestellte|r bist du für den Schriftverkehr zuständig, stellst Ladungen zu, nimmst Anträge auf oder führst Protokoll bei Gerichtsverhandlungen. Briefe vom Gericht werden in der Regel im Auftrag eines Rechtspflegers von Justizfachangestellten geschrieben. Sie sind also die fleißigen Bienen im Hintergrund, die die Gerichtsbarkeit im Land aufrecht erhalten. Wer in diesem Bereich arbeiten will, sollte gute Noten in Deutsch und Mathe mitbringen, denn auch die Berechnung der Gerichtskosten gehört zu den Aufgaben der Fachangestellten in der Justiz. Interesse an den Vorgängen wird ebenso selbstverständlich vorausgesetzt wie Grundkenntnisse im Tastschreiben mit zehn Fingern, die vor allem beim Protokollführen während einer Gerichtsverhandlung von großer Bedeutung sind. Auch sollte man die Bereitschaft mitbringen, sich das spezielle Vokabular, das in diesem Bereich üblich ist, anzueignen und seine Finessen zu erlernen.

Am Ende der Ausbildung steht eine schriftliche Prüfung in den Fächern gerichtliche Verfahrensabläufe, Büroorganisation und Wirtschafts- und Sozialkunde, sowie ein Prüfungsgespräch zu einer fallbezogenen Rechtsanwendung und ein praktischer Test in Textverarbeitung. Eine Übernahmegarantie der Brandenburger Justiz gibt es allerdings nicht.
Voraussetzungen:     
Mittlerer Schulabschluss, gute Deutsch- und Mathematik-
kenntnisse, Grundkenntnisse
im Tastschreiben

www.mdj.brandenburg.de
Berufe in der Justiz
Justizfachangestellte

» Steuerfachangestellte

Steuerfachangestellte

Foto: Steuerfachangestellte

Foto: Steuerfachangestellte

Foto: Steuerfachangestellte

Foto: T. Reckmann / pixelio.de

Foto: Steuerfachangestellte

Foto: T. Reckmann / pixelio.de

Steuerberater brauchen qualifizierte Mitarbeiter, die für ihre Mandanten beispielsweise die Finanzbuchführung oder die Gehaltsabrechnungen übernehmen. Steuererklärungen müssen erstellt und Bescheide des Finanzamts überprüft werden. Da das Steuersystem in Deutschland immer noch sehr kompliziert ist, ist das ein ziemlich krisensicherer Job, der durch moderne Softwareprogramme in der Praxis unterstützt wird.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet in einer Kanzlei und in der Berufsschule statt. Vermittelt werden die unterschiedlichen Steuerar-ten, aber auch Steuergesetze, Buchführungs-und Bilanzierungsvorschriften sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Die Mandanten der Steuerkanzleien kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Es können große Firmen oder auch kleine Handwerksbetriebe, Freiberufler oder auch Privatpersonen sein. Die Arbeit ist also vielfältig und bringt immer wieder Neues mit sich.

Voraussetzungen sind Abitur oder Fachabitur mit guten Noten, außerdem Computer-Anwender-kenntnisse in gängiger Büro-Software, Teamfähigkeit und, wohl selbstverständlich, ein freundlicher Umgang mit den Mandanten. Wichtig ist in dieser Branche außerdem ein gepflegtes Aussehen.
Wie geht's weiter? Gesetze ändern sich und Steuerfachangestellte müssen sich ständig weiterbilden. Warum nicht gleich eine Fortbildung zum Steuerfachwirt anpeilen? Der kann den Steuerberater als Kanzleivorsteher bei vielen qualifizierten Tätigkeiten unterstützen und nach bestandener Prüfung und sieben Jahren Tätigkeit die Zulassung zur Steuerberaterprüfung erreichen.

» Steuerberater/-in

Steuerberater/-in

Foto: Steuerberater/-in

Foto: Steuerberater/-in

Du willst hoch hinaus, hast aber keine Lust aufs Studium oder möchtest gleich Geld verdienen? Dann führen Dich Berufserfahrung und Weiterbildungen zur Steuerberaterprüfung. Dazu muss allerdings nach bestandener Erstausbildung zum Steuerfachangestellten eine zehnjährige Tätigkeit in einer Steuerberaterpraxis mit mindestens 16 Wochenstunden nachgewiesen werden.

Alternativ reichen auch sieben Jahre nach bestandener Prüfung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter. Das ist zwar ein langer Weg, lässt aber alle Türen zu beruflicher Veränderung offen.

Wer nach dem Abi lieber an die Uni möchte, kann sich den Weg zum Steuerberater auch etwas ab-kürzen. In der Regel studiert man BWL, VWL oder sogar Jura und spezialisiert sich auf Wirtschaftsprüfung oder Steuerrecht. Möglich ist auch ein dua-les Studium, das heißt Studium mit paralleler be-ruflicher Tätigkeit, das allerdings nur von wenigen Hochschulen angeboten wird. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin bietet einen solchen Studiengang BWL / Steuern und Prüfungswesen an.

Während des dreijährigen Bachelorstudiums gibt es sechsTheorie-und Praxisphasen von jeweils drei Monaten. Sie finden abwechselnd an der Hoch-schule und in den Unternehmen statt. Die Ausbildungskanzleien können dabei frei gewählt werden - die Bewerbungen sollten allerdings rechtzeitig, also bereits jetzt für das Wintersemester 2015 / 2016 auf den Weg gebracht werden, denn hier entscheiden die Arbeitgeber, nicht die Hochschule.

Das duale Studium garantiert nicht nur Praxisnähe, sondern bietet den Studierenden ein komfortables Polster, bei dem sich das lästige Jobben erübrigt. Außerdem sind Absolventen eines dualen Studiengangs in der Wirtschaft durch ihre Praxis be-zogene Ausbildung sehr begehrt. Im Anschluss an den Bachelorabschluss kann nach dreijähriger Berufstätigkeit die Steuerberaterprüfung abgelegt werden. Wer noch weiter will, kann sich nach vier Jahren zum Examen für Wirtschaftsprüfer anmelden.
Hochschule für Wirtschaft und Recht
Badensche Straße 52 10825 Berlin
Beratung duale Studiengänge
Diana Jurgec, Dekanat
diana.jurgec@hwr-berlin.de
Tel: 030 / 30877-2012

» Finanzbeamte

Finanzbeamte

Foto: Finanzbeamte

Foto: Finanzbeamte

Für die meisten Menschen sind Finanzbeamte Schreibtischtäter, die im stillen Kämmerlein akribisch Zahlen addieren, um anderen Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch die Zeiten ändern sich und dank zahlloser Androhungen und Präzedenzfälle auch das Rechtsverständnis mancher Mitbürger, die Millionen am Staat vorbei in die Karibik verschifft haben. Dem Bild des Finanzbeamten in der Öffentlichkeit haben Verhaftungen und Verurteilungen eher gut getan, denn "die Bösen" sind nun eindeutiger denn je die Steuersünder.

Moderne Finanzbeamte ist bestens mit Software ausgerüstet und Steuerklärungen werden heutzutage mehr und mehr online abgegeben. Das Erbsen-zählen hat längst der Computer übernommen. Wer seine Bestimmung nicht unbedingt an der frischen Luft sieht, ein ausgeprägtes Gefühl für Gerechtigkeit hat, sich nicht vor Kontakten zu Steuerbürgern scheut und gern längerfristig am gleichen Ort bleiben möchte, hat in der Finanzverwaltung gute Chancen auf einen absolut krisenfesten Job mit geregelten Arbeitszeiten und Gleitzeitregelungen.

Der Weg ins Finanzamt führt über zwei unterschiedliche Ausbildungswege und ist abhängig vom Schulabschluss. Wer nach der 10. Klasse eine Ausbildung beginnen will, kann sich innerhalb von zwei Jahren zum Finanzwirt ausbilden lassen. Dabei dauert die praktische Ausbildung in einem der 14 Brandenburger Finanzämter 16 Monate. Die theoretischen Kurse finden acht Monate lang in der Landesfinanzschule in Königs Wusterhausen statt. Hier sind auch Unterkunfts-und Verpflegungsmöglichkeiten gegeben. Diese Ausbildung führt in den mittleren Dienst.

Diplom Finanzwirt


Wer nach dem Abitur in die Finanzverwaltung möchte, hat die Möglichkeit, ein dreijähriges bezahltes Studium an der Fachhochschule für Finanzen ebenfalls in Königs Wusterhausen zu absolvieren und danach in den gehobenen Dienst einzusteigen.

21 Monate Grund-und Hauptstudium und 15 Monate praktische Ausbildung in einem Finanzamt erwarten den zukünftigen Diplom-Finanzwirt. Die Bezüge liegen von Anfang an höher als bei der zweijähri-gen Ausbildung und die Karrierechancen sind auch vielversprechender. Nach einigen Jahren im Innen-dienst besteht die Möglichkeit, als Betriebsprüfer oder Steuerfahnder eingesetzt zu werden.

Egal ob mit oder ohne Diplom, Voraussetzungen sind gute Noten in Deutsch und Mathe, deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft, Interesse am Compu-ter zu arbeiten und Kontaktfreude, denn heute versteckt sich niemand mehr hinter seinem Schreibtisch. 

» Bankkaufmann/-frau

Bankkaufmann/-frau

Mathe war schon immer dein Lieblingsfach und du suchst einen Beruf mit sicherer Zukunft? Als Bankkaufmann oder -frau kannst du tagein, tagaus mit Zahlen jonglieren und dabei tüchtig an deiner Karriere basteln. Ob nach der 10. Klasse oder nachdem Abi, wer freundlich, Anderen gegenüber aufgeschlossen und in seinem Innern gut strukturiert ist, hat trotz immer weiter verbreitetem Online-Banking bei Banken gute Chancen.

Da viel im direkten Kontakt zum Kunden abläuft, sind Freundlichkeit und gute Umgangsformen ein absolutes Muss. Die Ausbildung beinhaltet unterschiedliche Beratungsformen für verschiedene Produkte undBedürfnisse, Vermögens- und Geldanlagen, Kreditvergabe, Baufinanzierung, aber auch Rechnungswesen.

Ein hohes Maß an Verantwortungsgefühlist gefragt, denn niemand möchte auf diesem Gebiet falsch beraten werden. Gleichzeitig sollten Bankkaufleute erfolgsorientiert arbeiten, denn nicht nur der Kunde, auch die Bank möchte schließlich Gewinn machen. Die praktische Ausbildung findet meist in der Privatkundenberatung der Banken statt.

Theorie gibt es beispielsweise im OSZ II Recht und Verwaltung in Potsdam. Bankbetriebslehre, Wirtschaftslehre und Rechnungswesen/Steuerung müssen gelernt werden. Große Finanzgruppen wie beispielsweise die Mittelbrandenburgische Sparkasse bilden jährlich etwa 30 bis 40 Azubis aus und haben dafür eigene Trainer.

Kaum jemand träumt davon, ewig am Schalter zu stehen und Zahlscheine und Überweisungen entgegenzu nehmen. Deshalb gibt es zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Spezialisieren kann man sichzum Beispiel auf dem Gebiet der Baufinanzierung, der Vermögensberatung oder auch als Firmenkundenberater. Mit etwas Berufserfahrung kann man auch Geschäftsstellenleiter werden.
Die Ausbildung nach der 10. Klasse dauert drei Jahre, mit dem Abi in der Tasche wird sie auf zwei Jahre verkürzt. Im ersten Lehrjahr liegt das Gehalt bei ca. 760 Euro pro Monat. Im zweiten und dritten Lehrjahr steigt es auf etwa 830 bis 890 Euro an. Berufsanfänger verdienen nach der Ausbildung zwischen 1.800 und 2.100 Euro brutto.

» Betonbauer

Betonbauer

Foto: Betonbauer

In den Werkshallen werden die Stahlbetonplatten für jede Baustelle nach Maß angefertigt. 

Foto: Betonbauer

In den Werkshallen werden die Stahlbetonplatten für jede Baustelle nach Maß angefertigt. 

Foto: Betonbauer

Auch aus Leichtbeton entstehen Wände. Fotos (2): Tinglev Elementfabrik

Foto: Betonbauer

Auch aus Leichtbeton entstehen Wände. Fotos (2): Tinglev Elementfabrik

Stück für Stück wachsen Wolkenkratzer, aber auch Fabrikationshallen, Schulen, Einkaufszentren oder Hochhaussiedlungen mit zahlreichen Mietwohnungen in die Höhe. Hergestellt werden sie aus vorgefertigten Betonteilen, die dann vor Ort Stück für Stück auf- und aneinander montiert werden. Die Betonteile werden vorab maßgetreu im Betonwerk gegossen. Bei einem Einfamilienhaus kann sich der Rohbau so auf ganze fünf Tage reduzieren.

Gebaut wird heute aber nicht mehr nur noch mit dem bekannten Stahlbeton. Auch Leichtbeton und Blähton halten immer mehr Einzug in die hiesige Architektur. Bei der Tinglev Elementfabrik in Altlandsberg werden wärmedämmende Wandelemente aus dem vor allem in nordischen Ländern seit langem eingesetzten Blähton ebenso hergestellt, wie Bauteile, Stützen und Fundamente aus klassischem Stahlbeton. Auf rund 6.000 Quadratmetern wird das vorbereitet, was schon bald auf der nächsten Baustelle zum Einsatz kommt.

Betonfertigteilbauer sind dabei für alle Schritte von der Berechnung bis zum Verbauen der Teile zuständig. Sie sind auch die Spezialisten für die Mischung der Materialien, denn jeder Beton ist in seiner Zusammensetzung der jeweiligen Aufgabe angepasst.Der vielseitige Baustoff lässt sich in so ziemlich jede Form gießen und eröffnet der modernen Architektur nahezu unendliche gestalterische Möglichkeiten. Dabei ist er auch noch ökologisch und hilft, Kosten am Bau zu sparen. Bei der Arbeitsvorbereitung und in der Produktion kommen modernste Technologien zum Einsatz, die den Herstellungs-Konzernen Wachstum in ganz Europa garantieren. So können Gewerbe- und Wohnbauten auch unter schwierigsten klimatischen Bedingungen, wie im Fall von Tinglev auf den Färöer Inseln und in Grönland, gebaut und zahlreiche Nachwuchskräfte ausgebildet werden.

