„Mich interessieren alle Bereiche“


In Bastian Scheibes Leben drehte sich schon immer alles nur um Film. Jetzt wird er Film- und...

Altenpfleger/-in


Die Fachkräfte der Altenpflege tragen dazu bei, dass pflegebedürftige Menschen trotz körperlicher...

Bootsbauer/-in


Bootsbauer arbeiten auf Werften, in Bootsbauwerkstätten, in Bootscentern, Wassersportvereinen oder...

Beruf mit Verantwortung


Die Aufgaben Medizinischer Fach-angestellter ist die Assistenz bei Ärzten und Ärztinnen, die während...

Berufskraftfahrer/-in


Um Busfahrer zu werden ist eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer Richtung Personenbeförderung...

» Vielseitige Möglichkeiten

Vielseitige Möglichkeiten

Foto: Vielseitige Möglichkeiten

„Privates und Arbeit muss man trennen können“, sagt Sarah Zahn. „Bei jeder Tätowierung und jedem Piercing hab ich meinen Chef gefragt, ob das in Ordnung ist.“ Fotos: Sarah Zahn

Foto: Vielseitige Möglichkeiten

„Privates und Arbeit muss man trennen können“, sagt Sarah Zahn. „Bei jeder Tätowierung und jedem Piercing hab ich meinen Chef gefragt, ob das in Ordnung ist.“ Fotos: Sarah Zahn

Foto: Vielseitige Möglichkeiten

Foto: Vielseitige Möglichkeiten

Sarah Zahn ist Kauffrau für Bürokommunikation und freut sich immer, wenn sie direkt mit den Menschen zu tun hat 


Wenn Sarah Zahn morgens ihre kleine gemütliche Wohnung im Herzen von Brandenburg/Havel verlässt, macht sie das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Vor ihr liegt ein neuer Tag voller Spannung und Aufregung, aber auch viel Stress. Denn heute ist Sarah wieder im Frontoffice des Bezirksamtes von Tempelhof-Schöneberg in Berlin eingeteilt. „Einmal in der Woche bin ich einen Tag dort. Ich liebe diese Tage, denn so vielfältig und multikulturell wie die Stadt, sind auch die Menschen“, beschreibt die 22-jährige Brandenburgerin ihre Aufgabe und fügt mit einem Lächeln hinzu:  „Nach so einem Tag bin ich immer völlig am Ende mit den Nerven und froh, wenn ich in meine Brandenburger Kleinstadt zurückkehre und den Großstadtdschungel hinter mir lassen kann.“
Lehrzeit: 3 Jahre

Voraussetzungen: 
mind. Hauptschulabschluss, in Deutsch mind. eine drei, Englischkenntnisse, PC-Kenntnisse, Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität

Info: 
www.abba.a.bfz.de/kaufmannische-berufe


Allround-Kräfte, die technisch und menschlich fit sind
Im Büro geht nichts mehr ohne Computer, Fax, Diktiergerät oder Telefonanlage. Man muss diese modernen Kommunikationsmittel aber auch bedienen können. Kaufleute für Bürokommunikation können beispielsweise Texte und Tabellen mühelos am Computer erstellen. 

Für Sarah Zahn fand diese Ausbildung neben vielen unterschiedlichen Abteilungen auch im sogenannten Backoffice statt: „Hier geht es um allerhand Schreibkram und melderechtliche Angelegenheiten. Zum Beispiel Abmeldungen von Amts wegen, Bearbeitungen von schriftlichen Anträgen, Anmeldungen, und alles, was das Meldewesen betrifft.“

Aber auch diverse Aufgaben mit dem Internet und die Bearbeitung von E-Mails gehören zum Job. Um Termine zu planen oder Arbeitsabläufe zu organisieren, brauchen die Kauffrauen ebenfalls die moderne Bürotechnik. Sie sind mit Verwaltung, betriebswirtschaftlichen Vorgängen und auch der Personalplanung vertraut. Als Allround-Kräfte übernehmen sie vielfältige Aufgaben im Büro.

Ein große Bandbreite an Möglichkeiten
Nach der Ausbildung standen Sarah viele Möglichkeiten offen. Als sie dann für ein weiteres Jahr übernommen wurde, war sie aber dennoch sehr froh: „Ich glaube, mein Chef schätzt es sehr, dass ich so selbstständig arbeiten kann. Mir konnte man etwas erklären, und ich habe es sofort in die Tat umgesetzt. Vor allem meine Fähigkeit, eine Arbeit schnell und qualitativ gut zu erledigen, scheint im Amt eine gute Eigenschaft zu sein. Nicht zu vergessen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit!“ Mit der Ausbildung kann sie nun in der freien Wirtschaft und im öffentlichen Dienst arbeiten. Eine Ausbildung als Verwaltungsfachkraft hätte nur den öffentlichen Dienst als potenziellen Arbeitgeber bereit gehalten.

Arbeiten in Berlin ja, dort wohnen? Nein.
Obwohl Sarah ihre Heimatstadt Brandenburg/Havel selbst als Kleinstadt bezeichnet, „in dem quasi jeder jeden kennt“, würde sie niemals nach Berlin ziehen wollen. „Die Stadt ist total spannend und aufregend, aber auch viel zu stressig und laut. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, bin ich froh, wenn ich im ruhigen Brandenburg ankomme“, erklärt sie. Aber vor allem sei in Berlin auch die Bezahlung besser, erklärt Sarah und es ist eben doch schön, auch mal andere Menschen zu treffen. 

» Bankkaufmann/-frau

Bankkaufmann/-frau

Foto: Bankkaufmann/-frau

Mit Geld arbeiten, bedeutet viel Verantwortung und ein hohes Maß an Konzentration. F: har

Foto: Bankkaufmann/-frau

Mit Geld arbeiten, bedeutet viel Verantwortung und ein hohes Maß an Konzentration. F: har

Kunden erwarten in ihrer Bank freundliche Beratung zu Geldanlage, Kontoführung oder auch Krediten. Dafür sind Bankkaufleute zuständig. Sie wickeln zum Beispiel den täglichen Zahlungsverkehr ab und kennen die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage. Wer ein Haus kaufen oder bauen will, erfährt vom Bankkaufmann, wie er sein Vorhaben am besten finanzieren kann. Auch mit ausländischen Währungen und Kursen sind die Geldprofis vertraut. Sie sind das „Aushängeschild“ einer Bank und bemühen sich daher, ihre Kunden zufrieden zu stellen, indem sie ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wer anspruchsvoll und vielfältig arbeiten möchte, ist hier genau richtig. Zudem bietet der Job ein selbstständiges Arbeiten und gute Weiterbildungsmöglichkeiten. 
Bankaufleute sollten kommunikationsfähig, sprachlich fit und gute und höfliche Umgangsformen besitzen, im Team arbeiten können, gerne mit Zahlen umgehen, verantwortungsbewusst sein und ein gepflegtes Äußeres besitzen. 

Die Aufgaben sind mindestens genauso vielfältig und anspruchsvoll, wie die Voraussetzungen.  Bankaufleute beraten Kunden und informieren sie über die Angebote der Bank. Sie wirken bei Marketingmaßnahmen (Werbung u. Öffentlichkeitsarbeit) der Bank mit, kennen die Vorschriften des Verbraucher- und Datenschutzes, kennen sich mit allen Fragen der Kontoführung aus. So eröffnen, führen und schließen sie z.B. Konten im Auftrag der Kunden und sind in diesem Zuge sowohl mit dem Zahlungsverkehr (Geldüberweisungen) innerhalb Deutschlands als auch in Europa und international vertraut. Sie empfehlen ihren Kunden, wie sie ihr Geld und anderes Vermögen auf Konten, in Wertpapieren u. a. anlegen können und kennen die verschiedenen Kreditarten für Privatkunden und Unternehmen.
Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzungen:  Realschulabschluss oder Abitur
Info:  www.abba.a.bfz.de/kaufmannische-berufe

» Steinmetz/-in und Steinbildhauer/-in

Steinmetz/-in und Steinbildhauer/-in

Foto: Steinmetz/-in und Steinbildhauer/-in

Präzises Arbeiten und ein ruhiges Händchen sind entscheidend in diesem Job. Foto: nk

Foto: Steinmetz/-in und Steinbildhauer/-in

Präzises Arbeiten und ein ruhiges Händchen sind entscheidend in diesem Job. Foto: nk

Dieses Handwerk gründet als eines der ältesten auf der Suche von Menschen nach Schutz durch steinerne Bauwerke sowie von Natursteinmonumenten im Zeichen der Totenehrung, wovon zahlreiche Kulturdenkmäler aus allen Zeiten Zeugnis ablegen.

Heute gewinnt neben den Natursteinarbeiten an Neubauten das Bewahren alter Bausubstanz an Bedeutung, da die Umweltverschmutzung zu Steinzerfall führt.