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Azubis sollten Interesse an technischen Innovationen und vor allem räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen. Wer bereit ist, sich auch nach abgeschlossener Ausbildung weiter fortzubilden, hat allerbeste Zukunftschancen in einem Bereich, der die Bauindustrie der Zukunft maßgeblich prägen wird. Aufstiegschancen und ein skandinavisches Ambiente sind zudem äußerst verlockend.
Weiterbildung zum Betonbauermeister möglich.
www.tinglev-elementfabrik.de

» Mediengestalter

Mediengestalter

Foto: Mediengestalter

Foto: Mediengestalter

Foto: Mediengestalter

Ob im Video- oder im Printbereich: Kreativität und die Fähigkeit, die eigenen Ideen gut zu verkaufen sind in der Branche das A und O.

Foto: Mediengestalter

Ob im Video- oder im Printbereich: Kreativität und die Fähigkeit, die eigenen Ideen gut zu verkaufen sind in der Branche das A und O.

Mediengestalter arbeiten in vielen verschiedenen Bereichen. Vor allem in der Werbung und im Marketing können sie ihre kreativen Fähigkeiten einsetzen. Auch in Verlagen und in der Film- und TV-Branche sind sie tätig und natürlich im IT-Bereich.

Mediengestalter Digital und Print arbeiten eng mit ihren Auftraggebern zusammen, analysieren Kundenwünsche und realisieren sie am Computer. Sie sammeln Ideen und prüfen ihre technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Ideen werden anschließend am Computer visualisiert.

Wer in diesem Bereich arbeiten will, muss ein großes Maß an Kreativität und Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Neben der Entwicklung von Grafiken, Corporate Identity oder Logos für Unternehmen müssen sie auch ganze Projekte und Konzepte überzeugend an den Kunden verkaufen können. Zu ihrem Aufgabengebiet gehören auch die Berechnung der Kosten, der Einsatz von Mitarbeitern und die Organisation von Veranstaltungen.Mediengestalter sollten sich schriftlich und mündlich gut ausdrücken können.

Zugangsvoraussetzung ist ein guter Mittlerer Schulabschluss oder Abitur. Im Videobereich stellen Mediengestalter Bild- und Tonaufnahmen her und bearbeiten sie anschließend am Computer. Sie vereinen in vielen Fällen die Berufe Kameramann und Cutter in einem, ohne dabei beim großen Kino zu arbeiten.

Beim rbb, beispielsweise, durchlaufen die Mediengestalter während ihrer Ausbildung die Bild- und Tontechnik und nehmen an Live- und Außenübertragungen teil. Da in der Bildberichterstattung im Internet und beim Fernsehen immer mehr so genannte VJs, also Videojournalisten, eingesetzt werden, eröffnen sich auch hier neue Betätigungsfelder.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und kann entweder in einem Medienbetrieb oder an einer Schule mit Praktika absolviert werden. Voraussetzung ist vor allem beim Hörfunk und Fernsehen die Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendeinsätzen auch nachts, Teamfähigkeit und Pünktlichkeit, außerdem gute Noten in Mathe und Physik und ein guter MSA oder Abitur.
Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss / Fachoberschulreife oder Abitur / Fachabitur, Kreativität und eventuell Bereitschaft zu Schichtarbeit.
www.mediengestalterausbildung.com

» Medienkaufmann/- frau

Medienkaufmann/- frau

Foto: Medienkaufmann/- frau

In Buch- und Zeitschriftenverlagen finden Medienkaufleute vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.

Foto: Medienkaufmann/- frau

In Buch- und Zeitschriftenverlagen finden Medienkaufleute vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.

Foto: Medienkaufmann/- frau

Foto: Medienkaufmann/- frau

Du interessierst Dich für Medien und hast ein gutes Verhältnis zu Zahlen? Dann ist eine kaufmännische Ausbildung in der Medienproduktion vielleicht genau das Richtige für Dich. Medienkaufleute arbeiten vor allem in Verlagen und Medienhäusern, aber auch in Produktionsfirmen des TV-Bereichs und natürlich im multimedialen Bereich. Sie organisieren Herstellung und Produktion und sind dabei für Kostenpläne, Vertrieb, Verkauf oder auch Marketing verantwortlich.

Wer in diesem Bereich erfolgreich sein will, muss kommunikationsfähig sein und gern im Team arbeiten. Konfliktfähigkeit und eine gute Kenntnis von Informations- und Kommunikationssystemen sind ebenfalls wichtig. Selbstständiges Arbeiten ist beispielsweise bei der Vorbereitung einer Präsentation unumgänglich.

Zur dreijährigen Ausbildung gehören Marktanalysen und Zielgruppenbestimmung genauso wie Finanz- und Rechnungswesen und Controlling. Praktische Fremdsprachenkenntnisse sind in einer globalen Medienwelt ebenfalls Voraussetzung.

Medienunternehmen stehen oft sowohl auf dem Kunden- als auch auf dem Werbemarkt im Wettbewerb mit einer starken Konkurrenz. Beide Bereiche sind voneinander abhängig und erfordern komplexes kaufmännisches Denkvermögen für unterschiedlichste Unternehmensstrategien.

In den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen sind kaufmännische und redaktionelle Bereiche in der Regel voneinander abgegrenzt. In der Buchproduktion werden Medienkaufleute aber oft auch im Lektorat und bei der Werbung um neue Autoren eingesetzt.Während der Ausbildung werden Bereiche wie Arbeitsorganisation, Marketing, Vertrieb, Anzeigen, aber auch Redaktion und Lektorat, Rechte und Lizenzen behandelt. Außerdem gehören Herstellung, kaufmännische Planung, Steuerung und Controlling zu den Ausbildungsinhalten.

Aufstiegschancen im kaufmännischen Bereich sind in der Regel gut. Wer allerdings in Führungspositionen oder in die Geschäftsleitung größerer Verlage oder Medienhäuser will, sollte nach der Ausbildung eventuell ein Studium ins Auge fassen. Weiterbildungen und Zusatzqualifizierungen sind in jedem Fall erforderlich, denn die rasanten technischen Veränderungen erfordern die ständige Aktualisierung der eigenen Kenntnisse.
www.azubister.net/ausbildung/medienkaufmann-digital-und-print

Voraussetzung: Möglichst Abitur oder Fachabitur

» Bierbrauer

Bierbrauer

Foto: Bierbrauer

Philipp (li.) ist Azubi im ersten Lehrjahr und darf schon selbst brauen. Ökotrophologiestudentin Verena absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum in der Braumanufaktur.

Foto: Bierbrauer

Philipp (li.) ist Azubi im ersten Lehrjahr und darf schon selbst brauen. Ökotrophologiestudentin Verena absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum in der Braumanufaktur.

Foto: Bierbrauer

An der so genannten Spindel überprüft Verena den Gehalt der Würze, die die Grundlage fürs Bier bildet.

Foto: Bierbrauer

An der so genannten Spindel überprüft Verena den Gehalt der Würze, die die Grundlage fürs Bier bildet.

Ein Geruch von Malz zieht durch den Gastraum im Potsdamer Forsthaus Templin. Philipp und Verena haben gerade neue Maische angesetzt, aus der innerhalb von etwa zwölf Stunden das wird, was dann noch rund sechs Wochen reifen muss, bevor es in den Ausschank kommt. Philipp ist Azubi im ersten Lehrjahr in Brandenburgs einziger Bio-Braumanufaktur. Verena hat Ökotrophologie in Jena studiert und absolviert gerade ein zweimonatiges Praktikum.

Das Brauhandwerk ist traditionell ein echter Männerberuf, denn es gilt, schwere Säcke, Kisten, Fässer und Flaschen sicher transportieren zu können. Umso erstaunlicher ist es, dass unter den wenigen Auszubildenden, die es in Brandenburg gibt, auch immer mehr Frauen sind.

In der kleinen Braumanufaktur sieht der Arbeitsalltag völlig anders aus als in einer großen industriellen Brauerei. Hier wird Vieles noch so gemacht, wie es auch schon vor 150 Jahren üblich war. Einzige Ausnahme ist die Versorgung mit elektrischem Strom, der das Heizen des Kupferkessels und das Pumpen der so genannten Würze von einem Kessel in den anderen erleichtert. Auch die Mühle, die das Gerstenmalz in Schrot verwandelt, ist heutzutage natürlich elektrisch. Philipp ist durch Gelegenheitsjobs beim Film von Bayern nach Potsdam gekommen und hat in der Brauerei nun seinen Traumberuf gefunden.

Auch seine Kollegin Gianna, ebenfalls Azubi und ursprünglich aus Schleswig-Holstein, hat die Brauerei entdeckt, nachdem sie bereits eine Ausbildung im Gesundheitsbereich abgeschlossen hatte. Lebenserfahrung sei gut, meinen die beiden Besitzer der Braumanufaktur im Forsthaus Templin, Jörg Kirchhoff und Thomas Köhler. Voraussetzung für eine Ausbildung ist bei Ihnen immer ein etwa zweiwöchiges Praktikum, das Einblick in den Beruf bietet und den Hausherren die Möglichkeit gibt, die Kandidaten kennen zu lernen. Jedes Jahr können zwei Azubis aufgenommen werden.

"Die Ausbildung dauert immer drei Jahre, aber danach sind die Brauer in der Lebensmittel- und Zulieferindustrie sehr begehrt", erklärt Thomas Köhler. Gianna könnte sich auch vorstellen, später eine eigene kleine Gasthausbrauerei zu eröffnen. Ein Bachelor- und Master-Studium im Bereich Brauerei- und Getränketechnologie an der TU Berlin ist ebenfalls eine Garantie für gute Aufstiegschancen.

» Milchtechnologe

Milchtechnologe

Foto: Milchtechnologe

Daniela Hennig hat Lebensmitteltechnologie an der TU Berlin studiert und stellt nun auf dem elterlichen Hof im Werderaner Ortsteil Töplitz Käse aus Milch der eigenen Kühe her.

Foto: Milchtechnologe

Daniela Hennig hat Lebensmitteltechnologie an der TU Berlin studiert und stellt nun auf dem elterlichen Hof im Werderaner Ortsteil Töplitz Käse aus Milch der eigenen Kühe her.

Foto: Milchtechnologe

Bio-Milch und Käse aus der Gläsernen Meierei in Münchehofe im Spreewald.

Foto: Milchtechnologe

Bio-Milch und Käse aus der Gläsernen Meierei in Münchehofe im Spreewald.

Die Milch macht's, hieß es lange in der Werbung. Und Milchwirtschaft hat Zukunft, denn Milch ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel, bei weitem nicht nur für kleine Kinder. Heutzutage wird sie meist in hochtechnisierten Molkereien verarbeitet und Milchkühe sehen oft niemals etwas anders als ihren Stall. Auch hier gilt: Bio hat Zukunft, denn die Milch schmeckt einfach besser, wenn die Kühe Gras und nicht nur Silage fressen.

Milchtechnologen bedienen in erster Linie moderne Produktions- und Abfüllanlagen und überwachen Produktionsprozesse. Sie kontrollieren die Produktion und die besonders wichtige Hygiene. Durch die stark vorangeschrittene Technisierung und Automatisierung ist der körperliche Einsatz zurückgegangen. Fast alles ist mittlerweile von Computern gesteuert. Das eröffnet auch mehr und mehr Frauen gute Arbeitschancen in einem zukunftsweisenden Wirtschaftszweig. Ob Bio oder konventionell, die Arbeitsplatzaussichten sind gut. Es bieten sich vielseitige berufliche Möglichkeiten sowie Fortbildungs- und damit Aufstiegschancen.Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet nur in anerkannten Ausbildungsbetrieben sowie in der Berufsschule in Oranienburg statt. Dort nehmen die Azubis an drei Theorie-Blöcken à vier Wochen pro Lehrjahr teil.

Besonders wichtig sind naturwissenschaftliches Interesse und technisches Verständnis, wenn man in diesem Beruf Erfolg haben will. Außerdem gehört ein ausgeprägtes Hygieneverständnis unbedingt dazu, denn kaum irgendwo vermehren sich Keime schneller als in lauwarmer Rohmilch. Und letztlich kann es ganz bestimmt nicht schaden, auch ein gutes Geruchs- und Geschmacksverständnis mitzubringen.Gelernt werden Produktionsverfahren von Trinkmilch über Butter, Joghurt und Käse bis hin zu Sauermilcherzeugnissen. Dabei spielen die Qualitätskontrolle und Laboranalysen eine wichtige Rolle. Auch das Verpacken und Lagern nach modernsten Hygiene- und Haltbarkeitsstandards muss gelernt werden.

In Brandenburg gibt es erst wenige Käsereien. Sie sind kleine Handwerksbetriebe und arbeiten meist mit ökologisch oder integriert hergestellter Milch. Daniela Hennig hat nach ihrem Studium der Lebensmitteltechnologie auf dem elterlichen Hof auf der Insel Töplitz im Havelland in einer kleinen Manufaktur mit der Herstellung diverser Käsesorten begonnen. Zum Einsatz kommt nur die Milch der eigenen Kühe, die der Familie auf diese Weise ein gutes Einkommen bescheren. Danielas größtes Problem war und ist aber nicht etwa die Technik der Käseherstellung, sondern das Erlernen der Rezepturen. Käseproduktion hat in Brandenburg so gut wie keine Tradition, deshalb müssen Käser wie sie zunächst auf Wanderschaft gehen und in anderen Regionen oder im Ausland das Käsen lernen.

» Öko-Landwirt/in

Öko-Landwirt/in

Foto: Öko-Landwirt/in

Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz. Die Landwirtschaft liegt ihr durch ihre Großeltern im Blut, einen Hof haben ihre Eltern aber nicht mehr.

Foto: Öko-Landwirt/in

Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz. Die Landwirtschaft liegt ihr durch ihre Großeltern im Blut, einen Hof haben ihre Eltern aber nicht mehr.

Foto: Öko-Landwirt/in

Bio-Kürbis ist vor allem im Herbst und Winter beliebt, weil er sehr gesund und nährstoffreich ist.

Foto: Öko-Landwirt/in

Bio-Kürbis ist vor allem im Herbst und Winter beliebt, weil er sehr gesund und nährstoffreich ist.

In Brandenburg bieten zahlreiche Öko-Betriebe Lehrstellen an. Die meisten haben eine staatliche Ausbildungsberechtigung. Die Lehre dauert je nach Vorbildung zwei Jahre für Abiturienten und drei Jahre für Azubis ohne Abitur. Am Ende steht eine staatliche Gesellenprüfung an. Seit 2008 gibt es auf brandenburgischen Demeter-Höfen auch die Möglichkeit einer so genannten "freien Ausbildung" über vier Jahre. Sie beginnt jeweils am 1. März und findet im Wesentlichen im Lehrbetrieb statt. Auch hier werden die wesentlichen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Fertigkeiten vermittelt.

Begleitet wird die Ausbildung von regelmäßigen Seminaren zu natur- und geisteswissenschaftlichen sowie anthroposophischen Hintergründen.Felicia ist Auszubildende im ersten Lehrjahr auf Gut Schmerwitz bei Wiesenburg im Hohen Fläming. Hier wird seit über 20 Jahren Bio-Qualität erzeugt und teilweise auch selbst verarbeitet. Felicia muss während ihrer Ausbildung alle Stationen durchlaufen, das heißt, schon nach wenigen Monaten arbeitet sie in der hauseigenen Nudel-Manufaktur mit oder versorgt die artgerecht gehaltenen Schweine, Schafe und Legehennen. Und in einem modernen Betrieb gehört auch die Verwaltung von Ferienwohnungen dazu.

Die 19-Jährige ist nach dem Abitur aus Bayern nach Schmerwitz gekommen und könnte ihre Ausbildung nach zwei Jahren abschließen. Ihr Ziel ist es jedoch, neben der praktischen Ausbildung auch ein Studium zu absolvieren, um später selbstständig einen Öko-Agrarbetrieb leiten zu können. Das gibt es in Brandenburg schon lange. Die Schmerwitzer Betriebsleiterin Rita Neumann hat zu DDR-Zeiten selbst ihre Ausbildung auf dem damals volkseigenen Gut begonnen und im Anschluss an der Humboldt-Uni in Berlin Agrarökonomie studiert. Die heute 60-Jährige bildet seit vielen Jahren aus und gibt ihre Erfahrungen gern weiter.

"Die meisten Azubis bleiben nur ein Jahr bei uns und gehen dann in einen zweiten Betrieb, um verschiedene Formen der ökologischen Landwirtschaft kennen zu lernen", erzählt sie und kann dem Hin und Her während der Ausbildung offenbar viel Gutes abgewinnen. Vor allem für Quereinsteiger hat das Vorteile, denn, wer ohne Familienbetrieb im Rücken und mit geringen Kenntnissen von Landwirtschaft in die Ausbildung geht, hat so die Möglichkeit, sich seinen zukünftigen Arbeitsplatz in einer Branche auszusuchen, die ihm liegt. 
Voraussetzung: Wer später studieren will, sollte mindestens ein Fachabitur mitbringen.
www.gut-schmerwitz.de 

» Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Mehrmals täglich misst Jasmin den Chlorgehalt des Wassers. Ist er nicht o.k., muss ein Techniker ran und die Sache in Ordnung bringen, bevor es gefährlich wird.

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Mehrmals täglich misst Jasmin den Chlorgehalt des Wassers. Ist er nicht o.k., muss ein Techniker ran und die Sache in Ordnung bringen, bevor es gefährlich wird.

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Zur Sicherheit der Badegäste müssen immer wieder Wasserproben genommen werden.

Foto: Fachangestellte/r für Bäderbetriebe

Zur Sicherheit der Badegäste müssen immer wieder Wasserproben genommen werden.

Schwimmen ist Deine Leidenschaft und Du würdest am liebsten den ganzen Tag im, am oder unter Wasser zubringen? Du engagierst Dich im DLRG oder bei der Wasserwacht, weißt, was bei einem Badeunfall zu tun ist und wärst bereit, unter allen Umständen ins kühle Nass zu springen um ein Leben zu retten?

Wenn Du auch noch Spaß am Umgang mit Menschen hast und im vollen Strandbad oder in der Schwimmhalle den Überblick nicht verlierst, ist die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe genau das Richtige für Dich.

Der gute alte Bademeister, der immer nur Aufsicht führte und allzu wilde Zeitgenossen mit drohendem Zeigefinger aus dem Becken pfiff, gehört der Vergangenheit an. Wer heute in einem modernen Bäderbetrieb arbeiten möchte, muss ein Multitalent und vor allem auch ein kleiner Eventmanager sein.

Denn immer mehr Sport- und Spielveranstaltungen halten Einzug in die Bäderlandschaft und neben reinen Sportbädern sind überall im Land Thermen und Wellnessbäder entstanden. Die Aufgaben sind also vielfältig und entwickeln sich immer weiter.

Bei der Bäderlandschaft Potsdam, zu der das Kiezbad am Stern und das Bad am Brauhausberg sowie die zwei Strandbäder gehören, wird Jasmin Neubauer innerhalb von drei Jahren zur Fachangestellten für Bäderbetriebe ausgebildet. Neben intensivem Schwimm-, Spring-, Tauch- und Rettungstraining erwirbt sie das nötige technische Know-how, um die Anlagen zu warten. Besucherbetreuung und Verkehrssicherheitspflicht gehören ebenfalls zum Ausbildungsprogramm.

Der theoretische Unterricht findet blockweise im Berufsschulzentrum in Wittenberg statt. In Sachsen-Anhalt wird am Ende der Ausbildung auch die Prüfung bei der zuständigen Stelle der Landesregierung abgelegt. Für Jasmin kein Problem - sie kommt von dort.

Gelehrt werden unter anderem handwerkliche Kenntnisse in Pflege, Wartung und Instandsetzung der bädertechnischen Einrichtungen. Grundlagen für das Messen physikalischer Größen wie ph-Wert oder Chlorgehalt, der bewusste Umgang mit Wärmepumpen, Solaranlagen und frequenzgesteuerten Umwälzpumpen gehören ebenfalls zum Lehrstoff. Außerdem lernt Jasmin in ihrer Ausbildung verwaltungstechnische Abläufe und Grundlagen des Marketings und kann ihre Computer-Kenntnisse perfektionieren.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind ein Oberschul- oder ein Mittlerer Schulabschluss sowie gute sportliche Fähigkeiten und eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer.
www.swp-potsdam.de
sowie Bäderbetriebe und Thermen im Land Brandenburg

» Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Fitnesskaufleute haben auch sehr gute Chancen in Sportgeschäften. Fachkundige Beratung hat bei der Vielzahl der Angebote eine absolute Priorität.

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Fitnesskaufleute haben auch sehr gute Chancen in Sportgeschäften. Fachkundige Beratung hat bei der Vielzahl der Angebote eine absolute Priorität.

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Gehört zum Job im Fitnesscenter: Geräte müssen den Kunden vor der Nutzung erklärt werden.Foto: Fitness First GmbH

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/frau

Gehört zum Job im Fitnesscenter: Geräte müssen den Kunden vor der Nutzung erklärt werden.Foto: Fitness First GmbH

Die Fitnesswelle hat Deutschland mittlerweile bis in die hinterste Ecke überrollt. Große Ketten richten modernste Studios mit immer neuen Geräten ein, aber auch Hotels, ob für Geschäftskunden oder zur Begeisterung der Feriengäste, verfügen über Trainingsräume. Längst geht es dabei nicht mehr nur um den reinen Muskelaufbau oder den perfekten Körper. Auch gesundheitliche Aspekte spielen in unserer bewegungsarmen Zeit eine immer größere Rolle. Vor allem in großen Städten, wo das Joggen nach Feierabend unter Umständen mit längeren Anfahrten verbunden ist, ziehen es viele Menschen vor, schnell für eine Stunde in die "Mucki-Bude" zu gehen.

Für junge, sportbegeisterte Schulabgänger mit Gesundheitsbewusstsein und einem gewissen Maß an Geduld bietet die Branche den perfekten Start ins Berufsleben. Eine Ausbildung zum Fitnesskaufmann ist aber nicht gleichzustellen mit den Aufgaben eines Trainers. Zwar müssen auch die Kaufleute die Geräte bedienen und Übungen erklären können, fast wichtiger ist jedoch die Arbeit hinter den Kulissen. Kaufmännische Kenntnisse sind in einem von starkem Konkurrenzdruck betroffenen Sektor von größter Bedeutung. Dazu gehören auch Dinge wie Rechnungswesen, Marketing oder Materialverwaltung, die vielleicht auf den ersten Blick weniger spannend wirken als die Arbeit als Zumbatrainer.

Einen großen Vorteil hat die umfassende Ausbildung aber allemal: Als reiner Trainer kann man in der Regel in der Fitnessbranche nicht lange arbeiten. Wer nicht mehr superjung und knackig braun ist, wird in einer Branche, die sich extrem an Mode und Schönheit orientiert, nicht allzu lange an vorderster Front stehen können. Spätestens dann zahlen sich betriebswirtschaftliche Kenntnisse aus. Außerdem bieten sie Azubis, die sich weniger für die Arbeit im Studio interessieren, auch die Möglichkeit, in Sportfachgeschäfte zu wechseln.Weitere Einstiegsmöglichkeiten ergeben sich bei Sportvereinen, denen das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder für die Verwaltung nicht mehr reicht. Dort gehört oft auch die Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Sportfesten zum Aufgabenbereich. Kommunale Sport-ämter, aber auch die zahlreichen privat betriebenen Bäder und Thermen brauchen Fachleute, die Ideen auch aus kaufmännischer Sicht erfolgreich umsetzen.

Neben eigener Fitness sollten Azubis in diesem Bereich also Kreativität und Begeisterung für Zahlen mitbringen. Ein freundliches, gepflegtes Aussehen und außerordentliches Dienstleitungsbewusstsein sind vor allem beim direkten Kontakt zu Kunden unumgänglich.

» Tanzlehrer

Tanzlehrer

Foto: Tanzlehrer

Ein Tanzlehrer erklärt seinen jugendlichen Schülern die Schritte. Fotos (2): ADTV - tanzen.de

Foto: Tanzlehrer

Ein Tanzlehrer erklärt seinen jugendlichen Schülern die Schritte. Fotos (2): ADTV - tanzen.de

Foto: Tanzlehrer

Spaß und Bewegung in der Tanzschule.

Foto: Tanzlehrer

Spaß und Bewegung in der Tanzschule.

Du hast Rhythmus im Blut und tanzt für Dein Leben gern? Vielleicht hast Du auch noch pädagogisches Geschick und gibst Deine Kenntnisse gern weiter? Dann könnte der Beruf des Tanzlehrers genau das Richtige sein. Die Ausbildung regeln die berufsverbände. Der Allgemeine deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) bildet beispielsweise in seinen Schulen Tanzlehrer in einer dreijährigen dualen Ausbildung mit jährlichen Prüfungen aus. Voraussetzung ist ein Mittlerer Schulabschluss. Wegen der Arbeitszeiten in den Abendstunden sollten Kandidaten außerdem volljährig sein. Grundkenntnisse des Welttanzprogramms sind von Vorteil.

Die praktische Ausbildung findet in einer anerkannten Ausbildungsschule statt. Bis zu drei Mal vormittags oder in Blockform findet parallel fachlich-theoretischer und tänzerischer Unterricht in einer autorisierten Berufsausbildungsschule statt. Weitere berufsbegleitende Inhalte werden außerbetrieblich in Seminaren vermittelt.Tanzlehrer haben gute Berufsaussichten. Die umfassende duale Ausbildung der Tanzlehrer-Akademie hat einen guten Ruf. Die angehenden Tanzlehrer lernen nicht nur das Welttanzprogramm, sondern werden geschult in Anatomie, Animationstechniken, Arbeitsschutz und Unfallverhütung. Erste Hilfe, Kommunikation, Organisation, Pädagogik, Psychologie, Rhetorik und Umgang mit Menschen sowie angemessene Umgangsformen gehören ebenfalls zur Ausbildung.Nach der Abschlussprüfung dürfen Tanzlehrer eigenständigen Unterricht geben.

Der ADTV unterhält zudem eine Aus- und Weiterbildungsakademie, in der ausgebildete Lehrer kontinuierlich weiter lernen können. Als komprimierte Plattform für theoretische und praktische Weiterbildung veranstaltet die Akademie zentrale und regionale Schulungen sowie den einmal jährlich stattfindenden "Internationalen Tanzlehrerkongress (Intako)" mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. Tanzen verbindet eben über alle Grenzen hinweg!Ausbildungsberechtigungen erteilen die Verbände an ihre Mitgliedsschulen. Wer sich für eine Tanzlehrerausbildung interessiert, sollte sich direkt bei den Verbänden nach einer passenden Lehrstelle erkundigen.

» Physiotherapeut

Physiotherapeut

Foto: Physiotherapeut

Beim theoretischen Unterricht lernen die zukünftigen Therapeuten unter anderem alles über Knochen und Gelenke.Fotos (2): Recura Akademie

Foto: Physiotherapeut

Beim theoretischen Unterricht lernen die zukünftigen Therapeuten unter anderem alles über Knochen und Gelenke.Fotos (2): Recura Akademie

Foto: Physiotherapeut

Praktische Übungen werden zuerst an Mitschülern trainiert.