Die Tätigkeitsfelder des Steinmetz und Bildhauers umfassen Bau, Grabmal, Denkmalpflege und Gestaltung.
Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzungen: 
Guter Hauptschulabschluss, Abitur
Info: 
www.biv-steinmetz.de
www.restauratoren.de


Bewerber sollten gerne kreativ arbeiten und künstlerisch interessiert sein, von kräftiger Statur, und auch mal zupacken können. Ganz wichtig ist auch ein räumliches Vorstellungsvermögen.

Die Arbeit als Restaurator kann genauso ein Ziel sein, wie die Selbstständigkeit.

» Sozial und doch technisch

Sozial und doch technisch

Foto: Sozial und doch technisch

„Mit Narkosegeräten muss sich eine ATA genauso gut auskennen wie mit der Überwachung und Dokumentation während der Narkose.“ Fotos: Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam

Foto: Sozial und doch technisch

„Mit Narkosegeräten muss sich eine ATA genauso gut auskennen wie mit der Überwachung und Dokumentation während der Narkose.“ Fotos: Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam

Foto: Sozial und doch technisch

Foto: Sozial und doch technisch

Anästhesietechnische Assistenten müssen viele Kompetenzen besitzen

Pflegeberufe sind gefragt wie nie, und die Berufe dieser Branche differenzieren sich immer weiter. „Die Pflege funktioniert einfach nicht mehr wie vor 60 Jahren, als eine Pflegekraft alles gemacht hat. Heute sind die Ansprüche ganz anders. So gibt es jetzt Operationstechnische Assistenten (OTA), Radiologische Assistenten und ganz neu auch Anästhesietechnische  Assistenten (ATA)“, sagt  Manuela Heyn, pädagogische Leiterin vom Brandenburgischen Bildungswerk für Medizin und Soziales e.V. in Potsdam.
Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzungen:  Realschule oder andere gleichwertige Schulbildung, Hauptschule + 2 Jahre Ausbildung , abgeschlossene Kranken-oder Altenpflegehelfer mit mind. einem Jahr Arbeitserfahrung
Info:  
www.ata-info.de
www.bbwev.de

Ausbildungsstart im Oktober 2012 auch in Potsdam

Hierbei handelt es sich um ein ganz neues Berufsbild, dass soziale Kompetenzen mit technischem Wissen verbindet. Schon seit acht Jahren bildet eine Bundesarbeitsgruppe die ATA aus, aber ab dem 1. Oktober 2012 geht das jetzt auch in Brandenburg. 

Technischer  als  eine  Pflegekraft

„Wichtig für die zukünftigen ATA sind vor allem Teamfähigkeit, dass sie sozial kompetent sind und sich nicht vor technischen Dingen scheuen“, beschreibt Manuela Heyn die Anforderungen an den Beruf. ATA haben nicht nur mit Patienten zu tun, sondern auch mit anderen Berufsgruppen, z.B. Ärzten und Pflegekräften. Ein ärztlicher Assistenzberuf also, der fast als interdisziplinär beschrieben werden könnte. Das Anforderungsprofil setzt sich aus fachlicher, personaler, sozialer und methodischer Kompetenz zusammen. ATA bereiten Narkosen nicht nur vor, sie assistieren und bereiten sie nach.

Gesund und in hohem Maße belastbar

Eine große Rolle spielt auch die gesundheitliche Eignung der angehenden ATA. Neben hoher Belastbarkeit und Flexibilität ist es dringend notwendig, dass die nötigen Schutzimpfungen, wie etwa gegen Hepatitis vorhanden sind. „Es dürfen keine Allergien gegen Medikamente oder Materialien vorliegen, die für das Berufsbild spezifisch sind. Mit einer Latex-Allergie ist eine Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin z. B.  nicht möglich“, ergänzt Manuela Heyn.
Da zukünftige ATA auch im Operationssaal anwesend sind und die Narkose des Patienten überwachen, sollten die Assistenten keine Probleme mit Blut haben.  

» Mit Herz, Seele und Verstand

Mit Herz, Seele und Verstand

Foto: Mit Herz, Seele und Verstand

Jenny Spring (links) und Madlen Pötschke wissen schon genau, wo sie einmal hin wollen.

Foto: Mit Herz, Seele und Verstand

Jenny Spring (links) und Madlen Pötschke wissen schon genau, wo sie einmal hin wollen.

Foto: Mit Herz, Seele und Verstand

Lehrerin Ulrike Wolfart (Mitte) bespricht mit ihren Schülern den Ablauf der kommenden Tage. Fotos: har

Foto: Mit Herz, Seele und Verstand

Lehrerin Ulrike Wolfart (Mitte) bespricht mit ihren Schülern den Ablauf der kommenden Tage. Fotos: har

Wer Heilerziehungspfleger werden will, braucht Nerven und ein ganz besonderes Gespür für Menschen

„Das ist schon ein Job, der auch mal an die Substanz geht, da sind Nerven gefragt“, sagt Ulrike Wolfart. Sie ist Lehrerin an der Beruflichen Schule im Berufsbildungswerk im Oberlinhaus, seit über 20 Jahren die Institution für berufliche Rehabilitation im Land Brandenburg.

Seit 2006 werden an der Fachschule Sozialwesen auch Heilerziehungspfleger ausgebildet. Es gibt kleine Klassen, so wird das Lernen zum Vergnügen, und die Lehrer haben die Möglichkeit, auf jeden Einzelnen einzugehen. 
Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzung: 
Fachoberschulreife plus Berufsausbildung oder Hochschulreife  
Info: 
www.pflege-deutschland.de
www.bbw-oberlinhaus-potsdam.de

Freude an der Arbeit mit behin derten Menschen
Wer eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger macht, muss eine ausgeprägte soziale Kompetenz für Menschen mit Behinderung vorweisen. Heilerziehungspfleger haben die Aufgabe, geistig, körperlich, seelisch und mehrfach behinderte Menschen aller Altersgruppen zu pflegen. In erster Linie müssen sie sich um die Pflege der Klienten und die Förderung ihrer persönlichen Entwicklung kümmern. Sie arbeiten in Einrichtungen des Sozial- und Pflegewesens. In erster Linie müssen sie sich um das leibliche Wohl und die Förderung der persönlichen Entwicklung kümmern. 

Der Einsatz ist vielseitig
Jenny Spring und Madlen Pötschke sind im ersten Lehrjahr. Sie wissen schon genau, wo sie einmal hin wollen: „Das hier ist meine zweite Ausbildung im Rehabereich“, sagt Madlen und ergänzt: „Mir liegt besonders die Arbeit mit psychisch Kranken, und da möchte ich auch tätig sein: in der geschlossenen Psychiatrie.“

Jennys Wunsch hingegen ist nicht ganz so ausgefallen, sie möchte in eine Behindertenwerkstatt: „Da habe ich auch schon mein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht (FSJ). Am liebsten möchte ich auch dort gleich anfangen.“ Beide machen den Job aus Überzeugung und weil sie das Gefühl haben, zu dieser Arbeit berufen zu sein. „Ich gehe einfach auf jeden offen und vorurteilsfrei zu“, sagt Madlen und Jenny ergänzt: „Niemand ist so dankbar und freundlich wie Menschen mit Behinderung.“

Strategien, um mit harten Geschichten umzugehen
Oft geht einem Heilerziehungspfleger eine Geschichte auch mal an die Nieren, „nicht immer ist es leicht, einfach nach der Arbeit abzuschalten“, sagt Lehrerin Ulrike Wolfart, „aber auch für solche Situationen erarbeiten wir uns in Rollenspielen und Praktika Strategien. So lernen die Jugendlichen, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen können. Und, dass man ein starkes Rückrat braucht.“ 

» Manufakturporzellanmaler/in

Manufakturporzellanmaler/in

Foto: Manufakturporzellanmaler/in

Das Bemalen von Porzellan erfordert viel Präzision und Geduld. Foto: KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin GmbH

Foto: Manufakturporzellanmaler/in

Das Bemalen von Porzellan erfordert viel Präzision und Geduld. Foto: KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin GmbH

Als Kunsthandwerker bemalen Manufakturporzellanmaler Porzellan ausschließlich mit der Hand. Das jeweilige Dekor, d.h. die Verzierung, entwerfen sie mittels unterschiedlicher Techniken und bringen es dann mit Pinsel, Zeichenfeder und keramischen Farben bzw. Edelmetallpräparaten z.B. auf Geschirr oder Ziergegenständen auf.
Manufakturporzellanmaler arbeiten in Porzellanbetrieben, und zwar hauptsächlich in Manufakturen. Unter Manufakturen versteht man Betriebe, in denen mindestens 80 Prozent der Produkte in Handarbeit hergestellt werden. Sie sind aber auch in Dekorabteilungen keramischer Werkstätten und Industriebetriebe tätig, die z.B. Haushaltswaren, Ziergegenstände oder Fliesen herstellen. Darüber hinaus finden sie Beschäftigungsmöglichkeiten z.B. bei Herstellern von Weihnachtsschmuck oder Spielzeug aus Porzellan – auch hier ist teilweise Handarbeit gefordert.