Foto: Physiotherapeut

Praktische Übungen werden zuerst an Mitschülern trainiert.

Ob in Kliniken, angestellt oder selbstständig in Praxen: Physiotherapeuten werden überall gebraucht. In einer Gesellschaft, in der die meisten Arbeiten sitzend oder mit unzureichenden Bewegungen geleistet werden, leiden immer mehr Menschen unter Rückenschmerzen, Verspannungen und generellen Problemen des Bewegungsapparats. Physiotherapeuten helfen Patienten nach Unfällen und arbeiten auch in gesundheitlich orientierten Fitnessstudios. Sie haben also gute Zukunftsperspektiven.

Die Ausbildung dauert drei Jahre an einer staatlich anerkannten Schule für Physiotherapie. An der Akademie der Recura Kliniken in Potsdam beginnen die Kurse jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober eines Jahres und finden in Vollzeit statt. 2.900 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht in der Schule werden ergänzt durch 1.600 Stunden praktische Ausbildung am Patienten in Kliniken und Einrichtungen. Die Lehrinhalte sind durch das Masseur- und Physiotherapeutengesetz und die Ausbildungs- und Prüfungsordnung streng geregelt.

Wer als Physiotherapeut arbeiten möchte, sollte sportlich sein und viel Feingefühl für die Patienten, mit denen der Therapeut viel Zeit allein verbringt, mitbringen. Eine Vorliebe für medizinische Fächer ist ebenfalls günstig, denn in den drei Jahren muss viel Anatomie und Physiologie gebüffelt werden. Patienten-orientiertes Lernen beginnt im besten Fall schon mit dem ersten praktischen Unterricht.

Während der Ausbildung lernen die Teilnehmer auch die Bewegungsabläufe funktionsgerecht zu analysieren. Die Wirkung einzelner Übungen und Techniken wird meist zunächst gegenseitig geübt, damit jedem einzelnen Schüler bewusst wird, wie sie später beim Patienten angewendet werden müssen. Die Einsatzzeiten in Kliniken beginnen oft früh morgens, in Praxen sind die Hauptarbeitszeiten in der Regel dann, wenn Arbeitnehmer zur Behandlung kommen können, das heißt früh morgens und vor allem nachmittags und am frühen Abend. Besonderen Einsatz finden Physiotherapeuten in der Behandlung von Leistungssportlern, in Thermen und medizinischen Bädern.

» Altenpfleger

Altenpfleger

Foto: Altenpfleger

In der Altenpflegeschule üben die Schülerinnen gegenseitig Verbände anlegen.

Foto: Altenpfleger

In der Altenpflegeschule üben die Schülerinnen gegenseitig Verbände anlegen.

Foto: Altenpfleger

Blutdruckmessen bei der Mitschülerin.

Foto: Altenpfleger

Blutdruckmessen bei der Mitschülerin.

Foto: Altenpfleger

Auch ein Diabetes-Test will gelernt sein.

Foto: Altenpfleger

Auch ein Diabetes-Test will gelernt sein.

Steffi wusste schon mit 14, was sie werden will. Ihr Opa hatte immer so gezittert und Steffi wollte genauer wissen, was ihm fehlt. Die Diagnose war eindeutig: Steffis Opa leidet unter der Parkinson-Krankheit. Das klingt schlimmer, als es zunächst ist, denn viele Menschen leben sehr lange mit dieser Krankheit des Gehirns.

Für Steffi war es vor allem eine Erkenntnis. Sie entschied sich schon damals für einen Gesundheitsberuf. Nach der 10. Klasse hat Steffi eine duale Ausbildung zur Altenpflegerin bei der evangelischen Hoffbauer-Stiftung begonnen. Die Ausbildung ist in praktische und theoretische Blöcke aufgeteilt. Die Praxis lernt Steffi in einem Seniorenheim nordwestlich von Berlin, für die Theorie fährt sie jeweils eine Stunde und vierzig Minuten hin und zurück nach Kleinmachnow. Dorthin ist die Altenpflegeschule der Potsdamer Hoffbauer-Stiftung im vergangenen Herbst gezogen.

Steffi hätte auch einen anderen Kooperationspartner ihrer Einrichtung wählen können. Bei der evangelischen Stiftung war sie sich aber sicher, eine fundierte und ihren Bedürfnissen entsprechende Ausbildung zu bekommen. Dabei ist die heute 19-Jährige eine der Jüngsten ihres Jahrgangs. Viele Azubis haben zuvor schon andere Berufserfahrungen gesammelt und fangen hier noch einmal neu an.

Steffi geht den Weg anders herum und sagt ganz zuversichtlich, dass diese Ausbildung für sie noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. Später will sie vielleicht lieber Rettungsassistentin werden. Das hat auch mit Menschen und Gesundheit zu tun, ist aber mehr erste Hilfe. Vieles, was sie dort gebrauchen kann, lernt sie auch jetzt schon im Unterricht. Denn auch als Altenpflegerin muss sie Blutdruck messen, Verbände wechseln oder Diabetes-Kontrollen durchführen.

Ähnlich wie in der Krankenpflege muss auch sie ihre Patienten grundlegend versorgen können. Hinzu kommt aber noch eine tiefgehende menschliche Beziehung, denn die Versorgung von Senioren in Pflegeeinrichtungen oder durch ambulante Dienste dauert oft Jahre. Das bedeutet viel Ausdauer und Geduld, denn viele alte Menschen geben sich nur unfreiwillig mit ihrem Schicksal ab und halten sich nicht unbedingt für pflegebedürftig. Sorgen um einen Arbeitsplatz muss Steffi sich nicht machen, Altenpfleger werden überall gesucht, und das mit deutlich steigender Tendenz.

» Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Foto: Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Stolz zeigt Mike Schwitzke seine Sammlung entschärfter Sprengkörper.

Foto: Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Stolz zeigt Mike Schwitzke seine Sammlung entschärfter Sprengkörper.

Foto: Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Auch eine Besonderheit der Brandenburger Polizei: Aufgrund der zahlreichen Gewässer hat die Wasserschutzpolizei vor allem im Sommer viel zu tun.

Foto: Berufe bei der Polizei: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat viel zu tun

Auch eine Besonderheit der Brandenburger Polizei: Aufgrund der zahlreichen Gewässer hat die Wasserschutzpolizei vor allem im Sommer viel zu tun.

Wer sich für spezielle Tätigkeiten bei der Polizei interessiert und schon eine Vorbildung auf dem Gebiet mitbringt, kann unter Umständen ohne große Umwege in die gewünschte Dienststelle gelangen. Ähnlich wie "Headhunter" in der internationalen Wirtschaft halten beispielsweise die Abteilungsleiter des LKA schon recht frühzeitig während der Grundausbildung nach geeigneten Kandidaten Ausschau.

Eine ganz besondere Aufgabe im Rahmen der Brandenburger Polizei hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Mitarbeiter sind zwar keine ausgebildeten Polizisten und deshalb auch keine Vollzugsbeamten, unterstehen aber trotzdem voll und ganz dem Zentraldienst der Polizei in Wünsdorf. Kampfmittelbeseitiger haben vielfältige Aufgaben. In Brandenburg müssen Baugrundstücke in besonders gefährdeten Gebieten vor der Bebauung auf Munition und Blindgänger überprüft werden und häufig werden, vor allem in Oranienburg und Potsdam, bei systematischer Suche Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Wer hier arbeiten möchte, muss nicht nur extrem ruhig und gelassen sein, sondern vor allem möglichst bereits in einem metallverabeitenden Gewerbe gearbeitet haben. Der Leiter der Potsdamer Dienststelle, Mike Schwitzke, hat zunächst eine Schlosserlehre gemacht und lange Jahre bei der Bundeswehr in ähnlicher Position gearbeitet. Er lässt sich bei seinem Job nicht aus der Ruhe bringen, trotzdem fällt ihm aber jedes Mal ein Stein vom Herzen, wenn eine Bombe entschärft ist. "Als Erstes rufe ich dann meine Frau an", erzählt der vierfache Familienvater.

» Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Foto: Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Auch der Umgang mit den jüngsten Zeugen muss gelernt werden. Auf dem Gelände ist genug Platz, um Unfälle zu simulieren.

Foto: Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Auch der Umgang mit den jüngsten Zeugen muss gelernt werden. Auf dem Gelände ist genug Platz, um Unfälle zu simulieren.

Foto: Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Auch das Anlegen von Handschellen will geübt sein. Die Polizeianwärter trainieren regelmäßig Abwehrtechniken und lernen, wie sie Täter in den Griff bekommen.

Foto: Berufe bei der Polizei: Einstieg in den mittleren Dienst

Auch das Anlegen von Handschellen will geübt sein. Die Polizeianwärter trainieren regelmäßig Abwehrtechniken und lernen, wie sie Täter in den Griff bekommen.

Wer eine Ausbildung im mittleren Dienst absolviert, verbringt zweieinhalb Jahre an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg. Die Nachwuchskräfte sollen "bürgernah und konfliktregelnd, fachkompetent und professionell, selbstbeherrscht und vorurteilsfrei" agieren lernen, heißt es in der offiziellen Ausbildungsbeschreibung. Im Alltag an der FHPol heißt das, dass neben Paragraphenpaukerei, Kriminalistik und Kriminaltechnik, Fahr- und Sicherheitstraining auch viel Teamgeist vermittelt wird, und zwar in erster Linie beim Sport. Außerdem bekommen die Polizeischüler ein interkulturelles Training und lernen Grundlagen der Polizeipsychologie.

Wer den Campus der FHPol als Schüler betritt, geht grundsätzlich zunächst zu seinem Spind und zieht sich um. Denn hier wird Uniform getragen, außerhalb des Geländes ist das jedoch verboten, weil man die Schüler sonst vermeintlich für voll ausgebildete Polizisten halten könnte. Praktische Übungen aus dem Polizei-Alltag finden ebenfalls unter Aufsicht der Lehrkräfte auf dem Gelände statt. Polizeimeisteranwärter werden in erster Linie auf den Dienst als Streifenbeamte im Wach- und Wechseldienst vorbereitet. Sie erhalten aber auch Grundkenntnisse in der Straftatenbekämpfung. In der Schutzpolizei können sie später bei Verkehrskontrollen oder bei der Autobahnpolizei eingesetzt werden und haben dort neben Kontrollaufgaben auch beratende Funktionen zu erfüllen. In der Bereitschaftspolizei, von der es Hundertschaften in Potsdam, Frankfurt (Oder), Oranienburg und Cottbus gibt, sind sie für den reibungslosen Ablauf bei Großveranstaltungen zuständig und helfen auch bei Naturkatastrophen. Die Bereitschaftspolizei muss im Ernstfall auch Kollegen in anderen Bundesländern unterstützen.

Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für alle Polizeibeamten. Wer gut ist und seine Fähigkeiten unter Beweis stellt, kann sich auf intern ausgeschriebene Stellen bewerben und sich auf Dauer spezialisieren.
Weitere Informationen zum Studium bei der Polizei finden Sie hier

» Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Erkennungsmerkmal aller Polizisten in Uniform: Brandenburgs Polizei trägt immer das Wappen mit dem roten Adler am Ärmel.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Erkennungsmerkmal aller Polizisten in Uniform: Brandenburgs Polizei trägt immer das Wappen mit dem roten Adler am Ärmel.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Im großen Hörsaal wird gerade Kriminalistik gebüffelt. Unter den Studenten sind nur wenige Frauen. Die Polizei braucht aber dringend weiblichen Nachwuchs.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Im großen Hörsaal wird gerade Kriminalistik gebüffelt. Unter den Studenten sind nur wenige Frauen. Die Polizei braucht aber dringend weiblichen Nachwuchs.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Zerlegte Waffe und Übungsmunition ohne Schießpulver im Schießstand der Polizeischule. Hier müssen alle trainieren.

Foto: Berufe bei der Polizei: Neue Beamtenanwärter gesucht

Zerlegte Waffe und Übungsmunition ohne Schießpulver im Schießstand der Polizeischule. Hier müssen alle trainieren.

Die Polizei hat in Deutschland einen hohen Stellenwert und gibt der Bevölkerung durch ihre Präsenz ein Gefühl von Sicherheit. Durch die Brandenburger Polizeireform wurden in den vergangenen Jahren zwar Wachen geschlossen oder zusammen gelegt, aber mittlerweile zeigt sich auch die Kehrseite des Sparprozesses und es werden immer mehr Forderungen nach Verstärkung der Ordnungshüter laut. Als Polizist wird man also immer einen Arbeitsplatz haben.

Wer in Brandenburg eine Polizeiausbildung im mittleren oder gehobenen Dienst absolvieren möchte, kommt nicht an der Fachhochschule der Polizei (FHPol) in Oranienburg vorbei. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, dort, wo bereits SS-Wachmannschaften und kasernierte DDR-Volkspolizei ausgebildet wurden, hat seit 2006 Brandenburgs zentrale Ausbildungsstätte für Polizisten ihren Sitz. Mit der Geschichte umzugehen und den jungen Nachwuchskräften die Bedeutung der Polizei in unterschiedlichen Regimen deutlich zu machen, hat man sich zum Ziel gesetzt.

Rund 4.000 junge Menschen bewerben sich jedes Jahr über die Internetseite der Polizei Brandenburg um einen Ausbildungsplatz. Sie alle werden zu Einstellungstests eingeladen. Tatsächlich erscheint nicht einmal die Hälfte, obwohl die Auswahltests für die beiden Bereiche gehobener und mittlerer Dienst fast täglich stattfinden. Das liegt zum Einen an der Vielzahl der Bewerbungsmöglichkeiten. Kaum jemand bewirbt sich nur in einem Bundesland. "Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Bewerber lieber in ihrer Heimat bleiben wollen, Familie und Freunde haben eine große Bedeutung", sagt Linda Bergel, selbst keine Polizistin, aber in Oranienburg für das Auswahlverfahren der Kandidaten zuständig. Das bedeutet, dass wer an mehreren Orten Zusagen bekommt, meist die Stelle annimmt, die dem heimischen Herd am nächsten ist.

So weit muss es aber überhaupt erst kommen. Vorher müssen ein psychologischer Multiple Choice-Test, ein Diktat und eine Sportprüfung erfolgreich abgelegt werden. Wer das geschafft hat, und das sind nicht viele, muss am nächsten Tag noch eine gründliche polizeiärztliche Untersuchung über sich ergehen lassen. Beim Psychotest kann es leicht passieren, dass sich Kandidaten zu viele Gedanken darüber machen, welche Antworten gewollt sind. Das merkt man bei der Auswertung schnell und damit sind die Chancen auf einen Platz oft schon geschwunden, bevor man richtig loslegen konnte. Ein ganz anderes Problem sind die Diktate. "Hier kann man sich wirklich gut vorbereiten, in dem man sich beispielsweise Zeitungsartikel von Angehörigen oder Freunden diktieren lässt", rät Linda Bergel. Denn immer häufiger hapert es an ausreichenden Rechtschreibkenntnissen. Im Polizeidienst müssen später aber immer wieder Berichte geschrieben werden, da ist korrektes Deutsch Pflicht.

Auch für die Sportprüfung kann man prima im Vorfeld trainieren. Wer noch kein Supersportler ist, sollte sich besser gleich darauf einstellen, dass Polizisten fit sein müssen. Schließlich sollen sie bei der Verfolgung eines Straftäters nicht sofort schlapp machen und "Horst Krause-Typen" haben ohnehin ausgedient. Selbst im Polizeiruf 110 wurde dem Brandenburger Unikum eine junge, zackige Kommissarin zur Seite gestellt, um das Bild der Polizei ein wenig ins rechte Licht zu rücken. Von 15 Bewerbern, die sich an diesem Morgen vorgestellt haben, sind genau zwei übrig geblieben. Sie haben alle Tests mit Bravour bestanden, aber Linda Bergel ist trotzdem wenig optimistisch, was ihren Start bei Brandenburgs Polizei angeht, denn beide kommen aus Mecklenburg-Vorpommern und haben sich auch noch in Berlin und Niedersachsen beworben. "Wenn sie einen Platz in ihrer Heimat bekommen, sind sie für uns leider verloren", sagt sie aus Erfahrung.

Das bedeutet, dass die Brandenburger Polizei dringend Nachwuchskräfte sucht, und dass es gute Chancen für Brandenburger gibt. Vor allem Frauen sollten sich mehr bewerben, wünscht man sich in Oranienburg, denn es gibt Einsatzbereiche, wo es ohne weibliche Unterstützung gar nicht geht. Gesucht werden außerdem Kandidaten mit ganz unterschiedlichen Vorkenntnissen und Neigungen, denn in der Polizei gibt es eine Vielfalt an unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten.

Die Ausbildung im mittleren Dienst dauert zweieinhalb Jahre und schließt mit der Prüfung zum "Polizeimeister" ab. Absolventen des dreijährigen Bachelorstudiums für den gehobenen Dienst tragen den Titel "Polizeikommissar". Nach der Fachhochschule geht es aber für fast alle jungen Polizisten zunächst zur Bereitschaftspolizei.
Weitere Informationen zum Studium bei der Polizei finden Sie hier

» Fotograf

Fotograf

Foto: Fotograf

Alles im Blick(-winkel)! Foto: nk

Foto: Fotograf

Alles im Blick(-winkel)! Foto: nk

Fotografen erstellen je nach Schwerpunkt Porträt-, Produkt-, Indus­trie- und Architektur- oder wissenschaftliche Fotos. Darüber hinaus werden Fotografien auch im Film und in der Videotechnik eingesetzt. Vor einer Aufnahme entscheiden Fotografen, welches Aufnahmematerial und welche Kamera einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die Beleuchtungsart, richten die Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv - teils mehrfach, zum Beispiel mit verschiedenen Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei veränderten Lichtverhältnissen.

Außerdem bearbeiten sie die Fotografien, retuschieren, vergrößern oder vervielfältigen diese.Fotografen arbeiten hauptsächlich in Fotostudios, in Zeitungsverlagen, im Fotoeinzelhandel oder industriellen Fotogroßlabors. Sie agieren je nach Auftrag auch an wechselnden Arbeitsorten, zum Beispiel im Freien oder in Firmengebäuden. Außerdem arbeiten sie am PC, in der Dunkelkammer, im Labor sowie in Verkaufsräumen. Kenntnisse in Kunst, Mathematik, Physik und Chemie sind erforderlich. Die Berufsausbildung (dual) dauert drei Jahre. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen die ausbildenden Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Bootsbauer

Bootsbauer

Bootsbauer der Fachrichtung Technik montieren und warten technische und elektronische Einrichtungen von Motor- und Segeljachten, aber auch kleineren Fischkuttern, Barkassen und anderen Nutzfahrzeugen der Binnen- und Seeschifffahrt. Von Spannungsquellen und Energiespeichern über die Bordelektronik und ?elektrik bis hin zu Kabeln, Leitungen, Pumpen, Motoren oder Generatoren sind dies alle Arten von technischen Systemen und Anlagen. Bootsbauer der Fachrichtung Technik prüfen diese, stellen Störungsursachen fest und beheben sie.

Sie installieren nach gesetzlichen Vorschriften und unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen beispielsweise Feuerlöschsysteme, Kühlaggregate oder Ankereinrichtungen. Wenn sie Boote ein- und auswintern, beurteilen sie den Zustand der Bordtechnik, ergreifen Maßnahmen zum Korrosions- oder Frostschutz und stellen im Frühjahr die Betriebsbereitschaft und alle Funktionen der Systeme, zum Beispiel des Antriebs, wieder her. Bootsbauer der Fachrichtung Technik brauchen für die Berechnung von Flächen- und Rauminhalten gute Kenntnisse in Mathematik. Auch Physik, Technik und Werken sind wichtig. Die Lehre (duale Berufsausbildung) dauert 3,5 Jahre.red
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: Es ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Im Vorläuferberuf Bootsbauer/in (ohne Fachrichtungen) stellten die Betriebe überwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.

» Bäcker

Bäcker

Wer wüsste das nicht: Bäcker müssen immer sehr, sehr früh aufstehen, um dann Brot und Brötchen, Backwaren aus Blätter- und Mürbe- oder Hefeteig, Torten und Partygebäck herzustellen. Mehl, Milch, Eier, Hefe und Zucker sind ihre Elemente - und daraus zaubern sie manche Leckereien, während andere Leute noch schlafen.

In handwerklichen Bäckereien sind sie vorwiegend in Backstuben beschäftigt, in der Nahrungsmittelindustrie dagegen in Großbäckereien und damit in Werkhallen.Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt sind bei der Arbeit mit Lebensmitteln von besonderer Bedeutung. Damit die Qualität der Backwaren stimmt, müssen die Rezepte der Teigsorten genau eingehalten werden. Außerdem sind die Hygienevorschriften zu beachten.Beim Umrechnen von Gewichtsangaben oder bei der Berechnung von Mischungsverhältnissen benötigt man Kenntnisse in Mathematik. Zur Überwachung chemischer Prozesse (zum Beispiel Gärung von Sauerteig durch Milchsäurebakterien und Hefen) sind Kenntnisse in Chemie nützlich.

Die Ausbildung dauert drei Jahre (duale Berufsausbildung). Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein. Mögliche Alternativen, falls es mit diesem Berufswunsch nicht klappt: Konditor oder Koch - auch hier geht es darum, aus guten Zutaten etwas Schmackhaftes zu zaubern.red

» Kosmetiker

Kosmetiker

Kosmetiker beraten Kunden in Schönheits- und Gesundheitsfragen und bieten pflegende Gesichts- sowie Ganzkörperbehandlungen an. Sie wenden zum Beispiel Peelings an, bieten Gesichtsmassagen an und tragen beruhigende Masken oder pflegende Packungen auf. Störende Körperbehaarung entfernen sie mit Pinzetten, Wachsstreifen, Epiliergeräten oder dauerhaft mithilfe von Lasergeräten.

In der Hand- und Fußpflege formen, pflegen und gestalten sie die Nägel, massieren Hände oder Füße und pflegen die Haut. In der Ganzkörperkosmetik wenden sie Bäder mit speziellen Wirkstoffen oder Ganzkörpermassagen an. Zum Abschluss einer Behandlung tragen sie typgerechtes Makeup auf. In manchen Fällen bieten sie alternativ hierzu Permanent-Make-Up an, eine spezielle Tätowiertechnik, mit der sich zum Beispiel fehlende Augenbrauen kaschieren lassen.

Daneben verkaufen sie kosmetische Produkte oder Parfümerieartikel an ihre Kunden. Kosmetiker arbeiten hauptsächlich in Kosmetikstudios. Sie sollten serviceorientiert und kundenfreundlich arbeiten, möglichst nicht an den Fingernägeln knabbern und auch sonst selbst gepflegt sein. Gute Chemie- und Biologiekenntnisse können für Bewerber von Vorteil sein.
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben, vorwiegend wird man mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss eingestellt.

» Leichtflugzeugbauer

Leichtflugzeugbauer

Leichtflugzeugbauer stellen Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtfluggeräte und kleinere Motorflugzeuge vor allem für die Sportfliegerei her.Sie verarbeiten dabei hauptsächlich Faserverbundwerkstoffe, Leichtmetall und gelegentlich auch Holz. Mit Hilfe von Schablonen, Formen sowie Urmodellen, Werkzeugen und Maschinen fertigen sie Bauteile wie Sandwichschalen, Rippen, Spanten, Ruder und Verkleidungen. Diese fügen sie bei der Endmontage mit bereits vorgefertigten Ausrüstungsteilen wie Fahrwerk, Steuereinrichtungen, Kanzel und Triebwerk zusammen.

Auch warten und reparieren sie Leichtflugzeuge, kontrollieren dabei alle Bordsysteme und beseitigen Defekte.Leichtflugzeugbauer arbeiten hauptsächlich in kleinen und mittleren Industriebetrieben des Segel- und Leichtflugzeugbaus.Interesse an Mathematik sollte zur Berechnung von Flächen, Körper- und Rauminhalten vorhanden sein. Wissen aus Physik und Chemie ist wichtig, Interesse an Werken und Technik sollte ebenfalls vorhanden sein, und zum Lesen und Anfertigen genauer Skizzen und Pläne sind Fertigkeiten im Technischen Zeichnen hilfreich.
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben, vorwiegend wird man mit mittlerem Bildungsabschluss eingestellt. Alternativen: Fluggerätemechaniker, Bootsbauer oder Fahrzeuginnenausstatter.

» Gärtner

Gärtner

Foto: Gärtner

Gärtner ist ein vielseitiger Traumberuf für junge Menschen, die das Arbeiten in und mit der Natur lieben. Foto: GMH

Foto: Gärtner

Gärtner ist ein vielseitiger Traumberuf für junge Menschen, die das Arbeiten in und mit der Natur lieben. Foto: GMH

Kaum ein Beruf ist so vielseitig wie Gärtner mit seinen unterschiedlichen Fachrichtungen. Neben dem Umgang mit der Natur und der Arbeit unter freiem Himmel gibt es noch viele weitere Argumente die dafür sprechen, sich in der Grünen Branche ausbilden zu lassen. Für Karrieretypen: Gärtner ist ein krisenfester Job.

Der Wunsch der Menschen nach einem grünen Lebens- und Arbeitsumfeld, einen blühenden Balkon oder Garten sowie frischem Obst- und Gemüse aus der Region wird immer stärker. Die Zukunftsperspektiven für junge Menschen sind also sehr gut und die Weiterbildungsmöglichkeiten vielfältig. Sogar eine Beschäftigung im Ausland, etwa in der Entwicklungshilfe, steht qualifizierten Fachkräften offen.Für Kommunikative: Ein guter Umgang mit Kunden ist wichtig, wenn es um Verkauf und Beratung geht. Dieser Arbeitsbereich kommt vor allem Schulabgängern entgegen, die neben Pflanzen auch den Kontakt zu anderen Menschen lieben. Wer sich gut ausdrücken kann, ist als Gärtner im Einzelhandel gefragt - zumal der Anspruch der Kunden an fachkundiger Beratung steigt.

Für Kreative: Blumen sind zu Recht ein beliebtes Motiv in der Kunst. Wer ihre Schönheit liebt, muss nicht zum Pinsel greifen. Kreativität lässt sich auch als Gärtner in der Züchtung neuer Sorten oder beim Kombinieren von Pflanzenarrangements ausleben.

Für Technikfans: Moderne Gewächshäuser sind von Computern gesteuert. Wer hier Pflanzen anbaut, hat tagtäglich auch mit hoch entwickelten Maschinen zu tun. Schweres Gerät nimmt Gärtnern zudem körperliche Arbeiten ab - sei es in der Baumschule, im Garten- und Landschaftsbau oder im Obst- oder Gemüseanbau.

Für Naturverbundene: Wer sich gern unter freiem Himmel bewegt sollte Gärtner werden, statt nur aus dem Fenster zu schauen. Gärtner arbeiten mit den Jahreszeiten - egal ob sie Zierpflanzen und Stauden kultivieren, Obst und Gemüse anbauen, Gehölze und Gräber pflegen oder Gärten gestaltet. Dabei sind aktiver Umweltschutz und naturwissenschaftliches Denken ein wichtiger Aspekt des Berufes. Die Naturverbundenheit spricht auch viele Quereinsteiger an.