Den größten Teil ihrer Arbeit verrichten sie in Werkstatträumen, in denen sie an Arbeitstischen Entwürfe zeichnen und diese auf das Porzellan übertragen.
Manufakturporzellanmaler ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: 

Hauptschulabschluss, Abitur und Kreativität
Info:www.kpm.de


Der Monoberuf wird in Manufakturen wie der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen oder bei den Schülern der Knobelsdorff-Schule in der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin - KPM- ausgebildet.

Diese bundesweit geregelte dreieinhalbjährige Ausbildung wird in der Industrie angeboten. Ohne manuelles Geschick, zeichnerisches Talent, Sorgfalt, kreatives Gespür und ganz viel Geduld ist der Job nicht zu leisten.

» Berufskraftfahrer/-in

Berufskraftfahrer/-in

Foto: Berufskraftfahrer/-in

Serviceorientiert auch während der Fahrt. Foto: Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH

Foto: Berufskraftfahrer/-in

Serviceorientiert auch während der Fahrt. Foto: Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH

Um Busfahrer zu werden ist eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer Richtung Personenbeförderung zwingend notwendig. Des Weiteren ist eine Erlaubnis zur Personenbeförderung nötig sowie der Führerschein in den Klassen D und DE, manchmal auch in den Klassen D1 oder D1E.

Auch die Havelbus mbH bildet seit 1993 regelmäßig junge Menschen aus. Großer Bedarf besteht bei Berufskraftfahrern. „Wir suchen derzeit verstärkt Auszubildende als Berufskraftfahrer im Personenverkehr. Die Chancen für eine spätere Übernahme stehen sehr gut“, erklärt Havelbus-Personalleiter Dr. Joachim Fiedler. Havelbus befördert täglich insgesamt mehr als 70.000 Fahrgäste auf den 79 Linien. Damit ist Havelbus das größte Busunternehmen im Land Brandenburg. 
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: 
Hauptschulabschluss 
Info:  www.havelbus.de

Die 444 Mitarbeiter stellen den Service mit 199 modernen Bussen sicher. Der verantwortungsvolle Beruf des Busfahrers hat sich in den vergangenen Jahren zu einem komplexen, serviceorientierten Jobfeld entwickelt. Jeder muss sein Fahrzeug auch in stressigen Situationen im Stadtverkehr sicher beherrschen und für den Fahrgast serviceorientiert agieren können.

Die Ausbildung zum Berufskraftfahrer im Personenverkehr bei Havelbus ist vielfältig. Sie reicht vom Erwerb des Führerscheins für Fahrzeuge der Klasse C und D über die betriebliche Planung und Logistik bis hin zu den Themen Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Bewerbungen können noch bis Mitte März eingereicht werden.

» Einzelhandelskauffrau/-mann

Einzelhandelskauffrau/-mann

Foto: Einzelhandelskauffrau/-mann

Wer wie hier bei Edeka an der Fischtheke arbeitet, benötigt ein ärztliches Gesundheitszeugnis. Foto: EDEKA

Foto: Einzelhandelskauffrau/-mann

Wer wie hier bei Edeka an der Fischtheke arbeitet, benötigt ein ärztliches Gesundheitszeugnis. Foto: EDEKA

Die Ausbildung zu Einzelhandelskaufleuten ist ein staatlich vollständig anerkannter Ausbildungsberuf. In der Regel wird der Beruf ohne eine Spezialisierung nach bestimmten Fachrichtungen oder Schwerpunkten im Handel ausgebildet.

Die Dauer der Ausbildung zu Einzelhandelskaufleuten beträgt normalerweise drei Jahre und wird nach dem dualen System gleichzeitig in einer Berufsschule und in einem Betrieb durchgeführt, um von vornherein ein produktives Zusammenspiel von Praxis und Theorie zu gewährleisten.

In aller Regel wechseln sich die Zeiten ab, in denen die Auszubildenden einen bestimmten Zeitraum lang Blockunterricht in einer Berufsschule hat und danach für eine weitere Zeit ausschließlich im Betrieb arbeitet. 

Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass  die Auszubildenden die Berufsschule für jeweils zwei Tage in der Woche besuchen und sich so in regelmäßigen Abständen zwischen theoretischer und praktischer Ausbildung bewegen.
Die Ausbildungszeit zu Einzelhandelskaufleuten kann auch aufgrund einer höheren Schulbildung sowie den Leistungen um entweder 6 oder 12 Monate verkürzt werden. 
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:  Hauptschulabschluss ist wünschenswert
Info: www.liv-fliesen.de

Zunächst kann festgehalten werden, dass für die Ausbildung zu Einzelhandelskaufleuten rechtlich betrachtet keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung nötig ist. Diese Regelung trifft grundsätzlich auf alle anerkannten Ausbildungsberufe zu, die nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelt sind.

Neben diesen allgemeinen Richtlinien ist es im Einzelfall so, dass für einige Tätigkeiten im Einzelhandel bestimmte Dokumente vorzuweisen sind. Ein Beispiel ist ein ärztliches Gesundheitszeugnis für die Ausbildung in der Lebensmittelindustrie.

» Fluglotse/-lotsin

Fluglotse/-lotsin

Foto: Fluglotse/-lotsin

Die Kontrollzentrale im Tower sorgt für ein sicheres Starten und Landen. Foto: www.dfs.de

Foto: Fluglotse/-lotsin

Die Kontrollzentrale im Tower sorgt für ein sicheres Starten und Landen. Foto: www.dfs.de

Wer eine Ausbildung als Fluglotse absolvieren möchte, der kann diese schulische und bundesweit einheitlich geregelte Berufsausbildung in Langen bei Frankfurt am Main  oder bei der Bundeswehr absolvieren. Hier werden dann zwei unterschiedliche Ausrichtungen ausgebildet, zum einen als Towerfluglotse und zum anderen als Centerfluglotse.

Die Ausbildung als Fluglotse erfolgt in Theorie sowie in Praxis, wobei sich die Praxis auf Flugsimulatoren bezieht. Dieser Phase der Grundausbildung folgt eine On-the-job-Phase der betrieblichen Ausbildung, in welcher durch erfahrene Fluglotsen das notwendige Wissen vermittelt wird. Der Arbeitsort als Fluglotse ist nicht frei wählbar, sondern wird planwirtschaftlich eingeteilt.
Lehrzeit: 18-34 Monate
Voraussetzungen: 
Realschule, gute Englischkenntnisse
Info: 
www.dfs.de
www.bundeswehr-karriere.de

Die Dauer der Ausbildung als Fluglotse variiert zwischen 18 und 34 Monaten.
Wer in diesem Beruf aktiv werden will, der muss sich allerdings komplett durchleuchten lassen. Ein polizeiliches Führungszeugnis reicht hier nicht aus.

» Weiterbilden lohnt sich

Weiterbilden lohnt sich

Foto: Weiterbilden lohnt sich

Diabetes Nurse Cosette Weggen. Foto: privat

Foto: Weiterbilden lohnt sich

Diabetes Nurse Cosette Weggen. Foto: privat

Erste zertifizierte Diabetes Nurse in Brandenburg im Krankenhaus Finsterwalde

Weltweit steigt die Zahl der Diabetes-mellitus-Erkrankungen. Allein in Deutschland sind mehr als fünf Millionen Menschen von der sogenannten Zuckerkrankheit betroffen. Krankenhausstatistiken belegen, dass jährlich 200.000 stationäre Behandlungen mit der Hauptdiagnose Diabetes stattfinden; ein Vielfaches davon mit der Nebendiagnose Diabetes. Die bestmögliche Betreuung dieser Patienten stellt eine besondere Herausforderung dar. 
Lehrzeit: 146 Unterrichtsstunden 
Voraussetzungen:  Krankenschwester oder -pfleger
Info: www.hoeren-heute.de


Elbe-Elster-Klinik profitiert von Weiterbildung
Mit Cosette Weggen verfügt die Elbe-Elster Klinikum GmbH jetzt im Krankenhaus Finsterwalde über eine ausgebildete Diabetes Nurse. In den Krankenhäusern Herzberg und Elsterwerda werden Diabetespatienten von Diabetesberaterinnen betreut. Sie alle kümmern sich um die vielfältigen gesundheitlichen und psychologischen Probleme der Patienten mit Diabetes mellitus.

Neuorientierung durch Weiterbildung 
Cosette Weggen ist zurzeit die einzige zertifizierte Diabetes Nurse in Brandenburg. Sie arbeitet seit langer Zeit als Krankenschwester im Finsterwalder Krankenhaus. Als sich 2009 die Chance bot, sich mit der Weiterbildung zur Diabetes Nurse noch einmal beruflich weiter zu entwickeln, griff sie beherzt zu.

Der einjährige Kurs, für den sie regelmäßig nach Oldenburg fahren musste, stellte eine Herausforderung dar, die sie jedoch erfolgreich gemeistert hat. „Die Weiterbildung zur Diabetes Nurse soll die fachlichen Voraussetzungen für die optimale Betreuung von Diabetes-Patienten im Krankenhaus schaffen“, erklärt sie das Ausbildungsziel. Deswegen gehörte zum Kurs ein umfangreicher Theorieteil, der differenziertes Wissen über die Therapie des Diabetes mellitus sowie die Folge- und Begleiterscheinungen vermittelte.