Für Kontaktfreudige: Ein Gärtner arbeitet selten allein. Netzwerke und Kontakte werden in der Grünen Branche gepflegt, die Organisation der Berufsgruppen in Verbänden hat einen regen Austausch zur Folge. Junggärtner aus allen Fachrichtungen treffen sich zudem regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten.GMH
Bei der Suche nach einem Unternehmen in der Nähe deines Wohnortes oder mit einer bestimmten Spezialisierung helfen die gartenbaulichen Landes- und Fachverbände oder die für die Berufsbildung zuständigen Stellen;.Eine Liste aller Ansprechpartner gibt es im Internet unter www.beruf-gaertner.de

» Isolierfacharbeiter

Isolierfacharbeiter

Isolierfacharbeiter dämmen industrielle Anlagen, um Energieverluste oder Lärmemissionen zu vermindern und schädliche Einwirkungen, zum Beispiel durch Feuchtigkeit, zu verhindern.Abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe, etwa das Ziel der Isolierung, und die Gegebenheiten vor Ort planen sie die Arbeitsabläufe, wählen geeignete Materialien und Dämm-Methoden aus und richten die Baustelle ein.

Dann bauen sie unter anderem Dämmstoffplatten aus schallschluckendem Material in Wände und Decken ein, um Maschinenlärm zu dämpfen, oder bringen Abschottungen zum vorbeugenden Brandschutz an. Sie ummanteln kältetechnische Anlagen und Kaltwasserleitungen oder Heißwasser- und Dampfleitungen. Auch Dampfbremsen und Dampfsperren bringen sie an, die verhindern sollen, dass Wasserdampf aus den Innenräumen in die Dach- und Wandkonstruktionen eindringt und dort Schäden verursacht. Die fertige Dämmung ummanteln sie oft noch zum Schutz gegen Beschädigungen und Witterungseinflüsse oder aus optischen Gründen mit Verkleidungen aus Blech oder Kunststoff. Isolierfacharbeiter ist ein anerkannter Beruf mit Fortsetzungsmöglichkeit. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Alternativen: Ausbaufacharbeiter oder Bauten- und Objektbeschichter.red

» Koch

Koch

Köche bereiten unterschiedliche Gerichte zu und richten sie an. Wenn sie einen Speiseplan aufgestellt haben, kaufen sie Lebensmittel und Zutaten ein, bereiten sie vor oder lagern sie gegebenenfalls ein. Sie organisieren die Arbeitsabläufe in der Küche und sorgen dafür, dass die Speisen rechtzeitig und in der richtigen Reihenfolge fertiggestellt werden. In kleineren Küchen kochen, braten, backen und garnieren Köche alle Gerichte selbst. In Großküchen sind sie meist auf die Zubereitung bestimmter Speisen spezialisiert, etwa auf Beilagen, Salate oder Fisch- und Fleischgerichte.

Zu ihren Aufgaben gehört auch, die Preise zu kalkulieren und Gäste zu beraten.Damit die Qualität der Speisen stimmt, müssen die Zutaten sorgfältig ausgewählt und frisch sein. Außerdem sind die Hygienevorschriften zu beachten.

Psychische Belastbarkeit ist wichtig, da Köche auch in Stoßzeiten und trotz Lärm und Hitze zuverlässig und sorgfältig arbeiten müssen. Bei der Berechnung von Mengenangaben benötigt man Kenntnisse in Mathematik. Angehende Köche befassen sich außerdem mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln und deren Veränderung bei Lagerung und Zubereitung. Kenntnisse in Chemie sind daher hilfreich.Die Berufsausbildung (dual) zum Koch dauert drei Jahre. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen ausbildende Betriebe überwiegend Bewerber mit Hauptschulabschluss ein.red

» Industrieelektriker

Industrieelektriker

Industrieelektriker der Fachrichtung Betriebstechnik bearbeiten, montieren und verbinden mechanische Komponenten und elektrische Betriebsmittel. Außerdem installieren sie elektrische Systeme und Anlagen, betreiben und warten sie.Sie sind auch in der Qualitätssicherung tätig.

Hier analysieren und prüfen sie elektrische Systeme und Funktionen, führen Sicherheitsprüfungen an elektrischen Anlagen und Systemen durch, dokumentieren Produktionsdaten und stimmen sich mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab. Dabei berücksichtigen sie Aspekte der Wirtschaftlichkeit sowie Vorgaben des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit.Industrieelektriker der Fachrichtung Betriebstechnik arbeiten hauptsächlich in Industriebetrieben, zum Beispiel der Metall- und Elektroindustrie, der Automobilindustrie oder des Anlagenbaus. Meist sind sie in den Werkstätten und Werkhallen der Betriebe, im Kundenservice an wechselnden Einsatzorten beim Kunden tätig.Kenntnisse in Mathematik und Informatik sind ebenso wichtig wie in Physik. Auch handwerkliches Geschick ist vonnöten.
Lehrzeit: 2 Jahre
Voraussetzungen:Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.

» Biologielaborant

Biologielaborant

Biologielaboranten untersuchen Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen. Sie isolieren zum Beispiel Zellen, züchten sie auf speziellen Nährböden und begutachten sie. Unter dem Elektronenmikroskop vergleichen und prüfen sie die Struktur von Viren oder Bakterien. In biochemischen Versuchen setzen sie Zellen, Eiweiße, Blut oder Gewebeproben in chemischen Lösungen an und testen die Reaktion. Auch Parasiten und Schädlinge züchten und sezieren sie. Bei Tierversuchen arbeiten sie ebenfalls mit.

Daneben können gentechnische Versuche zu ihren Aufgaben zählen. Wenn sie in der Pharmakologie tätig sind, beschäftigen sie sich mit der Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Organismen. In der Sicherheitspharmakologie testen sie Nebenwirkungen von Arzneien in der Entwicklung. Biologielaboranten arbeiten hauptsächlich in der medizinischen und biologischen Forschung, der angewandten Medizin und im Gesundheitswesen, bei Pharma- und Kosmetikherstellern, bei Lebensmittelherstellern und in Betrieben, die biotechnische Produkte herstellen.

Ihre Tätigkeiten üben sie vorwiegend in Laboratorien aus. Sehr gute Kenntnisse in Biologie sind unabdingbar, auch Chemie, Physik und Mathematik sind gefragt.red
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Baustoffprüfer

Baustoffprüfer

Baustoffprüfer bereiten Proben vor, entnehmen und untersuchen sie. Sie prüfen zum Beispiel Böden auf Tragfähigkeit oder sondieren, um die Verdichtungs- und Wasseraufnahmefähigkeit eines Bauuntergrundes zu ermitteln. Sie stellen die Belastung mit umweltschädlichen Stoffen fest oder testen für Bauwerke oder Straßenbeläge Mörtel, Beton, Asphalt und andere Baustoffe auf ihre Eigenschaften und Einsatzfähigkeit. So ermitteln sie zum Beispiel Druckfestigkeit, Verhalten bei Hitze oder Kälte und Güte der Baustoffe.Untersucht wird in Labors, wobei chemische und physikalische Methoden und Prüfmaschinen eingesetzt werden. Bei der Arbeit orientieren sich Baustoffprüfer an Normen und Vorschriften.

Prüf- und Messergebnisse dokumentieren sie, werten sie aus und stellen sie grafisch dar. Sie erstellen Prüfberichte und erläutern den Kunden ihre Ergebnisse. Baustoffprüfer arbeiten hauptsächlich in Unternehmen der Bauwirtschaft und in Steinbruchbetrieben sowie in Überwachungs- und Forschungseinrichtungen.Das Prüfen von Baumaterialien und Böden auf Baustellen oder im Gelände an wechselnden Arbeitsorten erfordert Flexibilität. Nützlich sind gute Kenntnisse in Chemie, Physik und Mathematik.red
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

» Groß- und Einzelhandelskaufleute

Groß- und Einzelhandelskaufleute

Foto: Groß- und Einzelhandelskaufleute

Viktor Lannois begeistert sich für Fische und Krustentiere. Im Frischeparadies ist er genau an der richtigen Stelle. Foto: s.g.

Foto: Groß- und Einzelhandelskaufleute

Viktor Lannois begeistert sich für Fische und Krustentiere. Im Frischeparadies ist er genau an der richtigen Stelle. Foto: s.g.

Viktor Lannois macht eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann beim Frischeparadies Hamburg. Für ein Wochenende ist er gemeinsam mit anderen Azubis aus ganz Deutschland und aus Wien nach Berlin gekommen, um für einen Tag die Filiale im Bezirk Prenzlauer Berg zu leiten. Das Frischeparadies ist ein Zusammenschluss ehemals eigenständiger Delikatessen-Märkte, die in erster Linie hochklassige Gastronomie beliefern, aber auch im Einzelhandel tätig sind.

In jedem Fall gilt: wer hier einkauft, ist bereit, für gute Qualität einen angemessenen Preis zu zahlen und kennt sich meist sehr gut aus. Das bedeutet, dass auch die Azubis sich schnell in die einzelnen Bereiche einarbeiten und viel über die Waren lernen müssen.Die Frischeparadies-Kette gehört heute zum Dr.-Oetker-Konzern und verfügt über ein reichhaltiges Angebot von Gemüse über Käse und Wurstwaren bis hin zu Wein und Süsswaren.

Das war jedoch nicht immer so. Die meisten Märkte waren zunächst auf Frischfisch spezialisiert. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass man bis heute in allen Märkten eine Fischabteilung findet, die in Deutschland ihres gleichen suchen kann. Sie wird immer gleich aufgebaut und - große Ausnahme in deutschen Märkten - die Verkäufer stehen vor der Ware, vom Kunden nur durch ein Band getrennt.

Für Viktor ist das eine ganz besondere Art des Kundenkontakts. "Ich kannte das Frischparadies in meiner Heimatstadt Stuttgart und wollte unbedingt in diesem Konzern meine Ausbildung machen ", erzählt der 21-Jährige. In Stuttgart bleiben wollte er nicht, so hat er sich kurzerhand in Hamburg beworben. Im Frischeparadies zählen nicht nur die Noten auf dem Abschlusszeugnis, sondern vor allem die Motivation und die Begeisterung der Bewerber für die Ware.

Viele haben vorher schon in der Gastronomie gearbeitet und wissen aus eigener Erfahrung, was ein Restaurantchef benötigt. Das ist gut, denn die Bestellungen aus der Spitzengastronomie kommen meist per Telefon. Auch ein gewisses Interesse am Kochen ist nützlich, wenn man mit Spitzenprodukten arbeiten will.

Immer mehr Einzelhandelsketten geben ihren Azubis die Chance, für eine gewisse Zeit das Ruder zu übernehmen. Sie wollen ihnen damit einen ganz persönlichen Einblick in die Leitung eines Geschäfts geben.

Meist bewerben sich die Azubis speziell für diesen Einsatz, in einigen Fällen, wie bei der Drogeriemarktkette dm gehört es auch zum letzten Ausbildungsjahr. Die Ausbilder wollen damit erreichen, dass Azubis eigenständig Verantwortung übernehmen und sich grundlegende Gedanken über die Abläufe im Geschäft machen, anstatt nur auf Anweisung zu handeln.

Für zielstrebige Nachwuchskräfte ist das eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was sie können. Generell gilt im Einzelhandel, wie auch in vielen Handwerksberufen, dass man den Nachwuchs für den eigenen Betrieb lieber selbst ausbildet. "Da weiß man, was man hat, und die Mitarbeiter lernen die Strukturen von Anfang an kennen", sagt auch die Inhaberin des Edeka-Marktes in Werder (Havel), Kathrin Schneider, die ebenfalls grundsätzlich selbst ausbildet. Für die Azubis ist das eine gute Chance, nach der Ausbildung übernommen zu werden. Viktor Lannois möchte nach der Lehrzeit erst einmal studieren. Wer weiß, wo er dann landet? Sabine Gottschalk
Voraussetzungen: Erweiterte Berufsbildungsreife, MSA
Interesse für die angebotenen Waren und gute Rechenkenntnisse
www.potsdam.ihk24.de
www.ihk-ostbrandenburg.de
www.cottbus.ihk.de 

» Inklusionspädagogik

Inklusionspädagogik

Foto: Inklusionspädagogik

Fotos: (2) sg | Grundschulklasse in Potsdam

Foto: Inklusionspädagogik

Fotos: (2) sg | Grundschulklasse in Potsdam

Foto: Inklusionspädagogik

Integrationsklasse für geflüchtete Kinder

Foto: Inklusionspädagogik

Integrationsklasse für geflüchtete Kinder

Lehrer|innen in der Primarstufe: Schwerpunkt Inklusion


Bald ist es geschafft: Zwölf Jahre Schule liegen hinter Dir und Du hast immer noch nicht genug davon?
Gestresste Lehrer haben Dich nicht von dem festen Willen abbringen können, selbst in ihre Fußstapfen zu treten und kommenden Generationen das Wissen nahe zu bringen, das Du Dir in den vergangenen Jahren
angeeignet hast – und noch viel mehr, denn die Welt verändert sich schließlich.

Und weil sie sich verändert, bekommen seit einigen Jahren nicht nur Migrantenkinder mit sehr geringen Sprachkenntnissen, sondern auch Kinder mit den unterschiedlichsten Behinderungen Zugang zu Regelschulen. Für beide Fälle sind die wenigsten Lehrkräfte ausgebildet. Während sich Lehrer|innen an Förderschulen Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen, fragen sich ihre Kollegen an klassischen Grundschulen, wie sie die neue Herausforderung meistern können. Viele denken, das ist politisch gewollt, aber nicht zu Ende gedacht.

Abhilfe kann eine besondere Ausbildung schaffen, die im klassischen Lehramtsstudium nicht enthalten ist. An der Uni Potsdam, die als einzige im Land Brandenburg Lehrer ausbildet, hat man eigens dafür den
Studiengang Lehramt für Primarstufe mit Schwerpunkt
Inklusionspädagogik eingerichtet.

Das Fach Inklusionspädagogik bezieht sich dabei auf Sprach- und Lernförderung, beschäftigt sich aber auch mit dem Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung. Zusätzlich werden auch die klassischen Primarstufenfächer Deutsch und Mathematik vermittelt. Wer sich für diesen Studiengang entscheidet, wird später also anders unterrichten als die Kollegen in einer Grundschule ohne Inklusionsschwerpunkt.

Seit dem Wintersemester 2013/14 ist das Lehramtsstudium reformiert. Ein erster Masterstudiengang nach dem neuen Lehrerbildungsgesetz hat im Wintersemester 2016 / 17 begonnen. Auf ihn folgt wie gehabt das Referendariat.

Wer sich mit Inklusionspädagogik beschäftigen möchte, sollte vorab ein Praktikum in einer Einrichtung oder in der Freizeitbetreuung machen. Das ist auch bei
einem Schülerpraktikum möglich. Selbstdisziplin,
Kontaktfreudigkeit und Gelassenheit sind für den
Erfolg im Berufsalltag sehr wichtig.
Voraussetzungen:
Abitur, Empathie und innere Ausgeglichenheit, Selbsttest zur Eignung für eine Laufbahn im Bildungswesen unter www.cct-germany.de

Studiendauer:
Bachelor: 6 Semester
Master: 2 Semester
Referendariat

www.uni-potsdam.de

» Fachkraft für Abwassertechnik

Fachkraft für Abwassertechnik

Fachkräfte für Abwassertechnik überwachen, steuern und dokumentieren die Abläufe in Entwässerungsnetzen sowie bei der Abwasserund Klärschlammbehandlung in kommunalen und industriellen Kläranlagen. Sie kontrollieren automatisierte Anlagen und Maschinen an Leitständen. Bei Normabweichungen ergreifen sie sofort die notwendigen Korrekturmaßnahmen.

In Kläranlagen überwachen Fachkräfte für Abwassertechnik die Aufbereitung des Wassers in der mechanischen, biologischen und chemischen Aufbereitungsstufe. Außerdem analysieren sie Abwasserund Klärschlammproben, dokumentieren die Ergebnisse, werten sie aus und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse zur Prozessoptimierung. Sie überwachen Kanalnetze und Einleiter. Rohrleitungssysteme, Schächte und andere Anlagenteile inspizieren, reinigen und warten sie. Als sogenannte "elektrotechnisch befähigte Personen" können sie auch elektrische Installationen ausführen und reparieren.

Wo arbeitet man?

Fachkräfte für Abwassertechnik arbeiten hauptsächlich in der Abwasserwirtschaft, zum Beispiel in kommunalen und industriellen Kläranlagen, in der öffentlichen Verwaltung, zum Beispiel bei Abwasserverbänden und in Wirtschaftsbetrieben mit eigener Abwasserreinigung. Sie sind in Abwasserreinigungsanlagen, Laboren, aber auch im Freien, z.B. an Faultürmen, Klär, Absetzund Belebungsbecken tätig. Beim Betrieb von Entwässerungssystemen haben sie in Pumpwerken bzw. in der Kanalisation an Rohren und Sammlern zu tun.

Worauf kommt es an?

Sorgfalt ist bei der Analyse von Wasserund Klärschlammproben unabdinglich, um Fehler zu vermeiden, die Menschen und Umwelt gefährden könnten. Das Durchführen von Schutzmaßnahmen, z.B. bei Auftreten zu hoher Schadstoffkonzentrationen, erfordert Verantwortungsbewusstsein.Für das Verständnis der Vorgänge in Abwasseranlagen bilden umfassende Kenntnisse in Biologie und Chemie eine gute Grundlage. Kenntnisse in Mathematik sind notwendig, um den Sauerstoffbedarf in den Klärbecken zu berechnen. Beim Ausführen von Reparaturen an den Anlagen ist Erfahrung in Werken und Technik von Vorteil.

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen im öffentlichen Dienst pro Monat:
1. Ausbildungsjahr: 753 Euro
2. Ausbildungsjahr: 803 Euro
3. Ausbildungsjahr: 849 Euro

» Fachinformatiker

Fachinformatiker

Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration haben Zukunft. Jedes Unternehmen arbeitet heute in vernetzten Rechnersystemen und fast jeder Privathaushalt hat heute Computer, Telefonanlage und Internet zu Hause. Fachinformatiker sind Spezialisten die kundenspezifische IT-Lösungen durch die Integration von Hard- und Softwarekomponenten zu komplexen Systemen wie Client/Server-Systeme, Mehrbenutzersysteme oder Großrechnersysteme konzipieren und realisieren. Sie können alle Komponenten entsprechend den Kundenanforderungen installieren, konfigurieren und in Betrieb nehmen. Störungen können sie unter Einsatz moderner Experten- und Diagnosesysteme systematisch eingrenzen und beheben. Sie verwalten und betreiben als Dienstleister die IT-Systeme im eigenen Haus oder beim Kunden. Daneben beraten und schulen sie Benutzer.

Im Rahmen der Lehrzeit bekommen die Auszubildenden neben der Vermittlung aller erforderlichen Fähigkeiten einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichsten Aufgabenbereiche und die Abläufe einer IT-Abteilung eines Unternehmens oder eines großen IT-Dienstleisters, je nach Ausbildungsbetrieb.red
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.

» Check-in der Flughafenberufe

Check-in der Flughafenberufe

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen sorgen für einen reibungslosen Ablauf an deutschen Flughäfen. Fotos: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen sorgen für einen reibungslosen Ablauf an deutschen Flughäfen. Fotos: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Piloten sollten verantwortungsbewusst und teamfähig sein. Foto: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Piloten sollten verantwortungsbewusst und teamfähig sein. Foto: Fotolia / SOMATUSCANI

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Flubegleiter sind Ansprechpartner für die Fluggäste und sorgen für das Wohlbefinden der Passagiere. Foto: Fotolia / karolsmoderek

Foto: Check-in der Flughafenberufe

Flubegleiter sind Ansprechpartner für die Fluggäste und sorgen für das Wohlbefinden der Passagiere. Foto: Fotolia / karolsmoderek

Am Flughafen helfen viele verschiedene Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen dabei mit, den Betrieb am Laufen zu halten. Hier stellen wir eine Auswahl der Berufe vor, die dort täglich ausgeübt werden.

Flughäfen wirken wie Städte, in denen niemals geschlafen wird: Ob Flugverkehr, Zollkontrolle, Gepäckabfertigung, Restaurantbetrieb oder Maschinenwartung - gearbeitet wird nonstop. Kein Wunder also, dass ein solcher Ort eine ganze Menge an beruflichen Möglichkeiten verschiedenster Art bietet.

Klassische Bereiche Logistik und Technik

Um die große Menge an Frachtgut, Passagieren und Personal zu koordinieren, braucht es logistisches Know-how. Luftverkehrskaufleute und Servicekaufleute im Luftverkehr planen und organisieren die Beförderung von Personen und Fracht. In Flughafenbüros oder im Terminal beraten sie zum Beispiel Fluggäste, regeln den Check-in und verkaufen Tickets.

Luftverkehrskaufleute arbeiten hauptsächlich in Flughafenbetrieben, bei Linien- und Charterfluggesellschaften, bei Luftfrachtspeditionen sowie in Reisebüros. Sie sind in Büros, an Flughafenschaltern oder in Reisevermittlungszentren, in Lager- oder Frachtumschlagshallen tätig. Kommunikationsfähigkeit hilft bei der Kundenberatung über Flugverbindungen und ?preise.

Ein angemessener Umgang mit Beschwerden und Reklamationen ungeduldiger und schwieriger Kunden erfordert Konfliktfähigkeit und Beherrschtheit. Beim Zusammenstellen individueller Flugverbindungen, dem Ausstellen von Tickets, der Sitzplatzreservierung und der Buchung eines Mietwagens oder Hotelzimmers ist Kunden- und Serviceorientierung wichtig. Gute Kenntnisse in Mathematik sind erforderlich, da Kosten und Leistungsrechnungen oder statistische Berechnungen durchgeführt werden müssen. Kundenberatung, Personalbetreuung und auch das Abfassen von Verträgen verlangen in einem internationalen Umfeld wie dem Luftverkehr gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen in Deutsch und Englisch. Für Aufgaben im Finanz- und Rechnungswesen sind Kenntnisse im Fach Wirtschaft und Recht, zum Beispiel im Vertragsrecht, wichtig.

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung sind mit Versand, Umschlag sowie Lagerung von Gütern betreut. Je nach Arbeitssituation pendeln sie zwischen Büro und Lagerräumen.

Kaufmann/ Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte dreijährige Ausbildung wird in Industrie und Handel angeboten.

Das technische Personal von Flughäfen, das größtenteils in Werkstätten, Wartungshallen oder im Freien arbeitet, ist unter anderem für die regelmäßige Instandhaltung und Kontrolle der Rollfelder und Flugzeuge verantwortlich. Für das reibungslose Funktionieren sorgen hier unter anderem Fluggerätemechaniker der drei Fachrichtungen Instandhaltungs-, Fertigungs- und Triebwerkstechnik und Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme (neue Berufsbezeichnung ab August 2013 voraussichtlich Fluggerätelektroniker).

Diese bundesweit geregelte dreieinhalbjährige duale Ausbildung mit Fachrichtungen findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

"Dienstleistungsgesellschaft" Flughafen

Wer durch eine Airport-Halle schlendert, braucht sich nur umzublicken: Es wimmelt nur so von Geschäften und Restaurants verschiedenster Kategorien. Deshalb zählen auch Berufe in der Gastronomie wie Restaurantfachmann oder Koch zum "Inventar" jedes Flughafens. Hier sorgt man für das leibliche Wohl der Reisenden, sei es in der Küche oder im Service-Bereich.

Auch Verkäufer arbeiten am Flughafen: In den zahlreichen Shops bedienen und beraten sie die Kunden und verkaufen ihnen zum Beispiel Duty-free-Artikel, Snacks oder Zeitschriften.

In der Luft

Wer als Pilot Passagierflugzeuge fliegen will, muss eine zwischen 15 und 24 Monate dauernde Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer (ATPL(A)) (ATPL engl. = Airline Transport Pilot License) absolvieren, die von Verkehrsfliegerschulen und Flugunternehmen durchgeführt wird. Voraussetzung für die Ausbildung ohne Flugvorkenntnisse ist bei den meisten Flugschulen die Hochschulreife, auf jeden Fall aber ein bestandener Eignungstest (zum Beispiel Berufsgrunduntersuchung).

Für den Erwerb der Lizenz ist ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis Klasse 1 erforderlich. Die Auszubildenden erhalten während der Ausbildung keine Vergütung. An manchen Schulen fallen für die Ausbildung hohe Kosten an, zum Beispiel Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren. Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit sind unabdingbar: Verkehrsflugzeugführer müssen die Sicherheitsbestimmungen einhalten, um Passagiere und Besatzung nicht zu gefährden. Dabei arbeiten sie mit der Besatzung und Fluglotsen eng zusammen.

Angehende Flugbegleiter müssen einen Lehrgang von unterschiedlicher Dauer besuchen, der von Fluggesellschaften und privaten Bildungsträgern mit oder ohne Vorvertrag bei einer Fluggesellschaft durchgeführt wird. Rechtlich ist für diese Ausbildung keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Da die Bildungsträger eigene Zugangskriterien festlegen, bedeutet dies in der Regel, dass ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt wird.

Bewerber sollten volljährig sein. Flugbegleiter ist eine Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Die Lehrgänge unterschiedlicher Dauer werden von Fluggesellschaften und privaten Bildungsträgern mit oder ohne Vorvertrag bei einer Fluggesellschaft durchgeführt. Die Ausbildung ist in verschiedenen Bereichen möglich, zum Beispiel als Flugbegleiter für kontinentale und interkontinentale Strecken.red/nk

» Stuckateur

Stuckateur

Foto: Stuckateur

Ausgießen von Mauerwerk-Imitat. Daraus werden später Steinplatten für ein Filmset. Fotos (3): nk

Foto: Stuckateur

Ausgießen von Mauerwerk-Imitat. Daraus werden später Steinplatten für ein Filmset. Fotos (3): nk

Foto: Stuckateur

Natürlich findet man auch die Maria aus Fritz Langs „Metropolis“ in der Stuckateur-Werkstatt.

Foto: Stuckateur

Natürlich findet man auch die Maria aus Fritz Langs „Metropolis“ in der Stuckateur-Werkstatt.

Foto: Stuckateur

Auch das Anfertigen verschiedener Mauerimitate gehört zur Arbeit der Stuckateure.

Foto: Stuckateur

Auch das Anfertigen verschiedener Mauerimitate gehört zur Arbeit der Stuckateure.

Arbeiten in der Traumfabrik


Der Politthriller "The International", der Abenteuerfilm "Die drei Musketiere" oder der Kultfilm "Inglourious Basterds" - wenn eine internationale Filmproduktion in die Babelsberger Studios kommt, wird schon mal das New Yorker Guggenheim-Museum in Originalgröße nachgebaut, fahren venezianische Gondeln durch die Studio-Hallen oder man trifft Regisseur Quentin Tarantino beim Mittagessen in der Kantine.

In der Traumfabrik Babelsberg entstehen jene Filmwelten, die uns als Kinogänger und Filmliebhaber immer wieder begeistern. Einen entscheidenden Anteil an der Realisierung dieser Projekte haben die Handwerker des Art Department Babelsberg. Einer von ihnen ist der Stuckateur Marc Kagermann.

Stuckateur, da denkt man erst einmal an Baustelle, an Fassaden und vielleicht auch an die Verzierungen an der Zimmerdecke. Weit gefehlt! In einem großen Team aus Stuckateuren, Tischlern, Malern, Bildhauern, Schlossern, natürlich den Projektplanern, Regisseuren und Production-Designern entstehen in den 16 Studios und zahlreichen Werkstätten in der Medienstadt Potsdam-Babelsberg fast täglich neue Kulissen für nationale und internationale Filmproduktionen.

Zwischen Kostümfundus und dem ehemaligen Kino auf dem Gelände des Babelsberger Studios liegt die Werkstatt der Stuckateure. Die Räume sind groß und hell. Skulpturen aus verschiedenen Materialien in allen erdenklichen Größen und Farben säumen die Gänge zwischen den einzelnen Werkstattbereichen. Die Wände schmücken Lehrstücke der ehemaligen Auszubildenden, und auf den Tischen liegen unfertige Werkstücke.