Kompetente Begleitung
Diabetes Nurses sind in der Lage, Menschen mit Diabetes mellitus professionell zu betreuen, können Akutsituationen bewältigen und begleiten den stationären Aufenthalt des Patienten als kompetenter Ansprechpartner. Sie kennen die Grundlagen von Typ I- und Typ II-Diabetes ebenso wie die zugehörigen unterschiedlichen Therapieformen und erlernen praktische Aspekte der Krankheit, zum Beispiel die Insulintherapie und die Wundbehandlung beim diabetischen Fußsyndrom. 

Psychologische Beratung für Angehörige
Zu ihrer Ausbildung gehört schließlich auch der Erwerb kommunikativer und psychosozialer Kompetenzen, mit denen sie Menschen mit Diabetes mellitus und ihre Be zugspersonen bei der Auseinandersetzung mit und der Bewältigung der Krankheit unterstützen und beraten. „Ich werde immer dann gerufen, wenn die Blutzucker-Werte eines Patienten Auffälligkeiten zeigen“, erklärt die Diabetes Nurse ihren Arbeitsalltag. 

Regelmäßig trifft sie auf Patienten, die im Krankenhaus mit der Diagnose Diabetes konfrontiert worden sind und nun in das Themenfeld eingeführt werden müssen. „Ihre Zahl steigt ständig“, hat Cosette Weggen beobachtet – in der Regel handelt es sich um einen Diabetes Typ II, der unter anderem auf falsche Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen ist. Die Diabetes Nurse arbeitet fach- und stationsübergreifend und entlastet mit ihrer Tätigkeit auch die Schwestern auf den Stationen.

» „Jeder bekommt eine Chance!“

„Jeder bekommt eine Chance!“

Foto: „Jeder bekommt eine Chance!“

Marvin Jörs bestreuselt die Streuselschnecken. Fotos: har

Foto: „Jeder bekommt eine Chance!“

Marvin Jörs bestreuselt die Streuselschnecken. Fotos: har

Foto: „Jeder bekommt eine Chance!“

Jetzt sind die Schnecken fertig für den Ofen!

Foto: „Jeder bekommt eine Chance!“

Jetzt sind die Schnecken fertig für den Ofen!

Marvin Jörs wird Bäcker im Familienbetrieb Exner, weil Wille und Einsatzbereitschaft die wichtigsten Voraussetzungen sind

Auf die Frage, was ihm bei seiner Ausbildung am meisten Spaß macht, strahlt Marvin Jörs über das ganze Gesicht und antwortet selbstbewusst: „Mir macht alles Spaß!“ In seinem ersten Lehrjahr in der Bäckerei Exner belegt er jetzt schon Streuselschnecken und formt seine ersten Brötchen. 

Auf den Schulabschluss kommt es hier nicht an
Seit einem knappen halben Jahr ist Marvin jetzt in der Familienbäckerei Exner und hat sich gut entwickelt: „Wir hatten erst ein bisschen Bedenken, weil er nicht so gute Voraussetzungen mitbrachte, aber das hat sich schnell zerschlagen. Neben den regulären Ausbildungsplätzen bieten wir jedes Jahr zwei Schülern eine Chance, bei denen die schulischen Voraussetzungen nicht optimal sind. 
Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzung: 
Lernbereitschaft, Pünktlichkeit, handwerkliches Geschick, Lust auf Verantwortung    
Info:
www.baeckerei-exner.de

Jeder, der eine Bewerbung schreibt, kann sich bei Vorstellungsgespräch und Probearbeit beweisen “, sagt Kathleen Exner. Sie ist nicht nur die Frau vom Chef, sondern kümmert sich auch um die Auszubildenden und übt in regelmäßigen Rollenspielen den Umgang mit den Kunden. 

Fleiß und gute Arbeit werden belohnt
Wer sich durch besondere Leistungen auszeichnet und immer fleißig seine Aufgaben erfüllt, wird belohnt: „Wir stehen gerade in Verhandlungen mit der Österreichischen Handelskammer. Die besten Azubis können vorraussichtlich ab dem Sommer für einige Wochen in einer Wiener Bäckerei ein Praktikum machen“, sagt Kathleen Exner. Das steigert die Motivation, hofft sie.

Ausland muss nicht unbedingt sein
Für Marvin ist das nicht so wichtig. Er möchte nur seine Ausbildung erfolgreich abschließen und dann vielleicht in der Familienbäckerei Exner bleiben. „Ich werde bald 18, da möchte ich erstmal meinen Führerschein machen, dafür spare ich grad“, erklärt er mit glänzenden Augen. 

Und dann muss er auch nicht mehr zwischen seinem Arbeitsplatz in Beelitz und seinem Wohnort in Ludwigsfelde pendeln, sondern kann gleich das Auto nehmen. „Im Moment wohne ich unter der Woche hier und am Wochenende zu Hause in Ludwigsfelde. Das ist schon ein bisschen anstrengend immer hin und her zu fahren“, sagt Marvin und legt munter mit der Bestreuselung seiner Schnecken los. 

» Fachangestellter/-angestellte für Bäderbetriebe

Fachangestellter/-angestellte für Bäderbetriebe

Foto: Fachangestellter/-angestellte für Bäderbetriebe

Alles und jeden im Blick haben, ist oberstes Gebot. Foto:FEZ-Berlin

Foto: Fachangestellter/-angestellte für Bäderbetriebe

Alles und jeden im Blick haben, ist oberstes Gebot. Foto:FEZ-Berlin

Fachangestellte für Bäderbetriebe beaufsichtigen den Badebetrieb in Frei- oder Hallenbädern, betreuen die Badegäste und überwachen die technischen Anlagen.

Sie arbeiten in öffentlichen und privaten Frei- und Hallenbädern, See- und Strandbädern, Meerwasser- und Wellenbädern. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten finden 
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: Oberschul- oder Realschulabschluss, gute sportliche Fähigkeiten, wünschenswert: Engagement in der DLRG oder Wasserwacht, Rettungsschwimmer oder Mitglied im Schwimmverein
Info:  www.schwimmeister.net

Fachangestellte für Bäderbetriebe bei Schwimmvereinen, in Wellnesshotels oder in Fitnesszentren, denen z.B. ein Dampfbad angeschlossen ist. Darüber hinaus sind sie in kommunalen Sportämtern oder in medizinischen Badeeinrichtungen von Rehabilitationskliniken oder Altenheimen tätig.

Fachangestellte für Bäderbetriebe arbeiten in allen Bereichen der Bäder und Anlagen, sowohl in Schwimmhallen, Außenanlagen und -becken, Umkleidekabinen und Duschräumen als auch in Gebäuden und Räumen für technische Anlagen. Verwaltende Aufgaben erledigen sie in Büroräumen.
In der Ausbildung wird schwerpunktmäßig Schwimmen, Springen,
Tauchen und Retten geschult. Dafür ist es notwendig, regelmäßig am Schwimmunterricht für Fortgeschrittene teilzunehmen. 

In diversen Schulungen wird die Besucherbetreuung, die Verkehrssicherungspflicht und der Einsatz der Rettungsgeräte geschult. Die Organisation des Aufsichtsdienstes erlernt man im letzten Abschnitt der Ausbildung. Die praktische Ausbildung wird durch den Theorieunterricht in der Berufsschule (Blockunterricht) und
im Unternehmen ergänzt.

» Bestattungsfachkraft

Bestattungsfachkraft

Foto: Bestattungsfachkraft

Einfühlungsvermögen gehört auch zu den Aufgaben einer Bestattungsfachkraft. F: Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.

Foto: Bestattungsfachkraft

Einfühlungsvermögen gehört auch zu den Aufgaben einer Bestattungsfachkraft. F: Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.

Bestattungsfachkräfte betreuen die Hinterbliebenen, beraten sie und klären mit ihnen die Details der Bestattung ab. Gemeinsam mit Kollegen koordinieren sie den Bestattungsauftrag.
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: mind. Hauptschulabschluss, Reife Persönlichkeit, tadellose Umgangsformen, Taktgefühl, kräftige Konstitution (Heben und Tragen von Verstorbenen), psychische Belastbarkeit, gutes Ausdrucksvermögen    
Info:  www.ota-online.info

Nach der hygienischen und kosmetischen Versorgung wird der Verstorbene an den Bestattungsort überführt. Dort wird der Sarg hergerichtet und die Trauerfeier vorbereitet.

Bestattungsfachkräfte beraten ihre Kunden aber auch im Vorfeld, wenn es um Bestattungsvorsorgeverträge geht. Kaufmännisch verwaltende Tätigkeiten wie Kostenermittlung oder Abrechnung mit Krankenkassen, Versicherungen und Privatpersonen gehören auch in ihr Ressort. Der handwerkliche Umgang mit berufsspezifischen Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technische Einrichtungen gehören dazu.

Ganz wichtig ist ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen. Denn Bestatter müssen mit Angehörigen Verstorbener kommunizieren. Betreuen, Beraten sowie trauerpsychologische Maßnahmen sind Bestandteil des Berufs.