Die Ausbildung zum Stuckateur dauert drei Jahre. Das erste Lehrjahr hat Marc Kagermann in der Berufsschule und auf dem Lehrbauhof verbracht. Einfache Holz- und Metallarbeiten, Fliesenlegen, Mauern sowie der Schablonenbau gehörten hier unter anderem zu den Ausbildungsinhalten. Erst im zweiten Ausbildungsjahr begann für ihn die Arbeit in der Stuckateur-Werkstatt des Art Departments.

Ein besonderes Highlight seiner Arbeit sei das Abformen von Modellen und Skulpturen. Klassisch wird mit Gips gearbeitet, aber auch moderne Kunststoffe kommen zum Einsatz. Abwechslungsreich, vielseitig und vor allem sehr spannend - so kann man die Arbeit beschreiben. Der Beruf des Stuckateurs vereint Kunst und Handwerk, und daher sind neben Kreativität und Geschick selbstverständlich auch Genauigkeit und Pünktlichkeit gefragt. Zeitpläne müssen eingehalten und im Vorfeld aufgestellte Budgets sollten nicht gesprengt werden.

Und auch wenn die Arbeit körperlich sehr anstrengend ist, kann sich Marc Kagermann keinen besseren Arbeitsplatz vorstellen. Und nichts ist cooler, als im Kino zu sitzen und bei der einen oder anderen Szene sagen zu können: "Das habe ich gebaut!". Nicole Keilig

» Lagerlogistiker|in

Lagerlogistiker|in

Foto: Lagerlogistiker|in

Foto: Lagerlogistiker|in

Foto: Lagerlogistiker|in

Fotos (2): Fotolia

Foto: Lagerlogistiker|in

Fotos (2): Fotolia

Der Online-Handel boomt und wächst: Große Zukunft für Logistiker


Mal ehrlich, kaufst Du Deine Klamotten noch im Laden? Ob Jeans, Schuhe, DVDs, elektronische Geräte oder Bücher, immer mehr Waren des täglichen Gebrauchs gehen nicht mehr klassisch über die Ladentheke,
sondern werden im Internet bestellt. Der Online-Handel boomt und gerade in ländlichen Regionen ist er für manche Kunden ein wahrer Segen.

Doch wenn es dem Handel gut geht, vervielfachen sich auch die Transporte. Und damit die Pakete auf die Straße kommen und den Kunden schnell erreichen, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte, die die riesigen Logistikzentren voll im Griff haben.

Ein Blick in das Lager des Versandriesen Amazon im havelländischen Brieselang verdeutlicht, wie wichtig eine fundierte Ausbildung ist, um sich hier zurecht zu finden. Denn für den Laien sieht alles erstmal nach
gepflegtem Chaos aus. Doch das hat System. Denn der Online-Anbieter verkauft schon lange nicht mehr nur Bücher, Musik und Filme. Inzwischen gibt es dort sogar Lebensmittel. Dafür haben die Regale eine ganz eigene Logik, die nur versteht, wer sich hier wirklich auskennt.

In ganz Deutschland bildet Amazon zurzeit rund 90 Azubis und Duale Studierende aus, und ist dabei nur einer von zahlreichen Ausbildern. Gleich nebenan, ebenfalls im Brieselang, hat sich Zalando angesiedelt. Was als kleines Berliner Start-up mit einem Schuhversand begann, ist inzwischen zur Multinationalen herangewachsen. Und es geht weiter in die gleiche Richtung. Denn neben Start-ups haben sich auch die klassischen Versandhäuser, wenn sie überhaupt überlebt haben, auf den schnelllebigen Onlinehandel eingestellt. Heute bestellt, morgen beim Kunden, heißt die Devise, und wenn es sein muss, demnächst auch am gleichen Tag per Drohne.

Aber auch die Einzelhandelsketten brauchen für ihre Warenlager Logistiker. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind in diesem Bereich essentiell. Deshalb gibt es auch gute Zukunftschancen. Und zwar überall. Denn, wer keine Lust auf Versandhandel hat, kann auch bei einer Discounterkette anheuern. Logistik ist auch dort das A und O.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss, körperliche Belastbarkeit, Neugierde, EDV-Kenntnisse und die Bereitschaft, in
Schichten zu arbeiten. Für das Duale Studium BWL oder Personalwirtschaft: (Fach-) Abitur.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Duales Studium: 6 bis 8 Semester. Gute Übernahmechancen in einem wachsenden Markt

www.amazon-logistikblog.de,
jobs.zalando.com/de

» Soziale Arbeit

Soziale Arbeit

Foto: Soziale Arbeit

Fotos (2): Hoffbauer Stiftung | Studierende im Hörsaal der FHCHP

Foto: Soziale Arbeit

Fotos (2): Hoffbauer Stiftung | Studierende im Hörsaal der FHCHP

Foto: Soziale Arbeit

Foto: Soziale Arbeit

Eine Tür zur Welt öffnen: Sprachförderung in der Sozialen Arbeit


In der Sozialen Arbeit geht es mehr und mehr darum, auch Menschen zu unterstützen, die die deutsche Sprache nur begrenzt oder gar nicht beherrschen. Dabei spielt auch der Spracherwerb eine immer größere Rolle. Auf die veränderten Gegebenheiten hat die Potsdamer Fachhochschule Clara Hoffbauer (FHCHP) reagiert und einen Dualen Studiengang „Sprache und Sprachförderung in Sozialer Arbeit“ eingerichtet.

Die Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft interessiert Dich und Du siehst im Zuzug von Migranten und Geflüchteten eine Chance? Auch Menschen, die aufgrund eines Handicaps Sprache und Sprechen nicht perfekt beherrschen, möchtest Du gern helfen?

Sprache und Sprachkompetenz kontinuierlich im Alltag zu fördern ist die Aufgabe der Absolventen dieses Studiengangs. Deshalb werden neben sozialpädagogischen auch sprachunterstützende Kompetenzen gelehrt. Nebenbei können Schwerpunkte in den Bereichen Theaterpädagogik, Storytelling, Poetry Slam oder Kreatives Schreiben gesetzt werden.

Parallel zu den sozialpädagogischen Modulen werden Fähigkeiten vermittelt, die den Absolventen erlauben sollen, sprach-, lese- und schreibbezogene Bedürfnisse ganz individuell zu erkennen und in der alltäglichen Arbeit zu fördern. Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Politik werden ebenfalls in das Studium einbezogen. Auch eine Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Elementarpädagogik oder Jugendarbeit ist möglich.

Das Studium ist in Trimester gegliedert und findet abwechselnd an der Hochschule und in sozialen Einrichtungen statt, in denen die Studierenden an zwei Tagen pro Woche arbeiten. Das bedeutet, dass Du nach drei Jahren einen Studienabschluss in der Tasche hast und gleichzeitig Berufspraxis vorweisen kannst.

Ob in einer ästhetischen Praxis, in der kulturellen Bildung oder in der Jugendhilfe, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und mit den bereits gesammelten Erfahrungen sind die Chancen auf  einen Arbeitsplatz in einem multiprofessionellen Team gut, denn hier kann jedes Mitglied seine Stärken einbringen.
Voraussetzungen:
Abitur oder Fachabitur, Bewerbung mit Motivationsschreiben und Lebenslauf,
parallel Suche nach einem Ausbildungsplatz. Es fallen Studiengebühren von 450 Euro monatlich an, die durch die Ausbildungsvergütung gedeckt sind. Gleichzeitig kann BAföG beantragt werden.

Studiendauer: 3 Jahre dual, in Trimester aufgeteilt, Infotag und Probevorlesung an der FHCHP am 21. März von 10 bis 14 Uhr.

www.fhchp.de

» Fahrzeuglackierer|in

Fahrzeuglackierer|in

Foto: Fahrzeuglackierer|in

Fotos (2): sg | Fahrzeuglackierer-Azubis in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz

Foto: Fahrzeuglackierer|in

Fotos (2): sg | Fahrzeuglackierer-Azubis in der Ausbildungswerkstatt von Mercedes-Benz

Foto: Fahrzeuglackierer|in

Foto: Fahrzeuglackierer|in

Mit der Sprühpistole unterwegs: Frische Farben auf tristem Metall

Nein, hier ist nicht die Rede von Graffiti oder Tags. Das wäre im Mercedes-Benz-Werk Ludwigsfelde undenkbar und würde nicht dem Stil des Unternehmens entsprechen.

Trotzdem sind die angehenden Fahrzeuglackierer|innen hier ganz schön farbstark unterwegs. Vor allem kennen sie sich bei den Mischverhältnissen beneidenswert gut aus und können jede nur erdenkliche Farbe in Null-Komma-Nichts mit einer simplen Küchenwaage mischen. Da bekommen Anstreicher große Augen!

In der Ausbildungswerkstatt werden zwar auch echte Autoteile bearbeitet, denn schließlich sollen die
Azubis später ja im Werk nebenan Transportern den letzten Schliff geben. Aber während der Ausbildung bleibt auch noch genug Zeit für eigene Kreativität mit der Spritzpistole. Ausgefallene Farbkreationen können beispielsweise an den Bänken für die Raucherpause geübt werden, oder auch an ausrangierten Tanks der Werksfeuerwehr.

Vor allem lernen Fahrzeuglackierer hier aber, wie sie das Metall des Fahrzeugs so schützen, dass es nicht
rostet. Kleine Dellen, beispielsweise durch einen Stoß oder einen leichten Aufprall, machen so nicht gleich eine Runderneuerung nötig. Der Kunde dankt das durch Treue zum Hersteller.

Dabei müssen die Auszubildenden ganz unterschiedliche Lackaufbauten üben, bis hin zu changierenden Speziallacken, die nur bei teuren Luxuslimousinen eingesetzt werden und Namen wie Obsidianschwarz, Designo hyazinthrot metallic oder Kallaitgrün metallic tragen. Der Farbenvielfalt sind kaum Grenzen gesetzt. Bei Reparaturen jedoch muss der Übergang unsichtbar sein – das allein ist schon eine hohe Kunst, die hier von der Pike auf gelernt wird.

Ebenso wichtig sind aber Umweltschutz- und Gesundheitsaspekte bei der Arbeit mit den Lacken, die durch ihre Zusammensetzung nicht ungefährlich sind. All das lernst Du in Deiner Ausbildung. Außerdem wirst Du ausführlich in den Aufbau von Lacken und Farben eingeführt. Denn nur wenn Du Dich in diesem Bereich gut auskennst, kannst Du sicher sein, dass die Farbe hält und das Ergebnis zufriedenstellend ist.
Voraussetzungen:
Mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in Mathe, gute Farbsicht und keine Atemwegserkrankungen!

Ausbildungsdauer:
3 Jahre dual

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Industriekaufmann|frau

Foto: Industriekaufmann|frau

Foto: daimler | Mercedes Benz Vans advance

Foto: Industriekaufmann|frau

Foto: daimler | Mercedes Benz Vans advance

Foto: Industriekaufmann|frau

Foto: sg| Mercedes-Benz Werk Ludwigsfelde

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Foto: sg| Mercedes-Benz Werk Ludwigsfelde

Schwarze Zahlen schreiben: Erfolgreicher Berufsstart in der Automobilbranche

Kaufleute werden immer und überall gebraucht und haben hervorragende Aufstiegschancen. Wer also gut mit Zahlen umgehen kann, vielleicht schon als Kind auf dem Flohmarkt auch das letzte ausrangierte  Spielzeug in bare Münze umgewandelt hat und bereit ist, sich in betriebswirtschaftliche Abläufe einzuarbeiten, hat in diesem Bereich, egal in welcher Branche, gute Aussichten auf einen langfristigen Arbeitsplatz.

Was auch immer Du am Ende verkaufst, bilanzierst oder verwaltest, wichtig ist eine fundierte Grundausbildung. Wenn Du sie erfolgreich absolvierst, kannst Du quasi überall einsteigen und eventuell auch die Branche wechseln. Gute Azubis werden aber auch gern übernommen und können dann neben der Arbeit so genannte Aufstiegsfortbildungen absolvieren, die helfen, die Karriereleiter zu erklimmen. Wenn Du Deine Ausbildung in einem großen Betrieb machst, in dem es eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten gibt, kannst Du bei entsprechendem Engagement fast sicher sein, übernommen zu werden.

Bei Mercedes Benz in Ludwigsfelde lernen kaufmännische Azubis Material-, Produktions- und Absatzwirtschaft, werden aber auch im Personalmanagement geschult. Finanz- und Rechnungswesen spielen eine große Rolle, deshalb sollte Mathe zu Deinen Lieblingsfächern gehören, aber auch Grundkenntnisse in der Anwendung von IT-Programmen sowie in Präsentations- und Projektmanagement-Tools sind hilfreich, denn auch in diesem Bereich wirst Du geschult.

Spannend sind die kaufmännischen Planspiele, aber auch die Produktschulungen, bei denen Du über alles informiert wirst, was Du in Deinem späteren Berufsleben im Konzern ein- oder verkaufen wirst. Du lernst die einzelnen Fachabteilungen kennen und übst die Arbeit in Projektteams und mit externen Partnern, die auch international sein können. Wenn Du später in einer Niederlassung arbeiten möchtest, solltest Du bereit sein, Dich auf die Wünsche der Kunden einzulassen. Außerdem musst Du natürlich alle Fahrzeuge und Dienstleistungen des Konzerns kennen lernen. In einer globalisierten Welt kann die Arbeit durchaus international sein. Wer bereit ist, gute Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben, hat in einem global agierenden Unternehmen gute Karrierechancen.
Voraussetzungen:
Mittler Schulabschluss oder Abitur mit guten Noten in Mathe und Englisch bei
internationalen Konzernen, Kundenfreundlichkeit und Dienstleistungsbereitschaft

Ausbildungsdauer:
2 1/2 bis 3 Jahre

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