» Altenpfleger/-in

Altenpfleger/-in

Foto: Altenpfleger/-in

Der fachgerechte Umgang mit alten Menschen ist Hauptbestandteil des Berufs. Foto: Barmer GEK

Foto: Altenpfleger/-in

Der fachgerechte Umgang mit alten Menschen ist Hauptbestandteil des Berufs. Foto: Barmer GEK

Die Fachkräfte der Altenpflege tragen dazu bei, dass pflegebedürftige Menschen trotz körperlicher Einschränkungen oder Krankheit ein möglichst aktives Leben führen können. Mithilfe der ambulanten Pflege und Betreuung durch Altenpfleger können ältere Menschen länger in ihrer eigenen Wohnung und dadurch auch in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. 
Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzungen:  guter Hauptschulabschluss, Realabschluss oder Abitur, Verantwortungsbewusstsein, Hygienebewusstsein, geistig-körperliche und seelische Gesundheit, Interesse und Freude an Menschen
Info: www.dbfk.de

Im Alten- und Pflegeheim unterstützen Pflegefachkräfte die Aktivität und Selbständigkeit der alten Menschen durch Maßnahmen der Grundpflege und der behandelnden Pflege, was gut geplant sein will. Sie wirken unter ärztlicher Aufsicht auch an der Diagnostik und Therapie der Krankheiten älterer Menschen mit.

Die Fachkräfte der Altenpflege bieten den pflegebedürftigen Menschen auch Beratung, Gruppenaktivitäten usw. an, sichern also eine vielfältige soziale Betreuung. Die Ausbildung ist anspruchsvoll, die Berufspraxis erfordert Stärke und die Fähigkeit, gut mit anderen Menschen umzugehen. 

» Florist/-in

Florist/-in

Foto: Florist/-in

Die Ausbildung umfasst nicht nur die Gestaltung von Blumensträußen. Foto:Messe Berlin/IGW 2011 – Gartenbau

Foto: Florist/-in

Die Ausbildung umfasst nicht nur die Gestaltung von Blumensträußen. Foto:Messe Berlin/IGW 2011 – Gartenbau

Ein farbiger Blumenstrauß macht Freude! Wie schade wäre es doch, könnten wir nicht hin und wieder Blumen schenken. Je nach Saison stellt der Florist Blumen, Blütenzweige und Pflanzen zu Sträußen, Bouquets oder Gestecken zusammen.

Dabei setzt er die Farben und Formen der Pflanzen mit viel Geschmack so ein, dass jede Arbeit ein kleines Kunstwerk wird. Seine Kunden sind Privatleute, Geschäftsleute, Verliebte oder Geburtstagsgäste. Der Florist geht freundlich und fachkundig auf alle Wünsche ein und empfiehlt je nach Umständen Schnittblumen oder Topfpflanzen, exotische oder heimische Gewächse und berät die Kunden, wie sie ihre Blumen oder Pflanzen am besten pflegen können. Daneben verkauft er aber auch Vasen und Schalen.
Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzungen: 
mind.Hauptschulabschluss, Freude am Kundenkontakt, Handgeschick, Freude am Gestalten
Info:  www.fdf.de

Floristen fertigen außerdem Blumenarrangements: auf Bestellung oder sofort in Anwesenheit des Kunden. Um allen Wünschen nachzukommen, müssen sie sich manchmal fast „überschlagen“. In flauen Stunden dagegen finden sie Zeit, ihre Pflanzen im Geschäft zu pflegen und Arrangements fürs Schaufenster zu binden
Es gibt drei Handlungsbereiche für Floristen: die Pflanzenpflege sowie den handwerklich-künstlerischen und den kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bereich. 

» Beruf mit Verantwortung

Beruf mit Verantwortung

Foto: Beruf mit Verantwortung

Arzthelfer/-innen messen auch den Blutdruck oder nehmen Blut ab. Foto: AOK-Mediendienst

Foto: Beruf mit Verantwortung

Arzthelfer/-innen messen auch den Blutdruck oder nehmen Blut ab. Foto: AOK-Mediendienst

Foto: Beruf mit Verantwortung

Auch Spritze und Stethoskop gehören zu den Arbeitsmitteln der Arzthelferin. Foto: Barmer GEK

Foto: Beruf mit Verantwortung

Auch Spritze und Stethoskop gehören zu den Arbeitsmitteln der Arzthelferin. Foto: Barmer GEK

Die Aufgaben Medizinischer Fach-angestellter ist die Assistenz bei Ärzten und Ärztinnen, die während verschiedener Untersuchungen, Behandlungen oder medizinischer Betreuungen bei Patienten durchgeführt werden. Sie bemühen sich um das Zwischenmenschliche während einer Behandlung, sei es, um die aufgeregten Patienten zu beruhigen oder die ängstlichen nicht zu verunsichern. 

Sie kümmern sich um den organisatorischen Ablauf in einer Praxis, die zum Beispiel in der Planung der Patiententermine, Verwaltungsarbeit oder Bestellung von Arbeitsmaterialien oder Medikamenten bestehen kann. Sie behalten den Überblick, auch wenn das Telefon klingelt, gleichzeitig ein Patient ein Rezept haben möchte und einen neuen Termin verlangt. Neben der Organisation und der fürsorglichen Betreuung assistieren sie dem Arzt, indem sie Blut abnehmen, Verbände anlegen, Medikamente und Injektionenen verabreichen oder Blutdruck messen. Die medizinischen Aufgaben gehen also nicht in einem Bürojob unter.
Lehrzeit: 3 bzw. Möglichkeit der Verkürzung auf 2,5 Jahre
Voraussetzungen:  Hauptschul- oder Realabschluss
Info:  www.medizin-berufe.de


Jennifer Noerenberg absolvierte eine Ausbildung im Bereich der Neurologie/ Psychiatrie zur Med. Fachangestellten.  Nach einem Praktikum in der 9. Klasse als Krankenschwester in einem Krankenhaus merkte sie, dass der soziale medizinische Bereich sie sehr interessierte. „Der Umgang mit Menschen ist für mich sehr wichtig“, sagt sie, „die Kombination mit dem ‚Bürojob‘ ist für mich eine optimale Mischung“. 

Der Schichtdienst allein und die Arbeit im Krankenhaus waren nichts für sie. Die Arbeit in einer Praxis reizte Jennifer schon immer mehr. Die Besonderheit bei ihrer Aufgabe ist definitiv der Umgang mit den psychisch kranken Menschen. Diese Menschen kommen nicht nur mit einem Schnupfen in die Praxis, sie haben andere Probleme, die anders behandelt werden müssen.  Hier lernt man das Wort Akzeptanz anders zu verstehen, sagt sie. Die Arbeit ist nicht einfach und verlangt auch viel Gefühl. Dennoch erzählt Jennifer: „Diese Arbeit prägte mich mehr als alles andere im Leben. “ Susanne Walter

» Filme für den Unterricht

Filme für den Unterricht

Foto: Filme für den Unterricht

Die Arbeit am PC ist für Buchhaltung und Lizenzabrechnungen unerlässlich. Fotos: Richard Bischoff

Foto: Filme für den Unterricht

Die Arbeit am PC ist für Buchhaltung und Lizenzabrechnungen unerlässlich. Fotos: Richard Bischoff

Foto: Filme für den Unterricht

Sortieren, Archivieren, Ordnen: die DVD steht im Mittelpunkt von Stephanies Arbeit.

Foto: Filme für den Unterricht

Sortieren, Archivieren, Ordnen: die DVD steht im Mittelpunkt von Stephanies Arbeit.

Eine Ausbildung als Vorbereitung auf ein Studium ist sehr sinnvoll, findet „Miss BlickPunkt 2011“ Stephanie Ammich


Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzung: 
mind. Hauptschulabschluss
Info: www.lbv-brandenburg.de
„Was mache ich bloß nach dem Abi-tur?“ Für Stephanie Ammich stellte sich diese Frage, die viele Abiturienten umtreibt, nicht. Für sie war klar, nach dem Schulabschluss ein Studium der Filmwissenschaften zu beginnen. Ihren Berufswunsch hat sie seit einem Praktikum beim ZDF-Morgenmagazin, das sie in der 9. Klasse absolvierte, im Visier. „Ich will an der Produktion von Filmen oder Berichten für das Fernsehen mitarbeiten“, stand für Stephanie seitdem fest.

Mehr lehrreiche Filme, statt Spielfilme im Unterricht
Da der Studiengang Filmwissenschaften zulassungsbeschränkt ist und mindestens eine Abiturnote von 1,2 voraussetzt, schaute sich Stephanie anderweitig um. „Ich habe mir mit der Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien eine Ausbildung in dem für mich interessanten Bereich gesucht, um meine Chance auf das Studium zu erhöhen.“ Fündig wurde sie bei der Matthias-Film gGmbH in Berlin, einer gemeinnützigen Medienvertriebsgesellschaft, die spezialisiert ist auf 30-minütige Filme und DVD´s für den Unterricht.

„Wir kaufen die Rechte für unterrichtsrelevante Themen und bereiten diese dann für sämtliche Altersstufen – auch für Kindergärten – auf“, erklärt Stephanie die  Arbeit in dem Medienvertrieb und fügt hinzu: „Unser Anspruch ist es, dass im Unterricht mehr mit lehrreichen Filmen gearbeitet wird und nicht nur am letzten Schultag mal ein Spielfilm eingelegt wird.“

Theorie aus der Schule direkt in der Praxis anwenden
In der dreijährigen Ausbildung hat die 21-Jährige zwei Tage in der Woche Berufsschule. Dort lernt sie die Theorie zu klassischen kaufmännischen Bereichen wie Wirtschaftslehre, Buchhaltung sowie Steuerung und Kontrolle.

Aber auch spezifische Kenntnisse wie Mediengestaltung und Medienbetriebslehre werden ihr dort vermittelt. Besonders erfreulich findet Stephanie, dass sie die Theorie meistens sofort in ihrem Unternehmen anwenden kann: „Es ist auch wichtig für mich, dass ich die gelernten Dinge sofort anwenden kann. Das funktioniert in dieser Ausbildung sehr gut.“

Abwechlungsreiche Aufgaben machen den Alltag spannend
Die Aufgaben der Berlinerin erstrecken sich von der Lizenzabrechnung und der Buchhaltung bis hin zu Vertrieb,  Mahnwesen und der Öffentlichkeitsarbeit beispielsweise bei der Messe-Stand-Betreuung auf der Bildungsmesse „Didacta“ in Stuttgart. „Die Arbeit ist abwechslungsreich und macht mir viel Spaß. Besonders interessant ist, dass ich relativ viel direkten Kundenkontakt habe.“

Nicht so schön findet sie, wenn Personen oder Unternehmen ihre Rechnungen nicht bezahlen. Aber Mahnbescheide zu schreiben, gehört eben auch zur Arbeit dazu. Und so ganz streng ist die zierliche Auszubildende nicht mit den Säumigen „Ich rufe vorher immer nochmal an und gebe ihnen die Chance, das ohne Mahnung zu klären.“ Richard Bischoff

» Abwechslung bei Wind und Wetter

Abwechslung bei Wind und Wetter

Foto: Abwechslung bei Wind und Wetter

Die Daten werden während der Auswertung exakt nachgezeichnet und somit zu maßstabgetreuen Karte. Fs: rb

Foto: Abwechslung bei Wind und Wetter

Die Daten werden während der Auswertung exakt nachgezeichnet und somit zu maßstabgetreuen Karte. Fs: rb

Foto: Abwechslung bei Wind und Wetter

Alle Messungen werden in einer Zeichnung skizziert.

Foto: Abwechslung bei Wind und Wetter

Alle Messungen werden in einer Zeichnung skizziert.

Foto: Abwechslung bei Wind und Wetter

Annika visiert mit dem Tachymeter den Prismastab an, auf den der Laser ausgerichtet wird.

Foto: Abwechslung bei Wind und Wetter

Annika visiert mit dem Tachymeter den Prismastab an, auf den der Laser ausgerichtet wird.

Genauigkeit ist das Wichtigste, wenn kleine Fehler große Auswirkungen haben können

Sengende Sonne, heftiger Schneefall oder kräftige Regengüsse. Es gibt fast kein Wetter, bei  dem Annika Hikel nicht ihrer Arbeit als Vermessungstechnikerin nachgeht. Nur wenn Technik und Instrumente in Mitleidenschaft gezogen würden, muss sie den Witterungsumständen Tribut zollen. 
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:
 Realschule
Info:  
www.vermessung.de
www.vermessungsseiten.de

Im Stadtbild sind die Vermessungstechniker immer wieder leicht an ihren Strecken- und Richtungsmessgeräten zu erkennen. Ob Straßen, Baustellen oder Grundstücke jeder Art: Die Einsatzmöglichkeiten und Auftragsgebiete sind äußerst unterschiedlich. 

Diese Vielseitigkeit ist einer der Gründe, warum Annika sich die Ausbildung zur Vermessungstechnikerin ausgesucht hat. Einen richtigen beruflichen Plan hatte sie nach der Mittleren Reife nicht, wusste jedoch, was sie nicht will: „Ich wollte auf gar keinen Fall einen Job, bei dem ich nur drinnen im Büro sitzen würde.“ 

Durch ihren Vater kam sie mit dem Beruf erstmalig in Berührung. Sie informierte sich über die Möglichkeiten und den Alltag, den dieser Beruf für sie bot und war sofort angetan. „Gleich die erste von den Bewerbungen, die ich geschrieben habe, brachte mir einen Vorstellungstermin, an dem ich einen Eignungstest ablegen musste“, sagt Annika rückblickend. Prompt bestand sie diesen und begann ihre Berufsausbildung zur Vermessungstechnikerin bei der Kreisverwaltung ihres Geburtsortes.

Die dreijährige Ausbildung beinhaltete, neben der Arbeit im Kreistag, einen theoretischen und einen praktischen Teil in der Berufsschule, der je eine Woche im Monat in Anspruch nahm. 

Die Schwerpunkte des theoretischen Bereichs bildeten hauptsächlich das vermessungstechnische Rechnen und Zeichnen, bei denen gute Mathematikkenntnisse, besonders der Geometrie,  und ein hervorragendes räumliches Vorstellungsvermögen enorm wichtig sind. 

Die andere Woche verbrachte Annika in einem speziellen Ausbildungsgebäude, in dem sie unter realen Bedingungen den Umgang mit den optischen und elektronischen Messinstrumenten lernen konnte, die eine millimetergenaue Ausmessung ermöglichen. Es ist besondere Akribie und Sorgfalt erforderlich, da eine fehlerhafte Messung unter Umständen die gesamte Datensammlung wertlos machen kann.

Als Vermessungstechnikerin arbeitet die 21-Jährige viel im Freien und stellt sich bei Wind und Wetter auf die unterschiedlichsten Einsatzorte ein. Die Witterungsbedingungen nimmt sie, wie sie kommen: „Das gehört zum Job dazu. Es gibt eben auch mal schlechtes Wetter, und wenn man die richtige Schutzkleidung anhat, dann ist das meistens halb so schlimm.“

Neben dem Außendienst ist auch die Arbeit im Büro Bestandteil der Tätigkeit. Die ermittelten Daten müssen am PC nachgezeichnet und weiter ausgewertet werden. Genau diese Abwechslung ist für Annika das Besondere an ihrem Beruf: „Es wird nie langweilig, mal ist man draußen, mal drinnen, und es kommt immer etwas Neues dazu.“ Eine weniger vielfältige Arbeitsaufteilung könnte sie sich nicht mehr vorstellen: „Das ist genau das Richtige für mich, und ich habe es noch nicht bereut.“ Richard Bischoff

» „Eiskalte Nerven gefordert“

„Eiskalte Nerven gefordert“

Foto: „Eiskalte Nerven gefordert“

Diese leckeren Eiscreme-Kreationen gehören in das Gefrierfach und damit das funktioniert, bedarf es einen Mechatroniker für Kältetechnik. Fotos: Nestlé Deutschland AG

Foto: „Eiskalte Nerven gefordert“

Diese leckeren Eiscreme-Kreationen gehören in das Gefrierfach und damit das funktioniert, bedarf es einen Mechatroniker für Kältetechnik. Fotos: Nestlé Deutschland AG

Foto: „Eiskalte Nerven gefordert“

Foto: „Eiskalte Nerven gefordert“

Der Mechatroniker/in für Kältetechnik weiß, wie die Kälte in den Kühlschrank kommt

Ein leckeres Eis aus dem Gefrierschrank, frische Luft aus der Klimaanlage bei 30 Grad im Schatten oder ein schönes kaltes Getränk aus dem Kühlschrank. Alles wäre ohne Klimaanlagen- oder Kältetechnik nicht denkbar. Gut ist es, wenn sich damit jemand ganz genau auskennt. 

Und das sind Mechatroniker für Kältetechnik. Sie installieren, reparieren und warten Kühl- und Klimaanlagen. Kühlanlagen werden eingesetzt, um beispielsweise leicht verderbliche Nahrungsmittel aufzubewahren (Kühlhäuser), zu transportieren (Eisenbahn, Schiffe oder Lastwagen mit Kühlanlagen) oder zu verkaufen (Kühltruhen). Klimaanlagen finden sich überall dort, wo frische Luft Not tut: in Warenhäusern, Kinos, Büros oder auch Restaurants. Auch Kunsteisbahnen oder Wärmepumpen wären ohne Kältetechnik undenkbar.
Lehrzeit: 3,5 Jahre
Voraussetzungen:  mind. Hauptschulabschluss
Info:   www.mechatronik-portal.de


Ole Jannsen weiß das ganz genau. Er ist nämlich genau so ein Kälteanlagenbauer und plant, montiert und wartet Klimaanlagen sowie kälte- und klimatechnische Einrichtungen. Er war vor allem im produktionstechnischen Bereich zuständig. Es ist eine Arbeit, die viel auf Zusammenhalt, Abhängigkeit und Verantwortung setzt.  „Jeder hatte seinen eigenen Bereich“, erzählt er. 

„Jeder war auf den anderen angewiesen und baute an die Kälteanlage ein Stück ran“. Wenn eine neue Kälteanlage gebaut wird, wird zunächst eine Skizze angefertigt und ein Entwurf gemacht. Im Folgenden werden anhand der Skizzen die bestimmten Maße entwickelt und berechnet. Anschließend werden die Bauteile für die Anlage ermittelt. Doch keine Kälte ohne Strom. 

Die elektrischen Aggregate z.B. Kompressoren, Ventilatoren oder Pumpen werden an die Stromzufuhr angebaut und an die zugehörigen Mess-, Steuer- und Reglungsgeräte angeschlossen. Diese Aufgabe war die von Ole Janssen. Die Arbeit bei der Montage hat ihm sehr viel Spaß gemacht. Natürlich gibt es noch die Möglichkeit, die fertigen Anlagen direkt am Ort, wie z.B. Restaurant, Privatheim, Bürogebäude oder Arztpraxis, zu installieren. 

Dort ist vor allem viel Kundenfreundlichkeit und Engagement erforderlich. Eine Arbeit, die nicht jedem im Blut liegt. Ole Jannsen ist eher der Techniker und Monteur und hat daher viel Freude beim Entwickeln der Anlagen. 

Wenn Ole Jannsen eine technische   Zeichnung zusammen mit einem  Schema von den Technischen Zeichnern erhält, schlägt sein Herz gleich höher. Dann fängt er an,  auf dieser Grundlage in der Werkstatt aus mechanischen, elektronischen und elektrotechnischen Bauteilen, Steuereinrichtungen, Dämmmaterial und die Anlageeinheiten zusammen zu bauen. 

Anschließend wird die neue Anlage  mit Kühlflüssigkeit befüllt und dann installiert. Auch die Montage der Kälteleitungen (in Neu- und Umbauten) und die notwendigen Steuer- und Regelapparate gehören zu seinen Aufgaben.

Die Mechatroniker ummanteln die Rohre mit wärmedämmenden Materialien, installieren die elektrischen Anschlüsse und programmieren die Steuerungs- und Regelungseinrichtungen. Dann überprüfen sie alle Funktionen. Sie sind für die Funktionsfähigkeit und Sicherheit der Anlage verantwortlich. Susanne Walter

» Bootsbauer/-in

Bootsbauer/-in

Foto: Bootsbauer/-in

Auch pompöse Yachten werden von speziellen Bootsbauern gebaut. Foto: Messe Friedrichshafen/INTERBOOT/www.interboot.de

Foto: Bootsbauer/-in

Auch pompöse Yachten werden von speziellen Bootsbauern gebaut. Foto: Messe Friedrichshafen/INTERBOOT/www.interboot.de

Bootsbauer arbeiten auf Werften, in Bootsbauwerkstätten, in Bootscentern, Wassersportvereinen oder im Bootsverleih. In erster Linie sind sie für den Bootsbau zuständig. Hier sind sie von Anfang an dabei: von den ersten Ideen, der Projektierung über die Umsetzung der Pläne bis zur Fertigstellung des Bootes oder der Yacht.
Lehrzeit: 3,5 Jahre 
Voraussetzungen: mind. Hauptschulabschluss
Info:
www.dbsv.de
www.bootsbau-sh.de

Sie erstellen die technischen Zeichnungen, wählen das Material aus, messen und schneiden dann die verschiedenen Werkstoffe zu. Zudem reparieren die Bootsbauer Boote und Yachten oder warten sie regelmäßig, so dass die allgemeine Fahrtüchtigkeit und Sicherheit garantiert sind. Man kann sich bei ihnen sein Boot bauen aber auch um- oder ausbauen lassen.

Früher wurden Boote nur aus Holz oder Stahl gefertigt. Heute verwendet man bis zu 80 Prozent Kunststoff. Stahl und Aluminium kommen allerdings auch zum Einsatz. Je nach Typ – Segelyacht, Kajak, Fischkutter, Barkasse, Kreuzfahrtdampfer – müssen andere Bedingungen berücksichtigt werden, die vorgeben, welches Material oder welche Bauart zum Einsatz kommen.

Bootsbauer kennen sich damit aus, wissen über die möglichen Einflussfaktoren und späteren Belastungen Bescheid. Sie stellen auch Zubehör wie Paddel, Riemen, Bootshaken, Masten und Spieren her.

Ein angehender Boots-bauer sollte folgende Eigenschaften mitbringen: Freude am Umgang mit Holz, Metall und Kunststoff, Genauigkeit, zügige Arbeitsweise, Gespür für Maschinen, Formensinn, räumliches Vorstellungsvermögen, widerstandsfähige Konstitution, ausgeprägtes Materialgefühl, Handgeschicklichkeit. Und sie sollten nicht farbenblind sein.

» Flugbegleiter/-in

Flugbegleiter/-in

Foto: Flugbegleiter/-in

Ein Flugbegleiter hilft in jeder Situation während des Fluges. Foto: Luftshansa /Jens Goerlich

Foto: Flugbegleiter/-in

Ein Flugbegleiter hilft in jeder Situation während des Fluges. Foto: Luftshansa /Jens Goerlich

Flugbegleiter sind in Erster Hilfe und in allen Maßnahmen zur Sicherheit und zur eventuellen Rettung der Passagiere geschult, denn die Sicherheit ist eine Hauptaufgabe ihrer Arbeit. Sie nehmen somit eine große Verantwortung wahr.
Während des Starts und der Landung sind sie besonders wachsam, denn diese Manöver beinhalten ein größeres Risiko. Im Falle eines Startabbruchs oder einer Notlandung wissen sie, was zu tun ist.
Lehrzeit: variabel
Voraussetzungen:  gutes Englisch
Info: www.flugbegleiter.net

Flugbegleiter sind stets um das Wohlergehen ihrer Fluggäste bedacht. Aufmerksam besorgen sie eine Decke, einen Nuckel für das Baby, eine Kopfschmerztablette oder ein Glas Champagner. Sie sind mehrsprachig, aufmerksam, freundlich und gepflegt, verkaufen zollfreie Artikel, verteilen Zeitungen und Zeitschriften, bringen Essen und Getränke.

Flugbegleiter demonstrieren auch die Sicherheitsvorkehrungen, wie man sich anschnallt und wie man die Sitze wieder senkrecht stellt, erklären Kopfhörer und Filme. 

» Physiklaborant/-in

Physiklaborant/-in

Foto: Physiklaborant/-in

Die Arbeit am Mikroskop erfordert viel Geduld und Präzision. Foto: BASF

Foto: Physiklaborant/-in

Die Arbeit am Mikroskop erfordert viel Geduld und Präzision. Foto: BASF

Geschwindigkeit, Widerstand, Trägheitsmoment, Spannung: Das alles sind Größen, die man vielleicht vom Physikunterricht kennt, die aber nicht direkt sichtbar sind. Physiklaboranten messen mit hoch entwickelten elektronischen Messgeräten.

Dazu bauen sie Versuchs- und Testeinrichtungen für physikalische Experimente und Prüfverfahren auf, messen, erstellen Protokolle, Auswertungen, Statistiken und grafische Darstellungen. Sie beherrschen auch Feilen und Sägen, Filtrieren und Destillieren sowie einfache fotografische Arbeiten.

Beim Aufbau von Versuchen ist das Können der Physiklaboranten immer wieder neu gefordert, denn jeder Versuch stellt andere technische Herausforderungen dar. Je nach Experiment nehmen sie an einzelnen Geräten noch Änderungen vor oder fertigen kleine Zusatzgeräte. Die entsprechenden technischen Angaben (Zeichnungen, Schaltschemata usw.) erhalten sie von Physikern oder einem Forscherteam. Sie arbeiten z.B. in der Forschung (Universität, Industrie), Entwicklung oder Produktion (Industrie).
Lehrzeit: 3,5 Jahre (Industrie): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule
Voraussetzung: 
Realschulabschluss bevor-
zugt (mit guten Leistungen in Physik, Chemie, Rechnen und Raumlehre)
Info: www.weltderphysik.de

» Tankwart/-in

Tankwart/-in

Foto: Tankwart/-in

Ein freundliches Lächeln und jederzeit hilfsbereit, so muss ein Tankwart sein, egal ob es regnet, schneit oder stürmt. Foto: Aral Aktiengesellschaft

Foto: Tankwart/-in

Ein freundliches Lächeln und jederzeit hilfsbereit, so muss ein Tankwart sein, egal ob es regnet, schneit oder stürmt. Foto: Aral Aktiengesellschaft

Tankwarte führen alle Servicedienstleistungen aus, die an einer Tankstelle anfallen: Sie verkaufen Benzin, wechseln Motorenöl, beraten ihre Kunden über Autozubehör, verkaufen Nahrungsmittel, Zeitungen und Drogerieartikel. In vielen Tankstellen gibt es auch eine Lotterieannahmestelle. Sie erledigen alle anfallenden kaufmännischen Arbeiten, geben Bestellungen auf und führen die Buchhaltung. 
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen: mind. Hauptschulabschluss,  technisches Grundwissen
Info:  www.tankwartblog.de

An den Autos verrichten Tankwarte außerdem verschiedene Arbeiten: Sie führen Diagnose- und Prüfarbeiten durch sowie Reinigungen z.B. an Motor oder Unterboden, sie bauen Sonderzubehör wie Batterien oder Zündkerzen ein und wechseln Reifen. Viele Tankstellen bieten auch einen Urlaubs- oder Wintercheck an: Da sind verantwortungsvolles Handeln und technisches Wissen unabdingbar!

» Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Für jeden gibt es garantiert das richtige Trainingsprogramm. Foto: McFit GmbH

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Für jeden gibt es garantiert das richtige Trainingsprogramm. Foto: McFit GmbH

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Foto: Sport- und Fitnesskaufmann/-frau

Die Sport- und Fitnesskaufleute arbeiten in Sportvereinen und -verbänden, in Fitnessstudios, Hallenbädern, Fußballstadien oder Tenniscentern. Sie sind an Sportschulen oder Einrichtungen für Wellness und Erholung beschäftigt. Sie übernehmen alle kaufmännischen Arbeiten, regeln den organisatorischen Ablauf und betreuen die Kunden, Mitglieder oder Spieler. Den größten Teil ihrer Arbeit erledigen die Sport- und Fitnesskaufleute im Büro. 
Lehrzeit: 3 Jahre
Voraussetzungen:
 mind. Hauptschulabschluss, Interesse für Sport- und Fitnessprodukte, Freude am Kundenkontakt, Interesse an Ernährung und Sportphysiologie, gute Beobachtungsgabe
Info:  
www.esab-brandenburg.de 
www.sportfh-esab.eu

Sie nehmen Neunanmeldungen entgegen, verfassen Verträge, schreiben Rechnungen und verbuchen Mitgliederbeiträge. Sie verhandeln mit Lieferanten von Sportprodukten und planen das Budget für die kommende Saison. Sie kalkulieren Eintrittspreise und erstellen Einsatzpläne z.B. für die Kursleiter oder Trainer. Sie organisieren die Wartung von Fitnessgeräten, die Pflege von Sportplätzen und die Reinigung der Trainingsräume und -anzüge.

Die Sport- und Fitnesskaufleute kümmern sich auch um Marketingmaßnahmen. Sie werben mit neuen Trainingsangeboten, Saunalandschaften oder kundenfreundlichen Öffnungszeiten. Sie organisieren Sportveranstaltungen und suchen nach Sponsoren. Sie betreiben Öffentlichkeitsarbeit und machen z.B. spezielle Jugendförderprogramme bekannt.

Die Sport- und Fitnesskaufleute haben auch direkten Kontakt mit den Kunden. Sie erarbeiten individuelle Trainingspläne, geben Tipps zur Ernährung, weisen die Kunden in die Nutzung der Geräte ein oder informieren über Kursangebote.

» Eisenbahner/in im Betriebsdienst (Fachrichtung Lokführer)

Eisenbahner/in im Betriebsdienst (Fachrichtung Lokführer)

Foto: Eisenbahner/in im Betriebsdienst (Fachrichtung Lokführer)

Auch in den Berliner S-Bahnen sitzt ein Lokführer. Foto: S-Bahn Berlin GmbH/ J. Donath

Foto: Eisenbahner/in im Betriebsdienst (Fachrichtung Lokführer)

Auch in den Berliner S-Bahnen sitzt ein Lokführer. Foto: S-Bahn Berlin GmbH/ J. Donath

Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Lokführer und Transport (EiB L/T) fahren Züge des Personenverkehrs oder des Güterverkehrs. Sie sind beispielsweise bei der DB Regio AG oder bei Railion Deutschland AG beschäftigt und wesentlich an der Gestaltung von Transportabläufen beteiligt. Ihre Einsatzorte sind z.B. die Zugbildungsbahnhöfe, in denen sie für die ordnungsgemäße und pünktliche Fertigstellung der Züge sorgen. Dabei treffen sie auch Sicherheitsvorkehrungen.
Lehrzeit: 3 jahre
Voraussetzungen: Guter Realschulabschluss oder sehr guter Hauptschulabschluss mit guten Noten (besonders in Mathe, Physik usw.). Ärztliche Eignungsprüfung und ein psychologischer Eignungstest.
Info: www.bahnberufe.de

In der Nahbereichsbedienung arbeiten die Eisenbahner im Güterverkehr; dort bringen sie mit der Lokomotive die Güterwagen zum Kunden und holen sie wieder ab. Die EiB L/T sind auch in der Kundenberatung und -betreuung aktiv. Der Umgang mit Menschen und modernster Technik erfordert Verantwortungsbewusstsein und hohe Einsatzbereitschaft. Interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten zeichnen diesen Traumberuf der Bahn aus.

» „Mich interessieren alle Bereiche“

„Mich interessieren alle Bereiche“

Foto: „Mich interessieren alle Bereiche“

Bastian Scheibe hat seinen Weg gefunden: „Ich bin ein Filmfreak. Ich hab einen weiteren Schritt Richtung Zukunft getan, nur eben hinter der Kamera.“

Foto: „Mich interessieren alle Bereiche“

Bastian Scheibe hat seinen Weg gefunden: „Ich bin ein Filmfreak. Ich hab einen weiteren Schritt Richtung Zukunft getan, nur eben hinter der Kamera.“

Foto: „Mich interessieren alle Bereiche“

Bastian Scheibes zukünftiges Handwerks-zeug. Fotos: privat/Canon EOS 300C/www.canon.de

Foto: „Mich interessieren alle Bereiche“

Bastian Scheibes zukünftiges Handwerks-zeug. Fotos: privat/Canon EOS 300C/www.canon.de

In Bastian Scheibes Leben drehte sich schon immer alles nur um Film. Jetzt wird er Film- und Videoeditor!

Schon als er ein kleiner Junge war, gab es für Bastian Scheibe nichts anderes als Film: „Ich bin ein Filmfreak“, sagt er über sich selbst und fügt grinsend hinzu: „angefangen übers auswendig Lernen der Fernsehzeitung als kleiner Steppke, unzählige Besuche in Kinos und  zwei Besuche an zwei Schauspielschulen bin ich nun hinter der Kamera gelandet“, erzählt er und ist trotz einiger Umwege   zufrieden mit seiner  Entscheidung.

Auch mal schnell selber vor die Kamera – kein Problem
Film- und Videoeditoren gestalten aus Bild- und Tonmaterial von Kameraleuten und Tonassistenten sendefertige Beiträge. Sie prüfen, bewerten und bearbeiten das Material. Sie wählen geeignete Filmabschnitte aus, kürzen Szenen und bringen die vielen Einzelteile in eine zeitlich korrekte Reihenfolge oder zu einem neuen harmonischen Handlungsablauf. Sie werden an der Kamera in Bild- und Tondramaturgie ausgebildet.  
Lehrzeit: 3 Jahre 
Voraussetzungen: www.fernseh-akademie.de
Info: www.fernseh-akademie.de

Bastian Scheibe gehen die Ideen dabei nie aus, aber dennoch mag er eine Sache ganz besonders: „Am liebsten filme ich selber und kümmere mich anschließend um den Schnitt. Aber mich interessieren eigentlich alle Bereiche. Hauptsache, es hat etwas mit Film zu tun. Da macht es mir auch nichts aus, mal schnell selbst vor die Kamera zu springen“, sagt er. Bis er allerdings wusste, was er genau machen wollte, vergingen einige Jahre und zwei abgebrochene Schauspiel-Ausbildungen.

So viele Möglichkeiten, aber keine war die richtige
Nachdem er zwei Schauspielausbildungen an verschiedenen Schulen abgebrochen hatte, erzählte ihm ein Freund von der Ausbildung: „Ein Kumpel hat genau das auch gelernt. Ich hab mich informiert, mich um ein Praktikum beworben und dann um eine Ausbildungsstelle“, erzählte der mittlerweile angehende Film- und Videoeditor. Die Arbeit findet häufig am Computer statt, aber das stört Bastian Scheibe nicht, denn oft genug heißt es auch, spontan reagieren, Kamera einpacken und los geht's.

Selbstständig oder angestellt? Alles ist machbar!

Je nach Filmart – journalistische Beiträge, Fernsehsendungen, Werbe- oder Kinofilme – ist die Arbeit unterschiedlich: Live-Übertragungen erfordern blitzschnelles Handeln, Material aus verschiedenen Kameras muss sofort zusammengefügt werden, Zuschauertribünen werden zwischendurch eingeblendet. Bei Kinoproduktionen wird mehr auf künstlerische Feinheiten geachtet, Szenen werden besonders stimmungsvoll hervorgehoben und nachbearbeitet.

Bastian Scheibe ist noch nicht sicher, wohin es ihn nach bestandener Prüfung verschlägt. Nur was mit Film sollte es sein.